Ausgabe 
8.8.1919
 
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Neu eingetroffen i

Grosse Sendung 9201 eiserne Bettstellen für Erwachsene u. Kinder FRITZ NOWäCSC

Gekption 612 V. hüNKl IlmnBäuoT

Virstng, Weihkraut,Rotkraut, grüne Lohnen, dicke Bohnen,Wachsbohnen,

tb fand.

de" 8. Aug. 1919. onalnachrichte, Antahl wurde o direktor bei dem ÄG

^Man sicht, daß von einer Wtftebung dtt Zwangswirtschaft noch lerne Rcte tst, wähl

>ttheaterburer, gelangt nach Im «retteDas Drei nhrmtg. Wir mplchr der Plätze zu tafo zu vmneiden, wi(e daraus hin, alle dir» r an die Kassel»

£ berichtet wird, ireö schwindenden Scha

an Lokomotimi le « De: Minister der ö: t soeben int Eiswtch r tot

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bürgerlich^

Alle Kleintier-Züchter Gießens roel*e Grummetgras benötigen, werden zu einer Besprechung wegen Sammel-Bestellung

eingeladen. Der Einberuserr Franz Bock.

rx K.-Z.- und Pfl.-V.

Giessen

Alle GriimmetgraS» «iZWWE Besteller müssen auch

zu dies. Versammlung kommen. 9198

Franz Bock.

^9t- die ?' «biMidern. iSS^ä mümmmen. M ohne Erbrtaq l"? erledigt

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aber ist diese Einigung der erste Schritt daztl. Die Regierung erklärte ausdrück­lich, daß der Abbau der Zwangswirt­schaft auch ihr Ziel sei. Sache der Land­wirte wird es nunmehr sein, zu beweisen, daß das Vertrauen, das sich in der Haltung der Regierung kundgibt. gerechtfertigt ist. Es büche noch manche Frage zu den in dieser Sitzung behandelten Ge­genständen zu beantworten, aber da, wie gesagt, der Presse keine Einladung zugegangen war, sind wir zu unfcrm Bedauern außerstande, dem berech­tigten Wunsche des Publikums nach einer sorg­fältigen Berichterstattung zu genügen.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 8. Aug. In der gestrigen Stadtverordnetensitzung teilte der Ober­bürgermeister Dr. Glässing mit, daß der Finanz­minister £) e n t i d) in einem Schreiben an die Stadtverwaltung sein Mandat als Beigeordneter der Stadt Darmstadt, das er im Jahre 1917 in dankenswerter Weise übernommen hat, in die Hände der Verwaltung zurückgelegt hat. Der Ober­bürgermeister spricht ihm für die der Stadt in schwerer Zeit geleisteten Dienste herzlichen Dank aus. Nach einem Bericht des Beigeordneten Buxbaum über die äußerst ungünstigen Koh­le nv e r h äl t n i s se für den laufenden Winter wird genehmigt, daß aus staatlichen und städti­schen Wäldern etwa 40 000 Raummeter Holz be­reitgestellt und gleichmäßig an die Verbraucher auf Grund von Holzausweiskarten ausgegeben werden.

rm. Darmstadt, 8. Aug. $n der gestrigen Sitzung des Ernährungsbeirates teilte der Oberbürgermeister u. a. mit, daß für die Be­schaffung und den Verkauf der verbilligten Lebensrnittel die Stadt einen Zuschuß von einer Million Mark das Vierteliahr leisten muß. Tie Stadtverwaltung hat aus Magdeburg 20000 Zentner Kartoffeln ongekaust, auch sind holländische Kattoffeln in größeren Mengen angetauft. Für die rechtzeitige Ablieferung von Kartoffeln aus den einzelnen Ueberschußverband-^ wurden Prämien gewährt. Dem Kommu nal- verba n d Ta rM stadt-Diebu r g wurde die Selbstbewirtschaftung verliehen, was mit lebhaftem Bravo ausgenommen wurde. Ter Milchpreis mußte um 2 Pf. erhöht werden, die Erhöhung soll jedoch hauptsächlich von den Besser - bemittclten getragen werden. Weiter wurde be­schlossen, von einem Angebot zur Lieferung von holländischem Mastvieh vechuchsw.ie Gebrauch zu machen, das allerdings außerhalb der Ratio­nierung zu sieben Mark das Pfurch verkauft wer­den soll.

Hessen-Nassau.

In Frankfurt wird wieder gestreikt . .

