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unter E. 14Ü57 Haaeenateh und 61er A. G. Frank- t am Main, icaihv
Vereine
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[errichtsplan:
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Anger-Lehrgang tag und Donnerstag 7'1,-S‘hUtir abends. tibücknRir-vaterriidl itaguiid Donnerstag 18*/f—5H/»Uhr abends,
Diktatkur« ,twocb v.T'^Uhr.
Redenchrin jmtag v.71/<—&1/» ühr- nterrichtilokal: lUlhausWest-Anlaga rbandswettechrej118" Sei Bemhri \ ^gtasipn-"' Vir bitten unsere^
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I^uiutapci gvju'unvr. |tru> j 2>an mie? m im latig Wwachall umi> Ergänzung findet!'
(Fortsetzung folgt.)
") D«e formet ..Copyright by . . .“ mich jedem deutschen 1rud;rD<r6 beiqefiigt ce den, wenn es in Amrriba vor unberech. igtem Nachdru^i bewahrt u ö gesetzlich geschützt sein soll.
beraten soll, jtcr Bund soll einen möglichst engen Zusammenschluß der deutschen evangelischen Lcm- deskirchen und eine Förderung des gesamten ltent- scl'ten Protestantismus aus allen Gebieten seiner Lcbensbetätigung herbei führen und die Vertretung semer Interessen nach außen übernehmen. Es ist nicht an eine Reichstirche gedacht; der Bund soll sein: Aufgaben unter Wahrung der Selbstän- i-igkeit und des Bekenntnisstandes der einzelnen Landeskirchen erfüllen.
Aber natürlvh — vornehm mutzte er ja auch er Evelyn gefallen sollte. Einen gewöhnlichen ' Mann, wie Emmys Verlobter oder wve L^-rtie (#era5 z. B. hätte sie, die Freundin ***r Baronesse Millner, wohl nie gewählt.
Ob sic es tooltf noch heute abend Mama mit-> tcilm würde?
Natürlich! dachte Modesta, die inzwischen die Tür der mütterlichen Wohnung erreicht hatte. Wie könnte sie auch anders . .
Inzwischen standen die beiden, die sie gestört!
Die Uommunalwatzlen.
g. Rüddingshausen, 5. Sept. Am 24 zutflnft fand hier die SeigeordnetenwahL statt, zu welcher vier Kandidaten ausgestellt waren Es erhielten Heinrich Reitz IL 92, Heinrich
Der allgemeine Kabelte le-
„Fräulern Losenstern, wenn ich bitten darf' Und nun, da Sie auf eine Antwort zu bcstrhen scheinen: Ich bedauere sehr, daß meine Erlau' ms, mich zuweilen heimzubegleiteu, dm Wahn m Ihnen erzeugt hat — sich als einen Bewerb?: zu betrachte. Es ist mir in der Tat ganz uw begreiflich . . ."
'Tatz ich Sie liebe?" unterbrach er sie flam- ntorb. „Nachdem Sic niich mit Güte verwöhnten und icdcr Tag Ihnen so gut wie mir klarer machen mutzte, daß Nur vermöge unserer Wefmsart für: e itnurauer gr,d üncii sind! Daß alles in uns gegen
Allgemeiner deutscher Uirchentag.
Dresden, 5. Seht. Der evangelische Kirchentag beschloß die Uebernahme der Auslandsdiaspora. Er will sie kräjtig weitersühren, wie das durch die veränderten Verhältnisse verlangt werde. Die Ucbernahme erfolgte, da mau der Ansicht war, daß die bisherige Organisation dieser Fürsorge Den Forderungen der Zeit nicht mehr genüge, da si: die volle Straft der organisierten Kirche nicht ausnutzc und die Verbindungen zwischen den einzelnen Trägern der Fürsorge fehlen.
