Mr.
75-81
41-44
84—93
47-52
98-00
47—00
80.00- 8200
79.00—81.00
80.00—82.00
80.00—81.00
100 Kg.
47—50
44-46
93-98
85-91
62-68
55—60
78-88
76—80
105-115
93-102
43-46 40-44 37-42 31-36 25-30
80—83 77-85 69-78 62-72 57-67
Ml.
51-56
47—50
<ßcrid?t»faaL
** Entscheidungen in Unfallversichernng«s- sache n. Der Treber Sj. 3. in Biskirchen hat am 29. Dez. 1910 beim Richten eines größere« Zahnrades durch Abgleiten des Hammers einen «ringer verloren unb hierfür bis 3unt 31. Dcz. v. I. eine zehnprozeittige Rente mit jährlich 107 MI. erhallen. Am 23. Dezember v. I. wurde die Rente entzogen mit der Bc- grünbung, daß der Verletzte sich in den atoei Jahren, die feit bem Unfall verstrichen waren, vollkommen an den Verlust des linken Ringfingers gewöhnt habe. Auf die von der Rechtsberatungsstelle des Evang. Arbeitervereins (Hießen eingelegte Berufung wurde dem Verletzten die Rente weiter zuerkannt, mit der Begründung, daß das ärztliche Gutachten, worauf sich die Renteneinstellung gründet, Z weif et darüber zuließe, ob zurzeit schon völlige (Singcmöbnung an den Verlust des linken Ringfingers cingetretcn sei. — Der Zimmermann H. 3. in Ober-
Vaudel.
** Erhöhung der Zündholz Besteuerung wurde in der letzten Versammlung der Zündholzfabrikanten beschlossen jmb dementsprechende Gesuche sollen ringer eicht werden. Die Zündwarensteuer beträgt l1/.* Psg. für 60 Hölzer und die Ge fchäfte verlangen, die Westentaschen Zündhölzer mit Reklame per schenken, daß diese Westentaschen Zündhölzer so eingerichtet sind, baß auf jede Reklamefläche 20 Zünbholzer entfallen, so daß mit jeder Reklame ’/■ Psg. Steuer verschenkt wird. Durch die Zünd holzbesteucrung war das Verschenken van Zündhölzern vollständig eingesdstascn. Da sich aber jede Steuer dem Verkehr anvasu. ging cs der verpönten Zündhvlzsteuer auch nicht anders und cs ivurde durch diese Einteilung der Reklameflächen möglich, wieder Zündhölzer in größerem Maßstabe zu verschenken. Das foll nun van den Zündholzfabrikanten unterbunöen werden und deshalb wird die Besteuerung jeder Reklamefläche mit 1 Pf«. Steuer verlangt, da die jetzige Besteuerung von 1 _■ Psg. für 20 Zündhölzer nicht genüge. Es soll also eine künstliche Reklamesteuer geschaffen werden. Ein solches Verhalten ist nicht zu billigen, denn von den Zündholzsabrikanten wird eine Besteuerung der Feuerzeuge verlangt, um den Zündholzkonsum zu heben und die Absatzgebiete sollen durch Steuererbähung abgeschnittcn werden.
Märkte.
le. Frankfurt a. M. Diehof-Marktbericht vom 3. März. Aultrieb. Rinder 1355, darunter Ochsen 423, Bullen 52, Kühe unb Färsen M80, Kälber 348, Srha’c 25«, Schweine 2557.
Tendenz. Ochsen langsam, bleibt Ueberstand, Kalber und Schafe rege, geräumt, Schweine mäßig rege, bleibt Ueberstand
Preis für 100 Pld.
Lebend- Schlachtgewicht
Derein$nad)ri*ten.
** Eine wunderliche Vereinsblüte wird uns aus Watzenborn berichtet. Im Gasthaus zum „Goldenen Löwen" hat sich ein sogenannter „Raubauzenklub gebildet.
