Ausgabe 
29.12.1913 Erstes Blatt
 
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?(in Sonntag nadimütag mürbe ;um erftm Male Rumpel- stilzchen gegeben. Herr Xaptilmciftrr Vi b a m hat ;u einigen stürfen eine schöne, stinLmmrg-reiche Musik gesch.ti^chen. die viel Inklana *anb 3n brn Haupnollen imb vor allem bir Tamer - terknorals Brigun- und Linbeckal- 3hmu>rlf:il^dxn sowie bie venen > old «Sller, Großer-Braun Tobias) und re in do; er als »au; zu nennen. Tic Regie führt- Herr L. Großer.

Au» Heften.

Die Freie Bereinigung hessischer Natio­nalliberaler öcranftaltet am Sonntag, den 4. I o- nuar 1914, vormittags 1.11 Uhr, im Hotel Prinz Heinrich in Frankfurt a. M. eine außerordentliche Mitglieder­versammlung, wobei die Tagesordnung lautet:Was lehrt uns die LandtagSerfahwahl in Wald-Michcl- b a ch?"

Giehener Stadttheater.

Gießen, 29. Dezember.

Das Munkantenmäbel.

Tic lebten Fahre find an erfolgreichen Cptretten nicht eben erm gewesen. aber selbst der Vrrbrnblrchstc Kritiker tonnte oft nicht- rnbftct tun. als fhHf<hroeiqenb über den Umhin des Tert es hm-

*fliuqeben Nun ift wieder einmal eine Cöcrette da, die ^wechstung» halbe, nur einen Verfasser und einen Tomener canwiu. was allgemach aus der Mode zu kommen scheint, aber IT dao M usI kan 1 enmadel von Vorteil mai Es banbelt ' * da bei in der Hauptsache um eine elternlose Ludmagd. die sich (-neu Per brechens beschuldigt, um einen jungen Lehrer vom Tode i ftreuen. Ter alternde Kapellmeister Haydn, der Cbehn des X'eb* rrrs, nimmt sich ihrer an und es gelingt ihm. bie Begnadigung j»1 ernnrfen r(hon gebt er mit dem Gedanken um, sie zu seiner

rau in machen, als er durch ein Notenblatt, das fu von ihrer Mutter erbte, erfährt, daß es das Kind ist, das feine Liebste cmi't j wn ibni empfangen bat. Gegen die Hochreit mir feinem Neuen, km Lehrer, der inzwischen Änegubicnite genommen hat und ;um Linjier befördert worden in. bat er nun nichts mehr ein,uwenden, »rd so werden sich die beiden jungen Leute wobl bald ehelichen.

ßmit tfnaU rtba Sadrotonii k jirt, mit Anna Ruc 5ricbrid) Skrmnrk

^'"munioa igt

>arl yornioim L> ki f in Lollar.

Tem Landmn

Die wilson-voklrn.

^ttd der Demokrat. Moibeberfoualift und Idealist Wo- v r o id 19 t (f o n als Nachfolger Tafts den Prafidentenfefscl t>cr n i o n bestieg und in das Staat-fekretariat des Aeußc ren W t H t a m Bryan berief, der bei seinem Amtsantritt erklärte, der kBtc Arieg fei S wesen, redeten sich die Cp- ttmtsten ein. das; letzt im Lande der unbegrenzten Möglich- »etten eine Äera des ungestörten Friedens, de- iniernatto* "^Een Wohlwollens anheben werde. Allem auch hier bewährte [im du alte Weisheit. es kommt immer anders, und die schneidige Politik Wilsons und Bryan- gegenüber Mexiko rm besonderen und in Bezug auf die Weltvolutk int allge­meinen scheint vielmehr unbegrenzte Möglichkeiten einer un* treunbhd) nnfriedlichen Politik zu eröffnen Ist doch der Name des Idealisten Wilson schon jetzt untrennbar verknüpft mit einer neuen Richtung der amerikanischen Politik, der man den Titel Wil1on - Doktrin geben muß. und die eine ganz erhebliche Erweiterung der sogenannten Monroe- Doktrm darstellt.

