Ausgabe 
4.6.1919
 
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war

aus

Vermietung)

Kvhlenmangel den betrieb ein

Kvhlenmangel den Betrieb ein stellt. > -)

la. E s ch w e g e, 3. Juni. Sämtliche AngesteÜ- & 5 lillv j*' ten der Stadt Eschwege haben wegen Lohnditferen» i Luche oder zcn die Arbeit eingestellt.

-- Frankfurt a. M., 3. Juni. Im Güter- £5,??

Stilvoller

Schäfer, 18

b^dkchütiüiig'

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ch.mibt fv., Steinhauer, Karl Schäfer L, Än>

war mit

ketts für im Januar

1. Juni 73

1919 schon 62 Mark und jetzt zum Mark.

Hessen-Nassau.

zweier Güterwagen totgedrückt.

= Frankfurt a. M., 3. Juni. Im Winter stahl die Frankfurter Tiebeszuiift Mänrel, w|t im Sommer geht sie an die Fahrräder. Daß jidi dieseSommexbeschästigung" lohnt, beweist ciac Mitteilung der Kriminalpolizei, wonach im Monat Mai 350 Fahrräder im Bereich Groß-Frank-

bahnhof wurde der achtzehnjährige Rangierer Peter Bitter aus Wixhausen von den Puffern

Aus Stadt und Land.

Gießen, 4. Juni 1919.

Da» alte und da» neue Stadtparlament.

Das Rumpfparlament der alten Stadtverordnetenversammlung bestand ans 16 Mitgliedern, die ein G e s a m t lebens­alter von 1025 Jahren hatten. Das Durch­schnittsalter betrug 64,06 Jahre.

Senior des alten Parlamentes <yeh. Kommerzienrat Heichelheim 77 Jahren.

Der n g st e im alten Parlament Stadtv. Faber mit 50 Jahren.

Das neue Parlament besteht 42 Stadtverordneten, die insgesamt 2041

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Irita Hermanni taiurter Strohe ) WH kinderloses 'IBiSenmier) sucht

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rot der hessischen Hauptfürsorge^ stell? für die Kriegsbeschädigten uiL KriegLhinterbliebenenfürsorge in Hessen wurden be­rufen : Äonr. Houry, Zimmermeister in TarmslaK itnb Generalsct'retär Tr. Harnrnamr in Tarmslndt als B-ertreter der Unternehmer. Anton Sparr, Arbeitersekretär in Darmstadt, und Heinrich Heil mann, Arbeitersekrctär in Offenbach, für die Ar- beitnehmer, Hch. Trelle, Gewerkschaft ssekoe Lr und Adam Trusciusky, Offenbachs für die Kricgöl>e schädigten, Frau Luise Lang Witwe, Darmstadt, Mebizinalrat Tr. E. Bogt, Butzbach, als Vertrete' der Kriegshinterbliebenen. Ferner Geheimrat Tr. Tietz in Darmstadt und Medizinalrat Dr. Reben tisch in Offenbach, Bürgermei .er Gündert in Maim und Frau OberstleutnaM Naumann in, Gießen. gu Stellvertretern wurden berufen: Fabrikant Tr.

. Rohm, Darmstadt, E. Fuch?s, Volksvcreins- seketär, Offenbach, Hauptmann a. D. K. Waldecker, F-rau El. Göbel Witwe in Brensbach L O. und Prof. Tr. LUraußmüller, Gießen.

Seligenstadt a. M., 3. Juni. Im Jahre 1900 verkaufte die Braunkohlengrubo Amalie" bei Dettingen das Tausend Bri- 9 Mark, 1917 kostete es 41 Mark,

für 85 Mark.

Die «ommunaiwahlen.

btt Stadt gerächt werden und ebenso auch den Be­dürfnissen Ker Nachbargemeindc Wieseck eMgegen­kommen. Wir bitten dal-er die EisenbahMreLion, ihre Pläne in der angedeuteten Weise abändern zu wollen, indem wir aileichzeitig auf die in ange­legtem Zeitungsbericht angedeuteten weiteren Ent- wickelungsmöglichkeiten Hinweisen."

Keine Sonderzüge zu Pfingsten.

