Ausgabe 
5.5.1919
 
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Taten eiet, auf die «nerifcnifdr

Vie Arbeiter- und vaucrnräte 6er Provinz Gberhesien

vollständige Erfassung aller Lebensmittel und ge­rechte Verteilung. Fr. Schmidt-Trohe fordert Exekutivgewalt für Arbeiter- und Bauern-

ht mit, w grö* ameri»

Starkenburg und Rheinhessen. «der Landwirte. Beide nehmen so hohe Prozente

K Bingen. 2. Mai. In M» J-h-e E

Viehkataster müssen Arbeiter- und Bauern-

Üen nnd den Polen statt, die folgendes Ergebnis hatten: Die polnische Regierung hat sich verpflicht tet, Deutschland sofort etwa 90 000 Tonnen SpeisekartoN'eln zu liefern. Für die Be- sörderuirg der Polnisckfeli Kartoffellieserung nach Tschecho-Slowalicn auf dseutschenStrecken «rhält Deutschland als Fvachtentschädignng weitere 6000 Tonnen Kartoffeln. Die Lieferung polnischer Kartoffeln nach Tschecko-Slowakien erfolgt auf Verlangen der amerikanischen Lebensmittelmission in Warschau. Tic polnische dtegrmnuj Hut (tufc-.r* dem unter Garantie der nurerssiani scheu Mission die Verpflichtung übernommen, künftig Beschießun- 6tn und sonstige Beschädigungen oder Störungen deS Eisenbahnverkehrs und der Eisenbahnanlagen auf der Strecke BrombergRakelSchneidemühl 1Kreuz zu Verbindern. Heber die gleichzeitig von Deutschland geforderte Freigabe der Netzeschiffahrt wird bereits an anderer Stelle verhandelt.

die Kirchweihen wieder ein. In Bingen war schon zu den Osterfeiertagcn ein Karussell aufye- jlchlagen, das aber dem gewaltigen Andrang sich

rate die Kontrolle vornehmen. Das, was der Zwi­schenhandel Kvmmunalverband und Vieh­händlerverband verdient, mögen sich Landwirte und Bauern teilen. Zum Schluffe spricht der Red­ner, der ost lebhaften Beifall erntet, den Wunsch aus, daß Arbeiter und Bauern sich auf dem goldne» Mittelweg finden möchten.

An der lebhaften Aussprache beteiligen sich nahezuLO Redner. Alle sprechen in versöhn­lichem Tone und wünschen, daß eine Verständi-

Merchsregierung in Berlin zur Verfügung gestellt, bringen können. (Beifall.)

Wie Oertel zu den zweifellos echtenPäsfen Fin k-Zell beschäftigt sich mit dem Kommunal- und Ausweisen mit den aus seinen Freiherrntitel verband und Viehhcmdelsverband. Ter Kreise Lautenden Namen gelangt ist. tonnte noch nidrt auf- bürgcrrat Alsfeld habe gegen diese Stellung 90* geklärt werden. Er hatte Beziehungen zu Macken-1 nommen und Einsicht in die Geschäftsbücher ge- en, zu Ententemissionen, sclssoß mit der tschechi- fordert, ober ohne Erfolg. Tie großen Ochs«« ck>en Regierung Verträge ab, war Delegierter aus» ivürden ausgeführt und m Hessen blieben nur ländischer Regierungen, führte etwa 1000 rumä- minderwertige Tiere. Der Zwischenhandel des Kvm- -nsche Internierte km Auftrage der deutschen Re- munalverbandes müsse gänzlich ausgeschaltet wer« gierung aus dem Holzmindener Gefangenenlager den, er sei schuld an den hohen Preisen.

nach Rumänien. Ein Redner aus Rodheim v. d. Höhe fordert

Sein Gefolge war folgendermaßen zusammen- " - - - ...

röte.