~ Klein-Linden, 2. März. Das 48. Stiftung3» fest des Gesangvereins „Einkrack t" gestaltete sich zu einer erhebenden Feier. Die Chöre, Musikstücke und Theateraufführungen ernteten den lebhaftesten Beifall der zahlreichen 3ur)TO rtenberg, 3. März. Gras Kuno zu Stoiber g-Roßla bat das Protektorat über die vom 26.-28. Juli stattsindende goldene Jubelfeier des Turnvereins übernommen. Als Festmusik ist die Kapelle des 24. Hess. Trag.-RegtS. verpflichtet
L auterbach, 1. März. Im Ortsgewerbeverein hielt Hauptlehrer Schindel- Msseld einen Vortrag über: Zeitgemäße Geschäftsführung des Handwerkers". Der Vortrag wurde durch Lichtbilder ergänzt und fand regen Beifall. . , . . ..
= Frankfurt, 28. Febr. #ur ,yranmirt und denen Umgebung ist ein Kriegerverein ehemaliger Angehöriger des Infanterie-Regiments v. Lützow 1. Rhein 92c 25 ins Leben getreten. Der Verein bat sich die Ausgabe gestellt, die Kameraden der hiesigen Gegend zur Teilnahme an der Anfang Juni in Aackm stattfindenden H u n d e r t j a h r f e i c r des Regime n t zu vereinigen. Alle Angehörigen des Regiments werden gebeten, ihre Meldung an Herrn Leopold Böhm, Frankfurt a. M., Brännerstratze 30 einzusenben.
Arbeiterbewegung.
Ein AuSstand der Schneider.
Berlin, 2. Mär;. Eine Versammlung von mehr als 2000 in der Herrenkonfektion von Groß-Berlin bcfchiftigtcn .sdmewer und Schneiderinnen erklärte sich heute nadwmtrag unter Ablehnung der Angebote der Arbeitgeber einstimmig für die Nieder le» gung der Arbeit, die Montag früh begonnen werden soll.
Achte enange ip e Lanoersynode-
23 Sitzung. ..
rm. Darmsta d t, 1. Marz.
Tie Spnodc berät die Vorlage des Oberkonsiftoriums wegen Rechnungsablage über die unter der Verwaltung des Obenon sistoriums stehenden Fonds für die 3nnanjD€rwbe 1905/1JOJ, über die Syn. Iaudt Bericht erstattet, x-er 9lu5id>uB beantragt, „Die Synode wolle die Rec^iungsablage Gr Oberko m M ori ums über die unter feiner Verwaltung stehenden ,yonds iur die neV nungsveriode 19'5/1909 gutheißeu, die Ärebitüberldtreitungcii als gerechtfertigt anerkennen und den auf dic Finanzperwde 19(0 zu übertragenden Kassevorrat auf 416122,86 Mk. fesftetzen/ xer Antrag wird angenommen. . ...
Es folgt die Beratung der Vorlage des Oberkon> istormms wegen der Erbauung einer G a r n i so n ki r ch e in Darmstadt. Tic Tatsache, daß die Stadtkirche zu Darmstadt zugleich der evangelischen Militärgemeinde als @arnuonnrmc Dient ist seit Jahrzehnten von der Zivil- und der Mtlitargemeinde als druckend empsunden worden. Beide Gemeinden wünschen für ihre Hauvtgottesdienste günstige Stunden. Ta als solche aber nur Die von etwa i/210 bis 1'. Uhr vormittags bezeichnet werden können, kann nur eine Gemeinde diese günstigen Stunden benutzen, wahrend die andere Gemeinde aus eine ungünstige Zett angeiviefen ist. Rach der Entwickelung, roeldic bie Vcryaltnine genommen haben, ist die Zivilgcmeinde im Besitz der gümngen Zeit. Der evangelische Kirdwnvorstand Darmstadt hat be)d)loifcit, unter Ablehnung einer Verpflichtung zur Leistung eines Zu schusses als freiwillige Gabe den Bauplatz für die Kirdie im Wert von 6742 Mark zu stellen, falls die Garniwnkirdie tn nächster Zeit gebaut ivirb. Eine höhere Leistung kann der Gemeinde zurzeit nicht angeionnen werden, weil sie beichloftcn hat. Mit Wirkung von 1913 mit Ansammlung der Mittel für ihre neu zu er bauende Resormationskirchc zu beginnen. Die