Für den Pfmg'tverkehr Tömtcn auch in diesem Jahre keine besonderen Züge gefahren werden. Mit Rücksicht auf den hohen Reparaturstand der Lokomotiven und die ^noppen Beilände an Dienst- kohlen sind die Eisenbahndirektiouen angeiviesen, von Soirderleistungen im allgemeinen abzusehen. Nachdem die Fachrterlaubnisscheiue am V Juni weggefallen sind, tft der Verkehr nötigenfalls durch scharfe Begrenzung des Fahrkarten- Verkaufs zurückzudäinmcu und die Gültigkeit der Fahrkarten znnr Reiseantritt auf den Tag bet Lösung zu beschränken. Bahnsteigkatten werden während des Pfrng tverkehrs überall dort mäst ver­ausgabt, wo es zur Freileitung der Bahnsteige zweckdienlich ist. Tie großen Schnürigkeiten be­stehen. nach wie vor fort. Es muß drschckb immer wieder nackHrücklich vor Reisen gctoaxnt werden, die nicht unbedingt wo!wendig sind.

** Reiseausweise sind, wie bereits mitgeteilt, für die Benutzung der Eisenbahn seit 1. Juni ab nicht mehr erforderlich.

** Lokalzug. Es scheint nicht genü­gend bekannt zu sein, daß seit kurzem ab Gießen ein sog. Personalzug in Richtung Frankfurt verkehrt, der auch Zivilpersonen mit-nehmen darf. Der Zug verläßt Gießen um 10.23 Uhr abends, fährt nur bis Butzbach, trifft dort gegen 11 Uhr ein und hält au? allen Stationen.

jungen Gießener Autor Ludwig Beil, der im Schopfungspro- sich vv-n fernem Helden ent­fernt und über ihn hincmÄvrichst. In ihm als gestaltenden Dichter ist Glut, ist Ucberfditonitd, rst Erstase, die dem Helden obg-heu. Er stößt eruptiv mit bildhafter Unmittelbarkeit Erlebnisbruckstückc ab, die sich zivar nicht organisch zum. Ganzen runben, aber den Wesensgrund des Tingl-aften bl i bar'do erhellen imb aus scheinbarer Starre ge> drängten Lebens voll chervorwachsen lassen. Tie Dinge agieren mit und werden manckMtal zu Danptträgrn eines Ettelmisses. Wenige Absätze, z. B. die auf Meßen Bezug haben, geben den Straßen- bildern und der landschaftlichen Umgebung ein unerhört lebendiges und überraschend scharfes Ge- präg-.

Beils Sprach meistert alle-s, was in den An schau u n gsbere ich der sinnlick-en Erschcknun^ tritt. Er ist eine durchaus visuelle Natur, die die L>eins- fülle mit i mvressivmsttsckser SckÄrfe durächringr und in gedrängter Sprache zur Ansichulichkeit zwingt. Man.fmial vermag er noch nicht die Fülle der SinneSnwln-nehmungen .zu einem Organis­mus zusammenreißen, und Dildteile yrftattern. Dann aber, wie z. B. in der Schußszene, ge­lingen ihm Schilderungen von beinahe kosmischer Größe. Und hier wächst der Autor über den ich- btrnranbtcn Helden hinaus imb hat die positiv Kraft restloser Hingabe an ein gnoßes Gefühl, die jenem selstt. Tas Geschaute wird zur Hmidlung. Häufig aber tlafft ein Riß auf, der durch die doppelte Einstellung des tldomanS verursacht ist. Ter Mensch Martin sielst mit seinen Augen imb der Dichter Beil sielst mit ihm, sieht neben ihm sieht Zusammen hange, die Martin zumal wahrend seiner frühen Jngmd mach nickst offen­bar sein können. Oder er schiebt vom Stoff gereizt, die nur lose verknüpfte selbständige Novelle der Frau Kruschek ein.

Martin ist der typisch Roman unserer lite°

Ein Straßenbahufiihrer in der Notwehr.

= Bi ebricha. Rh., 3 Juni. Hier kam es infolge der aufgeregten Stimmung zu einem folgen­schweren Ereignis. Als ein Straßenbahn' führet feinen Wagm inmitten bet Fahrt auf Verlangen eines französischen Ossi ziers nicht halten lassen wollte, wurde er von dem Franzosen mit der R ei t Pe i t säte mißhandelt. Ter Straßenbahner versetzte in der Notwehr dem Franzosen mit der Fahrtkurbi einen Scktlag auf den Kopf, daß er sofort toi zusammen brach. Tie Menge nahm für ben Mann Partei, so daß die französischen Soldat« seine Verhaftung nicht wagten. Dem Führer ge dang es, ans unbesetzte Gebiet zu entkommen.

