Ausgabe 
3.3.1919
 
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deS so beliebten Carl ®fii<

r» In MS dääBHTWrte» toTTfffcpxtoti* Ke fl**»e »<»* wwrefft beendet, von Ucta tiSt m ti*r tonn noch et- seS Verttechen nnifett küi Baler mU 2 0 0 Storf was zu nm. Geldstro fe Mi fern, der Junge bodgr eine Nacht

" Herborn. 28. Febr. 3n der gestrigen Nacht in einem toller über feine FrtvritaL nach.

wurde durch die Nachtwache einem Manne die Kuh Königstein, 27. Febr. Ern Schutzmann, «

aus

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L^Zafserdicht und nicht crbfärbend

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Hersteller, auch

1919

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i. Schr. Ang. unt eilchenald rta.anjL Nab- d. Gietz.An-. erb.BxraM. Hecktogh. <szr.LL

Arz^etger tTiwtfp

OfcteVaa

IungerMann, 24 Jahre alt möchte gerne mit jg. Mädchen ob. jung. Witwe, 12 Stinber, tn Serbin«

ffubren übernimmt** Karl Pejpel, SandgafseD.

dessen Ofen zwei Patronen gefunden wurden, wurde barob von den Franzosen in» Gefängnis gestecht. Ium Jimmerheizen verwenden die Franzosen hr ihren Quartieren Stühle, Bilder, Bettstellen, Spiegel* rahmen. Manche Wohnungen find fürchterlich au»M geraubt - Der Kelkheimer Einwohner Elzenheimew wurde, weil man in seiner Tasche ein Zeitung»^ blatt fand, dafür zu einer hohen Geldstrafe o** urteilt. Seine zwei Töchter Überschritten die Ort»*

wurde durch die Nachtwache einem Manne die Kuh abgenommen, welche er in Uebernthal seiner eigenen Mutter au» dem Stalle gestohlen hatte. - Weiter wurde ht einem hiesigen Geschäft eingebrochen und eine Menge Waren entwendet. In einem zweiten ®e- schäft wurde ein Einbruch versucht kam aber nicht zur Ausführung. Die polizeilichen Ermittelungen find

werden Ihre Schuhe bei fortlaufendem Gebrauch von Dr. Genlner's Oelwachs- leberpntz

Pttlretuiigkir werd, angenommen. Be- suche Gemischtroareu-Ge- schälte Lberhess. Schrift­liche Angebote unt. 04207 a. d. (Steg. SUud» erdet

über die seitherige Verwaltung, Beschlußfassung über Vornahme einer Ab« schlagSverteilung, Prüfung von Forderungen, Anhörung der Gläubigerversammlunng übet Festsetzung der Vergütung und Auslagen de« verstorbenen ersten Konkursverwalters

Siebe«» Konsertücrdit

Giehen, den 3 März 191».

Das rühmlichst bekannte Wendling.Quartett Stuttgart, das hier noch vom oortgen Winter in bester Erinnerung steht, erfreute uns gestern

(dmeibcr m. etfl. Geschäft u-Berm-wünscht Bekannt­schaft mit sunger, gebilde­ter Dame mit BermSaen zw.sväter.Hetrat.S>christl. Angeb. m. Bild. unt 04147 an den «leßcu. Ää*. erber.

her , , ,. .

wieder durch einen überaus gelungenen Kammer- musikaben d, dessen Programm mit feinem Ge­schmack zusammengestellt war und eine sehr harmonische Geschlossenheit aufwies: Drei Werde von Mozart, Beethoven und Brahms, die sich in ihrem Stimmum geholt berühren und auch in der Tonart verwo - > fchaftlichc Beziehungen haben, waren mit Glück H-. ausgegriffen, um uns aus den Sorgen des Alltags- und der besonderen Erdenschwere der Gegenwatt hin»

SMIteier Kicks.

