itjenben aus der Fraktion und zu seinem! gen so lebhaftem Unwillen hervornefcn, daß ...• iHcnom burm .Rtotftfyrmifp imterbrotben WUT
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Bürger in der Mühlstraßc Feuer. aus, M zum Glück von einem Arbeiter lu'merkt ftwxfc sonst "hält? in diesem alten Stadtteil, worin » Däuser dicht zusammcnhäilgen. grosse-; Unheil t$> fLfjen rönnen. Derbeigeeilte Nachbaiund ffeiiff N iehrlcute vermochten bett Brand rasch zu löitfa Dennoch ist btc Schneiderlrerkstätle völlig uv* gebrannt und nicht nur sämtliches Mobiliar, V* bern auch eine Anzahl fertiger MnAilge und tuej Anziigstosfe gänzlich verbrannt. Ter Sdjabeit I bedeutend. Ter Besitzer des Dauses ist nr
ring versickert und bat beim Versuch?, nodi zu retten, eehebliclse Brandwunden am linke, und dem Kopse crUiten . Tie (blui war fj ML daß die Leittingsrohrc der ekktrifd-en L-ichianlc- schmolzen und der Ofen ganz glühend niar.
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Gießen,. den 7. Juli 1919.
Das Ergebnis der Opferwoche.
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vielfach durch Zwischenrufe unterbrochen tvurin und die Versammlung fick spontan erhob um „Teutschland Deutschland über alles" sang. Ihren entgegneten die Dorren Pros. Eigener, Ti Marer und Prof. Roloff. Jrn Schlußwog aßte Prof. Schian nochmals seine Ausstih, rungen kraftvoll zusammen und erntete stürm:- chen Beifall.
** Im Saalbau (la f 6 Leib tritt [eit Donnerstag die zehnköpfige Konzerttruppe btt
einstimmig angenommen. An Stelle des auS- geschiedenen seitherigen Vorsitzenden wurde alsdann Lehrer Fischer einstimmig zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt. In längerer Ausspräche wurde hierauf das Vorgehen der Partei bei den bevorstehenden Kreistagswahlen erörtert und das Erlebnis der Besprechung dann der (am 6. statt- indenden) Tagung des Kreisvcreins borge* egt. Die Versammlung des Kreisvereins war einhellig der Meinung, daß mit Rücksicht auf die Not der Zeit versucht werden müsse, einen eigentlichen Wahlkampf mit seinen oft uner- reulichen Begleiterscheinungen zu vermeiden.
Die Partei wird zu diesem Zweck an alle politischen Parteien herantreten und ihnen ein emeinsames Vorgehen anbieten. Man ist der Meinung, daß unter den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen in unserem Vaterland und unter dem furchtbaren Eindruck dessen, was uns unsere Gegner angetan haben, bei allen Parteien Verständnis für diesen Schritt vorausgesetzt werden dürfe, und daß Bereitwilligkeit vorhanden sei, durch das vorgeschlagene Vorgehen bei der Wahl den Frieden im Innern zu fördern.
Kreis Friedberg.
Der Streik der Eisenbahner
4 Bad-Nauheim, 4. J'ch. Durch » Bahn streik hat unser Bad mit einmal Rjl Kohlen mehr. Gröbere Sendungen, die Ixt I regeitcm Betriebe inzwischen kinaetrosfen nai».
geführt ihaben.
Die Landesobststette aufgelöst.
Aus Darmstadt wird uns gmelbet:
DaS Hessische Landesernährungsamt gibt be- annt, daß die Bekanntmachung vom August 1916 betr. die Obstversorgung aufgehoben und Damit die Landesobststelle vom 1. Juli d. I. aufgelöst ist.