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dz. Dillenburg, 3 Juni. Das Gaswer! teilt mit, daß es voraussichtlich morgen wegen

rariscknen Uebergangszeit. Von Wollen und Könnon ist er gestrafft, fast überladen, und leidet vielleicht gerade an dieser Fülle, bie sich nicht rinliritlich umspannen läßt. Da es ein Erstlingswerk ist, muß man. sich über jeden Ansatz, aber auch über leben wilden Schößling freuen. Und ein Reiferwerden wird den Autor auch zu positiver Weltanschauung durchdringen taffen. tnc sich nicht in der Becan< lagimg seines Viensckum Martin, ändern in brr (rintorrtirng der sinnlich ersascharen Welt und ut dec rücksichtslosen Treue zu dem eigenen mansch lichcn Selbst ankündigt.

*

Feuilleton.

Martin.

Roman von Ludwig Beil.*)

Das typisch Schicksal der um 1900 Geborenen spiegelt such in der individuellen Lebensgeschichte des Menschen Martin, der diesem Buche den Namen gibt. Sohn einer realistischen Epoche ist et Träger der Reaktion nach vertieftem Erschauen des bunten, vielgestaltigen Lebens, nach einheitlich mä­ßigem Erfassen der rätselhaften Gegensätze und Zu- lammenhänge des Daseins. Er trägt in sich du Wneiguna und den Haß gegen spießbürgerlich ge­nügsame Sattlet, die Sehnsucht nach einem neuen Menschentum, das die. Treue gegen sich selbst zum obersten Gesetz erhebt, aber es mangelt ihm die Kraft, in seiner Einsamkeit stark zu bleiben, eie erdrückt ihn, er geht an ihr zu Grunde. Er muß an ihr zu Grunde gehen, denn seine Absonderung bolP gebt sich, indem er alles um sich her mit negativem Borzeick-en versieht, während ihm das Positive einer Lebensbriahung ttotz allem mangelt. Und dieser Mangel sitzt tiefer. Er wurzelt in dem Unvermögen bet restlosen Hingabe an ein einziges grosses, starkes Gefühl, das alles Widerstrebende in der gleichen Mästung mit sich fortreißt, cs wurzelt in einer Trägheit des Herzens, das lieber träumt und phan­tasiert .als bem pochenden Rhn'hmus des Blutes nachgibt. Also der Mensch Martin, der zu Grunde geht, weil er asozial ist und nickst wie die lieber- lebenden seiner Generation aus dem Menschheits- vernichtungsrausch des Krieges (der in diesem Werke nicht berührt toirb) zu dem MenschheitS- verbrüderuwTsrausch erwacht, der btc Seele unserer ifing/en Künstler durchflammt.

Dieser Mensch Martm ijt aber g?sdaltet und mit viel eigenem Erleben genährt, von einem

) S. Fischer Verlag, Berlin«

Aus dem Reiche.

Lkvlus zum Tode verurteilt.

München, 3. Juni (W.) Dom Standgericht in München wurde nach zweitägiger Verhandlung der 1883 in Petersburg geborene Redaktor Tr. Eugen Levins, babisck-er Ltaalsangehöriger jw bischer Konfession, wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Ter Mitangeklagte, Ärchi- teil Wilhelm Zimmer, wurde wegen .Beihilfe zum Hochverrat bem ordentlichen Gericht über- wiesen. Die weiteren ^ütgcllagtcn Privatdvzent Dr. Adoli Arthur S a l z in München und Kunst­maler Botha Schmidt, wurden fteigespvocheir. Levind hatte sich tm April an die Spitze der neu- gebildeten Rütebeweyung in Münck-en gestellt, nach dem er gewaltsam ine Älacht an sich gerissen hatte. Seine Tätigkeit war eine überragende. MS an­erkannter Führer der kommunistischen Par­tei war er überall tätig, um an dem Sturz der reckstmüßigen Regierung Hofs­mann mitzuarbeiten. Als nach dem . Sturze der Räteregierung Levinä sich den Nachforsckiiungen der wieder zur vollen Herrsck)aft gelangten Regie­rung Hoffmann entzogen batte, gewährte ihm durch Dcrmittlung von Professor Salz der Kunst­maler Schmidt heimlich Unterfunft in seiner Wob- nung. Zimmer besorgte zur beab sichtig tert Flucht i^vinäs Ausweispapiere, die ihm von dritter Seite angebotiti wurden, und ging dadurch in die ge­stellte Falle.