Frankfurt, 7. Aug. Nach den Kell­nern sind nunmehr die Kohlenarbeiter in den Ausstand getreten, weil die Unternehmer den Samstags-Geschästsschluß um 2 Uhr mittags ab- lehnen. Es ist zu erwarten, daß der Streik sich auch auf die Arbeiterschaft der Holzhand­lungen ausdehnt. Seit einigen Tagen streiken auch die Angestellten der hiesigen Generalagen­turen der Versicherungsgesellschaften.

*

Frankfurt, 7. Aug. Der in üppigster Blüte stehende Straßenhandel, von dem rund 3000 Personen leben, soll nunmehr ein ge­dämmt und abgebaut werden.

mr. Frankfurt a. M., 6. Aug. Ter heutige Pferdemarkt an der LandwirtschaftlichenHaUe war äußerst stark beschickt. Ausfallend aber waren trotz des hohen Angebotes die stark in die Höhe geschraubten Preise, als deren Folge sich dos Wie­deraufleben der Verkäufe bemerkbar mackfte, ein : Uebelstand, den man endlich überwunden glaubte. Gute und erstklassige Pferde kosteten 78000 Mk., ! einzelne sogar noch mehr. Mittelware war weniger , vertreten, dagegen reckst zahlreich die Russenpferd- cken, die schon für 25003000 Mk. leicht käuflich waren. Ter Markt war um die Mittagsstunde bis auf wenige Reste geräumt. Ein lebhafter Handel in Wagen und Geschirren war gleichseitig mit dem Markt verbunden.

»»Beider städtischen Gemüsestelle Marktlauben) kommen morgen und folgende Tage größere Mengen Bohnen, Karotten, Weiß- 1 traut, Oberkohlrabi, Zwiebel und andere« Frisch- 1 gonüfe zum Verkauf. Voraussichtlich treffen heute Itfltb Frühbirnen, Frühapfel und Fruhzioetschen eia.

♦♦ Zu der NotizAkademikerbund Oberhessen" wird uns mitgeteilt, daß auch tu nickst hessische nächste Umgebung Gießms ein­begriffen ist.

** 3 m Lichtspielhaus wird ab Sams­tag das vieraktige SchauspielDas Schweigen tat Walde" mit Lotte Neumann in der Haupt- rolle, gegeben. Außerdem tritt Leontine Kühnberg in dem fünfatttgen SchauspielDas Tagebuch fer Jutta Ferrari" auf.

Landkreis Gießen.

U Lang-Göns, 7. Aug. Gestern wurde intfer neu gewählter Bürgermeister Ludwig Vel­ten in fein Amt ein geführt. Die Einführung des neuen Beigeordneten Wilhelm Karl Mampf ftn- tet in ben nächsten Tagen statt.

r Leihgestern, 7. Aug. Zur Steuerung des Feldfrevels ift von der Gemeinde ent hilssslurschütz bestellt worden. Außerdem terleben zur Unterbindung brr Felddiebstähle all­nächtlich 4 Landwirte freiwillig Hilfsdienste. Vor einiger Zeit hat der Gemeinderat beschlossen, bte ter Milchpanscherei überführten Personen am schwarzen Brette anschlagen zu lassen. Ein Deiches Verfahren ist gegenüber den Felddteben iu erwarten.

Kreis Büdingen.

rg. Bad-Salzhausen, 6. Aug. Rent­ner Friedr. Wilh. Schäfer in Gießen ver­kaufte seine hier gelegene VillaWaldftn?de an ten praktischen Arzt Tr. Wilhelm Schäfer m Ober-Hilbersheim in Rheinlirssen für 28 000 Mk. Der Käufer ist aus Wellernhausen geburttg und ein Sohn des dort verstorbenen Lehrers Ludwig bchäfer.

A Nidda, 6. Aug. Bildhauer Karl Völ- ,tng von hier hat mit sehr schönem Erfolg die Meisterprüfung in Gießen bestanden.. Auf Grund seiner Arbeitsleistung und der sckfttstltchen Prü­fung wurde er von der mündlichen Prüfung b.ftrett ,md ihm als besondere Anerkemnmg das berühmte Kunstwerk von Hugo Steffen in M LachenDeuti che malerische Bauten vergangener Zett" vom Vor­sitzenden der Prüfungskommission überretcht.

firds Lauterbach.

