Ausgabe 
4.4.1919
 
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Nr. 89 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffen)Aettag, 4 April (9(1

Sie gebe auf den deutschen anderen Hafen an der Oft»

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Aroßen-Linden ist erloschen, ebenso Räude in dem Gehöfte des Gutspachters

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rionsfuhrern mit Zustimmung zur nommen worden.

Entwaffnung von Angehörigen bataillonS Anousta.

Berlin, 3. April. (WTB.)

leiten, wie VerßehrSverhÄtnisse, Beschaffung von Material und Farben, einigermaßen behoben sind, wird der Verein mit allen Kräften an die Arbeit gehen, das Wegebe-eichnmrgsnep um Gießen wie­der herzuslellen.

Aus Statt und Land.

Gießen, 4. April 1919.

Arbeitsplan im Obst- und Gartenbau.

* Amtliche Personalnachrichten. Erledigte Stellen: Im Geschäftsbereich des Mmr- ftmumS der Finanzen, Abteilung für ©teuernjren, können, in den ersten Monaten mit dem Wohnsitz in Darmstadt, zwecks Beschäftigung im Erb'chafts- steuerwesen mehrere Assessoren und solche Aspiran­ten voraussichtlich ständige Verwendung finden, die bte Prüfung für die mittleren Stellen int F-inanz- oder Jnstizfach abgelegt haben. Unter Umständen kommen auch bereits angestfllte jüngere Beamte der letzteren Art in Betracht. Im Einvernehmen mit dem Ministerium der Justiz werden Bewerber ausgefordert, sich unter Darlegung ihrer bisherigen Beschäftigung alsbald bei der eingangs erwähnten Abteilung schriftlich zu melden, und zwar auch dann, wenn bereits eine frühere Belverbung Vor­

kammer einzutreten haben. Die Maul- und

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see zu benutzen, weiut wir bereit und in der Lage seien, Garantien für die Beförderung polnischer Truppen zit geben. Jedoch behalt« stch die En tente vor, unter Umftänrben bei einem später an Termin auf die Frage der Landung polnischer Tnrppen in Tanzig /mrückzukommen. Man glaubt aber in gut unterrichteten Kreisen, daß die En teilte nüid)e hierdurch .nur den polnischen und fran zosischen Wünschen wenigstens äußerlich entgegen fommen wolle. DieBossische Zeüung" schreibt: Die Teilnehmer an den Verhandlungen in Spa haben den Eindruck, daß eine entschei dende Krise nicht zt befürch.en ist, da anscheinend beide Seiten Entgegenkommen zeigen. Die Mit

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Vereinigt« Staaten von Amerika.

Mistbeete stdnt werden oder ialter:

er Truppen in Danzig

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iltnte, das; d t ' g polnisch verzichten.

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Monat April.

täglich lüften und gießen. Ge- in das Pffanzutanzuchibcet warm WeißVohl, RollloÄ, Rvsentohl,

teilungen der Reichs reg ierung sind von den Irak- Kenntnis ge

Berlin, 4. April. Tie Reichsregierung machte gestern den Fraktionsführern der National Versammlung Mitteilung über den Staub der hr Spa geführten VcrlZmdlungen betreffend dir '. .. .wcnlaudungen in Danzig. TomBerliner ufolge erklärte Fock namens >iefc geneigt sei, auf eine La n-

Treis an der Lumda das Projekt über Denderuna des Wegs 176 bei dem Fabrikueubau Amend nebst Beschluß der Vollzugskommission vom 17. Mär» Isd. Js. zur Einsicht der Beteiligten offen. Ein­wendungen hiergegen sind bei Rteidung des Aus­schlusses während der Osfenlegungszeit bei der Bürgermeisterei Treis an der Lumda schriftlich einzureichen.

Aus dem Hmtsoerfün&igungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 8 vom 3. April enthält: Verordnung zur Behebung des Arbeitermangels in der Landwirtschaft. Vom 16. März 1919. Bekanntmackuna betreffend die Ausführung der reichsrechtlichen Verordnung zur Beschaffung von landivirtschaftlichem Siedlungs­lande. Vom 29. Januar 1919. Bekanntmachung betreffend Sitzung der LandeswahlKommission. Erwerbslosenfürsorge. Maul- und Klauenseuche in Großen-Linden. Erlöschen der Räude in dem Gehöft« des Gntspächters PH. Schudt in Londorf. Ausschluß unzuverlässiger Personen vom Handel: hier: des Handelsmannes Simon Schönfeld in Keffelbach. Ausschluß unzuver­lässiger Personen vom Handel; hier: des Metzgers <0<f). Rühl von Utphe. Ten Verkehr mit Eiern. Mlieferung von Hafer und Gerste. Feld- bereinigung Treis an der Lumda.

