Meteorologische Beobachtungen Oer Station «siege«.
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ihnen die Krankheitsstoffe. Der Gerichtshof beschloß, den.Prozeß zu vertagen. Der Angellagtc wurde wegen Fluchtverdacht tn Vast genommen.
Eutol-Bonbons
wirken ganz vorzüglich gegen
Ktandesanrtsttacbrichten.
(Nachträglich eingegangen.)
Lollar.
E h e s ch l i e 6 u n g e u: Februar 23. Karl Riehm L, Hütten- arbciter, mit Maria Duckert, beide zu Lollar. .
Geborene: Februar 20. Dem ,rormcr Conrad Bolte eine Achter, Anna. — 23. Deut Schlosser Ernst Wilhelm Karl Mick'el eine Tochter, Anna Wilhelmine Ella.
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= Mainz, 28. Febr. Die Frage der Veranstaltung einer hessischen Industrie- und G c w e r b e a u s st e l l n n g 1916 auA Anlatz der hundert,ährrgen Zugehörigkeit Rhemas,ens zu Hessen bildete den Gegenstand einer Aussprache, die zwuche,: Vertretern von Industrie, .Handel und Gewerbe hrer stattfand. Allseitig wurde betont, daß das Gelingen des Planes m erster Linie von der Bereitwilligkeit der Mainzer Großindustrie, vor allein der Möbelfabrikation, abhänge, und dast von deren Vorgehen die MitaA it des ganzen Landes bedingt ,em durfte Mainz müsse sein Bestes zeigen oder aus eine derartig breit angelegte Ausstellung verzichten. Mehrere Herren sprachen für das Zustandetominen der Ausstellung. Dr. Schrerber empfahl, mit der Jahrhundertfeier eine Vorsuhrung des alten furTiirftlufycn Mainz zu vereinigen und aus privatem und ostcntlrchem Bentz zu zeigen, wie in der Barock-, Rokoko- und Emptrezest der Men ch wohnte, sich kleidete und künstlerisch rote kunstgewerblich arbeitete. Herr ckaschmann legte den Standpunkt der Mainzer Möbelindustrie klar, die sich nicht viel von der Ausstellung verspräche, trotzdenl aber eine Unterstützung der Sache nicht verweigern wolle. Regierungsrat Noack erklärte, daß außer einer für 1914 geplanten Ausstellung der Künstlerkolonie und einer, einen Rückblick gewährenden Kunstausstellung im Residenz,chlotz vorläufig kein weiterer Plan für Darmstadt bestehe. Auch er halte eine Ausstellung von Kunstgegenständen aus Privatbesitz für einen guten Plan. Greife man dabei von der Profankultur auch auf die kirchliche Kunst über, so könne ein großartiges Bild des erz- bischöflichen Kurstaates geboten werden, demgegenüber die Lei-
Blaffes, fahles Aussehen, matte Augen, körperliche Zerrüttung, nervöse Erregtbest und Kopfs.i,merzen sind oit Folgeerscheinungen von Blutarmut und Bleichsucht. Um diesen Zustand zu be,eiligen, verordnen bedeutende Acrztc Leciscrrin (Ovoiecithineisen wodurch dem Rot per frisches, gesundes Blut zugesübrt wird und die Nerven 0^ Preis dcc'groiien Flasche M. 3.-, in Apotheken, sicher von: Univcrsitäts Avotockc und Hirich-Aootheke zu Gießen. [C°/i
stungen der heutigen Zeit zur Geltung kommen könnten auf allen Gebieten, die sich in1 Mainz einer besonderen Pflege erfreuen, insbesondere der Innendekoration, der Bekleidungs- und Möbelindustrie, des Buchschmucks, der kirchlichen Kunst usw. Oberbürgermeister Dr. Göttelmann befürwortet diesen Gedanken. Der Plan fand Beifall.
Hessen-Nassau.
w Hanau, 28. Febr. Aus Anlaß der Hundertjahrfeier der Oberrealschule haben deren ehemalige Schüler beschlossen, eine Stiftung ins Leben zu rufen, die den Schülern der oberen Klassen Beihilfen für Wanderungen und Reisen und für den Besuch von Werken der Industrie und Technik gewähren soll. Die Stadtverwaltung beschloß, diese Stiftung mit 5000 Mk. zu unterstützen.