Heute sprach Geh. Konsistorialrat Prof. Ti- tzius (Göttingen) über das evangelische Kirchen tum als K ul tu r s a ktu m. lieber das Verhältnis von Kirche und Pfarrer zu den Arbeitern führte er nach der F. Z. aus: Was die kirchliche Ordnung und den Pastorenstand mehr als alles andere beim deutschen Volk in den Verdacht der Rückständigkeit gebracht hat, sind ihre Versäumnisse auf sozialem Gebiet. Es l-andelt sich nicht so sehr um Einzelheiten der kirchlichen Ordnung, die sich verhältnismäßig leicht abstellen lassen, obwohl z. B. die Verhältnisse der Pastoren zum Lehrerstand seit bald einem Jahrhundert die Kirche sehr geschädigt haben. Wichtiger ist die Anklage, daß der Pastorenstand das dünkelhafte Bewußtsein der oberen Klassen gegenüber dem sogenannten Volk teile und sich lieber an des Reichen Tisch als in des Armen Küche setze. Gewiß sei diese Annahme in diesem Umfange falsch. Aber wer wollte leugnen, daß es an solchen bedauerlichen Erscheinungen im Pastorenstand nicht gefehlt habe? Das ungeheuere Erleben der letzten Jahre hat die Entwicklung zur Reise gebracht. So sehen wir denn die protestantische Geistlichkeit und die kirchlichen Kreise des deutschen Protestantismus in.ihrer übergroßen Mehrl-eit auf der Seite jener nationalen gesellschaftlichen Bewegung, die jetzt in Trümmern liegt. Einen bemerkenswerten Satz prägte der Redner: „Der Sozialismus wird mit dem Christentum gehen oder er wird scheitern." Als Titius betonte, daß wir ehrlich für den Völkerbund eiritreten wollen, erscholl von vielen Seiten aus dem Saal ein lebhaftes „Nein!" „Wer das nicht will," erklärte der Redner, „der hat noch nicht den Willen Gottes begriffen."
Starkenburg und Rheinhessen.
Darmstadt, 4. Sept. Die Darm- stadter-Lchuhma däe r-Vereinigung gibt bekannt, daß sre mit Rücksicht auf das seit der Fv.'igebung des Leders in den freien Handel ein» getretene Teuerung des Leders von jetzt ab Herren» fohlen und Fleck mir zu 22—30 Mark das Paar anfertigen können, Tamensvhlen und Fleck ent* 'X^riD bcr Größe. Herrensvhlen allein «osten 18 24 Mark, Fleck allein 5—8 Ma ick, Neuarbeiten von 180 Mark an. Also Hundettachtzig Mart «ostet jetzt ein Paar gemachter Schache. Tas sind nette Aussichten jür die von allen Seiten geftorderto Herstellung des freien Handels.
rm. Darm sta d t, 5. Sept. In der gestrigen < ?^.^^^^brdnetenjitzung entstand eine lebhafte Aussprache über dst Anfrage düs Stodtv. S to r k, ob es richtig sei, daß. ein Offizier <t D. in der hiesigen Handwerker- und Gewerbeschule für die Bildung eines Arbeitswilligen-.Gorps werbe, worauf Bergoom. Buxbaum mitteilte, daß er bnn Herrn Re gierungsbaumeister a. D. (nicht Offizier a. D.) Mylius, der auf eine Empfehlung des Reichswehrministers Noske bei ihm erschienen fei, an den Schulleiter empfohlen habe. Tie Ml- dimg einer solchen technischen Nothilft empfehle sich sehr, damit bei wilden Streiks oder andrer Urrruhen eine Stillegung der lebenSnotwendiyen Betriebe nrie GaÄwerk, Wasfettverk ustv. vermiedm werde. Ter Bettreter der tt. 6. P SW». Coll* wann, erging sich in agitatorischen Schlagworten, m denen er die Behauptung oufstellt, daß man jetzt die Arbeiter unterdrücken wolle, die doch während 4-/2 Jahren durch ihren Wall von Leibern allein den Feind aus dem Lande gehalten hätten. Mit sclnrrfen Worten, in welchen er dem Redner verwirft, daß er in seinen Ideen borniert und vernarrt fei, weist Stadtv. Tr. Osann triefe Anmaßungen zurück. Noch niemals sei im Stadt- vtrordnetensaale derart verletzendes falsche Selbstlob erklmigen, denn auch den nicht der gleichen Partei, wie C. cmgehörenden Kämpfern müsse man die gleiche Anerkennung zollen. Unter lebhaftem Beifall der Anwesenden stellt er die Frage, wohin wir kommen sollten, wenn bei derartigen Streiks Elemente, wie Eollmann, die Führung bekäm.m. Auch, der Vorsitzende sieht sich veranlaßt, die Jk« bereien des Stadtv. Eollmaun zurückzuweisen. — Stadtv. A ß m u t h dringt dann die venchiedenen dirrch die Gassperre vorgeVommencn Unfälle zur Sprache. Es schließt sich hieran eine Aussprache über die Sperrzeit, die jetzt von 5—7, 11—1 und von 6—10 Uhr festgesetzt rverden soll. Ti- Sperr- zeit wird beschlossen: über die übrigen Fragen soll in erner besonderen Sitzung beraten werden. — 3000 Liter Milch könne?: fetzt aus dem besetzten Gebiet bezogen werden, wenn der Kreis
elt von Grotz-Gerau seine Einwilligung gibt. — Beig- T e l p gibt die Erklärung ab, daß er j, nnef) dem Ausfall der Feststellungen über die Zu stände "N Ruhrgebiet veranlassen werde, daß allen nicht Arbeitswilligen, welckre sich auf ?lufordern abzureiien weigern, die Unterstützung entzogen wird.