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' Zettel waren ungültig. Jnsolgedcsi« fcliuerf SSl?! irste Liste 8, bie zweite Liste 4 Sitze nk Fr.

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wickelte sich über den Umstand, daß Dad-Rauhetn mit Bezug auf rationierte Lebensmittel von Reichskommissar in die Klasse der Städte ein­rangiert sei, die 50006000 Einwohner zählen. Im Verhältnis zur Zahl seiner Kuraäste müfit Bad-Nauheim unter Die Städte gezählt werden, die 3040 000 Einwohner aufweisen. Die Stadt- verwaltting soll alle Hebel in Bewegung setzen, damit unser Bad in eine andere Klasse versetzt wird.

Starkenburg und Meinhesfen.

rml. Darmstadt, 3. Juni. In den Bei-

** D i e P f i n g st f e r i e n. Das Hessische Landesamt für das BildungSwefen hat ange­ordnet, daß die Pfingstferien, die früher an den lstiheren Schulen eine ganze, an den Volksschulen eine halbe Woche dauerten, für sämtliche öffentliche Schulen dec Re­publik Hessen gleiche Dauer haben sollen. Sie beginnen am 7. Juni unb enden am 16. Juni.

** Der gestrige Regen, eine Folge entfernter Gewitter, wurde für Gießen zu einer bitteren Enttäuschung. Die paar Spritzer, 0,3 mm Niederschlagsmenge, genüg­ten kaum, die Luft etwas zu reinigen und den Staub niederzuschlagen. In den Gärten und Feldern, die sck>on seit Wochen nach kräf­tigem, durchdringendem Reaerc verlangen, blieb er wirkungslos. Die Wißmarer und Krofdorser Gegend soll allerdings mit einem tüchtigen, drei Viertelstunden währendem Platzregen gesegnet worden sein.

** Landesuniversität Gießen. Es habilitierten sich an der Landes-Universi­tät Dr. A. v. G r o l m a n n für neuere deutsche Literaturgeschichte, und Frl. Dr. M. Bieber für klassische Archäologie.

* Hoteldiebstahl. Am 30. Mai d. $. nach 11 Uhr abends wurde in einem hiesigen Hotel eine dunkelgrüne Hand - tasch e im Wert von 3000 Mk., in der sich 50 Mk., 80 Franks Schweizergeld, ein braunes Portemonnaie in Hufeisensorm mit Kleingeld, ein gold. Kettenarmband, ein gvld. Kettelten, eine Brillantnadel mit einem in Platin gefaßten Brillant, ein graues Leder­etui, ein silb. Bleistift und einige kleine Bil­der befanden, entwendet. Für die Ermittelung der Tasche ist eine Belohnung ausgestellt. In der Nacht zum 2. d. M. wurde in hie­siger Stadt mittelst Einbruchs eine Schreib­maschine, MarkeContinental", ein Platin­tiegel, 13,18 gr., und eine Platinschale, 31,38 gr., entwendet. Sachdienliche Mitteilun­gen erbittet die hiesige Kriminalpolizei.

** Durch Einbruch wurden am 29. Mai aus einem Keller Eier, Fleisch und Wein entwendet. Sachdienliche Mitteilungen an die Kriminalabteilung erbeten.

** T ie Jahresversammlung der ReichsprüfungSstelle der PrvvinG Ober- hesslm findct 'beute nachmittag 3 Uhr in der Han­delskammer unter Borsitz txnt Geh. Rat Tr.Usinger statt mit der Tagesordnung: Erstattung des Jal>- resberichts für 1918, Nenorganisalwnssrngen und zukünftige Aufgaben für die FriedenswirtsckMft.