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** Die Gewerkschaft Fernie stellt ihren Gewerken die Bilanz für 1912 zu, die mit 6 316 628,09 Mark abschließt. Die Vorräte beziffern sich auf 72 845,79 Mark, die Bankguthaben betragen 213 618,82 Mark, an Effekten wird ein Besitz von 223 641,60 Mark nachgewiesen und die Debitoren belaufen lich aus 149 246,54 Mark. Von dem Gewinn von 500 045,61 Mark Cin 1911 445 456,98 Mark) sind 158 550 Mark für Tilgung der Anleihen verwendet, dem Grubenvorstand wurde die statutarische Vergütung gezahlt, 225 000 Mark Ausbeute gegen 200 000 Icark in den Vorjahren und der Rest von 86 495,61 Mark zu Ab- chreibungen benutzt worden. Die Anleihen betragen infolgedessen am 1. Januar noch 2 654 000 Mark.
" K onkurfe m Hessen. Heber das Vermögen der Gebrüder W c o r g Weber und Ludwig Weber, Inhaber einer Gärtnerei zu Darmstadt, wurde am 10. Febr. das Kon- kursver'abien eröffnet, da Geniemschuldner Antrag auf Eröffnung des Konkursver'ahrens gestellt und ihre Zahlimgsun'äh'gkeit zugegeben haben Re-btsanivalt Dr. Brücher zu Darmstadt wurde zum Konkursverwalter ernannt. RonFurdiorberungen sind bis zum 6. Marz bei dem Amtsgericht Darmstadt I anzumelden. — Heber das Vermögen der offenen Handelsgesellschast unter ber Firma ,H. D/ o r i tz" in Al a i n z würbe am 3. Febr. bas Kon- kursverkahreii eröffnet. Rechtsanwalt Porbe§ m Mainz würbe znm Konkursverwalter ernannt. Konkiirsiorderungen stnd bis zum 15. -Diäri bei bem Amtsgericht Aiamz anziimeldeii. — Neber das Vermögen ber irma Flett & Eider, cirol)hüüen= unb Rillen* iabrik G. m. b. H., in Viguibation. in Nieder-Olm, wurde am 26. Februar das Konkursversahren eröffnet. Rechtspraktikant Kunkel in Nieder-Olin wurde zum Konkursverivalter ernannt. Konkurs'orderungen sind bis zum 20. März anzumelden.
-m. Hungen, 2. Alarz. Bei den in der leisten Zeit abgehaltenen H o l z v e r st e i a e r u n g e n wurden recht gute «reue erzielt. Es foneten durcbschuiitlich 2 Rm. Buchenscliest 17 bis 20 Alk., 2 Rrn. Buchenttuippel 8-12 Alk., 3 Rm. Vuchenstotte 11-13 Alk., 2 Rm. Eichen scheit 8-11 Mk., 2 Rm. Eichenknuvvel 6 9 Alk., 3 Sim Eichen flotte 6—8 Mk., 2 Rm. Fichtenknuvpel 6—9 Mk., 3 Rm Fichtenstötte 3-5 Alk. Tie Nutzholwer'ieigerungen stehen noch aus, auch Brennholz kommt noch zur Versteigerung.
Köln, 28. Febr. In der heutigen H au P tver samm- lung des R o h e i s e n v e r b a n d e s wurde über die Marktlage berichtet. Die starke Beschäftigung der Hochoienwerke halt an. Der Abruf ist in allen Roheisensorten so stark, daß die Werke nur mit großer Mühe den Bedarf, der .Abnehmer befriedigen können. Daß die Verbraucher sehr stark beichastigt sind, geht weiter daraus hervor, daß noch fortgesetzt Mehrbedarf herein- tommt, dessen Befriedigung nur durch Entlastung im Auslande möglich ist. Beschlüsse über die Ausnahme des Jnlandsverkauss für das zweite Semester 1913 wurden noch nicht gefaßt.
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Landwirtschaft.
