Ausgabe 
31.3.1913 Erstes Blatt
 
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ebenso für bie FeLungsgewehrabteilunq daselbst 230000 Ttf., und ßnöritcrunfftTbü utcn für bie Unter fünft dreier .Horn pagnien Pioniere und einer Scheinwerierabteilung in Strass bttra rglfl 650000 9Kf, Ergänzungsbauten für bie Tram ksmpa-vie in ^ttaßhurq r&f 500000 Mk., Neubau einer Ma= ferne für 3nfcartinmc und Bcspannungsabteilung, deren Stand­ort vorbebaltcn ist, 950000 Mk., Stil cni ernt cubau einer ?reitunqs= maschinengewehralueilung in Diedenhoscn 230 000 Mk, örei^'Q-- fernen neubaut en für die ?reftung^maitf)incngcrcebrQbtcilunq in Metz 230 000 Mk, stafcrncnneiibau für bie Befvannungsabteilung der ?rubflrtrflrric 9JicR 60000 Mk., Neubau von 'lafernemcms für ein Pionierbataillon nebst Regimentsstab, Schcinwcrierabtcllnng Metz 950 000 Mk.. eine Kavalleriekaserne, bereit Stanbort vor- b-halten ist, 1 700 000 Mk, Neubau einer Trainkaserne in 7m- back 350 000 Mk., ferner für Neu-, Um- und Ergänzungsbauten bei der Infanterie, den Jägern, Maschinengewebrtruvven, Arreil- und Waschanstalten, Slafernfmmtö für die Kavallerie, Feldarlil- lerie, Pionieren und Berkehrstruppen, deren Standorte vorbe­balten ist, zirka 7 000 000 Mk.

Ter Nachtragsvoranschlag für 1913 enthält u. a. nachstehende Forderung: erste Rate für den Kasernenneubau für eine Radfahrer- und Maschinengewehrkomvag- jtie in Marburg 326 000 M k.

Im einzelnen werden 1913/15 neu geschaffen:

Zn Preohen:

U. a. 1 Armeeinspektion, 2 FestungsgouvernementS, 1 Festunqs- kmnmandantur, 1 Inspektion der Maschinengewehriruppen. 4 Ka- valleriebriaadestäbe, 1 Fußartilleriebrigadestab, 1 Pionieriniveklion, je eine Impektioit der Telegraphentruppen, der Luftschiffertruvpen, der Fliegerlruppen, des FestungsverkehrswcscnS, 12 Landwehr- inspektionen, 4 Kommandanturen für Truppenübungsplätze.

Bei der Infanterie: 15 Bataillone, 14 Radfahrerkompag­nien, 14 Maschinengewchrkcnnpagnien, 15 Festungs-Masckinen- qewehrabteilunqen, Etatserhöhung bei 465 Bataillonen und 9 Ma schinengewehrahteilungen, Vermehrung der Stabsoffizier- und Hauptmannsstellen ~ ~ ,

Bei der Kavallerie: 6 Regimentsstäbe, 30 Eskadrons, EtatSerhöhung bei sämtlichen Regimentern, Verstärkung der Reit­schulen, Vermehrung der Rittmeisterstellen.

Bei der Feldartillerie: Etatserhöhung bei sämtlichen Batterien und dem Lehrregiment der Feloartilleriesckießschnle, Vcr- Mhrunq der Oberstleutnants- und Hauptmannsstellen.

Bei der Fußartillerie: 3 Regimentsstäbe, 6 Batail­lone, 4 Bespaiinmigsabteilungen, darunter zwei mit niedrigem Etat, Etatserhöhung bei sämtlichen Bataillonen, bei 3 Bataillonen unter Errichtung fehlender 4. Batterien, und beim Lehrregiment der Iustartillerieschiestschule, Teilung der Befpannungsabteilungen der Regimenter mit zwei Standorten in zwei Abteilungen mit niedrigem Etat, Vermehrung der Oberstleutnants-Zulagen und der Stabsoffizierstellen.

