Ausgabe 
2.6.1919
 
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gn. Ta fiel sein Blick auf den Stummel ter piurnzigarette, die Labwein zur Hälfte geraucht hatte, dcoch fünf von diesen Opiumzigaretten steck­ten hinter dem blauen Gummiband der silbernen Tvfe! Zu dumm! Was für eine böse Geschickte hätte seine Zerstreutheit um ein Haar dem armen Schuhmann eingebvockt!

Mit einer gewissen Umständlichkeit hatte unter­dessen der Schutzmann den weiftut Handschuh von seiner rechten Hand gestreift und gerade wollte er mit einemick bin so frei" in die Dose .grcu fen, als sich diese schnell dar feinen erstaunten' Blicken schloß.

Nanu?"

Berzeil-ung, aber aber," Torival suchte nach einer Rechtfertigung seines sonderbaren, Be­nehmens,die paar Zigaretten sind kein Geschenk für Sie. Hier" er gab dem Schutzmann ein Zmanzigmo stückTaufen Sie sich eine ganze Kiste Zig-

Non> ' staunte der Schutzmann von neuem und betrachtete ungläubig das Goldstück.Wie­so denn?"

Torival hatte keine Lust, sich mit längeren Erklärungen aufzuhalten.

Ich habe heute meinen guten Tag," rief er lachend dem Schutzmann zu und schlug schnell die Richtung nach der Karser-Wilhelms-Gedächt-» nislirche ein. . vv. e

Ter beschenkte Schutzmann blickte chm wvhl- wvllend lächelnd nach. Er versenkte das Gold­stück in seiner Geldtasche und dann ging er Wetter, langsam und bedächtig, seinem Dienst nach

Am Auguste-Viktoria-Platz, vor dem Roma­nischen Caiö, saßen die Gäste schon im Freien auf der breiten, von der niedrigen Strrnmaue^ eingefaßten Terrasse. .

Torival fetzte sich an einen eben frei gewor­denen Tisch Ein Kellner brachte ihm ein Glas Bier und die Abendzeitung.

Torival suchte sofort den lokalen Teil ter Zeitung ab. Da stand, was er suckte. Tie Nvtt, umfaßte nur roetiae Zeilen, eae landete

Ein noch unaufgeklärter Vorfall ereignete sich heute ti ter Mittagsstunde in den Geschäfts­räumen bat. Bankiers Erich Labwein. Ter In­haber des Bankgeschäftes wurde in seinem Pri­vatzimmer von riitent fremden Mann, ter um eine geschäftliche Unterredung gebeten hatte, nar­kotisiert. Dem Unbekannten gelang es zu ent­kommen. Ob es ihm möglich war,, einen leben» falls geplanten Diebstahl auszuführen, konnte noch nicht festgestellt werten, da Labwein das Bewußtsein lisher noch nicht wieterertüngt l>at. Früher als sonst klingelte Torival am anderen Morges feinem Diener. Er hatte schlecht geschlafen. Als Galdino das Frühstück gebracht hatte, schickte er ihn gleich fort, eine Morgenzeitung zu holen Tiesmal brachte das Blatt fast eine ganze Spalte überDas Attentat auf den Bankier Lab­wern".

Galdino nwllte seinem Herrn eine etwas un­klare Geschichte .erzählen,,nne das Loch in dem Teppich entstanden sei, aber Torival enthob ihn ter fflQ^e des Märckxmerzählens und jagte ihn ous dem Zimmer. Mit gespanntem Interesse las er den Bericht der Zeitung: _

Das Attentat auf den Bankier Labwern hat seine ÄuMärung gefunden. Der Bankier Erich Labwein betreibt im bri ten Stock eines Hauses in ter Jagerstraße ein kleines Bank- und Kom­missionsgeschäft. Vor einigen Tagen, meldete sich bei ihm ein gutgekleiteter Herr, ter angab, in Elterfeld eine Knopffabrik zu besitzen, Dieser Mann wollte mit ßabtoetn in geschäftliche Ver­bindung treten. Ta er ein sicheres fJuftreten ifctbe und über gute Empfehlung^ terflgre, so trjig Labwein, der als ein sonst, sehr oor- sichtiger Mann geschildert wird, keine Beden­ken, dem Fremden einige Besprechungen zu ge- ambven. Gestern morgen, gegen 11 Uhr, cr= schien ter angebliche Knopftabrrkant mittler bet Labwein. Er wurde in das Prtvatztmmer des Bankiers geführt und hier gelang chm, dem arglosen Labwein einen bösen streich fvirlm. Ter Bankier nahm ein« ihm von dem Fremden

