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5.8.1913 Erstes Blatt
 
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tragen und den von dein Fürsten zu Erbach-Schönberg in Gemeinschaft mit dem Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Nosen- becg auf die evang. Pfarrstelle zu Kirch-Brombach prä­sentierten Pfarrverwalter Georg Otto Müller daselbst für diese Stelle bestätigt.

** DieSchweinepreise st eigen ständig. Vom ge­strigen Frankfurter Vie hmarkt wird uns berichtet: Knappheit an schlachtreifen vollfleischigen Schweinen von 100120 Kilogramm Lebendgewicht herrscht seit etwa einem

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Kreis Lauterbach.

= Lauterbach, 4. Aug. Am 4. d. Mts. wurde bei Einfahrt des Personenzuges 4398 auf Bahnhof Großenlüder der ledige Postbeamte Georg Reith von der Zugmaschine ersaßt und getötet. Die Untersuchung ist im Gange.

Kreis Schotten.

Schotten, 4. Aug. Deutscher Flottenverein. Die Hauptversammlung des Landesverbandes für Hessen findet am Sonntag, 24. August, um r/,11 Uhr vormittags, zu Schotten auf dem .AlteburgSkopf" mit folgender Tagesordnung statt: 1. Jahresbericht. 2. RechnungS- ablage und Entlastung des Schatzmeisters. 3. Vortrag des Voranschlags für 1913. 4. Ersuchen der Präsidial-Geschäft'Z. stelle wegen Erhöhung des Bezugspreises der .Flotte*. 5. Be

das das send fron Gest anst Äie 8. § Ärst eine ein M eint dar

Die ttrupp-Affäre vor dem Kriegsgericht

Merlin, ,4. August.

(Fortsetzung aus dein 2. M!att.)

Erklärung eines Vertreters des Kriegsministeriums.

Zwei englische Unterseeboote vermißt!

Lvnd-on, 4. <Aug. Zwei Unterseeboote, die an den Manövern teilgenoMinen haben, werden vermißt. Dorpedo- baotserstörer sind von Rosyth abgegangen, um nach den Booten M suchen. !Ter Admiralität zufolge sind die.Unterseeboote ver­mutlich deshalb noch nicht zurückgekehrt, weil es ihnen unbekannt geblichen war, daß die Manöver am .Samstag plötzlich Abge­brochen wurden.

44 Stichwahlen sind erforderlich. Die Linke'gewinnt ettoa 50 Sitze.

Deutsche Matros en in Norwegen fest gehalten.

Aus Bergen wird gemeldet: Die sieben deut­schen Matrosen von dem deutschen DampferGroßer Kurfürst", die beschuldigt sind, durch Steine, die sie ins Rollen brachten, den Tod eines Mädchens verschuldet zu ^haben, wurden heute rmchmittag auf Befehl desißoli^ev- Meisters von Sogn nach dem Drstriktsgefangnis in Mik überführt.

Die Verteidiger.

Der Verteidiger des Angeklagten Tilian, Wirth, führt aus: aBcnn man das Plädoyer des Anklagevertreters hörte, konnte man H^r^m^VkbAn^bQL6ir:-rin Tat ein Panama-Skandal be/ ?erl^tc3 lst cs, dieses angebliche Fiasko des preußischen Beamteustandes auf das richlige Miß rurückzufübren Der Redner verweist auf die einschlägigen rechtlichen Bestimmungen und betont besonders, daß die Richter ihr Urteil nur auf Grund der Ergebnisse der mündlichen Hauptverbandlung fällen dürften Der Gedanke daß Tilmn für 1,50 M-ark seine Offiziersehre und das Vaterland verkaufen könnte, sei einfach absurd. Brandt habe als .Beamter von Krupp eine große Geldtasche gehabt, da sei es

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Die Plaidoyers.

