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Sir crönncn Tiendtag, n 14.Ctt.1913, abends j Uhr, in imjcrfent $er ivlotnl Reit. LchiHkavas-, ahnbofstrahc 7, einen iMec-Kch t Damen uub Herren. Untcrriditfeaclb SDK. 6.-. ernex erteilen, wir jederz.
Tchrcibmm'chmcn- :: Unterricht :: .
Tnilem Unberrooob, neuen. Modell«. Für Mitglieder und Teilnehmer unserer Lteno- aravhickurse Lor-ii-idpreise. änmelhnngcn.an ben enten don'ivenden, verrn St. dtet^ Rord-Mase 19 ?
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'Montag, 6. Oktober lsn „abends Ubr- I3,
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(65. Jahrgang
Nr. 255
Dritter Blatt
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Schwere Anklagen g e
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Ter frühere Redalteur des „Christlichen Textilarbeiter- Verbandes", Rohling, hat eine Schrift veröffentlicht, in der er gegen den Ersten Vorsitzenden des Verbandes, den Zentrumsabgeordneten Schiffer, der zugleich Vorsitzender des Gesamtverbandes der christlichen Gewerffchaften ist, schwere Beschuldigungen erhebt. Danach solle dieser sich wiederholt Beträge aus der Kasse des Textilarbeiterverbandes angeeignet haben: der Zentralvorstand habe dann beschlossen, die Sache totzuschweigen und den Fehlbetrag auf das Konto der Lohnbewegung in Aachen zu buchen. Es ist wohl zweifellos, daß Herr Schiffer und der Zentralvor- tand zu diesen Beschuldigungen das Wort ergreifen werden.
Deittidie IColoitictt.
Blutige Kämpfe in Südwest.
Nach übereinstimmenden Meldungen der Schutzgebietszeitungen kam es Anfang September im Bezirk Groot- ontein im Norden von Deutsch-Südwestafrika zu einem osfenenA u fr uhrde r Buschleute, der nur durch das chnelle und energische Eingreifen der Schutztruppe im Keime erstickt wurde. Wegen vollendeten Giftmordes an dem F a r m e r M a x M ül l e r auf Klein-Huis und wegen eines G i f t m o r d s v e r s u ch s an dem Farmer AndreasTho- m a s auf Farm Buschfeld wurden zwölf Buschleute von der Polizei verhaftet und dem Bezirksamt vorgeführt. Hier zeigten sie sich offenkundig aufsässig und erklärten mit frecher Stirn, den alten Farmer Müller gemeinschaftlich vergiftet zu haben. Angesichts der bedrohlichen Lage taten sich die Farmer der bedrohten Gegend zusammen, um einer Bande von Buschleuten, die schon seit längerer Zeit die Farmen durch fortwährende Viehdiebstähle unsicher machte, habhaft zu werden. Am Otjitjika-Berg kam es zu einem regelrechten Kampf mit der Bande, welche die Farmer mit vergifteten Pfeilen empfing. Diese machten daraufhin von ihren Waffen Gebrauch und erschossen mehrere Buschleute. Die von Okanjande zur .Hilfe gerufene 4. Kompagnie der Schutztruppe nahm eine gründliche Säuberung der ganzen Gegend vor, wobei fünfzehn Buschleute erschossen und eine ganze Anzahl gefangen genommen wurde. Die Gefahr erscheint gegenwärtig beseitigt, da die Truppe nach den neuesten Meldungen bereits wieder an ihren Standort zurückgekehrt ist.
