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Vermietungen
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Verschiedenes
Mietgesuche
Ein vernachlässigter Schnupfen rächt
tociülcr, Gerichtsvollzieher, Bahubofttraße 60 l
Schirm vertauscht
mit Namen gezeichnet. Aus-
Der 24 Jahre alte Mann stürzte aus der 'Fcchrrolle etwa :acf)t Meter t'if mit dem Rürken in einen unten aufrecht stehenden langen Bohrer, der ihm zuvor entfallen war. Der Mann war sofort tot.
als Büchcrsackverstänbiaer der Verlagsbuckhünbler Wertet 'Bcr ün> vernommen. Er bekund«, daß die Geschäfte, nnc sie hier er örtert wurden, im deutschen Buchhandel einzig daNünden, lie könnten nidtt nach den Bestimmungen des Börsenvereins Tür den deutschen Buchhandel beurteilt werden. v -
Nach der Pause verkündet der Bonitzende den Befckuun des Gerichtshofes, daß die Vernehmung des Zeugen Stöß abgelehnt worden sei, da die in die Wissenschaft des Zeugen fallenden Angaben als wahr unterstellt würden. Msdann gelangt der rvall de« Leutnant« siorlocficr zur Erörterung, bei dem es sich um 500 Mt Provision handeln soll. Leutnant dorischer sagt aus, daß er sich 1911 in Geldverlegenheit befand, da seine Aktien stark im Kurs zurülkgegangen waren. Die Angeklagte habe von ihm keine Provision verlangt, sondern ihn sofort an Tomarus verwiegen, der ihn dann mit Pariser bekannt machte. -rOO Mk. habe er aw Dornarus gezahlt. Dieser habe nichts geforbert, er habe die Provision freiwillig gegeben. Auf Betragen durch den Vctteibcr Julius Meyer I. erklärt der Zeuge, daß er den Abzug von 1500 Mk. nicht als Wucher betrachtet habe und auch heute nicht betrachte. Er sei damals froh gewesen, unter so günstigen Bedingungen das Geld zu bekommen — Darauf wurden die Wetter- Verhandlungen auf morgen vertagt
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— Eine Nativnalspende für die Beschaffung von Radium. Geh. Rat Will-elm dis, der Direktor der Berliner ersten medizinischen Charit^klinik und des Radiums-Jnstt-' tutes, ist zurzeit bestrebt, eine Nationalspende zur Beichanung von Radium tns Leben zu rufen. . .
* Wilderer. Aus dain bürg, 27. Nov., meldet em Privattelegramm : In dem Großborsteler Gehölz in der Nähe der ^sbieß- stände überraschte der Jagdaufseher Sorgenfrei nachts zwei Wilderer, die Fasanen schossen. Der Zimmermann Wentbon Ottens en wurde durch den Beamten im dandgemenge erschossen, der Gärtnereiarbeiter Rehbock wurde verhaftet.
* Deutsche Schwindler in Genua. In Genua wurden zwei Deutsche in dem Augenblick v e r h a f t e t, als sie an einem Schalter einer Bank auf einen gefälschten Kreditbrief über 15 000 Lire 3000 Lire abheben wollten. In ihrem Koffer wurden sechs weitere gefälschte .Kreditbriefe gefunden.
* Ervlosion. In den Sprengstolswerken der WestsaUich Anhaltimschen Sprengstofs-Aktiengeselllchaft bei Reinsdorf ereignete sich heute nachmittag eine Explosion, durch die zwei Trockenhäuser in die Luft gesprengt wurden. Die Ursache ist noch nicht sestgestellt. Zwei Arbeiter sind tot; ob unter den Trümmerhaufen noch mehr Opfer liegen, ist noch nickst festgepellt.
* Jugendliche Morde r. In Abbeville (Departement Somme, wurde ein 12jähriger Schulknabe namens Magnez verhaftet, der beschuldigt ist, am 12. d. Mts. in Cayieux im Verein mit seiner Schivester einen Mordversuch an einer 70jährigen Rentnerin verübt zu haben.
* 11 Tage lebendig begraben. Aus London wird gemeldet: Als der englische Dampfer „Tiger" in den Docks von K apstadt löschte, ragte plötzlich aus einem Kohlenhaufen eine menschliche Hand empor. Beim Nachforsck>en entdeckte man einen vortugiesischen Neger, der 11 Tage unter den Kohlen begraben gelegen hatte. Der Neger konnte sich unter der .Hand des Arztes bald erholen.
Kleine Tageschronik.
In Barcelona beschlossen die Studenten mit einer Mehrheit von 600 Stimmen den Ausstand.
Amtlich wird der Ausbruch der Maul-- und Klauen leuche aus dem Magerviehhofe in Berlin Friedrichs Telbe gemeldet. ___________■
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Landwirtschaft.
11 Marburg, 27. Nov. Wie in der gestern nachmittag unler dem Vorsitze des Direktors der Landwirtschaftlichen Winterschnle. Herr» Schlicht, abgehaltenen Versanmilnnq des Kreis - Obstbau Vereins mitgeteilt wurde, sind diesmal bei der hiesigen Obstverkanis-Vermittlungsstelle nur 23t. ?lbschlüsse mit 141 Zentnern Obst im Werte von 2361 Mk. vermittelt worden. Als auffällig wurde es bezeichnet, das; in Kastel lernt Obstmarkt für einzelne Sorten wesentlich höhere Preise als hier erzielt werden konnten. Am Schlüsse der anregenden Versammlung hielt Garteninspektor H über aus Oberzwehren einen interessanten Lichtbilder-Vortrag über „Obstbaumdüngung".