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Zweckes Blatt

ftrttmihr mit (U »arten zur öffentlichen Versteigerung. Tabei war- r cefl j*'!' bm ganz außergewshulich hohe Preise erzielt. Der

100

kam du rchschnit tl i ch 3 Mk.

zu 6 und

7 Ml. bezahlt. Auf Beschluß des BoMrats hin

7 Ml. bezahlt. Auf Beschluß des VottVrats ym ^vlOtlutoM waren Außenmärker beim Ankauf des Massenge- mrchiffkllder.i^ i käntes ausgeschlossen. Nachdem beim Wiesenver- tg teil-fanf nochmals rund 170000 Mk. gelöst worden 8 öaltcittüt Vicbti: naren, hat ter Verkauf des gesamten Masfenge- Der eh^ ländes rund eine halbe Million Mark eingebracht.

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Empfehlumin

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t>ks Verfahrens.

Znm Aufstand in Afghanistan.

Angestellte. Es darf als festgesteUt gelten.

die Durchführung des Achtstuntenlags gemäß | ga gesetzlichen Vorschriften sich, abgesehen von bei iaen Ausnahmen, überall technisch bat ermöa-'

istand von 3394,49 Mk. Hieraus sind noch zu

Dorioal dachte:

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Franz

Letzte NachrLehten.

Eine Kouferenz der Negierung mit Abgeordneten des besetzten Gebiets.

sie vom Kriegsgericht wegen Diebstahls und Wach- \ vergehens zu Strafen bis zu 2 Jahren Gefängnis ; verurteilt. Auf ihre Berufung befaßte sich das , Oberkriegsgericht in Bad-Nauheim erneut mit der

ehr preiewei empfiehlt jUüw. Sten > Bahnhofstraße

U Holzheim, 29. Mai. Dem Landwirt ftriebr. Will wurde ein Stück Vieh in der Nacht aus dem Stalle gestohlen.

0 Lich, 31. Mai. Nachtem vvr ermgnt Dachen bereits bc5 Acker- und Gartenland des bei der Feldbereinigung geschaffenen Mas- smgeläntes zu äußerst hohen Preisen verkauft nxn> tert ist, kamen dieser Tage die Wiesen und Gras-

Oelgemälde, 126 Aguarelle und Pastelle, 282 Ra­dierungen und Zeichnungen, 60 Plasttken, 36 gra­phische Arbeiten, 135 ftmp gewerbliche Arbeiten, zusammen: 988. Davon wurden verkauft: 17 Oel- gemälte, 9 Aquarelle und Pastelle, 16 Radie­rungen und Zeichnungen, 1 Plastik, 3 Tunftgetoerte liche Arbeiten, zusammen: 46. In beiten Ge-

tlorew. Der tbib mbtrwirbgebetfn.l)

sott «elebnt

Der Doppelgänger.

Roman von CarlSchüler.

Fortsetzung Nr. 33.

Kreis Lauterbach.

0 Schlitz, 31. Mai. Erne Ortsgruppe des Arbeitgeber-Verbandes für den Kreis Lauterbach wurde hier gegründet, die bereits 40 Mitglieder zahlt. Zum Vorsitzenden wurde Fabri­kant Wilhelm Zöller gewählt. Für w. ein­zelnen Erwerb^weige wurden VertrcarenNeute be­stimmt. Der T u rn verein tmtertiahm am dimmeksahrttage einen Turngang auf den Herzberg.

Kreis Friedberg.

= Bad-Nauheim, 30. Mai. Elf An­gehörige ter Polizeitruppe ter 81er, Frankfurt, hatten sich während ihres Wachdienstes, für den sie nur trockenes Brot miterhalten hatten, aus einem Eisenbahnwagen mehrere Pakete Kunsthonig und eine Flasche Wein angeeignet. Hierfür wurden

Mtz »r. 06

Aus Stadt Mttö Land.

Dießen, 2. 3unt 1919.

Berlin, 1. Juni. (WTB.) Weit über rheinische, rheinhessische und pfälzische Mitglie­der der Nationalversammlung und der

Gberhesstscher Uunftverein.

