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parlamentarischer Untersuchung;- ausschutz.
Berlin, 7. Nov (WTB.)
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Helfferich stellt fest, da« nach enghfdyer Angabe weit über 6 Millionen Tonnen versenkt und über 7 Millionen Tonnen bavari rt wurden. Diese 15 bis 16 Millionen Tonnen gingen wert über das hinaus, was von uns als versenkt gemeldet wurd. Unser Schä'.wrgsv r a'ren Ivar rach dem Ausspruch von Ad.niral Koch so zuverlässig, wie es nur der g.ivifscnl)aste Deutsch machen konnte. Der Engländer hätte das nicht getan.
Der Vergarbeiterstrett in Amerika.
Washington, 7. Nov. (WTB.) Den ausländischen Schiffen werden bis zur Beendigung des Bergarbeiter st rerks keine Bunkerkohlen mehr geliefert.
Ein bevorstehende Rede de» Papstes.
Versailles, 7. Nov. (WTB.) Der Pri- valkorrespondent des ,,Echo de Paris" meldet aus Rom, das; der Papst in der ersten De- zemberhälste ein Konsistorium abhalten und eine Rede über die Zeitereignisse, vor allen Dingen aber über die sozialen Fragen, halten werde, die den heiligen Stuhl interessieren.
ein Attentat in Japan.
Amsterdam, 7. Noa. (WTB., Aus Tokio wird gemeldet, daß auf das Haus des Außenministers U ch i d a ein Bomben-- a t t e n t a t verübt wurde. Es wurde niemand verletzt. _____
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Annahme von Lnzcigtn s. die iaqeeiiununct vrt zum N.ichmiliaq vorbei onnesedeBertmid'i r.keit Drcts iüt l mm höht für An.einen v.34mm Breite ör iti v 15 bi, auswärts 18 Pi., für 'Hertntne- onzeigen von 70 mm B.e :e 48Pf. Bei Platz» doi idiri'i20a A nsd lag. Hauotichridleiien Ang. Goeii. BerantivorNich füi Politik: Ang. Äoey. für ben übrigen "Seil: Dr. Reinhotd Zenz; für den Anzeigenteil: p. Beck; fämilich 'n Gießen
Ein Beschluß de» Fünferrate».
Versailles,?. Nov. (WTB ) „Petit Journal" meldet: Der Fünfer rat b. schlotz geftent, die österreichischen und ungarischen Kriegs- und Zivilgesangenen, die sich noch in England befinden, sofort in die Heimat zurückzubesördern..
Die deutschen Kriegsgefangenen in
Rumänien.
Aus die Frage des Vorsitzenden, ob die Möglichkeit bestanden lxibe. im Januar an die ausgelaufenen U-Boote Weisung ergehen zu lasten, mit dem rücksichtslosen U-Bovtkri.g noch richt zu beginnen, erklärte Admiral Koch, den Rückzugs befehl zu geben, sei technisch natürlich unmöglich gewesen. Die Uebermittclung des Befehls hätte "ästens auf gut Glück erfolgen tötuten.
Hostes Maßnahmen gegen öle Arveii^rverhctzung.
Berlin, 6. Nov. (Wolff.) Nichtamtlich. Der Oberbefehlshaber ging gegen die Stellen, die versuchten, die Arbeiterschaft unter wahrheitswidrtscU Angaben zum politischen Generalstreik auV zurufen, mit der Schärfe, die die außerordentlich gefährdete Lage der Lebensmittel- und Kohlenversorgung des Boltes erfordert, vor. So ist das P a r t e i b u r c a u der Berliner Unabhängigen militärisch besetzt worden Bei der vom Oberbefehlshaber angeordneten Untersuchung wurde sehr viel belastendes Material ausgefunden, das über den Umfang der inteniiven Tätigkeit der U. S. P. D.-Parteileitung bei der StreiNzetze und ihre Verbindung mit den Kommunisten informiert. Ferner ist eine Ver ammlung der Stratzenbalmer, in der, entgegen dem Erlaß des Oberbefehlshabers, der die Aufforderung zum Streik in den lebenswichtigen Betrieben verbietet und unter Strafe stellt, zur Arbeitsniederlegung auigefordert wurde, militärisch aufgelöst worden. Mu Berbern wurde der Vollzugsrat der Ar - beiterrätc Groß-Berlins ausgelöst, der bekanntlich nur aus Unabhängigen und Komrnu- iiistcn besteht und seine durch die Berfas,'nng deö Deutsänn Reiches nicht begründete Stellung dazu benutzte, Unruhe und Zwiespalt in die besonnene Arbeiterschaft zu tragen, und der auch den rum politischen Generalstreit' austordernden Aufruf in der gestrigen Morgenausgabe der „Freiheit"' mit unterzeichnet hat. Weitere Maßnahmen gegen du Personen, die die Triebkräfte der Streift-etzc fmb, stehen bevor.
