Ausgabe 
9.8.1919
 
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eine Lebensnotwendigkeit.

«u- Elsatz-Lothringeru

lution der französischen deutschen Unabhängigen ruft

eit und bet em Nachdnuk

Reisekosten, in geringerem Umfange sachliche Ge­schäftsunkosten, daneben aber auch Ausgaben für reine Parteizwecke. Beim Heer sind an testim-

ausgeftaktet würden uno dnrcy i.)-t iivutiie ^uyt mit eignen Gürten, ahne störenden Einfluß oon außen, sich besonders auch für Kriegsteilnehmer sich sehr gut eignen. Für äu fieren Anstrich und Inneneinrichtung^ sowie persönliclre Ausgaben, die durch gemeintoartlicfc Leitung der Anstalt mit

rien gehen können.

Der Gesetzentwurf einer sechsten Ergänzung des Besoldungsgesetzes wird in allen drei Lesungen

Geheimrat S a c m i s ch vom Neichsfinanz- ministerium: Die Regierung ist noch nicht in der Lage, eine erschöpfende Auskunft zu geben, da das Material trotz allen Drängens nur unvoll­ständig vorliegt. Ern Teil der Soldatenräte hat die Rechnungslegung «ckgelehnt. Personenwechsel mach­ten sie an manchen Stellen unmöglich. Im Augen­blick ergibt sich folgendes Bild: Die Kosten sind in der Hauptsache persönliche Tagegelder und

giuifl oon yuticzt stoartroerten tn dre Hand iXQ Reiches zu legen. Tie Bedeutung der Borlage ist nicht nur eine elektrizilätstvirtschaftliche, son­dern darüber hinaus in erster Linie eine allgemeur volkswirlschastlickre. Ter Gesetzentwurf ist vor allen Dingen dazu bestimmt, die Lücke in unserer Kohlen-

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Arrs Stadt rrnd Land.

Gießen, den 9. Jlug. 1919

Stehen und die hinterlandbahn.

Von Prof. Dr. Sommer, Geh. Mcdizimlral in Gießen.

Bei der am 2. August in Marburg a. L. ab gehaltenen Versammlung des ArbeitsaussKussck für, das Linterlandbahnprojett war die Steil Gießen leider nicht vertreten. Als Mitglied W Ausschusses wollte ich gern teilnehmen, war abs dienstlich verhindert. Weshalb die Stadt GHefen auch sonst nicht vertreten war, entzieht sich meiner

R M.K. Darmstadt, 8. Aug. Der Fumnz- vusschuß der Hessischen Volkskammer tagte heute unter dem Vorsitz des Abg. Eißnert und be- flhäftigte sich in Anwesenheit verschiedener Regie- rungsVertreter sowie der Vertreter der Provinzial- direktion, des Kreisamtes, der Landeskultur-Fw- spektion usw. mit der Regelung der Schaden, int das Unwetter vor einigen Wochen int Modautale verursacht hat. Die Regierung hat eine Reihe von Richtlinien ausgestellt, welche bei der Festt Stellung und Regelung der Schäden grundlegend fein sollen. Sie gipfeln darin, daß die durch Sach-

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zur Sammlung der Proletarier und revolutionären Kräfte zwecks Erlangung der politischen Macht und der Verwirklichung des Sozialismus auf.

den Friedensvertrag anbetreffe, der dem Krieg einen kapitalistischen und nationalistischen Ab. schluß gegeben habe, will die Resolution den be­siegten Völkern hinsichtlich der Wirkung kein, Illusionen machen, da die Pariser Konferenz «/ zeigt habe, daß die Ententestaalen fest entschlossen seien, die Früchte ihres Sieges zu ernten. Sie ruft daher die ganze organisierte Arbeiterschaft zur Einigkeit auf, um den Zeitpunkt der Erreichung des Sozialismus zu beschleunigen. Rur dieser werde allen Völkern Gerechtigfeit bringen. Schließ, lich spricht die Resolution Bedenken gegen ine Bildung von sieben kleinen Staaten ohne eigene innere Lebenskraft aus und verwirft das Vorgehen der Entente gegen Rußland und Ungarn, ohne ein Urteil über die bolschewistische Methode auszuspw chen. Eine Untersuchungskommission soll neuerlich nach Rußland entsandt werden.