Hirsche l-Fricdberg stellt fest, daß z. B. für Kohlrüben der Bauer nur 1.75 ML er­halten habe, der Zwischenhandel habe sie aber für 6 Mark mt den Verbraucher verkauft. Tie Arbeiter sollten arbeiten, daß die Bauern mehr Stickstoff und Kali bekämen. Wenn Milch, Fleisch usw. zu billig seien, stehe sich der Landwirt besser, sein Heu, seine Runkelrüben zu verkaufen^

Herbert-Ober-Erlenbach erklärt, daß in­folge der geringen Futtermittel die Milch nicht mehr den Gel-alt wie früher habe. Heute benötige man 1415 Liter Milch zu einem Pfund Butter, früher etwa 8 Liter. Tie Eingriffe in die Nachzucht an Milchkühen sei 1917 und 1918 so groß gewesen, daß jetzt Mangel an Milchkühen herrsche. Die landwirtschaftlichen Maschinen und Gerate seren um 150 und mehr Prozent im Preise gestiegen. .

Schwarz-Lauterbach fordert die Landwirte auf, die Ferkel preise herab-zusetzen, damit der Arbeiter sich auch sein Schwein mästen könne.

Vetters »Gießen fordert gesetzliche Festle­gung der Arbeiter» und Bauernräte, txnt den Leu­ten in den Kommunalverbänden müsse man Sach» kenntnis, Unparteiischteit und UneiMMiützrgkctt fordern, die Znangswrrtschast fet beizubehaltew.

Im Sinne der Redner sprachen noch K r ö ck- Heuchelheim, I a k 0 b - Oberbessingen, Fvurier- Gießen, u ser -Steinberg.

Im Schlußwort fordert Diener-Gießen, i daß ein Genossenschaftler erster Berater 1 von Ministerialrat Naumann werden müsse, schi fte Kontrolle müsse Herrscheri, daß nicht auch noch die eingeführten Nahrungsmittel dem Schlerchl-andel verfallen. t .

Im Anschluß an die Tagung wurden folgende Anträge angenommen: 1. Tie örtlichen Arber* ter* und Bauernräte solle» sich zu einem Kreise arbeiter und Bauernrat, und diese sich zu einem Provinzialrat znsammenschließen.

2 Fs wird Einsicht in die Bucher de- Kvmmunalverbands und des KreisobstbauveremS verlangt. Kreisveterinar Dr. Del»Büduigen soll

I abgesetzt werden. , . _

| Ferner wurden zwei Entschließunge« angenommen, die dem Ministerium vorgclegt wer*

-gesetzt: Oertels Privatsekretär war der ehemalige I Zeichner und Filmschauspieler Karl Wüstmann, der td) bereits Charles Wysman nannte; weitere Be- Heiter tvaren zwei junge Rumänen dunkler Her-! lunft. Der eine Rumäne führte alsEhefrau" ein | im letzten Augenblick in Berlin ausgefischtes Mäd-l chen namens Pök mit sich. Zu diesen Herrschaften I l-atte sich noch der Bruder der Pöt gesellt, ein I Kellner und früherer Arresthausaufsehcr, der Ocr» tel wiederholt im Berliner Gejängnis betreut hatte. Oertel ist in Frankfurt verheiratet und unter» ttltzte seine Frau mit monatlich 500 Mark.

X. Hanau, 1. Mai. Der Kreistag des Land­kreises Hanau hat beschlossen, eine Anleihe von 10 Millionen Mk. durch AusMbe von In- haberpapieren aufzunehwen. Ferner l-at der Kreis­tag dem Kveisausfchtnsse, um die Bevölkerung des Larükeises mit Lebensmilt.kn und svn'.igen Gegcn- Händen des täglichen Bedarfs zu versorgen, raten | Kredit bis zum Höchstbetrage von Ävet Millionen^ Mark zur Verfügung gestellt. Die Kreissteuer > hat eine Erhöhung von 33 auf 50 Proz. erfahren.

