Ausgabe 
29.12.1913 Zweites Blatt
 
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Nr. 304

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T « ..ieirerr ieeiUteMfler" rosten dem ,Wit*r<«ece viermal rewbeüihd) beiqrlegt, das KrtlsMaft fit He Kiel« «etzee" yvr. y.al wöchentlich. Tier«tzOlrllchefillchee Äti!

Redaktion. Qptbtlion und T endetet: 6tbal- ftraee 7. (hrpebiiion und Vertag: M.

fifborticn:« ^112. Tel.-Adr. AiijeigerG-eße».

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wichtiger Oirunh vortiegt. enhcbetbei ba* Sänebiami. Tic Ent- dKihmabr* 3<t)irb»aint* binbet bnbe Teile

Bestehende Verträge »wischen Kasse« und Renten leiben, soweil nicht he Bestimmungen Nr 11 Platz greisen, .nbeinbrt. Tic B siimmungen btfif* VbbMcnl füib nicht an tuiventen. wo vor dem 24 Te»ember 1913 *roifd>en den hierum mb Xrankenkassen eine Vereinbarung i'.nb.oaltlid) der ökneb' inigung der Zentrale de» Vopliger tkrtxxnbed zustande tarn '.lui *te Regelung der Beziehungen -.mischen Äerittii und Beiried-- ftonfenwhm der Gn< nbubitt'ertnaltung und aut die Regelung er Beziehungen upiidwu den flerzten und den htappicthvtlidbrn idrankenkossen hoben d,e Bestiminungen dieses Abkommen* leine Einwendung

7 Heibt uorbebalten. bei der Ausführung dieses Adkom- men» im liinuerncbmrn mit den Beteiligten »u vrüien. inivicweit '.ic Veihäiinnse der Landkrankenkassen und der an ibn Stelle tretenden CrtfIronientoiien besondere Bestimmungen er- forderlich machen.

10. Tic vertragschließenden Teile verpflichten sich, die Std- lungnabme ihrer Organisation ,u diesem flttommen bis »um 2 9 Tcicmber 1913 uormütag* im Reichs rnt des Innern anzuicigen Ist beiderseits Zustimmung criolgt, wird die ärjt- licbe Vertragszenlrale

a den Abschluß von Verträgen, wo Acrzle und Kassen über die Vertragsbedingungen einig lind, sosort »«lassen.

o der ncucindiicicn Sassen vorläufige Ordnung der äflt- lieben Versorgung iorbern,

hi daraut hinivirlni, daß dort, wo bei schon befkbenber nassen Einigung »wischen Aerzlen und Sassen noch nicht erzielt ist. die Vcrlrogsicrbandlungiii gefördert werden und die *u bereit Abschluß die alten Verträge gelten.

11. Beide Bertrag-teile werden bemüht sein.

a aui die baldige Entbindung benemgeii Aerzte von der lanenänthtfien Tätiglcit amrte Bedacht ,u nehmen, welche die Sassen während der Ktuflcn Vertragsstreitigkeiten von aus­wärts zugezogen haben und mit denen sie rechtsgültige Verträge geschlossen haben,

c) für die anbermcite Unterbriiigung dieser flerjtc zu sorgen, b) aut eine möglichst baldige Lösung der Verträge hin»u- wirken,

di die dabei notwendig werdenden Aufwendungen zu ver­einbaren.

Diese Berbandluiigcn sollen von beiden Vertragsteilen ge­wissenhaft geführt werden, wobei vorausgesetzt wird, daß die Regierung deren Bemühungen unterstützen werde. Tic ent­stehenden Kosten übernimmt der Leipziger Verband unter der Voraussetzung. daß die Verbände der Italien ihren Einfluß da hu« geltend inadien, daß allenthalben die Sassen ,u dem Aerzte boiwrar für diesen .4werk einen Zuschuß von jährlich 6 Psg auf den Som der Versicherten bewilligen. Durch diesen Zuschuß soll die välste der Sosten gedeckt werden.

