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6.1.1913 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umsatzl 10 Seiten

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auch wenn sie mit dem Projekt der Erbzuwachssteuer ver­

knüpft werden sollte.

Abbruch der Sriedenrv »Handlungen?

an die.ein

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Winter, der erste Verwaltungs-

Vielen Besuchern, wenn auch 'maschine vor Augen Mtzren

Statusqno in Kleinasien und in Aegypten. Wir verzeichnen folgende Meldungen:

schaftssteuer vorhanden, da man die Vermögenssteuer gern für den ebenfalls sehr aufnahmefähigen und bedürf.igen Steuersäckel der Eiuzelstaaten reservieren möchte. Anderer­seits wird aber eine Zustimmung der Konservativen und auch des Zentrums zu der von ihnen bisher so lebhaft

verursachen.

der Saison" oder vielmehr Session aber die Besitzsteuervorlage bilden, die im Frühjahr zugehcn wird. Auf der am

Nachdem die türkischen Delegierten sich bereit erklärt hatten, schon am Samstag die An uv ort auf die Forderungen der Ballanstaaten zu erteilen, hat der türkische F .hrer Reschid Pascha etwas später doch ersucht, die nächste

sich würde unter solchen Umständen der fremde Rat nur dahin lauten können, Adrianopel aufzugeben. Allem An­schein nach wird es heute in London zu einem Abbruch der Verhandlungen kommen. Ob aber noch wesentliche Kriegsereignissc in Aussicht stehen, ist eine andere Frage. Am Samstag scheint wieder eine Seeschlacht stattgefunden zu haben, über deren Ausgang noch nichts bekannt ist. Viel-

vom Vater auf den Sohn betrieben: heute nur noch bei H. u. E. Menzel.

Die Stecknadel besteht aus 2 Teilen, deut unten zugespitzten Schaft und dem kugelförmigen Kopf. Als Material dient Messing. Der gerichtete Draht wird in einige Meter lange Stücke zerteilt und zu Bündeln von etwa 20 solchen Enden auf einer sog. Stockschcre in Stücke von doppelter Schastlänge zerteilt. Diese Stücke werden beiderseitig auf einem Spitzrad, das viel Aehn- lichkeit mit einem Schleisstein hat zugcspitzt.

Der Arbeiter nimmt etwa 20 solcher Doppelnadeln in die linke Land und rollt sie durch eine Bewegung mit dem Daumen über das rasch sich drehende Spitzrad.

Dann teilt er die beiderseitig zu gespitzten Schäüe und diese sind zum Ansetzen der Wpse fertig. Die Nadellöpse werden aus dünneni Mcssingdraht gefertigt, der aus einer Art Drehbank zu Spiralen gedreht und dann in kleine Stücke von zwei Um- wbedungen geteilt wird.

dlachdenr die Spiralen durch Glühen erweicht sind, werden sie auf die Schäfte gdfleckt, und in den kugelförmigen Gesenken der Maschine festgeschlagen, wodurch der Nadelkopf entsteht. So wird nach Jahren ein Hausbetrieb eingehcn, der mit dem Grvß- betrieb nicht konkurrieren kann. Jahrl-underte sind diese fleißigen

werblichen Schwierigkeiten Denclou wird natürlich

leicht ist es auch nur wieder eineDemonstration" oder Aufklärung" gewesen. Wenn Adrianopel in den nächsten Tagen fallen sollte, wäre es mit dem weiteren Widerstande der Türken sogleich vorbei. Das unglückliche Osmanenrcich könnte seinen Interessen aber nicht schlechter dienen, wenn es wieder eine innere Revolution entfachen wollte. Da würden drohend wieder neueProbleme" den Bestand des Reiches bedrohen: Die armenische Frage, die Erschütterung

wie wird'5 im Reichstag?

Am Mittwoch finden sich die Herren M. d. R., die im alten Jahre nur einen halben Monat, vom 26. November dis zum 12. Dezember, getagt hatten, wieder in dem in­schriftslosen Palast am Königsplatz zusammen, um die vor den Weih nach tsferien begonnenen Arbeiten fortzusetzen und wenn möglich noch einiges Neue dazu zu leisten. In dem vorweihnachtlichen Tagungsabschnitt haben vier Vorb'g n die erste Lesung passiert und befinden sich jetzt in den Aus­schüssen. Es sind das der Reichshaushaltsvoran­schlag, der Gesetzentwurf betreffend vorübergehende Zollerleichterungen bei der Fleischeinfuhr, das sogenannte Babygesetz, nämlich die Vorlage über die K i n d e r s aug f l a s ch c n, und endlich der G setzentwurf über den Verkehr mit Leuchtöl. Hiervon ist die" Num­mer 4, nämlich die Petroleum Monopolvorlage, auf sehr ernstlichen Widerspruch gestoßen, und nach dem bis­herigen Verlauf der Erörterungen ist es fraglich, ob der ge­setzgeberische Gedanke der Regierung, eine Vertriebsgesell- schaft unter Reichsgarantie zu schaffen, verwirklicht werden wird. Dabei ist der Plan, das amerikanische Pr.vatmonopol