Als einziger Diskussionsredner erhielt bann Wels das Wort, der in einer längeren Rede bat Friedensvertrag nach Gesichtspunkten kritisierle, denen in beiden Resolutionen Rechnung getragen ist. Er behandelte ferner die große, Europa im kommenden Winter drohende Kohlennot, zu deren Behebung er die sofortige Einberufung einer inteu nationalen Bergarbeiterkonferenz verlangte.

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WD Ärtzr:

Bersassungsscier der Sozialdemokratie.

Weimar, 7. Aug. (Wolff.) Die sozial­demokratische Fraktion der Natronal- versammlung veranstaltete heute abend im Sitzungssaal des Nationaltheaters eine Verfas- sungsseicr, deren starker Besuch Zeugnis abfegt; von der regen Anteilnahme der Weimarer Dwöl- kerung an dem Zustandekommen des Verfeffungs- -verkes. Nach den Begrüßungsworten deS Frak- tionsvorsitzenden Löbe und dem Vortrag der(rg» mont-Ouverture" durch das Orchester des Na- tional-Theaters ergriff Minister Tr. David das Wort zu längeren Ausführungen, um tn ferner vornehmen seffelnden Art ein Bild zu zeichnen von den sittlichen Werten, die in dem neuen Verfaffungswerk zum Ausdruck kommen und dessen vornehmstes Ziel die Erreichung des Friedens tm Innern sei. Starker Beifall belohnte bxt Aus- führungen, als er mit Hinweis auf die kul­turelle Mission des deutschen Volkes tn der Welt chloß. Tas Ende ter würdigen, schlichten Feier bildeten 'wiederum musikalische Vorträge.

deutschen Arbeiterklasse dürfe dürrst diese WTaftifnif «Licht dauernd unter die der anderen Nationen her­abgedrückt werden, da dadurch die Gefahr der Lohn- drückerei hervorgerufen werde. Die Entschädigung^- abkommen dürfen nicht zu verschleierten Annexio- neu gebraucht werden. Das Abkommen über die Sicherstellung in den EntschädigungskouMiissionen soll durch den Völkerbund und nicht durch die Alli­ierten getroffen werden. Die Beschaffung von Rob» Materialien und die Möglichkeit der wirtschaftlichen Entwicklung soll Deutschland und Deutsck-Oeste» reich durch den Völkerbund garantiert werden. Di« Ueberwachung von Krediten für «Schiffsraum, Nah. rungsmitteln und Rohmaterialien soll Körperschas. ten überwiesen werden, in denen auch die ehemals feindlichen Staaten innerhalb des Völkerbunds vertreten sind. Die Verpflichtungen über Meist, begünstig ungen, Eisenbahnen, Jnternatioiialisie- rung von Flüssen und Kanälen sollen aut Gegen­seitigkeit allen Völkern auferlegt werden.

sechsten Abschnitt über die Ko lonien itritt) die Wegnahme der deutschen Ko­lonien als eine Ungerechtigkeit und du Fehler bezeichnet. Die übrigen Nationen tönnten sich weder auf größere moralische Kolonial Verwal­tung berufen, noch dürften sie Deutschland der Möglichkeit des Wiederaufbaus seines wirtschaft, lichen Lebens berauben.

Die von ßonguet verlangte Gegevre se-

ten und Umgekehrt haben, bist>er aver an eine Be­nutzung nicht denken tonnten, die ihnen nunmehr ermöglicht werden würde. Jedenfalls bedeuten die dreuregelungen bei den engen wirtschaftlichen Und familiären Beziehungen des Rheinmaingebietes eine Erleichterung, die sehr angenehm empfunden werden wird.

Ein Staatskommissar für das besetzte Hessen.

ma. Worms, 8. Aug. DerWormser Zeitung" zufolge beabsichtigen für das be­setzte linksrheinische Gebiet und beit Brücken­kopf Kehl die in Betracht kommenden Etnzel- staaten, also Bayern, Hessen und Baden, je einen eigenen Staatskommissar an den Sitz des Reichskommissars für das besetzte Rhein­land im Einverständnis mit der Reichs regie- rung zu entsenden. Soviel das Blatt hört, ist für Hessen Kreisdirektor Kranzbüh­le r in Erbach bestimmt.

KersammlungSverbot im Saargcbvet.

hl. Saarbrücken, 8. August. Auf Befehl des Marschalls F o ch ist durch Verfü­gung des obersten Rates des Saargebie­tes jede politische Versammlung verboten worden.