Pioniere: Ein Kommando der Pioniere eines Armeekorps, 2 Bataillone, Umwandlung der 8 Kommandos der Pioniere eines Armeekorps und von 8 Bataillonen in 8 Regimenter zu je zwei Bataillonen, 8 Scheinwerferabteilungen, Etatserhöhung bei 19 Ba­taillonen, Umwandlung der 20 Scheinwerferzüge in Scheinwerfer­abteilungen, Vermehrung der Offiziere usw. bei den Festnngs- 'behörden.

' Verkehrstruppen: Umwandlung des selbständigen .Eifenbahnbatchllons in ein Regiment, Etatserhöhung bei den 'Eifenbahnbataillonen, 1 Lehrabteilung bei der Funkerfchule, zwei Luftschifferbaiaillone, Umwandlung der Fliegertruppe in vier 'Fliegerbataillone.

Train: 1 Kommando des Trains, 1 Bataillonsstab, 20 Kom­pagnien, Etatserhöhung bei allen Bataillonen

Sonstiges: l Kriegsschule, 'Vergrößerung des Kadetten­korps, Verstärkung der Unterofstzierfchulen und -Vorschulen, Ver­stärkung des Kriegsministeriums, des Generalstabes, der Adjutan- für, der Traindepotdirektionen, der Artilleriedepots, des Zeug- und Feuerwerkspersonals usw., I Sanitätsamt, Veränderungen und Verstärkungen bei den Sanitätsoffizieren, Verstärkung der Militär- weterinärakademie, Vermehrung und Verstärkung der Bezirkskom­mandos, Vermehrung der Ucbungcn des Beurlaubteilstandes, Er­weiterung des Rahmens der größeren Truppenübungen, Beritten- machung von Verpflequngsosfizieren im Manöver, Verbesserung der Verpflegung von Mann und Pferd, Maßnahmen im Interesse der Krankenbehandlung und der Gesundheitspflege, freie Urlaubs­reifen der Mannschaften in ihre Heimat.

In Bayern:

1 Inspektion der Eisenbahn-- und Telegraphentruppen, 1 In­spektion des Militär, Lust- und Ztzraftsahrwcsens, 1 Landwehr- inspektion.

Infanterie: 2 Bataillone, 2 Radtahrerkompagnien, 2 Ma- schinengewehrkompagnien, 1 Festungs-Maschinengeweyr-Abteilung, Ejatserhohung bei sämtlichen Bataillonen und der Maschinen­gewehrabteilung. .

Kavallerie: 4 Eskadrons, Etatserhohung bei | amtlichen Regimentern.

Feldartilkerie: Etatserhöhung bei sämtlichen Batterien.

Fustartillerie: Etatserhöbuilg bei sämtlichen Batail­lonen, bei 2 Bataillonen unter Errichtung fehlender 4. Batterien 2 Bespaitnungsabteilungen.

Pioniere: 1 Regimentsstab, 1 Bataillon, 1 Scheinwerfer- abteilung, EtatSerhöhung bei 3 Baiaillonen unter Errichtung zwei fehlender vierter Kompagnien, Umwandlung der drei Schein- lverferzüge in ^chcinwerferadteilungen.

Verkehrstruppen: 1 vierte Kompagnie beim Eisen­bahnbataillon, 1 Telegraphenbutaillon, 1 vierte Kompagnie beim bestehenden Telegraplicnbalaillon, I zweite Luftschifferkompagnie, 1 Fliegerbataillon, EtatSerhöhung bei der Kraftfahr-Kompagnie, 1 Verkehrsossizier vom Platz in einer Festung.

Train: Etatserhöhung bei sämtlichen Bataillonen.

In Sachsen:

Kommandobehörden usw.: 1 Landwehrinspektion.

Infanterie: 2 Radfahrer-Kompagnien, 2 Maschinen­gewehr-Kompagnien, Etatserhöhung bet sämtlichen Bataillonen und der Maschinengewehrabteilung, Vermehrung der Stabsosftzier- unb Hauptmannsstellen.