In der Mitgliederversammlung am 27. Juni 1917 erstattete ter Vorsitzende ten Geschäftsbericht für 1915 und 1916. Im Geschäftsjahr 1915 konnte derOberhessischeKunstverein infolge der Frachtsperre feilte Ausstellungen erst anfangs Jmri eröffnen. Am 6. Juni fand eine Ausstellung von Samm­lungen der Neuen Vereinigung Münchener Künst­lerinnen statt. Dieser schlossen sich Sammlungen Munchen-er Künstler, des Hamburger Künstlers Professor Lutteroth, des Berliner Künstlers H. Koberstein usw. mi. Im Juli folgte eine Sonder- ausstellung tes Mitgliedes der Darmstädter Künft- Kolonie Professor Walter Jllner. Während der Monate August und September war die Ausstel­lung geschlossen; es wurden während dieser Zeit bauliche Veränderungen im Ausstellungsgebäude zur Ausnahme der "Gemälde der Dr.-Hans-Bock- Gedächtnis-Stiftung vorgenommen. In den Mo­naten Oktober, November und Dezember fanden abweckislungsreiche Ausstellungen verschiedener Künstler statt. Im Geschäftsjahr 1915 warvn im ganzen ausgestellt: 172 Oelgemälte, 91 Aquarelle und Pastelle, 74 Radierungen und Zeichnungen, 28 graph. Arbeiten, 5 Plastiken, 11 kunstgewerte liche Arbeiten, zusammen 381; davon wurden verkauft: 2 Oelgemälte, 11 Aquarelle und Pastelle, 15 Radierungen und Zeichnungen, 3 graphische Arbeiten, 3 Plastiken, 3 kunstMlverbliche Arbeiten, zusammen 37.

Im Geschäftsjahr 1916 wurde die Ausstellung im April eröffnet, zunächst mit einer Ausstellung ter Künstler-Gilde. Diese Ausstellung wies Arbeiten zahlreicher bekannter Berliner, Münchener und Wiener Künstler auf. Darauf be­schickte ter Dresdener Künstlerbund die Ausstel­lung. Hieran schloß sich im Juli eine Sonter- auöstellung tes Tresdener Künstlers Laboschin. Eine willkommene Abwechselung bot die Ausstel-' lung der kunstgewerblichen Grüppe des Weimar- Buntes, die verschiedene kunstgewerbliche Ar­beiten in Stoffen, Holz, Metall, Glas und Por­zellan auf wies. Daran schloß sich eine größere

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A flnT«fboi(

aufgehoben.

Landkreis Gießen.

eines, Entwurfes einer darauf bezüglichen Berg- volizeiverordnung. Tie sehr rege Aussprache cr- N grundsätzlich allgemeine Zustimmung und kochte manche beachtenswerte Anregung. Tas We- mlliche an der neuen Einrichtung wird eine direkte Mitwirkung geeigneter Arteilervertreter an ge- Misen Geschäften ter Bergaufsicht, besonders an 1 te Unfallverhütung unb -untcrsuchung, teilt. Ti-

tthor Scheffz ick-Nieter-Ohmen gab eine über-

Starkenburg und Rheinhessen.

dz. Darmstadt, 30. Mai. Am 28. Mat kütc in Bad-Nauherm die 51. Konferenz her Betriebsleiter hessischer Bergwerke. Zunächst berichtete Dergassessor Hundt über das Arbeits- kammergesetz im Bergbau, lieber die praktische Ausgestaltung der Mitwirkung ter Llrteiteraus- schüsfe an ter Unfallvcrhütimg berichtete Berg- ivkrksdirektvr Tr. W e m m er - Gießen an Hand

litten lassen, daß aber die wirtschaftliche Wirkung auf dic Betriebe in vielen Fällen, wie erwartet, ungfmffig ist, in einzelnen Fällen sogar noch uu- günstiger, als man erwartet hatte.

