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Kirche und Schule

Oftfcen, 8

der Stil<bt

Am näd>ftvn Donnerstag t im Hotel Viktoria eine

HrtiiMaivcrlmn mlimg des vefiuchen Pforr - Vereins flott. Im Dtittclounkt der 5Betbmt>== faitflcn steht ein Vortraa von Pfarrer Bernbeck- t k a r b e n über das Thema:D er Neubau

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Gießen

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Hochschulriachvlchten.

5 Hl. Marburg, 30. Juni. Der Privat- bfljcnt in der Philosophiscliei! Fakultät der Uni» Wksität Marburg, Professor Dr. Schulze, turbe pun außcrordentllchen Professor ernannt.

LLunst und Wissenschaft.

mr. Frankfurt a. M., 29. Juni. In Verbindung mit dem Schauspielhaus soll eine jheaterschule errichtet werden. Diese Khule soll in der Hauptsache den künstlerischen Michnnubs der Frankfurter StadttKeater Mersbellen und die ScLfüler müssen sich ver- Mchlen, vor allem etwaige Engagements- «träge der Frankfurter Bühnen zu becück- Mtigen.

t ÜewMtx Der W8frr?gt

ßrgermeister Müller wurde mit 154 rn wiedergewähtt, sein Gegenkandidat Land- Philipp Emrich erhielt 139 Stimmen. Die k-digimg war äußerst lebhaft, nur etwa Wahlberechtigte machten von ihrem Recht keinen

tritt werden. Jeder Wahlvorschlag muß von mm» Westens 26 in bet Wählerliste eingetragenen Per» bnrn irnterieidyLtt sein. Znxft aber mehrere Wahl- frnWy tonnen in der Weise miteinander ver- huibcn werden, daß sie anderen Wahlvorschlagen o genüber als ein einziger Wahlvorschlag anzusehen Mld. Die (£rfiänmy)en über die Verbindung von WchloorskAägeii müssen bis spätestens ö. August stift9 beim Walstkommissar von den Unterzeichnern kr betreffenden Wahlvorschläge ober den Ver- «Lwnsinännrrn Übereiustimmend schriftlich einge- dncht werden.

llMSPltvttfi^'kWen smker Einschluß von Diebstahl u. BeraubungS» Schäden sowie Belchlagnabme, auch für Sen­kungen von und nach den besetzten Gebieten.

Versicherungen zeg. Schäden durch Aufruhr siir Gebäude, Mobilien und Waren

schließt zu mäßigen Prämien ab

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Stulantc Schadenöregulierung!

Abreisen von Plakaten. Neuer- nas mehren sich die Fälle, daß Plakate, insbe- loere militärischen Inhalts, von Unbefugten be- itiflt iverben. Das Kreisamt macht darauf auf- erksam, daß es Strafantrag enoirlen und die lrafverfolgung veranlassen wird.

Lehrerversammlungen. In nächster dche sollen in den Bezirken Lick>-Hungcn, Gietzen- uib und Grün berg amtliche Lchrerversammlun- n mit folgender Tagesordnung stattfinden: Lehrprobe: 2. Schnlverwalturrgsfragcn: 3. Ver­miedenes. Die Versammlungen lucrben ab>rehalten: Montag den 7. Juli vorm. 9,30 Uhr in Trais- »rlofs (Schrlhaus) 2, Mittwoch den 9. Juli vor- ittags 9 Uhr in Gießen (Schulhaus Schillerstr.), Donnerstag den 10. Juli vorm. 9,15 Uhr in tun berg (Schulhaus).

Bestellung von Nährmitteln. Der in t Bekanntniachung vom 18. Juni lfd. Js. an- setzte Preis zum Bezüge von Zieis wird infolge; wabsetzung des Einkaufspreises von 1,75 Mk. aus igcsähr 1,30 Mk. für 250 Gramm ermäßigt.

mmIwaW.

V. Aoki.

rit 95 Stimmen mfjhmti imöorWr und Kr« ! W MdM bei 9 ;n DLtgrmeislrrS 3ult] n gestern abend die M e ein ALnkhen, vvbei H rtmg W unbbu MNsderLaMkhttG.

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B. setzte bet Sch, Läjährige öaiLIumsM rem Tage allein ün 12 dl 20000 Marl mürben ü Mm Hotel gestohlen. 1 stet, täglich mindestens fei i, wobei sie an jedem 3d Tem VngAst mutzten in einem Wertbcks rn uch die Offenbacher salsti mm im FMing das Rn lMimt wurde, so tag i von ihr verausgabten 1 ültig trflärai muhte, d heinfebrik von Zöergolst d

ffl«S -em Amtsverkündigungsblatl.

