1 Kohlen ist bk
Montag. 3 März W9
Erster Blatt
169. Jahrgang
des Wasfenstillstcmdsvertrages unvereinbar nredergehatten. Das tod)loB wuroe von oen ist, nachdem das Oberkommando mir bat Auf Aufrührern mit Gasgranaten beschossen, doch rchtsrecht über den laufenden Gang der Lan- wurde nur geringer Material schaden ange- desverwaltung hat. richtet. Menschenleben sind nicht zu beklaaeir.
__.. für Die Entwaffnung der aufruhrerrsä-en (Sic- Teilweise Aufhebung der Blockade T mente wird heute vor sich gehen, lieber Lötzen bnd linke Kheinnrer. wurde der Belagerungszustand verhängt.
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tigt sei. Der Vertreter der deutschen Regierung legte nachträglich Protest ein gegen dieses Vorgehen des französischen Oberkommandos. Er wies darauf hin, daß das Verhalten des Oberkommandos mit dein Art. 5 des Wasfenstillstandsvertrages unvereinbar
A m st e r d a m, 1. März. (WB.) Aus Brussel wird gemeldet, daß nach vom Kabinett erhaltenen Mitteilungen die britische Regierung besä)losscn hat, den englischen Industriellen und .ka u sle u 1 en zu erlauben, mit den Bewohnern des linken Rhein ufers Han de ls-
Wnnen, aber durch die Haltung der regierungstreuen Truppen wurde die Bewegung, die bis in die späten Abenostnnden andauerte, niedergehalten. Das Schloß wurde von den
Graf Rantzau
über den Anschluß Oesterreichs.
Berlin, 1. Marz. (WB.) Graf v. B ro (fr dorff- Rantzau einpsiug den Vertreter des Wiener Korrespondenz-Bureaus itnb äußerte u. a. folgendes: Als Wilson seine oierzel/n Punkte ver- öff^ntlichte und die Revolution den Zerfall der Tvppelnwnarchie int Gestolgc hatte, mußte sich jeder denkende Politiker bei Ihnen und bei uns darüber klar fein, daß wir nach dem SelbsÜre- iimrnungsrrckst der Völker ein Reckst haben, uns wieder zu vereinen. Tas mag manchem in der Welt nicht genehm fern, aber wenn .einmal das Nationaliiätenprinzip als oberster Grundsatz ausgestellt ist, so kann und darf es für die deutsche Nationalität keine Ausimbmen geben. Auf diesem Boden stehen 'wir, und wir werben ihn nicht Verla sen. Wenn diese Einigung wirklich eine nutzbringende für beide Teile fein soll, so müssen sich beide, wie in einer guten (Sbc Mann intb Frau, ineinander schicken. Natürlich verfiel)- ich in einem 3neinanberau"geben nicht, daß Oesterreich feine Eigenart verlieren soll. Das wäre schädlich, wir müssen aber einander noch mehr verstehen lernen.
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ist es gestern zu Unruhen gekommen, die leicht hatten bedrohlichen Charakter annehmen
Die Bedingungen für den dauernden Vaffenfti sta d.
Genf, 2. März. Ter querste Kriegsrat der Alliierten hat, wie die heutigen Lyoner Zeitungen melden, für den dauernden Waffenstillstand mit Teutschland folgende Bedingungen aus- gcarbeitct: „
Tie Präsenzziffer der aktiven bnitswen Ar - m e e soll 200 000 Mann nicht überschreiten, m Teutschlaud verbleibenden Kriegswerk, tätten wird ein Produktionsntaximum vvrgeschrieben.
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Die Lage in Sayern.
München, 1. März. In den Mittags-« stunden kreisten Flugzeuge über Müncl)en und warfen eine Proklamation der bayerischen Garmsonen Amberg, Bayreuth, Sulz- bach, Regensburg, Straubing, Erlangen, Ingolstadt, Grafenwöhr, sttürnberg und Fürth ab, die gegen die in Mnchen aufgerichtete Gewaltherrschaft einer kleinen Minderheit protestiert und eine rein sozialistische Regierung, sowie die baldige Einberufung des neu gewählten Landtages fordert. Sie erklären, sie würden die Bestrebungen der Münchener Kameraden, den terrori, tischen Umtrieben Dr. Leviens und seiner Anhänger ein Ende zu machen, einmütig unterstützen und wenn es nicht anders ginge, mit bewaffneter Hand.
