Ausgabe 
5.4.1919
 
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Will- nn bie

ten Schulen fefMcgt, tmtrbe in der Fassung AMrageS Naumann cmgeiwmmea

PläntenwH«, Zecftörungen und Str.iks 6tretet g.-'fört cimt die 1Rorfr jntt der Grürwang eutrr lml5ihetr.i<hen Sicuuülif. <E5 Vertreter des l i n len Rhe i n « fer s erflcue idt boä Rnr uns n i<* mall f die beabsichtigte Ä b ü i m - meng der Vev-lkerung einlassen n>r- xh. erschien auch teeSbeiÄnlidy ZritungS arrifel. 5n:grmuingni rourbai ohrnbor von der ftanjosischen Zensur inveiörurft Tas hak uns bire nod> nn^eirodi tiger gemach«. Bit

Rheinheff« roöticn unter al en Lim ö lten beim Teutsch.n fReube bleiten. (Bravo!> Das gemrin- ianre Elend müftx uns tu einer Gemeinsamkeit zusammen schm irden. Ta;n soll bte Demokraiic bei« ragen, die öreitigung des IbaftengeifM Jede Arbeit muh gle tebgevertet werden: man mich 'einen ikruid olz ro eher baten Noch brüte '.eckt im deutschen Volk tnel Bedientendanig^ttt. Uns schieben nrirtfchaf.lidx Anschauungen ber So- ualbemofrarie. Wir glauben, daß gewisse Betriebe loya.ifiert werden können, sehen aber im Eigen«» betrieb bic beite Wirischostssorrn Tie Sozialisierung der Bergwerke im gegenwärtigen Augenblick ist höchst ge'ahr.tch, das beroeiien tue kommunistischen Umtriebe, di» letzten Endes ju grossen Ent.äuschungen und Rückschlägen führen müssen. Wir werden den Massen kämm ntcht be­seitigen, aber wir glauben. bQR er anstLtdiq ge­sucht werden kann. Ter geistige Zwiespalt in unterem Bvlk kann mir durch die Einheits­schule überbrückt werden, aber auch die Volks­hochschule muß herang.-o-ien werden Wir sollen nicht einer Meinung werden, aber nxr sollen die Meinungen respektieren. Wir neben vor einem Budget, das außerordentlich trübe ist und uns die (Erfüllung der Ausgaben erschauert Wir haben es für unsere Pflicht gehalten, mruuarbriten, die gegenwärtige Zci erträalich zu machen, selbst wenn imr später durch die Krittk als Partei vernichtet werden. Wir müssen in einer Koalitionsregierung auch Opfer der Ueberzeugung bringen Wir müssen auch unsere Vertrauensmänner in der Regierung haben, besonders bei dem gegenwärtigen Miß­trauen des Bvllles gegen die Beamtenschaft Ta- durch war die Vermehrung der Regierung gerecht­fertigt. Tie ftäpUalrentenbcfttuerunfl, wie sie das Reich beabsichtigt, ist unsozial, und uh bitte die Regierung, dagegen tni hu treten. Man muß die Bundesstaaten als Kulturzentren erholten Neu­regelung der bundesstaatlichen Gr en- zen darf erst nach dem Frieden durch da» Reich ohne Einfluß des Auslanoes erfolgen. Versagt uns der kommende Friede die notwendigen & bemcheditlgu iigen, bamt lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Wie stehts mit der Aufteilung der Fideikommisse und b?r Beschaf ung von SieblungSmöglichkviken? Auch in Oberhessen befürchtet man im Volke, daß die Sache auf bte lange Bank geschoben werden solle.

Vizepräsident Tr. Schmitt schließt wegen der borgeichrit encn Zeit gegen 1 Uhr die Sitzung Rächide Litzung Tienstag teL. 8. April, vvrm. 10 Uhr.