Das AmtSverkündignngSblatt vom L9uli enthält: Abänderung der Verordnung über Bbnereien. Vom 11. Juni 1919. Beseitigung Kn Plakaten. Lehrerversammlungen. Wah» |e zum Lfteistag. Bestellung von Nährmit- Sl Feldbereinigung 9heder-Bessingen.Ge- W»de»ichwage Burkhardsfelden.

Wahlen zum Meistag.

Spätestens am 1. August ist ortsüblich be» pBttrtntGrfxn, daß die Wahl am 17. August 1919 Gr 1.0 Uhr vormittags vis 8 Uhr nachmittags Wtsindet. Dabei sind Wahlrärune und Namen der 8-hlvorsteher Und ihrer Stellvertreter bekanntzu- p6t3L

Zur Skmteibtmg von Mißverftärrdnissen weist H Kreisamt nochmals darauf hin, daß die für n Stadtverordneten- und Gemeinderatsmahlen be- pltzteu Listen auch für die Kreistagswahlen zu Le» tabrn sind.

Die Stimmberechtigten sind aufgefordert, bis tzätestens am 31. Juli 1919 Wahlvorschläge bet kw Wahlkommissar schriftlich einzureichcn. Hl sind dreißig Ki^istagsmitglieder zu btoen. In einem Wahlvo^fchlag dürfen Richt mehr als die doppelte Zal)l der zu wäh- Imben Kreis tagömitglieder vorgischagen wer dein Sie Boraesc^agcneu sind in erkennbarer Reihcn- Mqc tmfziy ühreu und unter Vor» und Zunamen, perzeichm, Stand ober Beruf und Wohnort, bei tzn heirateten Frauen omch unter Geburtsnamen zu tzezeiämen. Iwer Wahl Vorschlag soll mit einem ßamwort versehen fein. In dem Wahlvorschlag soll ei ßertraumsnuum benannt fein, der für 23er»

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Näheres d. d.Schulleitung

Sitzung der -tadtverordneten.

(3. Sitzung.) (Schluß.)

Gießen, 30. Juni 1919.

Errichtung einer städtischen Steinfabrik.

Stig. Kreuzten: Tie WohnmigsVerhält­nis zu schildern ist nid)t nötig. Besserung ist sthr schwer möglich. Selbst eine Zwangseinquar- tierung wird wenig nützen. Es war in Erwägung gezogen, das bisherige Landsturmlager für btt Stadt zu übernehmen und dort Wolmungen ein» zurichten. Tie Kosten liegen noch nicht endgültig lest, sind aber auf 120 000 Mk. geschätzt. Zur Einrichtung von 47 Wohnungen sind weitere 130 000 Mk. erforderlich. Es würde um diesen Preis gutes Sau quartier für die nächste Zeit unbenutzbar. Tal>er hat die Stadt in Erwägung gezogen, selbst Däuser zu errichten, yumat da die gemeinnützige Baugenvs enfchaft ihren P-an nicht so schnell wird ausführen können. Ter Wvhnungs- bebarr wird bis Frülnahr 1920 400 Wohnungen ktrogen. Tie gern innützige Baugenos en chafl baut 60 Wohnungen, die Stabt in der Mühlgasse 17 Wohnungen. Das Privatunternehmer um stbrizicrt kein Baumaterial. Es muß aber etwas getan werden, um der Not zu steuern. Tie Errichtung einer eigenen städtischen Steinfabrik kaim hier Dilfe bringen. Es ist daher von der Baudeputation die bestehend? Sch lacken st ernfabrik des Herrn Römer an der Margarctenhütte zu übernehmen und fortzuführen. Tie Stadt ward damft in d.'r Lage sein, bei eigenen Bauten eigenes Material zu verwenden, das vom Marktpreise unabhängig ist, und kann auch zu gemeinnützigen Bauten Material abgeben. Tas Material, das föerr Römer an der Margaretenhütte fabriziert, ist ein Schlackenstein, honen Zusammen e^u ig ihm durch G^b-auch mustz-rjchutz geschützt ist. Tas Ma­terial ijt technisch durckiau; gcnüge;ib. Seine Druck­festigkeit ist höher, als für Flachbauten erforder­lich. Eine bereits eingerichtete Fabrik kann hier­bei übernommen werden. Die Baudeputation be­antragt daher, die von Otto Römer an der Marga­reten Hütte eingerichtete Steinsabrik, in der Vor­aussetzung, daß die Materialbeschaffung sickier- geftcHt ist, unter folgenden Bedingungen auf die Stadt zu übernehmen:

1. Römer erhält für die Lizenz und für die vorhandetren Einrichtungen und einer noch zu be» sckwlfenden Steinpresse ben einmaligen Betrag von 30 000 Mark.