Mechanische hauseeräte im Museum zu Kietzen.

Aenn ich die Räume des Museums betrete, so fesseln mich üon all den vielen zum Teil künstlerisch ausgeführteg Gegen­ständen, welche sich seit Bestehen des Vereins hier angesammelt haben, besonders die Geräte, mit denen auf mechanischem Getriebe Stoff zum Hausgebrauch geschaffen wurde, oder auch solche, oie>zur Hausindustrie nötig waren. Von diesen Geräten soll nun im folgenden die Rede sein. ,

Hier fällt uns zunächst das zierliche Spinnrad in zwei Formen aut, die gewöhnliche Form und das Tellerrad. Heute, wo cs im bäuerlichen Haushalt fast überflüssig geworden ist, schmückt cs nur noch den Erker oder die gute Stubä der städtischen Hausfrau.

Wer gedenkt noch der Zeiten, da bei Oellicht und Kicnspanfackel vom vollen Werken die Fäden durch die zitterten Hände der alten Muhme glitten. Oder denkt an die Winterabende, an denen cs in der Spinnstube surrte und aus den jugendlichen Kehlen der Burschen und Mädchen die Weisen des Volksliedes erklangen.

Dem Spinnrad kommt der Webstuhl an Bedeutung und Ver­breitung gleich. (In dem Museum befindet sich ein solcher von 1720.) Jedes echte Bauernhaus besatz seinen Wcbstuhl. Er­stand in der unteren, geräumigsten Stube und wenn im Spät­herbst die Feldarbeit zu Ende war, fertigte der Hausherr auf ihm nicht nur Leinen, sondern auch schwere Stoffe zur Be­kleidung der Familienmitglieder an. Natürlich gab es auch Leute, die das Weben als Handwerk betrieben.

Sodann fällt uns ein Gerät wegen seiner künstlerischen Aus­führung auf: die Zipfelmützcn-Strickmaschine, die allerdings, schon zur Hausindustrie gehört. Die fertige Ware kam in den Handel. Absatzgebiete waren Kürhessen, hessisches Hinterland und Schwalm. Auch in Oberhessen wurden früher die Mützen getragen, was schon daraus hervorgeht, daß die Maschine noch vor einigen Jahren in Kirtorf bei Alsfeld im Betrieb war.

Wir kommen nun zu einer Maschine, die wegen ihrer Ein­fachheit nicht so sehr auffällt, aber dennoch von sehr großem Interesse ist, weil ihr Betrieb heute noch in einigen Familien in Gedern (Oberhessen) neben der.Landwirtschaft einen Haupt- crwerbszweig bildet. Es ist dies eine Stecknadelmaschinc, ober richtiger ein Stecknadclstock. Diese Herstellung von Stecknadeln wurde seit Jahrhunderten in mehreren Familien Fay u. Wenzel

Darmstädter Musikverein, u. a. Hofrat Winter ist der älteste Theatcrbeamter Deutschlands und Oesterreichs.

Ter Nachfolger Karl Hage manns aus dem Direktionssesscl des Deutschen Schauspielhauses ist immer noch nicht gewählt, doch scheint die Entscheidung unmittelbar bcvorzustehen. Von gut unterrichteter Seite ivird der Geheime Hofrat M a x Grube, der jetzige Intendant des Meininger Hof- tlwaters, als Nachfolger genannt. Und in der Tat scheint man sich auf diesen alten Theatcrmann, der nicht weit von sechzig ist, einigen zu wollen, wenn nicht in letzter Stunde der Dresdener Oberregisseur- Arthur Holz den Sieg davonträgt. Grube, der im Meiningertum großgewordene Regisseur, der innerlich mit der Moderne so gut wie keine Fühlung hat, ist jedenfalls lite­rarisch und regiekünstlerisch das ausgesprochene Gegenstück von Hagemann.