Bürger, Dauern und Beamten auf, für ben JraH, baß die Spartakisten und Kommunisten, die zur Zeit in München ihr Unwesen treiben, sich weiter dem Wiederaufbau der Wirn'chafts- lebens ent^egenstellen sollten, sich zum Bür- aerstreikzu rüsten und mit dem besonnenen Teil der Arbeiler-chaft die Errungenschaft der Revolution, den sre.en Volksstaat gegen kür und Gcwaltherr chaft zu schüfen. We Fremdlinge und Phantasten in München sich dauernd behaupten wollen, dann gibt es für Nordbayern nur eine Wahl: ,Xoi v on München!"

TaS Schicksal des bayerischen Landtags.

München, 4. April. (DTB.) Ter Zen­tralrat trift brrKorrespondenz Hoffmann" mit: Laut Zeitungsnachrichten soll am TienStng den 8. April der Landtag *ufnmmenrretm. Ter Zentral rat hat sofort energische Schritte unter Twrmnen, daß die Einberufung des Landtages rück­gängig gemacht wurde. Ter Zusammentritt unter­bleibt deshalb.

Lundqebnnqen in Anq-borg.

Augsburg, 4 Avril. (WTB) Infolge des in brr geftrigen Versammlung gefaßten Bi'schl uffes traten heute bte Arbeiter in den Betrieben tu den A u s st a n b. Tie Straßenbahn ruht: auch in den Zritiingsdruckerrien wird nicht gearbeitet Gegen i^9 Uhr bewegte sich ein gewaltiger T e- monstrationszua durch bie Saht, in dem rote Jahnen und Tafeln mit ber Aufschrift:Hoch die Räterepublik getragen wurden. Tie Ternon- siratton verlief vollkommen ruhig. Im Laufe des Bormit'agS erschi.n eine öffent iche Bekanntmtch- ung von der revolutionären Arbeiterpartei und dem Arbeiter- und Sotbalenrat Augsburg, in der mitgeteiit rvirb, daß bie gestrige Versammlung sich mit ber russischen und ungarischen Sowietrrpublik unb mit bem gleichgesinnten Proletariat folün- risch erklärt unb den im Generalstreik befindlichen württemberMschen Genossen ihre Sympathie aus­brückt.

Ter alemannische Einheit-plan.

Karlsruhe, 4 April. Die amtlicheMarls- rüber Zeitung" schreibt über die Vereinigung von Württemberg und Baben: Ausge­gangen ist bie Idee von Württemberg Mr dürfen emnebmen, baß die Württemberger ber Meinung sind, daß Würitemberg bei enter solchen Vereini­gung ein sehr gutes Geschäft trauten wird. Ob dasselbe Mäh für Baden gelten würde, das ist die Frage, die wir uns einstweilen keineswegs mit ,,ta" zu beantworten getrauen.

Abg. Soherr (Ztr.): Es wäre beauemer flr das Zentrum gewesen, die Beran tioorttnig für die Regierung nicht mit?,«übernehmen, a er es tat es aus vaterländischen Gründen. Ter Redner verbreitet sich über Kohlennot, Streits, bie Auswüchse der Arbcüslosenfürsorge und die wirtschattliche Not Deutschlands. Die Notenpresse versagt jetzt, darum müßen wir arbeiten, ober untergeben. An den schmachvollen Wasfenstill- stand-oedingungen ist Spartak schuld. Der Red­ner begrüßt die einstimmige Aushelung des his- terigen Ordenögeseves durch die Volkskammer und tebauert bie zu späte Fertigstellung des Vvr- anschtagS, den die Regierung nicht der neuen 3iit entsprechend umarbeiten konnte Auch der Finanz­ausschuß mußte ihn in der vorliegenden Form annehmen. Der Redner bespricht bie hoben (Ein­nahmen aus den Forstgülern. Von den Holzhöchst- vreisen habe man im Finanzausschuß vorläu ig abgesehen. Erfreulich find auch bte Einnahmen ans Weingütern und Mts den direkten Steuern gestiegen. Der Finanzausschuß ernannte die Not­wendigkeit der Besserstellung der SchrribgehUien, die ärmsten der StaatSangestellten, an Bei ber liebernahme der Eisenbahnen durch das Reich bari nicht der Buchwert, sondern der wahre Wert gegen die Schulden ausgerechnet werben, so daß für Dessen noch eine Rente abfällt. Bezüglich ber Ab­lösung der finanziellen Ansprüche ber Archen an ben Staat steht bas Zentrum auf dem Boben des leiner.-eitigen AhlüfungSvonchlages ber Fftian,- mtnijters Gnauth unb wünscht bie da bige Du.ch sührung vor ber Ausstellung des nächsten Vor­anschlags. Auch die Schulsrage behalten wir uns vor, später bei der notwendigen Spe ialteba.te zu rückm kommen Das Recht ter Best uerung muß ben Kirchen gemahn werben Bei Em ü.rrung ter neuen Berwalimij)Sgeseve muß auch eine Neueut- trilunfl der Kvcise rauh der VerkehrSgeographl? erfolgen.