Das Wolsf-Bureau verbreitet folgende Notiz:
lieber die äus Deutsch-Südwestafrika gemeldeten Kämpfe der Schutztruppen mit B n s ch l e u t e n erfahren wir, daß es sich dabei lediglich um eine stärkere Patrouille der vierten Kompagnie gehandelt hat, die auf Anweisung des Goiwernements den nord- östlick)en Teil des Bezirks von G r o o t f o n t e i n , in dem Klagen über das Treiben der B u s ch l e n t c in letzter Zeit sich vermehrt hatten, absuchen und von hernmstreisendem gefährlichem Gesindel säubern sollte. Bei der Streife wurde ein größerer Erfolg deshalb nicht erzielt, weil nur auf Farmen beschäftigte Buschleute als Führer der Patrouille dienten, die selbstverständlich ihre Stammesgenossen nicht verraten wollten und deshalb als Führer versagten.' Infolgedessen gelang es den verfolgten Buschleuten in den meisten Fällen, rechtzeitig zu entkommen. Auf der Flucht wurden Drei M i t g l i e d e r einer Werst erschossen und zwei Weiber mit einem Kind fest genommen.
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Staatssekretär D r. S o l f ist am 26. September in Lagos angekommen, wo ihm ein festlicher Empfang durch die englische Regierung bereitet wurde. Alle Schiffe des Hafens waren geflaggt. Der Gouverneur erschien mit den Beamten auf der Landungsbrücke, wo eine Ehrenkompagnie aufgestellt war. Im Gouvernementsgebäude fand ein Diner statt, bei welchem der Gouverneur eine deutsch-freundliche Rede hielt, worauf der Staatssekretär entsprechend erwiderte. Am 27. September fuhr er im Luxusextrazug nach Kan o. Die Lokomotive war mit dem Reichsadler und deutschen Flaggen geschmückt. Auf sämtlichen .Hauptstationen fand eine Begrüßung durch die Beamten, die Kaufmannschaft und die machthabenden Eingeborenen statt. Am 28. September war in Zungern, der Hauptstadt Nordni- geriens, ebenfalls offizieller Empfang. Am 30. September traf der Staatssekretär in Kano ein, wo ihn der Resident und der Emir mit Reiterscharen in orientalischem Gepränge auf dem Bahnhof erwarteten. Dr. Sols sand überall herzlichste Aufnahme.
Sicherungsmaßnahmen für d i e überseeische Personenbeförderung.
Im Rcichsamt des Innern fand am Freitag die abschlie- jenbe Konferenz zur Beratung der Sicherheitsmaßnahmen ür die überseeische Personenbeförderung statt, an welcher neben Kommissaren der beteiligten Reichsämter und preußischen Ministerien sowie der Nachgeordneten Reichsbehördcn die Vertreter der Bundesragierungen und die bereits an den Konferenzen am 6. Mai und 23. Oktober 1912. beteiligt gewesenen Körperschaften und Vereine teilnahmen. Wie im Eingänge der Verhandlung mitgeteilt wurde, hat die großbritannische Regierung inzwischen.Einladungen zu einer internationalen Konferenz in London, für deren Beginn der 12. November 1913 in Aussicht genommen ist, ergehen lassen. Sämtliche auf der internationalen Konferenz zu erörternden Fragen wurden nochmals einer eingehenden Besprechung unterzogen und über alle Punkte der umfangreichen Tagesordnung das Einverständnis der Versammlung erzielt.
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en einen Reichstags- n et en.
Samstag, 4. (Moder 1915
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen Universiläks - Buch- und Sieindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Die „Gießener ZamUienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Ureisblatt für den Kreis Hießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen mo,tätlich zweimal.
AuslarrS.
Zu r Präsidentenwahl in China.
Das chinesische Parlament hat beschlossen, daß der Präsident auf fünf Jahre gewählt und daß er auch für eine zweite Amtsperiode wählbar ein soll.
Redaktion, Expedition und Drttckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51.
Redakt':on:e^H2. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen,
Ans Stadt und Cande
Gießen, 4. Oktober 1913.