Aus dem Rätekongrcß.
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FnLiffabon die Ordnung wiederhergeftellt.
Amsterdam, 1. ML^. (WB.) Nach einem Telegramm aus London fjt bte Ordnung in Li ssabon wiederhergestellt. Ter Gc- memderat und der ZivLgouvcrneur sind zurück- gehxten.
Aus dem rreiche.
Bon den Groß-Berliner Arbeiter- und Sol^atenräten.
Berlin, 1. März. MTB.) Bei der gestrigen Sitzung der Groß-Berliner Arbeiterund Soldatenräte verlangte der Mehrheitssozialist Kaliski, daß der Rätegeoanke auf dem Boden der Demokratie in der Verfassung verankert werden müsse. Die Richtlinien, die er vorlegte, wurden öiner zwölfgliedrigen Kommission zur Prüfung unterbreitet. Die Vollversammlung nahm zuletzt eine von beiden sozialdemokratischen Fraktionen eingebrachte Entschließung an, in welcher sie sich entschieden gegen alle Versuche zur Beseitigung der Arbeiterräte wendet. Bei der dann folgenden Neuwahl des Berliner VoNzugsrates erhielten die beiden sozialistischen Parteien je 6, die Demokraten und Kommunisten je 2 Sitze im Vollzugsrat.
Eine neue Wendung in Braunschweig.
Brauns chwe i g, 1. März. (WB.) Tie Ob- laute der revolutionären Arbeiterschaft, die 53er» rtrtcr der Volismarinedivision, dec VolkswZ-r sowie der Wirtschastsabteibung Brrarnschweigs und die Obleute der bewaffneten Arbeiterschaft vön Wolfenbüttel be^tof-en, daß sie das zwischen den IlnabhänDSrn und den Mehrheitssosirlisien ge- schlos.eue Kompromiß, das zum Rücktritt der Unabhängigen aus der SRegteimg und zur Bildung einer neuen, aus llnablVängigeu und Mehrheits- sozialisten bestehenden Regierung führte, nicht anerkennen. Zn einer von Tausenden besuchen Arb.siterversammttn'g auf dem Schoßplatz wurde einstimmig eine Resolution angenommen, durch die die Räterepublik und die Diktatur proklamiert und der Landtag für aufgelöst erklärt wurde. In Reden wurde ausgefuhrt, daß die bayerische RL.e.epubiik <&rmmfd4prig zum gleichen 23or<y!xm cmfgefordert, ilym Schutz und Beistand angefagt unb gefordert habe, daß mit der Offizierkanraril a und der Regierung Scheüxnnann au tgcräumt werde. Zwischenfälle ereigneten sich nicht. Die Stadt ist voll tommen ruhig.
In einer heute nachmittag vor dem Schlosse abgchaltenen allgemeinen Arbeiterversammlung wurde hierzu beschlossen, am Montag in allen Betrieben Braunschweigs eine Urabstimmung voMrirrchmcn, ob die Arbeiterschaft für sofortige Ausrufung dar Rä te re pu bl i k ist oder ob sie ernsaoeilen noch davon Abstand nehmen will.
Befreiung Hakle» van den Terroristen.
Berlin, 1. Martz. (WB.) Die von bei ReickBregierung entfanbten Truppen sind in Halle oingetzogen. Die Stadt ist rüstig. Die gesamte .Bevölkerung zeigt große Befrtedunmg über die Befreiung von den Terroristen. Diese haben eine beHorchers sinnlose Tat des Vandalismus begangen, indem sie sämtliche Weichen und.Gleisanlagen des Bahnhofes zerstörten.
Belageruiigtzzustand über Lötzen.