Leitung Henn. Stalngoettor

Montag den 3. März abends R Ubr:

ITJMeMUg-AboaseuHirt»-

Verutellnig 2687c

Der Kuckuck

Scha»wte1v.ür.Dtettich

A-jirszt s»f Suren

entgegen. Schr. Ang- unt

Versteigerung.

QHttwocb Sen S. BHrx fl. J. vereitt 19 Uhr ver­steigere ich In nein. Amis- ntahe (Jnetlxgeb., Zimmer 53 IL Stege) gegen Baar- Zahlung:

1 Lederkoffer. 1 Feld­stecher, 2 paar Schnür­schube u. 1 paar Damen- schuhe. 2 Abziehsteine, 8 Treibttemenstiicke, drei Ledersohten, 3 Päckchen Malftaffee, 1 Brotbeutel- riemen und 1 Glaserdia­mant.

Versteigerung bestimmt.

Bern wi

Gericht-voll», in Giehen.

Betr.: Konkurs über das Vermögen der Gewerbebauk Lollar e. G. m.«. H. i« Zottat.

Beschluß:

Auf Antrag des Konkursverwalters wird Termin zur Abhaltung einer Gläubigerver­

sammlung zur

Berichterstattung des Konkursverwalters

Rechtsanwalt L. Römheld bestimmt auf SamStag den 5. April vormittags 91/, Uhr Zimmer Nr. 6.

Gießen, den 27. Februar 1919. Hess. Amtsgericht.

Wlrtncfanltsverpnehlug. In Vtnneibacb «Heffen» soll die Gasttvtttschast Felsenkeller »um Jo- bannesberg mit geräuin. Saal u-Fremdenzimmern demnächst neu verpachtet werden. PachtUebhaber wollen fich melden bei FrciherrlichRtedeselscher gientlammet in Lauter­bach «Hessen». 2536D

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rüsteten Plünderern nicht hort geschleppt werden konnte, wurde planlos vernichtet, so toutbe Zucker crusgcschüttet, mit Srisenpulver, ixipcrfUxflen ufto. vermengt und ömut planlos unrfargeworfcn.

= Frankfurt a. M., ,27. Febr. Die Ge- saurtMtsgaben der Stott für Stricgs^roede beliefen sich bis Ende 1918 auf 324 Millionen Mk.; hier­von sind 193 Millionen Mk. durch Ernnahinen gedeckt. Falls das Reich dir zu Beginn des Krieges versprochenen Unterstützungen von 42 Mill. Mk. auch zurückhahlte, verbliebe der Statt trotzttm! nach eine Srfatdenlast von 92 MillüwLn Mk.. eine Summe, die sich^durch NculLriegsai^abei:

Famil ienunterstchtzung gabte Frankfurt allein 38 800 000 Mk. rnr. Frankfurt a. M.. 2. März. Während

Pferde-Versteigsrung

Am 11. b. MtS., 10 Ude bornu, werden in Gießen, Landsturmlaaer, en. 20 kriessuubrauch- bare Pferde an die Meistbietenden versteigert. Zugelaslen werden nur Landwirte, die die Rot- weiidigkett durch eine von Setten der Bürger» metsteret ausgestellte Bescheinigung nachweisen.

Nachrichten-Ersatz-Abteil. 18

sckstverster Weise gefäftrfat werden. In der Tat 'M der französische Oberbefehlshaber bereits Ein- spruch erhoben.

= Frankfurt a. M, 2. März. Der hier wohn- hafte Direktor der Höchster Mamkrastwerke, Georg Kribben, wurde wegen verbotener Vermittlung von Briefen aus dem besetzten Gebiet nach Frankfutt usw. von der ftanzöfischen Besatzungsbehörde zu 3000 Fran­ken (4320 MK0 Geldsttafe verutteilt.

mr. Syofhe im (Taunus), 2. März. Ein znwlfjähriger ^yimgc hatte einem fran^öRfdien

> eand.