tragsabend batte die „ArbeitSgemein- chaft sozialistischer Studenten" als einen der besten deutschen Kenner des heutigen Rußland, Tr. Alfons Paquet, gewonnen. Der Vorsitzender der „A. s. St.", canb. phil. Seelbach, eröffnete den Abend mit der Aufforderung an das zahlreich erschienene Publikum, in keine parteipolitische, sondern eine kritische Betrachtung des rus- ischen Bolschewismus einzutceten. Ter Redner des Abends behandelte seinen Stoff von drei Gesichtspunkten aus. Wir Deutschen müssen und klarlverden 1. über das, was Rußland für sich als drfdjicinung einem Wesen nach ist, 2. über das, was es im Zeichen der Revolution für sich und die Menschheit geworden ist, 3. über das, was es für das deutsche Volk in seiner Gesamtheit beute bedeutet. Zum ersten Punkt nab der Redner eine Uebecsicht über die.geschickMch? Entwickelung Rußlands von den Anfängen des Zarismus über die „Sozialisten vor dem Sozialismus" der Aristokratie, die Lcibeigen- chasts- und Agrarfrage, ihrer Lösung außenpolitisch durch großzügige Besiedelung (Sibiriens, bis zur bürgerlichen Revolution von 1905 und dem endgültigen Zusammenbruch des russisen Jmpe- rialismus in der großen Revolution von 1917. Mit einer Verurteilung der %. T. barbarischen Methoden des Bolschewismus versuckFe Dr. Paquet eine objektive kritiscl-e Würdigung der im bolschewistischen Staat tatsächlich gekifteteten ungeheuren Arbeit, indem er die Organe bet Räterepublik : Allr-ussisckien S'owjetvongreß, Zentralrat und die einzelnen Volkskommissariate, insbesondere das der Nationalitäten sowie der DottSausklärung iLlunatschiwSki) ausführlich besprach. Für Deutschland das mit Rußland durch bic gemeinsame polnische Sage angenähert ist, sah 6<r Redner alS positiv Wertvollstes den russischen Rätegedanken an, von dessen weiterem Ausbau er eine UeberNNndung ber natioiiaÜfHfdjeii Demmun- Ven, besonders der handelspolitischen, in Westeuropa erwartet. In der Diskussion manbte sich Dr. Sdslarb, Mitglied der auf dem Boden der Rätedik- tatur stehenden russ. Partei der Sozialrevolutionäre, scharf gegen die MetlZoden des Bolsdiewismus, während Dr. Kinkel dm Unlersckchd zwisck-en Bol sdewismus iunb Sozicudimorratic barlegte. Nach Weiteren Ausführungen der Herren Barth, Holtzmann, Mitlermater und Biermarm zeigte der Redner in seinem Schlußwort, daß die Trennung vom Staat die Kirche zwingt, die innere Kraft ihrer religiösen ftbecn zu beweisen. Mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß diese Art der kritischen Betrachtung das Verständnis fütubad bolschewistische Rußland gefördert habe, schloß canb. phil. Seelbach die Versammlung.
** Der nationale Studentenbund an der Landesuniversität Gießen hielt gestern abend seinen ersten Vortragsabend ab, an dem D. Traub sprechen sollte. Infolge der VerkehrS- vcrhältnisse konnte, wie der Leiter her Versammlung, sind. iur. BossiuS mitteilte, der Redner nicht eintreffen, und auch ein anderer Redner, der von Frankfurt her erwartet wurde, blieb unter wegs. Iu die Lücke trat, mit stürmischem Beifall begrüßt, Prof. Schian, der Über Weckung, Belebung uno Stärkung des Nativ na l ge f ü h l S sprach, an dem es uns heute, melyr wie jemals, m der deutsclien Geschichte, Not tue. Eine Betrachtung der Geschichte zeige überall Mangel an Nationalgesühl bis zur Zeit Bismarcks, dessen größtes Verdienst sei, endlich das deutsche Na- tionalgesühl groß und stark gemacht zu haben. Den Höl>epunkt habe dieses Nationalgefühl bei Kriegsausbruch erreicht, um