MUttärgernemde zahlt an die evangelische Gemeinde für Benutzung der Stadt- kirche zurzeit jährlich 900 Mark. Das Oberkonsistorium tarn zu der Meinung, daß unter Ablehnung irgend einer Verpflichtung cm freiwilliger Beitrag aus dem evangelischen Zentralkird-enwnds geleistet' werden soll. Bei der Erwägung über Art und Hohe des Beitrages ging man davon aus, daß es für die Zentralbehörden in Berlin leichter sein wird, sich mit einem verhaltmsmatzig geringen Zuschutz zu begnügen, wenn dieses in Gestalt eines bestimmten Objektes, als wenn er in einem Geldbetrag erfolgt. So kam man dazu, eine Orgel im Wert von 15 000 Mark zu zeichnen. Der Antrag wurde angenommen. Syn. Maior o. x eich- mann unb Logischen spricht den Tank der Militärbehörde ÜU^ Ginc Anfrage des Abgeordneten Wagner und Genossen, was ist von dem Oberkonsiftoriurn geschehen unb beabsichtigt, um die an der Landessynode angeregte Vereinsachun g d c S kirchlichen Wahlverfahrens herbei Zufuhren? Vrandent D. Nebel erklärt, das Kirchenregiment hätte wegen der Fülle Der vorliegenden wichtigen Arbeiten der Anfrage nod) nicht näher treten können. Sobald aber die bedeutenderen ?(ibcitcn erledigt find, wird es geschehen.
Ein Antrag der Abgg. Wagner und Genauen wegen Nationalspende für die christlichen Missionen ni unseren Kolonien und Schutzgebieten, wird einstimmig angenommen. ...
Die Tagesordnung ist damit erledigt. Präudent v. Stamm macht darauf aufmerksam, daß im nächsten Jahre Neuwahl en ftattfinben werden, und daß cr seines hohen Alters wegen nicht mehr in die Synode zurückkehren werde. Er bitte daher um ein gutes Angedenken. Tern Präsidenten spricht Syn Dr. Berger Tank aus. Nach einem Schluß gebet, das Syn. Wid- m a n n spricht, wird die Tagung gcsdstossen.
konstituiert und den Abg. M alkeiviy (5tons zum Vorsitzenden, den Alm Frhr. v. Richthofen kni.) zum Stelloertreter des Vorsitzenden gewählt.
Eine Anfrage über Liberia.
Tie Abg. Dr. Paafche und Frhr v. RichtHofen (nati.) haben im Reichstag folgende Anfrage eingeh rächt „Ist es Dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß die englisch-. Firma Lever Brothers sich weiter bemüht, eine Aus beutungskonzession über ca. 12000 englische x»ua = dratmeilen des wertvollsten Landes der Republik Liberia zu erhalten und ist der Herr Reichskanzler bereit, die durch diese monopolistischen Bestrebungen gefährdete Meistbegünstigung der deutschen Interessenten im Freistaat Liberia zu schützen."
Die Fleischversorgung
Aus Karlsruhe wird gemeldet: Ta die Preise für holländisches Vieh in letzter Zeit erheblich gestiegen mären, hatte der Stadtrat die Einfuhr von Schlachtvieh aus Irland in Aussicht genommen und zu diesem Zweck beim Ministerium des Innern beantragt, Nachsicht von dem Verbot der Durchfuhr von Wiederkäuern uno L-chmeinen aus England zu bewilligen und beim preußischen Landwirt - schaftsminister die Genehmigung zur Durchfuhr durch Preußen zu erwirken Der preußische Landwirtschaftsminister hat aber die Zulassung der Ein- und Durchfuhr von Schlachtvieh aus Irland abgelehnt, weil noch vor kurzem Fälle von Maul- und Klauenseuche in Irland festgestellt und in letzter Zeit in großer Anzahl von Irland nach England verschleppt worden sind.
ZwischenPreußenund Oldenburg ist von den beiderseitigen Kommissaren ein Staatsvcr- trag wegen Herstellung einer Eisenbahn von R e u -- stadt (Holstein) nach Schwartau beschlossen worden.