3. W

sSfes

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rrt btt 91<P9

= Frankfurt a. TL, 27. Fett. Verschiedene Bewohner der Stadtteils Rödelheim überschrstten tti einem Spaziergange versehentlich die Grenze der ftanzöfischen Besatzungslinie. Sie wurden von den Posten verhaftet and erst nach längeren Derhand- langen am nächsten Tage wieder fteigelaffen.

Frankfurt a. M., 28. Fett. (WB.) Dom Korrrnurnfaur des Abschnittes IV der neuttalrn Zonertiirb uns folgendes mitgeteilt: Am Diens­tag abend wurden französische Soldaten, die beim hiesigen Dorfti cbim^örfek-r i'onrman- diert 'sind, auf der Kaisersttatze von einem Zivi­listen mit Schimpfworten verfolgt und mit Tätlichkeiten bedroht. Leider versäumte bic Bafttchvistvache ttvtz Auftocderuns durch die Be- teÜvgten, den Schulttgten dingfest zu machen. Das VWR, ,irt _____________________i flöge!hafte Benehmen, an sich eines deutschen Man-

wohl auf 100120 MUI. Mk. steigern dürft?, ftres u-twürttg, ist um so schärfler ju öcnrrtcüeji, Für Kaptdalsobtvagung und 2Ser,infimg dieser. als die für Furn kfurt so Luyetordentlich tvtchtigen Sunrneen sittd in Zukunft 56 Mill. Mk. jährlich Beziehungen zu den ONupationsbehvckxm durch erforderlich. An Familienunterstützung veraus- derartige imvevLNttrvrttiche Ausftftretturrgen

7. ^ais LV*'

Aus dem besetzten Rhringebiel.

Mr Cron berg (Tann.), 2. März. Bürge» meister Miller-Mittler «rlätzt im ^Cronberger An­zeiger" folgende BeÄrniittnachung, tte einen inv- glanblichtM Äarnge lan Teutschbetvvsttsein zeigt ? 1/|V' V* Ö1 v3? «'S»

4 '*Es wird dringens um recht -ahkreiche Beteiliänng gebeten bei den von den fvan-öfischen BesatzungSbehttden eingerichteten Sprachdtrst», da tte Art der Seteilifliura ntcht xyerWet wird, bei der Besatzung einet Gackruck

grenze. Strafe je 200 Mk. Geldsttafe.

mr. Montabaur 2. Mär». Sttt kcomtrnachung des ameriunrtfdxm BesatzirngFllvutt mandvs teilt mit bafe es fernerhin verboten ist. bafe Leute, die nrcht schon früher im Besatzung»- gebiet gewohnt haben, zuzieben. Sollte der Zuzug von auswärts nach Mvntabanr und die lmtiieqr-rfxm Orte nicht aufhSoen, so nxrbenf die besseren Wohmingm ftftvN den amralanifdiai Turppen zur Derfügsrng gestellt.

Bestcttwen n. a. geplündert: 423 Pst). Landbutter, 2278 Pfund Mvlkereibotter, 1250 Pfd. Margarine, 3500 Pst>. gern. Zucker, 600 Pst». Weizenmehl, 1943 Pst». Kunsthonig, 200 Pst). Kaffee-Ersatz. 1609 Pfd. Nudeln, 2218 Pst>. Marmelade, 1096 Pfund Graupen, 15 Tosen Eiiveitzmilch, 20 Sack Nudeln, ä 50 Pfd. -- 1000 Pfd., 12 Pst». Scho­kolade, 205 Pfd. Kindergerstenmehr, 285»/s Pfd. A.-K.-Seife, 335 Pfd. Griefe, 500 Stück Käse, 407 TDsen Vollmilch?, 1040 SlrW grütze, 6685 Würfel 38 Patete

