Ausgabe 
10.6.1919
 
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Dienstag, (9. Zur.i 1919

169. Jahrgang

Erstes Matt

Neuenweg

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! sberät Diese Arbeit soll am heutige tap fortgesetzt und in zwei bis 01

beendet werden, so daß wir gegen

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Oktober in den

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heilen, für die Verantwortlichkeiten, für die Finan-

BLotoafcn ebenfalls Sitzungen ab. Man weiß

vemburg über Zinanzsragen.

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der Rhcinlande Deutschland die Be- (das steht schon im

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2. soll die B e s e tz u n g abgekürzt werden, wenn dingungcn pünktlich erfüllt: Entwurf, D. Red.)

3. soll Deutschland im

!>«ß die Berichte übermorgen über­leben werden müssen. Am Dienstag wird 3er Dreierrat die Diskussion des Berichtes L o u - $eur über die deutschen Gegenvorschläge bezüg- 'lch der Entschädigungen beginnen. Der Bericht ritt für die sofortige Festsetzung der Höhe gewisser kntschädigimgen ein, während er für diejenigen Schäden, die nicht sofort bestimmt werden kön- icn, Fristen vorschlägt, bis zu deren Ablauf die Schätzung geschehen muß.

Versailles, 9. Juni. (WTB.) Auch den heutigen Movgenblattern zufolge steht immer «och nicht fest, wann die Alliierten »ie Antwort auf die deutschen Gegen­vorschläge überreichen. In amerikanischen n'msen hofft man laut der Pariser Ausgabe der **11111) Mail", daß die Antwort der Alliierten am Dienstag abend sertiggestellt sein wird, während Wüsche Kreise die Fertigstellung vor Donnerstag «b^nd nickst möglich halten. Diese außerordentlich vtterspruchsvollen Meldungen erklären sich zweifel-

dem Flusse Sajo sehr erbittert Unsere Trup­pen leisteten dort bis an den Rand Ka­sch a u s heftigen Widerstand.

Paris,?. Juni. (WTB.)' Funkspruch des Wiener Korr.-Bureaus. Der Präsident der

aufmerksam zu "prüfen, denn er habe der Wät damit bewiesen, daß er nicht vorsätzlich in Un­nachgiebigkeit beharren werde; aber würde die

irei Tagen l Ende der

Das neue Kriedensgebräu.

Sehr widerspruchsvolle Nachrichten sind tu den letzten Tageil aus Paris zu uns ga- dnlngen. DerMatin" fletscht die Zähne und dekretiert, Deutschland werde in den Völker­bund nicht ausgenommen, doch werde der ur­sprüngliche Plan in mehreren Punkten geän­dert. Deutschland solle 200 oder 250 Milliar­den bezahlen müssen, ;in Oberschlesien gebe es kleine Zugeständnisse, dieCommission des fieparations" werde in ihren Befugnissen et­was eingegrenzt. Sonst bleibe so ziemlich alles beim alten. Aus englischen Quellen fließt ein etwas milderer Trank. Danach soll Deutschland im nächsten Oktober in den Völ­kerbund ausgenommen werden-;Daily News" will sogar wissen, daß Deutschland das Man­dat der Verwaltung Südwestafrikas unter dem Völkerbund erhalten werde, und der Schaden- oergütungsbetrag werde 100 Milliarden be­tragen.

Tatsache ist, daß die Entente in zehn

Die Kämpfe zwischen Tschechen und Ungarn.

-r und PlltznW 'merk empfiehlt Dualität

igk, tolat

Für

heute

Prüfung lange dauern,, so könnte dies als Schwäche gedeutet werden. Es sei somit ein llarer eimnütiger Beschluß schnell notwendig. Deutschland müsse in drei oder vier Tagen darüber klar sein, welches Schicksal die Entente ihm bereiten wolle, man müsse es nötigenfalls sogar durch ein Ultimatum zwingen, auch seinerseits Farbe zu bekennen.

Die Abänderung des Friedensvertrages.