Württembergische Vorsichtsmaßregeln.
Stuttgart, 6. Nov. (Wolff.) Tas Ministerium des Innern hat mit Ermächtigung des Staatsministeriums eine Verfügung erlassen, durch die Versammlungen unter freiem Himmel, Umzüge und ähnliche Kundgebungen bis auf weiteres verboten werden, während in der Zeit bis 20. November 1919 alle politischen Versammlungen, gleichviel, ob sie im Freien oder in geschlossenen Räumen stattsinden, spätestens zwölf Stunden vor Beginn bei der zuständigen Behörde anzumelden sind. Wie wir hören, ist die Verfügung durch die in einem gestern verteilten Flugblatt der Kommunisten enthaltene Aus- Forderung zu gewaltigen Demonstrationen am 7. November veranlaßt.
ten der Revolution.
Dem denkwürdigen Novembertag gebührt also keine Feier, kein frohes Fest. Auf dem republikanischen Bassin, das um die Springflut gebildet worden ist, lag noch keine Stunde Sonnenschein. Wer fühlt sich heule glücklicher, zufriedener als in der Vornovemberzeit? Aber in der Erinnerung an das Einst dürfen wir nicht versinken. Wer die Fenster verhängt und sich abschließt von der neuen Entwicklung des Reiches oder auf eine baldige neue Umgestaltung hofft, der ist nicht klug. Neues Erleben drängt sich heran, und wir müssen fortschreiten auf dem neuen Wege, der uns trotz allem aufwärts führen soll. Durch die Nebel materialistischer Bestrebungen, die gegenwärtig Überall vorherrschend sind, werden Mir auch einmal wieder in lichteres Gebiet vordringen, sofern wir uns von alten Anschauungen los- rumadien verstehen. Wir haben gemeinsame chwere Not zu tragen; darin liegt ein An- porn zu neuem sozialen Denken. Sind wir >urch den Friedensvertrag zu einem wirtschaftlich verarmten Leben verdammt, so wollen wir die geistigen und sittlichen Besitztümer desto mehr gelten lassen. Und wenn es dem alten Klassendünkel und Kastengeist zu Leibe geht, der etwas rücksichtslos und hochmütig die besten Plätze der göttlichen Weltoronung für sich und seine Eigenliebe beschlagnahmte, so wollen wir nichts dagegen einwenden. In friedlicher Aufwärtsentwicklung sehen wir das politische Ziel. Ob die gegenwärtige Regierung uns erträglichen Zeiten entgegenzuführen vermag, ist eine andere Frage.
Die deutschen Dokumente &itr Vorgeschichte
des Krieges.
Berlin, 8 Nw. Wie das „Berl. Tngobl." erfährt, nähern sich die Arb.nten der Herausgabe der deutschen Dokumente zur Vor- aeichichte des Krieges ifrrem End:. Tre Herausgeber der urv üng ich van Karl K a u tsky zulammengestellten Ulktensammlung, Gras Max M o n t a e l a s und Prosesfor Walter Schücktng, halben Die zweite Korrektur fast erledigt, so daß bis zum Ende der Wache mit dem Abschluß der zweiten Le.ung gerechnet werden kann. Tie Korrekturarbeiten sind deslxckb etwas langtotrng, weck bte KvrrekturabzÜge stets sorgfütig mit dem Original verglichen werben. Nach Erscheinen der Akten'ammlung totrb bann sofort auch bte Lruck- legung erfolgen.
Der Jahrestag der Revolution.