Der Vertreter der Anklagebehörde Kriegsgerichtsrat Welt führt aus: Im Oktober 1912 sandte der Abgeordnete Lieb­knecht 15 Kornwalzen, die Material für Krupp enthielten, und bat gleichzeitig, mit größter Sorgfalt vorzugehen, weil bei den großen Mitteln der allmächtigen Firma sonst die Frage einer Verschleierung des Tatbestandes bestehe. Für die Heeresverwaltung galt fest- , zustellen, in welchem Betriebe der Vertreter saß. Es wurde eine genaue Ueberwachung des Bureaus angeordnet. Man be­obachtete Brandt und seinen Verkehr und verhängte schließlich die iBriefsperre über das Berliner Bureau Krupp. Die Maßnahmen hatten den gewünschten Erfolg, insbesondere ergab >fich bei der Briefüberwachung, daß hier eine ziemlich umfangreiche Nachrichtensammlung vorlag, wozu das Material nur aut dem Wege von Indiskretionen verschafft sein konnte. Die Vertreter der einzelnen Dezernate der Kriegsministeriums einigten sich, am 6. Januar gleichzeitig loszuschlagen. Am 7. Januar erfolgte die Verhaftung des Angeklagten. Am 8. Februar nahm Landrichter Wetzel-Esien eine Durchsuchung der in Frage kommenden Geschäfts­räume der Firma Krupp vor. Es ergab sich sofort, daß von einer

Oberleutnant Jung, Departementschef im Kriegs­ministerium: Zur Gesamtbeleuchtung der hier angeschnittenen Kruppfrage möchte ich eine Erklärung abgeben. Die fogenannten Kvrnwalz-en sind größtenteils geheim im Interesse d-er 'Landes­verteidigung. Doru ist zu bemerken, daß Krupp, als Lieferant 'eines großen Teiles unseres artilleristischen Materiales und der Munition in die Mehrzahl oer artilleristischen Geheimnisse eo ipso ein geweiht ist und sein muß. Er kennt daher das Geheim­material, immer artilleristisch aufgefaßt, in weitestem Umfange. ,. , ----- - --- r- ------ 1

Der überwiegende Teil der Kornwalzien war zwar im 3ntereffc I 6?ltc'eitr -^icm handelte zunächst aus Kameradschaftlichkeit. Brandt ber Landesverteidigung streng gejteim zu halten, aber nicht der ^5^rdentlich ^schickt vor und hat den Angeklagten sugge- 21114 tfaHÄ

Frrma Krupp gegenüber. Es ist zur Sprache gekommen unb f er' unbedenklich sei, der Weltfirma Krupp, drein UttO

in besonders übertriebener Weise durch die Presse gegangen eine ,0 "nt der Heeresverwaltung stehe, Nachrichten Gießen, 5. August 1913.

damalige Oberst Brandt, ftüh-er Abteilungschef or ,au§r3eidl,'ube I ** Tageskalender für Dienstag, 5. Aug.: Operetten-

der Artülerreprusungskommifiwn einmal vor Gericht gemacht hat: S?SS?1etfte. Mau setzt sich aus reiner Gastspiel im S t a d t t h e a t e r: .Der Biqeunerbaron * Anfang

Dor Krupp hat die Heeresverwaltung keine Geheimnisse. Jeden- <ruf die Dauer nicht der Gefahr einer schweren 8 Uhr. 9 . ,^er ^igeuneroaron. Anfang

falls kann diese Aussage nicht aus dem Zusammenhang gerissen S ? aliing a 51 ?ommt "ock, daß Kilian durch die

werden, es darf nicht so hingestellt werden, als ob vor ^Krupp I Anfertigung von Abschriften und Auszugen eine dauernde U. Der ordentliche Professor an der Universität Mar- überhaupt keine Geheimnisse wären. Das ist eine Uebertreibung. Ww finden den Schlüssel in der bürg Dr. Karl Kalbfleisch hat den Ruf als Nachfolger

®'- Jmmisch - Ter U-

Beschaffung beteiligt ist Bor seinem eigenen Lieferanten^ann Angeklagten. Er sagte sich mit Recht, daß die ordentliche Professor an der Universität Kiel Dr. Hans Gmel 1 n

man keine Geheimnisse haben, anderseits wird Krupp in sonstige £ester burS' Zuwendungen zu einem üppigen bat den Ruf als Nachfolger des Professors Dr. van'Calker

Geheimnisse nicht eingeweiht. Alle Versuche sind Krupp geaeii- verfuhrt werden konnten, die den Verdacht der angenommen.