Königsberg, 1. März. (WTB.) Die ^Allenftein« Ztgst' meldet aus Litzen: Hier
Annahme v-n «»zeige» f. die Zageflmimmec bi« zum Nachmittag vorder ohnejedeBerdmdltchtert
Seiltnpreife: für Srtltdje "Anzeigen 25ßf.,Hirau»roärttge 30 «Lst, für Reklamen SWf.l. - nebft 2O°o'Zeue- rung«zufäilag;Platzvor- fehrift 20 % Au'fchlag. Sauptfdiriitlcüer: Aug. Doeq Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzelgenteü: v. Beck; sämtlich in Gießen
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Neue Wendungen. .
Die Gefahren der Arbeitsciustellunaen nnb spartakislisch beeinflußten Putsche haben sich so vermehrt, daß die Reichsregierung einen neuen bewegten Aufruf an das Volk erlassen hat, den rotr nachstehend wiedergeben. Auch in der Sitzung der Nationalversamm- 1 luna am Samstag sind vom Regierungstische solche allgemeine Mahnungen ausgegangen, und die Lage wuroc allenthalben grau in grau gemalt. Aber: „Indes wir Komplimente drechseln, kann etwas Nützliches geschehn". Da muß nun die Regierung, die eine große Mehrheit des Volkes ja hinter sich weiß, entschlossen vorcrnmarschieren. Man kann ihr den Vorhalt nicht ersparen, daß sie bisher etwas zu vrel Worte gemacht, aber zu wenig Taten gezeigt hat. Das stellt auch der „Vorwärts" tn einer Zuschrift, die er aus Parteikreisen erhält, jeft: „Es dürste erwartet werden, daß Notgesetze für dre Fragen des Wohnungswuchers, der Lebensmittetbewirtschaftung, Arbeitsfragen, Siedelungsfragen, Verbesserung des Arbeiterrechts, Demokratisierung der Betriebe als das Allernotwendigste beraten und zur Durchführung gebracht würden; damit hätte man sich die Popularität selbst bei denen gesichert, die abseits standen und Beruhigung ins Volk getragen." Etwas Wahres ist schon an dieser Feststellung, und auch in bürgerlichen Kreisen ist man der Ansicht, daß das, was ja einmal geschehen soll und muß, bald und sofort geschieht, sofern es sich nicht um Dinge handelt, die große Vorarbeiten erfordern Nun kündigt die Regierung ja ein neues, großes Arbeitsgesetz an, und Staatssekretär Bauer hat am Samstag angekündigt, daß die Uebernahme des Kohlensyndikates auf das Reich in nächster Aussicht stehe. Der „Vorwärts", der ja jetzt ein halbes Regierungsorgan ist, gibt denn auch in seiner letzten Nummer wieder zu, auf allen diesen Gebieten sei die Regierung weit über das hinausgegangen, was die unabhängigen ZoUsbeauftragten vorzuschlagen gewagt haben.
WaS die Streik- und Aufruhrbewegungen im Reiche anlangt, so sind sie an einzelnen Stellen im Abflauen, an anderen, wie z. B. in Braunschweig und Eisenach, wieder beim Aufstackern. In München ist noch immer die größte Spannung. Rach stürmischen Zwischenfällen hat der dortige Rätekongreß sich über die Bildung eines Ministeriums geeinigt, und die Spartakisten und Befürworter d. r Räterepublik fyaben den Zorn der Volksmcinung kennen gelernt. Die bayrischen Mitglieder der Nationalversammlung haben inzwischen auch wider das neue Ministerium protestiert und nach der Verfassungsarbeit des ordnungsmäßig gewählten Landtags verlangt. Nach einer letzten Meldung ist die Spannung zwischen den Anhängern des absoluten Rätesystems und denen verfassungsmäßiger Arbeit wieder derartig gestiegen, daß jeden Augenblick blutige Auseinandersetzungen erwartet werden können.