Herr Noske, der Reichswehrminister, hat in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" eine Rückschau auf den Reoolutionsausbruch in Kiel veröffentlicht, wohin er damals bekanntlich einen eigenartigen „Ruf" erhalten hatte. Dieser Rus, von den Kieler Sozialisten ausgehend, hatte sich zunächst an den Minister Scheidemann gewandt, und es war, wie dieser vor wenigen Tagen im „Vorwärts" erzählte, um die Entsendung eines .energischen" Parteigenossen ersucht woroen, der die Unruhen in richtige Bahnen lenken sollte. In Noskes Bericht über seine Fahrt nach Kiel und seine dortige Tätigkeit, die schließlich in diejenige eines „Gouverneurs" mündete, waltet das
sichtbare Bestreben ob, nachzuweisen, daß er, der sozialdemokratische Führer, nicht etwa, wie Kurt Eisner, ein Bannerträger der Revolution, sondern eher ein Bremser, ein Un- heilverhüter, gewesen sei. Er kritisiert die militärische Unvernunft, die darin gelegen habe, daß man feldgraue Soldaten mit Maschinengewehren in offenen Wagen in den Bahnhof von Lttel habe rollen lassen, wo sie natürlich mit großem Hallo empfangen, entwaffnet und in die Bewegung hinübergezogen worden seien. Seine eigene Tätigkeit habe erst begonnen, als die anirührerischen Matrosen und Soldaten Offiziere als Gefangene durch die Sttaßen führten. Da habe er eingegriffen und Unbesonnenheiten verhütet, denn die Menge habe überhaupt keine Führer gehabt. Wie ein Naturereignis sei diese Volkserhebung in Kiel, wie auch in anderen Großstädten, entstanden. Das deckt sich mit dem, was der „Vorwärts" über die „S p r i n g - flut" der Revolution schrieb, nicht in mißbilligendem, eher in gehobenem Tone, wobei wir allerdings den unverlierbaren, wichtigen und ernstes Nachdenken fesselnden Satz fin- k-en, daß leider die Revolutton ausge- btodyen sei, bevor der Friede mit dem Feinde zustande gekommen war. —
Daran iyllen wic heute denken, wenn der 9. November wiedeikehrt. Die Revolution hat uns, und das wissen ehrliche, vernünftige So- z.ialdemokraten ctioch.in eineFrieden'zschließung hineingestürzt, die alle Trümpfe, alle Zuchtruten in die Hand des Feindes legte. Gewiß, die Kriegslage war für Deutschland ungeheuer ernst geworden, nicht bloß darum, weil hinter der Front die Glut dec Unzufriedenheit und Verhetzung lohte. Aber so erbärmlich wäre die Faust Fochs nie über uns gekommen, so bedingungslos hätten wir uns nie ergeben müssen, wenn bte Vernunft im deutschen Volke die Oberhand behalten hätte. Vernunft und Vaterlandsliebe. Aus einem freien, kämpfenden Volke mußten Knechte und Sklaven werden, -weil der falsch verstandene
schmählich verloren haben, sondern sie, waren es auch, die jenem Geist der Unordnung und Zuchtlosigkeit das Feld bereiteten,! den wir seit einem Jahre nicht losgeworden sind. Gewiß, die Schieber und Wucherer sind, eine Gattung für sich, und sie haben ein voll- gestticheneS Maß teil an der allgemeinen Verwilderung. Jedoch sind es die allgemeinen Ideen und Grundsätze der Revolution, die allzu gründlich das Alte niedergerissen haben, so oaß wir jetzt nur unter Trümmern umhergehen. Unendlich viel ist in diesem Jahre zerstört, vergeudet und verschwendet worden, auch im buchstäblichen Sinne. Unser staat lickies Leben ist aus den Fugen gegangen, weil feine Autorität mehr recht geachtet wird, weil eine falsch verstandene „Freiheit"' die Bande fleißigen Gemetnjinns gelöst hat. Zwar tyat die „Exekutive" der Revolutionstage allmählich wieder berufenen Organen Platz gemacht, allein der Typus des Soldatenrats, der in Sachen hineinredet, die er nicht ganz beherrscht, begegnet uns noch zu häusig im ösfentlichen Leben. Dabei macht uns noch die Partei des Terrors, der Diktatur des Proletariats, zu schaffen; Stteikstimmung und Arbeitsunlust gehören zu den finstersten Schat-