?-.9chcim, sobald^ er rn& selbst betagt ist.' Wenn Ha?Lel- e he im erat Sa § pehres. Einer der ältesten,

Reihe von Versuchen die die Heeräv'erwäll^völlw selbständ^ waren nichts als verkappte Geschenke. Tilian will l^rben. Er war geboren tn Halle am 28. November 1834,

durchführt, z. B , wenn sie höchstens acht Mal mit Abendessen worden sein, studierte Jura 1853-1859 in Tübingen, Berlin, Göttingen,

Material betreffen. §m ÄÄ yiume.laiTal.geme,it £alle und Heidelberg. Zum Dvktor juris promovierte er

der Inhalt der meisten Kornwalzen der Firma Krupp gegenüBar E der arme Soldner den Mann mit dem 1857 und irn Sommer 1860 in Heidelberg Kum

nicht geheim, wohl aber Dritten gegenüber. Bei den meisten TOenrrembheit Xpb nmn^mm hat Solche märchenhafte Doktor Phil. Er wurde 1860 Privatdozent in Hei- Kornwalzen bleibt, das Schwergewicht zweifellos auf ta 11 r^ % tffeh " 9)" e ?r ae^ e^n'^en 1861 Ordentlicher Professor der Natio-

hbuftrTem Gebiet. Der Firma liegt daran, st e ch u n g. 2:ilian ift Alt 66^6^ roeaen SeHecb mm Hnneßn/ ntiIofon°mte in Basel, und nacheinander am Politechnikurn

den DadurckÄ?tt u n t e rr 1 cht e t zu wer- sam und ^Vergehen gegen das Spio>la^gegesetz.^^^'AiIäAwgte an ber Universität Dorpat, am Politechnikurn in

gen den Au^?a ll v nn schre^ibun- Schleuder hat Geld, darunter Weihnachtsgeschenke, angenommen Karlsruhe und 1863 in Gießen. Von 18811882 war er Rek-

Dorkvmmnissen die ihr sonst nick^ ÄLh jedenfalls dürfte dies in größerem Umfangener Fall gewesen seim bor, 188^ wurde er Geh. Hofrat und am 1. April 19M trat worden mären. 'Dadurch^ daß die Nac^ichtgeber nickst^im ^ugibt. Der Kausalzusammenhang zwischen der er in den Ruhestand, wobei er das Komturkreuz zweiter

einzelnen wußten, was der Firma bekannt ^ei fiS ^schenken kann nicht geleugnet werden. Klasse erhielt. Arn 20. Mai 1910 trat er in den Ruhestand,

eine Menge Nachrichten in hineinaed 2-w1? bauÄW'h®1 bat Geheirnerat Laspeyres war in allen Kreisen sehr beliebt.

KefcrWÄ »ruL dir-n- flleiWtig \wxren. betannt und hat biefem» Ord - nso - rl ° i h u n g. Der Grobherzog hatdemForst.

-inn dimM^nSan3en 80 Mark !ür Nachrichten. Neben Bestechung liegt auch K°mmunalf°rsiwart-t Lethgestern. FörsterJoh. Seip p

fiä) im Frribänbine Seraeftim (bnnVt^t,,re beLUnä.el,oriam unb 931:11,06 °e0e" § 2 des Spionag-gei-h-s Pu Leihgestern, aus Anlast seiner Versetzung in den Ruhestand tet n@Tfinb ÄMt' Gründ u6 man lrüa?n°^^7?"sg°hänbigt wor^> sii^d das Band des Verdienstordens Philipps des Großmütigen rn 6 ?häL?'is^L ihm bereits p-r-iehenen Allg-mein-n Ehrenzeichen

-L1 rn ?nicnub?0en betrachten alle ausgesagt, daß dies nicht der Fall ist. Es liegt mir fern diesbe- bec Anschrift ,Fur treue Dienste" verliehen.

MrcffSbe^irma9rfn «SELS'SEJ Vertrauenssache. Daß die zweifeln. Da aber die Möglichkeit theoretisch gegeben ist,' sind die An- t ** Der Großh. P r o v i n z ial dl r e k t o r ist aus ^uendeFirmann Jutereffe ha tarnen »ta, pe aflten nach § 93 Absatz 1 strafbar. Ein .weiterer großer Nachteil dem U r l a ub z u r ü ck-g e ke h r t und hat gestern die Dienst-

Mitteiluna aema^^b-°6 b^c Heeresverwaltung entsetzlich bloßgestellt geschäfte wieder übernommen. '

etwa ^P?Mg^hfw^Uuz"diest^ Lrft-Tsi- »Triage ^überiSmLkn s "J'°'?n^^ct)ri^c®c=®r°bherz°g hat

un dritte solche Mitte,lungen nicht machen, das war ihnen ganz Gott sei Dank ist der -rhebl?ch° Nachteil Hir bas & S'ÄP'"' Vforrer Heinrich Zinn zu Herbstem die I. evang. Psarr.