In solcher Lage treffen uns nun die neuen Wafsenstillstandsbedingungen, über die Lyoner Blätter uns unterrichten. Es soll sich um die Friedenspräliminarien handeln. Wir geben die Bedingungen, so weit sie die genannte Quelle erwähnt, wieder; sie sind so hart und ungerecht, wie nur möglich. Das ist Gewaltdiktatur, nicht Friedensvereinbarung. Was soll das große Reich mit nur 200 000 Mann Truppen! Die Kriegsentschädigungsforderungen sprechen allen mit Wilson getroffenen Vereinbarungen Hohn. Die Wchr- losmachung Deutschlands soll geradezu in Mißhandlungen ausarten; man will ihm, damit es nicht vor der Welt seine ^e^^te vertreten kann, einen Knebel in Den Mund stecken! Die ganze Art schon, wie diese neuen Bedingungen in die Welt gesetzt werden, läßt Brutalität, aber keinen ehrlich gemeinten Friedenswillen erkennen. Jetzt ist hoch vielleicht bald die Stunde gekommen, wo unsere Reichsregierung sich mit Wilson direkt in Verbindung zu seteen hätte, um ihn zu fragen, ob er die früheren Abmachungen zu hatten geneigt sei.
int ter diese 'Bestim mung.
Tie deutschen Telegra phen kabel netze, bestehend aus 14 Linien nach Amerika und Asien, werden ihren einmaligen Beststern nicht zurück- erstattet. Tie Stationen für drahtlose Telegraphie in Nauen, Lamrover und Bei<m bürten mir noch für HandolsZwecke Gc-rüfct werden. Trete Bestimmung bezieht sich iwilj-nmb der Friedensverhand- Iimgen nicht nur auj Mitteilungen militärischer Natur, sondern bezivxkt raub, die politische Propaganda des Fei'.tdes abntfck/neüen. Die Beit utznng dieser Stationen für militärische und politische Zrv>rLe wir> erst gesta'tet werden, trenn die mlli är schen Wa fe rftiTIffan' s ebi gu gen s m li-h erfüllt sein werden. Bis dahin werben bte Alli- icrint den deutschen Stationen die Länge Der jit« lässigen Hertziwellen v-rrchreibcn unb ihre Arbeit überwachen. Die namlichm Bestimmungen finden Anwendung auf die Stationen für b'xrldtofe Telegraphie in Wien, Budapest unb Pola. 'Tie österreichische Flotte, bestehend aus 13 Panzersck-iffen, darunter zwei Kreirzent, 10 leichten KreuLern, 19 Torpedojägern intb 51 Torpedobooten, 33 fertigen oder in Bau befindlichen U-Booten und 12 Tonaumonitvrcn ist den Alliierten ausz-uliefern. Tieselben Belstimmungen werten über die tnr- kisäten und bulgarischen Kriessfahrzeuge verlangt. Zwisckien dem DRittelmeer und dem Sätwarzen Meer wird freie ssillM garantiert. SämttickZe Befestigungen nnb Bevteibtgurgstwerte sind abrutra- gcn. Eine besondere Klausel betrifft den Ersatz der vom Feinde versenkten Handclsichfte.
Die verhanüiungen in Spca.