X. Hanau, 3. Mai. In der Sitzung der Stadtverordneten wurde bei der Soria9c über bie Ausnahme einer Anleihe von 3 Millionen Mark vom Magistrat mitgeteilt, daß sich bie Ausgaben der Stadt Hdnau während des Krieges auf nahezu 30 Millionen Mark belaufen haben. Von einem Redner wurde bemerkt, daß die Stadt! hiermit eine Schuldenlast besitze, wie sie btsber kaum ein ganzes Königreich aufweisen konnte. Aus den Kopf der Bevölkerung entfalle somit em? Schuldenlast von nahezu 1000 Mk. Der Ausnahme einer Anleihe von 3 Millionen Mark wurde zu­gestimmt.

--Usingen, 4. Mai. Zwischen einer Räu­berbande, die bei Landwirten Vieh rauben wollte, und der Bauernwehr tarn es nt dem Dorfe Brombach zu einem regelrechten Fe uer gef echt, bei dem die Spitzbuben schließlich der Uebermacht weichen mußten und im Dunkel der Nacht ver- jfchwanben. Ob die Bande Verluste hatte, konnte noch nicht festgestellt werden.

* Städtischer Eierverkauf. Bon Vemtag bet 5. Mai bis SamsttW den 10. Mai einschließlich erhalten sämtliche Bezirke gegen Ab­gabe der fcermarte 4 ein Ei zum Preise von 33 Pf.

** Abgabevfkicht bei Enteneiern. Lurch Bekanntmachung des Landesernährungsamts vom 25. Februar 1919 war für die unbesetzten Gebiete bie für Hühnerhalter bestehende Eicrablie- serungspfltcht auch auf die Entenhalter ausgedehnt Worden. Turch Bekanntmachung vom 30. April 1919 ist nunmehr eine Erleichtern n g insofern getroffen worden, als die Abgabepflicht auf die- tenigen Enten Hal ter beschränkt wird, die mehr als sechs Enten besitzen. Auch bei diesen Entenhaltern fütb die Eier der ersten sechs Enten nicht ab- iuliefcm

* Im städt. Gemüseverkauf tn den Marktlauben kommen morgen und an den folgen­den Tagen Kopfsalat, Spinat, gelbe Kohlraben, Erbsen, Sauerkraut und verschiedenes Dörr­gemüse zum Verkauf. .. , w

** Der erste Maitag, der diefen Namen verdiente, war der gcsttige Sonntag. Himmel und Erde trugen ihr Frühlingskleid aus hellsafttgem Grün unb leuchtendem Blau. Das prachtvolle Wetter kam der Sammlung zugunsten des Hilfs- w e r k e s für unsere Kriegsgefangenen zugute, denn das Promenadenkonzert, das gestern morgen ab- «halten wurde, war so gut besucht, wie selten, und die eifrigen Sammlerinnen fanden offene Hände DaS Ergebnis der Sammeltage ist noch nicht festgeste.lt. Wie wir erfahren, scheint aber ein jchÄrer Erfolg sicher zu sein.

* Für die Neuwahl der Stadtver­ordneten ist durch Beschluß vom 29. Avril der 1. Juni als Wahltag festgesetzt worden. Die Zahl der zu wählenden Stadtverordneten beträgt 42. Zur Anhörung der Stadtverorbneten-Ver- sammluug über die Abgrenzung der Abstimmungs- Lezirke für die Neuwahl der Stadtverordneten­versammlung ist eine öffentliche Sitzung auf heille nachmittag 6 Uhr festgesetzt.

♦♦ Weitere »150 Kriegsges an-

nicht gewachsen zeigte und »usammenbrach. Es wurde wieder hergestellt und war wahrend der tetzten Tage im Gange. Die für dieRundreise" zu entrichtende Gebühr war durchaus der teuren Zeit entsprechend, denn sie stellte sich auf 50 Pf. für die Person. In der nächsten Zeit wird man allerorts die Kerwemusik wieder hören können.