— Körungen für das P fe r d e st a m mbu ch. Die Termine der Körungen für das Pferdestamuibuch werden künftig im Frühjahr an den Orten der Gestütsstationen vorgenommen. Bei etwa einem Drittel der Termine werden, und zwar alljährlich abwechselnd, im Anschluß an die Körungen Versammlungen abgehalten, so daß ettva alle 2—3 Jahre an den gleichen Orten Versammlungen der Pferdezüchter vorgesehen sind. Die diesjährigen Körtermine sind für Oberhessen folgendermaßen festgesetzt: N i e d. - W ö l l st a d t, Montag, 17. März, vorm. 8% Uhr. Düdelsheim, Montag, 17. März, vormittags IOV2 Uhr. Dauern heim, Montag, 17. März, nachinittags IV2 Utjr, anschließend Versammlung. Berstadt, Montag, 17. März, nachmittags 41,2 Uhr. Hirzen Hai n , Dienstag, 18. März, vormittags 9 Uhr, anschließend Versammlung. Grebenhain, Dienstag, 18. März, nachmittag^ 11 Uhr, anschließend Versammlung. Engelrod, Dienstag, 18. März, nachmittags 4 Uhr. Schlitz, Mittwoch, 19. März, vormittags 8 Uhr. Groß- Felda, Mittwoch, 19. März, vormittags 11 Uhr. Romrod, Mittwoch, 19. März, mittags 12 Uhr, anschließend in Alsfeld um 3 Uhr im Gasthaus „Zur Krone", Vortrag über: „Pferdezüchterische Fragen". Redner Dr. Müller-Darmstadt. K i r- torf, Donnerstag, 20. März, vormittags 8 Uhr. Ober- Ofleiden, Donnerstag, 20. März, vormittags 10 Uhr, anschließend Versammlung. G r ü n b e r g , Donnerstag, 20. März, nachmittags 2 Uhr, anschließend Versammlung. Butzbach, Samstag, 22. März, vormittags 10 Uhr , SchweinemarktplatzV — Unter Hinweis darauf, daß den Stutenbesitzerii durch die Eintragung ihrer Stuten in das Pserdestammbuch keine Kosten erwachsen, werden die Landwirte aufgefordert, ihre dreijährigen und älteren Stuten des belgischen Arbeitsschlages und des toldcnb.) Wagenschlages der Körkommission vorzufuhren. Alle dreijährigen oder älteren Stutfohlen, die nöch nicht für das hessische Pferdestammbuch angetört sind, müssen vorgeführt werden, desgleichen alle dreijährigen und öfteren von Stammbuchsttiten abstammenden Stutfohlen, die noch nicht gekört worden sind. Im Interesse einer geordneten Stammbuchführung ist es erforderlich, daß die Begleiter der vorgeführten Sttiten möglichst das Geburtsdatum und die Abstammung (väterlicher- und mütterlichen eits, sowie nähere Angabeii über etwaige bereits aus der Stute gezogene Fohlen angeben können. .
- Lauterbach, 2. Marz. Im landw. Bcztrks- und Z u ch t v e r e i n hielt Landwirtschaftslehrer Kunkel - Alsfeld gestern einen Vortrag über: „Wert vub Wirkung der Krafts utter mittel bei der Aufzucht und Mchwirtlchaft . Da die zum erstenmal in diesem Winter unter Abhaltung von Vorträgen veranstalteten zwanglosen Zusainmenkünste großen Anklang gefunden haben, wurde heute beschlossen, Möglichst Tür Ende Mörz eine weitere Versammlung anzuberaumen und im kommenden Winterhalbjahr int November mit den Zusammenkünften zu besinnen. , irx
** Export von R0tvieh nach D e u 11 ch - S ud w est - afrika. Das Reichskolonialamt hat durch Vermittelung ber Deutschen Landwirtschafts--Gesellschaft denr Verband mitteldeutscher Rotviehzüchter in Gießen einen groBeren Auftrag zur Lieferung von Zuchtvieh nach Deutsch-Südwestamka erteilt, der in diesen Tagen zur Ausführung kam. An der Lieferung beteiligten sich die Herdbuchgesellschaften, der Kreise Schotten, Biedenkopf, Westfalen unb Schlesien mit sechs Bullen unb 10 Kalbinnen. Aus bem Kreise Schotten würben ein Bulle unb sieben Kalbinnen des Vogelsberger Schlages an gefault. Die Preise schwankten bei Kalbinnen zwischen 400 und ,00 Mark und bei Bullen zwischen 700 und 1000 Mark. Die angekausten Tiere wurden größtenteils zur Begründung einer Stammherde des Gouvernements unb einige Bullen zur Verbesierung des einheimischen Viehes in Privatfarmen ausgeführt. Sämtliche Tiere wurden vor der Abnahme inner Tuberkulinimpsung unterworfen unb mußten eine burch Weidegang erzielte kräftige Konstitution erkennen lassen, damit die Aussichten auf ein gutes Ueberstehen des weiten Transportes und einer leichten Angewöhnung an die Verhältnisse der neuen Heimat nach Möglichkeit gesichert sind. Es ist zu erwarten, daß bei gutem Erwlg die,es Vieh- exportes nicht allein 9rachbestellungen nach Südwestafrika, londern auch nach Ostasrika betätigt werden. Für unsere Rotviehzüchter sind solche Ankäufe willkommene Gelegenheiten zur Viebverwer- tung Sie werden auch dazu beitragen, daß unsere Bevölkerung sich des Wertes ihres einheimischen bodenständigeii Viehes mehr bewußt wird unb mit noch größerem Fleiße an bessen Verbesserung arbeitet.____________
Bestrafter Mädchenjäger.