dann einen jähen Absturz zu erleben. Heute scheine das deutsche National- aefühl völlig erstorben. Das sei eß, woran Deutschland kranke. Wir müßten wieder zu einem bewußten Nationalgefühl kommen, sonst seiDcutsch- land verloren. Nationalgefühl haben, heiße nicht Nationalismus treiben, wie wir ihn jetzt bei beit Polen und Tschechen erleben, sondern ein mit gimem Herzen und ganzer Seele zum Vaterland- tehen, ein Glauben an seine Zukunft, ein Einstehen für daS Vaterland mit Gut und Leben. Dem Nationalgesühl entgegengesetzt sei der internationale Gedanke, der jede Hoffnung betrogen und mit dem Vertrauen auf daS Ausland und schmählich belogen habe. Wenn wir uns in den Zeiten der Flagge Schwarz-weiß-rot das deutsche Nationalgesühl nicht gefestigt und behalten hätten, so würden wir c8 unS in den kommenden Zeiten enoerben müssen, denn sonst werden wir rettungslos verloren sein. Damt werden wir mitten in Europa ein Beutestück für Franzosen, Polen und Tsci)echen bedeuten, die Feinde werden sich um das wehrlose Deutschland balgen. Dieser Gefahr kann Deutschland nur entgegentreten, wenn es aufhärt, an die Internationale zu glauben, wenn eö den Wolt-
tcr Offenlegung der zur Kreis bzw. Provin- ztaltagswaiil zur Verwendung kommenden bereits zur Gemeinderatswahl benutzten Wählerlisten abgesehen haben. Sie haben hierbei von ministerieller Ermächtigung Gebrauch gemacht. Inzwischen ein getretene Veränderungen sind somit auf diese Listen ohne Einfluß. Auch früher bereits aufgetretene Fehler können jetzt nicht mehr beseitigt werden.
**DerEinbruchsdieb stahl in der Zentralwaschanstalt der hiesigen Kliniken hat seine Aufklärung gefunden. Die entwendete Wäsche, an der zum Teil die Zeichen abgerissen waren, wurde bei der Person, die auch mit dem Diebstahl der Butter in der Gar- nisonschlächterci in Verbindung stand, vorgefunden. Sie will die Wäsche von Soldaten gekauft haben.
** Eine unbekannte Frauenlciche wurde in der Mhe der Station Braunfels am Bahnkörper gesunden. Die Tote ist 25—30 Jahre alt. Tas Pvrtemv-muric, daS sich in einer sck-warzen Handtasche befand, enthält über 100 Mk., darunter auch Gießener Notgeld. Weiter wurde ein Taschentuch, gezeichnet P. S., gefunden.
**DrePaketsperrefürBreslau ist wieder aufgehoben worden.
** Deutsche Volkspariei. Am Mittwoch, 2. Juki, fand im Gewerbehaus eine sehr gut besuchte Frauenversammlung der Deutschen Bvlkspartei statt. Nach einigen einleitenden Worten der Vorsitzenden sprach Frl. M. Feder in faß cinstünoigem Vortrag über die geschichtliche Entwicklung des Sozialismus und die sozialistische Bewegung. Ihren sehr klaren und anschaulichen Ausführungen folgte eine lebhafte Aussprache, an der sich viele der Erschienenen beteiligten. Man konnte aus der Aussprache ersetzen, ttne ernst c5 den Frauen mit ihrer politischen Schulung ist, und wie eifrig sie bestrebt finb, sich über die vielen Fragen und Probleme, zu deren Erörterung der Vortrag Anlaß bot, klar zu werden.
** Von dem Verein der Deut-
bürger nicht mehr höher stellt, als den Bürger bcS eigenen Staates. Auch der Wissenschaftler dürfe niemals vergessen, beft er im deutschen Volke wurzele und daß deutsche Wissenschaft nur da gedeihen könne, wo es einen deutschen Staat gebe. Unsere Ehre hat man uns genommen, halten wir unsere Würde aufrecht und — die Liebe »um deutschen Baterlandc. — An der sich ansÄießen- den Aussprache beteiligten sich von der Arbeits-
Giiltige Lebensmittelmarken
für die 28. Woche vorn 7. bis 13. Juli 1919.