Bruchkeks, 3646 Pakete Ziw ebnck, 110 Düren Zwie- bock-Kvrm.n, 1110 Rdlleu K ks. 223 P d Schnchi- dte, ein Stostkarven, Zuckersäcke, Mrlstfääe usw. im.Gesamtwerte von 26 627^0 Mnrkf Aus dm Bestündm des Landkreises wurden geplünd-rt: 11670 Pfd. Brottxuckcr, 122 falbe und 2850 ganze Tosen RrndAeisch, 7602 Dosen Schmalz- frisch, 834 Pfund Butter, 2525 Pfund Margarine. 45 Pfd Würfelzucktt, 2337 Pfd. gern. Zucker, 7 Kistm. gelben Kandiszucker, 196'/, Pfd. RoggenmeVl, 765 Pfund Kunsthonig, 150 Pfund K.-U-Seife, 218 Pfd. KaffeElatz, 3000 Würfel schwäbische Suppen, 580 Pfd. N-rdeln, 130 Stück Kerzen, 434 Pfd. Graupen, 738 Pjd Graupen- grütze, 65 halbe Pakete Bruchtzirnettck, 258 Pfd. Hakerslockm 2200 Pfd. Marmelade, 10600 Stück Käse, 1016 Rttlm Keks. SutterfäiTet, Zuckersäcke, im GcsMNtwerte von 33 045,48 DA. Ter Schae den, bet beiden Kvinnncnakvelchänden, Statt unb Land, durch die Plünderungen aintaiben ish, be­läuft sich m4gesanrt auf 59 672,98 Mk WaS wn den teils mit Wagen, teils mit Sacken ausge-

Güternug ab tntb kam unter die Räder, dir ihm -in Bein unterhalb des Knies abfubrcn. Der Smmgiitiite mar als Deizer an der Bahn tätig.

Kreis Alsfeld.

auf den Sxnibtftm&en ein lebhaftes Fastnachts­treiben ifarrfdne, als lebten wrr im tiefsten Frieden, war es in den Wahllokalen, wo Frankfurts Geschick entschieden wurde, cruherst still. Tie Beteiligung .bei der Wahi zur Stattverord- tretenversammlung tont vielleicht mit Vs der Preu hem oatzl gerechnet werden. NamerrÜich aber fehlten die jungen Leute ztoiftlunt 20 und 25 Jahren beiderlei.Gescl^echts. T-ie Wahl, die bis

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Nth* ®t- i.*1** lUB *Lbn ®r»«b. ."ÄSkbührt adtht LJJ®» unb btt Regierung.

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ist bk nbes- Wir Kömti, 15 M neuen $mh Mark unseres an Unteremäb. d^ng ftodtt in et- abnkbetriebe ftthen Arbeitslosen ist an- >al)nhmen fHügelegt «emotioen bemältigt 1 Teil von Dukeht

An bie Arbeit! der Streik führt i Abgrunb. Wie Vertretern ber Ar. Meich wichtig wie liftlicht Demokratit nb am Werk halten, i wenden vermögen, 'hduch btr wirt. Men. Das ein» ftrihattücher ®runb» ber am^aflHdm bwätt, wit wer fit denBergarbetttrw Qt voftchivge», dit tut VeruftveNnler

attichastliche Der» eilt Fabrik auf be tit bet Sozialisit.

sich wit vor aflee son (Energie jw emischt-wiNschastbcht öffentlichen Kontrolle

Arbeiten so;ial» lenußsüchiigtr Droh- rüdit unb ausgemajt

Dege organisch anfe -rungsversucht, lerr* terschast, bewafftt« jts werden wir redu iebes Menschen- gibt keinen Frtidnes Tätigkeit jebtr »Volkes, wer sich « )ie Strenge b<i .fahren ftr^darn örungen an knltj lut wollen am es DülgttKieges^ nfen, mit all etne« ^Vaterland 3«[,orel1

um, 3'^« 'S K»*

Dee TfirftliAe btr vem

4. Degeuber ». F. eröffnet für die Fleisch- unb Fett- T^dorgung Denchchlands trübe Dusfichten. Der Nmd- Viehbestand bett&gt 17226855, das sind 20, Millionen weniger als rm Vorjahre. Schweine find nur noch 10080375 vorhanden, eine halbe Million weniger als im Dezember 1917. Die Schafe zeigen mit 5299008 Stück und die Ziegen mit ebenfalls 4137289, nochmals eine erhebliche Verminderung. Nur b'e ffanincheu haben sich von 9 Millionen auf 11 Millionen vermehrt.