§ Leipzig, 28. Febr. Unter ber Anklage ber gefährlichen Körperverletzung hatte sich vor dem hiesigen Schöffengericht ber Arbeitm Lautenschläger zu verantworten. Er beobachtete eines Tages zwei junge Mädchen, Schwestern, unb die jüngere gefiel ihm so gut, daß er ein Gespräch mit «ihr anzuknüpsen suchte. Der lud sic cin, mit ihm ein Eafß zu besuchen. Als er auf feine Einladung keine Antwort erhielt, würbe er zubringlich unb wollte das Mädchen auf offener Straße umarmen. Als sich die ältere Schwester das energisch verbat, wurde der Angeklagte grob und stieß beleidigende Aeußemngcn aus. Inzwischen hatten sich um die drei Personen eine Menge Menschen angesammelt. Einige Männer nahmen bem zudringlichen Mädchen- jäger den Stock weg und verprügelten ihn dann nach allen Regeln der Kunst. Darauf wurde er einem Schutzmann übergeben. Der Gerichtshof kam auf Grunb der Beweisaufnahme zu der Ueber- zeugung, daß der Angellagte äußerst roh gehandelt habe und glaubte daher, daß eine Geldstrafe nicht am Platze sei, obwohl der Ängeklagte noch unbestraft ist. Das Urteil lautete auf eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen.
Frankfurt a. M., 28. Febr. Der frühere Fabrikarbeiter und jetzige „Heilkünstler" Vonderlehr, der für seine Hcil- mctljobc eine umfangreiche Reklame betrieb, versicherte auf seinen Geschäftskarten, daß er unfehlbar Nerven- unb Gemütsleiben heilen könne. Als bei einer Patientin die versprochene Wirkung nicht cintrat, erstattete sie, da sie sich betrogen fühlte, Anzeige, woraus Vonderlehr vom Schöffengericht wegen Kurpsusckjerei zu 4 ölonaten Gefängnis verurteilt wurde. Gegen dieses Urteil hatten sowohl er wie der Vertreter der Anklage Berufung eingelegt, die nunmehr zur Verhandlung stand. In ber Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß ber Angeklagte, angeblich zur Ermittliing ber Krankheit einen unglaublichen Hokuspokus trieb. Er hatte eine Freundin, ein Mäbckjen von 22 Jahren, die er als sein Medium bezeichnete. Wenn ein Patient kam, versetzte er, wie er angab, das Medium in hlipnotifchen Schlaf unb fragte es bann nach bet Natur ber Krankheit unb den anzuwenbenben Mitteln aus. In der Hauptsache kurierte ber Angeklagte mit seiner eigenen „magnetischen Kraft". Aus Frageii des Vorsitzenbeii gab ber Angeklagte eine überaus konfuse Darstellung seiner Anschauung über den Magnetismus. Er behauptete, daß seine Hände elekttisch würden, wenn er sie in eine Lösung von Salz und Essig tauche. Wenn er mit den so präparierten Händen die Kranken berühre, entziehe er
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A«s Statt tettfc Land.