Berliner Theaterbrief:Fiorenz a" in den K a m m c r s p i e l e n. Aus Berlin wird uns geschrieben: Die Aufführung derF ioren z a" von Thomas Mann in den K a m m e r s p i c l e n des Deutschen Theaters wird man zu jenen Aufführungen zählen müssen, die nicht schnell genug vergessen werden können. Man weiß, daß die dramatische Dichtung Manns leinen Bühnencharaktcr trägt, sie bringt keine dramatische Ent­wicklung, sondern stellt nur bereits vorhandene Gegensätze gegen­über, gibt im übrigen aber Zustandsmalcrci. Ihre großen Vor­züge liegen in der prachtvoll gepflegten Sprache, im Rhvthmus des Vortrages: und auch hier mehr ip dem Reiz der Worte, als in dem Reichtum der Gedanken. Eine Aufführung dieses Werks kann nur fruchtbar werden, .wenn Tonart und Tempo der Darstellung auf die .Hcrausarbcitung dieser sprachkünstlerischen Vorzüge das Hauptwerk legen. Die Regie der Kammcrftnclauf- führung betrat einen Irrweg, als sic durch Kürzungen und Theatra- lisrerung der Charaktere die dramatischen Mängel des Werkes zu verschleiern suchte. Noch schlimmer aber ist, daß dieser Irrweg schlecht beschritten wurde. Es war ein unerquicklicher Abend: und cs wäre unerträglich gewesen, wenn nicht Weg^cners Lo­renzo bei dem letzten Zwiegespräch mit seinen Söhnen durch schlichte, in ihrer Dämpfung ergreifende Tone echten Gefühls mitten in die Schar indisziplinierter Marionetten einen Menschen gestellt hätte, dessen Größe durch seine unfreiwillige Einsam­keit wuchs. . _ , Wd.

(Sin weißer Affe. Eine außerordentliche ^eltenheck, nämlich einen echten Albino des sog. Java-Affen

dem Haufe erst

Samstag' abgehaltenen Konferenz, der Finanzminister der deutschen Bündes[tagten, die sich mit dieser brennenden

Hofrat Ludwig ..........

beamte des Darmstädter Hoftheaters, feierte am Sonntag das Fest der vierzigjährigen ununterbrochenen Dienstzeit. Eine große Zahl geladener Gäste sand sich heute mittag 12 Uhr im Foper des Theaters ein, das festlich geschmückt war. Als erster sprach der Generaldirektor Dr. Eger, der dem Hofrat im Auftrage des Großherzogs das Ritterkreuz des Ludwigsordens überreichte. Im Namen des artistischen Vorstandes des Hofthcaters sprach der erste Kapellmeister Hofrat de Hapn, der nun seit 35 Jahren mit Winter zusammenarbcitet. Herr Knispcl sprach ini Namen der Bühncnmitgliedcr. Herr Dietrich sprach für die Mit­glieder der Hofkapelle, Geheimrat Prof. Dr. Fromme im Namen des Gießener Theatcrvereins, Sanitätsrat Dr. Maurer für den

Frage beschäftigte, sind entgegen anderweitigen Meldungen irgend welche Beschlüsse nicht gefaßt worden, uiro es hat sich dabei überhaupt nur um eine Vorbesprechung gehan­delt. Bekanntlich ist aber der Regierung eine einiger­maßen gebundene Marschroute vorgeschrüben durch den am 21. Mai v. I. vom Reichstage gefaßten Beschluß, welcher besagt: /

Die im Art. 5 des Gesetzes betreffend die Acnderungcn im Finanzwesen vom 15. Juli 1909 vorgesehene Ermäßigung der Zuckerstcuer tritt sechs Monate nach der Einführung eines Ge­setzes, welches eine allgemeine, den verschiedenen Besitzsormcn gerecht werdende Desitzsteuer vorschreibt, spätestens am 1. Oktober 1916 in Kraft. Ter Gesetzentwurf ist" dem Reichstage bis zum 30. April 1913 vorzulegen."

Auf die Anfrage, was Desitzsteuer sei, hatte der Reichs­schatzsekretär Kühn damals geantwortet:

Unter Besitzsteuer verstehe ich die Steuer vom Vermögen oder vom Nachlaß, in ihren verschiedenen Nuancen und Konstruk­tionen. Alle einzelnen Steuern aufzuzählen, die nicht Besitz- fteuern sind, ist nicht möglich. Tas aber bemerke ich hier, daß nach meiner Auffassung die Erbschaftssteuer mit zu den Besitz- steucrn zählt."