Die Eicrabgabepsticht besteht weiter!

Trotz der Aufhebung der reichsrechtlichen Be- stimmungen über den Verkehr mit Eiern ist hen einzelnen Landeszentralbehörden die Möglichkeit geblieben, innerhalb ihres Gebietes wieder ei na Verkehrs- und Derbrauchsregelung einzuführen Hiervon hat das Hessische Lmdesernährungsttnt Gebrauch gemad)t, indem es morDnet, daß die Ver­ordnung vom 26. 1. 19 betr. den Verkehr mit Eiern im nicht besetzten hessischen Gebiet unver­ändert weiter bestehen bleibt. Tie Ge­st ügelhatter haben demnach di« von ihnen ange­forderte Anzahl Eier zum Preis« von 2 5 P f. baß Stück abzuliefern, eine Erhöhung des Preises, die von verschiedenen Gemeinden angeregt wurde, hat das Landesemährungsamt abgefeimt Es ist jedem Geflügellialter dringend zu empfehlen, der Lieferungspflicht nac^ukommm, ^oidrigenfalls ge­gen die Säumigen mit den zu Gebote stehenden gesetzlichen Mitteln in diesem Jahre nachdrücklichst und schnellstens vorgegangen wird.

Tas Polizeiamt Giesen unb die Gendarmerie­stationen des Kreises sind beauftragt, die Aus­führung dieser Bekanntmachung zu überwachen und Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen. Ter Abgabepflicht entzogene Eier sind wie bisher zu beschlagnahmen.

Zur Behebung de- Arbeitermaugels in der Landwirtschaft

hat das Nevhsnrrmsterrum iür die wirtschaftliche De­mobilmachung am 16. Marz eine Verordnung mit

Neuyork City 4M% Ddv. p 1957 . . 4'/,°/. p. 1963 . .

w 47,7. P- 1965 . .

47,7. , P 1967 .

4e/p Atchison Topeca & 5ta. Fs Gen.

Dds. rückz 1995 ............

47, Baltim. 8c Ohio I. Mtg. Dds. rückz. 1948 3 Tentt. Pac. l.Mtg. Dds. rückz 1929

4",Tentr.Pac.Nefnd. 1949

4°/0 Chicago Burlington L Quincy Ne»

bracha Extens Dds. rückz. 1927 . . . besgL Collaterial Dds. (Northern Pref.

Grand Northern Dds.) rückz. 1921 . 4% Chicago Milwaukee L St. Paul Gen.

Mtg. Dds. rückz. 1989 ........

5% bergt Pac. Western Div. rückz. 1921 4'7» Chicago Nock Island L Pac. Gen.

Mtg. Dds. rückz. 1988 .........

4° bergt Refunding Dds. rückz 1934 4 / , Colorado L Southern Befund. L

Erens. Mts. Dds. rückz 1935 .... 4°/n Deno.<-.Rio.Grnd.I.kns.Bds. rckz.1936 47,7^ desgl. rückz. 1936 .........

47, Jllin. Lentr. Collat. Trust Dd. rckz. 1952 4"/g desgt rückz. 1953 ...........

4'0 Cairo Bridge Dds. rückz. 1950 . . . 37, Louisville & Nashville II Mg. rckz. 1980 4' ,7^Neuyork & (Erie III Exts.Ds.rckz.1923 5° 0 desgl. IV. Ertens. Dds. rückz. 1920 37« Northern Pac. Gen. Lien rückz. 2047 47g desgl Prior Lien Dds. rückz. 1997 57g Oregon & Califor. Mtg. Dds. rückz. 1927 4° g Oregon Nailr. & Navigation Kons.

Mtg. Dds. rückz. 1946 ........

47,7« Pittsburgh-Cincinatti-Chicago LSt.

Louis Kons. Mtg. Dds. rückz. 1942 . . 5°, St. Louis & San Francisco R. R. Co.

Southweftern Div. Dds. rückz. 1947 57. St. Louis & San Francisco Gen.