Lugano, 7. Juni Die Konzessionen des Viererrats sollen nach Pariser Informa­tionen des(Sortiere della Sera" sämt­lich als Ausführungsbestimmungen und Anwei­sungen on die E x e k u t i v k o m m i s s i o n ver­wiesen werden und atnar aus dem Grunde, weil der Biererrat,'seines Ansehens halber es vermeiden möchte, den Vertragsentwurf abzuändern. Die Antwort an die deutsche Delegation enthalte als Einleitung eine von Wilson selbst entworfene Erwiderung auf den Vorwurf, daß der Vertrag sich von der Grundlage der 14 Punkte entferne. Die Aenderungrn sollen folgende Punkte umfassen:

1. soll in gewissen Bezirken Ober- s ch l e s i e n s eine Volksabstimmung stattfindcn, und außerdem den Deutschen unabhängig von dem Ausfall dieser Abstimmung ein Teil der ober» schlesischen Kohle während der Besetzung des Saargebiets zugesichert werden;

Prüfung der deutschen Gegenvorschläge.

Paris, 9. Juni. (WTB.) Havas. Diplo- luatischer Situatiousbecicht. In Abioeseuheit Or- tandos, der nach Italien reiste, um sich mit den Ministern über die vorgeschlagenen Vergleiche über as Adriameerproblem zu besprechen, setzten Wil- oTt, Lloyd George und Clemenceau die Prü- ung der deutschen Gegenvorschläge besonders die Bestimmungen über die deutsch-

lnisck^ Grenze. 'Andererseits trafen gestern mor- oeit Sonderkommissionen, denen die verschiedensten teile des deutsche^ Gegenvorschlags überwiesen icdm, zusammen. Gestern nachmittag dielten 'ic Kommissionen für die belgischen Angelegen-

e unb Bedingungen! ii, eichen weidcu.

ien unbrjiteniiprcStt S. Snni b. Zs., abv ticn. T'.c tefaunc inioan etwa mdjira

Völkerbund ausgenommen werden:

4. soll Deutschland an den wichtigen Bera­tungen der En t s ch ä d i g u n gs ko mm i ssi o n teilnehmen und gegen Eiugriise dieser Kommission in innerdeutsche Angelegenheiten geschützt werden, und endlich

5. soll die Entschädigung schon innerhalb zweier Monate nach Unterzeichnung mit einem Maximum von 200 Milliarden Mark festgesetzt werden.

Der Grund zum Aufschub der endgültigen g:stsetzung der Entschädigung liege darin, daß man treitigkeiten zwischen den einzelnen Verbündeten über ihren Anteil voraussehe und diese lieber nach Fiiedensschluß austragen möchte, wenn die Ein­heitsfront nicht mehr notwendig sei.

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en, für das linke Rheinufer, für die Gefangenen, Är die 5)äsen, für die^Polen und fürwie Tschecho-

Versailles, 9. Junt (Wolff.) Die Pariser Ausgabe desNew Bork Herold" meldet, daß Wilson Bottehrungen trifft, um gegebenenfalls lber den 1. Juli hinaus in Frankreich bleiben zu Annen. Wenn Deutschland die Unterzcichnung des Betraget verweigern sollte, werde Wilsvn unver- Mich nach Amerika zurückkehren und ameri- Wiische Delegierte als Vertreter der Vereinigten Staaten zurücklasseir.

Die Streikbewegung in Frankreich.

Versailles, 7. Juni. (Wolff.) Wie dir Morgenblätter melden, wurde im Streik der Bergleute Nordftankreich-s gestern durch Ver­mittlung der Regierung eine Einig ung er­zielt. DieForderungen der Arbritersck-aft wurden bewilligt. In Paris ist der Malerstreit und der Streik in der Bekleidungsindustrie gleichfalls bei­gelegt. Ter Verkehrsstreik in Paris dauert fort.

Paris, 8. Juni. (Wolff.) Havas. Der Minister der öffentlichen Arbeiten erklärte lautPetit Journal", daß die .Eisenbah­ner ihre Forderungen vollständig durchgesetzt hätten. Der Achtstundentag werde bin­nen kürzester Zeit durchgeführt werden. Durch ein Dekret vom Samstag sei eine paritätische Kommission eingesetzt. Andererseits würden die Eisenbahner begreifen, daß ihre Arbeit ge­genwärtig unerläßlich sei.