Preuhifch-SÜddeutsche Klassen.Lotterie. Die Einlösung der Lose zur 3. Klaffe muh unter Bor- [egung des Borklaffenloses bis zum 5. März abends 6 Uhr geschehen. Auch die Freilose muffen gegen Rückgabe der Gewinnlose bis dahm in (Empfang ge­nommen werden.

M Die Freidenker-Bereinigung Giehen ist patteipolitrsch ein ganz neuttaler Boden. Es gibt aber keinen zettgemähen Gegenstand, der nicht ein Zankapfel der politischen Parteien wäre. (Einer der umstrittensten ist die sogen.Einheitsschule-. Deshalb lädt die Freidenk er-Bereinigung die Leiter und Mit­glieder aller polittschen Parteien zu dem Dorttage am 3. März, abends S'/, Uhr, im Saale des Groh- Herzogs von Heffen ganz besonders ein. Ein freiheit­lich gesunder, erfahrener unb erfolgreicher Fugend. Erzieher, f). ®. Neuendorff, der Letter der bekannten Dürer)d)ule in Hochwaldhausen, wird sprechen über Heue Fiele der Jugenderziehung und die Einheits« chulen". Nach dem Dortrage ist freie Aussprache.

* Beethoven und die Frauen im Film. Den Freunden des Lichtspielhauses in der Bahnhof- itraße 34 bietet sich in der Zett vom 4. bis inkl 7. März ein ganz besonderer Kunstaenuh. Das Film- werk, das zu den besten zählen soll, die jemals in her Filmkunst geschaffen wurden, ist innig mit der Musik vereint. Durch genaues A«paffen der Hand­lung an eine Blütenlese Beethovenschrr Tonwerke ist eine Berlchmelzung mit dem Inhalt des Films ent­standen, die im Beschauer tiefe und nachhaltige Wtt> nung auslösen muh Die Harmonie»Films sollen das Kino-Programm aufwärts führen und viele Feinde her Filmkunst mit ihr versöhnen.

Landkrris Girtznt.

m. Garbe«tetch,»3. Mär^ Der 22jäfa rige Fritz FSrsterlin-, ein Svhn des bd unserem Orte fjaiwnterten Batzttwarts Förster- Ting, verun#! ütfte nun Samsttrg nochvnitttrg unGiehenerBahnhof. Er stürzte von einem

oz. Alsleld, 27. Fett. Auf Deranlaffung des iefigen Gefchichts- und Al ter tum so er eins sprach gestern abend Neallehrer Dotter in öffentlicher Der- himmlung über den Streit um den Homberg. Zu Beginn der Versammlung erwähnte Kommerzienrat G. Namspeck II., dah ein Antrag des hiesigen Stadt- Vorstandes an die Regierung im Jahre 1909 sich mit >emHomberg" bereits einmal beschäftigte und die Teilung dieses Waldes in einen städtischen und einen staatlichen Besitz bezweckte. Leider sei dieser Anttag von der Regierung abgelehnt worden. Das, was in- i essen der Redner des Abends auf Grund beglau­bigter Akten des Archivs oerbringen werde, rolle die Frage des Besitzrechts des gesamten Hombergs auf unb sei darum für die Bevölkerung unserer Stadt von <an; besonderer Bedeutung. Herr Dotter gliederte einen Dortrag in drei Teile. 3m ersten Teil gab i einen (Einblick in die den Grundbesitz betteffenden 'echtsoerhaitniffe und Derwattungszustände der Re- iormationszeit, mtt besonderer Berücksichtigung des Homberg-. Der zweite Teil schilderte die ununter­brochenen gewalttSttgen Versuche zweier aufeinander folgender Nomröder Oberförster, denHomberg- aus dem (Eigentum der Stabt Alsfeld in den Besitz Phi­lipps des GrohmÜttgen zu dringen. Der Streit führte uv Kle.ge der Alsfelder bei der landgräflichen Aanzlei i;i Kassel, die zwei grohe ßeugenoerfare nach sich . og. Das Recht der Alsfelder war sonnenklar, lind so harn denn - reichlich spät - endllch die Entscheidung heraus, dah den Alsfeldern ein Drittel -es Waldes, dem Landgrafen zwei Drittel zugesvrochen seien. Alle Beftuche der Alsfelder, noch etwas heraus- ^schlagen, schlugen fehl. Der dritte Teil des Dorttags brachte eine krittsche Würdigung der damaligenZeugen- ciusfagen, deren zusammenfasjendes (Ergebnis jedem Versammlungsteilnehmer die klare Ueberzeugung au drängte, dah hier Gewalt vor Necht gegangen und bie Stadt Alsfeld um ihr (Eigentum gebracht worden war. Dieses klar zutage ttetende Unrecht wieder gut« ^machen, sollte cs auch heute noch nicht zu spät sein. Sache der Stadtverwaltung ist es nun, in eine sorg­fältige Prüft»ng der ganzen Angelegenheit einzuttetei» und die Schritte zu tun, die eine Revision der Besitz- uert)ä(1niff<r desHomberg" und eine Rückgabe des Eigentums unserer Stadt herbrizuführen geeignet sind.