Kavallerie: Etatserhöhung bei sämtlichen Regimentern, Vermehrung der Rittmeisterstellen.

Feldartillerie: EtatSerhöhung bei sämtlichen Batterien, Vermehrung der Oberstleutnants- und Hauptmannsstellen.

Fustartillerie: EtatSerhöhung bei sämtlichen Batail­lonen, Teilung der Bespannungsabteilunq des Regiments mit zwei Standorten in zwei Abteilungen mit niedrigem Etat, Ver­mehrung der Stabsoffizierstellen.

Pioniere: Etatserhöhung bei beiben Bataillonen, Um Wandlung der zwei 3d)cinnerfer,vügc in Scheinwerferabteilungen, Vermehrung der Offiziere bei den Fortifikationen

Verkehrstruppen ein Eisenbahnbataillonsstab und eine Eisenbahnkompagnie, EtatSerhöhung bei den bestehenden zwei Eisenbahnkomvagnieii, ein Telegraphenbataillon unter Verwendung einer bestehenden Telegraphenkonwagnie und eines Funkendetache- mente, Umwandlung des Luftschiff erd etachements in eine Kom­pagnie, llnüvtinblung des Fliegerdetachements in eine Kompagnie.

Train: Zwei Kompagnien, Etatserhöhung bei beiden Ba tailloncn.

Sonstiges: Vergrößerung des Kadettenkorps, Trennung und Verstärkung der Unteroffrzierschule und Vorfchule int übrigen jn Preußen.

Za Württemberg:

1 Landwehrinspektivn

Infanterie: 1 Bataillon. Etatserhöhung bei sämtlichen Bataillonen, Vermehrung der Stabsoffizier- und Hauptmanns stellen. .

Kavallerie: Etatserdöhung bet |amtlichen Regimentern, Vermehrung der Rittmeisterstellen.

Feldartillerie: Etatserhöhung bri sämtlichen Batterien, Vermehrung der Oberstleutnants- und Eauptmannsstellen.

Fußartillerie: 1 Bataillon I B oannuntsabteilung.

P i o n i e r e: Etatserhohung bei oem Ba'.eillon, Umwandlung des Sckeinwerserzuge: in eine ^cbeimüfriciabtni ung

V e ikchrslrupvc n Etatserhöhuim bei bei n -ubobn tompagnic, Umwandlung des Tclegraphendetachemente in one

Kompagnie, Umwandlung des Lustfchtft'cr- und des Fliegerdctacke ments in eine Luftschifferkompagnie, Etatserhöhung bei der Vcr fuchsabteilung , . c , .

Train: 1 Kompagnie, Etatserhohung bet den bestehenden Kompagnien . . .

Sonstiges: Verstärkung des Kriegsnnnincriums uiu>. wie bei den anderen Kontingenten

Etatserhohungen.

Tie Infanterie Hot einen neuen hohen Etat und den bis­herigen hohen, künftigen niederen Etat. Ter neue hohe Etat find 721 Mann, ihn erhalten in Preußen durch .Heraufsetzung in Sachsen 3, in Württemberg 3 Bataillone Ter neue hohe Etat bei der Kavallerie ist um 30 Mann und 30 Pferde stärker als der bisherige hohe Etat. Bei der Feldartillerie sind die Batterien neuen hohen Etats A mit 6 Geschützen, 3 Munilionswagen und einem Beobachtungswagen bespannt, die neuen niedrigen Etats EL haben 6 Geschütze und 1 Beovachlungswagen bespannt. A in Preußen 219, in Sachsen 24, B in Preußen 237, in Sachsen 24, in Würt­temberg 24 Batterien.

Der Kaifer in Homburg. .

