Ausgabe 
2.12.1919
 
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ZwIMnyrninddniS u. Verlag: vrSHNche Unw.-Vuch- n. Steintrudtrei R.tauge. Sd)r.ft!citung, S-Ich^ttftrlli u. Drucker«!- Sfrüftt. ?.

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land seiner Zeit voraus fei, so werde es zum Die Zahl der ParteiblLter verdoppelte sich seil _ Y - «v .C- .'irr CV.xt« * Czx.« i /w « <- - r- rv - ___/TUhUKiiminA rw»r

eine gute Gelegenheit zu Verhandlungen da. MttÄiedsbeürvse, mätie der Redner, sei zu er-

der und als

Die Gcmeindcwahlen in Elsaß-Lothringeu.

daß die Erfüllung von Forderungen Alliierten Deutschland mehr büßen lasse in seinem Wiederaufbau mehr hindere, beabsichtigt sei.

Die Lage im Baltikum.

Stichwahl.

Kundgebungen bei der Eröffnung der italicni chen Kammer.

tir. 282

2 er 6i<t<tier Jnjetyet erscheint uialid), ouuec Sonn und Feiertags.

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Sronfiurt a. M. 11686

Snnaqnte von änzeigen s. die Laaeddununer oid xiimSR.ubmiiieg vorher. Preis für 1 mm höhe lür An.eiaen u.34mm Z'reite örstirn 15 bi, au-ivärtW 18 B'., tiit Reklamen von 70 mm Breite 48Pf. nebst 20/, Teuenu'gS» giücblaq. Bei Platz- Dorfd) rih206/ Auhdtlag. Hauvtschri tleuen Ang. tztoeg. Berantivortlich tüt Politik: Ang. Hoey; für den übrigen Teil: Dr. Remhold Zenj; lut den Anzelgenteü: v. Beck; sainiltch in Gießen.

©orauy in Ugmt», als auch in Brittsch-Njassaland erleben sich Eingelvrenenfrimme. In brr Io term Kownie schlügen sie die englische Beamten tot. Ein Häuptling bat fogar dm deutschen Gou- vermmr gegen die EnMnLer um £>ilfe. Eine beißende Ironie des SchickalS ist es auch, daß yrabe den Belgiern, die wegen barbarischer Be^

Berlin, 1. Dez. (WTB.) Der vomReichs- mrnister der Finanzen der Nationalversammlung nach Zustimmung des Reichsrates vorgelegte E n t- wurs des Landes st euergesetzes enthält folgendes: Die Länder und Gemeinden sind berech­tigt die Steuern nach dem Landesrecht zu erheben, soweit das nicht der Reichsversassung entgegen­steht. Nach § 8 erheben die Länder die Steuern vom Ertrag des Grundvermögens und des Gewerbebetriebes. Sie dürfen nur in dem Lande erhoben werden, in dessen Gebiet der Grund- und Gebäudebesitz liegt oder eine Betriebsstatte unterhalten. Als zweite Landessteuer zieht der Entwurf die Vergnügungssteuer in den Kreis seiner Vorschriften. Betreps der Be­teiligung der Länder und Gemeinden am Er­trage der Reichs st euer sagt § 15: Durch Reichsgesetz wird bestimmt, ob und in welchem Umfange die Länder einen Anteil an den Ein­nahmen aus den Reichssteuern zu beanspruchen I haben. Die Lärwer werden an dem Ertrage der Reichseinkommensteuer beteiligt und erhalten von den Steuerbeträgen unter 15 OOO Mark einen Anteil von 90 v. ö., bis 25 000 Mk. 80, bis 50000 Mk 70, bis 100 000 Mk. 60 und bis 150000 Mk. 50 v. H. Nach §29 können die Ge­meinden besÄießm, eine Steuer von demjenigen Mindesteinkommen, das von der Reichseinkommen­steuer nicht erfaßt wird, zu Erheben, falls dies nicht durch Landesgesetz ausgeschlossen wird. Ferner erhalten die Länder von dem Auskommen aus dem Erbschastssdeuergesetz vom 10. 10. 1919 20 6 6. und von dem Aufkommen aus dem Grund- erwerbssteuergeletz vom 12. 9 1919 50 v. H. Von dem Aufkommen der Umsatzsteuer erhalten die Länder 10 v. H. Der Gefamlb.trag wird auf fort Länder nach dem Verhältnis der Bevölkerungszahl verteilt. Die Lastenverteilung regeln die §§ 49 bis 52. Wenn das Reich den Landern und Gemein-