12 Zur Durchführung dieses Abkommens und zur düng von Streitigkeiten, die daraus entstehen, wird ein paritätisch besetzter Z en tralaus schuß in Berlin eingesetzt, dessen Vor­sitzenden der Staatssekretär deS Innern ernennt Bet der Bc ictzunq dieses AusfchusseS wird Lut entsvrecheiide Mitwirkung des beteiligten Bundesstaates Bedacht genommen werden.

13. Dieses Abkommen gilt vom 1. Januar 1914 "b i s zum 31. Dezember 1 923 und von da an aut unbestimmte Zeit weiter unter dem Vorbehalt einjähriger Kündigung. die nur am 1. Januar zulässig ist Im Jolle her Kündigung soll der ZentralanSschuß alsbald Verhandlungen einleiten, um ein neues Abkommen vorzubereiten.

Das Abkommen ist noch nicht ganz definitiv: die betei­ligten Organisationen Haben sich Vorbehalten, ihren endgül­tigen Entschluß bis 29. Dez. dem Rcichsamf des Innern an* .zuzeigen, dem ein großes Verdienst ob der vorläufigen 2(6- machung zukommt. Nach den vorstehenden allgemeinen Richt­linien könnten nun die örtlichen Verträge in die Wege ge­leitet werden.

Montag, 29. Dezember (9i5

Rotationsdruck imb Verlag der Vr ucrllchtt, llnioersiiäis-Buch- und cituihrudcrci.

R. Lange. Gießen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 29, Dezember 1913,

A U v dem XVIII. Armeekorps. Der Somman- deur des Friedberger Bezirkskommandos, Oberstleutnant Schweitzer, tritt mit dem 1. April in den Ruhestand.

"EinwicßenerLünstlerinAmerikagestorchen Im Alter ton 81 Jahren ist Hermann Jaber, ein 'twnrr von internationalem Rufe, am 11 Dezember in Philadelphia Mötzlich gestorben Er hatte noch eine Stunde vor seinem Tode an einer Aanarellskizzc gearbeitet uno wurde in seinem Atelier vom Tode überrascht, doch war er schon seit einigen Jahren Irmenb qe- freien. Herr Jaber war Präsident des Tcutidyn Pionier Verein^ und eines der ältesten Mitglieder der deutschen Gesell>ä,ait Er war ferner Mitglied des Art (Hub und der historischen Gescllfäwit von Penninlvanien. Während bo» Bürgerkrieges war er unter den E'eneralen Barnes und Woodward als Zeichner dem Stab- b'5 General-Stabsarztes der Bundesarmee zugeteilt, und seine Arbeiten m dem ..United States Medical Record of tbc War", beionoer» »eine Radierungen. fanden hohe Anerkennung 5cine Erfahrungen tut üriege hatten .hn besonders für weitere Tätigkeit auf dem <*dntfe der Medizin befähigt, und nach feiner Rückkehr nach Phtladelpbia lieferte er oie Radierungen für eine ^roße Anzahl medizinischer mustergültiger Serie Scü einem > alben Jahrhundert baue fcerr Jaber an allen Üunstbestrebungen in Philadelphia den regsten Ameil genommen Seit vielen Jahren war er auf den Eelbilber» und Aguarell-Ausstellnngen in Ph,sa. tflptia und m Rcw fjort vertreten, und er war namentlich wegen inner Tier-Radierungen bekannt (4oiwerneur PaNison balle ibn ;u einem Mitgliede der Jury ernannt, welcher die Auswahl per Rab^-rungen für die Lunstabteilunq des Staates Pennsnloanien au' der Leltausstellung in Ehicago übertragen war Hab er war in Gießen geboren und im Jahre 1854 n«h Amerika gekommen. Er hatte in -Ilünchen, Darmstaot und an der Aladennc in Philadelphia ferne Studien gemacht -ett Jahre« nte ec Professor der Antike on der Dortigen .ieichenschule Tür trauen gewesen. Er hinterläßt seine Äitwe geborene Emma über welche er im Jahre seiner Ankunft in Amerika heiratete, drei Töchter und einen Sohn, Erwin a Faber, welcher ebenfalls Aünftier ,st.

