Vorsicht- (Nxmso tonn die Ucbertoctfuug fritm SanbNurm auf Grund des neuen § 21a des Reichsmilitärgesetzes wr solchen Militärpflichtigen bewilligt werden, die eine seste Stellung in einem '«außereuropäischen Lande haben. Dagegen kann Militärpf UchtLgen, die im europäischen Ausland leben, eine ausnahmsweise Befreiung vom Dienst im Frieden aus besonderen BiUigckeitSgründen nur unter den gleichen^'Voraussetzungen wie den im Inland lebenben Militärpflichtigen bewilligt werden und zwar nunmehr gemäß dem gleichfalls abgeändertcn § 22 des Reichsmilitärgesetzes nicht mehr durch die Mrnisteriatinstanz für Ersatz an gelegenheiten, sondern durch die Ersatzbehördc dritter Instanz.
MuMawö.
Englische Aufträge von deutsche Firmen Die Londoner Hoienbeborde gibt bekannt, daß fi^ an rwe' deutsche Firmen für Er^^i^ernnasbauten am 9kch"rtsbock Aufträne für drei Raar. SckGufen^v''e. eine -Lugbrü^e. eine D^eblirü^e und ein Carsinn für ein TYockendock vergehen b^t Der Auftraa »ür die Scktoufentore ging an die Gut«' Hoff- nuno^t,ütte Akt. Wcv tüt Bergbau und Hüttenbetrieb: der Rest ist an die Maschinenfabriken Auasbura-^nrnbera ge- aangen. Die deutschen Firmen haben die Aufträge im Mettbewerb mit den englischen Firmen erhalten, da ihre Angebote fast 26 Pror. unter dem niedrigsten britischen Angebot standen.
Die Könioin-Witwe Sophie von S-bwedcn ist wie wir ge^er" fckwn fort meldeten, am oest^gpn Tien?,faa vor- miffan in ©tod^nTm ne'"forf>cn. Sie war eine Torger des Herrn^s Wilhelm hnn Rab'qn facftnrFicn 1839) und seiner rweil-n, Gemahlin Ranline, Nrinrpssin hon Württemdera. also eine S^''^chwel>er de^ lekten "o>'mni'chen Reaenten aus der Walram'schen ^nie. de^ ftpr-
Adolf. Die Peyltorbene war am 9 Juli 1838 auf Scklo»- Blphrick geboren und lprnte ibrcn G^rnabl. d-n damaliaen Vrinrp" Oska-. Herzog hon O'^-Gotland, Vrinz von Sckweden. aplp^n^'* der ReileKinra {fn-pr Mutt«"', der Herroain Pg"line. im Juli 1^56 im Vanlinenschläßchen in Wiesbaden kennen. Einige Monate fhntpr hielt der dornoliae R-inz im Schlaf? bpj N"i-
wied. wo die Prinrplsin zu Besuch" bei ihrer Stief'ckwp^pr. der ~iirffi.il Marie in Wied weilte, um ihre Hand an acfp'imtfi'h eines flonrerts im fürstlichen Familienkreis, bei dem die Prinzpfsin am Klavier mifmirffp. der Prinz, der über eine herrliche Stimme her- hrntp, einen Teil der Liedprvorträae 'il'ei-nomme" ^affp. Am 6. I"ni 1857 folgte die Permäblnug im Schlaue äu Bie^ich Die ^Npr- ftorhene vergaß auch in fremden Landen ihre nafsg'"'kcke Heimaf nicht und bef"chte auch nach der .ö’ofa^rnhfip hnn 18Ng nnch de^ o'tereu har allem die alte nassauische R"k'dpnzü-odt B'edi-ich und die Weltk'"-^mht Wiesbaden in der sie zuletzt mehrere Wochen im Sommer 1909 zur Kur weilte.