Paris, 1.Dez. (WB.) Havas. Die Ge­meindewahlen in El saß-Lothrin- Ken haben folgende Resultate ergeben: In Straßburg erhielt die K o mp ro m i ßl i st e aller politischen Parteien eine große Mehr­heit. Bei 35 Sitzen fallen den Sozialisten 17, den RadiLtlech 4 üno bem nationalistischen Block 15 Sitze zu. Die Wahl Peivotes zum Bürgermeister scheint gesickert zu sein. In Colmar ist die ganze so-:alistisck)e Liste durch-

Bon La ns Sachs, Geh. Reg.-Rat im ReichsloloniilMinisterium.

Ter mit fern unglücklichen Aus ang des Krieges besiegelte Verlust unserer Sdoluntcn Hut mich um int- endliche Erfüllung eines seit vielen Satiren besagten heissen Wmtsches gebracht Teutsch-Afrika aus eigenem ©rieben heraus ken­nen zu L-rncn. Unter fünf StoatÄekre ären und Mi listzern war es meine Aiu'tzt'.be als Pressrreferent, an der Verbreitung des kolaniaten Gedankens in der Lnnmat mitz> arbeiten Meine Quellen blieben aber immer nur tw amtlichen Berichte, dieAkten", die Bücher und dann die mündlichen Erzäl^ungen unserer auf Urlaub hermkehrenden Beamten und Oistzwoe, von denen heute so manchen prächtigem Menschen tie Erde StfritiaS oder der europäischen ©d)Lad)tfritrr deckt. Zum Referenten beim .Kaiser­lichen Gouvernement' in Daressalam teiigniert, der sofort nach dem Kriege mit dem ersten Damp­fer endlich in die (wie wir alle hofften, wesentliä) vergrößerte) Welt des überseeischen Teutschlonds hiwnlsfahren wollte, hatte ich mich mit der um­fangreichen Literatur über Deutsch-^Ostafrika be­sonders vertraut gemacht. Vor wenigen Tagen jag nun ein 'Lmch aus meinem Schreibtisch, nach dem id) mit einem aus leiser Wehmut und treu- digem Interesse gemischten Empfinden griff: das von allen L wnialen Kreisen mit Spamrun^ er­wartete abschlici>nde Werk dos letzten Gouverneurs von Deut'ch-Osdasrika:Deutsch-Oslos Hki im Welt­krieg? Wie wir lebten und kämpfen." (Verlag OulÄe und Meyer in Leipzig. Mit 5 Karten und vielen farbigen und schwarzen Tafeln, Preis 20 Mark > Es g härt zum Besten, was über Ost- afrika gesclwieben worden ist.

M a i l a n d , 2. Dez. (WTB.) Ein Bericht der ZeitungLa Sera" über die Eröff­nung der Kammer beschäftigt sich mit der von den Sozialisten eingenommenen Hal­tung. Kaum hatte der König das Gebäude betreten, als die Sozialisten ausriefen: Es lebe der Sozialismus", die Arbeiter­hymne anstimmten und gleichzeitig den Saal verließen. Die Kundgebung war von dem Bruder des Direktors desAvanti", dem in Genua gewählten Deputierten Ser- rati, geleitet. Alle anderen anwesenden Depu­tierten begrüßten den König unter enthu­siastischen'Zurufen, so daß die sozialistische Kundgebung erstickt wurde. Einige Minuten später konnte der König seine Rede beginnen.

Der König eröffnete die 25. Legislatur- i Periode mit einer Rede, in der er unter an» derem ausführte: Sieger und Besiegte haben jetzt das gleick-e Bedürfnis der Arbeit, die gleiche Notwendigkeit, oie Gemüter zu be­schwichtigen; die gleichen Gefühle der Gnade und menschlichen Tugend sollen in beider Länder herrschen. Die Vereinigung aller Völ­ker italienischer Sprache bildet für Italien eine Pflicht und ein unverjährbares Recht und verfolge auf feinen Fall imperialistische Tendenzen. Der König hebt bann den außer­ordentlich herzlichen Charakter hervor, der in den Beziehungen zu den alliierten und asso­ziierten Mächten besteht.