O Angersbach, 7.Aua. Gegenwättig wer­ben die Bahnanlagen unserer an der Strecke Gießen-Fulda gelegenen Station teteutenb er- tteitert Ein S^rladegleis für den Güterverkehr wird geschaffen. Die Grüitdung eines größeren westfälisckxm Industrieunternehmens steht m Aus­sicht. Auf dem Wiesengelände tn der Nahe der Bahn soll eine Blechwarenfabrik gegründet werden.

Engelrod, 7. Aug. Hier ist vor kurzem Lehrer Philipp Schmidt nach 20jä1>riger Tätig­keit in unserem Orte gestorben, von der Genannte tief betrauert. Sein segensreiches Wirken ging weit über die Schule hinaus. Die Spar- und Darlehnskasse hat in ihm ihren umsichtigen Direktor verloren. Während des Krieges unter­stützte er den Bürgermeister-Stellvertteter ganz vesentlich in seiner Amtsfühning.

z Grebenhain, 7. Aug. Unser Lands- ttamt August Hofmann, welcher im Teenste Der teistschcn Kolonial Verwaltung in Neudamm tn Tift ltest-Afrika als Berwaltungsbeamter tättg war, ist nach Ausbruch des Krieges von den Engländern seines Tienstes enthoben, aber nicht interniert Wor­ten, da er sich in der Kolonie aushalten durfte. Er ist gestern morgen gesund und wohlbehalten nach langer Fahrt nach sechsiährtger Abwesenheit znrückgcfthrt. ,

O Ilbeshausen, 7. Aug. Tie Gemeinde bewilligte für die durch Wasserschaden schwer te- twifenm Bewohner des M o d a u t a l e s 50 Mk.

KrciS Friedberg.

Einigung zwischen Regierung und Bauern­bund.

Rl- Friedberg, 7 Aug. Am letzten Mitt- Wb fand im hiesigen Schlosse eine bedeutungs­volle Sitzung statt, die den Zweck hatte, h wi s ch en Re gie r u ng und Baue rnbun deine Etm - jung herbeizuführen. Anwesend warm neben Vertretern der vberhessischm Kreisämter der Prä­sident des Landesernährungsamtes Neumann md eine größere Abordnung vom Bauernbund. Lnerklärlichcrweise war versäumt worden die Dresse einzuladm, obgleich bei ter Wichtigkeit ter Sache eine rasche Mitteiluim an das Publikum geboten gewesen wäre. Tie BerHandlimgen zei­tigten ein Kompromiß, das freilich auf man­chen den Eindruck einer Niederlage der Regierung machen wird. Nach der erzieltm Einigung er­halten die Landwirte folgende Zugeständ­nisse: Rückständigen Lieferern wird » erteilt; künftige Bestrafungen wegm säum^er Lae- ferung sollen erst nach Anhörung von Loachver- ständigen von den Kveisämtern verfügt werden, die Regierung willigt ein, daß an die Stelle der bisherigen Revisorm Bertraumsmanner der Er­zeuger treten; eine nm gebildete Kommission ,oll über eine Umgestaltung der Kommunalvmband: beraten, ebenio über Freigabe der Auusschlach- hmgen und über Abschaffung der Biehkataster. Tie Oelschlagscheine bleiben ebdnso wie die Eier- obHeferung in Kraft, doch ist auch na diesen beiden fünften eine Aeiiderung tn Aussicht gestellt wor-

Llus dem Amtsverkündigungsvlatt.

** Tas Amtsverkündigungsblatt Nr. 69 vom 7. August enthält: Bekamilmachung Nr. F R. 380/6, 19. K. R. A. Abänderung der Ausführungsbestimmamgen zu der Bekanntmachung bcttcsfend Einsckiränkung der Triaakbranntweaner- zeugnng vom 15. April 1915. Anordnung, be- ttcsiend das Verbot der dürssuhr, Veräußerung oder Beipfändung ausländischer Wertpapiere. Ab­änderung der BekaniltmackMig Heft. Landesernah- rungsamtes vom 26. April 1919 übet die Preise von Margarine. Vom 31. Juli 1919. Ten Han­del mit Ziegen. Bekanntmachung für die Wahl zum Kreistag. Aenderung der Fleisckcheschauord- nung. Sonntagsruhe der Apotheke zu Großen- Buseck. , _

Tie Bekanntmachung der Kriegs- Rohstoff-Abteilung Nr. F. R. 160/2. 19. K. R. A., betreffend Höchstpreise für Wei- den, Weidenstöcke, Wei den spitzen, Wev denstrauch, Weidenabfall und Kopf­weiden vom 8. Februar 1919 ist am 15. Juli außer Kraft getreten. .