«ba Dr Va gen stecher (Demofr.' gibt einen Ueberblick über die Vorgesdüchte der Bildung ber geg-mvartigen Regierung Wir sinb ber An- |ic6,t,a£o& ie&t die Zeit zur ihihf ist, sondern lur Mitarbeit. Darum habe ich mich mit einigen tnetnnr früheren Parteifreunden auf hen Boden ter Tatsachen geitellt. Wir (eben in einer nnrt- Id^hlicten Schemwelt, die große Masse deS volkcS ilt >ich dessen inwlge unserer Absperrung noch nid4 terrtifci geworden, wird er aber noch inne werden, wenn wir ein- und aussü.Tven wollen. In den eriten Tagen des Krieges halten wir ein (Semeiiu Khaflsgesülii. Dn Staat aber appellierie mili- läitid) an den ItealiSimiS, wirtsttaftlcch an die iticberfien Instinkte Ta Zeigte sich die gute eng. lttte Traduwn, fornrt die Laiien des Sri ges auf lautente Einnahmen zu nehmen Bei uns eine eiteir in die «-»im Vermögen einzugreifen, die '^nieten mftteft Taburdi tarn das s ch Slos. Anitchrafien der Leben-Mittel durch die «ricgs- yninnler und dadurch das Mißtrauen ge^-n den -Ltaat. Im Jette te trnib an« g? das be,te Ver- trauensver'.^ltniS jw fdm Vv ges tz en unb Unter- geben en, bis es durch bie fceimat vergiftet wurde Tie Front bat au »gehalten. Der Sudler» it hat unseren Zusammenbruch verschuldet Tie Rer». lutton ba! keine Aeidemng irt >m Verontwvr- UingSgesSbk des einzelner ge-ren die Al l g-mein hei t tervarg, bracht. Ans«- le ter fcrieeitgriri nl^r rat.m bie Nevolution-Uewinnlar Der Red e nhilbert, wie im beten.rn Gebi t vänb'er dar Volk üterreten, ^rieg.'a'.lelben in fvauö istbe Noten um.unechseln unb bie deutschen £?triterimarff<trine nadi Belgien «»laübret <banfhaft ist kas 34m»inben des Gernemhri^gesühk«, die iranloscn

Der Artikel 31», der die Frage des Reli- ftionstmterrichts als ordentlich?r G^'gennand in deS