Der (Entwurf des Landerfteuergesetzer.

mit bem Arbeiterrat ab.

Verhandlungen in Bitterfeld.

Bitterfeld, 1. Dez. (Privattelegmmm.) An den gestrigen Verhandlungen zwisclien Arbeit- gebern und Arbeitnehmern haben Vertreter des ReichsarbcitsministeriumS und des MlitörbefehLs- (jabers der örtlichen * und Bezirksbehörden teil­genommen. Ten Vorsitz führte der Regierungs­präsident von Merseburs. Es wurde belchlosien, zwei Kommissionen einzusetzen, von denen die eine, welche die Lohnsra^m und überhaupt die privatrechtlichen Fragen regeln soll, bererts heute vormittag» zusammcngetreten ist. Tie zwerte fall später die öffentlich rechtlichen Fragen be- handeln, insbesondere die Frage der Aushebung des Belagerungszustandes und der Zurückziehung ter Truppen. Heute morgen meldeten sich aus allen Werken Arbeitswillige, wurden aber von Streik­posten verhindert, die Arbeit wieder auszunehmen. Tie Notstandsarbeiten wurden weiter verrichtet. Bisher keine Unruhen. .

B e r l i n, 2. Dez. (Priv.-Tel.) Ueber dte erftru gen Verhandlungen in Bitterfeld weiß der .Lor­rn ar ts" zu berichten, daß die Arbeiter ver­tret er sich damit eintxrftanfcen erklärten, daß vier Kollegen, denen schwere Gewalttaten nach­gewiesen worden sind, mcht wieder ein geso llt wer­den, und daß die Kollegen, gegen die wegen An­wendung von Gewalt strafrechtlich vorgegangen (vird und die dann verurteilt werden, ebenfalls außerhalb der Betriebe zu bleiben haben. Die U n- ter nehmervertreter haben sich dagegen verpflichtet, die Arbiter, die in den kommenden Prozessen freigesprochen nvrden, als.arm roteber einzustellen. Die Verhandlungen über die übrigen Punkte werden heute fortgesetzt.

Oberst Reinhard.

Berlin, l.Dez. (WB.) Die von Ber­liner Blättern veröffentlichte Meldung, daß Oberst Reinhard nach Glogau versetzt worden sei, ist unrichtig.

Der Kasseler Oberbörgermeisterposten.

K a s s e l, 1 Dez. In der heute abend abgehal- renen Sitzung der Stadtverordnetenver­sammlung wurde gegen sämtliche Summen der Bürgerlichen beschloss, du durch ine Be­rufung des Oberbürgermeisters Koch zum Relchs- minister des Fnnern sreigewordene Oberburaer- mttfrerfldle nicht auszus chr eiben, wndcrn sie dem früberett Ministerpräsidenten S^erde« mann anzutragen

Die Tabaksteuern.

Berlin, 1. Dez. sWolff.) Von zuständig« Stelle erfcchren wir, daß die neuen Tabak­steuern heute noch nicht in Kraft treten.* Eine mdgültige Bestimmung über den Z rtpunkt des In­krafttretens ist noch nicht getroffen worden.

Bismarcks Gedanken und Erinaerungen.

Stuttgart, 1. Dez. (WTB.) Wie der Schwäbische Merkur" berichtet, ist in der letzten Zeit beim Landgericht Stuttgart der Antrag ge­stellt worden, das Erscheinen desdrittenBan- des der Bismarckschen Gedanken und Erinnerungen zu verbieten. Der An- trag ist ton feiten der Vertretung des frühen

bet totonialen Zivilisation hin? Kann wirklich je­mand glauben, daß ein grausam unterdrücktes Volk sich gegen seine Bedrücker so Der halten hätte? Siird die gmabern erstaunlichen LeisLmrgen der Schwarzen üxtnbiimfien von Leuten, die durch Eig niederaehilten wurden und nur den Be- brrbetiebnten*?" Auch in der Frage der tborcnenbelxTniÄung gilt das Wort:An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." Während die ©inybormen Teutsch-Ostafrivas im Kriege treu 4u uns halten, brachen in den ew<ischen Nnckst>ar- Kolonien wiederhvlt Aufs'ände aus, obwohl dort fein weißer Feind im Sande stand, wie bei uns.

Deutsch-Ostafrikas Heldenlied.