Der albanische Thron. Wie die ..9?pirmichpr I-üwna" ans sicherer O"elle erlebi-f. hat. entae""n ande^^lniUen>>pn B^^^fer- Meldungen. Vrinz Wilhelm ru Wied bisher- seine 9ftmrh- nnng der Albanier emvsaua-n. W""" "nd wo ein Enihlana fi-aft- rindet, ift noch "nbestimmt Rrfnz Wilhelm wird bis nach Reniabi- in Neuwied bleiben und sich dann roi.p.b-r nach Potsdaa, ,nrnch- beaeben. Für die eudanltige Abreise des Arinren nach wannten sind noch keine Disvm'itianen qctrnifpn. Als vorlänfi"- Residenz^ stadt des albanischen Fürstentums ist Durazz 0 gewählt.
BonderdeutschenMilitärmission wird a"s K 0 n - stantinovel gemeldet:. Die der denfschen Militärmifsfau an« gehörenden Generale Posseldt nnd Weber sind am Montaa abend in Beqleitimq von hier türkischen DRuercn zur Insvi - zierung der Zonen von Tsckatalb'cka, Dernatika und K i r k - K i l i s s e abgereist. General Liman trifft mit ihnen in Kirk-Kilisse zusammen.
Zum Ankauf des Dreadnoughts ,.Rio de Janeiro" seitens der Türkei schreibt der ..TernvS": Diele Tatsache beleuchtet die unsinnige Situation, daß die Türkei, welche gegenwärtig die einzig kriegerisch gesinnte 93a(fanmarbt i»>. api-ade in Frankreich und England finanziellen und militärisch^ Beistand gefunden hat und dies in einem .Augenblick, wo, die Türkei durch ihre Haltung in der Fracke der deutschen Milifärmifsion ihre Gefühle aegen die Triple-Entente-Mächte unzweideutig kundgegeben hcct. Di« französische und die englische Regierung müßten nunmehr zum Schutze ihrer Interessen nicht tönern und entlnrechende Maßnahmen treffen. Sie müßten zunächst L e r s i e n "nd Griechenland den von denselben erwarteten finanziellen BeFwnd gewähren und überdies dafür Sorge tragen, daß der Türkei, solange sie eine so drohende Haltung beobackf-K, der Londoner und der A a - rifer Geldmarkt verschlossen bleibt. Eoillaur und Llgud George inüßwu auch tatkräftig dafür sorgen, daß dos frantöfifrhp und dos englische Geld nicht nufer irgend einer Mask- nach Berlin ober Wien geht, um dort die türkische Anleihe zu erntrWirbmt, denn das nationale Interesse Frankreichs und Englands deckt sich durchaus nicht mit dem der französischen und englischen Bankiers und Bauunternehmer.
Aus Stabt und €anb»
Gießen. 31. Dezember 1913
Eine Geheimsitzunq der Stadtverordneten.
Am geßrigpn Dienstag-Rachinittag fand, wie wir von einem unserer Lokalberichterstatter hören, eine geheimnisvolle Sitzung un-
stalt zu erschütternder Geltung brachte. Als er sich dann den Operetten und Revuen des Metrovoltheaters verschrieb, hat er freilich manches von dieser Känstlersckaft verloren, aber er blieb immer noch groß, wenn auch nur riesengroß in manchen, seltenen Augenblicken. *
Dem deutschen Bolte zum neuen Jahr!
— 1914 —
1. Run hebt im Glockenstuhl sich trag der Hammer Dem toten Jahr zum ernsten Grabaesang. Hin zum Palast wie zu der Armut Kammer Erzitternd drinat der weihevolle Klang, Ein Jahr voll Krieaes-ireuel, Blut und Jammer, Das Tausende von Helden niederzwang, Ei" ^gbr. dem bana auck mir entmmenainaen, Es ist verrauscht auf unsichtbaren Schwingen.
2. Wohl gabst du, Alttahr, uns manch' edle Güter: Du lindertest der Völker Reid und Groll, Ter deutsche Aar blieb stark als Friehenshüter, Wie oft ihm auch die Zornesaber schnwll, Der Geist der Freiheits-eit erwachte wieder, Tie Erde gab des Fleißes reichen Zoll, — Doch auch viel Köstliches hast du genommen. Mit Sturm und Flammenglut bist du gekommen.