Brot: 2300 Gramm Brot oder 1680 Gramm Mehl. Brot Kilogramm 50 Pf., Weizenbrotmehl Kilogramm 58 Pf., Krankenbrot Kilogramm 72 Pf., Zvrankenbrotbäcker: Jakob Horn Nachf., Steinstraße, Eario Brühl, Neuenweg, Karl Haas, Bleichstraße. Ludwig Weber, Frankfurter Straße.
Butter: Marke 28, 40 Gramm Margarine zu 27 Pf.
Eier: Mark 7, ein Ei zu 33 Pf., für die Bezirke 7, 9 und 13.
Fleisch: Wochenabschnitt 28. Metzger für Fremde und Urlauber: Seligmann, Bahnhofstraße.
Nährmittel: für Juli eingetroffen. Nähere Bekanntmachung folgt.
Zucker: für Juli noch nicht eingetroffen. Für Zugezogene und Nachzügler: für Lebensmittel, Nährmittel und Zucker: Heinr. Kalbfleisch, Licbig- trafoe 71, Otto Nachtigall, Steinstraße 65, Emst Noll. Noonstraße 2, I. Maternus, Klmikstraße 22, Konsumverein, Schaiizenstraße 16. Für Urlauber: Borger, Wetzsteingassc 15.
Seife: Marke für Juli 1919. Anteil 125 Gramm K.-A.-Seifenpulver zu 15 Pf., 50 Gramm K.-A.-Scife zu 20 Pf.
** Bei der ftädt Obst- und Gemüsestelle in ben Marktlauben treffen diese Woche voraussichtlich täglich Kirschen ein. Der Preis ’iüirb sich aus etwa 1,60—1,80 Mark be- krukn. Ferner kommen Erbsen, Karotten, Törr-
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üussckeiben aus dem Verein geführt haben. Line Entschließung, in der zu den Vorgängen Stellung genommen und der Fraktion und ihrem Vorsitzenden, Prof. Ebel, unvermindertes Vertrauen ausgesprochen wirb, wurde
Aus Hessen.
/ Schotten, 4. Juli. Am 2. Juli sand hier zur Vorbereitung der kommenden Kreis- tags mahl eine Sitzung unter Vorsitz von Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg statt. Füns- undzwanzwanzig Herren aus den 4 Bezirken des ftrdkö und allen Parteien berieten einträchtig. Sie wurden einig, daß Bezirk Schotten 7, Ulrm> kein und G'dev» je 5 und Laubach 4 .Hianbicat'en für die gemeinsame Liste und je 2 Ersatzmän.i>»r vorsck>lagen sollen. To alle Parteien berücCi'üMigt werden, hofft man, daß keine (^egnUiste aufgest.'llt wird und die Wahl ruhig verläuft. Mau wird auch an den bisherigen Mitgliedern des Kreistags nicht ganz ovrübergclien. Tie Vorbereitung in den einzelnen Bezirken liegt in den Händen von Bürgermeister M e n a e i - Sck>ott>m, OberamtSrichl>rr Re ha rdt - Uliichstetti, Forslmeisler Klingelhöfe r - Geber», Dbcramlimdjter Zimmermann- Laubach. sJJtan verhandelte auch über bk kommcndi' Provinzialtagswahl und Nünscht, daß durch Verftttnbigung «US den eiiv- zelnen Kreisen Ober Hessens l-eraus es gelingnr möge, auch hier eine gemeinsame Liste auszu- stellcn. Es gilt dock) auch bei diesen Wahlen, daß nickt die Parteiangel>örigkeit entscheidet, sondern daß geeignete und mit den lokalen Bedürfnissen uno Wünschen vertraute Persöiilichkeiten gewählt werden. Tie weitere Vorbereitung ward m die Hände von ü'ü'ae,meister Mengel- Schoiten und Lehrer L » a i RudingSl>aili gelegt, Mitteilungen au cm Kreise entgegen-' und auch auf Anfragen aus anderen crffpnb ProvrnzialauMußWahl toartcn,.
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K ;naittfcv h/
^ürte, 9.^81 M.
