Ausgabe 
31.1.1913 Drittes Blatt
 
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imzubringen.

Kreis Büdingen.

Gewerbliche Revisionen.

Kreis Lauterbach.

O 2B allein* ob, 29. Jan. In großer Gefahr schwebte ein hiesiger Landwirt durch das Turchgehen seiner Pferde. Er hatte Pfuhl auf den Acker gefahren, als die Pferde plötzlich scheuten unb durchgingen. Ter Besitzer suchte mit aller Kraft die Zügel zu halten, wurde aber zu Boden geworfen und eine Strecke geschleift, dann mußte er die Zügel loslassen und die Pferde rasten iveitcr. Sie lamcit im Hofe mit nur noch drei Rädern am Wagen an.

Kreis Friedberg.

= Friedberg, 30. Jan. In der gestrigen Sitzung des Obst- n n b Gartenbauvereins Friedberg-Fauerbach iinirhc beschlossen, daß int kommcixden Herbst eine große Ob st­und Gartenbauausstellung slattsinden soll. 2kls Lokal für sie wurde der Saalban mit Nebenräumlick)keiten unb als

vereinrnachrichten.

Watzenborn, 30. Ian. Ter GesangvereinSänger kränz' feiert näctsten Sowitag im ^Goldenen Stern" sein 3 7 j ck h r i g c s B e st c l) e n.

h. Watzenborn, 29. Jan. Ter TurnvereinGut Heil" begeht am Samstag abend int(goldenen Löwen" fein Wintcrvergangen in Form eines humoristischen Abends.

vom 21. Dezember 1893. 21.

schäften bezügl. Beschäftigung fremden Personals, Einhaltung der Ruhezeiten aus Grund der bundesratlichen Verordnung vom 23. Januar 1902. 22. Getverbliche Nebenbeschäftigung s ch n l v s l i ch t i g e r Kinder auf Grund des Kinüerschntzgesetzcs vom 30. März 1903. 23. Bäckereien und den mit diesen verbundenen Konditoreien auf Grund der bundesratlichen Bc-

x Rid d a, 30. Jau. Gestern abend hielt in der Kirche Missionar Blocher von der Baseler Mission einen Vortrag über ferne Wirksamkeit an der Goldk ü st e. Er tvußti die Notwendigkeit der christlichen Mission sehr eindringlich zu machen, besonders angesichts,des Vordringens des'Islam der gegenwärtig allenthalben sich regt und durch sein fana­tisches SBefen gerade den Heiden imponiert. Trotz ander­weitiger Veranstaltungen an diesem Abend war das Gottes­haus gut besucht und wurden auch zahlreiche Schriften verkauft. Am 1. Februar verläßt uns Herr Gerichts- Assessor Lang um eine Stelle als Staatsanwalt am Land­gericht Mainz zu übernehmen. Er war mehrere Jahre hier tätig; ihm zu Ehren wurde ein Abfchiedsessen gehalten.

Kreis Alsfeld.

-- Als fe l d, 30. Jan. Im Hotel zum Deutschen Haus lüirb zurzeit ein freiwilliger U n t e r r i ch t s k u r s u s für Unteroffiziere dcS Beurlaubten st andes durch einem jOssizrer des hiesigen Meldeamts auf Veran- lassung des .Kriegsministeriums ab gehalten. Der Unter­richt bezweckt eine bessere Vorbereitung der dem stehenden Heere nicht angehörenden Unteroffiziere über die Aufgaben und den Dienst im Kriegsfälle. Es wird den ehemaligen Soldaten manches gelehrt, was sie in ihrer aktiven Militär­zeit nicht gelernt haben, namentlich über das Transport­wesen gefangener feindlicher Soldaten, über Umchädlick>- mackwng (Vernagelung) eroberter Geschütze u. dergl. Die Zahl der Teilnehmer des Kursus beträgt 31, sie gehören der Reserve und Landwehr an; es sind nur in dem Melde­amtsbezirks Alsfeld wohnende Leute, von denen sich sogar einige aus dem hohen Vogelsberg beteiligen, trotzdem sie bei ihrer Heimreise recht recht schwierige Wege zurückzu­legen haben.

Q Storndorf, 29. Jan. Durch die empfinblichc Kalte der letzten Zeit hört man überall Klagen über den Gesundheitszustand. Besonders viel tritt anscheinend bic Lungenentzündung unb Influenza auf. Auch die Röteln und Masern sind so stark unter den Kindern ver­breitet, daß die Schule auf einige Zeit geschlossen werden mußte. Einer hiesigen Familie starben in einer Woche zwei Kinder im Alter von neun und vier Jahren. In der Nach­bargemeinde Vadenrod starben einer Slrbcitcrfamilte zwei Kmder an Röteln.