Bieber, 30. Mat. Am hiesigen Bahn­übergang wurde freute früh ein sititges Mädchen vom Tarmstadt-Frankfurter iPersvnenzuge über­fahren und sofort getötet.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 30. Mai. In ter letzten Woche wurden insgesamt 12191 Stuck Eier abgeliefert. Tie Höchstzahl erreichten die Ortsgruppen Lützel­linden mit 1122, Mederwetz 1087, Kraftsolms 665, Oberwetz 658, Reiskirchen 654 und Nieder­kleen 535. Stück.

wa. A ß l a r, 30. Mai. Aus ter hiesig«: Kirche wurde die Altardecke gestohlen. Tie Tiebe gelangten nach Einschlagen einer Fenster­scheibe in das Innere der Kirche. Scheinbar war es nur aus die eine noch neue Tecke abgesehen, denn Geld und tergieidteit haben die Trete unbe­rührt gelassen. Am gestrigen Nachmittag fand ein Bauersmann ut seinem Kvrnacker das Kreuz und die abgeschnittenen Goldfranzen. Tie Decke be­stand aus lilablauem starkem Tuch und umfaßte ungefähr vier Meter im Quadrat.

Hessen-Rassau.

hl. Marburg 31. Mai. Tie Zigeuner, von denen man Wahrend des Kni: > s wenig merkte, sind jetzt zu einer Plage gewoiven. Allenthalben trifft man ihre Lagerstellen und man sieht, wie ihre Pferde die saftigen Rasenplätze abgrasen. Auch Gießen hat einen erheblichen Zuzug an Zigeunern erhalten.

pre u ßischen Landesversammlung aus allen Parteien waren am 31. Mat einer Ein­ladung tes Ministerpräsidenten Scheidemann zu einer ^Aussprache über die Selbständig-? keitsbeftre bun g en tn den Rheinland den gefolgt. In bierftüniriger Aussprache, bei welcher das ganze Material noch einmal aufge­rollt wurde, trat völlige 11 e freiem ft im­mun g zwischen ter Regierung und den Abge­ordneten insofern zutage, als ter Gedanke einer Loslösung vom Reiche als völlig undis­kutierbar von allen Seiten verworfen wurde. Bor Verabschiedung ter Verfassung und vor Frie- densschluß könne auch an eine Aenterung des Staatsvechtlichm Verhältnisses zu Preußen nicht gedacht werden.

Die Wühlereien im Rheinland.

Wiesbaden, 2. Juni. Hier narrten gestern morgen und im Laufe tes Vormittags Aufrufe zur Errichtung einer selbständigen Rheinischen Republik die das Rheinland, Alt-Nassau, Rheinhessen und die Rheinpfalz um­fassen soll, als Plakate angeschlagen. Als Urheber ter hochverräterischen Machenschaften wird ein ^»r. D v r t c n Staatsanwalt in Berlin, ange­sehen, ter sich erst seit November in Wiesbaden aufhält. Dorten hat ben Verhandlungen mit Man­gin heigewohnt. Die Bevölkerung verhält sich durchaus ablehnend. Es steht keinerlei politische Partei hinter dem Aufruf, der unterzeichnet ist: Der Rheinische Arbeitsausschuß, der bereinigte Nassauisch-Rheinhessische ArbettsauSstchch, ter Pfälzische Arbeitsausschuß. Irgendein Name ist nicht genannt. In Koblenz und Köln wurden die Ausrufe nw verbreitet. Nur eine einzige Zei­tung des besetzten Gebietes hat davon Kenntnis ge­nommen und sick im zustimmenden Sinne ge­äußert, terM ainzer Neueste Anzeiger", ein Blatt das schon seit einigen Wochen als von feindlicher Seite gekauft gilt. Selbst wenn eS sich bei diesen Vorgängen nur um groben Unfug han­deln sollte, würde Hochverrat vorliegen. Die rhei­nische Bevölkerung erklärt sich fest zum Reiche. Alle verbrecherischen Versuche der Loslösung sind auf einzelne besonders geschäftssüchtige, ehrgeizige oder bestochene Personen zurückzuführen.

aus 1915 100 Mk., aus 1916 500 Mk., Summa 600 Mk., da die Gewinner noch keine Auswahl getroffen haben. Der Mitgliederbestand betrug.(Sitte 1915 198, mit Schluß des Jahres 1915 sind durch Tod, Wegzug usw. ausgefchieten 11, so daß 187 Mitglieder verblieben; im Jahre 1916 traten neu ein 10 Mitglieder, so daß ter Mitgliederbestand Ende 1916 197 beträgt.