In den Ausführungsbestimunger zu der Bekanntmackiung, betreffend Emschrankuno der Trin kbranntweinerzeugung von 15. April 1915 sind einige Aenderungen borge« ^^TiE Wteksamkeit des Verbots der A n s f u h r Veräußerung oder Verpfändung aus-

ie bettesfm. w c.d Lersonenzüge dich < 3nxmg, bennotr^f rhallen, wird miö >5 tagsverlehr zu to Mhen iftSeati gesamten Verkch« en die weniger igtn entiend roerftr * Was- und Wt* ing der EinschrSn^ . Befsermg dcr W shlenverforWll' n"fürJ°va^ GeneralkonfM ' Wert darauf, on® ; mit von dollano »I 'nsürJava.'uH m hatundvoAÄ he Auskunft über»!

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Ein Ganzmetallflugzeug.

Berlin 7. Aug. Heute mittag faiid ans dem Flugplätze in Berlin-Johannestal eine Vor- fdjrung eines Gan zmet all-Flugzeuges vor dcm Unterftaatssekretär E u e r statt. Sein Erfinder ist der bekannte Industrielle Professor Junker. Das Metallflugzeug besteht, wie schon ein Name sagt, ganz aus Metall. Seine Schwin­gen sind als freiwirkende Dur-Aluminiumkonstruk- tion durchgcführt, so daß die Spanndrähte fort* allen. Der Apparat befördett sechs Personen bei Verwendung eines 160 F8-Motors mit einer Ge­schwindigkeit von 175 Kilometern in der Stunde. Ter weitere Vorteil besteht in seiner Uirterbrenn- barkeit, der größeren Haltbarkeit, sowie dem Fort- all der sonst nötigen Spanndrähte.

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SamStag d. 9. August

Versammlung bet Fr. Bolkmann III., Heuchelheim.

eu Der Borftaub.

das Gericht Wit der Amtsenthebung rrnd Festnahme des Bürgermeisters Dr. R i 11 e r in Langenselbold, der sich, wie einige Zeugen bekundeten, ben An­ordnungen des A » und S.-Rates nicht fügen wollt« und die im Ratbause aufgehäugten Plakate ent­fernen ließ. Die Angeklagten versicherten, daß mit Dr. Ritter ganz gesetzlich verfahren worden jet Eine ganze Anzahl Zeugen wurde Über btt Zu­sammenrottung aus dem Paradeplatz in Hanau vernommen, bei der Dr. Wayner, Schnell­bacher und Schwind aufretjenbe Reden gal­ten und Waffen verteilt haben sollten. ES wurde mehrfach erwähnt, daß es sich nur um eine Sickier- beitsmaßnahmc der Arbeiter gegen einen von be­stimmter Seite angekündigten Putsch gegen bte Re­gierung gehandelt hätte, lieber die Scteihgimg her Angeklagten gingen die Zeugenaussagen ausein­ander Ein Kriminalkommissar berichtete über kne Wirksamkeit Dr. Wagners als Vorgesetzter der Po­lizei usw. Um dieselbe Zeit war Regierungsrat Dr. Sckimidt von der 9legierung bestellter Landrat und nur der Kontrolle des A.-- und S.-Rotes Unterstellt. Andere Zeugen bekundeten, daß Dr. Wagner vom A- und S.-Rat zum provisorischen Landrat «- naimt worden sei. Zum Schluß wurde eine große Anzahl gleich aussagender Zeugen, prm Teil Häft­linge, über die Vorgänge aus Dem ParadeRatz am 16. Januar vernommen. *

= Frankfurt, 7. Aug. Der 24jähttge Schlosser Hermann Adam, der am 7. Januar ds. Js. den Wachtmeister Gieselberg erschosscir hotte und bafüT vom Schwurgericht zum Tode verurteilt wurde, ist zu leberrslänglichem Zuchthaus begna< bigt worden. Rach einer bestimmten Reihe von Jahren soll bei guter Führung ein Gnadengesuch für Adam eiugereicht werden.