Diese, die ihren Namen von dem Präsidenten IameS .Nonroi» ableiiet, der von 18118267 präsidierte, während iftr flciftiger Bater in Wahrheit Monroös Staatssekretär John Cuinet) Adams war. konnte jetzt, wo sie von Wilson ..reformiert" wurde, gerade ihren neunzigsten Geburtstag tetern, denn sie wurde von Monroe bet der Eröffnung des Kongresses am 2. Dezember 1823 verkündet. Seine Doktrin richtete sich gegen die Bestrebungen der sogenannten Heiligen Allianz, aus Legtttmität-gründrn die Spanier bet der Wie­se reroberung der abgefallenen Kolonien zu unterstützen, und ne letzte dem ^.'eguimitätsprinzip des alten Europa den WruuhiaG des Selbstbestimmung^rechte- in der Neuen Welt mtflc£en. An die Spitze der Kongreßbotichaft stellte Monroe oen «atz. daß,die ainerikantschett ftonttneitie infolge der Iretcit und iniabbänfltflcn Lage, welche sie angenommen und behauptet hauen, fortan nicht mehr als Gegenstand für künf­tige ftolottijationrn irgend einer europäischen Macht bet rach tet werden bürfien", und Monroe kam dann zu der Schluß- olgerung. die den 'lern seiner Doktrin bilde': ..Es ist un- "täglich, daß bie verbündeten europäischen Mächte ihr polt- usche. System auf irgend einen Teil Amerikas ausdehnen, phne unseren Frieden und unser Wohl zu gefährden: es per yiart auch niemand zu glauben, daß unsere südlichen Brüder, lall* sie sich selbst überlassen bleiben, dieses System aus eige Zem Willen annehmen es ist daher gleichfalls unmöglich, »an wrr eine solche Einmischung Europas in irgend einer «form mhn anicben sollten

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ilie Hecking, art fc Karl Krack, 10 i* Bagncr, 7G 3<k: g ", GcmrbcbailUtTk.'

die richtige sein. Es ist aber klar, daß solche Vorfälle d.s Zoberner Bevölkerung in ein schiefes Licht bringen müssen, und schließlich wird es vielleicht bod) noch dahin kommen, daß dem Städtchen wegen des Verhaltens eines Teiles feiner Be mobiler bie Garnison ganz genommen wird. Sicherlich wer­den zwischen dem General v leimltng und den leitenden Personen in Berlin nicht nur Glückwünsche au-getauscku denn solche allein können ja nicht verbürgen, daß in Zukunft an unserer Westgrenze solche bedauerlichen Dinge wie in Za- bern nicht wieder Vorkommen.

Straßburg i. Els., 27. Dez. Wie au- Zabern Hierher gemflbet wird, wurden gestern abend auf einen im inneren Hof der Schloßlaserne stehenden Posten des Wachtkommandos vom Infaiucrie-Regiment Nr. 105 zweifcharfeSchÜsse von einer außenstehenden Zivilperson abge­geben, welch letztere sofort nach den Schüssen toeglief. Eine FcstfteNung des Täters konnte nicht erfolgen Die An­gelegenheit wurde sogleich der Staatsanwaltschaft übergeben. Der Üreisdirektor hat sofort eine Belohnung von 600 Mark auf die Ergreifung de - Täter - and« gesetzt.

Z a be r n, 27. Dez. Wie schon gemeldet, sielen gestern abend nach 6 Uhr zwei Schüsse vom Kanalbassin her in den Schloßhos hinter der Kaserne, wo ein Posten des sächsi­schen Infanterie Regiments Nr. 105 auf« und abging. Meh r c r e Soldaten bekunden übereinstimmend, daß sie das Aufschlagen des Geschosse- gehört und den Feuerschein des Schusses gesehen haben. Eine Äugel hat man bisher nicht gefunden Verletzt ist nie­mand. Unter allen Umständen handelt e- sich um ein einzel- nes Vorkommnis, das von der Bevölkerung auf da- schärfste verurteilt wird.