** Zu einem Protest gegen d ie Loslösungsbestrebungen im Rhein-

ga. Grünb-erg. 2. Juni An der gefirigfli Gemcinderatswahl haben jufy 479 Wahlberechtigt von 1309 beteiligt, das sind 36,6 Pvvzent. Gro^c Schuld daran wird die Listenwahl tragen, die bfl Willen des Einzelnen nickt zum Ausd» uck kommn läßr. Von den abgegebenen Stimm n entfielen 291 auf die Liste des Bürgerve rein s, 1G9 auf

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land, Nassau, Rheinhessen und der Pfalz wer- i den morgen abend 8V< Uhr die Gießener Studenten aus dem besetzten Ge- : biet in den großen Hörsaal der Universität geladen.

** Liebigmusenm. Die Volksvor- ; lestnrg von Herrn Professor Dr. Brand über die Chemie der Seife fand am : Sonntag, 1. Juni, im Chemischen Institut vor : zahlreichen Zuhörern statt. Die Experimente über Bildung der verschiedenen Seifenarten erregten lebhaftes Interesse. In der nächsten Volksvorlesung behandelt Herr Professor F e i st die Chemie des Tabaks. Im An­schluß an die bisherigen Vorträge, besonders den von Herrn Geheimrat Elbs über die Chemie des Braunsteins wurde angeregt, in einer späteren Vortragsreihe dieNatur­wissenschaft undTechnikderLahn- talindustrre" zu behandeln (Mangan, Eisen, Kalk, Basalt u. <a.), wobei das ganze Wirtschaftsgebiet des Lahntales nebst den angrenzenden Teilen des Taunus und Wester­waldes dargestellt werden soll. Es würde dabei die Geologie, die Chemie der in Betracht kommenden Stoffe und die T ech- nik gleichmäßig berücksichtigt werden. Un­terstützung des Planes durch Beittitt zu der gemeinnützigen Gesellschaft Liebigmusenm ist sehr erwünscht.

** I m Lichtspielhaus finbet morgen abend ein großer Ehrenabe ud des Kapell- meisters W i g-g e r statt. Tas brciar.igc Lustspiel Ich möchte kein Mann sein" mit Ossi Os­wald a in der Hauptrolle wird von wertvollen Rtusikstücken umrankt. Bis einschließlich^ Freitag gelangt der raffmiette HochstaplerramanTie Dia- manten des Zaren" zur Aufführung.

Landkreis Gießen.

--m. Hungen, 3. Juni. Wie vielerorts ist auch hier eine Mieteinigungskom- Mission gebildet worden. Sie besteht aus den Herren: Beigeordneter Hch. Seibert, Gemcinderat Ph. Karl Bender, Gemeinderat Hch. Gg. Schclo, Landwirt Otto Schneider, Kaufmann Jjioor Sulz­bach und Schneidermeister Luow. Jockel II. Zum Vorsitzenden für sämtliche zum Amtsgerichtsbezirk Hungen gehörigen Orte wurde Oberamtsrichter Volk, zum ©mriftfubTeT A"tuar Riebel ernannt. In der Naht von Samstag au Sonntag wurde in die im alten DiaLjmu, veiindliche Kammer der hier garnisoniercnden Reichswehr-Eskaoron ein Einbruch verübt, wobei den Dieben Stiefel, Schuhe, Zeltbahnen, Hemden, Unterhosen, Strümpfe usw. im Werte von etwa 2000 Mk. in die Hände sielen. Auf die Ermittelung der Täter sind 100 Mk. Belohnung ausgesetzt.

-m. Hungen, 3. Juni. Noch vor 'wenigen Tagen war ein Gang durch die Felder unserer Gemarkung ein Hochgenuß und man staunte, was die Natur in den paar Wochen seit Ein fetzen der Vegetation her vor gezaubert hatte. Nun ist durch die anhaltend.' Trockenheit der letzten Zeil ein Stillstand im Wachstum ein getreten. Ties ist um so bedenklicher, da die bis ms Frühjahr dauernde Kälte eine sehr späte Aussaat ermög­liche, die 'bann noch lange im Boden lag, ehe sie aufgehen konnte. Begünstigt durch die warme Witterung war der Stand der Gewächse in Feld und Garten trotzdem ein vorzüglicher, aber jetzt lechzt die Matur nach einem durgreifenden Regm, der hoffentlich bald cirtritt, um die Hoffnungen auf eine gute Ernte nicht zuschanden werden zu lassen. Für die Kartoffeln war bie Witterung bisher günstig imb sie versprechen einen guten Erl rag. Mit der Heuernte wird in den nächsten Tagen begonnen werden Im Walde zeigen Erb- und Himbeeren reichen Frücktteansatz. Tiestm Früchten kam die trockene Witterung sehr zu statten.