Kreis Lauterbach.
* Bermuthshain, 4. Juli. Anfang? t» (er Woche beschlagnahmte die Gendarmene am figen Bahnhof ein frisch geschlachtet« Rind im Getoicht von 167 Pfund, irodd>wgU|l,| - - Schleichhändler auS Köln von einem Vauert fl | 35'' *
Gunzenau käuflich erworben und dort hatte sMo- >8 [■
ten lassen. DaS Rind wurde, da unser PK A^ützt, 1 tmeifkr nicht anwesend Ivar, ohne tveitercs r® Bjij— a».... .. (Grebenl>ain überführt, und dort drei HRctMKtn t«|I-ui Vi y 9-v<. Vi Wcsichtiguug durch den Tierarzt zu g(cid>en Trilo l|< ZU80||'d^, odei zum freihändigen Verkauf überwiesen. Nur a"-
Nraii meinen, es sei dort an minderbemittelte beiter und Handwerker, überhaupt an HaiiShvlttk» gen, die nidyt hauSgeschlachtet hatten und im w6 sitz von Fleischkarten waren, verabfolgt werben, 1* gefehlt. GS erhielt jeder, wer so glücklich war. Portion vvii 2 Pfund, ob die Hanshalttor^ 2 wj 8 Personen umfaßte. Den Löwenanteil erhield^D reidxm Bauern, die diesen Winker gut hatten, welche auch gerne einmal billiges < iciJS essen wollten, da daS Pfund zu 1 Mk. lxral'fM wurde: mandNn: war auch so glücklich bei zwei gern eine solche Portion zu erhalten. Diesel W viel böses Blut bei den geringen Leuten bt/t W Grebenhain gesetzt, da über die Hälfte der HalW Haltungen kein Fleisch erhielt. Es ist unverstmio^W daß das Fleisch ohne Fleischkarten verkauft iviij] Es mußte an den Kommunalvcrband abgclic^f Mitt» geringen Leuten in der Stadt augrtcilt wenji da auf dem Lande die Fleischawt nicht in gleichen Maße herrscht.
Ansicht AuSdruck gab und der darauf gestützte Passus, wonad) die Bezeickmung Fran als Titel ober königliche Gunstbezeichnung verliehen mürbe, entbehrten eines RechtSgrunbes und entsprechm nickt Den heutigen Lebensvechältnissen und Tat- sarheu. Ich werbe bcshalb diese Verfügung nicht mehr anwenben lassen."
ferteg beendet, baa der Frieden mit Deutschland I kst ukttcrzeichnet. (Lebhafwr Befall.) Doloiez erklärte, daß man mit der Demobilisierung bet Klaffen 1907/09 nicht zufrieden sei. Tie Klasse 1911 sei seit acht Jahren unter den Waffen. Der Mahre Grund her Berzögermifl der TemobUisieruna fei nicht in der NirlztUnterzeichnung des.Friedens torit der Türkei, Bulgarien »mb Oesterreich zu suchen, sondern in der Tal fache daß die Negierung Tür die kommende Wahlperiode die Waffen behalten will.
Poncet: Man hat Angst vor einer 9tegie- ^1^ Sozialisten. Jedenfalls könnten 22 000 n demobilisiert werben. Der Unterstaatsfekre- tär versprach alle Tage eine Klasse zu bemobili- (imrn. Poncet erklärte rv ijer: Tie Jahresklas,en 1911—13 stehen seit 7 Jahren unter den Massen. Wir müssen and) gegen bic Beibehaltung ber sran- tzösischen Truppen in Polen protestieren. Die Polen bieten 500 000 Mann auf und können bis 2 Millionen mobilisieren. Sie sollen sich also selber Helsen. Unsere Truppen sind ungeduldig und 'tznutlos. Die Kriegsgerichte sind sttenger als während des Krieges, und die Ernähruna ist vollkom- !wen imgenümmb. Das französische Heer himgert. ^Gerald wies ebenfalls auf die große Unzufriedenheit des Heeres hin, die bald auch auf btc Kolonien über greif en toerae. Dechamps verteidigte den guten Willen der Regierung, die Demobilisierung unverzüglich durchMsühren. Albert T h 0 - hraS verlangik von der Regierung energisch die Freigabe der Landarbeiter und ©hibenten vor Oktober. Schließlich wurde bie Tagesordnung Durand-Meznier,dieder Regierung für bie schnelle ununterbrochene Demo bili- sation das Vertrauen ausspricht, mit 366 Stimmen gegen eine Stimme angenommen.