Mtg. Bds. rückz. 1931........

47o St Louis Southweftern I Mtg. Dds.

rückz. 1989 ...............

47,® St. Paul Minneapolis & Manitoba

Bds. rückz. 1933 ............

47g Southern Pac. I Nefund Dds.rz. 1955 470 Southern Pac. San Francisco Term.

I. Mtg. Bds. rückz. 1950 .......

47«, Union Pac. I. Mtg. Bds. rückz. 1947 5"/g Western Neuyork & Pennsylvania

I Mtg. Bds. rückz. 1937 .......

47# desgt (Ben. Mtg Bds. (keine Ierti.

fikate) rückz. 1943 ...........

570 United States Steel. Corp. Sinking

Bds rückz. 1963 ............

Schudt in Londorf. Tie Sperrmaßregeln wer­den aufgehoben.

Ausschluß unzuverlässiger Peri0- nen vom Handel. Gemäß Beschluß des Kveis- ausschusses vom 31. März 1919 werden der Han­delsmann Simon Schönfeld m Kesselbach und der Metzger Heinrich Rühl in Utphe als mrMver- lässige Personen vom Handel mit Vieh, Fleisch und Fleischwaren ausgeschlossen.

Erwerbs losen für sorge. Tie Bürger­meistereien der Landgemeinden des Kreises werden an die Einsendung der im Amtsblatt Nr. 4 unb im Ausschreiben vom 10. v. MtS. geforderten Nach­weisungen bis spätestens zum 6. I. Mts. erinnert.

Feldbereinigung Treis an der Lumda. In der Zeit vom ö. bis einschließlich 19. SLttril» tieot auf der Büraermellterei

Letzte Nachrichten.

Eme VcrordllUliss NoSles.

Berlin, 4. April. (WTB.) Der Reichs- wehrminister hat eine Verordnung er­lassen, in der es u. a. heißt: Wer einem in Aus­übung eines Tienstrs besiich.ichen Angestellten einzr Eisenbahn, Hoch- und Untergrund- 1 bahn Widerstand leistet, angreift oder zur Vor­nahme oder Unterlassung einer dienstlichen Hand­lung nötigt, wird mit Gefängnis bestraft. Tes- gleichen wird jede Beschädigung der Wagen, Gleise, öeitungen und Bahnhöfe aufs schwerste geahndet werden.

Ktiitt Landung polnischer Truppen in Danzig.

auf Selbstversorgerration u.tb Gelegen beit zur Pachtung oder lonftigeit Nutzung von Land ür den Bedarf des Hauslwlts. Die aus Leistungen ür Erwerbslose entstehenden Kosten sind von den Bürgermeistereien der Landgemeinden gemeinsam mit den Aufwendungen für die allgemeine Et wcrbsloscnfürsorge zu licmidieren: die, für die son- tigen Arbeitnehmer verauslagten Kosten find von der 'Gemeinde des letzten Wohnortes in besondere Verzeichnisse aufzunehmen und dem Streteamt vor­zulegen. Zuwiderhandlungen gegen die Verord­nung werden mit Geldstrafe bis zu 3000 Mark bestraft.

Zur reichsrechtlichen Verordnung zur Beschaffung von landwirtschaft­lichem Siedlungsland hat das hessisck)« Ministe^rum am 22. Marz 1919 Aussührun^sbe-- iimmungen erlassen. Hienrack wird als Sied- hn:g-unlermehnnrng im Sinne der Verordnung das Ministerium der Finanzen bezeichnet. Sein Geschäftsbezirk umfaßt das ganze Land. Das Mi­nisterium der Finanzen ist ermächtigt, bei der Durchführung der ihm obliegenden Aufgaben sich der Mitwirkung mit gleichen Ausgaben bestehender Körperschaften, Gesellschaften und Vereinigungen, owie der Gemeinden zu bedienen und an diese innerhalb der Gven-zen rechtlicher Zulässigkeit auch das Vorkaufsrecht absutreten. Die Zuziehung von Verttanensleulen erfolgt wich näherer Bestim­mung des Ministeriums der Finanzen.

Das Verkaufrecht wird auf Grundstücke aus­gedehnt, die einen geringeren Umfang als 20 Hektar haben. Die Ausübung dieses BerkaufS- rechts ist jedoch ausgeschlossen bei dem Verkauf an eine Person, die einen landwirtschaftlichen Grundbesitz von nur einem Hektar oder weniger zum Eigentum besitzt.