VersailleS, 1. Juirt. (WTB.) DerPo- pulaive" schreibt: Ter Aufstand in Afghani­stan zeige, baf, die ganze islamitische Welt in Gärung fei. Ter Afcfimnonauf staub stehe mit ten ägyptischen und indischen Unrühen in Zusarnrnen- i'ing Er sei für England weniger teforgniter- i-.genb als die betten früheren Bewegungen. Es sei ihm aber schwer beizukommen, und er könnte

Ä;

. Auf ten warmen, sonnigen Frühlingstag war ifi' An linter Abend gefolgt. Ter Frühling hatte P tte ten Winter gesiegt. Tie ersten grünen Dsa't- l Wen wagten sich allenthalben hervor. Ein gelte v timer Schleier stbien Über ten Tiergarten ge-

,b j| l ititd zu sein. Auf ten Wegen drängten sich * « * Menschen. Ter Frühling hatte sie aus ben M Hiusern gerufen. Freute lag auf allen Gesich- (fl *nt. Auf ben Bänken saßen Liebespärchen.

. Ter Schutzmann blickte zunächst den Frager fit einem Gemisch von Staunen und Mißttauen », dann antwortete er breit unb gemütlich:

JRoodnn tu ick schon, aber nicht int Tienst." Äorival zog seine Zigarcttendose hervor.

Darf ich Ihnen ein paar Zigaretten an- SW"

Hr hielt dem Schutzmann Vie geöffnete Dose

-ch. ÄeltfltiH ieblaltt 71 W tfrtestotMiet

veemischtes.

Der teuerste Rheiuweiu.

= Erbach (Rheingau), 30. Mai. Bei einer hier abgehaltenen Versteigerung 1911er Marco- orunners aus dem Besitztum des Prinzen Fried­rich Heinrich von Preußen wurde für V« Stück 300 Liter der Riefeupreis von 85 200 Mk. er­löst, Das Liter kostet also int Keller schon 284 Mk. Mit Zuzug ter Steuern, des Geschäftsaufschlages usw. Dürfte die Flasche auf annähernd 400 Mk. kommen. Bisher hielt der Nackenheimer 1915er Rotenberg mit 173 Mk. das Liter den Rekord- Preis für den Rheinwein.

Morgen sitze ich neben ihr z

Er Enterte ziellos durch die Alleen und «ge des Tiergartens unb stand auf einmal an k Korneliusbrücke. Ganz ohne fein Zuttun war «dahin getragen, wohin ihn Ruth zum ersten Dlldichein geladen hatte. Er ging über die Brücke, tot drüben war er wartend auf- und abgegangen, tot an ter Ecke hatte ter Schutzmann gestauten, uw-, J» den Ruch so erschrocken war. Er hatte ihren IlfllM .flui< M in seinem Arm zittern gefühlt. Dreimal 8i" & «kffiteter Schutzmann!

TiffiSi®8 ' Er ging weiter. Ein Polizist kam chm ent- iMt «Wen, breit unb dick. Ueber ten langen, blauen ' . Mittel batte er ben gelten Leteraurt geschnallt, : W.dem der Revolver hing. Tie Hände aus dem "fen, ben Kopf mit dem blanken Helm etwas Idgelegt, schnupperte er die Abendluft em Torival blieb vor dem Mann stehen unb

Ausstellung mit Werken verschiedener Künstler.

Ausgestellt waren im Geschäftsjahr 1916: 349 x

broerbslosensürsoige und die Beschäftigung ^liwerkriegsteschädigter. Endlich besprach Tirek- dor Schiffmann- Hungen noch die prakttsche 'Durchführung tes Achtstundentags für Arbeiter

Sache. Dieses erblickte im Gegensatz zu dem lkrieasgericht in dem Vorgehen der Angeklagten ________ uir Mundraub, zu dessen Strafverfolgung Antrag- ! lävsarößl Ücllung nötig ist. Da in den vorliegenden Fällen ' Äspreckente Anträge nicht gestellt waren, er-

frito thtRtiteHr. drmte^das Oberkriegsgericht auf Einstellung

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",enfuhr, w J Uck8»he der .» lD*rhten

* Aus dem Militär-Wochen­blatt. Frhr. Westerweller von An- t h o n i, Oberstleutnant und Kommandeur des Drag.-Regts. Nr. 14, ist in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs zur Disposition ge­stellt, v. Negenborn, Oberst und Kom­mandeur des Jäger-Regts. zu Pferd Nr. 11, v. Harnier, Major im Trag.-Regt. Nr. 18, und Michelis, Oberstleutn. im Fußartill.- Regt. Nr. 10 ist der Abschied mit der gesetz-- lichen Pension und der Erlaubnis zum Tra- f neu der Regimentsuniform bewilligt.