Krcis Scholten.

E Laubach, 28. Febr. Bei der heute hier ab» gehaltenen zweiten Militärpf er de-Ber st eigerung bes Garde-Dragoner-Regiments Nr. 23 wurden ganz »norme Preise erzielt, viel höhere als bei der am 8. Februar. <Es hatten sich auch mehr Käufer und ftändl-r, als bei der ersten Versteigerung eingefunden. Die Zahl der Käufer bei ef sich auf über 800. (Es kamen im ganzen nur 15 Pferde zum Ausgebot, da-

ehr teuer bezahlt wurden. Gewöhnlich« MilitLrpferde kamen Nr. 1 1010 Mk , Nr. 2 1000 Mk^ lltt. 3 1210 Mk., Nr. 4 1705 Mk., Nr. 5 3010 Mk., Nr. 6 3780 DIR., Nr. 7 12bO TOlu, Nr. 8 2680 Mk., Nr. 9 (Offizierspferbe) 3980 Mk., Nr. 10 5090 Ml^ Nr. 11 4010 Mk., Nr. 12 3510 Mk., Nr. 13 3030 Mk. Nr. 14. 2500 Mk., Nr. 15 4020 Mk. (Einige Pferde waren vorher, wie man hörte, freihändig abgegeben worden, wodurch es am Schluffe der Versteigerung zu ÄraroaHfoenen kam. Insbesondere verlangten die Käufer dzw Pferdehändler, dah diese Pferde zur öffentlichen Versteigerung herbeigebracht werden mühten. Nach der Versteigerung begaben sich die Interessenten in der Stadt auf die Suche, um die Pferde herbei­zuschaffen und zu versteigern. Ob sie die Pferde ge- fanden haben, konnte bis jetzt nicht ht (Erfahrung gebracht werden.

Kreis Frftdbers.

v Butzbach, 1 März. Hier wurden zwei junge Burschen wegen (Erbrechung eines beladenen Eisen- dahnwaggons, der mit Heeresgut beloben war, durch einen Sicherheitswachmann verhaftet. - (Ein Frem­der gab bei einem hiesigen Gastwirt einen größeren Koffer zur Aufbewahrung. Wachtmeister Sttoh bekam davon Wind und beschlagnahmte den Koffer. Der In­halt war ein geschlachtetes Kalb.

Kreis Wetzlar.