Wie sich nach der inzwischen erfolgten gerichtlichen Untersuchung herausgestellt hat, ist die Annahme eines Anschlages auf den Posten an der Äafernc durch scharfe Schüsse ausgefchlofsen. Es scheint sich lediglich um einen B u denstreich zu handeln, daraus berechn e t, dieWackii zu foppen. Die Belohnung von 600 Mark auf die Ermittelung des Täters wird aufrechterhalten.

Leute, die am Kanal zu Hause find, wollen gesehen laben, wie um die kritische Zeit dort zwei junge Burschen nut Feuerwerkskorpern. sogenannten Fröschen hantierten. Ein definitives Ergebnis der Untersuchung liegt noch nicht vor.

ätrhart Hauptmanns Gdyffeu^vrama.

Denn iver ir-c^ic mit Göttern den Kampf? Und wer mit dem Einen > zod) Homer ü>e zu fein, auch nur als letzter, ist schon.

Als l.-tzter Homeride wie sich Goethe zu dem Einleitung-. 6et-:*: Von .Hermann und Dorothea" nennt tritt in dicken Leitnc :?:a len O-crhart Hauptmann au» den Plan und be'dxrt um als (Ftnimricbenf eine neue Gabe feiner fliiiie. Aus bet ,w '.:en Hälfte dcr cdvffee, die man auch ben Sanq von Cbofieud vtimleht nennen Lrnnte, bat er den Ston -,u einem Drama Der pogen bc* uo' fcu4" geschöpft, das foetrn im Ianuar- ^«ft bet Neuen Rund.-bau erscheint Es ist ein reifes und reiches >-iuck kunstvoller ^tchterarbeit. m ben klaren, reinen, gromüg-j "UietS-nden ^nueu ö.r vantiung, ui bem edlen Rhythmus und k Lprach^, n vielen »einen eriuehügen

ton etixen Poeten onenhareno. Freilich aber richt der Schatten des Grotzen, tn dem er wandelt, lastend auf feinet eigenen Erfindung.

Befitzergreifuitgen in Amerika richtete, fo beansprucht die Wilton Doktrin das Autiichlsrecht über bie lateinisch-ameri­kanischen Republiken bei Erteilung von Äonzessionen an euro­päische Finanz- und Handclsbauser

. Wilson führt für diese Theorie drei Gründe an, 1. stelle, ion-ecteilung eine Ungerechtig leit gegen die Völker bar, bie davon unmittelbar betrofsen werden 8eiui dies? Auffassung richtig ist. so übersieht Wilson, daß bicfc Jtritif in erster Reihe auf die Union selbst zuruckfällt. deren Äon-esfionsshstem in der Tat für die mittel- und südameritaiüscheii Repudlikn ein Ausbeutungs- frftem bedeutet, wie ja auch der ganze Mexikohandel von dem amerilanifchen Petroleumtrust ins Wert gesetzt wurde, um die mexikanischen Petroleumauellen in feinen Besitz zu bekommen 2. sollen diese Honzesswnserteilmigcn an nichtamerikanische Staaten fine Bedrohung der Sou­veränität der schwachen Regierungen Latein-Amerikas be­deuten und 3. gefährden bie Awnzefsioucn angeblich die vi­talsten nationalen Verteidigungsinleresfcn der Union.

Zweifellos ist diese neue Tottrin von großer wirtschaft­licher und auch politischer Tragweite, und man wird ab warten müssen, ob die europäischen Staaten sic widerspruchslos hinnehmen. Aber es ist eben zu bedenken, baß die Doktrin sich in erster Reihe gegen Großbritan­nien richtet, und dieses ist nicht mir bei dem Versuch der Monopolisierung der großen CclgucHcn von .Kolumbien von der Union geschlagen worden, sondern es ist auch in der Panama--analfraae bedingungslos vor den Yankees zurückgewichen. Ebenso ist die Union im Begriff, in Mepiko die neue Wilson Doktrin zwar mit Vorsicht, aber doch mit Erfolg anzriwenden, und es sckwtnt alfo wirk- lief), al» ob diese, die wirtschaftlichen und politischen Inter­essen der anderen Startten ernstlich bedrohende Doktrin sich aus demselben Grunde durchsetzen wird wie einst die Lehre Monroes, weil cs zwar Bereinigte Staaten von Amerika, aber leine geeinigten Staaten von Europa gibt.