Die Rache.

fn. Landau, 8. Aug. Das Kriegs­gericht der 8. Armee in Landau hat den prakt. Arzt Dc. Eduard Schmitt wegen eines zwei Jahre zurückliegenden Falles von Mißhandlung eines franz. Kriegsgefangenen zunächst zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, dann aber die Strafe auf 1OOO Fr. Geldbuße ermäßigt. «Schmitt hatte einen aufsässigen franz. «Soldaten mit der Reitpeitsche geschla­gen, nachdem der betreffende Infanterist ihm die Ehrenbezeugung verweigert und dem Arzt die Pfeife aus dem Munde geschlagen hatte.

Berlin, 8. Aug. (W. B.) Das Reichsnnni- ferhim hat in seiner Sitzung vom 7. August dem Entwurf des Betriebsrätegesetzes seine Zustimmung erteilt Derselbe geht nunmehr dem Staatenaus- chuß zur verfassungsmäßigen Beschlußfassung zu und wird alsdann sofort der Nationalversammlung vorgelegt. Die Veröffentlichung des Gesetzentwurfs im Reichsanzeiser steht unmittelbar bevor.

der Gliedstaaten rüttelt der Gesetzentwurf nicht, er geht aber darüber hinaus im eigensten Zn- terefic der Länder, indem er durch das Hmzu- treten des Reiches den vollen Ausgleich für dl.' Wasserkräfte bringt und deren Ausdeh-mng au, ganz Deutschland möglich macht. Tie Gliedstaaten sind heute schon mit Rücksicht ans, ihre Finanzlage dazu nicht im Staute. Neben feilten allgemeinen wirtsck>aftlick)en Zielen erstrebt die Vor­lage noch erhebliche Ersparnffle mnerbalb der Elektrizitätswirtschaft selbst. Es wird erlwfft, daß das Unternehmen $u einer Einnahmequelle für das Reich wird. Es ist _be­absichtigt, durchweg für den Betrieb, die Gefell- schaftsferm zu wählen. Ter Schwierigkeiten, die in ter Materie liegen, sind wir uns bewußt, aber gerate in Hinsicht auf die schlechten Finan­zen und den Tiefstand der Volkswirtschaft des Teutsck>en Okicfcs ist dieser großzügige Plan für uns eine unaufschiebbare Pflicht und für das Reich

Beurteilung.

Im Hinblick ans meine frühere Beschäftigmi«! mit den betreffenden Eisenbahnftagen möchte ich die Sachlage hier kurz darlegen. Ich habe stet- betont, daß aus dem Hinterlandbahnprojekt tun dann etwas Vernünftiges werden kann, wenn dasselbe in dem größeren Zusammenhang ein« leistungsfähigen Eisenbahnverbindung von den südöstlichen Westfalen, speziell von Regierungsbezirk Arnsberg über, Altenhunden nach Laasphe und Bie-- denkops und durch das sogenannte Hinterland in das Lahntal bei Gie­ßen und Wetzlar aufgefaßt und betrieb wird. Andernfalls wird ein größtenteils; brauchbares Stückwerk entstehen. Ich verweise cu; meinen Vortrag überLahnkanal und Eisenbata netz" in dem Bericht über die Sitzung des LM- kanalvereins in Limburg im Jahre 1916. Te natürliche Anschlußpunkt dieser Bahn von W falen zum Lahntal, die ein außerordentlich wich­tiges Glied der neuen Reichseisenbahnen iucrur. kann, liegt in dem breiten Talkessel bei Gießen von wo die Verbindungen nach Süden (Franl- furt) und Osten (Fulda und Gelnhausen) Weg­gehen. Man kann aber aus wirtschaftlichen Grün den der Bahn eine weitere Endlinie nach Wek- lar geben, wie es von dem Ausschuß g* wird. Die Trennung dieser Endlinien würde bc Hohensolms erfolgen, wohin die Bahn |o Biedenkopf aus führen würde.