So viel man weiß, ist unter den Finanzministcrn der Bundesstaaten eine stärkere Sympalhie für die Reichserb-

Männcr nach allen deutschen Gauen hinausgewandcrt, um ihre Wäre zu verkaufen, und darum ist es dankbar anzu erkenn en, daß das Museum eines der letzten dieser Stücke erworben hat, um1 den mir erklärend, die Gebener Nabel- zu können. T.

Ko n st a n t ino p e l, 4. Jan. Ter Ministerrat, der das Ultimatum der Balkan delegierten be­riet, dauerte von 10 Uhr vormittags bis 4y2 Uhr nachmit­tags. Die Sitzung gestaltete sich sehr bewegt. Der Mi­nisterrat spaltete sich in zwei Gruppen. Die eine, an deren Spitze der Großwesir steht, setzte die Beratung über die Friedensfraae fort; die zweite, die aus dem Marine-, dem Finanz- und dem Minister der frommen Stiftungen und dem Unterstaatssekretär im Großwesirat besteht, beschäf­tigte sich mit der Frage der Flottenakiion. Einige Marine­lieferanten nahmen an dieser Beratung teil. Gegen 4 Uhr telegraphierte das Ministerium des Aeutzeren den Bevoll­mächtig! en in London die neuen Instruktionen, die besagen, d i e Pforte halte a n dem Besitze der Archipel-Inseln und an der für das Wilajet Adrianopel festgesetzten Grenze fest. Man ist der Ansicht, daß die Entscheidung des Ministerrates den Abbruch der Friedensvcrhandlung m bedeute; doch wird der Ministerrat sich von neuem versammeln, um die Antwort der Balkandelegierten zur Kenntnis zu nehmen.

London, 4. Jun. Die Balkan delegierten teil­ten dem Reuterbureau mit, daß, wenn die Türken, welche Vorschläge sie sonst auch machen mögen, am Mon- t a g nicht alle Forderungen hes Ultimata ms der Verbündeten erfüllen, die Verkündeten die

ren Gesetzentwürfe betreffend die Neuregelung des P o st s ch ect ve r ke h r s und die Ausführung der revidier­ten Pariser Usb er ein kuuft z u m Schutze des ge- Eigentums dürften keine ernstlichen

auf Montag anzusetzen, da er bestimmte Anweisungen seiner Regierung ab wart en wolle. Diese Anweis ung.m sind in­zwischen so ausgefallen, wie aus dem Verhalten der Türken in London vorauszusehen war. Der türkische Ministerrat

hat zwar stundenlang beraten, beharrt aber bei den be­kannten Bedingungen"' und weigert sich, Adrianopel und die Inseln abzutrctmi Dabei wird indessen bekannt, daß in >. oustantinopel keineswegs allerorts Kriegsbegeisterung herrsche. Kiamil, der Großwesir, scheint eher für Nach­giebigkeit zu sein, wird aber von anderen gedrängt. Die inneren Schwierigkeiten spielen wieder mit. Gibt die Re­gierung den Forderungen der Balkansta.rten nach, so werden ihre Gegner, an deren Spitze die Jungtürken, sie zu stürzen suchen und innere Wirren stehen von neuem bevor. Anderer­seits scheint das Vertrauen in die Schlagfertigkeit des Heeres bei Tschataldscha sehr gesunken zu fein, und aus Adrianopel kommen auch keine gutzen Nachrichten. Die Festung soll am Ende ihres Widerstandes angetangt sein; unzufriedene Einwohner sollen sogar auf die Behausung des Kommandanten Schütri Pascha geschossen haben. So ist es denn ein Bild traurigster und beschämendster Hilf­losigkeit, das die türkische Regierung wieder einmal bietet. Sie blickt sich nach Hilfe im Kreise der Großmächte um,

nichts zu tun haben.

Konstantinopel, 5. Jan. Ein heute in der Pri- vatwohnung des Grogwesirs abgehaltener Mini st er rat, der fünf Stunden dauerte, beschloß, auf den von den türkischen Bevollmächtigten am 3. Januar gemachten Vorschlägen zu beh ar ren und bei den Mächten neue Schritte z u un ternehmen.

Ein türkisches Rundschreiben an die Mächte.