Vermischte».

wv. Worms, 7. Aug. Wie früher die Für- && empfangen wurden, so begrüßt jetzt daS die Film-Sterne. Das konnte man kürzlich nachmittags am Mannheimer Hauptbahnhvf sehen. Eine tausendköpfige Volksmenge sammelte sick; vor dem Haupteirrgomg an. Zwei rvtbefrackte Lakaien zu Pferde empfingen die Filmschauspielerin Os ft O s w a l d a, die dann in vierspännigem Wa^en mit ürrern schwarzen Lakai nach dem Lichtspiel­theater gebvacht wurde. Von bart aus erfolgte bann in derselben Aufmachung eine Rundfahrt durch die Stadt.

* Ein Volksgericht über Er»ver- ger. Als ein sehr lehrreick-es Symptom für bk allgemeine Miststimmuna gegen Erzberger darf olgenbe Nachricht aus München angcseyen wer­den: Auf dem Kellnerberg bei Fischyausen nie Schliersee ist Matthias Erzberger auf einem fünf Meter boten Holzstoß in absentia verbrannt wor­den. Er wurde vcrutteilt, wie ein Plakat am Zcheiterhaufen besagte, von einem Volksgericht in vier Fällen wegen Hochverrats, begangen: 1. durch Zerrüttung des deutschen Siegeswillen- von 1917, 2. durch Wehrlosmachung des Volke- am 9. November 1918, 3. durch den Vcmichtungs- toilten vom 28. Juli 1919, sowie 4. durch bös­willige Auslieferung der deutschen Handelsflottr usw. Tie Flammen lodetten fünfzehn Meter hoch bis Mitternacht zum Himmel empor.

* Es gibt noch Man över . . . In Berlirrer Blattern lesen wir: Das Reichswehr- Bataillon Berlin kehrte von einer vierzchntägiaen Hebung aus dem Lager Töberitz in die Garnison zurück. Das Bataillon hat als erstes nach bett neuerlassenen Vorschriften im geschlossenen Ba- taillonsverbcmde auf dem Truppengelände eine Ge­fechtsübung abgehalten. Am Abend des Besich»- tigungstagrs brachten die Mannschaften, wie bei früherem ManöoerscAuß, ihrem Bataillonskom- mandeur einen .Fackelzug mit den üblichen Ma- növerscherzen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Der Empfang der Kriegsgefangenen.

Zu dem gestrigenEingesandt" wird uns vo» einem mit dem Montagstransport Heimgekehrten mitgeteilt:Wenn die Ankunft unseres Transports auch nicht bekannt war, um so größer mußte die Freude derjenigen sein, die uns unverhofft, durch die Klange der ilNusik aufmerksam gemacht, sahen. Sehr viele mußten wir aber erst durch langt» Winken dazu veranlassen, uns den Gruß zu er­widern. Aber die Bevölkerung vergißt zu schnell, was wir alles für sie erduldet haben.

Im gestrigenEingesandt" zur Mchtversteige* ntng des städtischen Grummets handelt es sich kn dem angeführten Beispiel um 2,5 da, u i cht 25 da.

Turnen.

r. Leihgestern, 6. Aug. Am letzten Sonn­tag hielt ber Turnverein von 1893 seine 26. ordentliche Generalversammlung ab, die gut be­sucht war. Für die auf dem Felde der Ehre ge­fallenen Mitglieder wurde ein künstlerisch ausge­führtes GedenMatt seiner Bestimmung übergeben. Eine Anzahl Gründer des Vereftrs wurden aus Anlaß ihrer 25jähriger Mttgliedschast zu Ehren­mitgliedern ernannt. Zum 1. Vorsitzenden wurde Eisenbahnboamter Georg Ei ff, zum Stellvertre­ter Heinrich Schäfer, zum Rockxrer Eiserrbahnwerk- führer Wilhelm Tiehl und als Schriftführer Otto Heß gewählt. Ein Anttag auf Austritt aus der deutschen Turnerschaft wurde abgelehnt. Tas Tur­nen soll nun wieder in vollem Umfange ausgenom­men werden.

4 Bad-Nauheim, 8. Aug. Tie beiden hiesigen Turnvereine veranstalten am Sonn­tag gemeinsam ein Jugend fest im Hochwald. Turnspiele und Jugeudtumen mit Preisverteilung fteteu im Mitellpunkt der Veranstaltung. Tie Stadtverordneten haben 100 Mk. für ben Jugend­tag zur Verfügung gestellt.

Gerichtssaal.

Pro^tz gegen Wagner und Genossen.