Landkreis Gießen.

- Ä l ein-£in ben , 27. Dez Ein Jubiläum»,ahr, wie es wohl »elten verlebt wird, batte in diesem Jahre der Maurerpolier

a b l von hier Auf Aaversgeburrstag am 27 Januar feierte er innen 50^ (Geburtstag Im Apc! hatte er das Bep. hnuqai. aui ein- 2.,jährige Tärigfnt al-? Maurerpolier bei der vod>- «nd Tiefbou-Gefellichaft vormals Sinn u. Eo. in Gießen »urückzublicken. aus welchem Anlaß ihm von der vandwert-kammer *u xarnntebt dieser Tage eine Gfrren-Urfunbe überreicht wurde 1^- Kemern her feierte er mit feiner Frau das ?Xt c*r fi'brrn/n Övchzett, und rühmt sich nun im De.ember 25 .3obre Mit«i!ied des Gesangvereins .Harmonie" zu fein, dessen tadellose Leitung er leit 15 Jahren als 1. Vorsitzender in Händen hak. Auch von dwiem wird ihm eine Ehrentafel zuteil werden. Zum Schluß

« Sem neuen preuh. Staatrhaurhallrooranlchlay.

Tie d^ordd. Allg. Ztg DerärTcnilidit Einzeldiiien tkc- pr<L!^ icäen StaatShauohalt^Voranschlag) für 1914 Ter Voramcht .g 1-tBt in Einnahme und Aa^iabe m:t 4 848 239 1(19 Ml. ao

| l Bcsoldunasocrbes'trungev für einze ?- cißrnNa'scn iinb 19 3iX)(XX) Mark vorgesehen, wovon 1Ö5ÖOOGO trf am die Elfen!abnverwa'.tung ent ollen Zu JiuTenbuna.it ti 8eanu:. die zu oder vor dem 1. Avril 19fkS ,i den Rube- U» veisetzt lind, und jur Äirwcn und itSai»cn dieser und der

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. WUT. Senk-, -

Einigung zwis^en Aerzlen und Kranfenfafftn.

Zwischen dem Deutschen Aerztevereinsbunde E. V.) in Berlin und dem Verbände der Aerztc D e u t s ch l a n d s zur Wahrung ihrer wirtschaftlichen Inter- e s s e n d e r d e u t s ch e n B c t r i e b S k r a n f e n k a s s e n in Essen, dem 01 e s a m t v e r b a n d deutscher .Kranken­kassen iE. V.), Sitz Essen, dem Hauplverband deut- , ch e r Ortskrankenkassen iE. V.) in Dresden wurde unbeschadet der nach Maßgabe abweichender landesrechtlicher Vorschriften getroffenen oder zu treffenden Regelung als Grundlage für weitere Verhandlunaen Folgendes vereinbart.'