** Die Paketsperre nach Wil­helmshaven und Rüstringen ist wieder

schästsjahren war der Besuch der Ausstellungen außergewöhnlich rege. Der Abschluß ter Rech .v. .».» ~~~~ --------------. - - ,

nungen über die Einnahmen und Ausgaben für die i-lyv (wirft werten, >verm er bte Unruten m Jn»

Geschäftsjahre 1915/16 stellt sich folgendermaßen: dien wieder zum Auftlackern brachte Man oer-

Die Einnahmen betragen: 7648,31 Mk., die Aus- stehe jetzt, warum Lloyd George plötzlich P enrr-

iaten: 4553,82 Mk., somft bleibt ein Kasscrr- gisch auf ter Pariser Konferenz etngnff, um bte

uijipnuft-.i. uw, uvuci<-yc4i uvu। ueftanb von 3394,49 Mk. Hieraus sind noch zu Erhaltung einer gr oßen Türker zug­igen Ausnahmen, überall technisch hat ermög-f verausgaben an die Gewinner von Anrechtscheincir ® langen. England fürchtete, daß neben ter rrrfchen

HODlOIIlUW Älirfje Darstellung ter bestehenden Vorschriften UWM 0 . Ker bte Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit, die

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Montag, 2.3unt ryp)

Krise unb ter Arteiterkrise auch noch eine isla- milifche Krise ausbräche. Jeter Tag bringe neue Verivirrungen Man sei noch nicht am Ente der Aufregungen und Ueberrafchungen.

Versailles, 1. $unt. (WTB.) Wie eie Pariser Ausgabe terChicago Tribun^' berichtet, ist Wilson fest entschlossen, auf keinen ter im Friedensvertrag enthaltenen Grundsätze zu ver­zichten. Gewisse Mitglieder ter amerikanischen Dc- legation dagegen sollen bereit sein, mtwesentliche Teile ter wirtschaftlichen und finanziellen Ab­schnitte des Vertrages zu. revidieren, -falte sic Deutschen beweisen, daß sie bessere Vvrschläg.7 machen können. Die englische Tele^gatiou ist in z we i Teile gespalten. Ter eine Teil wird von Lloyd George geführt und wünscht auf dem Vertrag zu bestehen, während ter erntete Teil eine etwas versöhnlicheve Hal­tung gegenüber dem Feinte unb Reoidierung des größten Teiles tes Vertrages wünscht, welcher ohne Opserung wesentlicher Grundfätze abgeäntert werten könnte. Tie französische Delega­tion ift durchaus für Ablehnung jeoeH Aender-ung. Tie Javaner und Italiener er klaren, diese Frage regem zu lassen, ohne selbst Einwendungeit zu machen. Belgien schließt sich dem französischen Gesichtspunkte an. Tie U n - sicherheit über die Vorkommnisse in ten näch­sten Tagen, ^welche aus Informationen ter eng­lischen, amerikanischen unb Pariser Zeitungen spricht, läßt sich heute auch iy ter ganzen übrigen Presse erkennen.Humanits" stellt dies ihrer­seits ausdrücklich fest und meint, in allen Punkten bekundet sich die Unordnung unb Zusammen­halt losigkeit der Pariser Konferenz. H e r v 6 kommt wieter auf seine gestrigen Aus­führungen zurück, Frankreich habe ten ungeheuren Vorteil, sich der teutschen Republik, welche den Weg sucht, großmütig zeigen zu können. Mur würde früher ober spater durch die eigene Oes- fentlichkeit in Frankreichs dazu getrieben werten,, die Vertragsarlikel über das Saarbecken, die deut­schen Kolonien und die Angliederung Oesterreichs an Teutschlcmd zu revidieren. Da sei es besser, die nicht gelösten Fragen sofort zu lös«i. Tie ter Regierung nahe stehenden Blätter suchen na­türlich einen sehr scharfen Ton anzuschlagen.

Der direkte Verkehr DarmstadtFrankjllri wieder hergestellt.

Ten Bemühungen ter hesiischen Regierung ist es dem Tannst. Tagfrl. zufolge gelungen, baß die Franzosen ten direkten Zugverkehr Tarmstadt- Frarrkfurt und Frankfurt-Darmstadt ab 1. Juni wieder gestatten. ____

Tie hessische Regierung gibt nun ter be­stimmten Erwartung .Ausdruck, daß sich die be­dauerlichen Vorfälle, die zu ter Einstellung deS Zugverkehrs führten, nicht wiederholen ivtebcH. Tas reisende Publikum muß sich aller temouftra tiven Gefühlsäußerungen gegenüber ten auf ben Zwifchenstatiimen aufgestellten Besatzungslruppen strengstens enthalten.