Amerikanische Zollmaßnahmen gegen Deutschland.

Aus Washington wird gemeldet: Tas Schäumt der 111!ioiv?floaten hat eine am 1 Januar 1914 tn Wirksamkeit tretende Verfügung erlassen, nach ivclcher für Weizenmehl. Erbsen und Svlißerbsen. die auS Deutschland unmittelbar oder mittelbar zur Einfuhr in die Union»-finalrn gelangen und für bu­bet der Ausfuhr auS Deutschland Einfuhrscheine erteilt würden, Zuschlagzölke in erbeben sind. Die Verfügung findet keine Anwendung auf Artilel, bie nicht deutscher Herkunft ober au4 nicht deutschem Rohmaterial hergestellt sind, und die ohne Erhebung ober unter RÜcker,lattunq brr deutschen ZollgesÄle im Veredluitge- Vrrfehr au4 Deutschland nach den llnümsftnatcn auogeführt nxr ben. 3ur Turchfiihrung der Verfügung sollen die amerikanischen Slonfufarbcamicn in Deutschland bie Weisung erhalten, bei der Ausfuhr her in rtrage kommenden Artikel die Vorlage von 11 r - sprungszeugntssen ufro. zu fordern, die den konsular- falturen beuufügen sind

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Mn dieser Monros Labre war der noch vorhandene Be­litz europäischer Kolonien in Amerika anerkannt: doch wurde im weiteren Ausbau der Tottnn bann brr Sap aufgcftellt, laH in einem Befreiungskampf einer Kolonie keine andere «uroDäifrfK Macht her Besitzerin bei der Unterdrückung de- ^uniandes behilflich fein dürfe. Tatsächlich ist aber die Union aber die Monros Doktrin langst hinweggegangen, fo schon cU sie ben Mntfer Maximilian von Mexiko nicht anerkannte, »nd Frankreich nötigte, feine Truppen ziirückzuziehen. ferner E i dem Aufstand auf Muba, wo die Union offen gegen Sva- «ien Partei nahm. Jetzt hat Präsident Wilson bei der Eröff- ung her orbenihdicn Tagung des 63 Mong reffe 3 der Mon- joe-ioiirtn eute Auslegimg gegeben, bie so ivcugehmb ist. I nian füglich von einer neuen Doktrin, von der Wilson

-oktnn redeii innsi Wein: >ene nch nur gegen europäische

9tmhath, ilkrT v ina Ävck in l*x ir (i'-ttirq id tc 3örb, bek « n flrii'bbtri, tr türf ?oh!.

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-0» Liückcheii ist mit viel Liebe und viel gesundem Humor i crmacht und entbehrt auch der an- Herz rührenden SennmTNialttät »ckk. so daß es wohl überall feinen Wm mimen wird. iPfniiclcA r-omo sich bet inner Vertonung iebcr EnekiSdascherei cmbülun bit und einem sogenannten Schlager aeschmockoollerweiic aus dem Geg gegangen nr Troodem merbni lieber wie Ich bm eine Mario r iieii'rau ober Ich bin die R^el, er ist mein Esel und vieUncht

I I ich das Lied von Wien halb landläufig werden

I Die Aufführung, die von Herrn Goll und Herrn Mopelimciint i| Ad a m auf.> glücklichste vorbereitet war. halt naiür'.nn einen oo! || rt Erfolg, und nach dem tönten Aufzuge roi. der ^n>ail io ftarf. || MK auch Herr Mapellmrifter A dam. der mit der Einstud . run:

i wohl bie gröKic Arbeu bitt.-, lebhaft gerufen urt1.- und . «jiarnnschen Zurufen immer wieder erscheinen mußte Ein Mißgriff 1 Xr Regie war die Älnbung der kaiserlichen Pagen, d:c .t - n ihr r |hMtbmatfloHgftu n ährend der Pause sehr adiallui bciproaxit ,r .-f

' - Unter den einzelnen Tarst.^lern nahm natürlich Irl ar.'