Hessen-Nassau.
c Ä i- ®cln5au{en 4. Sept. 2er Kreistag des Äretiev Gelnhausen Hal den A u s b 0 u des Kreis netzes für die vom Mainkraftwerl ausgehende elektrische Ueberlandzen träte, rvdete bekanntlich die Kreise Hanau, Geln- hauien, -Lchlückdern, Fulda und Hünfeld mit Elek trizität zu versorgen bat, genehmigt und daftn zwei Millionen Mark, welche dirrch Anleihe auf zubrmgcn srnd, bewilligt.
0 Marburg, 5. Sept. In der gestrizen ^.adtverorduetensitzung wurde der De ™ ^im$V’ne5. Ehrlichen Zuschusses von 200(. Mart zu dem hier auf Veranlassung der Frauen- vereine zu erdichtenden Kinderkrankcnhause zu gestimmt. Ein Antrag auf Gewährung von Aii wcünhkitsgcldern für die Stadtverordneten- und Magistratsmftglieder wurde nach langer Aus wrache dem <Haushaltungsausschuß zugewiescn ^en städtischen Schuldienern wurde der Tite' Hausmeister zugesprochen.
ES wurde nach diesem temperamentvollen Vortrag über Synodal Verfassung und Wahlen in den Landeskirchen verhandelt, wobei als Grundsatz die immer stärkere Ausgestaltung der etwnaelischen Kirche zu einer Bolkstirche betont wurde. Der Kiräientag begrüßte die Festlegung eines gesunden Bodenrechts und sprach die Erwartung aus, daß Reichs- und Landesregierungen den Bodenwucher wirksam bekämpfen. Er forderte vor allem die schleunige Erledigung des Reichsgesetzes über die Krieger Heimstätten und bittet die zuständigen kirchlichen stellen, geeignetes Kir- älenland für , S ie d e lu ngs z w e ck c bereitzu- stellen, soweit sich das mit der pslichtmäßigen Erhaltung des Kirchenvermägens irgend vereinigen lasse
Zu der Fvage des Religionsunterrichts in den Schulen sprachen Geh. Oberkirchenrat Tr. Kaftan .(Baderr-BadenOber- fcdvnrat Dr. Traub (Stuttgart), Pfarrer Dr. Jeremias ; Leipzig), Stichienrat Schuster (VMNvover). In der Aussprache sanden folgende Grundsätze AnerVennung der Mehrheit: Ter christliche Cljarakter der Schule soll erhalten bleiben rmd der Religvonsunterricht ordentliches Lehrfach in ihr bilden. Interkonfessioneller und religionsloser Unterricht ist zu verwerfen, doch bei dem bk-wnderen inneren Beruf, den der Religionsunterricht fordert, darf kein Lehrer gegen seinen Willen M dessen Uebernahme gezwungen werden. Dm Eltern muß es frei stehen, aus Gewissensgründen erwen anderen Religionsunterricht als ihn die schule bietet, erteilen zu lassen, für den bann die Kirche zu sorgen hat. Tie Zulassung von Lehrbüchern und die Aufstellung von Lehrplänen für dm Religionsunterricht soll nur unter Mitwirkung der Kirche geschahen. Für den Fall, daß trotz aller Bedenken, der Religionsunterricht au5 den Schulen ausgeschaltet merben sollte, fordert der Kirchentag, daß die Schule für beit von der Kirche zu veranstaltenden Unterricht Zeit und Räume gewährt, daß dazu Dor bereiteten und willigen Lehrern das Recht gesichert wird, diesen Unterricht im Auftrage der Kirche zu übernehmen, und daß die Teilnahme an diesem Unterricht die Schüler von der Teilnahnre an einem etioaigen Moval- unterricht der Schule mtbindet. 'Soweit der Religionsunterricht nicht von den Lehrern der Schule erteilt wird, haben nach Möglichkeit Geistliche einzutreten. Auch sind die Aemtee der Organisten, stau tonen und Küster nach Bedarf mit katechettsch bewährten Persönlichkeiten zu besetzen.