Aus dem Aeiche.
Sitzung des Staatemmsschusses.
Weimar, 6. Juli. In der heute unter dcm Vorsitz des Rcichsministers des Innern Dr. David abgehaltenen Vollsitzung des Staatenausschusses wurde dem Entwurs eines Gesetzes über die durch die inneren Un- ruhenvcrurßachtenSchäden und dcm Entwurf einer 6. Ergänzungdes Bes 0 l - dungsgesetzes vom 15. Juli 1909 zugestimmt.
Berlin, 5. Juli. (Wolff.) Der Gesandte v. Daniel ist zum Unter st aats- sekretär im Auswärtigen Amt ernannt worden. Er hat bie Funktionen seines neuen .Amtes bereits übernommen.
Die Steuervorlagen.
Weimar, 5. Juli. (Telegr.) Wie Die „Köln. Zig." hört, ist als Stichtag für die kommende große Vermögensabgabe der l.De-ember1919iu Aussicht genommen. In parlamentarischen Kreisen ist man der Ansicht, daß es unmöglich sein wird, in der Som- mertngnng der Nationalversammlung alle Steuervorlogen durch die drei Lesungen hin- durch-ubringen. Man ist daher geneigt, sich mit der Vornahme der ersten Lesungen zu begnügen und die endgültige Erledigung auf den Herbst zu Verlagen. Würde auf die sofortige i^ddrigung der Steuern gedrängt, so würde -aiid) der August zur parlamentarischen Arbeit hinzugenommen werden müssen.
Schwere Ausschreitungen In Kattowttz.
Benthe«, 7. Juli. Wie die „Ostdeutsche Morgenpost" aus Kwtivwitz erfährt, firmt cs dort am Szmnbag nachmittag vr sch werenAuS- schreit ungen bei einer Massenkundgebung butdi bie gegen die Besetzung Obcrfdjilefieiu» durch die .Arm« Hatter Emspruch erhoben werden sollte. 4000 Polen, die aus per weiteren Umgebung nach Kattowitz gdkmtntm waren, schrieen bic Redner nieder und warfen sie von dm Tribünen. Tie Unruhen bauerten etwa frroe Stunde, bis milb- tärische Verstärkungen eintrafen. ES sind Tote und Verwundete zu verzeichnen.
Die Bezeichrmug Frau.
Berlin, 3. Juli. Der preußische Minister deS Innern Heine hat auS Anlaß eines Einzelfalles foigenbe Verfügung vorn 13. Juni 1919 erlassen : „Die Bezeidmung „Frau" für Angehörige des weiblichen Geschledsts ist nicht gleichbebeutend mit „Ehefrau'. Sie ist Weber eine persönliche ©tanboibcMidmung, noch ein Teil bes Namens, noch ein Titel, ber verliehen werben müßte ober könnte. ES kann bcshalb auch keiner lebigen Frau verwehrt werden, fick ,,8rau" zu rierntem Tie Verfügung beS Minislers bes Jn-
Rittet -ul' ms} H wtae JJ lehr V * fei S utn von bot Sn i- ;v wW $ w -Wicke juTuaXii »Sw? gtfid) intb Ttrnls, letzte Slsen ।betroffen ro Ernfftdt einsetzte rüttnot verhind« Errangen aber M ET&li. mit. übte Leb. Tie dienbal [u durch BenützM Efl Fahrzeuge so | $[ Friedberg LyM des Els liipyn Lerianmilun Kbit den Streif Küigmüder Strei Etoi verlangten v Kia5> MW t!a fit gesonnen sc LmS zu erhalten. D M da StauLMlÜ, fern Verden müssc Vm eusföhrten, bic fät trflärtai sich Ltz M laßen, nmm «M, d« auch son Wdeiftn ist voridis fc-q ber Lage. Am s Kdai mit antifemii » Arbeiterschaft, die gagnt kam, verurte «ckhMbkiler. Bis fct gestört.