Hessen-Nassau. . . . . _

eine 8tat.ih.rter Göpenidiabe. fen8 -um Seite bet Gesamtheit zustande kommen

Frankfurt am Main, 3 Mai. Ein Dr. Markus-Büdingen spricht von dem 25jähriger Frankfurter, Subntg Jo ha nnKreisobstbauverein Büdingen, der das Oertel, ein Mensch, der wegen seiner abenteuer- Obst zu Wucherpreisen verkaufte, dadurch 150000 lich-küynen Fahrten, seinesU n i f o r m e n f i m - Mark Ueberschust erzielte und an einzelne Perwnc» m e l s" und seiner falschen Ditel, die er sich bei- Tausende von Mark Provision »erteilte. In die gelegt hatte, der Polizei schon oft Kopfzerbreckmr Kreisbehörden, Kommunalverbände usw. müßten gemacht hat, ist gestern an der Spitze einerameri-1 Fachleute, keine Juristen, hinein. Er foröccta tanifeben Sonder Mission", der er als Ludwig Frei- 1. Abschaffung der Konununalver bände, 2. Einsicht Herr von und zu Eglosfstein-Oertel Vorstand, ver- in ihre Buchführung, und schlägt unter Beifall vor, hastet worden. Der Freiherr machte hier ver- heute solle eine feste Organisation für die Provinz fchiedenen Konsulaten Besuch, deren Chess ihm geschaffen, eine Kommission gewählt, und diese zur später auch ihre Aufwartung machten, da seine Be- Regierung gesandt werden und die Forderungen ziehungen, diplomatischen und wirtschaftlichen, vorbringen. . . , ,

Außerordentlich weit reichten. Herr von und zu! Abg. Fenchel, Borfitzender des Provrnzral- Eglossstein trug unter feiner amerikanischen Kapi- Bauernrates, erklärt: Wir haben den Provin- täusuniform wafck-echte Pässe des Auswärtigen! z ia l -Ba u er n ra t angemeldet, aber niemand Amtes in Berl.in, Freifahrtkarten des österreichi- hat uns geantwortet oder zugezogen. Er begrüßt schen Eisenbahnministeriums für sämtliche österrei- das Zusammenarbeiten der Arbeiter- und Sauern* chischen Bahnen und viele anbere Sckwists-Lcke amt- rate. Beide müssen Fachleute bestimmen, daß sie lieben Charakters. Das Automobil hatte ihm bie I ihre Wünsche in den maßgebenden Stellen vor»

gelassen sei. Tie Ware stammt aus Koblenz, als» aus besetztem Gebiet, sie war feine Zuteilungs­ware und dem Lieferer von der iufiänbigen Be­hörde ausdrücklich fveigegeben. Der Händler, bei dem die Ware beschlagnahmt wurde, ist als Schuh- warenhändler im großen, und zwar im Bundesstaat Hessen mit dem Betriebsart Gießen zugelassen und besitzt die erforderlichen Papiere. Wir haben gegen die Beschlagnahmung die erforderlichen Schritt« emgeleitet und zweifeln nicht, daß dieselbe auf­gehoben wird

** Pvftverfehr mit dem besetzten Gebiet. Bon jetzt ab können nach dem Berichte der 10. f ranz ö sischen Armee (d. i. franzö­sische Zone ohne die Rheinpfalz) Posttxifete mit Sämereien nach vorheriger Genehmigung jeder Sendung burd) die Wirtsdwftsabteilung der Armee verwandt werden. Tie Einfuhr von anderen Sachen, insbesondere von LeberrsNiilteln, Apotlieferwaren unb Schulbüdiern ist nur in Eisrnbahnsendungen zuläfsig. Nach ber R he in p f al z können bagegen Lebensmittel, Schulbücher unb auch andere Waren in Postpaketen eing.'fülyrt werden, wenn die Ein- fuhr ber betteffenben Ware von der französischen Commission economigue in Ludwigshafen (Rhein) durch fdyrifllidtc Einfuhrbewilligung gestattet wird. Im Verkehr mit dem britische nBesatzungs' gebiet srnd neben dem Briefverfehr in amttidyen, sonie in Handels», Jick>ustrie- und Berussange- legenheiten auch Kataloge, Tarife, Preislisten und Muster zugelaisen. Zu privaten Mit­teilungen sollen im allgemeinen nur Postkarten verwendet werden. Briefe sind nur ht wichtigen persönlichen An-legenheilen gestattet. Tas Höchst­gewicht der Pakete ist von 10 Kg. auf 25 Kg. erhöht worden. Nach Italien sind gewöhnliche und cingesch5iebene Briefpostserrdungen auf Gefahr des Absenders zugelassen. Tie Paketsperre nach Bremen ist wieder aufgehoben.