ber als eine „Springflut" ausgibt, die sich naturnotwendig Bahnen brechen mußte, so kann man die Schuld Momente vorwiegend auf die Umstände und Personen wälzen, die uns im Kriege mangelhaft und schlecht geführt hatten. Es ist unumwunden zuzngeben, daß, nicht nur im U-Bootkrieg, sondern auch in anderen Zweigen der allgemeinen Kriegführung, der Bogen überspannt worden sein mag. Ein unfähiges politisches System, mangelnde Einheitlichkeit des Wollens und Handelns in unserer Führung hatten uns so weit in Leid und Verzwei lang gebracht, daß das Volk allmählich ermatten und verzagen mußte. Viele der Schpldmomente sind noch aufzuklären, und der Untersuchungsausschuß, dessen Verhandlungen wir gefolgt sind, hat erwiesen, wie vielverzweigt in dieser Beziehung die Fäden der Schuld sind. Aber die unstoeiwilligen Urheber der Revolution wollen wir heute einmal aus dem Spiele lassen und zum Jahrestag des Umsturzes hauptsächlich der „Idealisten" gedenken, die planmäßig auf dieses Ereignis vorgearbeitet hatten und heute zu Freudenkundgebungen darüber geneigt sind. War da im sozialdemokratischen System wirklich alles so wohlberaten und wohlbestellt? Die „Springflut"" wäre wohl schwerlich in so ungeeignetem Augenblicke üver uns gekommen, wenn nicht so unvernünftig, so anti,rational bei uns gehetzt worden wäre. Die Kriegsentbehrungen waren es nicht allein, die unser Volk zum Zusammenbruch gebracht haben. Es waren auch die unverantwortlichen Triebkräfte, die vor den Augen und Ohren der Gegner die innere und äußere Front unseres Volkes zer- mürbten. Diese ttagen nicht nur ihren Teil gewesi der Schuld 'baran, daß wir den Krieg so höchste
Geist der Freiheit seine Orgien feierte. Die Führer und Mannen der Revolution waren von ihrer Umsturzidee geblendet und sahen nicht, wie der äußere Feind bequem seine große Falle für uns aufstellte. Die alte inner- politische Kamvfparole der äußersten Linken „Brot und Friede" war mit unerwarteter Plötzlichkeit in Erfüllung gegangen.
Wenn man die Revolution des 9. Novem-
3*rt der heutigen Sitzung erklärte Admiral Koch, der erhoffte Erfolg des U-Bootkneges fei nicht entgeh:offen, aber in rem militärischen Dmgen seien die Erwartungen übertroffen worden. Führung und Opfcvfreubiafrit ber Mannschaften seren über ieben Zweifel erhaben gewesen. Die Ursache für den Au Hana mußte al o auf anberem Gebiete liegen. Die Marine habe nicht den Zweck verfolgt, England auszutnmnern, sondern habe es durch Schiffsraumverluste zu der Ueberzeummg bringen wollen, daß die Z eit gegen En gland arbeite. Die sührenden Manner der Entente seien schon im Begrifs gerne en, nach Rom zu reisen, um über einen Verständigung s- frieben fru beraten, als gerade in jener Zeit cm düster gefärbter Bericht des Grasen Czernin ber Entente in die Hände gefallen fn und die Ansicht er^itgt hab', daß Tewsciümd vor dem Zusammenbruch Der Verstandigungs- fltbanfe fei insol»-dm'eii fallen gela sen worden. Ter einzige Fel li des U-Boolkrieqes sei bei den berechtigten Aussichten auf volle Wirkung und Eifolg yewesrti, daß er nicht früher emge etzt habe. Nach ben Mitteilungen des Admirals Zlvch waren an ber Front im Felrruar 1917 105 U-Boote, rm März 121, April 124, Mai 128, Ium 130, ^uli 131 August 132, September 133 und Oktober 134.
Berlin, 7.Nov (WTB.) Die schweizerische Gesandtschaft in Bukarest ersuchte auf Betteiben der deutschen Regierung nochmals um beschleunigte Mannahmen zur Heimschassung der in Rumänien befindlichen deutschen Kriegsgefangenen.
Die Kämpfe in Rußland.
London,?. Nop. (WTB.) An der D o n- front haben die Bolschewisten Erfolge gegenüber den Kosaken erzielt. Bei Borissoglewsk haben dagegen die Kosaken eine bolschewistische Division geschlagen.
Ein französischer Offizier al» Bolschewist in Rußland.
Versailles, 7.Nov (WTB.) Heute finden vor dem -Kriessgeriäü in Poris die Vertagungen gegen Houptmonn Sadvul statt, bet Kammcr- taibibnt der geeinigten Sozialisten im Soinedevar- tement ist, sich zur Zeü aber m Rußland aufhalt, wo er in der bolschewistischen Armee Dienst tut. ,
Revolution in Aegypten.
Berlin, 7 Nov. Einer Genfer Meldung des ,^ok-Anz." zugige ift nach einem Laichte äguptiscken Nationalk.'mi ees in Aegypten die Revolution ausgebvochm. Aus ollm Teilen Acgyptms kommen Nachrichten, daß d'r Kamvl"gegen die Engländer im Gange iti. Darläuiig soll eine natianalpttfch- ägyptisch- Regierung gebührt to.-rixst.