** Geheime rat D r. Breidert, der Großh. Provinzialdirektor und Territorialkommissär bei der Festung Mainz ist am 1. ds. Mts. nach einer an Erfolgen reichen Laufbahn in den wohlverdienten R u h e st a n d getreten. Aus diesem Anlaß widmeten die Mainzer Blätter dem aus dem Amte Scheidenden herzliche Abschiedsworte. Breidert war, so heißt es dort, ein Beamter, der die Dinge von einer hohen
Warte aus betrachtete, ein Mann von hohen Gaben des Geistes und Herzens, ein wärmer Anhänger der Selbstverwaltung in Gemeinde, Kreis und Provinz. Seit Jahrzehnten war er bemüht, das Los der mittellosen Wanderer durch den Ausbau der Verpflegungsstationen zu verbessern. Der glückliche Gedanke, mit den Verpflegungsstationen den Arbeitsnachweis zu verbinden, verdankt im wesentlichen seiner Mitarbeit die praktische Durchführung. An der segensreichen Tätigkeit, die hier entfaltet worden ist, hat Breidert als langjähriger Vorsitzender des Gesamtverbandes Deutscher Vcr- pslegungsstationen und als stellvertretender Vorsitzender des Mitteldeutschen Arbeitsnachwcisverbandes hervorragendsten Anteil. Als Provinzialdirektor der Provinz Ober Hessen hat er einen Vertrag wegen Lieferung von Trinkwasser aus den Jnheidener Oullen mit der Stadt Frankfurt abgeschlossen. Die reichen Einnahmen, die der Provinz Ober- Hessen aus diesem Vertrag zuflossen, haben dann erst die später in die Wege geleitete großzügige Versorgung der Provinz Oberhessen mit Elektrizität ermöglicht. Bei Ueberwm- dung von Schwierigkeiten, die sich derartig großen Unternehmungen naturgemäß entgegenstellen, wurde er unterstützt durch die gewinnende Liebenswürdigkeit seines Wesens, sowie durch die Begeisterung und Beharrlichkeit, mit £cnen er einmal für richtig erkannte Ziele verfolgte. Sein vornehmer Charakter sichert ihm nicht nur bei seinen Untergebenen, die ausnahmslos mit Verehrung zu ihm emporblicken, sondern auch bei allen, die ihn kennen, das beste Andenken. In der Mainzer Gesellschaft wird das Scheiden des Geheimerats Dr. Breidert und seiner allverchrten Gemahlin auf das lebhafteste bedauert.
" Die Obsternte in der Gemarkung Gießen beträgt: Taftläpfel 100 Dopvelzentncr, Wirtschaftsäpfel 10,
politische Tagesschau.
Die braunschweigische Thronfolgefrage
ist für den Bundesrat noch nicht spruchreif. Wie wir aus Bundesratskreisen hören, ist es noch ganz ungewiß, wann der Bundesrat der Angelegenheit näher tritt. Ein Antrag Preußens oder Braunschweigs liegt dem Bundesrate noch nicht vor. Dem Vernehmen nach sind die Verhandlungen zwischen Preußen und Cumberland neuerdings ins Stocken geraten: Preußen soll viel Entgegenkommen zeigen, um die Weifenfrage aus der Welt zu schaffen, findet aber beim a l t e n H e r z 0 g wenig Entgegenkommen. In Hos- kreisen spricht man von einer starken Spannung zwischen Berlin und Gmunden, aus diesem Grunde ist der Gegenbesuch des Kaisers in Gmunden bisher nicht erfolgt. Auch seinen Schwiegersohn hat der Kaiser seit der Hochzeit nicht gesehen. Man rechnet damit, daß die Angelegenheit vorläufig noch nicht zur Erledigung kommt, falls nicht _ das Haus Cumberland Cutgegenkommen zeigt. — Preußen hat bisher so wertvolle Zugeständnisse gemacht, daß die zurückhaltende Stellungnahme des alten Herzogs bei den vermögensrechtlichen Fragen verwunderlich erscheinen