Landwirtschaft.
of. Alsfeld, 2. März. Heute mittag fand im Deutschen Haus eine Vcrfammluna von Landwirten statt, die von Rittcrgutspäckter Koch-Seibelsdorf cinberufcn worden war. In ber Versammlung wurde ein „Verein der Züchter von schwarz-buntem Vieh" gegründet. Dreißig Lanbwine traten dem Verein sofort bei. Eine interessante Aussprache fand zwischen Dem Vorsitzeiidcn des jkreisrinderzuchtvereins und dem Ginbcntfer statt.
Ochsen.
Vollfleilchiae, ausgemästete, höchsten Schlacht- toerte», 4—7 Jabre alt die «och nicht gezogen haben (ungcjochtc) . . Jnnge steischige, nicht ansgeinästele unb ältere ansaemastete............
Bulle n.
Voll fleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw.
Vollfleischige, jüngere Färsen, K ü he
Vollfleischige nuSgcm. Färsen höchst. Schlachtw Vollfteiichige ansgemastete Kühe höchsten Sck)lach» wertes bis zu 7 Jahren........
wenig gut entwickelte Färsen ältere anSgemästele Kühe Piäßig genährte Kühe unb Färsen (-wring genährte Kühe und Färsen Kälber.
Mittlere Mast- unb beste Saugkälber.... Geringere Mast- und gute Sangkälber . . . Sch a f e.
Etallmastickalc:
Mastlammer unb jüngere Masthammel . . .
bereit Unter Leirung bes Korvettenkapitäns GygaS begannen sofort bie Hebungen, die eine halbe Stunde dauerten. BeiDe Flugzeuge gingen guf das Wasser, erhoben sich in dic Luft unb ließen sich im Fluge auf Die Wasserfläche nieder, worauf sie zuerst schleif teil, um darauf int Wasser zu fahren unb landeten sodann. Nadi fünf Uhr kehrte der Kaiser an Bord des „Kaiser" zurück.
Der Kaiser hielt am Sonntag vormittag an Bord bC‘5 Linienschiffes „Kaiser" Gottesdienst ab und verweilte einige Zeit in der OffizierSmesse des Schiffes bei dein Lffi- zierwrps.
Ausland.
Eine Annäherung Spaniens an Italien.
Die „Boss. Ztg." meldet aus Madrid: Der hochofsi- ziöse „Diario Universal" erklärt, daß endgültige Fest- legungen in der Frage der spanisch-italienischen Entente wegen derErhaltungdesFlotten- gleichgewichts im Mittelmeer zuversichtlich zu erwarten seien. Die Gerüchte über ein spanisch- französisches Bündnis sind gänzlich unbegründet. Der MannschaftSbest an dd er französisch en Flotte.
Der französische M arin emini ster läßt gegenwärtig Von seinem Generalstab verschiedene Maßnahmen zur Vermehrung der Mannschaftsbestände ber Kriegsflotte prüfe«, Da Der Bedarf im Jahre 1918 nach Vollendung des gegenwärtigen Flottcnprogranrms den gegenwärtigen Flottenbestand um nun» destens 20 000 Mann überschreiten dürfte unb im ganzen c c 000 Mann betragen werde, wobei namentlid) Die Bedürfnisse der großen Schlachtschiffe berücksichtigt werden sollen. 11. a. soll das Rckrutie- rungsgesey für Dic Marine, das auf dem znieijährigen Dienst beruht, entsprechend Dem bevorstehenden Parlamentsbefchluß über die Erhöhung Der Dienstzeit des LanDhceres abgeänbert norden. Fertier soll untersucht nxrrbcn, ob alle gegenwärtig im Dienst stehenden Kriegsschiffe jenen militärischen Wert besitzen, welche ihre Ausrüstung und ihren MannschastsbestanD rechtfertigen.
Auch eine russische Heeresvermehrung?
Der Petersburger Berichterstatter des „Temps^^ meldet aus angeblich sicherster Quelle, daß die russische Regierung bereits jetzt die Vermehrung der Mann schaftsbe stände durch Errichtung dreier Armeekorps inS Auge gefaßt habe. Hierdurch würbe die Zahl der russischen Armeekorps auf 41 erhöht werben. Die für daS laufende Jahr vorgesehene Vermehrung würbe eine Schützendivision und zwei Infanteriedivisionen umfassen. Die Duma werbe die militärischen Forderungen der Rcgiemng zweifellos bewilligen.