genügt nicht, es muß das ganze Beamtentum aut eine neue, dem Bolksstoal ent prechende Gr«ib1age gestellt werden. Wir Sozialoemokraten füd> buicb- aus nicht mit allem einverstanden, was in den Aemter« geschiebt. Der Gehetmerntrgcin muß ver- lchninden, vor allem muß der Nachwuchs der Be­amtenschaft im neuen' Geist erzogen werden. Tie Ausnahme der Arbeiter- and Soldatenräte als Berroaltungsorganifatwnen des Staats in tee Ver­fassung lehnen wir ab; anders ist es mit ihrer Stellung als wirtschaftliche Organisationen Bei ber sofortigen Revision sämtlicher Berwaltungs- gesetze muß ber Geist ber Selbstverwaltung zum vollen Durchbruch kommen. Bor allem muß er in bet Gemeinte verwirklicht werde« Können bte großen Stabte nicht retttetrei werten? Auch bie Stellung ter Kreisräte muß et örtert werden Bei der Neuregelung der Gendarmerie und Polizei sollen auch die unteren Beamten gehört roeroen Bride müssen vereinheitlicht werden Das Polizei, wesen sollte Sache ter Gemeinden und Kreise, die technische Ausbilbung nicht in die Hände des Staate- gelegt werden Wir Sozialdemokraten fordern rin neues Schulgesetz im (teilte ter neuen Zeit. Im Obrigkeitsstaat wat die Schule Mittel zum Zweck. Wit wollen, daß die Schule freie Menschen erziehe Ohne Einheitsschule wirb alle Schulreform Stückwerk bleiben Das nhrbjur Milderung der Klassengegensätze beitrogen (Bei- satt unb Witerspruch ) Wir anerkennen, daß die Regierung Ernst macht mit der Aufhebung der Vorschulen, die Staatsschulen sind. Die dagegen gerichtete Eingabe der Sdmldirekwren ist ladxr- lich Wir fordern ein unbedingtes Verbot der P r i va t sch u l en , was uns kein Vorwand iur Bekämpfung der Religion in ter Schule ist. Ich bin gegen Ortsschulvorstänbe aus dem Lande, do sie nur ein Organ der Geistlichen wären. In ter Erziehung steht das Recht ter 2Hlgemeinteit höher als das der Eltern. Wir werten alle Kosten für unser Bildungswesen bewilligen, wenn wir nur zur Ueberzengung kommen, daß es allen Ständen z«>. gute kommt. Die Fortbildungsschule muß aus- gebaut werden. Der Gedanke der Arbeitsschule ist zu begrüßen.

Tie Frag? d'SLanbestheaters, bas große Kosten verursacht, muß grünolich erö tert werben Der Religionsunterricht so lt? Sache ber Kirchengemeinden sein, ihnen nxürten wir kein Hindernis m den Weg legen Wir werden aber den Weg, den Preußen gegangen ist, für die Ueber- gangszeit gleichfalls billigen Die Trennung non Kirche unb Staat muß unter Schonung a er Emp­findungen erfolgen. Der Staat und bie Gemeinte müssen ein Monopol auf den Erwerb des '.Hoben-3 erhalten Der Rebner fordert öi'entlichen Arte ts- nachweis auch für die Hausangestellten, Beitelal­tung der Festsetzung der Arbeits;ett, der Arteits- Menfürforge, Ausbau ber Ber icherung Bei a ler Anerkennung der Leistungen ber Freiwilligen'orpS muß doch Kritik an ben Auswüchsen geübt werden Die Kvntrollämtcr dstr en leine Ver orgungsansta - teil für Offiziere fein Eine Aeuiierurtg des Mi- nisterprästden'en Ulrich wurde as Pa ti ulari> mus ausgelegt Wir find für unbedingte Reichs­einheit. In kultureller Hinsicht aber erscheinen bie Bundesilaaten notwendig Gegen die französi­schen Absichten aus Rheinhessen erbebt Hefe» ganze Haus Protest Wir Sozialdemokraten inb keine Regierungspartei katexochen, aber wir leisten ihr unseren Beistand.

Aus Stadt und Land.

G i e tzen, 5. April 1919.

Tie Sntlassuns der Krieg-arbeiter.