Friedenskonferenz §lemenceau hat an die ungarische Regierung in Buda­pest ein Telegramm gerichtet, in dem es heißt:

Die alliierten und die assoziierten Re­gierungen sind im Begriff, die Vertreter der ungarischen Regierung nach Paris zur F r ie - denskonferenz zu berufen, um dort die Mitteilung der Anschauungen über die ge­rechten Grenzen Ungarns entgegenzunehmen. Unter diesen Umständen wird die Buoapester Regierung formell eingeladen, unverzüglich ihren Angriffen gegen die Tschecho-Slowakei ein Ende zu setzen, widrigenfalls die ver­bündeten und assoziierten Regierungen fest entschlossen sind, sofort zu den äußersten Mit- telri zu greifen. Die Beantwortung dieses Telegramnrs hat innerhalb einer Frist von 48 Stunden zu erfolgen."

sein müßte. Tie Ve r stä ndig un gs,geda n- fen tönen nicht auf die kontinentale Orientierung einaestellt sein, denn die Arbeitsmittel der Welt, nämlich Rohstoffe und Geld, mangeln den Kon­tinentalen allen ahne Ausnahme in gtcicoer Weise. Sie finden sich aber bei den englffchen Gfegnern. Nur durch die Internationalisierung von Roh­stoffen und Geld in der Hand einer »antätlichen Instanz kann bas Wirtschaftsleben wieder an ge­kurbelt werden. Deutschland ist mit seinen Gegen, Vorschlägen bis an die Grenzen seiner Leisttmgs- ähigkeit gegangen. Ihre Erfüllbarkeit hängt da­von ab, daß Deutschland wieder zur Arbeit kommt. Dazu braucht es Brot, Rohstoffe und Markte. Unmittelbar kann Deutschland große Lummen nicht leisten So kann auf diese Vorschläge hm eine, das Kreditbedürfnis besonders Frankrerchs, ine« nende Unterlage nicht gefunden werden.

' Deutschlands Arbeitsfähigkeit und Frankreuhs Finanz muß 'wieder hergestelit werden, das liegt auch wesentlich im Interesse Englands und Ame­rikas. die :frofre Beträge zu fordern haben, daraus ergibt sich nicht eine kontinentale, sondern etiu Weltgemeinschaft der Interessen. Hiermit ist der Gedanke einer allgemeinen Völkerbundanleihe gegeben.^ Beim Zu­standekommen einer gemeinsamen Anleihe aller kredilsnchendm Kriegsteilnehmer Ikönnte dieEom- mission des Reparations", die durch deutsche Mit- glieder zu ergänzen sei, als internationaler Fi^ nanzregulator beim Völkerbund agieren. Jedes Land hätte nach dem Umfang, in dem es sur Er­stattungen, Entschädigungen, Nahrung und Roh­stoffe internationalen Kredit in Anspruch nimmt, Sicherstellungen in 'Steuern, realen Pfändern unfl anderen Garantien zu leisten. .Eine solche An- leifr würd' das erste Anlagepapier der Welt sein. Durch die Einstellung des Fn^ens auf den Volker- bundgedanken und internationaler macht

man die unerträglichen wirttchastlichen Klauseln entbehrlich, sichert Frankreich seinen Wiederaufbau in schleunigster Form, stellt seine Gläubiger zu­frieden und gibt Deutschland Brot und Arbeit und damit die Möglichkett, seine Verpflichtungen, denen es bis zum Jota nachleben wird, zu er­füllen Dian erhält dann den kommenden Welt­frieden auf dem Boden der Arbeitsgemeinschaft der Schaffenden. >

Bericht des sozialdemvkratischen Partei- vorstandeS.

Berlin, 5. Juni. (Priv.-Tel.) Der ,,^>r- wärts" veröffentlich einen Auszug aus bem joebat erschienenen Bericht des Vorstandes der sozialdemokratischen Partei für den Weimarer Parteitag.

Nach dem allgemeinen Teil, der die großen ge- schichtlicken Ereignisse rekapituliert, bringt er einen eingehenden Bericht über die Organisation de, Partei. Dieser stellt zunächst fest, daß die Be- Begleitersck>einungen des Krieges den dNitglieder- siaild stark herabgedrückt batten. Den größten urief- stcuid hatte die Partei um die Zeit des Würz­burger Parteitages. Daneben batte die vollzogene Spaltung und der Uebertritt zahlreicher Mitglieder zu den Unabhängigen die Reihen der Partei ,ehr erschüttert. Erst im letzten Kriegsjahr trat eine schwache Besserung ein. Einen völligen Umschwung der Orgauisatiimsverhältnisse brasste dann die Re­volution. Der Zustrom zur Part ei wuchs im ge­heuer Eine endgültige Ucbersicht über den Mit­gliederstand vermag der Bericht noch nicht zu geben, er begiiügt sich mit einigen Stichproben aus den Bezirken, wo die statistischen Erhebungen abge­schlossen sind. Im Bezirk westliches Westfalen be­trug am Jahvesschluß die Mitgliederzahl 5-, 611 gegen 12902 bei Abschluß des vorigen Wirlschasts- jahres, im Bezirk Pommern 26 680 gegen 12to6. Der Bezirk Dresden berichtet über 39 103 dlttt- glieder gegen 12 037 am evchluß des vor. ^abre3. 15 020 gegen 1479 Mitglieder werden an- dem Bezirk Kassel.gemeldet. Selbst der io .schimcrige Bezirk Dalle konnte seine Mitgliederzahl von 409 auf 5251 steigern. .Gröblich gesteigert hat sich auch die Zahl der weiblichen Mitglieder. Dee Be­richt führt dann weiter aus, daß die neren Ver- frältnisse einen völligen ijmbau "er Partewrgani- iation erforderlich machen. Der Parteiau^schuß habe zu biefem Zwecke eine ®ontmi|iwn cnigeW, die die Vorarbeiten betreiben soll Der Entwurf dieser Kommissimi wird dem Parteitag zur Be- schlußfas'ftmg vorgelegt werden.