Homburg v d. Hohe, 30. Mär,;. Gestern morgen machten die Majestäten einen Spazierritt über bie <^aal- burg. Am Samstag mittag unternahm der Kaiser einen Spaziergang durch den Kurpark zu den Brunnen in Be­gleitung des Landrats Tr. Ritter v. Marx, des Oberbürger­meisters Lüble, des Kurdirektors Grafen Zeppelin und des Stadtverordnetenvorstchers Tr. mcd. Rüdiger. Am Sams­tag nachmittag machten der Kaiser, die Kaiserin, die Prin­zessin Viktoria Luise und bas Gefolge einen MUomobil- ausflug auf ben Felbbcrg, nro auch der Aussichtsturm bestiegen wurde.

Am heutigen Sonntag nahm der gesamte Hof an dem Gottesdienst in der Erlöserkirchc teil. Spater hörte der Kaiser den Vortrag des Vertreters des Auswärtigen Am­tes, Gesandten von Trcutler. Zur Frühstückstafel waren geladen Landrat Ritter von Marx und Oberbürgermeister Lübke. Am Sonntag nachmittag unternahmen die Maje­stäten und die Prinzessin mit Gefolge eine größere Auto­mobilfahrt über die Saalburg, Wehrheim, Usingen, Schmit­ten und zurück über den Sandplackcn. Tas Wetter ist sehr warm.

Deutsches Reich.

Tic Hochzeit der Prinzessin V i k t o r i q L u i s e.

Laut deniTemps" wird das englische Königspaar im Mai der Hochzeit der Prinzessin Viktoria Luise in Berlin beiwohnen. _____________________________

Ausland.

Bismarckfeier in Wien.

Bei der morgen in Wien statt findenden Bismarckgedächtins- feier des deutsch-nationalen Vereins für Oesterreich iverbcn, wie man uns mitteilt, folgende Redner Ansprachen halten: R. Brandsch, öermamutabt, Mitglied des ungarischen Reichstags, Tr. Werner, Gießen, Mitglied des Teutschen Reichstags und K. H. Wolf, Mitglied des österreichischen Reichsriis und Landtags.

Ter neue Polizeipräfckt von Paris.

Aus Paris wird gemeldet: Poincarä unterzeichnete heute das Tefret, wodurch der Tircktor des allgemeinen Sicherheits­dienstes, H c n n i o n , an Stelle des in den Ruhestand getretenen, zum Ehrenpräfekten ernannten Lepinc zum Polizeipräfektcn er­nannt wird.

Deserteure in Frankreich.

Ter französische Kriegsminister erklärte in einer Rede in der Kammer, in welcher er den Antrag aus A m n e st i e r u it g b c r Tci'crtcurc bekämpfte», daß feit 1908 die Zahl der Trier« teure nicht weniger a l s 2400 b i s 2500 und die der Gestellungsflüchtigen 9000 bis 10000 betrage. Eine Amnestie rung der Deserteure würde geradezu eine Prämie auf die Fahnen­flucht bedeuten. Tic Regierung traf int Interesse der Manneszucht allesUnerläßlich e, der Zunahme der Tesertionen Einhalt zu tun.

Aus Stabt und Canö»

(Sieben, 31. März 1913.

An unsere Leser

richten wir die Bitte, bei dem Quartals sckluß das Abonnc- Ment rechtzeitigem euer n wollen. In der inneren wie der äußeren Politik stehen in ben nächsten Monaten große Tage bevor. Ter Reichstag hat die Wehr- und Deck­ung sVorlagen zu erledigen, worüber inper Blatt sehr aus­führliche Berichte bringen wird. Aber auch in der äußeren Politik ist an einen stillen Sommer nicht zu denken. Tic Kriegs- sorgen werden noch nicht von der Tagesordnung verschwinden. Bei den nun beginnenden Frühjahrsarbeiten wird auch der Land- manit täglich nach der Zeitung greifen müssen Der Gießener Anzeiger, der steigende Erfolge aufzuweisen hat, wird den Leser schnell, zuverlässig und eingehend von a l t e m.Wissenswerten unterrichten.