Tas Ministerium der Justiz befrimmt die Vor­aussetzungen, unter denen das Grundbuch mtt zu einer Mitteilung an bte vorkaufsberechtigte Stelle verpflichtet ist.

Ablieferungspslichtvon Hafer und Gerste. Tie Ansicht, daß die Bewirtschaftung von Hafer und Gerste durch den Kommunalvcr- bandes eingestellt fei, und daß die ablieferungs- pflichtigen Mengen Hafer und Gerste zurückbe­halten werden dürfen, ist durchaus unzutreffend. Rach wie vor unterliegt dem Kommunalverbind die Bewirtschaftung und Berbrauchsregelnng von Hafer und Gerste für das Erntejahr 1918/19. Tie Ablieferung von Gerste und Hafer ist gerade jetzt um so dringender, da die Herstellung grö­ßerer Mengen Nährmittel, wie Haferflocken, Graupen und Grütze, für die großstädtische und industrielle Bevölkerung ein dringendes Be­dürfnis ist unb die Wiederkehr geordneter Zu­stände nicht zum wenigsten davon abhängt, daß die bestehenden Ernährungsschwierigkei^ ten in den größeren Städten und in den In­dustriegebieten nach Möglichkeit erleichtert wer- den. Es wird deshalb nachdrücklich daraus hinge­wiesen, daß sämtliche ablieferungspflich ige Mengen an Hafer und Gerste, einerlei, ob sie bei der Be­standsaufnahme an Brotgetreide besonders festge­stellt worden sind ober nicht, unverzüglich abge­liefert werden müssen. Säumigkeit in der Ab­lieferung der noch ablieferungsvslichtigen Mengen an Hafer und Gerste kann sehr unangenehme Fol­gen haben.

In der Sitzung der Landeswahl-- kvmmission vom 28. Mär^ wurde sestgestellt, daß nach dem Wahlvorschlag der Demokratischen Partei für die am 26. Januar erfolgten Wahlen zur verfassunggebenden Volkskammer der Land­wirt Philipp Feldmann VII. m Armsheim als Ersatzmann für den aus der Volkskammer ansgeschi ebenen Rechtsanwalt Theodor Windisch in Michelstadt und der Lehrer Wilhelm Loos in Darmstadt als Ersatzmann für den aus der Votts-- fammer ausgeschiedenen Professor Geheimen Kirchenrat D. Dr. Eck in Gießen in die Volks

Kohlrabi, Eiskraut, Majoran, Bohnenkraut, Zuckermais. Ins Freie sind zu säen: Zweite Aussaat von Erbsen, Radies, Karotten, Spinat, erste Aussaat von frühe iten Buschbohnen, Löwen' -ahnsalat, Zickwrien, Rettich, rote Rüben. Ge' pflanzt werden als i irrige Pflanzen aus dem Mist' beet: Salat, Kolstrabi, Zwiebeln, als überwinterte Pflanzen aus dem falten Kaflcn: Mumeuüvhl und Rotbolfl: ferner werden Meerrettich, Esdragvn, Schnittlauch, 3d)alotten, Knoblauch und Früh' fartoifeln gesetzt. Sellerie im Mistbeet verstopfen. Gurken- und Melonenbeete vorbereiten, Kürbis, Gurken und Melonen in Töpfe legen. Bei trocke- nem Wetter sämtliche Aussaaten fvvd> galten durch Gießen. Früherbsen stimgeln. Spargckbeete an legen, S/a gfl täglich dreimal stechen. Rach be' endeter Ans.aat sämtliche Sainen ordnen unb gut ansbewahren. Auf di« ersten Blattläuse und Blut' laufe achten. ,Erdbeeren pflanzen. Wunden an Bäumen aussckmeiden und mit Bauinscklbe per fh eiclxn. Har e, fest sitzende Rinde schröpfen. Frisch gepflanzte Cb,tbäume geßen und pflegen. Wem reben pflanre 1; be e Sorte: Triumpliweintraube, Magdele>'«ntraube, Roter Gutedel, Weißer Gut edel. Weinreben und Rosen ans der Erde nehmen. Rosen schneiden. Konife:e:i, Rl.vdodendron, ,7frei= lanbawleen pflanzen. G.adolien auslegen^ Stau­den pflanzen: Veilchen Stzmdenphlox ulw. Schling­pflanzen >insfetzen. Retten säen. Dornmerblumen- samen: Reseda, Gvdetia, Renwvhitta ins Freie streuen. Lrv'o en anssetzen. Rasenplätze anlegcn. Härtere Kübelpflanzen in das Freie bringen. Buckl saumeinflassungen und Koniferen werden be­schnitten.