1- Bei dem Veisicherungsamt ober bei einer anderen Bc bpibc wird ein Aerzteregister eingerichtei, in das ein jeder flut, der .Rafffnprari> l:trnbm will einerlei, ob er einer Lipanuanon anaehört oder nicht einzutrazen ist Nähere Bcnimmunqcn über die Eintragung bleiben örtlicher Vereinba tun« rorbthalten. Nur die im Register eingetragenen Aerzte dutien zur 9anenpraji5 zugelassen werden Die Auswahl der 3ululaifcnbcn erfolgt von Fall zu Fall durch Vcrstandigun, mit ^"irelern der »assen und Vertretern der im Aerzteregister ein- netiagenen flerjte nach Maßgabe vorher üercinbarifr im Einvcr- nehmen mit dem Obeiveriichernngsamt stehender Bestimmungen, .labet gelten diejenigen Aerrte, he bisher eine »tl.issenprans auS-- -leiüd'i holen, als tm Aerzteregister eimetragene Aerztc und mb in die cm t on AmtSwegen ;u führen. Ber Streit über bic Zula,jung entscheidet unter Vorsitz eines Beamten B des Voi'itzcnden des 9etiid>crungMmte: ein paritätisch besetzter A u c - «chntz, teilen Mitglieder aus dem flcr;tcfranbe und m ihrer - "tuhcit zur »raslet,präzis tugelasfenc Aerzte sein müssen Ein emgenagener Arzt, Ur dreimal ohne bestimmten (trunh eine ihm angetragene Arztstelle bei einer beteiligten Stoffe ablcbnt, tann im^ Aeiztercgister gestrichen werden

2. Sofern nicht tm »aii'enocdxmbc 4<Mi bis 41h der Rcichsveiiichcrungsordnung irunbiäblub eile inr Aerzteregister eingetragenen Aerzte zur staiienpraz-is -ugdaiirn find, muß mi^ bestens aut 1 R50 Versicherte ein Arzt entfallen. Unter ben bei einer .lasse ober bei einem »lassenderbande lugelassenen Aerzten »oll. wenn nichts anderes vereinbart ist, dem Versicherten die Wahl f r e i st e H e n.

.$. ?.,e Eier Vergütung der ärztlichen Leistungen cinichliehlich ter Fuhren wird der Regelung durch oie Einzel kästen überlassen. Bei der Feststellung der Vergütungen ist daran testziihalten, daß den örtlichen Perhältnisien Rechnung qc tragen werden muß.

1 Tic flohen innerhalb eines Bezirkes des Versicherung--' amte? und innerhalb dreies Bezirkes zur Maiicnpraps ;uge- lanencn Aerzte bilden je eine Pereinigi'na zur Vidi des Vcr tiaaSausschusleS, dem nur zur Äenenprcrt? iiiqclaffenr flcittt onqcbdren tüilcn und dem t;r Vorbercitunq der Arztoer- iiagc Pllicgi Tie Verträge werd- n »wischen brr Vai»; oder ^anenürtlnnt und dem Arzte abgeichloifen Tir Wültiatcu emo lachen Vertrages dar» nicht von der Genehmigung tner anderen Clpannahon als der im A» atz 1 emmbnien abbäran gemacht werden.

.' x der Gemeinde zu stellen und ,;u miterdalten Ihr nc.jt > auch ob, die Ticnfträmnc entsprechend auszustatten, a heuen und zu beleuchten, alle i'*cqenft<mtM?, die der kt mdesdeamtc zur Erfüllung feiner amtlichen Vcrpflich- irqcn bedarf, darunter das Dienstsiegel, zu beschaffen und r die erforderliche Bedienung zu sorgen.

Smeites Blatt 163. Jahrgang

............ Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

-> -oweit über den ?lb»cbluB neuer Verträge keine Einigung eizielt^werken sann, unienrrrirn üch die Aerzte und die lassen kem -viuche eines varitätischen Sch,edsamtes mit einen tcamifien Vorsitzenden darüber, welche Bedingungen als sngrv e - dem Vertrage zu brande zu legen nnd üiniicbtlidi des ..rztsv'icms Hobt es unbeichadei der B-inmmuna Rr 7 bei tem 1.-stehenden ZustatTd. Eine Aenderung des Arzt'ustems soll anticcr. wenn die Aafie und bic bei der »ave ;ag-las'>nen rttt cun?n^ o:<r wenn bn mangelnder (rtniiang rin mch- tiger Orund oorlieat. Beim Sibertyrutbe der In3-her bei einer «ane zugrta" nen Aerzte geyn eine von der Haffe angenträie flnitenntg des ArztsvstemS kann die mangelnde Zustimmung der Acijrt durch einen Mehrheitsbeschluß ter oem VertragSausschutz engebongen Aerzte ergänz: werden. Bei einem Semi, ob ein

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vir NochllSngt jur Bürgtrmeiftertünbl In vi bei.