Die wirtschaftlichen Gründe, die für eme W Eisenbahnverbindung schon längst gesprochen M>?r. sind durch den Ausgang des Krieges iwch toeleni' lich verstärkt worden. Das Biebertal muß V bedingt besser erschlossen werden, als eS durch b jetzige Kleinbahn geschehen kann. Dazu kommt n Mineralreichtum im mittleren und nördlichen M des leises Biedenkopf. Ist daS -aber ein GrM um die Stadt Gießen, die unter ihren 15- glücklichen Eisenbahnverhältnissen schon außerordentlich leidet, mit den ganzen Koswn oc Ablösung der Biebertalbahn. wofür m. SB. tt Ausbruch des Krieges 600 000 Mark in Setict fernen, zu belasten? Die peripherische, Lage dc Stadt als Hauptstadt von Oberhessen dicht au * preußischen Grenze ist eine wirtschaftlich und Iw kehrstechnisch höchst schwierige. Die bishengp Verhandlungen über das Hinterlandbahnproiv l bllden, soweit die Beziehungen zu der preuWH hessischen Staatsbahn in Betracht fommen, tirj wahre Karikatur großzügiger kehrspolitik. Das Gleiche gilt für das SLW sal ter Bestrebungen der Stadt Gießen, eine eM» trische Bahn nach Krofdorf, das am wan-n des Gießener Talkessels in Preußen liegt, zu bautir Das jetzige preußische Ministerin wird gebeten, die früheren Ents chc' düngen in dieser Sache, die mbictb mit der Hinterlandbahnfragezu sammenhängt, genau na4»brfife Eine Besserung dieser Verhältnisse ist m. E. ij- zu erwarten, wenn bei der Aeugliederun, der deutschen Bundesstaaten GieS verkehrspolitisch aus feiner bish- rigen Isolierung her a usko mm t u" die natürlichen topographischen W hältiiisse bei der Lösung von J kehrsf ragen in den Vorder gru ni Ct

ohne Debatte angenommen.

Bei ter Beratung des Gesetzes über die er­gänzenden Maßnahmen gegen die Kapitalsabwan­derung erklärt Abg. Wald stein (Dem.): Das Gesetz will die Devisenordnunsi bom 8.2.1917 auiheben, läßt aber die gleiche Materie be­treffenden Verordnungen bestthen. Das ist ein eigentümlicher widerspruchsvoller Zustand. Wir be- ...m vuuuv, MUD MV- ------- I antragen deshalb Ucbertoeifung an den Zehneraus-

Erftänbige festgestellten Schäden nur insoweit ver- schust Im übrigen tegrützen wir es freudig, daß gütet tobten sollen, als die Gesck)Ängten nicht in meter mn.Stuck Kriegswirtschaft fällt.

der Sage sind, aus eigenen Mitteln die Wieder- . Reichsiiimnzmimstcr E r z. ber g e r erklärte sich berftelSnaen zu veranlassen, ferner nur soweit es mit der.Ausschußberatung einverstanden. Für einen

eÄJTSö ürit «ftcMüSei rafdjen Abbau der KmgAm.tschast ist L- stunze

tm Wirtsckxiftsleben verbunden sind. Hagelschäden Regierung. Die Aufhebung der entsprechenden Ver­fetten im allgemeinen n i ch t vergütet werden, eben- ordnungen ist m Äuslicht genommen. Termine fe auch festgestellte Schäden unter 50 Mk. Im Übri- können ledoch nicht angegeben werten Rur wird £n werten die Schäden nur zu 50 Proz. vergütet die Regierung alles tun, um möglichst schnell aus tob können auch in Naturalien, Viehfutter, Saat- der Krwg^irtschaft herauszukommen gut, Düngermittel beglichen werten. Auch über die . Das Gesetz wird dem Zehnerausschuß über- Zusauimensetzmig der abschätzenten KonimMon | wiesen. k = c 4. 5 -t.

W eingehende Bestimmungen getroffen. Die Koni- Es folgt die erstt Bnatung des Gesetzes über Klixmmfegen das Ergebnis ihrer Feststellimgen die Sozialisierung ter Elektrizitatswirtsckwfr

g Kreisamt vor, welches sie an das Landes- Minister Meyer: . Der, Entwurf bezweckt emährungsamt weitergibt. Dieses fällt im Eiir- erstens die Schaffung eines im Relchseigeiitum terständms mit dem Finanzausschuß ter Volks- stehenden ElekttizrtSts - Hochstspaimung - Lmtungs- tanrmer die Entscheidung. DieAuszahlung erfolgt Netzes, das sich im Laufe der Jahre alml.ich dem durch die Kreiskasse, kann ater von tent Nachweis deutschen Eisenbahnnetz über das ganze Reich ans-^ «m ter Ausführung der Arbeiten abhängig 90 breiten soll, und zweitens du Sicherung emes Macht werden. Den Gemeinden nürd die alsbaldige maßgebenten Emfluffes des Reiche^ auf die te- Nachsuchung Um Ausführung ter Feldtereinigung stehenden und noch zu errichtenden Elektrizitats- tzm Interesse einer Regulierung der Wasserläufe erzeugungsanlagen größeren «Stils. Ausgabe des empfohlen. Diese Richtlinien fanden die einstim- Höchstspannimgleitungsnetze^wird es fein, die in Nffge Genehmigung des Aussckmsfes. den verschiedenen Elektrizitatserzeugungsanlagen