3. Und nun, mein Volk, nnntt dir des Neujahrs Pforte, Dir bietend gar verheißungsvollen Gruß: Tritt ein beim Klang der ehernen Akkorde, Mit frischem Mut und unverzagtem Fuß, Laß deine Losung sein, die stolzen Worte, Tie dir geprägt dereinst dein Genius: Fürcht' nichts denn Gott allein auf dieser Erde, Tie starke Hand allzeit am scharfen Schwerte.
4. Ihr aber, Brüder, rings in deutschen Gauen, Zeigt euch Ruhms der Freiheitskämpfer wert. Und ihr, Germanins hochgesinnte Frauen, Vergeßt nW, was die große Zeit uns lehrt. Daß deutscher Geist und deutsches Gottvertrauen Erhalte uns das Kleinod unversehrt. Das von der Einheit goldnem Band Umsetzungen, Die Heldenoater blutend und errungen.
Nidda, Silvester 1913. R0emheld.
seres Stadtparlaments statt, von der uns fslgende coftg gefärbten Darstellungen zugeben: ..... . „ ,, .n.
Es handelte sich um die Beschlußsafmng über eine Nachvewuii- gung für die st ä b t Ueberlandzentrale, die sich zwuchen 500 000 unb 600 000 Mk. bewegt. Ein kleiner Teil biefes Betrages ist mehr ausgewenbet, weil die Aufsichtsbehörde Anforderungen an die Umstnrnrerhäuschen in den Ortschaften stellte, mit denen van bei Aufstellung des Projekts und des Kostenroranschlags nicht gerechn'L hatte. Die weiteren Mehrkosten sind dadurch entbanden. daß Direktor St ölte auf 20 Einwohner des Bersorgn^s- gebietS mit einem Anschluß rechnete, während sich. beim Jöau soviele Teilnehmer meldeten, daß auf 8 Einwohner ein Dnichlnß herzustellen war. ,
Die Stadtverordneten überzeugten sich, daß die Mehrkosten lediglich- durch diese Umftänbe herbei geführt worden sind, von denen das Mehr der Anschlüsse auch eine stärkere Rentabilität der Anlage in Aussicht stellt. Man erkannte an, daß nicht etwa ein Verschulden des Leiters unseres Elektrizitätswerks vorliege, daß dieser vielmehr kaufmännisch und technisch richtig gehandelt hat, indem er die vermehrten Anschlüsse gleich beim Bau auch ohne vorherige Deckung durchgeiührt hat. In der Sitzung wurden den Stadtverordneten Zahlen über den Umfang der Produktion und über die Selbstkosten des produzierten Stroms mttgeteckt, die als überaus günstig bezeichnet wurden und bw es durchaus gercchtfertiot erscheinen lassen, wenn die Stadt Gießen in der Industrialisierung mit ihrem Elektrizitätswerk über das Weichbild der Stadt hinaus gegangen ist. , .
Stadtv. Krumm war der Meinung, daß bie JtäbtiKQC Ucber* landzentrecke ein Unternehmen sei, bei dem bie Stadt nicht nur nichts zusetze, sondern bei dem sie in einigen Ia hr e n U e b c r s ch ü s s e erzielen wird, die man in der städtischen Wirtschaft sehr gut gebrauchen Tann. Krumm bedauerte, daß der vor 6 Jahren schon vorgeleate Plan, unser Werk als Ueberlandzen- ttale auszubauen, damals an dem entschiedenen Widerspruch einflußreicher Stadtverordneten gescheitert ist. Leider macht uns jetzt die Provinz, Bnderus-Weylat und die Edertalsrnrre die weitere Ausdehnung schwierig, wenn nicht, unmöglich. Bor sechs Jahren aber wäre es ein Leichtes gewesen, die. Orte, 30— 40 Kilometer im Umkreis als Bersorgungsgebiet für unier Werk zu bekommen, dessen Rentabilität sich durch eine noch große Mgahemöalichkeit von Elektrizität noch günstiger gestaltet Hatte, als dies schon jetzt der Fall ist. _
Es wurde weiter erwähnt, daß sich der Stadt der Strom! erheblich billiger stelle, als der Provinz, die ihn aus dem staatlichen Werl bei Wölfe«sherm bezieht. Die Stadt würde ein sehr gutes Geschäft machen, wenn man ihr unter gleichen Bedingungen wie der Staat die Stromlieferung an die Provinz übertragen hätte.