^Marburg, 6. 2higi Bei den heutigen Ver­handlungen beschäftigte sich das Gericht befonberd mit der Amtsenthebung des Landrats Dr. Schmidt, sein BerWtnis zum A- und S.-Rgt und der Amtsanmaßung des Dr. Wagner, die in der Führung des.LandvatSaNftes, die schließlich zu dessen Verlegung nach Frankfurt führte, er­blickt wurde. Auf Anttag wurde beschlossen, den Stadttat Zielows kh-Fvankfurt zu laden, weil diesem nach Angabe des Tr. Wagner ein Journalist Artikel angeboten hätte, als deren geistiger Urheber der Landvat zu betrachten sei, was dieser in Abrede stellte. Ter Landrat schilderte, wie er immer wieder die Regierung gebeten habe, Abhilfe zu schaffen. Tie Minister Dr. Breidenbach und Rosenfeld hätten kommen wollen, sie seien aber ausgeblieben. Statt dessen sei einmal eine Kommissiio'n aus Frankfurt, Gewerkschaftssekretär Hüttmann und Hauptmmin Müller, als A.- u. S.-Rat, dagewesen, was diese als Zeugen bestätigten. Schließlich stellte das Ge­richt noch Erhebungen an, inwieweit die Angeklag­ten auf verschiedene Zeitungen wegen der Aufnahme von amtlichen Bekanntmachungen einnrirften.

h. Marburg. 8. Aug. In der heutigen Sitzung handelte es sich zunächst um Feststellungen, ünwieweit sich die Angeklagten einer Einwirkung auf dieV o l k s st i m m e", daß diese keine Be­kanntmachungen des Landrats Dr. Schmidt ver­öffentlichte, schuldig machten. Dann beschäftigte sich

ßesaogvm Heiterkeil

Samstag ben 9. Ang. abend« 8 Uhr kcncrckmsliMlW im Vereinslokal.

Tagesordnung: I.Rech- nungvablage, 2. Ersatz« wähl des Vorstandes, 3. Verschiedenes. 9171

ZabretcheS Erscheinen erbittet Der VorNantz.

ländischer Wertpapiere, tarnt 26. IRM 1919, wird in ber Weise ausgedehnt, daß an hie Stelle des 31. Mai 1919 der 30. September 1919 tritt

Ter gewerbsmäßige Handel mit Ziegen jeder Att ist Personen, denen die Mit­gliedskarte des Diehhattdelsverbandes wegen Un­zuverlässigkeit entzogen ist, nicht gestattet.

Tie Fleischbeschauer haben an Beschpu- gebühren zu beanspruchen: von einem Stück Groß­vieh 1,50 Mk., von einem Stück Kleinvieh 1 Mk., von einem Lamm 40 Pf. In den Gebühren sit die Vergütung für die gesamte Beschau, für Stem­pelung des Fleisches und für die Zeitversäumnis embegriffjen. Für eine Schlachtviehbescktau steht dem Fleisckchefchauer nur die Hälfte dieser Ge­bühren zu. Für die dlusübung der Beschau in erneu Entfernung von mehr als einem Kilometer außer­halb ihres Wohnortes ist den Fleischbeschauern neben ter Beschaugebühr noch eine Ganggebühr von 20 Pf. für jeden auf dem Hin- und aus dem DtMtoog zurückgelegten Kilometer zu gewähren. Angesangene Kilometer werden als voll berechnet. Tierärzte erhalten in Beschau bezirken, die für sie n^cht selbst als Flersck^besichauer bestellt , sind, für bte Beschau (ErLänzungsbeschau) einschließlich ber Stempelung des Fleisches und der Benachrichtignn>g ber Ortspolizeibehörde von dem Beschauergebnis 3 Mark für das Großvieh und 2 Mark für das Stück Kleinvieh. Werden in einem Gehöft ober Schlacklthaus mehrere Schlachttiere gleichzeitig der Crgänzungsschau unterzogen, so ermäßigt sich! diese Gebühr für das zwefte und folgende besichttgte Tier des Wohnsitzes des Tierarztes statt, so fteteu ihm weiter die für die Kreisveterinärärzte geltenden' auf je die Hälfte. .Findet die Beschau außerhalb Tagegelder zu.

Die Sonntagsruhe ber Apotheke zu Großen-Buseck ift an Sonn- und gesetz- lickien Feiettagen nachmittags von 1 Uhr ab ge­nehmigt.

Zum Feldschützen und WiesewwLrler für die Gemeinte Saasen wurde Heinrich Menz II. von Saasen ernannt und verpflichtet.

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