Die Versorgung mit Eaatkartosscln.

Wie mir hören, besteht Beunruhigung darüber, baß die Stadt sich niAf wie in den Vorjahren mit der Lieferung von Saatkartoffeln befaßt. Es ist verständlich, daß jeder, der ein Stückchen Land tzu eigen oder in Pacht hat, auch dessen Bestellung gesickert wissen möchte. Die, Stadt Gießen hat die Beschaffung von Saatkartoffelu in diesem Zahrc abgrlehnt, weil sie in den Vorjahren bei diesem Geschäft erliebliche Verluste erlitt. Da ür ba'xm die Vereinigten Getreide Händler die Be- schafffing von Saatkartosfeln in die Hand genom­men und im Herbst, als der Ankauf gestattet war, sich in Posen und im Bezirk von Danzig eine ausreichende Menge gesichert Kauf und Aus­fuhr sind von den dortigen Landräten genehmigt worden. Der Kaufpreis ist bereits bezahlt. Wann allerdings die Kartoffeln bei den augenbuckttchen DranSportv.-rl)ält'.iiffen hier eintreffen werden, ist nicht abvafeben. Die Hoffnung besteht, daß es >'ehr bald sein wird, denn auch der Transport ist bereits genehmigt. ,

Roch dem Eintreffen wrrd erst der Bedarf von Gießen, .Heuchelheim uitb Wiefeck gedeckt wer­den, da die eigentlichen Landgemeinden sich, den (Bedarf an Saatkartoffeln im Notfälle eher selbst lieftljaffcn kann sls die genannten Orte.

sofortiger Wirkung erlassen. Hiernach müffm offene Stellen in Der Land- und Forstwirtsckwtt sofort dem städtischen Arbeitsnackyoeis in Götzen angemeldet werden. Die Arbeitsnachweise haben dorthin in erster Linie Personen zu vermit­teln, die bereits früher in Land- und Forstwirt fdwt tätig waren. Solche Personen dürfen nicht an andere Betriebe vermittelt werden, so lange noch in Land- und Forstwirtschaft Arbeitskräfte benötigt werden. Es ist anderen Betrieben verboten, Ar- bcitskräste cinzustellen, die am 1. August 1914 oder während des Krieges in der Land- und Forstwirt­schaft tätig waren, es sei denn, daß sie für land- unb sorstwirtschaftliA Arbeiten nicht mehr taug­lich sind, lieber die Tauglichkeit hat ein landwirt­schaftlicher Sachverständiger mitmcntidxnbcn, der Dem ftäbt. Arb i s.'.achw i ii Gi ße b , egt e:t .st

Wer in der Lano- unb Forstwirisckxiil früher tätig war und nachweislich eine ähnliche stelle übernimmt, zu der er seinen Wohnsitz verlegen muß, erhält besondere Vergünstigungen. Er erhält freie Fahrt in den Beschäftigungsort, sowie angemessene Beihilfe zu den Reisekosten für fick unb seine Familienangehörigen, falls deren Unter­kunft im Befchäftigungsorte gesichert ist. In diesem Falle ist von der Gerneinde ober dem Gemeinde- verbände des lebten Wohnortes auch die freie Dahn- besörderung des Umzugsgutes z-u bewirkem Können die Familienangehörigen nicht mitgenommen wer­den, so erhalten fic Familtenunterstützungen, die das Einundeiifl^bfache der Zuschläge betraget, die als Höchstsätze den Familienangehörigen der Er­werbslosen gewährt werden können. Diese Zuschläge können nach Ermessen in Barunterstühungen oder in Gewährung von Lebensmittelm Mvetuirterstüt- Mngen unb dergleichen bestehen. Tie in lanbnnrt- ck>afllick)en Selbstversorger betrieben l-eschästigten Arbeitnehmer erhalten außer dem Lohne das Recht

Briefkasten der Redaktion.

w. $. in S. Die Dermißtenlöhnung wird in diesem Falle nur gewährt, wenn der Vermißte Jlwen Va er vor seiner Einberufung ganz oder übecwiegeub ernährt hat unb Bedürftigstit vor­liegt. Antrag ist bei dem Truvpent.il zu stellen, dem der Pe^rnißl« zuletzt angrl-ört hell.

veschlagnahmle Wertpapiere.