Berlin, 2. März. (WTB.) Aus dem Sitzungsbericht der Wassenstittstand^-kommis- sion in Spaa vom 1. Mjärz 1919. General 92ubaut teilte der deutschen Kommission mit, bte französische Regierung habe beschlossen, ziun Studium der Lebensmittelversorgung Deutschlands unter Führung Des Herrn Haguenins eine aus vier bis fün Personen bestehende französische Mission nach Berlin zu entsenden, v. Hammerstein begrüßte diesen Schritt der französischen Regierung, erhob jedoch Einspruch gegen den Ausdruck der Mitteilung „die französische Regierung hat beschlossen". Eine Anfrage französischerfeits, ob die Entsendung der Mission genehm wäre, hätte der üblichen Form mehr entsprochen. Die hessische Regierung hatte durch ein Dekret vom 16. Januar für die Provinz Rhein-Hessen einen neuen Landesgerichtspräsidenten ernannt. Das französiscl)e Oberkommando ersuchte den neuen Präsidenten, ihm das Dekret vorzulegen, und teilte dem Präsidenten, nachdem dies oeschehen war, mit, daß er nunmehr zur Ausübung seiner Befugnisse ermäch-
München, 1. März. Während der heutigen Vormittagssitzuna des R ä t e ko n-^ g r e s s e S erschien eine Deputation im Hause' und teilte mit, daß auf eine auf der Theresien- wiese veranstaltete Versammlung geschossen wurde. Dabei gab es drei Tote uns neun Verwundete. Diese Mittellung führte zu einer evregten Debatte, in der von verschiedenen Seiten die sofortige Abberufung bzw. Verhaf» hing be£ Stadtkommandanten Dürr Der* langt wurde. In Anbetracht dieser Vorgang« brachte der Arbeiterrat Landauer den Antrag ein, sofort eine Exekutive zu schaffen, damit gegen alle, ixe die Ruhe und Ordnung- stören, vorgegangen werden Warnte. Der Antrag fand einstimmige Annahme, ebenfo der Antrag, die Soldatenräte Sauber uno Simon zu Mrlitarbevollmächtigten für München zu ernennen, die alle Befehle gegenzuzeichnen hätten. JnderNachmittagssitzung des Rätekongresses wurde durch eine Rede des neuen Ministers für militärische Angelegenheiten, Scheid, eine gewisse Beruhigung^ herbeigeführt. Er selbst habe veranlaßt, daß die Truppen der auswärtigen bayerischen Garnisonen von ihrer Absicht, gegen München zu marschieren, wieder Abstand genommen haben. Sie würden das nicht tun, solange es der Münchener Garnison gelinge, mit eigenen Truppen die Ordnung aufrecht zu erhalten. Dann erledigte die Versammlung die
Wahl der Minister.
Präsidium und Inneres: Segitz, Handel, Gewerbe und Industrie: Simon, Fi-., nanzen: Jaffe, Soziales: Unterleit-« ner, Verkehrswesen: Frauendorfer, Landwirtschaft: Dirr, Kultus: Niki sch, Minist. f. milit. Angelegenheiten: Sch neppe nhor st, Justiz: Enders. Das Ministerium des Aeußem wird als Staatssekretariat Dem Ministerpräsidium unterstellt.
LoSlrennungsbtstrcbnngcn in Bayern -
Nürnberg, 1. März. Der „Fränkisch- Kurierst' meldet aus Augsburg: Jnsolge den heutigen unsicheren Lage, die in Bayern zur Anarchie himieigt, machen sich in W e fisch w a b e n Absplitterungsbestre- bungen von Bayern bemerkbar. Cs fanden bereits Verhandlungen mit württembergischen Kreisen statt; es wird an einen Anschluß West-, schwabens an Württemberg gedacht.
Nürnberg, 1. März. (Priv.-Tel.) Den „Fränkische Kurierst' meldet aus München: In den Straßen herrscht heute lebhafte Aufregung. Wilde Gerüchte gehen durch oie Stadt. In allen Straßen ist ein Maueranschlag erschienen, unterzeichnet vom Militär- mini'ster, dem Polizeipräjidenten und den Gewerkschaften, in welchcnn die Bevölkerung aufgefordert wird, Ruhe zu halten uno die Straßen freizumachen, da es notwendig sei, jetzt endlich den Terror der Levien, Mühsam und Genossen, das heißt der Spartakusse unb Kommunisten, zu brechen. Inzwischen spitzten sich auf Grund des neuen Antrags zur Lösung der Krise, den Minister Unterteil- ner im Rätekongreß vertrat, die Disfereruen im Rätekongreß zu. Der Kampf von beiden Seiten ist ziemlich deutlich angesagt worden, Panzerautomoblle und Kavallerie durchstreifen die Stadt.
Aus Hessen-
Die Lage b?r Lehraansasskssoren.