Es wurde sodann ein Antrag einstimmig angenommen, wonach der Kirchentag die Gründung eines Bundes der Landeskirchen vor-
Grundstücke, Einfriedigungen, Wasser- und Bor- lutverhältniffe ufw. sowie die Herstellung von Schutzvorrichtungen Mr Sicherung gegen btt aus dem Betrieb entstehenden Gefahren und Nachteile bezichen, bei Meldung des Ausschlusses vor- zubrmgen sind.
Kreisveterin>ärar»t Professor Dr. Knell ist bis -um 15. September beurlaubt und wird dirrch den Afftstenzveterinärarzt Dr. M 0 n n a r s zu Gtkhen vertreten.
. Die Pferde räude ist bei zwei Pferden des Lohnkutichers Karl H u h n in Gießen, Ritter gaffe 23, ausgebrochen; unter dem Pferdebestand des Metzgermersters Julitls A u l m a n n, Gießen. Marktftral^ 15, des .Hermann Euler II. zu Gießen, Rodl-eimer Straße 56 und des Holz Händlers^Julius Wellhöfer zu Giehw, Mar» bu-rger Straße 24, erloschen.
Wegen Vornahme von Kanalisa- t to n s a r b eiten wird die Mühlstraße zur- scheu Klernc Mühlgasse und West-Anlage von >heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerks- und Radfahrverkehr gesperrt.
scharen und taufznb ach so bunten, herrlichen Blumen . . .
Ich glaube, ich würd: perrückt vor Freude, wenn ich einmal einen ganzen Tag lang bi draußen snn könnte, fern von allem Särm, von den. Menschen, den Häusern, und mich ausstteckn dürfte im grünen Maos zwischen Waldgl.tcken und Ginster, uno nichts sähe über mir als Baumkronen, tmb nichts hörte als das Summen des Wald.'s . . dachte Mvdesta und setzte traurig in Gedanken hinzu: „Aber das geht ja nicht. Es ist soweit binauS, und ein Tagesausflug für fünf Perfimen würde viel zu viel vosten . . ."
Im selben Moment wurde sie unsanft aus ihren Gedanken gerissen. Ein Laternenpfahl versperrte ihren Weg und ztvei Personen, die seitwärts davon am Gehsteig flüiternd standen, nxiübten sich unwillig nach ihr um, denn Mv- desla war, um dem Laternenpfahl auszUweichen, mitten zwischen sie hinein geplatzt.
„Wie rmgeschickt!" murmelte eine Helle Stimme schart und ärgerlich.
Mvdesta stand wie vor den Kops geschlagen. Tiefe Stimme — das mar ja —
„Evelyn?" sagte sie unsicher und blickte in scheuer Verlegenheit von der schönen älterm Schwester noch, dem fremden Herrn im pelzver- brämten Mantel, der schweigend zur Sefte getreten war, ohne den Hut zu ziehen.
Evelyn maß sie mit zornigem Blick.
„Nun ja, beruhige dich nur. Kleine, ich bin es selbst und kein Geist! lind nun sei so freundlich und gehe ruhig weiter, und schlage daheim keinen Lärm. Tu weißt, ich kann die Fragereien von Mama und Emmy nicht vertragen. Es ist genug, daß du mich hier — ungeschickt genug — gestört hast. Auf so eine alberne Idee, durch die Zeisig-1
Aus Stabt rrnö Land.
Gießen, den 6. Sept. 1919.
Erhöhung des Wagenstandgeldes im Güterverkehr.