* Tagcskalcnder. Stadttbeater: Benefiz für Cber- Regisseui 'Tworkowski:Die SiebzehnjährigenV Montag abend 8 Uhr.

T r i n ke r-F ü r f o r g e st e l l c für Stadt- und Landkreis Gießen, ^lsterweg 9. Sprechstunde TienStag abend 6'/.8 Uhr.

"Der Kaiser in Gießen. Tom Vernehmen nach wird der Kaiser im Monat April nach Gießen kommen, uni sein hessisches Regiment zu besichtchen. Tie Leibkompagnie wird dem Kaiser in den Uniformen au§ der Zeit der Regi- mcntSgründung die damaligen Ererzitien vorführen. Wir geben diese Nachricht unter Vorbehalt wieder, da beim Re­giment von diesem Kaiserbesuch bis jetzt nichts bekannt ist. Beim RegimcntSfest wird der Kaiser nicht zugegen fein können, er wird wahrscheinlich vom 5kronprinzen oder dem Prinzen Eitel Friedrich vertreten werden.

** Ordensverleihung Ter Großhcrzvg bat dem Bevollmächtigten bei der Zcntralkommiifion iür die Rbeinichiisahn Geh Oberbaurat Imroth zu Tarmftabt die Erlaubnis zur An nähme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Kroncnordens 2. Klasse erteilt.

** I n ben Ruhestanb versetzt wurde der Reallehrer Edin. .v> a r t m a n n an dem Landgrai-Ludwigs Ghmnanum zu Gießen auf fein Nachsuchen unter Anerkennung seiner lang lährigen treuen Ticnfte und unter Verleidung des Ritterkreuzes 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone.

* Sebrcrner io Italien. Tritt Lehrer Phil Angel zu Wald Michelbach wurde eine Lehrcrstellc an der Gemrindeschulc ;u Ensheim. dem Lehrer Jak. Simon zu Ter beim eine Lehrer stelle an der Gemeindeichule zu Nackenheim: dem Sckmlanils- aiouanten Phil. R ud. Em me r t aus Als beim eine Lehrerstelle an der cvang. Schule zu Eick: dem Schmlamisaipiranten Phil. Ä ö t t- mann aus Weriau eine Lehrerftelle an der mang. 3dmlc zu

Amberg eine Lehrerftelle an ber Gemeindesckule zu Tienheim: dem 2d ulomlsaipirantcn Gust. Sckwamb aus Schornsheim eine Lehr erstelle an der evang. Schule zu Lampert heim; dem Schul

ainisaioiraittcn Jobs. Baustmann aus Frei Laubersbeim eine Lehrcrstrlle an brr Gemeindeickulc zu Wetnolsbeim dem Schul' amtsaspiranten ^imon Zimmermann aus Nackenheim eine Lebrenielle an der Gemrindeschulc zu Boden heim: dem Schul anusaipirLintcn Jak. Knapp aus .S?üttenidb eine Lehr erstelle an der Gemrindeschule zu Laubenheim: dem Sckulamtsaspirantcn Wild, v u b c r aus Södel die zweite Lehrerstelle an der (^emeind^- irbulr zu Weuev Gesäß übertragen. Ter Lchulamtsa'piranr .\xb. Sckepo zu Gießen wurde zum Lehrer an der Borickule des Landgraf-Liidwigs Ghmnasiums zu Osteßen unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer ernannt. Tic Versetzung de» Lehrers an der hol Bürger-tMädchen Sckule zu Bensl>eim IaL Schmitt an die Volksschule zu Main; wurde zurückgenommen.