mag. Wenn Preußen aus verschiedenen Gründen seine bisherige Politik geändert hat, so wollte es damit dem Frieden dienen. Noch bis vor wenigen Wochen hatte man an der Forderung der Verzichts- 'crHärnng festgehalten und erst nach langen Verhandlungen hat die preußische Regierung hiervon Abstand genommen. Nunmehr steht man vor neuen Schwierigkeiten, mit denen tmau nicht gerechnet hatte. Es verlautet, daß die Reife des Reichskanzlers zum P r ist z r e g e n t e n Ludwig von Bah er n im engen Zusammenhang mit der Lösung der Welfen frage stehe. In Regierungskreisen herrscht der lebhafte Wunsch vor, die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen, die angesichts des starren Welfen- sinnes für Preußen unangenehme Wirkungen Hervorrufen muß. ___________________
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhejfen
Tafelbirnen 170, Wirtschastsbirmm 20, Zwetschcn und Pflaumen 1200 Doppelztr.; in der Gemarkung Schiff en- berg: Tafeläpfel 6, Wirtschaftsäpfel 6, Tafelbirnen 7, Wirlschaftsbirnen 7, Zwetschen und Pflaumen 25 Doppelztr. Der Durchschnittspreis für den Doppelztr. beträgt für Tafeläpfel 40 Mk., Wirtschaftsäpfel 20 Mk., Tafelbirnen 30 Mk., Wirtschaftsbirnen 20 Mk„ sowie für Zwetschen und Pflaumen 8 Mk.
ku. Arbeitslöhne. Das Großh. Oberversicherungs. amt hat mit Wirkung vom 1. Jan. 1914 folgende Octs- löhne für die Provinz Oberhessen festgesetzt. Der Ortslohn gewöhnlicher Tagarbeiter beträgt danach: Alsfeld: Versicherte über 21 Jahre männlich 2,60 Mk., weiblich 1,80 Mk., Versicherte von 16—21 Jahren männl. 2,20 Mk., weibl. 1,50 Mk., Versicherte unter 16 Jahren männl. 1,50 Mk., weibl. 1,20 Mk.; Büdingen 2,60 Mk., 1,80 Mk., 2,20 Mk., 1,50 Mk., 1,50 Mk., 1,20 Mk.; Friedberg 3,00 Mk., 2,20 Mk, 2,70 Mk., 1,60 Mk., 1,50 Mk., 1,30 Mk. r Gießen-Stadt 3,30 Mk., 2,40 Mk., 2,80 Mk., 1,90 Mk., 1,80 Mk., 1,40 Mk.; Gießen-Land 3,00 Mk., 2,00 Mk., 2,50 Mk., 1,60 Mk., 1,50 Mk., 1,30 Mk.; Lauterbach 2,60 Mk., 1,80 Mk., 2,20 Mk., 1,50 M., 1,50 Mk., 1,20 Mk.; Schotten 2,60 Mk., 2,00 Mk., 2,20 Mk., 1,50 Mk., 1,50 Mk., 1,20 Mk.
** Als Festgabe für Hessens Jugend hat der Hessische Volksschriftenverein soeben eine Erinnerungsschrift zur Hundertjahrfeier 1813—1913 herausgegeben. Es ist ein prächtiges Büchlein. Rektor Lang hat es meisterhaft verstanden, in geradezu bewundernswerter Lebendigkeit und Anschaulichkeit die Ereianisse und die treibestden Kräfte jener großen Zeit zu schildern. Auf 30 Seiten ist er der Fülle von Stoff gerecht geworden, nichts von Bedeutung hat er vergessen, über freilich auch kein überflüssiges Wort gebraucht. Das packt vom ersten bis zum letzten Wort. Es war ein glücklicher Gedanke, den Anteil Hessens an Not und Leid, an Kampf und Sieg jener Tage durch die berufene Feder Bechtolsheimers und den Bericht eines Augenzeugen lutb Mitkämpfers schildern zu lassen, denn das gibt ohnehin das Gepräge eines hessischen Heimatbüchleins. Auch der Bilderschmuck wirkt entsprechend. Der Hessische Volksschrif- tenverein kann sich zu seinem Erstgeborenen gratulieren/. Geleitswort und die letzte Umschlagseite lassen über Ziel und Wege der Arbeit keinen Zweifel aufkommen. Das Büchlein sei hiermit nachdrücklichst empfohlen. Das 72 Seiten starke Heft ist in allen Buchhandlungen erhältlich und kostet pro Stück nur 40 Psg.