Mit dem Einsetzen des Herbstverkehrs ist auch eine weitere wesentliche Steigerung der Nachfrage nach bedeckten Güterwagen zu erwarten. Ebenso sind die Bestände aller übrigen Wagengattnngen äußerst gering. Leider benutzen eine Reihe von Versendern und Empfängern van Ladungsgütern die Wagen teils aus NachlässigÄnt, teils aus Gründen gesck)ästlicher Maßnahrnen weit über die Ladefrist hinaus. Die bisherige Erhöhung des Wagenstaildgcldes hat nicht vermocht, auf die Beschleunigung der Wagenbehandlung einen genügenden Einfluß auszuüben. Die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. sah sich daher gezwungen, das Wagenstandgeld als einziges Mittel um die Interessenten zur ftistgemäßen Rückgabe der Wagen anzuhalten, weiterhin zu erhöhen, indem sie mit Ermächtigung der zuständigen Aufsichtsbehörde die Satze hierfür mit Wirkung vom 15. September an wie folgt festgesetzt hat: 1. Tag 5 Mk., 2. Tag 20 Mk„ 3. Tag 50 Mk., 4. Tag 100 Mk. usw. Künftige Anträge auf Erstattung von Wagenstandgeld müssen unberücksichtigt bleiben. Es wird besonders betont, daß das erhöhte Wagenstandgeld nicht etwa üls Entgelt für die Entziehung des Wagens, also auch nicht als Ernnahmequel^e der Ersenbahnverwaltung, sondern lediglich als Mittel W betrachten ist, um die umfangreichen und teilweise gewohnheitsmäßigen Ladefristüberschreitun- gen zur Steuerung der augenblicklickien Notlage hintanzuhallen.
*
** Amtliche Per sonal nach richten. Fmanzamtmann Jabob Krdel, zur Znt in Gießen, wurde mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an die Stelle eures Finanzamtmanns bei dem Finanzamt Offenbach I übertragen. Dre Lehrerftr Justine Heller zu Hungen wurde auf ihr Nachsuchen mit Wirkung vom 1. September an aus dem Schuldienst entlassen. ErliHigt ist die nyt einem evangelischen Lehrer zu besetzende dritte Schulstelle zu Rockenberg, Köeis Friedberg.
Aus dem Amisverknndigungsblatt. m Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 84 vom 5. September eitthält folgende Bekanntmachungen: Aushebung von Vorschriften der Riemenfreigabestelle über die Herstellung und den Verkehr nut Treibriemen. — Die öffentliche Be wirtschastung der Frühkartoffeln aus der Ernte 1919 und deren Höchstpreise. — Die Erhebung
Brandverslsherungsbeiträge für das J-ahi Id!?- — Nachrichtenverkrln mit dem besetzten Gebiet. — Die landespolizeiliche Prüfung des Entwurfs über die Herstellung eines Ansckstust- glestes der Oberhessisck>en Kalk- und Steinindustti- rn.Buhbacks anschließend an Bahnlwf Queckborn der Butzbach—Sicher Eiserchahn. — Beurlaubung des KrelSvetennärarztes Professor Dr. .Knell zu Gleßen. — Einsendung des Kreisabdeckereiver- zelchnrsses für den Monat August. — Pferde- räude. — Kanalisationsarbeiten in der Mühl- Rraftr — Feldbereinigung Holzheim.
Dre Bestimmungen der Riemen- fflr Herstellung und den Vertrieb von Treibriemen und sonsttgen unter die dre Zuständigkeit der Riemenfreigabestelle fallenden Artikeln, für den Verkauf von freigegebenen Treib nemenleber und anderen technischen Ledern feilen« der Gerbereien an Fabribrnten von Treibriemen, und anderen technischen LederaEln, Richtpreise ür Ledertreibriemen, Richtpreise für Teftiltreil^ fernen, Höchstpreisaufschläge für ba: Handel und Gebühren der Bevatungsstellen sind mit dem 24. August außer Kraft getreten.
Die landes polizeiliche Prüfung
Entwurfs über die Herstellung eines An- chlußgleises der Oberheffischm Kall- und Stermudustrie in Butzbach anschließend an Balmhof Queckborn der Butzbach — LicherEisen- bahn ist auf Freitags 19. Septenlder, vormittag» 10.03 Ubr, gilt Bahnhof Queckborn festgesetzt, in welchem Einwendungen gegen das Projett, di- ich auf Ansprüche wegen Verlegung oder Aenb- ntugen öffentlicher Wege, An- und Zusohrteil auf
grammverkehr mit Nordamerika und darüber hiimus ist vorläufig auf dem Weg über England hrieber eröffnet worden. Die SSe&ätgitngen find allgemein dieselben wie für Telegramme nach Großbritannien. Dringende Telegramme = = D = — sind nicht zugelas fen. Telegramme nach Costa Rica, Nicaragua, Salvador, Ecuadvr, Benezucla und den Republiken Honduras, ColMibien und Panama sind nur auf bk Gefahr des Absenders anzulkhwen. Telegrmnn« nach Mexiko unterliegen der Zensur und sind Ber^ögemiigen unterworfen: fte sind m offener engttcher oder franzSsischcr Sprruye abzufasseu; ix verabredeter Sprache aüge- faßte hat bet Emptzdiger der tteberwochungsbehöLde zu übersetzen.