♦♦ Gtabttbcatcr. Mit der heutigen Benefiz-Auf- 1 fubrunq inr Oberregisseur Dworkoivski «Mar Treu - Tic siebzehnjährigen") erreicht die diesjährige Spielzeit A ihr Ende. Es gelangten zur Aufführung 53 verschiedene H Werke, darunter 3 Opern, in 144 Vorstellungen. Unter ben auipefübrteu Stücken befanben sich 20 Neuheiten für Gietzien Tic Gutscheine hatten in 68 Vorstellungen Gültigkeit In Marburg wurden außerdem ^34 Vorstellungen gegeben Dost hinter diesen Zahlen sich eine große Summe von künst­lerischer Arbeit verbirgt, leuchtet auch dem Laien ein; her Fachmann wirb sie noch höher einschätzen, ba unsere Bühne sich den Ruf erworben hat, daß an ihr sorgfältig und vor­nehmgearbeitet" wird.

* Ein öruwagen des PserdemetzgerS Moscs Kcr geriet am Samstag abenb zwischen 67 Uhr in Brand. Tas S?cu ist vollständig verbrannt, während der Wagen nur angebrannt ist Ter Vrano entstand durch Unvorsichtigkeit. Direktor Stein- göftrer schickte sofort die Minimar-Löschavparate aus dem Theater zur Brandstitte, durch die denn auch der Wagen gerettet wurde.

Fahrradbiebstahl. Am 29. März, abends gegen 8 Uhr, wurde au? dem Hose einer Wirtschaft in der Neu­stadt dahier ein Fahrrad Marke aa(burg' mit der Fabrik-Nummer 153 206 gestoh 1 en. Vor Ankauf wird gewarnt.

* * Zur letzten deutsch-sozialen V e r i a in hi I u u g bittet uns Siadtverodneter Winn um eine ausführlichere 1 Wiedergabe seiner Ausführungen. Er habe unter an­derem gesagt: Für die genante Vceresvorlage bin ick, weil ^sie zum Schutz? deutscher Interessen bringend notwendig erscheint. Tic Beschaffung oer Mittel hierzu wie bin"? durch eine einmalige Ab gäbe vom Vermögen vorgeseh?n ist, dürfte meines Erahnens erst genau geprüft werden, damit ein? gerechte Verteilung auf die i Bundesstaaicn und die einzelnen Zahler gefuntim wird Tie ; Vermögen in Hessen sind unter dem Finanzminister lstnaulh ;u einer Zeit des wirtschaftlichen .saoä aaugs gefck itzt worden. Eine j Anzahl von Bundesstaaten haben eiic Sch itzunq des Grundver- 1 mögens bis jetzt noch nicht vorqeiwktimeii Wenn ein? solche I jekc ftattfinber, wird sie voraus'ichtlick Verb, iltnismätz-g geringer | ausfallen. Hessen müßte dann eine verhältnismäßig höhere Steuer ' bezahlen wie andere Bundesstaaten. Es lönn' also hier mir eine neue nach einheitlichen Grundsätzen burchgosiihrte Schätzung inr ganzen Reich in Betracht kommen. Eine Anzahl großer Ver- n.ögen erbringen gan; geringe Einkommen und inderieits wieder haben eine Zabl Heiner Verwogen fel>r große Einkomme: ES kann deshalb nach meiner Ans ick: eine rimn iligc Vermögens abgabc nur unter cntfprcd?cnbCT Berücksichtigung des Einkommens in Betracht kommen.

Landkreis Giehc'4.

-m Hungen, 30. März. Ter älteste Einwohner unseres Städtchen, Friedrich Kraft, feierte gestern im Kreise seiner Angehörigen seinen 9 0. Geburtstag in körperlicher und geistiger Rüstigkeit. Der Gesangverein .Liederkran'/ brachte auS diesem Anlaß dem Greis am Abend ein Ständchen.

Kreis Lauterbach.