' - sendung des deutschen Voltes fftngt das ydbenlieb

von Osorsrika aus.)nee schlreßt mit den schonen

Die Washingtoner Arbeit konserenz.

Berlin, 1. Dez. (Wolff.) An den General­sekretär der internationalen Arbiterkonfereuz m Washington, Buttler, ist tolgenber FuUkjpruch ge­richtet worden:Das Reick>smnnsterium bestätigt mit verbindlichstem Dank den durch V-erstümmelung verzögerten gestrigen Empfang des Funkspruchs vom 25. November Ober die deutschen Ver­treter im Verwaltungsrat des inter­nationalen Arbeitsamtes. Der deutsche Regierungs- üertreter wird baldmöglichst namhaft gemacht tuet» | den Als Arbiter Vertreter ftiib ter Gewerkschafts- Vorsitzende Karl Legien ernannt.

Eine skandinavische ArbettSkonserenz.

Kopenhagen, 2. Dez. (WTB.) Das Stockholmer BlattSozialdemokraten" mel­det, daß das Komitee für skandinavi- s ch e s Zusammenwirken für 21. bis 23. Januar 1920 eine skandinavische Arbeits­konferenz nach Kopenhagen unberufen hat. | Es werden vertreten sein Schweden, 9loi> wegen, Dänemark und Firrnland.

Die belgischen Lozialisten.

Brüssel, 1. Dez. (Wolff.) Havas. Nach dreistündiger Verhandlung hat der bel­gische Sozialist en ko ngreß einen An­trag Jacquemotte, der sich gegen die Teil­nahme der Sozialisten an der Regierung ans- spricht, mit 1460 gegen 146 Stimmen ab­gelehnt.

Am Nachmittag des 29. 1L sind die mei­sten Mitglieder derKonferenzdesVöl- kerbundes in Brüssel eingetroffen.

Der Haager Schiedsgerichtshof und der neue Streitfall.

Amsterdam, 1. De. (WTB.) Nach einer Meldung desTelearaaf" weist ein Artikel des öffiziösenD a il y Chr o n i cle" den Gedanken einer Befas ung des Haager Sck;iedsgerichtshofes mit dem neuesten Streit­fall zwischen den Alliierten und Deutschland schroff zurück, bemerkt aber, daß vielleicht über Änzelheiten verhandelt werden könne, wenn Deutschland nachweise,

Erstes Blatt 169. Jahrgang Dienstag, 2. Dezember 1919

Gießener Anzeiger

Seneral-Änzeiger für Gberhesien

Di, lc von uns zu Sxnrfe sind in der Be- urtrUunr) 'oer SeiLutngcn im Kvlvmalkriege 1914/18 etwas einiti ig Jlrr vom leuchtenden Ruhmes­glanze der Sclmtztrupprn gebaiutted Auge Übersicht leirf)t die gewaltigen Leismugen der Zivilvcrwal- hmyn unserer Schutzgebiete, Leistungen vieler Jahre, tie der Nmpsenden Truppe oft erst das Turchhüten ermöglicht, die politischen und wirt- sck-asllichcu Voraussetzungen für ruhmvolle Kriegs- arb.-it geschaffen haben. Es genügt, das Wort Eingebovenenpolitik" puszirsprcchen. 2luf dem grofyinigni und ergreifenden Kriogsgemälde, das uns Ostafrika vicr lange Jahre hindurch geboten hat, steht vorne bie SKLöcngcfarit Lettow-Borbecks. Aber Dr. Heinrich Schnee darf ohne Ueberbebung neben ihn treten. Beide, der Soldat und Zivil- gouwmeur, haben sich aufs wertvollste ergänzt.

Mr hören nicht nur von siegocichen Kämpfen, pvn der beroifdxm Ausdauer des schließlich auf vortugiesisll>es Gebiet übergetretenen, acht schwere Monate lang hort von allen Seiten umstellten und geh-tzten deutschen Edelwilds, wir sehen auch, mit meld) beispielloser Tatkraft alle HilfsaueNen des Landes für den VerzweisturuBkampf erschlossen worden waren, wie unsere Wackeren, abgefd)nitten von der Heimat, drüben gelebt, wie sie- neben dem Kriegslxurdwerk iljre Lebensmittel angebaut ihr Loder für das Schuhzoug gegerbt, ihr Tuch gesponnen und gewebt, ifjre Medikamente, insbe- foudere das wertvvlle Chinin, schließlich selber fabriziert, iljr eigenes Geld geppagt haben. (Glück­lich der Sammler, dem es gelingt, eine der seltenen vstafrikanischeu Kriegögvldmünzen mit dem lebens­wahren köstlichen Elefanten aufzutreiben!)