B^nar2ebnm .t6°Ben f1* nai> niemer Meinung gemacht badurch, daß nadjgcroicfei, ist, daß einPananill" mchtp^ zu Pfungstadt, sowie dem Pfarrverwalter Herm. Hechler

gegen b,c dienstlichen Borschrrsten vergangen. vor,legt. zu Angersbach di- eoang. Psarrstelle zu Angersbach über.

/^^rbandlungsfuhrer: Haben Sie irgendwelche Be-L Der zweite Teil der Angeklagten besteht aus Angehörigen der'' "

vvachtu^en gemacht, daß auf Grund von Kornwalzen dasReich Artillerie-Prüfungskommission. Dröses Anklage ließ sich nicht von Krupp materiell geschädigt worden ist? umgehen; auch seine Verurteilung wird erfolgen müssen. Privat- Ze u g e: Jtcin. Das hätte ich auch nicht machen können. Wenn Verhältnisse nötigten ihn, in eine Privatstellung zu gehen. Um eine man cmL 'ra9t' >00cnn !sbgt die Möglichkeit vor, daß auf Grund Gegenleistung zu liefern, ließ er sich zu Unregelmäßigkeiten hin- von Mitteilungen der Konkurrenzpreise die Firma Krupp in die reißen. Schon ein Versprechen eines Vorteiles genügt zur 23er- Dohe geht, dann würde rch sagen, gewiß. Im einzelnen Falle kann urteihmg.

rd) einen Beweis nicht dafür geben. Wenn Krupp auf Grund solcher Der Angeklagte Hoge ist der einzige, der mit reinen Fingern Angaben herunter gegangen wäre, dann hätte die Heeresverwal- vor ihnen steht und kein Geld angenommen hat. Er war von tuns_,nur einen Vorteil gehabt. Verhandlungsführer: Anem Vorgesetzten durch Handschlag'zur Geheimhaltung dienstlicher Dw Gefahr lag wohl immerhin vor? Zeuge: Das WortGe- Obliegenheiten verpflichtet, gab aber doch Abschristen aus dem fahr mochte ich mcht gelten lassen, nur dieMöglichkeil". Die Forderuugszettelbuch. Aus diesem war das allergeheimste Material Gefahr wird bedenklich dadurch, daß mehrere Firmen vorhanden '"" find. Verhandlungsführer: lieber Gefahr und Möglich­keit werden wir wohl nicht einig werden. (Heiterkeit.) Halten Sie es fürmöglich" odergefährlich", daß ein Schaden er­wachst dadurch, daß Krupp durch Bekanntgabe der Kornwalzen eine kleine Konkurrenz an die Wand drückt? Zeuge: Daß die Kon­kurrenz dauernd ausgeschaltet würde, glaube ich nicht. Auch die anderen Firmen müssen im Kriegsfälle liefern und sind ver­pflichtet, im Frieden dauernd eingearbeitet zu sein. Ms Entgelt für diese ffeine Leistung erhalten sie auch im Frieden dauernd Lieferungen. Sie können nicht übergangen werden, wenn sie auch emmal ettvas teurer sind, als die Konkurrenz, dadurch regu­liert fich die Preislage von selbst.

Rach einer Pause wird Fra u Br a ud t als Zeugin vernommen. Sie bemerkt: Im März, als mein Mannn noch in Hast war, be- dichte mich Tilian. Wir schütteten uns gegenseitig unser Herz aus. Erne Beemflussung hat nicht stattgestmden. Eiiies Tages kamen auch Schleuder und Hinst in unsere Wohnung in Rahnsdorf, als mein Mann schon entlassen war. Sie und ihr Mann seien geradezu erschrocken über den Besuch. Mein Mann sagte, daß der Besuch uns sehr unangenehm sei, da er ausdrücklich versprochen habe mit niemandem über die Angelegenheit zu reden. Nachdem die Zeugin noch auf Befragen bemerkt, daß niemand an sie herangetreten sei um sie zu beeinflussen, wird sie vereidigt. '

Die Beweisaufnahme ist damit beendet.