Der Ausschust beschäftigte sich weiter mit einer gewonnenen Ueberschußenergien zusammenzufas en, Vorlage der Regierung tetr, die Errichtung einer I gegenseitig auszugleichen und sie ter Allgememheii fieifflättc für nervöse Kranke im An- in weit höherem Maße als bisher,nutzbar zu schluß an die Landesheilstätte in Gießen. In machen. Mit der Durchführung dieses Gesetzes Anbetracht der auch durch ten Krieg stark ter- übernimmt das Reich monopolistisch die Aufgabe mehrten Zahl ter Nervenkranken hat sich das des Großttansportes der elektrisck)en Energie. Der Bedürfnis für Errichtung einer Nervenheilanstalt Entwurf macht auch vor den Anlagen ter berausgestellt, wie fic in anderen «Staaten ebenfalls Länder nicht Halt, und es ist zu begrüßen, schon aeschasseu wurten. In der Gießener San daß die Länder ihre Zustimmung dazu teslierlanstalt hat man mit der bisherigen Be- gegeben haben. Em Monopol des Reiches Handlung solcher Kranken ausgezeichnete Erfolge m der Beherrschung der Stromerzeugunqs- erLielt da von 125 dort Aufgenommenen 115 als anlagen festzulegen erscheint hier mcht mogltrt. aebeilt entlassen werten konnten. Erne Vergröße- Es muß darauf Rücksicht genommen werten, daß Nina läßt sich durch die Herstellung zweier aller- sich jetzt schon ein erhebluher Teil ter großen Elek- binas stark verwohnter anliegender Landhäuser j trizitätserzeugmigsanlagen m ter 5>and von Kom- ' >ir Aufnahme von etwa 30 Nervenkranken leicht i munen und Ländern befindet, und erscheint daher v r 'chmm die in der Art ter Volksheilstütten l ausreichend, nur die privatkapitalistische Beteilt

fn. Ludwigshafen, 8. Aug. Der Oberbefehlshaber der Besatzungstruppen in der Rheinpfalz macht bekannt, daß künftig keine Kontrollversammlungen in der von den Franzosen besetzten Zone mchp stattfinden werden. Dagegen werden die Listen der demobilisierten Militärpersonen weiterge- führt. Die meisten Stadtverwaltungen in der Pfalz haben beschlossen, die Abhaltung von Kirchweih- und Erntefesten in diesem Jahre nicht zu gestatten, im Hinblick auf den Ernst und die Schwere der Zeit und die Knappheit der Lebensmittelvorräte.

MSbl. Mol Mlitfaimmer Amen u. eleftr. oMwnter z. norm lI»z»ü,Echgne mffbl. zi Ito ob. Tevt. Bieten. NcihereS _ vnbnbosftr, Cnmöbl. Z1b

»vermieten Hrofborfergh

Deutsche Nationalversammlung.

Freitag, ten 8. August.

Präsident Fehreubach eröffnet die Sitzung um Vs4 Uhr.

Auf ter Tagesordnung stehen zmiächst Ainfta- gcn.

Abg. Stei nsdorff (Dem.) verlangt on- geficht-.' ter bevorsdeheuten Verdopplung ter Ge­bühren für ten Fernsprech- und Delegraphen- oerkehr beftimmte Garantien für die Wiederherstel­lung des normalen Bettiebes, da jetzt fast nur dringende Gespräck;e und Telegramme einigermaßen Aussicht auf rechtzeitige Erledigung haben.

Ter Direktor im Reicktspostministerium, Koehler, gibt eine Uebersicht über die Stei­gerung des Verkehrs auf diesem Gebiet. Tie Lei­tungen hätten toährend des Krieges nicht vermehrt inerten können, gegenwärtig geschehe aber alles, um ten Mißständen abzuhelfen.