Eine türkische Eisenbahn konzessiv u für Frankreich.
Einer Pariser Gesellschaft ist die Konzession für den Dau einer Eisenbahn von den Dardanellen nach Smyrna erteilt worden. Tas Uebcreinkommen wird demnächst unterzeichnet werden.
Dollsleischige Schweine uon8O-lOOkg
Vebenbgeroicht........ 62.00—65.00
Vollftestchigc Schweine unter 80 kff
Vebenbiieiotcßt 61.00—64.00
VoUflcischige Schweine von 100—120 kg
Lebeicdgewickt........ 63.00—65,00
Vollfteischige Schweine von 120—150 kg
Lebendgewicht 63.00—65.00
ic. Franffiirt a. M., 3. Marz. (Cria.-2eleqr. des „"ste». Aiiz.^1 Amtliche Notierungen der l^iitiacn Frucht rnarkt o rei le. Weizeir (hiesiger, 2".75—21.00, Kurhefstscher Mt. 20.75—21.00, Wetterauer Mk. 00.00—00.00. Roggen C'iengeft Ult 17.75 bi5 17. 5, 'Perlte (Wetterauer) Mt. 18.00—19.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Dik. 19.i)U—20.0* i, vaser Mk. 18.00—19.00, Mai4 Mk. k>.40 biö 15.5g, D eizenmebl 0 Ml. 32.50—32.75^ Weizernnehl I <DtL 30.50— 30.75, Weizenmehl 111 Mk. 27.25—27^ . 9iogge«» mehl 0 Pik. 27.75—2*t.<X), Roggeinnehl 0/[ Mk. —26.7', Roaaenwehl I Pik. 00.00-00.00, Weizenkleie Mk. 10.49-11.60, Wcizeni halen Mk. 1'75-12.0^ Roggentteie Pik. ILOO-llJo, Malzkeime Mk. 14.00—14.25, Biertreber 12.i5-14.00k Rap- M. Ou.o-i-00.00. "Alle- ver 100 Kg. ab hier.
kv. Frankfurt a. M., 3. -März. (Orig.-Telegr. des Anzeigers^.) Kartoffel markt. Ma« notierte Rartonelti in LaggonS Mk. 4.50—4.75, im Kleinhandel Alk. 6.00—6.50, für ic
Heer und jlotte.
Bei dem Slapellauf des Linienschiffes „8", 6er am 1. März in Gegenwart des Kaisers auf der zkaiser- lichen Werft in Wilhelmshaven von statten ging, hielt Herzog Albrecht von Württemberg eine Taufrede, in der er sagte:
Unser Land liegt weit ab vom Meere, im Süden des Reichs, aber «Nirm ist bei uns das Verständnis für die Kaiserliche Marine, lebendig ber Wunsch, das fic stark und mächtig sich cm wickele. Ties bezeugt dic stattliche Zahl der in den Reihen der Stticg5- inarinc stehenden Württemberger. Vor uns steht das stolze Schift', Zeugnis gebend von deutschem Fleiß, deutschem Können. Es harrt des Augenblicks, seinem Element übergeben zu werden. Auf diesem wirb es, s?ld>tuug gebietend, in FricdcnSzciten deutschem Handel, deutschem Besitz, Dcutl'dxm Interessen mächtigen Schutz gewähren. Es war der Schwaben Vorrecht in früheren Zeiten, daß sie im Streite des Reiches Banner, die Reichs- lt urmiflljne, vorantragen durften allen deutschen Stämmen, a!5 erste in der Schlacktreihe kämpfend. Dies sei auch Dir be schieden. Du stolzes Schiss! Und wenn Dem Kaiser zu den Massen ruft, mögest Du stets das erste sein am Feinde, und allen voran tragen in Ruhm und Ehren des Reidies Flagge durdi Kampf zum Sieg! Aon sdstitzc Dich auf allen Deinen Wegen! Aus Allerhöchsten Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs, Teines obersten Kriegsherrn, taufe ich Dick „Köni g". Ter erstt Ruf, ber Deine Bahn begleite, fei der, der aus unser aller Herzen kommt: Seine Majestät der Kaiser und König Hurra?