Bon einem Lehramtsassessor wird uns geschrieben:
Der derzeitige Minister für das Bil^ : dungswesen erklärte tn der letzten Kammer^
Eine.iutevallsierte Jnspektious'iommis ivn wird bv dauernde Kontrolle bet Truppen und KriogSwerfr fbätten sichern
Besondere Steuern und die Beschlag- nahmcderZolleinnahme nteiben der Zal)° luirg der deutschen Kiü'sssckmld D enftbar gemachr. Teutschland soll jährlich 10 bis 15Mil- liarden an eine iuternationLle Kvmmijs'vn zahlen, die beauftragt ist, den Zahlungsmodus zu regeln. Die Tauer dieses Zahamgrzroanges wird auf 30 bis 50 Jochve beredetet.
In bezug auf die Gelnersfragen wird bte bisherig' Besetzung des linkenRheinufers uneingeschränkt a u f r e ch 1 e r h a l t e n. Eine den ethnographischen uns statistischen Rücksichten entsprechende TemarftltionÄutie wird Teutschland und Polen ebenso Ivie Teutschland und Oesterreich scharf trennen.
lieber die maritimen Forderungen der Entente teilen die fvanrösischcn Zeitungen im Anschluß an die englische Presse folgendes mit: In bezug auf das Schicksal der bcutfdym Flotte besteht eine Tisserenz yinidien England und Frankreich, das sich der Zerstörimg dieser Fiotte widersetzt. In allen übrigen Punkten sind jedock> die AÄiierrm einig in f><yug airf die Behandlung ter dcuticken, österreichischen, bulgarifdixm und ttrrki- scl^en Kriegssalfrzeuge. Sämtliche deutsckx tt-Bvote, die Retliurgssalwzcilge für V-Bovte, die Decks, einschließlich des gewölbten Tocks von Kiel, müssen innerhalb 14 Tagen unter Aussicht der Entente abgebaut werden. Sämtliche in Ban besindlich.m Eitnistlünngen der tnänrtidKii Art ntüjfen iruicr- bilb Dreier Monate noch Unterzeichnung des Präliminarfriedens abgetragen sein. Tas Material kann andere Verwendung finden, jedoch nur zu Arbeiten, die dem Frieden dienen. Teutschland wird verpflichtet, folgende Kriegsfahrzeuge^ in seetüchtigem Zustand mit Kansn.cn und Torpcb.'s ratszuliefern: „Oldenburg", „Thi'f.ingen", „Osb- siieSlMid". „Helgoland", „Westsolen", ,,Rl;eiit- lond" und „Nassau", die deutschen .Streiter: „Pillmt", „Graudenz", „Regensburg', „Stral- unb", „Dessau", „Augsburg", „Kolbcag" und „Stuttgart", 42 moderne TL>npet>ojäger und 50 mobernc Torpedoboote. Die im Bau bcfinblirfycn KricgÄchifst müssen abgebout werden. Die Befestigungen und Hafenanlagett von Helgoland müssen von bat Deutschen auf ihre eigenen! Kosten zerstört werden. Die FriedeuÄvttferenV wird über das Schicksal der Insel selbst entscheiden. Sämtliche die Zufahrt zur Ostsee beherrsck)enden Befestigungen müssen abgetragen narben. Ter Kanal von Kiel muß für alle Zeiten den Kriegsschiffen und Handelssahrreugen aller Völker geöffnet bleiben. Tie Hilsskierczer unb übrigen -bewaffneten Handelsschiffe, bte oh>"r Schwterigkcit in Handelssährzeuge umgewarkdelt werden können werden als Haiu>'lssMse bebrnbelt, enter?et, ab sie sich in feiublichen Häfen besitü«: ober bereits in alliierten Häfen interniert ftnb. 31 Dentfdie und 40 österreicmschmngorische Fahrzeuge fallen
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SViMngrnmddnrck u. Verlag: Vrühl'sche llniv.»VLch- u. Steinbruckerel B. £ange. S^rtftlethmg, SeschästLftelle ».vrackerei: Zchulflr I.
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