Kreis Friedberg.

bz. Butzbach, 4. Juni. Alexander Held­user begeht heute fein 25jähriges Arbeiterjubi­läum bei der Firma Braubach u. Fischer.

Q. Bad-Nauheim, 3. Juni. In der heute abgeha ttenen Stadtverordncten-Ver-

s a m m l u n g wurde folgendes beschlossen: Vi-n der Anleihe von 1888 werden ausgtelvst 16 Stücke. Als Beitrag für die Geländestellung der Ge­meinde Griedel zur Wettertalbahn muß die ' Stadt einen Kostenbeitrag von 16 183 Mk. zahlen. 5 Dem Roten Kreuz wird bis einschließlich >L>eP- tember dieses Jahres ein monatlicher Zuschuß von 1000 Mark bewilligt. Bei der Bank für Handel und Industrie Darmstadt, Nebenstelle Bad- 1 Nauheim, soll ein Scheckkonto für die Stadt er­richtet werden. Der Waldwirtschaftsplan für : 1920, der Fällungen von etwa 700 Rm vorsicht, wird genehmigt. Eine größere Aussprache ent«

Miefgesuch

Wm-B!

M. Stic. Auge ,11011)182(1. d.Mchi

-- Frankfurt a. M., 3. Juni. Fiw M Posten eines Direktors des Berliner Opernhau!» ist der Musikkritiker derFrankfurter Zertuitü^ Aussicht genommen.

In großem Maßstabe ist dann 1912 der Jagd- irft Wildschütz in ben deutschen Kolonien geregelt tw den, und man war, bevor der Krieg ausbrach, w deutschen Kolvnialamt an der Arbeit. gcml< Naturschutzgebiete sestznle^en. Mit wklchr Opferfreude die Deutschen sür dre Erhaltung d« tropischen Tierwelt cintratcn, beweist die hcrow Tat des Deutsckien Taute. Als nämlich die M schnngen englisckier Aerzte das Hochwild für W Zwischenwirt des Erregers der furchtoaren Tft' tse Krankheit erklären wollten, unter nah Tante einen Versuch, indem er sich selbst insiziem und, da er gesund blieb, nachwies, daß durch bl- Hochwild die Krankheit nicht auf den Menilhi übertragen werde. Auch sonst haben deutsche NaM imtnbc mit englischen und amerikanischen i* sammen gearbeitet. Viele andere Knlturstaätt sind Deutschland auf diesem Wege nicht gcW Die herrlichen Sunda-Jnseln der Niederlande sm jeder Fwrm des Naturraubes preisgegeben, Brasilien mit der wundervollen Tierwelt sei.^ Riesenströme kennt f einerlei Natnrschutzgc'k»' gebung. Bor allem aber ist Frankreich in bicm Hinsicht febr rückständig. Es bat sich in sein» großen Kolonial gebiet zu keinerlei Tierschutz <v>k gerafft, nur um seinen Handel, besonders »i Federbanbel, nicht zu behelligen.Wie Paris, do eigentliche Herd der fluchwürvigen schmuckvM vernickttung ist weiß alle Welt, und es wird etil n der ganzen Schwere empfanden werben, votfl einst die Klage um unwiderbringlich Skrlortns sich erhebt. Wehe den Naturschätzen der beuW Kolonien, die etwa Frankreich in seinen Bem nehmen sollte!"

Lebensjahre zählen. Für sie beträgt das Durchschnittsalter 48,59 Jahre. Die neuen Stadtverordneten sind also demnach durchschnittlich 15,47 Jahre jünger als die im alten Parlament.

Senior des neuen Parlaments ist eine Frau und zwar Frau Oberstleutnant Nau­mann mit 66 Jahren.

Der Jüngste im neuen Parlament ist Stadtv. Sichert mit 28 Jahren.

Lebensmittel.

"Marmelade-Verteilung. Vom 5. bis einschließlich 11. Juni gelangt in den Kleinhandeisgefchäflen 1 Pfund Marme- lade zum Preise von 1.30 Mk. zur Ausgabe.