Aber das Buch ist noch mehr. Es ist die Schlußbilanz nach mancher Richtung unserer ganzen deutschen Kobonialpvlitik, jedenfalls dor- jcnig?n unseres größten Schutzgebiets. Der Friede 8»n Versailles hat ja dem deutschen Reiche feine: Kolonien mit der Begründung abg-esprochen, daß dos deutsche Boll unfähig und unwürdig zum Kvlvmsieren fei. Beim Lesen dieses Buckies werben wir uns in zornigir Empörung erneut dessen bewußt, welch ungeheure Lüge England mit dieser BelxkUptnng in fac Welt gesetzt hat. Leider mit Erfolg! Tenn die bdn>gcne Menfchhrit glaubte, was unser Feind sagpe. lind da wir von der Welt abgesperrt waren, konnten wir nicht antworten. Schirre zeigt uns, wie er mit seinen Mitarbeitern die Ruh' unter einer Bevölkerung von acht Mil­lionen Erng.chvrerwn bei nur 6000 Europäern au fr a^tcr halten konnte, wie die ganze schwarze Beoöllerung mit uns imb für uns arbeitete, wie die Askaris Treue hiriten in Not und Tod. All' das, nxil wir nach enatischer Lüge verhaßt waren als Prinig^r des schwarzen Mannes, weil wir ob unserer grausamen Eingeborenenrvlitik nicht roürtng sind, Kulturarbl'it unter den primitiven Böllern der Erde zu leisten! Deutete", so fragt Schnee mit Recht,brr blühende wirtschaftliche

Berlin, 1. Dez. (WTB.) Der deutsche Beauftragte in Riga, Schlemann, verläßt mit dem gesamten Personal im Einverneh­men mit der lettischen Regierung mit dem nächsten neutralen Schiff Lettland. Den Schutz der Reichsdeutschen Rigas hat der dor­tige dänische Konsul übernommen..Der i ncuc Äufgcck^n iwreift, so soll die Beteiligung

beutfd}e Beauftragte tn Gib au, Dr., Kuea, Reiches an dm Kosten gesetzlich geregelt wer-

beabsichtigt, auf dem Landwege die Ruckretse t)en Mch für besondere Kosten, die durch Maß­anzutreten. nahmen des Reiches entstehen ob r llnternehmmtsm

«rödfflmm Sotvietrustland». betreffen, deren Bckeuymg sich auf einen grötze-

a; Programm «owicirun»auv» rm M Reiches erstreckt, wird das Reich einen

^°ttetbam, 2. De^. TB.) Laut ^schuß leisten. Das Gesetz soll zugleich mit der Nieuwe Rotterdamschen Couranri erklärte Reichseintemmensteuer in Kraft treten. Litwinow in einer Unterredung mit dem Ber-1 __

treter desDaily Herald", daß Sowjet- ru ßland keine imperialistischen vem «ercye.

Ziele verfolge. Die Randstaaten würden Der Parteitag der Unabhängigen, sticht gezwungen, bei Rußland zu bleiben B e r l i n, 1 Dez (WB ) DieB. Z." mel-

Auch Sibirien sei .^Ul volllommen frer übcc t>en Parteitag der Unabhängigen,

Litwinow sagte weiter, die L>owjetrepublilri Dittman n heute öonnit.ag erklärte, sei gezwungen, einen Weg zu gehen, der zwi- qq( ( qj?italiei>er der LI. S. P. sei seit scheu Kapitalismus und Kommunismus liege üon 306 000 auf 750000 gsftic^en. Ein vollständiger Kommunismus sei nui geibjig 1 Dez (Wolff.) Panestag der

1 möglich, wenn sich die übrigen Sauber au, u <5 P y'^ch tem Gfeidrift3berid)t T i 11 m a n ns

wögen. Eine der vornehmsten Aufgaben der Par- tei müsse die BÜbungsarbeit sein. T« sozialistiiche Internationale war der Leitstern ber Partei iw allen politischen Kämpen von 1919. xer Redmw kritisierte sodann die Politik der Regierung und richtete wegen der Untersuchung von Lomngen Pari eiangehörigen schwere An klag m gegen die Justizbehörden. Er betonte schließlich, bau b itte du- Fraou nicht sei, bürgeilid)c Tenwlratie oder Dik­tatur des Proletariats, sondern kapitelistilchc TiL- tatur oi^r proletarische Diktatur.