2. Römer erhält 2 Prozent Provision auf ben Grundh.rstellungspreis von 75 Mk. pro 1000 Stück und ein monatliches Gehalt von 450 Mk. bei monatlicher Künbigung.

3. Tie Anlage soll ach Kriegssirstenkrebit ver­rechnet werden.

Für Erweiterung des Betriebs und für Be­triebsmittel im ersten Betrirbsjahr wird ein Be­trag von 30 000 Mark vorgeschlagen,

Stadlv. W i n n (D. B.) ist der Ansicht, daß der Antrag nochmals eingehend geprüft werben muß. Seiner Ansicht nach ist hie Llinlage mit 30 000 Mk. zu hoch befahlt. Wenn die Anlage ventabel ^werden soll, sinb noch 15000 Mk. hinein­zustecken. Er beantragt haljer Rückverweisung des Antrags mi die Baudepuiaron. Tie Herstellungs­kosten belaufen sich nach seiner Rechnung für 1000 Steine 86 Mk. statt wie angegeben 70 Mk. Tie Betonbaugesellschaft ist mit ihren Angeboten pro Kubikmeter Mauerwerk bedeutend billiger, als die Stadt danach Herstellen tont.

Stadt». Sommer (Dem.): Die Bautätigkeit muß in jeder Weise gefördert und Baumaterial gefebaffen werden. Die Firma Buderus liefert Schlackensteine zu 8 Pfennig. Die Firma ver­wendet Abfälle aus ihrem eigenen Betriebe. Wam aber die Schlachenhaufen der Marga- rctenljütte abgebaut sind, muß Material von anoer- wärts herangeschafft werden. Vielleicht kann der Besitzer mit Subvention schneller liefern. Es kann auch eine stilliegende Ziegelei in Betrieb genonv- men werden. Betonhäuser sollten unbedingt mit h-rangezogen werden. Es ist fehlerhast, sich auf eine einzige Idee sestzulegen.

Beig. Krenzien: Ziegeleien können aus Mangel an Kohlen nicht benützt werden.

Stadtv. 233 i nn rät zu Lehrnstftuen.

Beig. Krenzien: Ter Lehmstein verlangt zu lange Zeit zum Trocknen.

Stadtv. Mann (Soz.) weist daraus hin, daß modern eingerichteten Ziegeleien vom Reichskoh­lenkommissar Kohlen zur Verfügung gestellt wer­ben. Es muß noch in dieser Vauperiode etwas getan werben. Tie Schlackensteine von Buderus kosten ab Werk jetzt 85 Mk. Es gibt nur zwei Losungen, entweder die kleine Schlackenfabrik zu fördern oder die Betonbauweise zu benützen. Tic Qualität der beiden Bauweisen wird etwa die gleiche fein. Es wäre zu empfehlen, Römer zu subventionieren, die Betongesellschaft mit Aufträ­gen zu versehen und außerdem eine moderne Ziege­lei zu enteignen und zu verstadtlichen. Tie Stabt vermag eher Kohlen zu erhalten als die Privat- industrie.

Stadtv. Fourier (U.S. P.): Wir wollen die Beschaffung von Baumaterial fordern, finden

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aber das Avkommen mit KSmer nYckst flfcdfig. Von oer Stadt ist in der Wohnungsfrage zu langsam und nicht praktisch »arbeitet lucrbcn.

Stadw. G rode (Zentrum» hält die JNbe- triebhaltung einer modernen Ziegelei nicht für möglrch. Tie Anlage von Römer ist sehr ver­besserungsbedürftig, das Material ist aber gut brauchbar. Befürckftungm, daß der Scktlackenberg zu schnell aufgebraucht würde, sind unbegründet.

Stadtv. Vetters (Soz.) spricht zur Ge- schästsordnuTtg.

Tie Debatte wird geschlossen, der Antrag an die Baudeputation übemncien.

Stadtv. M i che l (Dem.) verliest noch fort* genben Antrag, her ebenfalls an hie Baudeputation verwiesen wird:

5m Interesse der wirtscktaftlichen trnh finan­ziellen Hebung der Stadt Gießerr ist die Grün­dung neuer industrieller Unternehmungen inner­halb der städtischen Gemarkung muh Kräften zu fördern. Privaten Unternehmern und Gesellsck-af- den ist hab:i von feiten irr S odtverivaltung durch Bereitstellung von Gelände und jede mög.Lbe Er­leichterung weitgehendes Entgegenkommen zu be­weisen."