** Ausländer, die sich in Gießen auf­hallen ober zu ziehen, haben sich umgehmb am hiesigen Polizeiamt, Weibengasse 5, zu melden.

** Der Schlichtungsausschuß hat in der Streitsache zwischen den Buckbindergehilsen und den Dud>binoermeistern bzw. Buchdruckereien und Berlagsbuchhandlungen Gießens einen Schiedsspruch gesällt, der aus dem Anzcigentelle zu ersehen ist.

** Lichtspielhaus Heute ist letzter Tag des Albert-Bassermann-Films. Bon morgen ab gelangtFürstenliebc"", ein russisckies Hofdrama in 5 Akten bei erhöhten Eintrittspreisen zur Auf­führung

Landkreis Gietzen.

Aivche und Kchrrle.

Neues vom preußischen KultnSministerimu.

B e r l i n , 4. Mai. Wie ber preußische Kultus­minister Hämisch mitteilt, sollen fünf hervorragende dÄttsche Schriitsteller in die neugegründete Abter- $ung der Akademie der Künste für D ich t k u ust berufen werden. In erster Linie ist an G e r h a r d Hauptmann gedacht. Diese Schristfteltec sol en bem Ministerium in allen Fragen ber Literat« beratend Mr Seite stehnr.

Die Kirche uud der 1. Mai.

In Nr. 100 desGießener Anzeiger" teiltet» wir einen Vorschlag der Pfarrer Herpel uub Schultheis aus der amtlichenDarmst. Ztg. mit, der den 1. Mai auch der Kirche wicht

Au» Sta^t und Land.

Gießen, 5. Mai 1919.

Gültige Lebensmittelmarken.

für die 19 Woche vom 5. bis 11. Mak 1919 .

Brot: 2250 Gramm Brot ober 1680 Gramm Mehl. Brot, Kilogramm 50 Pf., Weizenbrot­mehl, Kilogramm 58 Pf., Weißbrot für Kranke, Kilogramm 80 Pf. Weißbrotbäcker: I. Klmgel- höfer, Asterweg, L. Rühl, Marktplatz, H. Müller, Neuenweg.

Butter: Marke Nr. 19, 40 Gramm zu 48 Pf.

Eier: Marke Nr. 4, ein Ei zu 33 Pf., fämt-

Lche Bezirke.

Fleisch: Wochenabfchnllt 19. Metzger für Fremde und Urlauber: Robert Nagel, Frankfurter Straße 77

Kartoffeln: Anteil 5 Pfund zum Preise von 43 Pf. ,

Lebensmittel: Marte Nr. 6, etn Pfund Kunsthonig zum Preise von 80 Pf. für Paketware und 78 Pf. für losen Kunsthonig.

Nährmittel: Für Mm noch mcht em- 6Ctn8udct: Für Mai noch nicht ««getroffen. ÄH« und Kranke: für Lebensmittel, Nahr- nb Zucker: Abami, Mäusburg 14, Serbe!, Frankfutter Straße 39, Reuter, Lubwigsplatz 4. Urlauber: Kaisers Kaffee-Geschäft, Kirchenplatz

Seife: Marte für Mai 1919. Anteil 125 Gramm K.-A.-Seifenpulver ju 15 Pf., 50 Gramm K.-A.^eise *u 20 W. Ä

Gemüse: Stäbttsche Obste unb Gemüse- Verkaufsstelle, Turmhaus am Brand. Kopfsalat, Gemüse, gelbe Kohlraben, Sauerkraut. An Dört- gemüsc: Wirsing, Weißkraut, gelbe Rüben, getrock­nete Kartoffeln.