Den Bericht der Kontoollövmmttsvon erstattete Bock-Gotlxi. Tie Aussprache dreht sich haupt­sächlich tum die Agitation und die Pflegt der Bolksbildimg. Aber auch die Frage der Einigung mit den Vtebrheiissvzialisten wurde bereits streift. Fast alle Redner betonten, bau sie mir auf dem Boden des proletarischen KlastenkampfeS möglich sei.

Krawalle auf der Vulkanwerft.

Berlin, 1. Dez. Heber Krawalle auf der Vulkanwerft wird verschiede­nen Blättern aus Hamburg berichtet, daß nach einer Bekanntmachung der genannten Werft die gestrige Versammlung der frei» gewerkschaftlich organisierten Arbeiter der Werft bei Sagebiel durch mehrere hundert linksradikale Mitglieder der Belegschaft ge­stört wurde. Dabet kam es zu derartigen Ge­walttätigkeiten, daß infolge Fortsetzung des entfachten Streiks mit schweren Besck)ädigun- gen der Betriebseinrichtungen und mit einer Gefährdung der Sicherheit des Personals zu rechnen sei. Von einer gemeinsamen Arbeit könne unter diesen llmftäitben keine Rede sein. Das Werk werde sofort geschlossen werden und so lange geschlossen bleiben, bis die Wie­derkehr von Ruhe und Ordnung gesichert er­scheine. Zugleich wird die Entlassung der ge­tarnten Arbeiterschaft ausgesprochen.

Hamburg, 1. Tez. (2Mff-) $>te f an werte fordern nun ihre Angestellten be$ Lohn- und Nachtechnungslmreons aus, zur Er­ledigung der Arbeiterenllassuugen am Tienstag im Bureau zu erscheinen. Heute ruht der Be­trieb vollständig. Es sind bisher keme Ruhestörungen vorgekommen. Von dem Garm- scmältesten sind keine besonderen Maßnuhnten gv» troffen word-n, da es sich um eine Auseinander­setzung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern banbelt, jedoch ist für erhöhte Bereitschaft gtfwgt ' Die Vullanwerie halten hacke eine Borhelprechung

und schlichten Worten: .

Deutschland hat ans kolonialem Gebiet ge­zeigt, daß es den westlichen Völkern mindestens gleichwertig ist. Mögen livjenigen, die, insbe­sondere in bezug aus Behandlung der Einge­borenen, anderes behaupteii, mit ihren Angaben Hera uskvmmen und sie dem Spruch eines un- Parteiisck)en Gerichtshofs untertottien. Ich.stehe & jÄXätt C°lmar ist die g<u.iE s«»ialistiM L.ste du-q. nicht daß meine Kollegen in den arideren deut- gedrungen. In Mülhausen surd 18 Sozialisten scheu Kolonien das Gleiche tun können. unb 18 der republilanychen Gruppe gewahll. deutsche Volk darf d-ic Eirtscheidung des Friedens Metz sind 31 Kandidaten des republi- in bez.ig auf die Kolonien nicht als^ endgültig I fanifdrien Bundes gewählt und 4 kommen in himichmen. Es muß auf eine Revision desj Vertrags bTh:g -n. Nur wenn wir betrüben in der Welt in großen Kolonien wieder rin Feld der Betätig m-g hiben, kann Deutschland daraus rechnen, m friebhd^m Wettbewerb der Nationen eine tehier VvlkszaU und seinen Fähig" feiten angemessene Stillung zurückzucrlangen.

Aii diesem Ziel lalten wir fest."

Ja, daran wollen wir sesthrlten. Tas smd wir kommendeii Geschlechtern schuldig, namentlich aber auch den Männern, die imseren zur Zeit ver­lorenen Kolonialbesitz bis zum Aolcheriten, in Ost- afrika bis zum europäische Krieg.ende verteidigt haben. Ten Männern und auch den Frauen 1 unhter Afrikaner, an deren Spntze die tapfere 1 Gattin des Gouverneurs Schnee dem kämpfenden

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