Konstantinopel, 5. Jan. Die Pforte beauftragte ihre Botschafter, den M ächten in einem Rundschrei - ben zu erklären, daß die Türkei, um ihren Wunsch dar- zutun, den Frieden zum Abschluß zu bringen, alle mög­lichen Opfer bringen und auf alles Gebiet westlich vom Wilajct Adrianopel verzichten werde, aber gezwungen sei, auf den Besitz Adrianopel zu bestehen, das für die Verteidigung der Hauptstadt nötig sei. Die Pforte könne die Inseln des Archipels niemals auf­geben. Um aber ihre Friedensliebe zu beweisen, verzichte sie auf ihre Rechte auf Kreta. Die Pforte hofft, daß die Mächte die Logik der Beweisgründe anerkennen.

Tie Jungliirken treten wieder in Aktion.

Konstantinopel, 5. Jan. Die seit einigen Tagen verbreiteten Gerüchte über die Verständigung des Kriegs- Ministers mit den Jungtürken scheinen sich zu ver­dichten. Es haben schon Zusammenkünfte zwischen dem früheren Minister Talaai und dem Kriegsminister stattge­funden, der einigen jungtürkischen Offizieren

hinter der Vertricbsanstalt stehenden Bank.onsor inm noch mehr geschraubt werden könnten als bisher. Es kann jedenfalls als ausgeschlossen gellen, daß die Regierungs­vorlage den Ausschußglatt wie Oel" passieren wird, und es ist noch ganz ungewiß, in welcher, jedenfalls sehr erheb­lich abgeäuderten Form der Gesetzentwurf an das Plenum zurückgelangcn^vird.

Zu den weiteren Vorlagen, die den Reichstag noch beschaftig"n werden, gehören vor allem die Gesetzentwürfe über das Verfahren gegen Jugendliche und betr. Aendemng der §§ 74, 75 und 76 Absatz 1 des Handels­gesetzbuches. Was die erstere Vorlage betrifft, so besteht über die grundsätzliche Seite der Frage allgemeine Ueber- cfnftimnniiig, und wenn auch über die EinzelheiGn der von der Regierung nach reiflichen Erwägungen und langen Vorarbeiten vorgeschlagenen Reg. lang im Plenum wie im Ausschuß eingehende Verhandlungen zu erwarten sind, so dürften sich doch dem Zustandekommen des mit Befriedi­gung zu begrüßenden Resormwerkes keinerlei ernstliche Schwierigkeiten entgegenstellen. Größere Meinungsver­schiedenheiten bestehen gegenüber der zweiten Vorlage, welche die Neuregelung der K o n k u r r e n z kl a u s e l bezweckt, doch ist auch hier in der jüngsten Zeit eine An­näherung in den Anschauungen, die von den Arbeitgebern auf der einen und den Arbeitnehmern auf der anderen Seite vertreten werden, zu verzeichnen, so daß wohl zum Schluß eine Einigung auf Grund der von. der Regierung vorge­schlagenen bezahlten Karenzzeit erreicht werd.n wird. Die beiden weiteren, noch auf dem Programm stehenden kleine-

türkisches Rundschreiben ergangeji ist, auschei- huen eine Vermittlung nahezulegen. Natur-

Nr. 4 Erstes Blatt 163. Jahrgang Montag. 6. Januar M3

Der Eichener Anzeiger Ä Xfck Wf Q Be;na4vrei

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wirtfchastllche Zeitfragen M 'Sr Ehciredakteur: A (tzoetz.

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für die Redaktion 112, politnchen Teil: August

Bf Heneral-Anzeiger für Gherhchen WM wr"Ä7^age^nnnnE Kotütionsörutf und Verlag der Bruhl'schen Univ.-Yttch- und Zteindruckerei H. Lange. Nedaktion, Lrpedition und Druckerei: Schulstratze 7. Laub"E.Heß^üch den bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße ;6a. Anzeigenteil: H. Beck.

Verhandlungen abbr e chnn und vier Tage danach i uug entsprechend den. Äestimmuugen des WassensMstandes die r-: Feindseligkeiten auf der ganzen Linie wieder aufnehmen.

Eine etwaige türkische Anregung, die Angelegenheiten den Mächten zu überiragen, wiro als eine nur die Türkei an­gehende Frage angesehen, jnit welcher die Verbündeten

durch ein Reichshandelsmonopol zu ersetzen, an sich auf vielfache Zustimmung gestoßen, aber nicht minder entschie­den wurde -der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß man'am w _______

Ende mit der Vertriebsgesellschaft in der von der Regierung h^kämpftcu^Erchchastssteiier'nicht' soleichtU 'crreichen sein, vorgeschlagenen Form den Tcu el durch d n Beelzebub aus-' - ..... - -

treiben könnte, d. h. daß die Petroleumv rbraucher von dem