_ Streit ber QkmeinbfDcrroaituiifl Vilbel mit den Venordeu wegen Besetzung der Aemter des Lrttzgericht." Vorstehers und des Standesbeamten hat sich durch den letzten ttzemeindi-ratsbeschlust und die Antwort des Justiz- r ix*^b<rart Mgespttzt, daß er nunmehr auch die Leffenthdrfeit über die Lrtsgrenzen von Vilbel hinaus zu interessieren begutnr

d)et der letzten Vurgenneisterwabl in TUl'bel hat der iltzherige Burgermeistereisekretar Berg über den lanajäb- ilflen Bürgermeister Mu hl schwel n den Lieg davongetragen. jt wurde daraufhin auch von dem zuständigen Jtreicamt Vriebbetfl als Bürgermeister bestätigt und >n fein Amt inaefuhrt. während feine Ernennung zum ÖrtSaerichts- rorsteher und Standesbeamten, die durch das Ministerium >er Justiz zu erfolgen hat, nicht erfolg: ist, weil, wie m dem »benerWvibnten Antwortschreibe,'. behauptet wird, ber TÜlKtc Bürgermeister Mühlschwem in erhiolich höherem '"a»c wie der neugewahlte Bürgermeister Berg z-i schri't- tchen Arbeiten befähigt sei.

9lach Art. 3 der Verordnung die Ortsgerichte betr vom ^. August 18t)9 wird der L^rtSqer.chtsoorsteher von bem Minist, rium der Justiz auf Stberruf ernannt. Die Er- »ennung geschieht auf Vorschlag bev zustandigeii Amis- «serlchts, bas sich .zuvor wegen der von ihm vvr;uschlaaen-> cen Personen nut dem XreiSamte benehmen soll. Zum Lrttzgerichtvvorsteher tann nur ernannt werden, ivrr 1,1 der Gemeinde wohnt, bic Wählbarteit zum Mitgliede ve» Wemeinbcrat» besitzt, einen guten Ruf genießt sowie oct», und felbtunbifl ist Dazu soll er wenigstens z. Zt. seiner Ernennung «^run beigen tum in ber Wcmeinbe bc

3» ber Regelsoll" gemäß Ads. 2 beS genannten Artikels bei Bürgermeister zum Lrtsgericht-oorsteher er­nannt werde,,

Seifere Bestimmunaeii über die Besetzung des Amtes t nes ^rtsgerichtsoorftehers enthält die genamrte Berord- mtng nicht Das (besetz stellt also die Ernennung des LtandeSbeamten lediglich in das Ermessen be4 Justiz iMntsteriumS, das bei seiner Auswahl des betreffenden Be- anten nur von dem einen Gesichtspunkte auszugehen hat, bei Beamte auch unstaube ist. bi? ihm zu ubertragenocii wiidiioiifn in jeber Hinsicht einwanbfret auszuüben. Ist iLiner Ansicht nach diese ll.berzeiiguna in ber Person bes borgeschsageiteil nicht genügend begründet, so besteht für c* auf Eirund des <4esetzes feine Verpflichtung, ihn, das »mt bev 5rtsgerichfsvorstehers zu übertragen Auch bic tVffimmung, daß in ber Regel ber Bürgermeister zum ^rtsgerichtsvorsteher entaimt werben soll, setzt selbstver

ber ui Befracht kommende Bürger

,leister für dieses Amt geeignet erscheint. Cb das aber "«mer der Fall ist, ist zum minbeflcn sehr fraglich Tenn «an kann doch nicht behaupten, daß ber aus einer all icmeinen Dahl hervorgegangenc Bürgermeister auch immer geeignetste Person ,väre!