Kreis Friedberg.
r. Bad-Nauheim, 3. Ott. In der heute nachmittag abgehaltenen Stadtverordnetenversammlung teilte der Vorsitzende, Bürgermeister Dr. Kayser, mit, daß der Genfer P e r b a n d «Sektion Bad-Nauheim) für das städtisch Krankenhaus 30 Mk. gestiftet habe. — Eine Polizeiverordnung, nach der für Räume, in denen Kraftfahrzeuge untcrgebracht werden sollen, gewisse Bedüraungen festgesetzt sind, wird genehmigt. — Nach cingelaufcner Verfügung des Ministeriums kann in Zu- kunft über die Zulassung von Schosarschen Kaminen bei zu errichtenden Bauten kurzerhand beschlossen werden. — Für die im Bau begriffene Kanalisation — Tonn en sh st em — ist eine aus 30 Paragraphen bestehende Lilizeiverordnung über die Entwässerung von Grundstücken ausAarbeitet worden. — Für das K 0 n i tz k h st i f t sind beispielsweise 11 500 Mk. zwecks Aenderung des Kanals usw. notwendig. In den Uebergangsbestim- mnngen soll allerdings jede Rücksicht auf schon vorhandene Anlagen genommen worden, aber in den meisten Fällen sind sehr hohe Kosten für jedes Haus zu erwarten. — Die Anstellung eines zweiten T i e f b a u t e ch n i k e r s rief eine sehr lebhafte Aussprache wach. Nm den Techniker zu retten, beantragte der Vorsitzende Vertagung, da er an Hand von Material nachweisen will, daß die in Aussicht stehenden Arbeiten ohne einen zweiten Tecks- itifer nicht auszusühren sind. — Für die am 18. d. Mts. statt- sindende Jahrhundertfeier wurden für Vkusik, Brezeln usw. 1100 Mk. bewilligt. Außer den Schulkindern sollen, einem Antrag des Stadtv. Rissel zufolge, auch die Kinder des Elisabeth- Hanses und des israelitischen Kinderheims Brezeln bekommen. — Außerhalb der Tagesordnung führt Stadtv. R i N e l Beschwerde über die Berichterstattung der „Frankfurter Nachrichten" die nt zwei Fällen — Brand des Schweizerhauses und Stempelabgaben Bad-Nauheim — für unsere Stadt Falsches berichtet habe Ur bittet daß die Bürgermeisterei bet vorkommenden galten lolfte Berichte beachte und int Interesse der Stadt eine Aufklärung an die betreffende Zeitung sende.
Hessen-Naffau.
h. Frankfurt a. M., 3. Okt. Die Mittel deut s ch c Krankenkasse ist wegen Nichterfüllung ihrer Obliegenheiten gegenüber den bei ihr Versicherten vom Reichsver.'
ist Freitag vormittag 9.40 Uhr int Sonderzug von Romin- ten nach Königsberg abgefahren. Der Kaiser be- aab sich in Königsberg zu den neuen Kasernen seines Grenadier-Regiments „König Friedrich Wilhelm I.", wo er im Kreise der Offiziere frühstückte. Um 3 Uhr begab sich der Kaiser nach L a n g f u h r.