** Wer darf nach England zurückkehren? Laut Nachricht der brttifdjen Regierung dürfen nach Grotzbritamrien zurückkehren: 1. Britt sch geborene Frauen: 2. unverheiratete Töchter, die bei der Mutter leiten; 3. «henso Söhne unter 16 Jahren dürfen die Mutter begleiten: 4. Söhne über 16 Jahre, die den Beweis ityrer britifeben Geburt erbringen formen. Die betreffenden Personen haben sich einen deutschen Paß auf bet Polizeibehörde zu verschaffen und dem Kgl. Niederlärtdischen Generalvvnsulat diesen sowohl als die Gebuttsurlunde, durch die ihre bpittsche Geburt ibentifistett wird, vorzulegcn. Das Gesuch zu lammen mit der GebnttsmKmde ist von dem K^l. Niederlawdisck'en Generallonfulat der Kgl. Niederländischen Gesandtschaft, Britische Abteilung, Berlin W., cinzuserrden, und dann wird bas .Kgl. Niederländische Generallpnfulat benachrichtigt, ob bas Visum erteilt werden kann. Die betreffenbe Dame erhält dann eine schriftliche Mitteilung von dem Styl. Niederländischen Generalldnsulat.
** Rückkehr zu alten Verkehrsgebräuchen. Zum Mittagessen war in den Schnellzügen 1 rüber an eiram mehr oder weniger geeigneten Ort ein längerer Aufenthalt vorgefehsn. Tic Reiseiiden fanden in der Bahnhofswirtschaft
Das Glück der andern.
Original-Roman von Erich E be n stei n.
Copyright 1916 by Oreiner & Cotnp., Berlin W 30.')
(Nachdruck verboten.)
I.
Mobesta Losenstein, die von einem Gmig in bie Stabt nach Haust zu rück kehrte^ schrftt langsam, in Gedankm verloren, durch die |title Seitengasse, btt sie eingeschlagen hatte, um die jetzt ahends ^n cheimkehrenben Arbeitern wimm-Llnde 5>aupt- straße dieses ' stark bevölkerten Borotts zu vermeiden.
, Sie liebte diese milden, nebelverhaiigeneu Bor- iruhlingstag«, in denen die Luft so weich und M(meickzelnb war, und die Weißen Nebel alles ge- yemmisvoll verschleierten. Wie ein Vorhang lag e§ über der Welt, ein Vorhang, der sich jeden Augenblick heben konnte, um das prangende Fest- Ipiel des Frühlings zu enthüllen.
, ^.ann sahen ja selbst die Schlote und Miet- Fafernen dieses billigen Viertels schön aus, denn über ihnen wölbte sich blauer Himmel, und goldener Sonnenschein verllärte alle Nüchternheit. Schwalben Fanum; in den Grünzeugläden erschienen zwischen Spinat und Karotten Büschel von Schneeglöckchen, Veilchen und Anemonen, und fern hinter den /etzten Täck/ern der Stadt türmten sich zartblau die Berge, diese Berge, die Modestas Phantasie sich dann mär^l>enhaft schön ausmalte mit jungem Buchenlaub, jubilierenden Vogel-
em. fertiges Mahl vor, das sie meist in großer Hast per,chLangen. Die Speisewagen haben triefe alte Einrichtung meist beseitigt. Die jetzige Kohlen- not nötigt aber alle irgend entbehrlichen Wagen wegznlassen. So verschwinden in erster Linie 'iric Lpeisewagen, die wohl noch eher zu attbehren, lind als selbst die Schlafwagen, die es auch älter.n und ichwächeren Reisenden ermöglichpu, am Morden erholt und erftischt zu neuer Arbeit anzn- kommen Tas Fehlen der Speisewagen läßt das Mittagessen auf den Bahnhöfen jetzt wieder aufleben. Im Winterfährplan ist z. B. nur ein Tageszug von Hamburg und Bremen nach Düsseldorf vorgesehen. In einer Anmerkung heißt es: Mlttagesien im Speiseiaal zu Osnabrück. Es ist dafür ettt Aufenthalt von 25 Minuten vorgesehen, wahrend sonst Schnellzüge dort auch Ijeute noch nur 5—y Minuten halten, soweit sie überhaupt noch verkehren.