In diesem einen Streitfälle um die Besetzung de- Amtes crfsgerichtSvorstehers wird der Kampf der Wemcinbc. ertretuna Vilbel voraussichtlich wenig Erfolg haben Es w,beit ftch in biefem Falle in ber Hauptsache auch offen- <r mehr um einen tanipf für das Ansehen des Burger. Misters als um materielle ^rtcife ober Nachteile der htmembe, ba bic (tkmeinbe bem ^rtsgenchtSvorsteher eine tockolbung nicht zu gewähren hat. Sic hat nur bis Dienst- aumc zu ftcllcu, entsprechend auSzustatten, ui Heizen und vi beleuchten, sowie für bic erforderliche Bedienung zu ».gen Jin übrigen bat der OrtSgenchtsvorsteher die »ireaulosten selbst -,u bestreifen. Das Arntssicgel wird aut

bei I4e,neibc von dem Ministerium der Justiz ^'lieben Die Einnahmen des LrtSgerichisvorstehers be- toben lediglich in den Gebühren, bic er für ,ebe Amts­handlung zu beanfpruchen hat.

SBa* nun das Amt des Standesbeamten anbelangt, so - aflt S 1 des Reichsgefeßcs über bic Bi-urkundung bes k«'rsoncnstanbcs unb bic Eheschließung vom h ^bruar P75 unb Art 2 der hessischen Verordnung dazu vom - Rovemder 1H99, daß bic Ofeschäffc eines Standes- «mten. sofern nicht Hierfür durch das Ministerium her Icfti-, cm besonderer Beamter bestellt wird, van dem Bür- rrmeifter wahrzunehmen sind £hnc Angabe von (Gründen l«ht also auch Hier dem Justizministerium gesetzlich bas w*l zu. eine ander. Person als den ieweiligen Burger- Düster zum Sfanbcsbcamtcn zu ernennen, je nachdem cs, *- oben beim L rfsgenchtsvorstchcr näher ausgefuhrt ist, * Ucbcrzcugung gewinnt, ob der Borgefchlage'ue sich für -eS Amt eignet ober nicht

Birb von der Behörde eine andere Person als der Ärgern,elfter mit dem Amt des Standesbeamten betraut, 11 kann bic» auf die («kmäbrung der dem Standesbeamten Lt tchenben Vergütung allerbings vmi Einfluß fein Der Hinbcsbeamtc erhalt keine Gebühren wie ber Eu» i / uchtsoorsteher, sonbern eine feststehende Vergütung, die i i': gewöhnlich von der Gemeinde zu zahlen ist Bestellt i euegen bic Behörde eine andere Person als den Burger« »ster zum Standesbeamten, fo fällt nach An. 7 des ge­inten Reichsgesetzes vom 7. Februar 1875 d,c zu ge- »Ärenbe Entschädigung der Staatskasse zur Last. In diesem ? nktc also wird ber ablehnende Beschluß des i^emeindc ts Vildcl voraussichtlich von Erfolg gekrönt sein Dagegen im) auf icbcit Fall bic Diensträume tur das Stanbesaint

vorher »nfterbent« Beamten imb eingestellt 6 514 000 Mack gen 191 l 1INIOOOO Mark. Von der Veritärkunz entfallen au' die ÜHcntabnccrwaltuim HOOOOO Mark Zu Suwenbungcn an peniionicrie Volks schulledrer und - lehret-.nneu. die iu t?cr ter dein 1. April 193*> tn den Ruhestand verictzt und, :: tc an Citroen und Tvaiicn dieser Lehrer und der vor d.c',m aeiiminhe im Amte Derftcrlvnen Vt'lksiLullcdrei iinb 2.550 Hüt' -V.'air ui Ansatz gebracht, grjen 1913 -- 300000 Mark Die Staattzschu 1 d leläu l sich auf 10.5.37 14t Mk, gegen