' iXar t i n i als Reiel die erste Stelle rin. Sie fang, igidu- ^n: paxqic fick fo entzückend graziös und lirbnismür?^. baf; I* eine wahre Herzensfreude war, ihrem sprudeln to, natürlichen Spiel zu folgen Es wäre ein cd Btt Verdienst der Direktion, roetm ic bicic vornehme .stünst- fin unserer Bühne erhalten toimie, zumal fie kürzlich in Pye idtoit beitncicn hat, baß iie auch außerhalb rincr etgcnr^ inen Faches hervorragendes leister. Eine feine Figur bot Herr

Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten.

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18 Uhr -

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bchüfte aus einen Militarpoften m Ladern.

Während der kommandierende General des XV. Ar meckorps. General v. Deimling, nach Berlin abgereist ist, wie das amtliche Volfs-Burean mitlciü, zurNeujahr"- gratnlation beim Kaiser", hat inZaber n ein n e u e r Vor^ lall über die engeren Grenzen hinaus die Gemüter bcunru- k 'stt. Es sollen Schüsse auf einen Posten des dortigen Wacht- flominanbob abgegeben worden feien, und die Untersuchung bat noch nicht enbgiltig festgestellt, ob cs sich nur um einen Jungenstreich hanbelt, ober ob ein ernster, verbrecherischer Uirschlag vorliegl Die zuerst genannte Annahme wird wohl

Volck, der uns nach Ablauf d-r Spielzeit ja leider verlaßt, als ftaodlmeiner Handn. Er erinachte aufs neue den Beweis, daß er außeigewöhnlich befähigt ist, auS Rollen Menschen zu mach-m Als iUrit Leiter ha in entwickelte Herr Goll eine köstliche stomik Recht nikdlich rogr Frl R abe als Prinz: auch ihre Singstinrme wirkt recht angenehm Der Fürstin gab Frl. Frenzel stattliche Cv Itolt und entfchlpffenes Seien Den jungen Lehrer ivielte 5>err Grotzer-Braun mit -wahrhaftem Ein fühl en und guter Art aber ich hativ da.- Empfinden, als ob er sich seiner Rolle mefr gc wachsen gefühlt bärt Dadurch kam etwas llebcrhaflett:> in fein otnel: auch beim Gv'ang hätte er mehr aus sich herau-aet-eii bür- fen. denn er hat das, Zeug dazu Als Mustkani crfueltc Herr Üubtvtg Wröfter vor allem in dem Marionetten!,cd zusammen mn fTtl. Martini stürmischen Beifall. Voller 3(barm war Frl Sonntag-Blume als Tänzerin MomedeNi Frl. Nathu- itus vermochte sich nicht glücklich in da,- Ensemble einzufügen dagegen zeigte Herr Bochum als Salomon, daß er in kleinen trrio'enrollen recht wohl etwas leisten kann Trr Ebor ir-ar durch Mttglieder des Gesangvereins Heiterkeit wesentlich orrftärti und wirkte ausgezeichnet.

^r- «01 Erstes Blatt 165. Jahrgang Montag, 29. Dezember 1913

Eichener Anzeiger

LM. General-Anzeiger für Oberheffen

e vorrnuiag» » Uhr. RoläMon$bni< ivib Verlag der vrühl'schen Utziv. vuch- unö Stetibrutferfi B. tauge. Rebaftion, trpebttioi «nb vruckerei . 5chtzlßraße 7. A-'cheiqmleü:' H^Eeck.

Rntlanö.