Es wundert uns, daß solche Angelegenheiten in geheimer Sitzung behandelt werden. Eine die Oesientlickkeit so außerordentlich interessierende Sache wie die städtische Ueberlandzentrale verdient es, daß sie in breitester Oeffentlichkeit beleuchtet "toirb, und wir behalten uns vor, selbst näher darauf zurückzukommen.
*
Teln^hme von Sck'ül rn an Ra'fchrverrin'-n.
Die Hauptleitung von „Jungdeutschland des deutschen Radfahrerbundes" hat vorgcbracht, daß bie von ihr eingerichteten Jugendabteilungen durch die Verfügung geschädigt werden, welche den Schülern höherer Lehranstalten den Beitritt zu Vereinen ohne Genehmigung des Direktors verbietet. Das Ministerium für Schulau gelegenheiten hat daraufhin an die Leiter der höheren Bürgerschulen und Direktionen folgendes Aussch'reiben ergehen lassen:
Tie Jugendabteilungen des Radfahrer-Bundes haben von dem Anschluß an Iungdeutschland eine Reihe von Vorteilen, namentlich bet bet Erlangung von Fahrpreisermäßigung aut den Eisenbahnen, durch die unentgeltliche Haftpflichtverfickzerung und die sehr günstige Unfallversicherung des Bundes, sowie durch die Möglichkeit des besonders billigen Bezugs von Generalstabs; farten und Ausrüstungsgegenständen aller Art und der Benutzung der verschiedenen militärischen Einrichttingen. Andererseits ist aber auch jede geordnete kröperliche Betätigung der Heranwachsenden Jugend zu begrüßen unb zu fördern Daher möchte ein Entgegenkommen gegenüber den Rabfahrervereinen am Platze sein, soweit es sich mit den Ausgaben der Schule, insbesondere auch mit ihrer Pflicht, gesundheitlichen Gefahren ihrer Schüler vorzubeugen, vereinbaren läßt.
Unter diesen Gesichtspunkten wird empfohlen, bei Gesuchen von Schülern um Beitritt zu den genannten Jugend- abteilungen künftig zu prüfen, ob die nach § 16 her Schulordnung vwrbehalteue Genehmigung etwa unter folgenden
aus dem Topfe ru reißen. Glücklicherweise sind die Branko wunden nicht lebensgefährlich.