Nach einer am 28. März in Kraft getretenen Verordnung des Rrichsminifterüims für wirtschaft­liche Demobilmachung die ten Zweck hat, Arbeits­stellen während ber Zeit ter wirtschaftlichen Te- mobckmochung frei zu machen, find bie Temobil- machungsanSfchüsse befugt, Arbeitgeber zur Frei- machnng von Arbeitsstellen an,nh.'lt'-n, wenn sich rine solche Maßnahme zur Bekämpsung erheblicher Arbcrtslol'igkrit a!S erforterlich erweist. Entlassun­gen können Dorgcnornmen werten bei Arbeitneh­mern, die auf Erwerb nicht angewiesen sind ober bet Kriegsausbruch einen, nicht auf Erwerb ge­richteten Beruf hatten. Ferner können Angestellte entlassen werben, die bei Kriegsausbruch oder spater in einem land- ober sorstwirtschasvicten Betriebe tätig gewesen find ober als Bergarbeiter ">ch"ftigung tett n Und enb'ich erstreckt sich bie Entlassung auf Arbeiter, die während deS Krieges von einem anoeren Orte zu gezogen finb, es sei denn, daß sie Schwerbesd»ädigte sind oder an ihrem ietzigen Wohnort mit ihrer Familie einen (jemeinfdwitlidm Hausstand sühvcn. Die Kün^ bigung erstreckt sich also nicht auf D er hei- rötete und ebenso nicht auf Personen, denen bie Rückkehr inö Ausland unmöglich ilt Bon ter Enl- lassungspilicht au «genommen sind ferner HaushaltungSangrhör'^, (teueraltevollmächiigte, Lanb-, Berg- und (tefinbearbeitcr, sowie Bühnen- und Orchritermitglirter. Darüber hinaus kann der TernobilmachungSausschuß iui Bermridung un­billiger Härten noch befxmbere Ausnahmen zu- lassen. Bor der Kündigung muß ter An»?stellten- bzw. Arbeiterausschuß von dem Arbeitgeber gehört «erben. Arbeitnehmer, die in der ersten Woche nach ihrer Entlassuna in ihre Heimat fahren, haben für ihre Person und Familie Anspruch auf freie Be- förberunp.

Boriäpliche Zuwiderhandlungen gegen die auf Grund dieser Verordnung von bat Te- mobilmachungsorganen erlassenen Anordnungen iterben, soioeit sie nicht mit Buße bedroht sinb. mit GesängniSstrase bis au einem Jahre unb mit öklbftrafc bis zu zehntausend Mark ober mit einet dieser Strafen fcüraft.

Lebensmittel.

* t>erinp.Äu»gab<. Dom Montag bei 7. bis einschli?ldich Mumwch ben 9. iw Mts ,gelangen ri te fd> ebaien Oiri.lwf.ni Hai gr znr Verteilung. Ter Veriauf der Hermg crivlgt gegen Vorlage tes Be e tzruSweises ter M en Letensmi:- telkarte und A.gabe des BezuMabscfr ities Nr 13. Auf jeben Abs.I» i t e ttiäl t 1 He r g Ter Pnis ist m den fit i handel Sgeichäften ausgehcütgl

** Ausgabe von Buttermilch Ab Montag, ben 7. b. Mts., gelangt in ben Verkaufsstellen ber Gebrüder Grieb bis auf weiteres But ermi'.ch zur 3? rtei ung. Die Ab­gabe geschieht durch Vorlage b:t Lebensmittel­karte unb Abgabe bes Brzugsablchnittes Nr. 15. Auf jeden Betugsab'chnilt entfällt ein Blertelliter Buttermilch Die Art ber Beliefe­rung ist aus bem Anzeigenteil zu ersehen.

** Freibank Mon ai ben 7 Apab werde« von 1»4 Ulyr bte Nrn. 23512450 bdrfm.

hessische DoHsfammtr.

10 Sitzung vorn 4. April

Mgemrine Aussprache über den Hauptvot' anschlag für daS ReelmungSjadr 1919

Vize Präsident Reh erölinct um 9*/< Ute bie Sitzung. Die Tribünen sind noch säst leer; am ReaierungSti'ch Finanz Minister Henrich, Landes- forftmeifter Weber.

Tas HauS eröffnet die

allgemri r AuSfprache üfcrr brn Hitupkv.ranschlag

Abg Kaul (Soz ): Die Opposition mochte mH zam Vorwurf, daß wir die Regierungskosten bedeutend vermehrt hätten Nun ist es rin Mär­chen, imr Hätten damit Propaganda gemacht, daß das neue «v:em billi^rr sei als das alte Tie Um­wälzung war nicht eine Frage der Sparsamkeit, sondern ter Selbstbestimmung Auch muß nun erst obroartm, welches System aus die Tauet billiget ist. Von der nottnendigm Sparsamkeit werden bie Staatsarb-iter unb StaalSdramien bc- trofsen Besonders traurig ist die Lage der un­geprüften Schreibg bilsen Wessen Arbittskroft ber Staat voll in Anipruck) trimmt, dem nviß er auch teile Bezahlung geben. Die neue Beamtenor^iiung

Oft Schufsrage Im versassiingranrschutz.