rig-nklich-n Spionage in politischem Sinne "ich t die, doch nichts Außergewöhnliches, baß er seine weniger gut gelkelltm Rede war. Die Ermittelungen ergaben ungeiahr solgenbes Bild: Kameraden ab und zu regulierte Sbionaoe S niSt 5 Sie Firma Krupp, die lange Zeit g-wissermaß-n eine Monopol- hätten auch die militärischen Sach?erstSndiaen erNäri stellung besaß, unb die d-.m ^as Eintreten von Ehrhardt in b-n Lilian im^Lußerstei. Falle dI gÜali iSen Ungehors^is ttir kkonkurrenzkWtps verzeichnen mußte, fiel häufig mit der Zeit bei schuldig zu erkennen und dann keine Gefängnis-, sondem Laft- Serbmgungen ab Man führte dies m Essen aus mangelhaite In- Kake zu verhängen. Die Dienstentlassung würde den ülngeHagten omuerung durch Schutz -muck und sandte zu Schützens Ulster- furchtbar hart treffen und stünde in keinem Verhältnis zu einm stutzung Herrn Brandt nach Berlin. Warum man gerade auf I Verfehlungen.

Brandt verfallen war, ist nicht ersichtlich. Jedenfalls war er der c ,

rechte Mann am rechten Platze. Welche Direktiven ihm hie SebinraMenun?e? hmrSÄS a but'6

gegeben worden sind, konnte merkwürdiaerweN-!^.»^ll^mgungen, unter denen dieser Prozeß geführt werde, gegen- nicht iestgestetlt wer'bem Mi. Brand^Ein.r°e.°en"Ä. İi>°Y»

die Situation völlig anders. Die Nachrichten häuften sich. Man R chrSmwatt -Gr a ssow schlreßt fich dieser Er-

gab Brandt in Berlin auch eine R e p r ä s e n t a t i o n s z u l a g e, Ä MtiÄ iA5rRQrt die ursprünglich 2000 Mark betrug. Später wurde sie aus oagegen Rechtsauwalt ll l r t ch fich bereit, sein Plädoyer zu halten. 3500 Mark erhöht. Damit war das Verderben k Scc§r a 1: er Strafantrag, gegenüber Hinst e i u ge l e i t e t.. Wenn man einen Mann wie Brandt mit Repräseu-1^rDv - ersteigt bei weitem das, was ich selbst unter Zugrunde- tationsgelderu iu Höhe von 3500 Mark au das untergeordnete Personal ^nes erheblichen Pessimismus erwartet hatte. Ich frage: der Militärbehörden losläßt, kann ein Erfolg nicht ausbleiben. Es hau- Angeklagten überhaupt auch nur mit einer Faser

delt sich um eine geschäftliche Nachrichtenbehandlimg, die unter ben I ®VlSS r ffi rr ® sich des Landesverrats schuldig ! Begriff des unla u ter en W ettbewerbS fällt. Brandt löste die ^"^wlche Auffassung Ware geradezu absurd. Es handelt

gäbe in tadelloser Weise. Er hat sich an die richtigen Stellen gewandt, I . Firma Krupp, deren große Verdienste gerade

die ihm als frühere Feuerwerker bekannt waren. Es ist auffallend unt . *-anietoannung bon feiner Seite, auch nicht von ihren daß Brandt bei beit in Frage kommenden Behörden dauernd Gegnern, verkannt werden kann. Ich bitte deshalb,

Freunde hatte. Dieser Umstand ist bebenfenermeefenb. Brandts f ? Moment der Bestechung bei Hinst und selbstverständlich auch Bestreben ging dahin, die Konkurrenzpreise zu erfahren, und er , , 'e 8 ö^rnetnen. Höchstens hat Dröse sich einfachen Un- hat sich zunächst an Tilian herangemacht, um ihn zu beivegen, I ss.^bvrlam zuschulden kommen fassen, der zudem verjährt ist. Öuali- ihm Nachrichten zu geben. Tilian tat es: doch zunächst wohl nut c$clte= r<xl -? ntS m J^rage kommen, da Nachteile aus Freundschaft, aber auch darin lag schon ein Fehl, denn Tillan a$ ?u.r% ^r0*.e "icht entstanden find. Nicht in einem war nicht berechtigt, dritten gegenüber Mitteilungen aus pem Falle hat Krupp der Kornwalzen wegen die Preise herauf- Tienstbereich zu machen. Die Angeklagten machten sich des Un- den Angeklagten Tilian deshalb freizusprechen,