Im Etat ber direkt en Steuern imb im £rh:nanunt an ebr e i n nabm c n air» der Lintommcniiruer 24 M,Dionen, au» der Ergcnmngssteuer 5 Millionen vor icsehen - Au» An­laß der Veranlaaung be* Vehrveitraqe» für das Reich find 400000 Mark für Reneun. ralioi en rorgefehen 50000 Mart werden zur För^eruna de* Luftiahnveien» nie 1913 bestimmt

Im Irrstimal gibt es an neuen Stellen: Ministe- i'um 4; Cler|anbe*flfnd)tf Sfneiepraiibenitn, 15 L der landes Jeriwicräie, baion 2 al» ständige Mitglieder der Iusli»piu nngs ommiffion, 3 SkaakSanivälte. 17 C*riichf*iCbrrthrr und Sekre­täre. 13 g an »listen, 7 l^kncbtebie iiev. Land und flmt*gmdite 7 63 neue Beamten st elle«, darunter 12 Landgerich.s- diiekloren, 32 Landrichter, 80 Amtsrichter Gesamtzahl dann: 1481 Landrichter und 3810 Amtsrichter , 19 Staatsanwälte, 12 Amt anwälte, 9 RechnungSre. i oren, 224 Getichlsschre,ber und rfhetärc, 56 üicricttrtthrcit-crgchüfen und Assistenten, 171 Kanz­listen, 143 (Hmdn*tiifnfr.

Im Etat de* Ministeriums des Innern imb vor gesehen: Ministerium 3 neue Beamtenstrlien Beim Ctxrwnnfll' iungsgericht 15 neue SreiSaifistenten»teilen Polizciverwaltunz in Beilin und Umgebung 129 neue Bearntenstellen, darunter 74 Schutzmänner P o l i z e i v e r wa l t u-n g in den Provinzen 2 8 3 neue Beamten st eilen, darunter 205 Schutzmänner Land- ffnöarmerif 54 neue Beamtenstellen, barunter 7 llmwandlimgen nicht rollbesoldeter in vollbeioldete 8re,*arztstellen.

Im Etat der Landwirtschaft sind vorgesehen: Mini» stcrium 3 neue Beamtensiellen, ltzencrallummissionen 23 neue Be« amtcnsteilen Umwandlung - , 281 250 Maik Reisekosten, landwirtschaftliche Lehranstalten 1 neue Bcamtenstelle, 232 5<X) Mark zur weiteren Förderung bc* ländlichen FortbildungSichul- wesens. 50 000 Mark zur weiteren Au*gestaltung des niederen landwiifschasflichen Unterrtckn-Swesen*, insbesondere für ben Aus­bau de» ÄinleikchiU und 2^anberlel,rwesens.

Im u 11 u * e l a t find vor geieben im Ministerium zwei neue Bearntenstellen, Evangelischer Cbcrfircbrnrat 2 neue Be - ami.n,'teilen, Eoangelliche Aonsistoiien 3 neue Beamleiistellen, ba- runter eine nebenamtliche RatSstelie, Provinzialfchulfollegien 7 neue Bearnteirstrilen. Für ba* (Fhmu-ntaruntfrrithteivfün iinb ein neue* Lehrerseminar, bic Errichtung von 90 Stellen vor der Linie Besoldung außerhalb ber Staatskasse' für staatliche Praparanbenledrer an Scminarpräparandemmslalten, Umnanb« lung 13 staailicher Praparandenanslalten in Seminarpravaranden« anftoltcn und Umwandlung von 18 Vorstehertfellcn an staatlichen Praparandenanstalten in stellen mit Rang und Okbalt der Sc- minorolerlebter, sowie neue Stellen für zwei Schulräte bei ben Regierungen unb für 15 hauptamtliche STeisschulinspektoren vor­gesehen.