Weimar, 4 April

DaS Ergebnis der Abstimmung tes V?r- sassungsausschilsses über die Sch ulfrag? war, daß der Artikel 31 folgende Fasiung bekam, wobei eine Redaktion Vorbehalten bleiben fort, ben ersten Absatz zu einem besonder« verfasnmgsartikel zu machen.

1. Die Kunst, tcke BfffenfAaft «nd 'hre Lehre dürfen keinem äußeren Zwang unter­worfen werden, Sie find frei. Der Siaat ge­währt ihnen Schutz und nimmt an ihrer Pflege

2. Für bie Bildung ber Ingend kst durch öffentliche Anstarten zn sorgen, bei deren Einricte ÄReich, Länder unb Gemeinten zusanrmen-

. Die allgemeine Schulpflicht umfaßt die V o l ks f ch u l e mit mindestens 8 Schul ähren und bte tm diese anschließende Fortbildungs­schule bis zum vollendeten 18. Lebensjahre.

3. Die Lehrer an den össentlichen Schulen haben bie Rechte und Pflichten der Staats­beamten. Tas gesamt? Schulwesen stelck unter der Aufsicht des Staates. Er führt diese durch bauptam'lich tätige, fachmännisch Be­

amte aus

4. Die Errichtung von Privatschulen bedarf der Genehmigung des Staates. Sie unter­stehen den Landesgesetzen. Private Volksschulen sind nur zugelassen, wenn sie in ihrem inneren Ausbau nicht hinter ten össentlichen Schulen lurürfftehcn.

5. Das öffentliche Schulwesen ist organisch ausznbaiien. Auf einer für alle gemeinsamen Grundschule (der allgemein« BolkSichule) baut sich das mittlere und höltere Schulwesen auf. Für diesen Auffwu ist die Mannigialtigkeit der Lebensberufe, für die Aufnahme eines Kindes in eine bestimmte Schule beiten Anlage und 9?ei» ffunfl. nicht die wii-ticha'ttiche und gesellicbafiliche Stellung feiner Eltern maßgebend.

6. In allen Schulen ist per>'ö iliche unb staats­bürgerliche Tüchiigkeit unb sittliche Bildung auf deutsch-porkStümlicher (Stnnbloge zu erstreben Staatsbürgerkunde ist Le'-rgegenstand rn allen Schulen. Jeder Schiller erliäll bei Bcendi- ^1*5 Sckwlunterrichls einen Abdruck ter Ber-

rtfl

7, Der Unterricht und die Lernmittel in den Vollsfchulen sind unentgeltlich Durch Be­reitstellung öffentlicher Mittel ist jedem Unte- mittelten der ?>nga-iq zu der feiner Beladung und Neigung entspird-end« mittleren nnd höheren Schule zu ermögliche

* Amtliche Personalnachrichten Ernannt wurden: am 31. Mär» ter Ihriegeomeicr Heinrich Böck zu Nidda Mim Krrisae^meter tes Kreisvermeffnngsomts Nidda, her Bermesfungs- ossistent Heinrich August Lhriüian Tesch zo Tannftebt »inn Kresg^meer teg Kreisver- mrisunasamrs Rrinhrim, ter Ka afterneometer Heinrich Ender- *u Tarmüebt jum Krrisg^r» metn tes KmSvermeffungsanr:s Beerfelden, ter tootafangeomtier fcuUxim Hofmann Bad-

: Naudeim zum KreiSgeometer tes Krej-Ver» : menungsamt# Butzbach, ter Kreisoe^neler Chri- - man l'iüller zu Gvoß-Geran zum ÜXeiSgro- - meter tes Kreisvermesiung-atms Hungen, der '(reisgeometer Io^ph S chönberger, zur Zt.