Abg. Kuhnert (Unabh.) fragt u. a_, ob die Regierung bereit sei, ter Vergeudung ter dies­jährigen Gerstenernte durch ein völliges Verbot des Brauens und Vremvens entgegen;utreten.

Geheimrat Dr. Beherlein ankivorlet da­hin, daß auch für das neue Wirtschaftsjahr eine wesentliche Einschränkung erfolgt. In welchem Um­fange kann erst bestimmt werten, wenn ter Aus­fall ter Gferftenernte zu übersehen ift

Abg. Graf zu Dohna (D. Vp.) fragt an, welche Maßnahmen die Reichsregierung gegen ten völkerrechts'widrigen Zwang ter wirtschaftlichen Ab­teilung des Besatzungsheeres in Aachen gegen Aachener Firmen zur Preisgabe von Geschäfts­geheimnissen ergreifen wolle.

Geh. Rat v. Welser erwidert, daß die Aw- gelegenheit bei den nächsten Verhandlungen zur Sprache kommen fette.

Abg. Hartmann -Berlin (Dem.) fragt nach dem Ergebnis der Rechnungslegung der Arbeiter­und Soldatenräte.

3ntem(rtionakr Sojtaliftentongrefj.

Luzern, 8. Aug. (Wolff.) Gestern nachmit­tag fand eine öffentliche Sitzung statt. Sre war ast ausschließlich mit dem Lesen und Uebersetzen »es bis jetzt vorliegenden Telles des Kom­mis s i 0 n s ber i ch t e i und einer von ter fran- zösischen Mehrh-Ä und ten deutschen Unabhän­gigen eingebrachten Gegen re sol n tto n. aus- gefüllt. Der erste Abschnitt des Kvmnnsswns- berichts begrüßt in ter Einleitung die neuen sv- zialistischen Regierungen und verspricht diesen die Unterstützung ter internationalen Ar- beiterbemegung. Die ArbefterNassen aller Lander beweisen, daß die teste Frietensgarmttie dann liegt, daß sie selbst zur Macht gelangen. Noch nie war die Lage so tief vevoluttonär und me günstiger zur Ausbammg einer ferialistischen Or­ganisation. _ .

Im zweiten Abschnitt Wer die tzrredenK- vertrage wird feftgcftcIÜ, daß erst nach Unter­zeichnung des Frietensvertrages die Jnternativ- nale daran geben kann, mit aller Energie für eine Aenderung dieser Verträge in einem für die Versöhnung ter Völfer günstigen Sinn ern- zutteten. Die Internationale betrachtet die Worte des deutschen Ministers des Auswärtigen, Her­mann Müller, daß Deutschland alle Anstrengungen machen wird, um in loyaler Weise im Rahmen des Möglick>en, ten Bedingungen des unterzeich­neten Friedens verttages nachznkommen, als einen Ausgangspunkt für den Wiederaufbau der Bezieh­ungen zwischen ten Völkern und yirr Zerstreuung des Mißtrauens gegen Deutschland. Diese fort= dauernde Haltung Deutschlands, wird die sieg­reichen Nationen zu einer Politik ter Mäßigung innngen. Kapitel fordert, daß die Inter­nationale danach streben fett, ten derzeitigen Völ­kerbund in einen internationalen so­zialistischen Staat nmzunmnteln. Der Völ­kerbund müsse alle Völker umfassen und den Völkern direktes Stimmrecht geben, damit ein direktes WAtparlament zustande komme. Er müsse ferner eine fofertige allgemeine Abrüstung entfetten und die Periode der rnllitärffchen Besetzungen verkürzen. Ter Völkerbund müsse schließlich die Internationa­lisierung der Rol-materialien, des Schiffsraumes, der Verkehrsmittel, des Valuta- und Münzwesens und die Bezahlung ter Kriegsschulden organisieren, zu welchem Bchnse der Oberste LArtschaftsvtt ter Mliierten in einen allgemeinen Wittschaftsvat des Völkerbundes umgcwantelt werten fett. Tie In­ternationale verlangt, daß der Völkerbund fefert ent berufen wird. .