(b) lErainfeld, 29. März lieber ben in Nr 71 mitflctcilten Branb in Crainfeld ist noch ui berichten . Tas Anwesen steht im Besitz .\?dr Gans II Als Ursache d?s Brandes gelten die aus dem Schornstein des Dampfschneid.- Werks des Wagenbauers Friedrich Sck)melz aufgestiegenen Funken, die bie Strohfieber des LwlrNiegclbaches ontzün- )ctcn. Die Frau des .L>ch. O^ans, bie sich im Hose auf hielt, war die erste Person, die ihr Haus in Flanimcn stellen sah und sofort Hilfe rief. Der Wagenbauer Schmelz fiel von einer .Herz-schwäche erfaßt und mußte zu Bett gebracht werden. Tic Feuerwehr sowie die der nahe gelegenen Orte vermochten des Feuers nicht Herr zu iverbcn, und in kurzer Zeit lag das HauS in «Asche. Doch gelang cs, ein gefährdetes Nachbarlmus zu retten. Die Flammen, die den Tanzsaal des Gastwirts Occhler ergriffen hatten, tonnten noch rechtzeitig gelöscht iverbcn.

Kreis Friedberg.

r. Bad-Nauheim, 30. März. Gestern abend wurde )icr ein HilfShoboist vom Infanterie-Regiment Rr. 68 (Magdeburg) wegen u n e r l a u b t c r E n t s e r n u n g von seinem Garnisonsorte verhaftet und dem BezirtSkommando Fried- berg zugesühri. Ter Verhaftete hatte während seines Auf- enthaltcs im Militär - KurhauS, wo er als Rekonvaleszent weilte, mit zwei hiesigen Kellnerinnen zarte Beziehungen unter­halten. Sehnsucht und Liebe hatten ihn dann zu dem un­überlegten Schritt veranlaßt. In der überfüllten Dankes- kirchc nahmen gestern 95 Konfirmanden zum erstenmal an der Feier deS Abendmahls teil.

r. Bad Nauheim, 30. März Tic Freiwillige Feuerwehr hielt am Samstag ihre H au otü erfa mmfung ab. Tie Verhandlungen leitete ber Korn Mandant, Stadtverordneber M

W. (Stamm Tie Wehr umfaßt zurzeit 113 tätige und 118 unterstützende Mitglieder. . Ihr Vermögm beläuft sich ut bar auf 21K(> Mar^ Hierzu kommt nock das Inventar im Werte von 800 Mark. Die gesamte^Ausrüstung der Wehr^witt, von der Stadwerwaltung gestellt. Ta bie Feuerwehr un Jahre 1873 gegründet wurde, kann sie in diesem Jahre ihr vrerzigiähriges , Besteheit feiern.

Starkenburg und Rheinhessen.

M. O s f c n b a di, 31. März. ^Priv. Tel.) Im HauseLinjen- berq erschoß heute früh der 25jährige Port' feniller Friedr. Wilh. Lembke seine 20 Jahre alle Geliebte Anna Marg. H enztg intb baim iidi selbst. Ter 23 Jahre alte Maurer G l ü h ftirntr in einen 11 Meter tiefen Brunnensätacht. Er verlor seine Kvpshaitt und erlitt einen Schübel druck

Hessen-Nasiau.

sj Marburg, 29. März. In der heutigen Sitzung des Kreistags wurde der KreiShauShalt mit 401 000 Mk. festgesetzt. Tic Kreissteuern bleiben wie seither, cS werden erhoben 20 Proz. der Real- und Einkommensteuer und 10 Proz. Bezirksabgabe. Der Voranschlag der Kreisbahn wurde mit 98 784 Mk. Einnahmen und 86 410 Mk. Aus­gaben festgesetzt. Zur Verzinsung deS BaukapttalS usw. bleiben noch 39 750 Mk. durch KreiSsteuern zu decken.

(td> Marburg, 30. März. Ter Senior ber Iuristen- fahiltät, okh. Iuftizrat Prof. Tr jur. Ludw Ennecce- rus feiert am 1. Avril seinen 70. Geburtstag. Sern Lehrfach ist römisches und bürgerliches Recht, oiccheimrat Enncccerus flammt aus Neustabt a R. 1868 erwarb er in Göttingen die juristische Doktorwürbe und erwirkte bort zwei Jahre später seine'Zulassung als Privatbozent für römisches Reckt. Ostern 1872 würbe er a. o. Professor und