Wieben, 3. März 1913. ■
** Jagdkalender für März. Nachdem die Jagdaus- , «düng einige Monate fast geruht hat, beginnt der Schnepfenstrich \ «gen Ende dieses Monats. Es ist wohl nicht abzuleugnen, Haß es ■ Sn schönes Jagdvergnügen ist, die Langschnäbel auf dein Strich zu erlegen, jedoch bat es auch im Frühling seine Schattenseiten. Der Schnepfenbestand würde jedenfalls besser sein, wenn die Schnepfen int Frühjahr Schonzeit hätten, was ja auch schon ' allenthalben angestrebt wird und vom weidgerechteii Standpunkt mir freudig begrüßt werden könnte. "Die Hirsche fangen an, sich ihres Kopfschmuckes zu enttedigen d. h. sie werfen ab. Die Bachen frischen und die Hasen setzen. Dem Raubzeug muß eifrig nachgestellt werden. Dies gilt ganz besonders von ber Nicber- wildjagd, ba hier ber junge Hasensatz jetzt stark burch 5katzen, loilbembc Hunde, Wiesel, Marder, Iltis usw. bedroht ist. Die Raubvögel fangen auch an zu horsten und sind am Horste leicht zu erlegen, wenn man diesen erst entdeckt hat, was oft so ganz einfach nicht sein dürfte. Die Fuckjsbaue müssen revidiert, die Krähenhütten nachgeschen und eventuell repariert werden. In Hochwildrevieren sollen Salzlecken angelegt und bestehende erneuert werden. Die Jagd auf Wildtauben ist auch int März sehr interessant, da sich dieselben gut anlocken lassen. Für die Balz des Auer- unb Birkwilbcs kann man sich schon mit Balz- schirmen ausrüsten, die bann im nächsten Monat zu benutzen sind.
** Kreisausschuß. Im Regicrungsgebäube fand am Samstag eine öffentliche Sitzung des Kr e i s an s s chu s s es statt. Es wurde verhandelt 1. unter dem Vorsitze des Regierungsrats Weicker über bas Unter st ützungsgesuch ber Margareta Vonderheibt Witwe zu Hausen. Die Genannte hat um Unterstützung nachgesucht, deren Gewährung die Gemeindevertretung abgelehnt bat. Gegen diesen Beschluß hat die Vonderheidt Beschwerde an den Kreisausschuß verfolgt. Zu ber Verhandlung waren erschienen die Gesuchstellerin und der Bürgermeister von Hausen. Die Gesuchstellerin begründete* ihren Antrag und der Bürgermeister den ablehnenden Standpunkt der Gemeindevertretung tyu Hausen. Der Kreisausschuß erkannte zu Recht, daß die Beschwerde der Margarete Vonderheidt als unbegründet lostensällig zurückzuweisen sei; 2. unter dem Vorsitze des RegierungsratS Gebhardt über die Klage ber Mühlenbesitzer Bernhard S t c l l- w a g - Neuenmühlc, Heinrich K r a n ß - Utphermühle, Georg Schudt-Grundschwalheim, Heinrich Hennann König-Echzell und Louis Bopp- Reichelsheim a. d. W. gegen die Provinz Oberhessen wegen Entschädigung. Die Kläger sind Besitzer von Mühlen, die an der Horloff gelegen sind. Durch die Errichtung und den Betrieb des ber Provinz Oberhessen gehörigen Wasserwerks zu Inheiden glauben sich die Klager in ihrem Mühlenbetriebe empfindlich geschädigt und in ihrer gewerblichen Existenz aufs erheblichste gefährdet. Sie haben daher, ba in bem voraus- gegangenen gütlichen Verstänbigungsversuch eine gütliche Einigung nicht erzielt worben ist, burch ihren Vertreter, Rechtsanwalt S a n b- mann-Hungen gemäß Art. 6b Abs. 3 ber unter bem 15. Juli 1908 erlassenen Novelle zum hessischen Bachgesetz Antrag auf Entschädigung durch die Wasserwerksunternchmerin Provinz Ober- Hessen gestellt. Die gestellten Forderungen belaufen sich für Müller Stellwag, Neumühle, auf 39 500 Mk., für Müller Krauß, Utphermühle auf 55 000 Mk., für Müller Schudt, Grundschwalljeim auf 106 500 Mk., für Müller König, Echzell, auf 111500 Mk. und für Müller Bopp, Reichelsheim, auf 250 000 Mk. Die Forderungen mürben später ermäßigt auf 59 750 Mk. für Müller Schubt, auf 64 750 Mk. für Müller König unb auf 83 000 Mk. für Müller Bopp. Tie Forberungen der übrigen zwei Müller würben aufrecht erhalten. Der Vertreter der Provinz Oberhessen, Rechts- anuxrlt E ngis ch - Gießen, hat kostenfällige Abweisiurg ber erhobenen Klagen beantragt, inbent er bestreitet, baß durch das Wasserwerk Inheiden den Klägern Wasser in bem_ von ihnen behaupteten Maße entzogen werde. Tie Klage des Müllers Bapp, Reichelsheim, die erst am 5. Oktober 1912 beim Kreisamt eingereicht worden ist, hat er auch aus dem rein formellen Grunde ckbzuweisen beantragt, daß sie nicht innerhalb der gesetzlichen wlagefrift, welche am 22. August 1912 abgelaufen war, gestellt worden ist. In der heutigen mündlichen Verhändlung, zu der Kläger und Betlagte, sowie ihre Vertreter crfdjiencn sind, wurden die gestellten Einträge aufrecht erhalten unb von ben Parteivertretern näher begründet. Zur Klarstellung der Streitpuntte sollen Sackwerstänbige bestellt unb bereit Gutachten eingeholt werden, auf Grund bereu in der Sache weiter verljandelt werden taim. Eine Einigung über die zu bestelleitden Sackwerständigen Eam unter den Parteien nicht zustande. Ter Kreisausschuß beschloß, die Entscheidung demnächst zu verkünden.