Ter Bericht verbreitet sich dann eingehend über die Entwicklung, der Frauen-- und Jugeiid- bewequng und gibt eine Ueberpcht. über das Er­gebnis der Wahlen zur Nationalversammlung. Tu reaktionären Parteien, die Konservativen, Nativ' nalliberalen, Antisemiten usw., die 1912 nock> 36,6 Prozent der Stimmen hatten, seien auf 14,9 Prvz. zusammen geschmolzen. Der Verlust der reaktivna- r-en Parteien von 21,7 Prozent der Stimmen tritt, bei den Sozialdemokvaten, Temottaten und dem Zentrum als Gewrmi in Erscheinung. Hiervon: erhielten die Sozialdemokraten 11,9, die Demo- . ttaten.7,8 und das Zentrum 2,5 Prozent. Ein ge­naues Spiegelbild her Parteiverhältiffssc gäben auch diese Wahlen nicht. Stätten die Unabhängigen ihre Listen mit den Sozialdemokraten verbunden, bann waren auf die so verbundenen Listen wahrschein­lich 197 Mandate gefallen.

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Die Friedensverhandlung mit Oesterreich.

Wien, 7. Juni. An die machtvolle Kund­gebung der Stadt Wien gegen den Vernichtungs­frieden schloß sich heute würdig die der N a t i o n a l- versammlung selbst an. Tas war ein ein­stimmiges Unannehmbar, das von der Re­gierungsbank und von den Vertretern aller Par­teien und i Länder laut wurde. Ten Rcchmeu der Sitzung gaben feierliche Ansprachen des Prä­sidenten S e i tzM Beginn und am Ende der Sitzung ab, die in bett Worten ausklang:Kein Voll ist noch gestorben. Auch das deutsche Volk Deutsch- Oesterreichs wird inicht sterben." Ten Mittelpunkt aber bildete der sachlich gehaltene Bericht des Staatssekretärs für Äeußeres Tr. Bauer. Er warnte in ernsten Worten vor dem unausbleib­lichen Jrredentlsmus in den Sudeten und Alpenländern und erinnerte daran, daß die Zerstückelung Serbiens allein genügt habe, um ganz Europa in ein Blutmeer- zu tauchen. Er wiederholte, diesmal aber öffentlich, den Italien schon vor Monaten gemachten Vorschlag, sich mit der militärischen Neutralisierung Südtirols zu begnügen, die deutsckie Verwal­tung des Gebietes aber zu belassen. Er sicherte den Italienern dafür die Freundschaft des deut­schen Volkes izu, die ihm mehr wert sein müsse als eine illusorische strategische Grenze. Mit bit­terer Ironie schilderte er die Inkonsequenz der Anwendung bald des fristerischen^ bald des wirt­schaftlichen .balddes strategischen Prinzips, je nach­dem es für die Teilstaaten vorteilhaft und für die Deutschen nachteilig ist. Einen Heiterkeitserfolg erzielte er sogar, als er eine Inkonsequenz der Wirtschaft^-stimmungen des Vertrages erwähnte, die darin besteht, daß auch jede private Forde­rung eines Tschechen, Polen oder Südslawen vom deutsch-österreichischen Staate ^selbst übernommen werden müsse und zwar zum Stande der Valuta vom November 1918. Nach dem Wortlaute des Vertrages könnte »freute jeder, der in den National­staaten einen guten Freund hat, diesem einen Schuldschein auf jeden beliebigen Betrag aus­stellen und ,ffir diesen Betrag müsse dann nicht er selbst, sondern der deutsch-österreichische Staat aufkommen und zwar in der Valuta vom Novem­ber 1918; das ist also in der doppelten bohe von freute. Ein guter Fingerzeig für Leute die ihrm Vorteil zuiwifrren wissen. All das ist natürlich imerfüllbar und-der glatte Staatsbankerott Deutsck)- OesterreicO. (Frkf. Ztg.)