Kondensierte Milch für Hesse«?

Aus TarmfeM geht und mit Datum vom 2. Mai folgende Meld»mg »u:

Bon den aus AmerÄa gelieferten auf H e s s e n entfallenden Lebensmitteln n't nunmehr weiter ein Wagen koirdensierle Milch mit ber Bahn «wgetnofsen, die in den ersten Tagen durch die Landes -Fett sie He »ur Betteilmm kom­men soll. Er» weiterer Wagen ist im Awvollen und zwei weitere Wagen 'haben die Zollgrenze über1

»cne sind gestern hier aus ameriranischer Gesanaenschaft einqetroffen unb dem Durch­gangslager zugeführt worden.

** Im Streit brachte am Samstag ctegen «Send ein schulpflichtiger Junge vom Riegelpwd dem ebenfalls noch sckwlpssichdigen Sohn emes Kriebsleiters in der Henligenstaedt'sckten zyabrt! zwei Messerstiche in den Rücken bei, von denen einer bic Lunge verletzte. Der Gestocksene wurde in t>ie Klimt «bracht. Seine Verletzung ist nicht lebensgefährlich

** Diebstühle. In der Nacht zum 3. Mar ttmrben 1 Hahn und 9 Hühner, Ende April ein .Stück feldgrauer Offiziersstoff, in der Nackt zmn 4 Mai 50 Pfund Würfelzucker, 50 Pfund KrisMll- zücker, 50 Pakete Kaffee-Ersatz und am 4. Mar abends in der West-Anlage em Fahrrad, Marte Srennabor" mit roten Griffen, in Gvßen ge- ssohlra. Sachdienliche Mitteilungen nrmmt bic hiesig: Kriminalpolizei entg gen.

♦♦ Beschlagnahmte Schleichhan- delswaren. Zu der Notiz des Polizeiamtesi vom 2 Mai übetBeschlagnahmte SchlerÄhandcls- toartn" teilt »ms der Rechtsbeistand deS . betrof­fenen Schuhhändlers mit: Es »st unrrchtig, daß die Schuhe auf dem Schleichhandelswepe erlangt find, ebenso unrichtig ist e4, daß der vandter tn Ger Steinsttaße zum Handel mit Schuhen nicht w

tagten am Samstag im großen ^aafe des Ge' wer^schaftshauses unter ung:mcrn startet Betei­ligung aus allen Teilen ber Provinz. Ter Direktor

e. Schotten. 29. April Auf Anvrbmmg des Landes-, Arberts- und Wirtfchistsamts wer­den für bie Gemeinde»» Schotten und Laubach Mieteinigungsämtet errichtet. Für bas Mieteinigungsamt Schotten würbe Oberamtsrichter Dr. Brill, für bas Lauba*her Amt der Oberamts­richter Zimmermann zum Vorsitzenden bestellt. Tie Mr Kündigung von Mietwohnungen erforder- lick« Zustimmung des Kreisdircklors ist für die ßfemeinden Scholten unb Laubach den Mieteini- gungsämtern übertragen.

** Ruppertsburg, 1. Mm. G Erchel- numn, Lehrer, Vertrauensmann der Eieraufkauf- stellc, Joh. Fritsch, Pfarrer, W. Lehr, Bürger­meister, wenden sich in einer Erklärung gegen die Behauptung, welche am 2. April in der Volks­kammer vom Regierungstisch aufgestellt und zum Schaden ber Gemeinde Ruppertsburg tm ganzen Land verbreitet worden ist. In der Er­klärung heißt es:Daß in Ruppertsburg 1700 Eier zu 1,05 Mk. von einem Händler aufgekauft roarben feien. Wir konstatieren hiermit, daß über solchen Verkauf in unsrer ©emciiibe nlchts u» Er­fahrung zu bringen war, trotz eifrigster Nachfor­schung der Polizeiorgane dos Kreises Schotten, ber Gendarmerie ber Station Laubach, öer Ge­meindeverwaltung und des hiesigen Arbeiter- uw | Banernrats. Ter Gewährsmann des Herrn M»m- steriasdirektors Neumann war der Leiter des M»lck>- gebfets Gießen, der es von einem ferner Mrlch- revisoren gehört hat, der es im Zug aus bem Gespräch zweier Unbekannten vernommen lwben will. Wir bebauem, daß man mit solchem Mater,al von maßgebender Seite eine Gemeinde vewachttqen Cant», die seither ihre Ablieferungspflichten stvts, voll unb ganz erfüllt hat. So sind z. B. in jenen Wochen des belfaupteten Eierwuchers tn hiesiger Gemeinde 76 Eier mehr abgeliefert worden, als von Offenbach aus vorgeschrieben war."