Ter Mschnitt 4, territoriale Fragen, erklärt, daß durch den Friedensvertrag die an Elsaß-Lotbringen, Schleswig und Pv- l e n verübten Vergewaltigungen wieder gntgemacht worden sind. Tie Alliierten hätten aber neue Un­gerechtigkeiten begangen, indem sie ganzen Völkern das R«ht entzogen hätten, ihren Willen zu be­funden. Es wird daher das politische Regime tes Saargebietes verwarfen und das Recht Deutsch Oesterreichs zum Anschluß an Deutschland und das Selbstbestimmnngsreckch ter deutschen Gebiete der Tschecho-Slawakai und «Süd-Tivols gefertert. Die west preußisch en Gebiete sollen deutsch bleiben und Polens Zugang zum Baltisckien Meer durch Internationalisierung ter Weichsel und Schaffung des Freihafens Danzig gejick-ert wer­den. Tie Volksabstimmung hat unterUeberwachung

des Völkerbundes zu erfolgen.

Im fünften Kapitel über die wirtschaft­lichen Fragen wird die sofortige Festsetzung der von Deutschland zu zahlenden Entschädi-I . gungssumme verlangt. Die Lebenshaltung ter> stellt werden.

Bern, 8. Ang. lWolff.) DerTernps" erfahrt ans Metzr Infolge der Verringe­rung der deutschen Bevölkerung Lothringens und der großen «Schwierigkeittn für den weitaus größten Teil der Bevölke­rung Elsaß-Lothringens tm Gebrauch der ------ ------ ,

fmntöfiicben Sv racke ist das Verbot aufae- mnngsmäßigen .Kosten bis znm 31. März etwa vmw 10 Uhr abends 38 Millionen Mark aufgewendet worden. Nach hoben worden ^ d^ vvn lO UHr abends , Stetigen Unterlagen hat das Reich min- ab tn den Skaßen und bagsnber in der 100 Mlllionen eingebüßt. (Lebhaftes Hört, Straßenbahn nicht 5veutsch gefprochen wer- ^chts und in ter Mitte.) Die mitgcteilfert

den durfte. DieHumanitö" äußert sich scharf Poften Bundesstaaten belaufen sich auf etwa gegen das Uebergangsregirne, das für Elsaß- 22 Millionen Mark, in Preußen allein 19 Mlllio- Lothringen geplant ist und das den Sozia- nen. Das Reichsfinanzminifterirrm stellt eine Ge- listen eine Unmenge von Wünschen und samtübersicht noch vor ter Vertagung der Ratio- ^nrhentnaen versaat nalversammlung in Aussicht

Forderungen ver, a g r. Präsident Fehrenbach schlägt als Ergebnis

Liquidierung der deutschen Guter ttt I Besprechung mit dem Aeltestenausschuß vor, Elsatz-Lothringen. I heute den Gesetzentwurf über die Sozialisierung

Nerfailles. 7 Aua. (Wolff.) Der ter Elekttizitätswirtschast soweit auf die Tages- 5^ber st eRatvonElfaß-Lothringen ordmmg zu stellen, als die einleitende Rede des ® Äs>S F

nach baldiger ^tquidierung der deut linnen. Am Montag und folgende Tage soll s ch e n Es U t e r m Elsaß-Lothrmgen aus. I ferner die zwette S^ratung r^rschiedener neuer

---------- 1 Gesetze sowie die erste Beratung ter großen «Steuer» Um« ftefkm I Vorlage stattsinten, die mit einer Rede tes Finanz-

M t Ministers eröffnet werten fett. Wenn alles gut

Aus dem Finanzausschuß. gebt, werten wir heute in 14 Tagen in die Fo-

IVermletun ä Mj! itrnfiblZlnmeT

kchön möbL L Betten, eleftr. raum, Sochgele, vermieten. 8 selbst ün stellen.

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ter Hauptanstalt auf ein Mindestmaß zurückgeführt» persorgung, mit ter wir nun einmal, rechnen müh werden könnten, entstehen etwa 76 550 an Kosten, Jen, auszugleichen. Freilich wird das Ziel erst welche im Voranschlag für 1920 vorgesehen wer- l nach Jahren erreicht werden, doch werten sich den sollen. Die Durchführung ter Maßnahmen soll ) kleine Erfolge auch schon für ten bctwrltctenteii aber alsbald erfolgen. Der Ausgabe steht übrigens 'Winter erreichen lassen. An den Konzessfensrechfen eine Einnahme von "8 Mk. pro Tag für jedes Bett mit zusammen 87 600 Mk. gegenüber. Der Ausschuß stimmt dem Vorschlag einstimmig zu und vertagt sich dann bis auf weitens.