Nachstehend veröffentlichen wir ein Ver­zeichnis der auf Grund der Bekanntmachung vom 26. März 1919 vom Reich zu übernehmenden ausländischen festverzinslichen Wertpapiere, und zwar vorerst die amerikanischen Tie Liste ber üb­rigen austäiidftchen Wertpapiere werden wir mor­gen mitteilen. Mit der Beschlagnahme der ius- länbifd>cn Wertpapiere ist eine Verlängerung des Ausfuhrverbotes für ausländische Wertpapiere bis zum 31. Mai 1919 verknüpft

innig von Angehörigen des Ersatzba taillons Augusta erfolgte d"rch di« Stei­lung M tzel her <s arte varal eci -Sch tzendivi ion, die die Ma,eene besetzte, nadjoem sie einige Bat- terien aufgefahren hatte. Ter Führer des Augusta- Bataillons wurde jeftgenonunen unb befindet sich in sicherem Gewahrsam.

Der Gcneralstre'k im Ruhrqcbiet.

Essen 3. April. (WTB.) Um 6 Uhr abenos mußte die Straßenbahn den Verkehr einstel­len, da die Kriegsbeschädigten alle Wagen anhielten, weil ihre Forderung nach freier Fahrt auf den Bahnen abgelehnt worden war. Tie Belegschaft der Zeche Adler be­schloß mit überwiegender Mehrheit, die Arbeit am Morgen mit einer VVz-Stundenschickft aufzu­nehmen. Tic Frage der Regelung bei" Sechsstun- denschicht wurde der Regierung überlassen.

In Tüfleldors soll, wie versch.edene Blätter melden, in allen Bettieben eine geheime Absttm- rnimg über den beabsichtigten neuen Generalstreik stattfinden.

Zlisahratioucn für die Jndnstriesiebietc.

Berlin, 4. April. Wie der ^Vorwärts" von zuvertäss'ger Seite erfährt, lverben die vom Ausland rnirolle.ibeit Lebensmittel schott.in nächster Zeit es ermöglichen, für die Industrie­gebiete unb die Städte mit mehr als 50 000 Ein­wohnern Zusatzrationen auszugcben. Mit der Berteflung wird vermutlich Mitte sXprit bc= g-oni'.en werden können. Es sind folgende Zusatz- ra ionen in Aussicht genommen worden: In den genannten Gemeinden crl/rlten sämtliche Versor- gungsbereckstigten pw Wock^e auf den Kopf 125 Gr. Speck unb 50 Gr. Fett. Wenn die Zufuhren wie bisher anfyrlteii, werden auch die kleineren Ge­rn ein d.m beliefert werden können. Außerdem wer­den wöchentlich 250 Gr. Auszugsntelfl (feines Wei- zenmehlk an alle Versvrgung-sierech ig en in samt lichen Gemeinderl^aasgegcebeil nxrrbeit. Tie Preise für Sveck und Schmalz werden etwa 4,50 bis 5 Mk. pro Pfund betragen. Das Melfl wird bei- stÄtnismäßig teurer sein und sich auf 2 Mk. pro Pftmd stellen.

Dic Witdereinfnhnmq der Sommrnkit.

B e r l i n, 3. April. (WTB.) Ter S t a a t e n- aus schu ß stimmte dem Gesetzentwurf über die Einführung der Sommerzeit für das sende Jahr zu, die für die Zeit vom 28. Aprst bis 15. September 1919 in Aussicht genommen ist. Gegenüber allen Bedenken gegen chre aber^ malige Einführung waren maßgebend die Aus führungen der Reichskohlenkommifsare über die namentlich bei den Gas- und Elekttizitätswerflm erzielte Kohlenersparnis, die bei der gegenwärtig herrschenden Kohlen kimppheit besonders ins Go inicht fällt.

Falsche Tansendmarkscheine.