Am Sitzungsschlusse wird Abg. Struve als Zeuge vernommen über die Angaben, bie tm Hauptausschuß von dem Admirolstob und dem Neich^iuariueamt über die U-Bootwaise gemacht wurden. RiÄig ift daß die Zahl der frontbcrciten Lv- <ioote' ui Den Jahren 191/ und 1918 uni 43 uiij '7 und noch weiter stieg. Aber selbst unter Einrechnung aller verlorenen U-Boote und der noch nicht gebauten U-Boote war die Gesamtzahl ber vorhandenen Boote niemals 400, wie Staatssekretär Capelle erklärte, sondern höchstens 300. Im ganzen Jahre 1913 wurden nur 3 U-Boote und im Jahre 1914 bis zum 1. August nur ein einziges U-Boot bestellt. Während des ganzen Jahres 1915 wurden unter Tirpitz 50 000 amten bestellt, ein Beweis, wie wenig unsere ^nouslne für den U-Bootbau ausgenutzt wurde. Die Wersten hätten 1917 139 Boote bauen können, bestellt nrneb.-n nur 56. Die Bitten um Nachbestellungen wurden abschlägig befdü^ben. Es wurden v.clmehr sogar Ruh^'pausen im U-Bootbau angeordnet, um den Kreuzerbau nicht zu beeinträchtigen 191 / waren nach Den Angaben Capelles lo8 U-Boote fertig und 200 im Bau. Tatsächlich waren aber nur 150 im Bau. Die anderen wurden erst Ende 1917 bestellt.
Capelle behält sich vor, in ber am Dienstag vormittag ftattfinbcnDen -Sitzung ausführlich auf die Ausführungen Struves zurückzukommen.
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Auslaß tzsSK
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Aur dem Reiche.
Der Wiederaufbanminister.
Berlin, 7.Nov. (WTB.l Die Abtvick- lungsarbeit.n des K- l malmü ister um!3 wurden durch Kabinettsbeschluß nunmehr dem Wiederaufbauminister Dr. Geßler unterstellt. Der scheidende Kolonialminister Dr. Bell b tonte daß der deutsche Kolonialgedanke nicht sterbe. Dr. Geßler versicherte, daß er für die WachhaltunH des Kolonial- gedankens in Deutschland ferne ganze Kraft einsetzen werde.
Englische Truppen im Osten.
Amsterdam, 7. Nov. (WTB.) Die Engländer senden zur Aufrechterhaltung der Ordnung Truppen nach ben polnischen Bezirken in den Abstimmungsgebieten. Die Truppen bleiben1 bis Januar dort.
Englische Offiziere itt Flensburg.
Flensburg, 7. Nov. (WTD.) Die etttt* lifeben Offiziere, die biiolpe eines Mißverständnisses hierher kamen, um tne Besetzung durch englische Truppen aorsubereiten, nnitbcn angewiesen, von der Ausführung ihres Auftrages abzufeheu und absirreifen.
Stcigeruug der Wageng stettung für Koh'en.
Berlin, 7.Nov. (WTB.) Die Maßnahmen der Eifenbahnverwal- t u n.g haben im R u h r g e b i e t bereits zu einer nennenswerten Steigerung der Wagengestellung für Kohlen, Koks und Briketts geführt. Die Steigerung beläuft sich aus werktäglich 3000 Wagen gleich 18 Prozent.
Akkordarbeit auf den Werften?
Kiel, 6.Nov. (W. B.) Heute sand auf den Kieler Werften eine Abstimmung unter der Arbeiterschaft bezüglich der Wiederein- führung der Akkordarbeit auf den Werften statt. Insgesamt wurden abgegeben 14 633 Stimmen, davon 6823 für und 7743 gegen bte Akkordarbeit Die endgültige Entscheidung fällt in einer Abstimmung aller deutschen Seeschisfahrts- Werften voraussichtlich am kommenden Sonnabend.
Provinzialoerband Posen-Westpreuß-n.
Berlin, 7.Nov. (WTB.) Die Blätter- Meldungen, daß die Reste der Provinz West- preußen und Posen unter bie benachbarten Provinzen aufgeteilt würden, wird von der Regierung dementiert. Die Staatsregierung habe mit der Bildung des Verwab tungsbeztrkes Schneidemühl den Weg beschritten, den sie zu gehen gedenkt. Ferner sei die Bildung eines Provinzialverban- Ides Posen-Westpreußen aeplant, um diese mit der preußischen Geschichte eng verknüpften ehrwürdigen Namen zu erhalten.
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Erster Blatt - 169. Iayrgang Samstag, 8. November 1919
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General-Anzeiger für Gberhesien
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