kSchotten, zum .(treisg^ innerer tes Kretsver- Miffsungsamts Schotten, der sfreisgeameler Hi-in- : rieh Boi», z. Zt. Micteisrad., »um KreiSgeo* I meter tes KreiSverwesiunaxim S Erbach zu Michel­stadt, ter MTriwomrarr tes Kr^ i--vennesiungs- i amte Offenbach Apam Walter zum RYfiSge>- meter tes Kreisverrnesjungsarnis BenSteim, ber

Äteisgeometer teS Kretsvermessungsamls Rein- heim Balthasar Wiegand zum L-reiSge.'meter des Kreisermesiungcsrmts lirburfl, nüi Wirkung l vom 1 April 1919 an; der Krrisgeometer tes KreisvermrisnngsamtS Alzey Bi choir jttm Kreisgeomeker des Zhrri. verme u i- samtS AlSfeld, der «reisg«mrter Friedrich Biichofl zu Offenbach zum Krrisgeometer des Kreisver- . mcsiunqsamts Fürtb, bn ÄttiSaeometer Otto

F i n k zu Tarrnftabt zum Krcisgeome:er deS Krris- l verweffungsamts Alzey, ter Kurisgeometer deS UreiSvcrmesiungsamts Fürth Peter Philipp

T r e u f ch mm ÜTrisgeometer de» Kreisvermes- sunasamtS Offenbach (Land., mit Wirkung vorn l. Juli 1919 an. Am 31. Mintz warten bie Kreis- genmeter ffarl Müller und Lutevig Boltz, i Zt. in Tarmstadt vom 1. April bi Is an Mi Vermeffungsosslstmt« beim Äaufierantf er­nannt.

Ans bem Militär Wochenblatt. Auf ihr Gesuch wurden zu den Reserveoffizieren ter tetr. Regimenter übergeführt: die LeumantS. Schulz, Reese im I-R. 87; Graf v. S»>tea, Eg­gers im Feldan -R. 25; Hummel, Sior, ®ü- belnri im Fe dart -R. 63; Früschr, Spude, Elaus, Vogt im Fußorl.-R. 3.

LU. $on ber2anbc<uniberfiiÄt Dr. Wilhelm Zwick, ordentlicher Professor an ber tierärztlichen Hochschu e in Wien und Direktor der dortigen me^izintichcn Klinik, bat den an ihn ergangenen Ruf an unsere Uni- verfität als Nack-falger für Prof. G meiner angenommen.

* Oberhessischer Kunstverein Dre gegenwär.ige Ausstellung, welcher all- seittgeS Intcre fc entgegeng bracht wurde, ver­bleibt nur noch 8 Tage, einschließlich zweier Sonntage, geöffnet.

** Tas Anlagenkonzert findet bei flünftigrr Witterung morgen 11 Uhr mit folgender Spielfolge statt: 1. Große &it, neue Zeit. 2. Preismarsck» ter.,9&xl< ' von A. Brose 3 Ouo zur OteuTer Wildschütz" von Alb. Lntzina 3. Fmtt.Bolreme" von Puce-ii. tt. Wmter- ftürme", Walzer von Osk. Fetras. 5. Esperanto Marsch von Grawert.

** Gewerbe bank, t. G m b. H. zn Gießen. Ter ISul'idjtirat bat in irin.T lebten Sitzung eine Dividende von 51/» Pio.ent vor- geschlagen. Die Generalversomm ung tuuet am 30. April statt.

** T »e Hilfikasse für gewerbliche Unternehmungen bient, w«e öas Reichs- mtmllerium für wirtschaftliche Temvbilmachung mitteilt, nicht etwa ten mit HerresauKragen be­schäftigt gewesenen Industriebetrieben, fonbrm ber gesamten Industrie. Auch das Handwerk stützt b*r Hilfskaffe für gewerbliche Unternehmungen, und zwar gruppemm-ise, während für hör riicytanx Hante»erke Kriegshisfsh si« bereits beOrtrn.

* «esitzwechsel Rmer Er Rienel- nttum verkaufte an cen Za.m ottiiVr Zan tu Litt» fein Anwesen Babnhofstr. 76 >ür 97 000 Mk.