Wa. Braunfels, 1. März. Die wegen des Diebstahls der Kasse des 2. Balls. Füs.-Rgt. 80 verhafteten drei Unteroffiziere haben nunmehr die Tat eingestanden. Die Kaffenkiste wurde gestern im Solmsdach, unweit Bonbaden, von der Polizei unter tatkräftiger Mitwirkung von Soldaten gefunden. Sie enthielt noch die Bücher und Dienstsiegel Das Geld hatten die Diebe nach Frankfurt a. M gebracht. 27000 Mk. wurden dort beschlagnahmt, die wetteren 7000 Mk. sind verpraht und zum Ankauf von Schmuck- fachen, die ebenfalls beschlagnahmt find, verbraucht.

Hessen-Nassau.

Die Lebentzmittetplünderungen in Hanau.

X. S) attau, 28. Fett. In der Sitzuttg der Ntttstaudskvnrmissimt gab der Referent Pense eure Aufstellung über die bei der Plünderung des Lebensinittellagers d<-n Plünderern in die L»ände gefallenen Lebensmitteln. Tonach wurden aus den dem Sdadtkveis Sxnutu gehörigen

sofort etngeletiet worden.

< Marburg, 28. Febr. Das Gerücht, dah Spartakisten hierher kämen, um Defängntsinsaffen zu befreien, verursachte heute hier nicht geringe Auf­regung, die sich noch steigerte, als in den Rachmtt- tagsftunben Alarm geblasen wurde und vom Schlosse aus zwei Kanonenschüsse ertönten. Daraufhin wurden überall die Wachen verstärkt, unb die Studentenschaft und viele Bürger von dem Fägerbataillon aus be­waffnet. Die meisten Läden wurden geschloffen.

Gerichtssaal.

C Marburg, 28. Fett. Der grohe (Einbruchs- diebstahl in der Nacht vom 7. zum 8. September bei welchem im Levser'schen Modewarenhaus hier für über 60000 Mk. Seidenwaren, Pelze ufto. entwendet wurden, ttschaftrgte heule das Landgericht. Ms An­geklagte erschienen zwei junge Männer namens Korin und Rödel, die in Gemeinschaft mit einem dritten Genossen, damals von Frankfurt kommend, die Tat ausgeführt hatten. Korin, der schon viele Vorfttafen hat, wurde zu 4 Fahren und 1 Monat Zucht­haus und Rödel zu 2 Jahren und 6 Wochen Gefängnis verurteilt. Don den gestohlenen Sachen sind für etwa 35000 Mk. wieder zuruckgegeben, der Verbleib des Restes ist unbekannt.

Hochschtttnachrlchteir.

C Marburg, 28. Febr. Andern bei der hiesigen Universität eingelegten Iwischensemester beteiligen sich 810 Studierende. Davon sind 44 Theologen, 154 Juristen, 305 Mediziner unb 307 Philologen.

Eingesandt.

(Für Fttm und Jnfa.lt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teinert« Verantwortung.)

Fcrkelvreise und SchwansHlachlunqen.

Langsdorf, 25. Fett. 1919.

(Es find in letzter Zeit Ferkel preise entstanden, die mit (Erzeuger- und Schlachtwert der Tiere ife keinem Zusammenhang stehen. Es sind Ferkelkäufe abgeschloffen, das Stück zu 200 bis 250 Mk., wo der Normalpreis 60 - 80 Mk. wäre. Die Behörde klagt öfters, dah die Schwarzschlachtuugen immer zunehmen. Unter solchen Verhältnissen ist dies nicht verwunderlich, denn niemand wttd ein fettes Schwein für denselben Preis abliefern wollen, für den er es als Ferkel ge­kauft hat. Um diesem Uebel abzuhelfen regt sich aUerroätis auf dem Land das Verlangen nach Fer- kelhöch st preisen als dringendem Bedürfnis.

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--------- Ott® Münch

Nehme für »elterdtoca 89.

auszuführen auf jene verklärten Höhen, zu denen die Meister sich emporarbeiteten, als sie jene Werks schufen, wo aller Schmerz gestillt ist und auch de« Leid ein Lächeln wohl ansteht.