*• Studentische Arbeiter-Unterrichts kurse. Die Kurse Rechnen 1 und II, sowie Buchführung finden am Dienstag unb Mittwoch noch einmal statt
** Zur Militär-Turnanstalt wurden für den Sommcrkurs 1913 kommandiert die Leutnants Madlnng vom Jnfantcrie-Negiment Kaiser Wilhelm 2. Hess.) Nr. 116, Wil - lich, gen. v. Pöllnitz vom 2. Hess. Dragoner(Leib-)-Regiment Nr. 24 und M artens vom Groß. Art.-Korps (1. Hess. Feld- Artillerie-Rcgiment) Nr. 25.
Starkenburg und Rheinhessen.
bs Darmstadt, 2. März. Tie Sa u i tüt s - Hauptkolo n ne von: Roten Kreuz beging heute die Feier ihres 2 5jährigen Bestehens. Dem Festakte wohnte das Großherzoaspaar bei. Rach der Nienzi-Ouvertnre und dem Rezitativ und Ehor aus der Hapdn'schen „Schöpfung«, gesungen vom kath. Kirchengesangverein St. Ludwig und den Solisten Frau Marg. Böcktna-Baer, Walter Baer und Jos. Gerlach, wurde vom Kolonnenführer die Begrü' u 'gSansprach gehalten. 9lad) einem Prolog, den Stadtsetreiär Göbel versaßt hatte, und der Darstellung atlcgorifcher Figuren durch Frl. Berta vom s^ofthcater und Herrn Zu lauf schloß der erste Festakt mit einem Gedicht „Columbus« von L. Brach- mann. Um 1 Uhr fand großer Appell statt. Hier wurden die Glückwünsche entgegengenommen, die vom Kaiser und dem Großherzog verliehenen Ehrenzeichen verteilt und Beförderungen veröffentlicht. Nachmittags war Festessen, abends geselliges Beisammensein nut musikaltschen und dramatischen Aufführungen. Em Ball bildete den Schluß der Feier.
Büchertisch.
— Der große Zeitungs-Katalog für 1913 ber Haasenstcin & Vogler A.-G. gelangt in einigen Tagen zur Ausgabe. Der Inhalt dieses Nachschlagewerkes, das auf dem großen Gebiete des Zeitungswesens längst ein wichtiger Ratgeber geworden ist, hat auch in diesem Jahro eine wesentlrche.^rroeiterung erfaßen Der praktisch eingcteilte Notizkalen der wurde betbehalten, ebenso bas alphabetisch gcorbnetc Verzeichnis sämtlicher Agenturen der Firma im In- unb Auslanbc. Ein Ortsregister ermöglicht ein sofortiges Aufsinben aller an den bctreffcnbeit Orten erlebet* nenben Tageszeitungen, wie auch ber nach Branchen geordneten Fachzeitschriften. Ausführliche, beachtenswerte Angaben vieler empfehlenswerter Zeitungen unb Zeitschriften ergänzen den Inhalt des Kataloges, ber sicherlich ebenio sreunbliche Ausnahme finben wirb wie feine Vorgänger.
1.-2. März
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