** x e P o st-> und Telegraphen- an w ä r te r werden künftig bei ihrer planmäßigen Anstellung allgemein vhke den Borbel>alt .üncr Kündigungsfrist sogleich auf Lebenszeit ein gestellt. Aisistenteii aus der Masse der Militäranwärter, die jetzt noch gegen Kündigung planmäßig beschäf- tigt werden, werden jetzt sofort auf Lebniszeit an gestellt, wenn keine Gründe dagegen bestehen. Weim die Probedienstzeit von Post- und Tele- grciphenanwärtern durch die Ein j-hung zum Kriegsdienst imterbvochen worder- i,t/ so' rechnet künftig die sechsjährige oder.merjä Atgc Frist für me Nceidung zur Sekretärprüfung vom Tage des Mat-ur<.-nbienftaltei'd, d i. von dem Tage an, ber auf den Zeitpunkt folgt, an dem unter Frie- densverhaltmssen der Probedienst beendet gewesen wm-c. Tie neunjährige Frist für den äußersten Wdbescitvintft zur 'Sekretärprüfung rechnet für alle Militäranwärver auch künftig -vom Tage noch dem vollendeten Probedienst an.
. _ 5ür das Wohltätigkeitskonzert beS Warrburg-Bereins am nächsten Donnerstag bat auch Herr Friseur Wahl, Neustadt, der zum Berrat des Vereins gehört, den Bettrieb der Karten übernommen.
gaffe heimzugehen, wo da dirrch die Hauptstraße viel näher gehabt hättest, konntest auch nur du verfallen . . ."
Mehr hörte Modesta nicht, denn sie setzte ihren Weg, wie gejagt, sott, ganz bestürzt über dies unerwartete Zusammentreffen mit der schönen, stolzen Schwester, die ihr diese „(Störung" sicher lange nicht vergeben würde.
Wer hätte aber auch ahnen können, daß Evelyn, die kalte, immer so verächtlich von den Männern sprechende Evelyn, eine heimliche Liebe hatte!
Wie beißend machte sie sich immer über Emmys Brautschaft und deren „Liebesdusel" lustig! Nim war sie heimlich selber Braut!
Tenn das kannte ja doch nur ein Bräutigam fein, mit dem sie da abends durch irie entlegene Seitengasse heimging! Gerade Evelyn wäre ja vrel zu stolz und vornehm gewesen, sich von einem Manne begleiten zu lassen, der nicht ihr Verlobter war.
Wer er wohl sein mochte? üLodesta hatte Km Gesicht nicht deutlich sehen können. Nur daß cs glatt rasiett war und zwar scharfe, kalte Augen batte, und daß. die ganze Ett'chnnung einen vornehmen Eindruck machte, war ihr in Erinnerilng gcblielen.
I hatte, immer noch am selben Fleck. Ter junge Mann hatte lange und leidenschaftlich, gesprochen. Jetzt schwieg er. Aber es kam nicht sofott Antwort.
Tas junge Mädchen, über dessen Züge es zwveileii mirulftg gezuckt hatte, während Röte und Blässe jäh ivechielnd Zeugnis davvn aHegten, daß [je im Innern nicht so ruhig war, als sie sich den Anschein geben wollte, blickte schweigend an ihm vorüber in die rasch zunehmende Tunkelheit.
Er trat dichter an sie heran, und die Modesto vorhin so kalt erscheinenden Männerangen versenkten sich plötzlich heiß und leidenschaftlich in die Evelyns.
„Evelyn . ? Haben Sie verstanden, mag ich sagte? Ich liebe Sie!"
Sie hatte sich gefaßt- Ihr rosiges Gesicht mit den /angbeivimperten, samtbraunen Äugen und dem üppigen, rotblonden Lockengewirr über der weißen Stirn trug mit einem Male einen kalten, säst hochmütigen Ausdruck.
„Gewiß habe ich verstanden. Zu meinem Erstaunen verstanden, Herr Gottorb ..."
„Evelyn!"