Tie hessische Regierung /warnt auch ausdrück­lich vvr neuen Ungezogenheiten unb Unbesonnen- 'teiten kutzsichttger Elemente, die damit sich und ihre Mitmeuscteit nur schwerer Gefährdung ter versönlichen Sicherheit aussetzen würden. An« die französischen Besatzungstruppen soll vom Ober­kommando eine Anweisung dahin ergangen, sein, bei einer Wiederholung von Ungezogenhetten, wve sie leider vorgekommen sind, ben Eisenbahnzug kurzerhanb auf ter nächsten Station halten zu lassen, um die Uetettäter in Gewahrsam äu neh­men. Taß dabei auch mancher Unschuldige M Schaden kommen könnte, liegt auf der Hand. W inird daher erwartet, baß in jedem Eisenbahnabtell die älteren unb besonnenen Reisenden ein Augen­merk auf ihre zu Erzessen geneigten Mitreisenden richten und solche Personen, die sich in ter vor­gekommenen Unart bei ter Durchfahrt ter mit französischen Truppen besetzten Stationen betragen, rücksichtslos zuocchtwcisen, damit solche Leute no- ligenfalls von ter Benutzung der Eisenbahn für­derhin ausgeschlossen werten können.

Kellnerstrcik in Nürnberg.

Nürnberg .2. Juni. (WTB.) Gestern tra­ten die Bedienst^en und Angestellten des Gast- wirisgewertes wegen Lohnstteitrgkeiten tn den Ausstand. Die allgemeine Wirteversammlung be­schloß darauf, ben Kellnerstreik mit ter sofortigen Schließung aller Lokale zu beantworten Es sind deshalb gestern mittag alle größeren Lokale ge­schlossen worden.

an gebotene Zigarette an,, deren Tabak rmt ernern stark wirtenden Betäubungsmittel durchsetzt war. Ter Bankier fiel in vollkommene Bewußtlosig­keit. Er ist aus dieser erst gestern abenb, .gegen 9 Uhr in ter Klinik des Pwfesiors Nothnigel, erivacht. Tem ihn vernehmenden Knminalkom- missar gab er an, daß timt fron tem llnbckann- :cn über 12 000 Mark in, bar imb eine Reihe von Wer'papieren errt tuen bet worden seien. Late wein hatte das Geld mrd die Wertpapiere bet sich tn ter inneren Tasche seiner Weste getragen. Sun; Glück konnte der Bankier eine genaue Beschreibung des Spitzbuten geben, unb als ihm das Berbrecheralbunt vorgelegt wurde, er­kannte er sofort ten Tieb teraus. Dieser ist ein alter Bekannter ter Polizei. Er heißt Emil Schnepfe, bcbient sich ater bei der Ausführung seiner Hochstapeleieit meistens ter Vertrauen er ­weckenden Namen alter Lltelsgeschlechter. Be­merkenswert ist die Kaltblüsigkeit, mit der sich Schnepfe der sofortigen Verfolamtg entzog. Als er nämlich das Geschäftslokal Labwcins verlt.'ß, schloß er vom Korridor aus die einzige Türe ab, die vvn dort in bas Bureau führt. So machte er es dein Gutsbesitzer Dackelmann und ter BurocmVorsteherin Niese, bte als erste ten betäubten Labwein auffanten, unmöglich, die Verhaftung des Verbrechers sofort zu veran­lassen. Es unterliegt aber keinem Zweifel, daß es beit Bemülnrngen ter Polizei bald gelingen wird, ten gefährlichen Menschen hinter SMvß und Riegel zu bringen. Tas Befinden Lab Weins ist an und für sich zusrietenstellenb, doch jeigt er sich wegen tes großen Verlustes, ter thn betroffen hat, sehr nietergeschlagen.

Tas Signalement des Emil Sckmepft ist sofort telegraphisch verbreitet worden.

Dreimal las Herr von Armbrüster die Noty. Tann stölmte er Emil Schnepfe!

Hinter Emil Schnepfe waren sie Her!

(Fortsetzung folgt)