DirS
** Wählerlisten. Zur Vermeidung Mißverständnissen weist daS Kreisamt darauf hin, daß die oberhessischen Kreise und die Provinzialdirektion Oberhessen von erneu»
dem neuen öfemeinberat abgclebnt.
r. Londorf. 7. Juli. Am Mitttvoch mtz der neugewä^k Gemeinderat seine erste SiW> im Reathaus ab. Vürgermciflcr Vlunumn verpfliS tete bic Mitglieder burd> ÖMidsdiilag. Vorbei Hs er eine kleine Ansprache, in der er bat, daß/Ä, einzelne bic Pflichten irnb Obliegenheiten, Mir mit dem Ami eines Gememderatcs! überTwmmi treu unb gewissenhaft, nad) bestem Wissen W| Gewissen ausüben möge. Auf der Tagesvrbmj stand unter anderm btc Wohnungsnot. Diese u auch hier vorhanden. Kinderreichen Familiirn W es schwer, unterzukommen. Es wurde feftfleM baß in einigen Fällen die Wolprräume tatsächl« ungenügend sind. Zur Ahl/ilsc wurde eine M misfton gewählt, die feststellen soll, ob uno wv Ml m Wohnungen frei sind. — Tic Wahl eines ^7.7^ Wie nm geordneten würbe auf den 20. Juli bestiinÄ
KrciS Büdingen.
Chiemseer auf.
** I m Lichtspielhaus wird von moi> I gen bis einschließlich Tonnerstaa bas sünfakti;. I Filmschauspiel „Wenn Gräber sich öffnen" gt I reben. 5erner gelangt das Lustspiel „Meyer am I Beilin" zur Aufführung.
LanokreiS Gießen.
Q Bettenhausen, 4. Juli. Unsere 1 markung gehört zu denen in Obertassen, die sich < größerer btirfcbenanlagen erfreuen können, wem diese auch nicht an die Rosbacher und Ockidädi-r I heranreichen. Die Ernte, die jetzt gereift ist, ij I reichlich, erreicht aber doch nicht Oen Ertrag, wie I ihn frühere Jahre schon zu verzeicknen batt^ 1 Tie Gemeinde erzielte bei der Versteigerung ihrer j SHrfdyen arp Muschenheimer Weg und auf bcrnl Oberlwlz noch nie erzielte Summen. Für manijt I Bäume wurden 80 bis 100 Mark bezahlt. Zu bei I Gemcindekirschen kommen ebensoviel Bäume, bie | Privaten gelyören. T-vcEorten llommen h.cr Haupt,! ächlick- vor: Die Früyvoten, die schtzvaczen Herz,V irschen und die iveißen Glaskirschen. Bor dem I Sbriege haben die Leute ihre Kirschen in GieDe« Lich uno Hungen für 15 bis 18 Pf. das Ppich I zum Verlauf angeboten. Jetzt sind Händler h«, | die 2 Mk. unb mehr bieten.
0 Birklar. 7. Juli. Tas Fest der silbernen 1 Hochzeit begehen morgen bie Eheleute LcmdtviS z und Gemeinderat Konrad O 11 und Frau.
O Sirflar, 6. Juli. Ter neue Okmeinberd I hielt heute seine ernste Sitzung ab, in der dir! Gemeinberctte durch Bürgermeister Müller in ihr Amt eingeführt und verpflichtet wurden. Ar! Beigeordnetenwahl wurde auf nächsten Sonnta, I festgesetzt. Da der bisherige Beigeordnete Müllei | eine Wiederwahl abgrlehnt hat, wird es ivadpl scheinlich zur Aufstellung eines bürgerlichen im| I eines sozialdemokratischen Kanbidaten und damit I zu einem Wahlkampf lommen, ber bei ber M meinberats- unb.bei ber Bürgermeisterivahl ia 1 Interesse bes Gemeinbefriedens vermieden werdatzE konnte.