Eröffnet wurde der Abend durch Johannes Brahms op. 51 Nr. 2. Brahms mag die Anregung zu diesem Werke wohl im Hause des berühmten Chi­rurgen Billroth, seines hochherzigen Gönners, emp­fangen haben, der nach seinen eigenen Wortenden durch die Leiden der Menschhett erworbenen Mam­mon in reinste Freuden umzusetzen* bestrebt war. Des Werk, das an Feinsinnigkett der melodischen (Erfin­dung und künstlerischem Aufbau ebenbürtig dem Schwesterguartett op. 51 Rr. 1 in C-moll zur Seite steht, an Wucht unb Großzügigkeit dasselbe vielleicht noch übertrifft, wurde uns ganz vorzüglich vermittelt; die Wiedergabe des Altegretto vivace im Menuett war eine Leistung für sich.

Mozarts D-molbQuartett, das an Zweiter Stelle stand, zeigt den Meister vorwiegend von ber ernste« Sette, wenn auch nicht in dem Maße, wie in dem gleichnamigen Quartett mit der Schlutzfuge, eine Täte jache, die sich nicht nur aus der für Mozart seltene» Tonart und aus dem Charakter der Haupithemen der Ecksätze und auch des Menuetts ergibt, sondern auch, in einer Reihe anderer charakteristischer Züge ihre. Stütze findet, von denen wir die häufige Derwendunck des Akkords der neapolitanischen Sexte und die fast kirchUch-stereotype Schluhfig« de» Variationen fotze» in der zweiten Violine und Bratsche anführen wollen. Alles dies prägt dem Ganzen Züge der Refignatio« unb eine gewisse ernste Feierlichkeit auf, Stimmungen, die in dem Vortrag schönstens zur Geltung kamt«, ebenso wie auch die vorübergehend heiteren Sonnte- blicke: das regsame zweite Thema mit feinem Bttnen- gesumm ht der Begleitung, das liebvch-klare Andante und das sorglos-heitere Trio bee Menuetts: alles unübertrefflich gespielt.

Das Raftmorosdpqnartett ep. 59 Rr. 2 von Beethoven krönte den Abend. Man merkt Ih, wirklich nicht an, dah es bestellte Arbeit ist, fällt es doch in Beethovens schöpferischste Periode- beisoiel»- weise ist das im Trio des Scherzos auftaud)enbe russische Liedchen mit einer Genialität verwertet und hontcapunhti|d) durchgefübrt, die höchste Bewunderung erregt. Auch hier bewährten sich die Künstler aufs neue und wurden den Riesenanforderungen vollauf gerecht; ebenso dem elegischen ersten Satz wie auch dem weltentrückten Magio, das dem Meister einge­fallen sein soll, als er einmal nachts den gestirnten Himmel betrachtet und an die Harmonie ber Sphären gedacht habe. Das fast Brahms vorahnende Alle- gretto und das bewunderungswürdige Finale bete des mit größter Akkuratesse unb mtt Feuer oorge» tragen - steigerten die (Einbrtidte noch mehr unb hatten einen enthusiastischen Applaus zur Folge, dein mir uns von Herzen auschliesten mtt dem Wunsche: Auf Wiedersehn nächstes Jahr! Dr. G. R.

Für Stotternde. Wie anS dem Inserat tn der Ausgabe vom 1. d.M. ersichtlich, ist Herr Direktor Warnecke, der langiSbrige Leiter der internationalen Zprachheit-Anstalt in Hannover, am Mittwoch des 5. März in Wirken im Hotel Sens, Babuhontr. anwesend. Der Besuch dieser Sprechstunden ist dringend zu empfehlen, da sich da- Warnecke'sche Bersahren glänzend bewährt hat. Auch in hiesiger Gegend Haven sich nachweislich schon viele durch diese Methode selbst vom Stottern befreit. Bersäu'ne keiner die günstiae Gelegenheit, die Methott ist lehr 1 billig und wirklich gut. 2575«

| GasthofHindenburg

$ Dienstag abend

|KONZERT

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