Wahl eines VolksbildungsauSschusscs.

Zu dem von Stadtv. Sommer (Tem.) in der letzten Sitzung beantragen Bolksbilhungsails- schuß lucrben von ben einzelnen Parteien bot» geschlagen die Sbabtnrrorimtien Erhard, Gmelin, Baum, Gorz, Mann.

Stadtv. Sommer (Tem.) lehnt ben Vor­schlag seiner eigenen Person ab. «Härt sich aber bereit, jederzeit mitzuarbeiien.

Stadtv. Naumann (D. B.) bittet, eine Frau in ben Ausschuß hineinzuwählen.

Beig. Krenzien schlägt vor, daß die Stadt­mütter unter sich über die zu wählende Frau eine Einigung treffen.

Ernennung der Wahlvorsteher und ihrer Ersatzmänner für die KrcistagSnmhlcn.

Beig. Krenzien liest die Liste vor, die genehmigt und in den nächsten Tagen veröffent­licht ivirb.

Stadtv. Schmahl (D.-R.) rügt, daß bei der Slad:verordnelenwalsl die Listen u ivollstänng ausgestellt waren. Er bittet, die Liften nochmals nachzuprüsen und nochmals ofienzulegen.

Beig. Krenzren verspricht, dafür Sorge zu tragen.

Stadtv. Sommer (Dem.) regt zu ben Kreis­tagswahlen an, der Aeltestenrat möge darüber be­raten, wie ein organischer Zusammenhang zwischen Stadtverordneten und Kreistagsabgeordneten ge­schaffen werden könne, da viele Angelegenheiten beide Körperschaften betreffen.

Stadtv. Winn (D. V.) verlangt ebenfalls Nachprüfung her Wählerlisten. Aus einer Seite hätten z. B. 67 Wähler gefehlt. Ferner unter­stützt er den Antrag Sommer.

Stadtv. Simon (Dem.) beantragt, um eine größere Beteiligung zu erzielen, die Wahllokale bequemer zu legen.

Stadtv. Krausmüller (D. V.) spricht gegen jede Abänderung, da sie irreführen müsse.

Stadtv. Michel (Tem.) regt an, an den Wahllokalen die Sttaßen anzuschlagen, die dort zu wählen haben und die Liste her Lokale am Tage vor der Wahl nochmals zu veröffentlichen.

Stadtv. Gmelin (D. V.) beantragt alpha­betische Aufstellung der Straßen.

Tie Tagesordnung ist erschöpft.

Wahl brr unbesoldeten Beigeordneten.

Stadtv. Beckmann (U. S. P.) beantragt, den Punkt B^geordneteuwohl in öffentlicher Stt- zung zu bchmrdcln.

Stadtv. Volz (Soz.) schließt sich dem An­trag an.

Es wird abgeftimmt und der Antrag ange­nommen.

Beig. Kren zier: teilt mit, daß zunächst für Beig. Em melius, der sein Amt nieder­gelegt hat. fine Neuwahl zu erfolgen hat.

Stadtv. Krausmüller (T. V.) schlägt Kommerzienrat Klingspvr vor.

Stadtv. .Beckmann (U.S. P.) verlangt erst zu wissen, wieviel Beigeordnete gewählt werden sollen.

Stadtv. Mann (Soz.) beantragt drei Bei­geordnete.

Stadw. Ebel (Tem.) teilt mit, her Aelte­stenrat habt lange beraten, ohne daß die Sozial­demokraten sich bestimmt über die Zahl geäußert hätten. Tie Abmachung habe zuletzt auf zwei gelautet.

Stadw. Mann (Soz.) erklärt, die bürger­lichen Parteien hätten unerfüllbare Bedingungen gestellt.

Stadw. Ebel (Dem.): Sämtliche Fraktionen haben ihre Bereitwilligkeit zu drei Beigeordneten erklärt, falls die Sozialdemokraten einen Ver­treter der Mehrheitssozialisten Vorschlägen wollen.

Stadw. K r a u ö m ü 11 e r (D. V.) schließt sich dem ap.

Stadtv. Urft ab t (Dem.) wünscht, daß auch ein sozialdemokratischer Beigeordneter gewählt

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werde, foSl ein MehrheWsozialist vvrgrf chfogeN werde.