gehorsams schuldig, indem sie Brandt Konkurrenzpreise befannt bas Gericht aber wider Erwarten doch eine Strafe aus flöhen. Es ist mir aber auch nicht zweifelhaft, daß auch B e - ^mmgraDf) 93 für notzg halten, dann bitte ich, auf eine Arrest- stechung vorliegt. Tie Dienste, die die Angeklagten Brandt N^Z^Äennen. Ber Hrnst bitte ich, ledensalls von einer Ge­leisteten, waren schließlich nicht mehr rein freundschaftlicher Art, 1T ^kennen. Die

fie hatten einen sehr realen Untergrund. Tilian hat von 1906 bis '^ere Strafe der Dienstentlassung laßt sich nicht rechtfertigen. 1908 an Brandt Material für eine große Reihe von Kornwalzen Die Sitzung wird darauf auf Dienstag R/r Uhr vertagt.

Über die Geschützversuche zu ersehen." Di-Z Ulm Smue ber'Länbes-1 »kfe. Dualität auf dem hi-siq-n Markt- feit

Verteidigung höchst bedenklich. Die Freundschaft verleitete ihn zu Monatsfrist eine Steigerung von über 10 Pfennig bas schweren Uuregelmäßigkeiten. Brandt hat Hoge einmal Pfund erfahren hat. Diese wie die anderen Qualitäten

®ticfe fi,nb 4 Prozent zurückgegeben gingen bei gedrücktem Handel wieder etwas in die Höhe.

Ä&h Großvi-h unb das übrig-Kl-invieh stiegen im Preise,

ketten konnte nicht konstruiert werben. Bei ihm kommt' nur Un- Landwirte halten infolge der guten Futterverhältnisse gehorsam mit erheblichen nachteiligen Folgen, gleichzeitig Landes- sowohl das Zuchtvieh als auch daS Schlachtvieh solange, bis

-^'0'wgegesetzes § 2 in Frage. der ihnen erwünschte Preis dafür geboten und gezahlt wird.

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rungen versuchte ev nie, sich Brandt gegenüber zu revanchieren. Ober Hessen für das III. Vl ertelsahr werden

Das paßt nicht zu dem natürlichen Dünkel eines Beamtens Montag, 29. September, vormittags 91/2 Uhr, im Justiz.

erwiesen, daß Pfeiffer Brandt die beiden Etatsauszüge lie- gebäude unter dem Vorsitz deS Landgerichtsrats S ch u d t feite, ebenso erwiesen ist, daß bas Material für eine ganze Reihe in Gießen ihren Mana nehmen

von Kornwalzen van ihm herrührt. Pfeiffer ist unter allen Um- \ , .. . £ e £

stauben zu verurteilen wegen Bestechung. Ungehorsam kommt bei Die preisgekrönten Entwürfe für Plakate der ihm nicht in Frage, wohl aber hat er gegen das Spionagegesetz Gewerbeausstellung 1914 sind: 1. Preis stud. H. Keil ÖC (Annemarie), 2. Architekt Garnon II. (Jwwerraschung),

Nach weiteren Ausführungen Beantragt der Anklagevertreter 3- Architekt Ernst Schmidt (Kunst im Gewerbe). Angekaiift folgende Strafen: I wurde der Entwurf Quelle im Sande von Architekt Ernst

Gegen Tilian und Hinst je 9 Monate Gefängnis, -gegen Schmidt.

Schleuder 8 Monate Gefängnis und gegen alle drei Dienst? ** Fuhr w erksv e r keh r. Auf die heute erjchei- enttaffung; gegen Schmidt 6 Monate Gefängnis und Degra- nende Bekcrnntmachmrg des Großh. Polizeiamts Gießen über dation, gegen Dröse 3 Monate Gefängnis, gegen Hoge drei I Fuhrwerksverkehr machen wir besonders aufmerksam. Monate Festung, gegen P feiffer ein Jahr Gefängnis und Amtsentlassung. Die Untersuchungshaft soll nicht in Anrechnung gebracht werden. Des weiteren beantragt der Vertreter der An­klage, daß von den Angeklagten die erhaltenen Gelder für die Zechen einznziehen seien.