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An die Agitation seien außergewöhnlickst An­forderungen gestellt worden. Ein nicht geringer Teil der tückftigsten organisatorischen Kiäfte sm mit dem Ausbruch der Revolution fast völlig ans der Werbearbeit ausgesckneden. Die Neubesetzung; von Aemtern in den Reichs-, Landes- mrd Sa>msi mimalbehördeu habe viele ilxrem rrufrerm Wir- lungstteise enttlssen, worunter unzweifelfra l di Agitation gelitten frohe Neben einem guoßcn Zu^ ftrom au-3.oberen Be»6&ran^d*n^ bie

A«»weisunge« au» Höchst.

H ö cfr ft a. M., 9. Juni. (WTB.) Der Land­rat Dr. K l a u s e r, Dferbürgermrifter Dr. I a n * k c und Beigeordneter 5) o o g erhielten vom Mili­tärverwalter Renö Altmaier am Samstag nach­mittag einen Urlaub auf unbestimmte Zeit und die Weisung, Höchst binnen 48 Stunden zu verlassen.

Au» Rheinhesten.

Mainz, 8. Jimi. Die Bürgermeisterei und die Führer der Stadtverordnetenver- s ani m l u n g ließen dem General Mangin er­klären, daß sie die Rheinische Republik nicht an- erkennm würden. Mangin nahm diese Erklärung zur Kenntnis, verbot aber die Veröffentlichung dieser Entschließung. Die Tagesordnung einer Stadtverordnetenversammlung, in der zu dieser Frage Stellung genommen werden sollte, wurde nicht genehmigt.

Norwegische Lebensmittellreferrrngen.

Kristiania, 9. Juni. (Wolff.) Die seit längerer Zeit zwischen der deittsckMi und der nor- wegisck'en Regierung geführten Verhandlungen über die Lieferung von 10 000 Tonnen gehärteter, vor­zugsweise pflanzlicher (Speisefette und 750 OOO Faß norwegischer Salzheringe nach Deutsche land sind abgeschlossen, nack)dem die deutsche Re­gierung die Verkaufsbedingungen angenommen hat. Der Kaufpreis von 80 Millionen Kwnen wird von der norwegischen Regierung auf durchschnittlich zweieinhalb Jahre kreditiert gegen den Zinssatz von 1 Prozent über den Banksatz der ddorges Bank, jetnxfr ohne weitere Provision. Als Sicher- freiten gibt die deutsche Regierung Reichsschatz- wechsel in voller Höhe; zusätzlich zu diesen Sicl^r- freiten haftet für den Gegenwert von 30 Millionen Kronen in Mark ein Ltzonsvrttum deutscher Banden. In Anbetracht der für die deutsche Lolksernährung so hochwichtigen Speisefette im Gesamtwerte von 35 Millionen Kronen entsckchvß sich die deutsche Regierung, als weitere Zusatzsicherheit Gold in Höhe von 20 Millionen zu hinterlegen. Die Ver­ladung der Heringe ist bereits in vollem Gange.

hsvollen SReldungen erklären sich zweifel- ) die sehr heiklen Verhandlungen, bie, der H-----augenblicklich über die Zulassimg

osntschlands zu der Gesellschaft der Ra­ff onen pflegt. Einige Blätter, welche heute diese ssvage erörtern, müssen sich von der Zensur große vtriche gefallen lassen. DerMatin" berichtet, M der Völkerbunvsausschuß sich für die Zu- Mung Deutschlands entschied. Werde dieser Be- !muß von der Konferenz angenommen, so breche dttl ganze Vertrag zusammen, wenn nicht, so itetbe der Völkerbundverttag von den Haupt- dnhkbern des Paktes selber nicht mehr unterstützt terben. Der i Sieg Frankrrichs sei gefährdet. WE ch o de Paris" meint, baß sich der Mmmel für Deutschland aushelle. Man müsse, der ftanzösischen Regierung erwarten, I 77

M sw durch einen energischen Akt ben . ii'teg wieder hersftlle.7 Der 0 mme»Ragpfurantz.