** Freibank. Tionnerstag den 5. Jmn werden von 14 Uhr die Nummern 25012700 beliefert.

Eine Eingabe de» Bürgerverei«» bet der Eisenbahndirektion.

Dom Dorstaird des Bürgervereiais wurde fol­gende Eingal-e bei der Eisenbahndircktion F-raark- prrt eingereicht:

An die EiseubalMdirektion Frankfurt a. M.!

Wie die in Gießen aufgelegten Pläne j-eigtn, beabsickftigt bis Eisenbahndirektion Framkfutt, zwi­schen dem Rod berg und der B ade n bürg bet -ßen Ueber holimgsgleise mit einem Empfangs-/ ?) «ybänbe anzulegen. Dadurch dürfte Gelegenheit geboten sein, dem von der Stadt Gießen schon so lang.' cntTt'bten Projekt der Errichtung einer Hallestelle 0>icf>en^OTb wieder näher zu treten und es zur Ausmtzrung zu bringen. Es könnte das n. E. sehr wohl dadurch ermöglicht toerben, bw& t-ie geplagte Anlage näher an das Nordende der Stadt Gießen hetWiMi'choben und das geplante Empfangsg-büude .an dos Südende der Gclris- anlagen verlegt würde, so daß es an den Südwcst- aöhaiig des Rodberges zu stelvu fönte. Durch Ab- heb mt g am Rodberg könnte hier kreier Raum für Anlage des Empfäiigsgebäudes und zugleich Grund zur Ai^cülluitg der geplanten GcleiSaNlagen ge- nroitnen werden.

Eine foldjK Neuanlage würde ben Lebens- interessen der Stadt Gießs>n, insbesondere des von dem Hauptbahich^fe s>o weit abliegenden Nordendes

erhält die n,---------- -- .... ...

der neue Gemeinderat fetzt sich wie folg: zufaminis: Heinrich Schmidt II., Fabrikant. Chripoth-ck^veiy' gmtb, Kaufmann, Wilhelm Angelberger, RealfÄil' _..v bireftor, Okorg Müller II., Küfer und Sanbhtrt, .Mngsia^ Friedrich Ritter, Kassenrechner, Hch. Schmidt 111, , .

Fabriiant, Karl Keller, Postsekcetar, Heinni

Der Natu rschutzin den deutschen Kolonien. Wenn Deutschland wirNich seiner Kolonien beraubt wirb, dann wurde auch auf bem Gebiete bes Naturschutzes in den Tropen eine Lücke gerissen, deren Ausfüllung durch bie Nachfolger sehr fraglich ersck»eint. Tie Art, rote namentlich tm verstossenen Jahrhunbert gegen die herrlichsten Tierarten Afrikas gewütet worben ist, wirb für die 6-eschichte des Menschengeschlechts stets schimpf­lich bleiben Ein Deutscher bar) ben Ruhm für sich in Anspruch nehmen, als Erster eine großzügige Organisation des Wildschützes in den Tropen am geregt zu haben. Es war der Gouverneur von W i ß m a n n, der den weitblickenden Marguis von Salisburv für diese Bestrebungen gewann. Im Jahre 1900 kam eine internationale Konferenz in London zusammen, auf der Belgien, Deutsch­land, Frankreich, Großbritannien, Italien, Por­tugal, Spanien vertreten waren. Schon damals leistete Frankreich ben verhängnisvollsten Widerstand imb ließ erklären, daß keine Beschlüße gefaßt werden dürften, die ben französischen Handel benachteiligen würden; auf Mabagaskar dürften die Vereinbarungen überhaupt nicht ausgedehnt werden. Größbrilannien dagegen erließ eine Schutz- tft gesetzgebung für Afrika und nahm sich auch in Paul Bekker, tn feinen anderen Kolonien bet bedrohten Natur an. I

furts gestohlen wurden.

dz. Saiger, 2 Juni. Der Maschinist Nil- Helm Franz, wohnhaft Haigerhüttt, erschoß h-nik feine Frau mtt einer PMe und verletzte fid selbst daraus durch einen Schuß in den Unterleib ÄcMwrlu-Nrai lebimsgefährlich. Der Grund zu der Bluttat ifi " in ehelichen Zerwürfnissen zu suchen.

bl. Marburg, 4. Juni. Billige Wo gen gab es gestern auf dem Kämpfrasen. So fairit ein Ächmied au4 einem Nachbarborf eine Kutsck

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