Wilhelmshaven, 1. März. Der Kaiser begab sick um 5.30 Uhr mit dem Fürsten zu Fürstenberg im Automobil nach der Marincslugstation bei der Kaiser Wilhelm Brücke. Zwei Alba- trof^ovpclbe.lcr ,,D III" mit Kapitänleutnant S dir ö ter und „D V" mit Oberleutnant zur See Langfeld als Piloten lagen
seemen erlitt im vorigen Jabre in einem Zimmereibetrrcbe einen Unfall, bei dem er den atöfeten Teil des Imken Vorberarmes verlor. Tie Berufsgenasienichait bewilligte eine Rente von 50 Proz. Auch gegen diesen Befckeid verfolgte die vorgenannte Rechtsberatungsstelle Berufung und beantragte Erhöhung des der Rentenberecknung zugrunde gelegten ^ahresarbettsverdienstes, sowie Erhöhung Der Rente auf mindestens bO Prozent. In der m Voriger Wocke vor Dem Oberversickerungsaint abgchaltcncn Verhandlung kam cs tu folgendem Vergleich: Die Rente wird auf 60 Proz., rücknnrkend vom 1. Oktober v. erbobt. irr Rentenberechnung wird ein Jahrcsarbeitsverdicnst von J30 x<L
statt 810 Mk.< zugrunde gelegt.
öcrmtffbtcs.
— Felir Traefckc. Aus Dresden wird uns gesck-ricbnn: Der Komponist Felix Traeseke ist, wie schon gemeldet, ht Dresden, wo cr seit 1876 ansässig war, 77jäbrig gestorben. Mit ihm ist ein letzter Zeuge des Lebenstreises von Lift! und Wagner balyingcgangcn, denn Draescke stand einst beide« Grotzen persönlich nahe und' ward von ihnen gefordert und geehrt: der „Kecke" hieß cr in diesem Kreise, auch „Don Felix", von Wagner so ob seines Charakters genannt. £r stammte aus Koburg, wo er als Sohn eines Hosprcdigers am 7. Oktober 183.) gebvren^wurde. In Leipzig empfing cr seine musikalische Ausbildung, in Dresden lebte er als Komvositionslehrer und Komponist ^cin sctbülcr- kreis war groß und bcbcutenb. Seine Stärke lag in seinem tiefen Wissen um bie Dinge der Harmonielehre und des .Kontrapunktes. Ter modernen Musik trat er mit der bekannten An pafsungsunsähigkeit des Alters gegenüber unb ranb in ihr nur Konfusion, wie er in einer Streitschrift bezeugte. Draefeke bat Opern, Symphonien. Kammermusikiverke, Messen, Gborwerfe, Lieder in großer Zahl geschrieben. Die Oper „Heirat" wurde 1892 von Der Dresdener Hofoper auf geführt. „Audrun" unb „Vertrau bc Born" blieben der Bühne fern. Bedeutung bat TraesckeS „Sinfonie tragieaE eine klassisch fundierte Jormellc Symphonie: seine populärste Schöpfung dürfte die T-dur-Serenadc sein. Unter den lircklidttn Werken ragr eine Meise a cavclla op. 85 hervor, die, ohne archaisch zn fein, dod' herb und mvdulationS- reich einen altertümlid?cn Ebaralier ti igt. ferner das große drch- teilige Oratorium „Christus", das erst im letzten Jahre burd) Bruno Kittel i:i Berlin, Chrmnie unb Dresden zu tiefer, nach haltiger Wirkung gelangt ist. Von den Chorwerken erfreuten sich die Ballade „Pausanias" für Singflimme und Orchester und die „Heinzclmännch.m" größerer Beliebtheit. Rack dem revolu tionären Drang seiner im Lisztlrcise verdrackten Jugend bot fid) Draesekcs Musizieren zu ernster Formenschönheit abgeklärt unb eine nidst leid;! eilig fngige Herbheit nnb Sprödigkeit angc nommen. Daß feine Altersmusi 1 vielfach unfinnlid) wirkte, war wohl auch eine Folge seiner Sdrwerhörigleit. F. Z
Jede echte Oi>rant-Lampe muss die Jnschnjt „03KAM" tragen. — Lletall erhältlich s.utigesellschaft Berlin O. 17
Neue ,
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