Hz. Hos-Güll (bei Lich), 7. Juli. Schm» ßcftbäbigt wurde ber Besitzer von 5)of-Güll b« 1 Ebcrstadt (Lich), dem in der Nacht aus sein»» Schweinczud>t 10 schwere Eber und Sauen hmj lich abgeschlachtet wurden. Wohin das Fleisch wl kommen ist, konnte bis gestern nicht teitgcflfill t werden. Erwiesen ist, daß ein Lastauto in der Nacht ! im Torft geweilt hat, ohne daß man iveiß, a I welcher Richtung es bavonaefahren ist.
** Grün lngen, 5. Juli. Am 3. MW abends 8 Uhr, sand die erste (vemeindcratssib^ J in ihrer neuen Zusammensetzung unter dem >oip j dergetrählten Bürgermeister statt. Zuerst fanbbvl Verpflichtung der neuen Mitglieder statt. Sodaq» beriet man Über die Zulage des (ÄcnunudevttlMcrtt ] Arnold für Mehrarbeit walxrend des Krieges. 1«| Antrag wurde imd> längerer Debatte auch teil
schon demokratischen Partei wird uns geschrieben: Der Verein der Deutschen demokratischen Partei hat am 28. Juni und 5. Juli im Hotel Großl)erzog zwei gut bo- suchte Mitgliederversammlungen abgehalten. In dec ersten widmete ber 2. Vorsitzende. Professor Bousset, dcm verstorbenen Mitglied Bankdirektor H e ich c l he i m einen ehrenden Nachruf und bob den schweren Verlust hervor, den Partei und Fraktion durch deu frühen Heimgang beS ausgezeichneten Mannes erlitten haben. Auf Wunsch der Versammlung erstattete dann Professor Ebel Bericht über dieVorgängeinderFrak- d^n"Äu-sprache 'beteiligten sich Hon der Stadtverordneten, die zum AuS-,aemeinsdM sozialistischer StuI tritt des seitherigen ersten Vo r-ILav.^ und Seelbach, dic mi
Höhere unb erweiterte Mädchenschule . 1160,43 Straßensarnmlung und im Theater . . 1858,51
Mk. 14 493,66
Auch an dieser Stelle ja allen Gebern herzlicher Tank gefegt. ES sollen nach Bestimmung ber Reichszentralstelle zwei Tritiel dem Empfangs- auslchuß für das Durchgangslager und das verbleibende y8 für di e heim kehrenden Gießener Verwendung .finden.
Wie groß die Aufgaben finb, läßt sich am besten daran erkennen, daß, wenn jeder unferjr l>eimkehrenden, das Gießener Lager passievenden Gefangenen auch nur eine einigermaßen an* tänbige Zigarre erhält, ein Kostenaufwand von 20 — 25000 Mk. erforderlich ist.
Tas Ergebnis der Sammlung auf dem
Lande kann erst später bfernntgegeten werden, da eine Anzahl Gemeinden im Kreise die Beträge direkt nach Berltn an die Reichs zentral stelle
Tie vom Bolksbund und den Zweigstellen Roten Kreuz auf Veranlassung der Rcichs- entralstelk jn Die Wege geleitete Opferwoche tir die heimkehvendcn Gefangenen hatte in Gießen nachstehendes Ergebnis: Einzelipenden..... . . , . 3577,50
Bank- und Zettungseinzeichnungen . . 7681,22 Vereine, Korporationen und Kliniken . 216,—
ÄWen. Ss
△ Nidda", 5' Juli. "Heute früh ocffl >
5 Uhr brach im Haufe des SckntcidenneisterS M fciMiZl?9,10 — - • ------- - - 1 j 'vcnig erb