** Das Hafen-Mirakel. Einer unserer Musensöhne hatte lur^ vor Weihnachten von Haus — wohin er aus lauter Arbeitseifer in den Ferien fern bleiben wollte — einen Hasen geschickt bekommen. Str-lz ob be5 seiften Bratens, hing er den Löffelmanu an die Spitze der Fahnenstange, die vor seiner Bude zum Straßenjenster hinaus angebracht ist. Glücklich über seinen Belitz, erzählte der Sttident seinen Kommilitonen beim Apendschoppeu. daß er sie nächstens zum H a s e n e s s e n einladen werde. Sicher ist, daß das Wildvret in der Nacht, als der Eigentümer aus der Wirtschaft hcimtehrte, noch an der Spitze der Fahnenstange hing — wenigstens behauptete er es fest und steif. Am Hellen Mittag aber, als der Studio sich von seinem Lager erhoben hatte und zum Fenster hinausblickte, hatte sich der Hase in eine weiß-rote Fahne verwandelt. Gerade nicht sehr erbaut von dem Wunder ichaute der junge Mann ans dem offenen Fenster on der Hausfront entlang, um für das Hafen-Mirakel eine plausible Erklärung zu finden, aber er fand, so scharf er auch spähte und blickte, kein Indiz, welches auf einen Diebstahl hinweijcn konnte. Was lag näher als ein Verdacht, daß einer der Kommilitonen den Meister Lanipe geholt hatte, um ihn daheim, von der Wirtin zubereitet, sich gut schmecken zu lassen. Vergeblich machte er aber fünf Besuche bei den Wirtinnen seiner Kommilitonen und erkundigte sich mit dem dümmsten Gesicht bei diesen: wann denn das Hasenessen stattfindet, zu dem er doch eingeladen sei. Ueberall erklärten ihm die Frauen ehrlich und offen, sie wüßten von einem Hasen essen nichts. Aber auch die Freunde, zur Rede gestellt, versicherten hoch unb heilig, bas Hasen-Mirakel nicht erklären zu können, sie macksten bem Freunbe sogar noch bittere Vorwürfe barüber, baß er das Tier an die Fahnenstange gehängt hätte, dadurch kämen sie jetzt auch um das Hafenesfen. Nun war daS Latein des Musensohns zu Ende, er konnte das Mirakel nicht begreifen und nicht aufklären. Groß war sein Erstaunen, alS gestern morgen statt des Fähnchens an der Fahnenstange der leibhaftige Hofe wieder hing. Schleunigst wurde er zum Fenster herein bugsiert und — ein neues Mirakel hatte sich ereignet. Das Fell des Hasen war kunstgerecht ausge- 'topft, zusammengesugl und in seinem Allerinnersten befanden ich sämtliche Knochen des BratcnS fein säuberlich abgeputzt. Man erzählt sich, daß in einer verschwiegenen Wirtschaft weitab von der Stadt ö Studenten ein Hasenessen abgehaltcn haben.
Landkreis Gießen.
(!) Le rh g e st c rn , 30. Dez. Gestern sollte hier die Vcr- tcigTrung der infolge der Feldbereinigung gebildeten M a j« e ngrundstück e stattfinden. Das Vorhaben konnte jedoch nicht zur Ausführung gelangen, da die erschienenen Interessenten aus Leihgestern einstimmig die Erklärung abgaben, nur dann in die Versteigerung eintreten zu wollen, wenn in )ie Bersteigerungsbedingungen eine Klausel Aufnahme fände, nach der n u r a n s ä s s i g e n Einwohnern von Leihgestern das Recht zum Erwerb des Geländes zustehen solle. Bcig-ründet wurde der Antrag damit, daß der jetzige bebau- ungsfähige Besitzstand der Gemeinde, der ohnedies infolge der Hergabe von Gelände zum Wegenetz schon sehr geschmälert worden sei, unbedingt den Einheimilchen erhalten bleiben müsse. Tie Angelegenheit ist dem Ministerium zur Entscheidung unterbreitet worden.
Kreis Friedberg.
S Bad-Nauheim, 30. Tez. Das Ministerium des Innern hat nach Befürwortung durch die Großh. Babe- unb Kurverwaltung dem hiesigen Sportverein die Genehmigung erteilt, ans den Tennisplätzen eine Eisbahn anzulegen. Der Sportverein hatte sich mit einer diesbezüglichen Eingabe an do« Ministerium gewandt. Ter Sportverein hat die Vorbereitungen für die Eisbahn schon so weit getroffen, baß bei anhaltendem' Frost die Bahn sofort benutzt werden kann.
A. M assen heim, 31. Dez. Ein Bursche verletzte fich dadurch schwer, daß er einen aelad-enon Revolver, ben cc von einem Bekannten erworben hatte, in die Tasche stecktv ohne ihn vorher zu sicherft. Der Revolver entlud sich unb die Kugel ging oberhalb bes Knies in das Bein.