Kreis Friedberg.

4 Bad-Nauheim, 3. Mai. 3n einer aut besuchten Versammlung in der Turnhalle, ine °ebter H Wagnec leitete, wurde gestern abend ehre Ortsgruppe des Bundes zum «dwtte der deutschen Kriegs- und Zivilgefanaenen gegründet^ Brivatdozent Dr. Gönng-G^ßen machte mit dm Zielen des Bundes bekannt. Der. neuen Orts­gruppe traten sofort Mdl^ch^ Mitglieder bei. Zum Dorsitzenden wurde Lehrer Wagner, zum Schriftführer Lehrer Oßwa'd. zum Schnee Bank­beamter Stell und M Beisitzern Bürgermeister Dr. Kayser 'wd Major Raith gewMt.

-m. Hungen, 4. Mai. Hauptlehrer L. Metz konnte heute auf .eine 25jährige Amtstätigkeit zurückblicken. Er hat währeriü der langen Zeit fast ausschließlich au der hiesigen Bolksjchule ge­wirkt. Seit mehreren Jahren versieht er auch das Amt des Organisten tn der evang. Kirche. Aus Anlaß feines Jublläums »ourde ihm von dem GesangvereinEintracht", dessen Dirigent er ist, am Abend ein Ständckjen gebracht.

an. Hungen, 5. Mai. Die Eheleute Hrch Fritz hier feierten am Samstag in guter Ge­sundheit das Fest ber silbernen Hochzeit.

** Lollar, 3. Mai. Am 29. April wurde hier eine Beratungsstelle für Mutter- chutz und Säugliligsfürforge eröffnet. Durch Un- lerstutzung des Gemetndevats, welcher die erforder­lichen Mittel zur Verfügung stellte, die aufopfernde Tätigkeit von Schwester Frieda aus Gießen, sowie Mitwirkung des Herrn Dr. Nordmann aus Lollar war es möglich, eine Beratungsstelle zu gründen. Es waren in ber ersten Bernttmgsstunde 27 Mütter mit ihren Säuglingen erschienen. Anschltestend an diese Beratungsstunde wurden noch Le dens- mittel für die Säuglinge ausgegeben.

Kreis Alsfeld.

np. AuS dem Ohmtal, 3. Mai. Eine sehr kritische Zeit bildet für die Bienenzucht die außergewöhnlich späte Blütezeit. Um diese Zeit bedürfen die Völker zur EnNmcklung der Brut vieler Nahrung. Fehlt sie, i>attn gehen sie nignmbc. So Kommt es, daß um diese Zeil oft mehr Völker ein gehen wie im Winter. In diesem späten Früh­jahr werden die Maischwärme wohS ausbleiben. Als vor zwei Jahren der Winter so lange an­hielt, da brach sich ferne Gewalt am 27. Aprll, und es blieb warm. Ein ausgezeichnetes Bienen­jahr folgte.