Stadw. Mann (Soz.): Tie Sozialdemokra­ten wollen der U.S. P. als der stärker vertrete­nen Partei Gelegenh.ü geben, mitzuarbeiten und wollen daher niemanh aus ihrer Mitte Vorschlägen.

Stadw. Beckmann (U. S. P.): Tie fowal* demokratischen Parteien werden auch bei zwei Bei­geordneten einen Kandidaten Vorschlägen.

Stadw. Otter (U. S. P.) meint, die bürger­lichen Parteien hätten Angst, einen Unabhängigen zu wählen.

Stadw. Sckmahl (D.-N.) weist aus dae Vorgehen der Unabhängigen in Nauheim hin, wo die schwächere Partei den Beigeorditcten ge­stellt hat.

Stadw. Ebe! (Dem.): Nicht im Gegensatz zum demokratischen Prinzip lehnen wir einen un­abhängigen Beigeordneten ab, sondern weil die U. S. P. die Tiltatur des Proletariats, das fRäte- system erstrebt und somit demokrattschen Grund sätzen entgegen ist.

Stadtv. Sommer (Dem.) führt nochmals seine früheren Aeußerungen aus und spricht für die Wahl von jeweiligen Beratern ober für die Wahl von 7 Beigeordneten, die sich alnvechseln. Hierzu soll bet der Volkskammer ein Antrag auf Abänderung der Städteortmung eingebracht werden.

Stadw. W i n n (D. B.) weist darauf hin, daß die Wahl nicht zu umgehen ist.

Stadtv. Sommer (Dew.) bezweifelt, daß ein Zwang zur Wahl von unbcfolbcten Beige­ordneten vorhanden ist, tociut zwei besoldete Beigeordnete vorhanden sind.

Beig. Krenzien läßt über den Antrag auf drei Beigeordnete abstimmen. Der Anwag wird abgelchnt.

In erster Lime ist bei zwei Beigeordneten von der Deutschen Volkspartei Kommerzienrat Klingspvr vorgeschlagen.

Stadtv. B e ck m a n n (U. S. P.) schlägt Stadt­verordneten Fourier twr.

Die Wahl wird vorgenommen. Kommerzien­rat Klingspvr erhalt 24 Stimmeir, Geschäfts­führer Fourier 17 Stimmen, womit Konr- merzienrat Klingspvr gewählt ist.

Wahl eines zweiten Beige ordnete n.

Stadw. Ebel gibt im Namen der Demo- kratisckien Partei folgende Erklärung ab:

Die Demokr. Partei hatte beschlossen, in erster Linie Sxrrn Justizrat Grünewald, in zweiter Linie Herrn Justizrat Dr. Rosenberg für bie eine der beiden erledigten Stellen unbesoldeter Beigeordneter vorzuschlagen. Nacheem nun Herr Juirizrat Grünetvald in einem Briefe seilten Ver­zicht auf die ftaitixibahrr an gekündigt hat, schlagen wir Herrn Justizrat Dr. Rosenberg vor."

Bei der erfolgenden Wahl werden 32 Stimm­zettel abgegeben, von denen 7 keinen Namen tra­gen. Justizrat Rosenberg ist demnach mit 25 Stimmen als zweiter unbesoldeter Seigebrbneter gewählt.

Stadtv. G rode (Zentr.) wendet sich außer­halb der Tagesordnung gegen die Behauptung des Stadw. Fourier in der letzten Sitzung, die Schwesternhäuser hätten Kriegsgewinne ge­macht. Tas katholische Schwesternhaus habe nicht einmal normalen Gervinn erzielt.

Stadw. Fourier (U.S. P.) hält dagegen seine Behatiptung aufrecht. Es können auch Ge­winne gemacht sein, wenn sie buchmäßig nicht nachzuweisen sind.

Hiertmt schließt die öffentliche Tagung.

Schluß der Sitzung 7Vs Uhr.

Stadw. August Nvkl schreibt un§:

Bezugnehmend auf den Bericht über die Sitzung der Stadtverordnetem gestatte ich mir zu bemerken, daß ich die V.rofsentlichung der Debatte bezüglich der Lebensmittelversorgimg nur so lange vermie­den wissen nwllte, bis auch mir Gelegenheit ge­geben wäre, mid) ju her Sache zu äußern, da mir dies durch den Abbruch der Debatte gestern nicht mehr möglich war. Ich wollte also die betreffendem Ausführungen nicht, wie Sie schreiben, als nisttt- öffentlrch erklärt wissen, sondern lediglich deren Veröfsentlickfmrg zusammen mit den meinigen er­wirken. Sie haben wohl die Güte, dies zu berich­tigen.

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