A. O b e r - E s ch b a ch, 31. Tez. Der vor etwa 4 Wochen einstimmig zum drittenmale zum Bürgermeister wählte Philipp I 0 hann Fritzel wurde vom Großh. Kreisamt Friedberg bestätigt.
L. Ober-Rosbach, 30. Dez. Auf dem Bahnhof zu Rödelheim stürz t e die hier wohnende Frau Buch auä bem Zuge und zog sich schwere Verletzungen zu.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm Darmstadt, 31. Dez. In der letzten Haupt-
Vorausfetzunqen erteilt werden kann:
1. Der Schüler muß das 12. Lebensialw vollendet haben.
2. Tie Zustimmung der Eltern ist nachzuweisen und es ist durch ärztliches Zeugnis barzutun, daß für den betreffenden Schüler nach seiner körperlichen Entwicklung bad Radfahren, namentlich auch die Teilnahme an größeren Radtouren, gesundheitliche NackKile nickt befürchten läßt.
3. Der Verein muß sich verpflichten, Schüler von der Teil nähme an Nennen ober anderen Rekordfahrten auszuschließen
4. Die Erlaubnis wirb auf Widerruf erteilt und zurückgezogen, sobald sich in der Schule Nachteile irgend welcker Art zeigen, von denen anzunehmen ist, daß sie durch die Teilnahme an Veranstaltungen des Vereins verursacht sind.
** Tageskalender. Stadttheater: Mittwoch, den 31. Dezember: ,Ttc wennscke Flieae." Anwna abends 7 Uhr. — Tonnpr»taa, t>en ’. Januar, nackmikloas 3’/, Uhr: .Rumpelstilzchen" . abends 7*'. llhv: .Das Mick sanken model."
Die A u l a g e m 111 i k findet bei gutem Wetter am Neujabrs- togp nickt auf der Süd-Anlaae, sondern au» dem Landarat- Vbilivvs-Vlaß vormittag? um 11 Uhr statt. Swelvlan: 1. Fest-^'eveille über „Nun danket alle Gott" von R. Golde; 2. Gro''-e Fantasie ans dem Thififbraina „Die Walküre" vo > R. Waaner: 3. Ouvertüre zur Over „Die weiße Tarne" von W Bo eldien: 4. Wir präsentieren! I.-Preis-Marscb der „Wo-He" von Sv Aill'out. «
** Aus dem Schuldienste. Uebertragen wurde dem Sckulamtsaspiranten Heinrich Messorschmidt mis Dorf-Güll, Kreis Gießen, die erledigte Lehrerstelle an der evangelischen Volksschule zu Heldenbergen, Kreis Friedberg.
*♦ Auszeichnung. Dem Obermusikmeister Wilhelm Löb er, Kapellmeister des Infanterie-Regiments Nr. 116, wurde das .Hessische silberne Verdienstkreuz verliehen.
** ©tabttbeatev. Um durch den Theaterbesuch am heutigen dlbend niemand an der Teilnahme^ bei Svlvesterftiern zu hindern, ist der neue Schwank ,.Tie spanische Fliege' gewählt worben und es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, da die Aufführung bereits um 9 Uhr zu Ende ist.
**DerSonberzugfür Winters portier, dessen Einlegu"g bem Gießener Schiklub von der Eisenbahndi- rektion bei. 'igt wurde, verkehrt morgen, am Neuiahrstag ;um erstenmal. Der Zug verläßt Nidda vorm. 8,05 unb kommt 8,48 in Schotten an. Tie Rückfahrt, bie für die Schiläufer hauptsächlich in Betracht kommt, erfolgt von Schotten um 7,12 abends, Raiurod 7,24, Eickelsdorf 7.32, Oberschmittan 7,38, Unterfchmitten 7,44, Kohden 7,50, Nidda an 7,56 Anschluß nach Gießen 8,12; Gießen an 9,48.