Kreis Schotte«.

den sollen: _

1. Unter den heutigen Zuständen ist die Er« ______________ _. _ näbumg des deutschen Volkes in höchstem Maste dI"Knsumvereins Gteßen, D iener, sprach über j gefährd^, die Zwangswirt schaft der wich« die Knappheit der notuendig ten Lebensmittel und rigsten Lebensmittel (Brot, Kartosfelir, Fletsch, über zu treffende Maßnahmen, damit man ber unb Eier) barsnicht bese 111st werden, ber Bevölkerung in den bevorstel-erLen sckjlimmen Mo- Schleichhandel ist energisch zu untcrbrnden, die nale^ ^ch MöglMeit mit den noch vorhandenen Rechte der Arbeiter° und Bauern- Lebensmitteln durch gerechte Verteilung durckchelfe. Iräte müssen gefetzsich de^Aefeat werben, in dm o..n »rfter Linie verbreitet er sich über beit Mangel Kommunalverocmd und Vichhanoelsoerbano müssen an Milch, Butter, Eier und Fleisch. Er erkennt Leute aus Arbeiter- und Baumikreiien gewählt an daß die Futtermittel kimpp seien unb das Vieh werden, die entscheÄenden Einfluß ba^n.

?Lifalls Untereriiührung leide, wodurch die 2. Bon allen Krtegsge sel.l.schasten Produktion enorm surüdgegangen sei. Auch die Rechnung> ab z ul egen. Mtmiteruilrat Nau Bodenbearbeitung sei nicht wie früher, bet Dünger mann soll. Auskunft geben über bie Provisionen, sehje. Ter Schleichhandel sei das Gtuudübel, wcs-1 die zur Zeft im Auslande gezahlt werde».

k^ilb Arbeiter unb kleine Beamte große Not leiben. I --

Ter Redner gibt eine Statistik aus der Zeit von!

1886-1908. Darnach betrug der Preis für 1000 VerNItfeyte».

Gramm Roggen im Durch chnttt lo,13 Pf., Mr * London, 4. Mai. (WTB.) Nack eftrer ®n>t 24,5 Pf. Bei der letzten Ernte itanbert bw «netbun0 aus Yokohama verzehrte rate Preise für Roggen 31,50 Pf., für Brot 4v Pss FeuerSbrun st 35 0 0 Häuser. Der Schabe« Tie Landwirlschsst lxtbe heute keine Urfadje, über roirb auf \ Million Pfunb Sterling geschätzt, schlechte Zeiten zu klagen, sie tjabe vielmehr wäh^ iqq Personen wurden verwundet, 16 vermißt, rend des Kttsg.-S viel Geld verdient; die Land-I Reuyork, 2. Mai. (WTB.) Aus Sa« roirtc feien aus ihren Schulden her ausgekommen. Salvador wird berichtet, baß bei bent letzten Ter Redner »vendet sich dann g?gen den gewcrbs- Erdbeben am 28. April 75 Personen getötet mäßigen SOeichhandcl. Auf jedem Tvtfe sollten 500 Personen verletzt worden sin».

die Arbeiter- und Bauernrate zu seiner Bekämp- um die Stadt Herumliegenden Orte wurde« fung znsammentrtten. Tas Schworzschlackjteu habe 5^^. beschädigt.

tn den letzten Monaten mehr Vieh gekostet, als --

abgeliefert wurde. Wenn die Lebensmittelpreise tn dieser Weise wntersteigen, dann müssen logisck^r- neise die Arbeiter und Beamten höhere Löhne haben. Wir müssen aber zum Abbau komnven. Der Redner wendet sich mit aller Entschiedenheit ge - aen die Aufhebung der Zwangswirt- «ch a s t. Würden Eier, Milch, Frisch freigegeben, bann hätte der Arbeiter gar nichts mehr, aber bte Kriegswncheoer könnten in Sous unb Braus leben. Der Abbau der Zwangswirtschaft würde zum Bür­gerkrieg führen. In jedem Kvmmunalverband und 'Viehhandelsverband müßte ein Arbeiter und cm Bauer als bezahlte Beamte die Kmitrolle üben. (Lebhafte Zurufe: Sehr richtig!) Der Viehhandels­verband ljabe Millionen gewonnen, das gebe über den gewöhnlichen Wucher hinaus. (Lebhafter Bei­fall Rus: 8 Millionen.) Gegen diese beiden Ver-

j bände richtet sich auch die berechtiste Erbitterung

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