Berlin. 3. April. (WTB.) Falsch,' Reichsbanknoten zu 1000 Mk. versucht man neuerdings in den Verkehr zu bringen. Die Falschstück« sind leicht daran zu erkennen, daß die Faserstreifen nicht, nrie bei den echten Noten, hi das Papier eingewirkt, sondern durch Aufdruck von Faserbildern in bfaugrauer ober grauschwar zer Farbe nachgebildet smd. Ter Text des be­kannten Strafsatzes ist kaum leserlich. Bei einem Teil der Falschstücke befindet sich zwischen den WortenReichsbanknotck' undTausend" ein« verschmierte Stelle. Vor Ankauf wird gewarnt.

Pichon über den Präliminarfrieden.

P ari s, 3. Aprrl. (WTB.' P i ch 0 n erklärte, daß der Prälim ikra r frie den s en twu rf seiner Ansicht na ckMvck: Var Ostern vorliegen nxrbe. Ein Machtkampf der Eiscudahner in Italien

Sern,.3. April. (WTB.) In Turin wurde ein nationaler italienischer Eisenbahner­kongreß eröffnet. Die bürgerliche Presse wurde einstimmig ausgeschlossen. DarAvantt" spricht in einem Leitartttel die Hoffnung aus, der Will« zum Handeln möge bei den Eisenbahnern trium­phieren. Die Eisenbahner hätten das Schicksal bei bat bevorstehenden Kämpfen in der Hand.

** Stückgutsperre. In das Derzeickwis der von der allgemeinen Stückgutsperre nicht be­troffenen er (Freiliste) sind folgende Chi3 ter ausgenommen worden: Be tfebern, Fensterglas, Drahtg'as, Rohglas und Spiegelglas, Fischerei- gcrätschaf en, Gasmesser, Grsteitungsmaterial, Ap­parate mid Zubehörteile für Gosiverke, Gummi und Gnmmiwaren, Kitt, Klefttfahrzeuge, z. B. Kastenwagen, Leiterwagen, Schubkarren und dergl. nebst Ersaltteilcn, Kochkisten und Zubehör, .Kunst- woll«, Maschinen und Motore und Zubehör, auch einzelne Tcite, sowie Putzmaterial, Schiefertafeln nebst Griffeln, Wasfernwsser, WasierleitungSm tte- rial.Mpparate und Zubehörteile für Wasserwerke, Web-, Wirk- und Strickwaren (auch aus Ersatz­stoffen hergestellt), Wertzeuge.

** Freigabe des Verkehrs mit Kohlrüben. Die Reichsflette für Gemüse und Obst macht im Reichsanzeiger Nr. 70 be­kannt, daß sie ihre Verordnung vom 26. Ok­tober 1918 über die Bewirtschaftung der Kohl­rüben aufgehoben hat. Der Verkehr mit Kohl­rüben ist nunmehr völlig frei. Da dic Vedarfs- stellen hinreichend mit Kohlrüben eingcdcckt sind und die Nachfrage außerordentlich gering geworden ist, konnte die Reichsstelle dem viel­fach geäußerten Wunsche auf Aufhebung der Kohlrübenwirtschaft Rechnung tragen.

** Der Vogelsberger Höhenklub, Zweigvercin Gießen, hielt am vergangenen Frei­tag seine ordentliche Hauptversammlung imKai- serlwf" ab. Tem Jahresbericht des Dorsitzenven war zu entnehmen, daß die Wandertättgkeit des Vereins auch während des Krieges mlsrecht er­halten wurde bei einer durchschnittlichen Betei­ligung von 15 Personen. Bon den Mitgliedern waren rund 80 zu den Fahnen einberufen, acht davon haben den Heldentod fürs Vaterland ae- funden unb drei schmachten noch in franzöiischier Gefangenschaft. Rach dem Bericht des Rechners stehen di« finanziellen Kräfte des Vereins auf guter Grundlage Ti« Vorllandswah! ergab btc einstimmige Wiederwahl der bisherigen Vorstands- miiglieder mit Ausnahme des verdienstvollen Rech­ners, der sein A "t nieder gelegt hatte. Mu aus­genommen in d' ^.weinstäiigkett wurde die Pflege ~ 3. vorerst jedoch noch in be­

rge gen betrachtet es der Ver­ein als seine sx .\- , die Wegebezc.'ichnungen, die naturgemäß wahr.. . des Krieges gelitten haben, wieder insiLud>usetzeu. Sobald die Schwierig-