** Schwere Brandwunden erlitt am Dienstag nachmittag das zweijährige Töchterchen bes in Wies eck wohnhaften Arbeiters B?llof, der in Gießen in Stel ung ist. Er hatte geschlachtet und einen großen Topf mit heißer Brühe vorn Herde auf den Erdboden gefetzt und bann die Küche verlassen. Tas unbeaufsichtigte stinb fiel in den Topf und verbrannte sich schwer an den Beinen unb am Oberkörper, obwohl ein anderes etwas älteres Mädchen, das allein zugegen war, bie Geistesgegenwart besaß, das Kind
versaininlnng ber hiesigen Ortskrankenkasse wurde leb- ha!ter Protest gegen die von den Stadtverordneten beschlossene Landkrankenkasse erhoben, die zu dein Erfolg führte, daß gegen einen früheren Beschluß die Dienstboten der allgemeinen Ort?- krankenkasie wieder entzogen werden. Die Hauptversammlung faßte eine Entschließung, in welcher der Erwartung Ausdruck gegeben wurde, daß die endgültige Einführung d.r Landlrankenkasse, besonders mit Rücksicht auf die durch der letzten Ausbau der Ortskrankenkasse und erneute Anstellung von Beamten veranlaßten großen Kosten, nicht in Kraft trete.
—- Heppenheim, 30. Dez. Ein gewisser Franz Höhn, der beschuldigt wird, als Bankbnchhalter in Heppen- beim Fälschungen in Höhe von 190 000 Mk. begangen zu haben, ist in New Hort verhaftet worden. Er erllärtc sich bereit, freiwillig nach Deutschlond zurückzukehren.
rm. Darmstadt, 31. Dez. Seit einigen Tagen ist der Kolonialwarenhändler Hebermehl verschwunden Wie man hört, soll auch seine 18jährige Buch halte rin verschwunden sein. Anscheinend hat er auch nicht unbeträcht« liehe Geldmittel mitgenommen.
= Darmstadt, 30. Dez. Die zwölfjährige Lmse Diehl wurde heute abend gegen 8 Uhr, als sie vor einem Fuhrwerk den Fahrdamm der Alexanderstraße überschritt, von einem Automobil, welches jenes Fuhrwerk Überholen wollte, ü b er f ahr en. Das Kind erlitt so schwere Der- letzungen, daß es nach wenigen Minuten im Garnison- lazaretk starb.
m Offenbach,31. Dez. Der 16sährige Lehrling Franz Dirgetz brachte sich in einer am Bieberesberg gelegenen Felshütte einen 2 ch u ß in die rechte Schläfe bei nnb schleppte sich in schwerverletztem Zustande ins städtische Krankenhaus Als Grund zur Tat gab er an, daß er wegen Zahnschmerzen beabsichtigt habe, seinem Leben ein Ende zu bereiten.
b. Mainz, 30. Dez. In der heutigen Sitzung bet Stadtverordneten gab cs eine längere Aussprache bei bem Antrag der Bürgermeisterei auf Beibehaltung bei städtischen Dien st botenversicher 11 n g. Die allge meine Ortskrankenkasse hatte es abgelehnt, eine Sonderkafse ber Krankenversicherung für bie Dienstboten zu errichten, das gab der Bürgermeisterei Veranlassung, beim Ministerium den Antrag auf Beibehaltung ber städt. Dienstbokenver-- ficherung zu stellen. Tas Ministerium war mit dem Antrag einverstanden, wenn auch die Stadtverordneten noch vor dem 1. Januar ihm zustimmen würden. Mit großer Majorrlat wurde dem Antrag der Bürgermeisterei zugestimmt.
Hessen-Nassau.
0 Aus bem Kreise Kirchhain, 30 Tez B:i einer V einem Kreisborfe abgehaltenen Hochzeit mußten iu>_ bic zah^ reichen Hochz-itSgäße entfernen, weil die Hebamme nottg wurce unb auch eiligst auf der Bildfläche erschien. . .
h F r a n k f u r t a. M , 30. Dez. Heute abend e r s ch 0 B sich in feiner elterlichen Wohnung ber im ersten Jahr dro-