Gin englischer Dampfer durch ein spanisches >1 r i e y S s ch i f s v o r A n g r i f f e n g e s ch ü tz t Aus G i b r a 1 - t a r wirb vorn 27. Dez. gemeldet: Ging cborene gaben gestern abend erneut auf den an der asrika Nischen ft ü ft c a r ft rau­be t c m englischen Dampfer ,.Ludgate" SchÜsse ab Der ,panische ftreuzer ..Pelayo", der in der Nähe kreuzte lich­tete sofort den Schernwett'er am die ftüftt und sandte 40 Seo- lolbaten mit Maschine»,iewehren an Bord des ..Ludgate" Die Seesoldaten feuerten auf die Eingeborenen, die in dir Berge ent- ilode». Ali Boid de- ,,Ludgate" ist niemaiid verwundet. Tie werft<>, die Penelope. Telemach, Lakrtes, fremd und verzerrt aus den modernen Masken entgegenblick en

_ Die (Voeihe sich als Ulysses fühlte, da er dieHeimat feiner ^"'5" b^rat. rote ihn im Erleben der Wunder des Meeres und der iiidlichen Gatten Siziliens die ß)rft2ftcn der Ldyst'ee nicht los- lienen. io mag cudj der Dichter des ^.Griechische» Frühlings", int langem das Land der Gnechen mit bei Seele suchend ein "^tzchl der Heimkehr ins Vaterland aller Kunst durchlebt haben da et die Erde ton Hellas unter seinen Füßen fühlte Ta trat cbemallv bao Ltunbol jenes unsterblichen L»eimkehrenden, das in der 'keratur tausendfache Ikachakmung gefunden, vor feine Seele- otoneuudir Gestalten bevölkerten ihm bie klassische Landschaft, unb roir benften nun die erste reife Frucht jenes großen Erlebnisses das di,- gnechiiche Reise in der Entwicklung des ..Weber".Dichters darstellt.

dttn Erscheinen des von ben Hunden gehetzten, in Lumpen gebullten Bettlers Ldhneus vor dem Sauhirten Eumaios fetzt die Handlung ein. Weder der treue Hirt noch feine schöne Enkelin Leu tone, die den Telemach liebt, erkennen den Herrn, um dessen ""tun ne vor dem fremden Otaftc klagen Das ganze Drama von -Eomer epnch breit in vielen Szeneii, auf vielen Schauplitzrm und MU vielen Episoden oue-gefponnen. schließt sich nun in der engen, gedrängt.n. leidensckranlich gespantuen Welt b . 5d>auiridrf fit i<m Gehö'te des Eumaivs zusammen Hier erscheint Telemach ion Sparta zurücklehrend. froh begrüßt von den Seinen, die schon feinen Tod gefürchtet. Eurvkleia kommt, bie uralte, um über der neier Uebcnnut. des Landes Not »u klagen; der «ater LaSrtes tritt out, durch den ft u mm er um ben ven'chollenen Sohn, um bie Ver­wüstung der herrenlosen Insel rum kindischen Greis, zum baue. rvAen verumstreicher geworden: und ruletzt brechen die vier treck sten und mächtigsten Freier herein, auf brr Suche nach einer xume, der Melanto. des Ziegenhittcn Mclanteub Tochter, die wie rhr Vater zu den Ungetreuen gehört, die das alte Herrscherhaus verrieten uno ju den zuchtlosen Eindringlingen übergingen. Unter ihnen, 'm ft rette der Hirten und der tobenden, schmausenden Füttten bewegt tun nun, unheimlich^srauitg^ rachsinnend^hnunqSvoll, der Tremtc Bettler, jäh ausbrechend in Schmerz unb Sui und die auf- auellcnben Gefühle unter der Maske wckdcn Wahnsinne- oerf^rgenb. Mu grenzenlosem Staunen vernimmt er. daß es Itbaka ist. die lange eriehme Heimat, wohin ihn oas Mecr verschlage»; in wunkervollem Hynnrus betet er zu der Mutter Erde unb nabet sich bann allmählich, in kurzen ergrrifenben Ausrufen, in bic mrrt» raürbige Lage, in der er von sich selbst al- dem hir tjt rfliiten nickst reden darf. Er sieht den Sohn, der sich rühmt, daß er den Vater ftets erkennen werde, ohne zu ahnen, daß a neben ch-n «ehr. unb betämpr. bie Errcqunz in närrischem (Gelärm; et steht dem Vater, ihm, dem Verkommenen, jo traurig ähnlich