** Die Veranstaltung be» K nder- horteS, die TonnerSlag auf ter Licbiushöte flattfonb, war nicht, wie unS irrtümlich mUgeteilt wurde, zum Besten eines ncu.vcschaffendcn Hortes für verwahrloste .Kinder, sondern für den bereits bestehenden SVintertert bestimmt Tie Lautens lieber wurden von Frl. Emmerich ooroetragen.

**AlleFreundederHolländerun0 Flamen werten gttetciL tto rfs Gründmro rinn Teutsch-NieterlLndifchen Gtse.lsiliajt am Tlenst g ten 8. April, abends 8 Uhr im Poftükller er­schein« zu wollen.

** Sch ü ft t die Heim at Die äußere Not unseres Vaterlandes ist so groß, daß iritT allen Umständen Ruhe unb Ordnung im Innern aus­rechterhalten Meiten muß, damtt wir nicht in nnrtfd)aftli<her Not, Hunger unb E^nd gan? untergeben. Tie Psticlu nneS jeden, tem die Erhaltung des Val.'rlandes am liegt, ist rt heute, die Freikorps yu untrrüüien und sich selbst sur vcriü,7ung zu stellen. Ein icber kann tenen. Das Freikorps Hülfen, da; sich m Ber.br ganz befonderS hervorgetan Imt, rrridjete m F u I d a, Pelerstor 2, ein Werteamt, wo e bst alle gewünschten Auskün'te erteilt unb Anmeldung« Itteneü entgeaengenommen werden

Lichtspielhaus, Bahulwsstroße 34 Fern Andra tritt heute bis tn?1. Mcnnag tn einem Zirkusjilm, beii.elt Der T vdes- spruna", auf ter selbst tm Kino lee.^.efÄbr- sich aussieht. Aus ungcfa.trllem Pferde sprrnät bie Filmdiva auS der Zirkuscupprl (20 Meter Höbe, in ein Wasserbafsm. Ti? auf Spannurig aufgebaute Handlung, welche die Ari.sttu Fern Andra ganz in ihrem Element zeigt, versteht eS. daS Publikum zu sesfeln unb mitzuniß«. Tie 6 Akte tes Zirkitsii.mS find sehr gnchickt ange­legt. Ein Besuch ist |ei empfehlen Von Montag bis einschliefüich Freitag siao 4 Heirny-Porte»- Tage oorgciel^n

- * Die Schwär,-Deiß-Li cht spiele crellerSweg 81, bringen ab teute bi» rin d* ^Jrijntag ten nsrdisch« MmtfnilmDer ort lunBent Schatz", ein A raroma in 3 Akten, unb das Lümmeltw Nickze ueS Herzoge'^, in der Haumrolle Hanny flkior Für D.en.tag ten 8. Apcrl ist der RomanStaatsanwalt Iord«t" von Hana Land vorg-seh«

Lanvkreis Gie-e».

Hungen, 5 April Tu Tiebe, weiche in ter Vöries en ykacfir den Einbruch tei roenn Bäekr und m tLiter Wirtschaft aus L-r:en. to nti gr.lrrn feffh in G eßen fr igr.eonen-n wertem. Es waren drei Männer, unter oeien sich auch ein Svdn einer hier an^rsi^en Fannlie brand, ten man schon lange tm Kk-rbarfr hatte. Die » f»b'enen Hkgni- fänte fcrm.vn bis auf eine «VüiWr wieder ilntn Be ur.T wigr rCt nx-rbri Sicher bat man nun btnenum gefaßt, bie alle in letzter Zeit au** eefüliren Ertbriute begcr grn biLen

O L ich, 4 April Bet einer der seyt« Holz- Versteigerungen nnirben für wer Meter Buchensch.it bis zu 270 Marl tea.it

Kreis Lauterbach.

OAusdem Schlitzer Lande, 4 Avril. Der B o l k s b u n d zum Schutze unse.-rr Krieatz- tmb PH fil m'antrnrn hat sich Ms tn die ovArgcn* l'trn Dörfer oerbrettet So bat bie Psarrei fcarierebouitB in HarterShaus« berate 40,