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Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
iVetteraussichlen in Dessen tue Samstag, den 29. Nov. 1913: Meist tuii>, Regeniäsie, westliche Wmde.
Der Boman einer gräflichen Grisette.
Ü Berlin, 27. November.
Nach eintägiger Pause wurden heute die Verhandlungen in 'bem Prozeß gegen die Gräfin Fischler von Treuberg fort gesetzt. Zu Beginn der Sitzung teilte der Vorsitzende mit, daß das Gericht beschlossen habe, zur Aufklärung der Automobilgeschäste der Angeklagten die von dem Verteidiger R.-A. Bahn benannten Automobilhändler Fleischer und Melchior sowie den Buchhalter Peter als Zeugen zu laben.
Es wird bann bcr Fall bes Leutnaitts v. Motz behandelt Dieser hat, wie bcr Vorsitzende vorträgt, sehr verschwenderisch gelebt und ist schließlich wegen Verschwendung entmündigt wor den. Zum Vormund wurde ihm fein Schwager, .Herr v. Kotze be stellt. Im Sommer 1907 habe sich v. Motz wieder Geld zu leichtsinnigen Ausgaben verschaffen wollen und sich deshalb an die Angeklagte gewandt. Diese sagte ihm, sie hätte zwar kein bares Geld, wolle aber versuchen, ihm anderweitig zu helfen. Sie fuhr nach Baden-Baden und v. Motz kam nach. Er hat dort von dem Juwelier Koch, dessen Hauptgeschäft sich in Frankfurt befindet, durch Vermittlung der Angeklagten für 50 000 Mk. Schmuck fachen auf Wechsel entnommen. Die Angeklagte soll diese Sckch.n versetzt und für das Geschäft eine Provision von 2000 Mk. bekommen haben. Die Angeklagte erklärt hierzu, daß v. Motz ihr sagte, er fei mit Fräulein Weinberg in Frankfurt verlobt und wollte Schmucksachen kaufen. Er habe daher in Baden- Baden bei der Firma Koch, die er schon kannte, Goldsachen gekauft. In Berlin habe ihr ibxinn Herr v. Motz ein Armband zum Versetzen gegeben, was sie auch getan habe, eine Provision habe sie nicht erhalten. Vors.: Schließlich HM sich Herr v. Motz nicht mehr halten können und hat sich im September 1911 im Bodensee ertränkt. Der Mitinhaber der Firma Koch, Netter, gibt an, daß v. Motz 1910 in seinem Zweiggeschäft in Baden- 1 fabelt für 50000 Mk. Schmucksachen kaufte und sich außerbem eine Auswahlsenbung nach Berlin habe sckstcken lassen. Diese Auswahl hat bcr Zeuge nicht mehr zurückbekommen können, er hat später erfahren, baß v. Motz sie an verschiedene Damen seiner Bekanntschaft verschenkt hat. Von ihm habe die Angeklagte für das Geschäft keine Provision bekommen.
Es wird sodann zu den Bücher-Wucherfällen der Prinzessin Luise von Coburg, des Leutnants Hagenow u. a.
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Ein Tiger durchgegangen.
Paris, 28. Nov. Bei Epernon (Dep. Eure-ct-Loire) sollte aut einem Hügel eine kinernatographischc Ausnahme ftattfinben, die eine Tigerjagb darstellen sollte. Tret Tiger waren tn zwei > Käsigen in ein umfriedetes Gelände qebrackst worden. Als ein Käfig geöffnet wurde, sprang eins der Tiere über das Gitter des Geländes und verschwand, von den Kugeln der Jager verfolgt, in einen nahen Wald. Tie sofort veranstaltete Ireibiagb blieb erfolglos. Unter der Bevölkerung herrscht großer Schrecken, vo- gleich bet Tiger, bcr wahrscheinlich verwunbet ist, bisher keinen Schaben angerichtet hat.
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8 Büdingen, 27. Nov Schon mehrere Jahre verteilt der Verschönerungsverein im Spütherbstc Preise für Blumenschmuck an Häusern und Baikonen. Dieses gemeinnützige Streben genannten Vereins bat die Verschönerung der Gebäude durch Blu menschmuck ungemein gefördert. Samstag, den 6 Dezember, findet die diesjährige Preisverteilung im „Fürstenhofsaale" statt, wobei Kreisobstbautechniker Metternich einen Vortrag mit Lichtbilder- vorfühntngen tritt, dem ein geselliges Zusammensein folgen wird.
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II Marburg, 27. Nov. teilte wurde hier der letzte oics- jährige S ch wei u e m a r kt abgehalten, der im VolkSmunde als ' og. Fetter M arkt' bezeichnet ivird. Die Verkäufer, die mit ihren fetten Schwemeii auf eiu gutes Geschäft rechneten, waren etwas enttäuscht, denn bei regem Angebot blleben die Preise hinter denen der letzien Wochen etwas zurück, wurde» doch |d)o» ga»z mmclimbnrc Schiveme, die »ur »och kurzer Mästung bcbudlcn, für 80-90 Mk. für das Stuck verkamt. Kleine Ferkel und Läufer behauptete» i» Anbetracht der Me« Kartoffelernte 'bre Preift. Ferkel wurden das Paar mit 28-43 Mk., Läufer mit 60-/0 TIL, je nach Grüße und Güte bezahlt. Der Pandel bewegte sich in mittelmäßige» Grenzen. Tie Gefamtzustchr an Emlegschiveinen, Läufern und Ferkeln belief sich aul 1484 Stuck.
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