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

ZwiMngrnmtzdrvck u. Verlag: vrühl'fche Univ.-Such- u. Stein-ruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschästrstelle u. Druckerei: Schnlstr. 7.

Mche wohl ben neuen Willen unserer Geg- [ner in Händen hätten. Es ist nicht nötig, daß hon'deutscher Seite in diesen Stunden, noch viel gereoet und agitiert wird. Die Entente muß selber ermessen, wie wenig ihr ein Friede frommt, der kein Dauerfriede wäre oder vielleicht von Deutschland überhaupt Mrückgewiesen würde. Diese Möglichkett des Unamiehmbar" besteht noch fort, wenn so i geringfügigeVerbesserungen" nur znge- standen würden, wie derMatin" sie an- ' Deutet Ein Mann wie der badische Minister tr. Ludwig Haas hält es, wie er in einem Afsatz mit der UeberschriftNein!" darlegt, für die Pflicht der Reichsregierung, auch die lrtzten Mittel anzuwenden:Nur in der Ab­lehnung des feindlichen Vorschlages liegen lchte und äußerste Möglichkeiten". In dieser jFeststellung liegt wenig Glaube daran, daß us den erneuten Pariser Beratungen etwas

Erträgliches frerauskomme.

Libre" möchte bie Antwort der Alliierten schon, Prag, 9. Ju'tt. Gestern erneuerten die feriiggesteltt sehen und meint, der Viererrat habe Madjaren ihre Angrif fe an der ganzen fing daran getan, die deutschen Gegen«rschläge Front Der Kamps war hauptsächlich östlich

unnaqme von ÄnieigcBj f. die Lagesnummer bi* zum Nachmittag oorhev ohnejedeVerbindtichkeiA Preis für V mm höhe füc Anzeigen v.34mm üreito örtlich 15 tzi, auswärts 18 Bi., für Reklame­anzeigen oon 70 mm Brette 48 Pf. Bei Platz- voiichrli>20°/Anifchlag. Hauvtfchriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Atizeigeweil: H. Beck; fämtlich in Gießen

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fott Stevever Anzefyer erfchrint täglich, außer tz-änn- und Feiertags, vezugspreis:

MSnatl.Mk.l-35, viertel­jährlich Dck. 4X)5; durch Abhole- il Zweigstellen monatl. Alk. 1.25, durch SiePost Mk. 4.05 viertel- ührl. ausjcht Beltellg. Zernlprech - Anschlüffe: ifir die Cchristleitungll2 l!erlag,Geschä7tsstelle51 ünschrüt sürDrahtnach- richten: Steiger Siehen.

postscheälonto: ifflmfnrt a. M. 11686

cklssächssen über Aenderungen am Vertrag berät Diese Arbeit soll am heutigen Diens-

Mien, 9. Juni. Ein Funkspruch aus Budapest meldet: Nach ztveitägigen Kärnpsen nahmen die roten Truppen Ka- schau. Die Tschechen erlitten eine ent- l scheiden de Niederlage. Unsere Trup- peri nahmen außerdem Schumitz, Karpfen, I Nagysurany.

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Berlin, 9. Juni. (Wolff.) TasBerliner Tageblatt" gibt unter ber Ueberschrift kön­nen die Finanzen der Wett gesunden?" Aeuße- ritngen wieder, die RrichsfinanKministerDr. D e r n- b u r g in weiterer Ausführung auf den Vcrstän- digungsgedanbeu des Grafen v. Bvockdvrff-Rantzau machte, deren Grundzüge die.-folgenden sind:

Tie Vorschläge der Versailler Friedenskonfe­renz bilden in ihrer Versitzung von territorialen, wirtschaftlichen und finanziellen Fragen ein Gan­zes, aus 'dem einzelne Stellen nur schwer freraus- gefrolt werden können. Für Frantreith,Jtefrt die finanzielle Frage angäiblicklich an erfler stelle, denn die französische Mnanzlage ist für die ver­antwortlichen Staatsmäimer Frankreictzv der Gegenstand schwerster Besorgnisse ^.-aneben meh- ven sich die Stimmen, die Tcutsckstand darin Recht aeben daü «ein auf die Kooperation der riZolker, jrrom aus aiiwitu, im Sinne 'des Völkergedankens abgestimmter Frie- Werbearbeit eine nicht gerntge ta« föTufat G-g-rcr >Ätzlich-rId<m Kreisen ber JEuktnrllen, befenberä aus dem