c- n her Sitzung des B u n d e s r a t s am Freitag wurde die Wahl der Bundesstaaten in die Ausschüsse von 3 bis 11 vollzogen. Den zuständigen Ausschüssen wurden überwiesen ein Antrag Bayerns, Württembergs, Badens und Elsaß-Lothringens betreffend den Entwurf des Gesetzes über die Aenderung des Z 0 Ikv e r e i n i gu n g s- a esetze s vom 3. Juli 1867, der Entwurf des Gesetzes über die Wiederaufnahme des Disziplinarverfahrens, der Entwurf von Bestimmungen über die Herstellung von Zi- aarren usw. in der Heimarbeit, der Entwurf der Ausführungsbestimmungen zu § 107/1 des Branntwetn- steueraefetzes der Entwurf der Aussührungsbestimmungen über bic Gewährung von Beihilfen an Kriegsteilnehmer und der Entwurf der PorschrNtcn zur Abänderung bei $or= schritte über den Befähigungsnachweis und, die Prüfung der Maschinisten auf SeedampsschMen. Zugestimmt wurde der Aenderung der Zuckcrsteuer und der AuSfuhrungSbcsttm- munaen dem Anträge betreffend die AussuhrnngSb-strm- munaen' ium RcichSstempclgcsctzc vom 3. .juh 1913 unb der Torlaac betreffend die Amtsdauer der gegenwärtigen n chtständigen Mitglieder des R-ichsverftcherungsamts aus dem Stande der Arbeitgeber und Berfechertem
Der frühere R e i ch s tags ab g. e r. obrn t
Der frühere Reichstagsabgeordne e Dr. hernrich D o Bin ist Wittw°§ nacht in Flo renz im «ter von 7o’: Aioijmiji c.krn'ffifnn erleacn. Dr. Dohrn hatte ben Zähren etneirt Äfcraf1881 bi. W dann 1890 bis 1893 und 1907 bis 1912 als Vertreter ÄÄtet tin Er war ein Anhänger der Freinnutgcn der Stad St e ttrn. ^ ^rtschrittlichen Voltspartei. Vereinigung 18?9 toar ,er auch Mitglied des
preuß?sch^u Ab geordnetenhauses. Seit dem Juhre l869 ge- preutzticyen Unterbrechungen der Stetnuer Studt-
horte er mit g 9 niegen seiner mannigfachen Ver- bienfte um A° Heimatstadt zum Ehrenbürger ernannte. Tr Dohrn war lange Zeit auch Herausgeber der „Ento- molWischen Blättcp".
2lus Hessen.
Der Finanzausschuß.
bs. Darmstadt, 3. Okt.
Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer wird über seine Sitzungen bis auf weiteres keine Mitteilungen machen. Die Vereinfachung der S t aa t s v e r w aktu n'g.
rb. D a r m st a d t, 3. Okt. Der aus Mitgliedern beider Ständekammeru und Regierungsvertretern zusammengesetzte Ausschuß zur Vereinfachung der Staatsver- waitung ist vom Staatsminister Dr. v. Ewald für Dienstag, 21. Oktober, wieder zur Abhaltung einer Sitzung zusammenberufen worden. Gegenstand der Beratung ist in erster Linie das staatliche Kass en wes en: weiterhin soll über Ersparnisse im GerichtsvoNzicherwesen beraten werden.
Die Z en tr um sfr aktiv n der 2.. Kammer war am Freitag nachmittag 3V2 Uhr im Stände haus zu einer Fraktionssitzuug zusammeng^etreten, in der auch über die verschiedenen neuen Vorschläge zur Besoldungs- Vorlage beraten und die Stellung der Fraktion dazu näher erörtert wurde. Die Sitzung war nur von etwa ern- stündiger Dauer.
Die wirklichen Staatseinnahmen Lei der Großh. H a u p t st a a t s k a s s e
für das Steuerjahr 1912 haben betragen: an Staatseinkom- mensteuer 14 808 226 Mk., an Vermögenssteuer 4 526 521 Mk., zusammen 19 334 748 Mk. Die Einnahme an evangelischen Kirchensteuern betrug 1394 590 Mk., au kath. Kirchensteuern 236 356 Mk.
Dentsehes Neieh.
Der Kaiser