§ Aus d e m O h m t a 1, 29. Jan. Die hundertjährige Wiederkehr des Gedenktages der Völkerschlacht bei Leip- zig erweckt Erinnerungen an die fünfzigjährige 05 e= denkfeier dieser Schlacht, die allgemein in Deutschland gefeiert wurde. Keine Gemeinde schloß sich damals aus. Man veraustaltete meist Fackelzüge, die sich zu einer Berg­höhe begaben, worauf ein mächtiges Freudenfeuer au- gezündet ward. In der Nähe des Feuers stand die Redner­bühne, von der man begeisterungsvolle Reden an die Ver­sammlungen richtete, Reden, die nicht so selten fo markig durch die stille Nacht hindurchdrangen, daß man die Worte drunten in der Ortschaft verstehen konnte. Bon welcher Begeisterung damals jung und alt erfüllt war, erhellt die Tatsache, daß in dem Orte N. ein alter Kämpfer von 1813 sich schon in den Nachmittagsstunden auf die Berges­höhe mühsam tzinaufgeschleppt hatte, um ja abends nicht zu fehlen.

in jeder Weife günstiger liegen. Die besten Luttichine und un­brauchbar, nrcnn die bedienende Mannschaft nicht in Wichtiger Weise ausgebildet ist unb bic Eigenschaften besitzt, bie zur Führung nötig sind Neben guter Schulung müssen Mut, Ausdauer und Pflichtgefühl, die 05abe rasch und richtig zu denken, sich r«ch zu entschließen und zu handeln die Grenze der Lcftftingsfahtgrett bis ans äußerste Ende hinausschieben. Tie Torge, die notige Anzahl solcher Flieger zu erhalten, hat sich als unbegründet erwiesen, und es stclst zu boffen, daß zu dieser Zahl geprüfter Flieger noch manche binzukommen werden, eine Annahme, oic durch das kräftige Einsetzen gesunden Sports und der ^ugendwchr- bewegung noch gestärkt wird. Ter Redner schloß jnnen mit Beifall aufgenommenen Vortrag mit den Worten: ,,-ieutimlaiic darf aus eine solide gute Grundlage seines Flugwesens i(bauen. Wenn es aus diesem Gebiete rüstig weiter arbe ic\ bann kann es auch hier sagen: Lieb Vaterland maglt ruhig sein."

Landkreis Gießen.

D Lich, 29. Jan. Turch das Fel d bare i nig u n g s- berfahreu mußte, da das (Gelände landwirtschaftlichen Zwecken übergeben werden soll, das sog.P l a 11 c u w ä ld- ch en", ein am Wege nach Ettingshausen gelegener, etwa 40 Jahre alter größerer Walddistrikt, in diesem Winter ab geholzt werden. Morgen findet die Versteigerung des Holzes statt. Tie Abtragung des a l t e n F e st u n g s- walls schreitet weiter fort. Ein Stück Alt-Lich schwindet so und macht der Neuzeit Platz.

--Grünberg, 29. Jan. Auf Grund der Fernsprech- gebühren-Ordnung vom 20. Dezember 1899 wird^ folgendes bekannt gemacht: Für jeden Anschluß an das Fernsprech netz in Grün berg, der nicht weiter als 5 Kilometer von der Vermittlungsstelle entfernt ist, betragen vom 1. April 1913 ab A.bic Paufchaebühr 100 Mk., B. wenn ait deren Stelle die Grundgebühr und Gesprächsgebühren gezahlt werden, 1. die Grundgebühr 60 Mk., 2. die Ge­sprächsgebühr 5 Pfg., mindestens 20 Mk. jährlich. Ti' Teilnehmer, die an Stelle der Pauschgebühr die Grund- gebühr imb Gefprächsgebühren zahlen wollen, müssen dies dem hiefigen Postamt bis Ende Februar schriftlich Mit­teilen. Sie erhalten dann zum 1. April andere Anschluß nummern. Teilnehmer, deren Jahresgebühren zurzeit niedriger find, als die künftig geltende Pauschgebühr, können ihre Anschlüsse zum 1. April kündigen. Die Kün­digung ist bis Ende Februar schriftlich bei dem Postamte

UntttcrHrät$«nacbricf»rfct».

Das durch die Berufimg des Professors Tr E. Kohl-f rausch nach Straßburg freiwerdendc Ordinariat für Straft und Prozeßrecht an der Univerfität Königsberg i. Pr. wird zu Ostern 1913 der a. o. Professor daselbst Tr. jur. Alexander Burggraf und Graf zu Dohna- S ch l o d i e u übernehmen.

stimmiingen vom 4. März 1896. 24. Offene Verkaufsstellen und Warenhäuser, in denen ein Kleinhandel mit Kerzen betrieben wird, aus Oh-unb der Bekanntmachung vorn 4. Tez. 1901. 23. Offene Verkaufsstellen, in denen Margarine, Marga- r ine käse oder K u n st s v c i sc f e 11 aufbcwahrt und feil­gehalten wird, auf Grund des Margarinegcsetzes vom 15. Juni 1897. 26. Molkereien in Bezug auf Beschäftigung von Arbeiterinnen auf Grund der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 4. Juni 1910. 27. Betriebe, in denen in der Regel min­destens 10 Arbeiter beschäftigt werden, unb diesen gleich- stehenden Betriebe in Bezug auf Beschäftigung von iugend­lichen Arbeitern und Arbeiterinnen auf Grund des § 107, §§ 135139 der Gewerbeordnung, sowie § 241243 der hessischen Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung vom 20. März 1912. 28. Offene Verkaufsstellen, in denen sog. Blutwcin angepriefen wird, bezügl. Etikettierung der Flaschen mit unzulässigen Bezeichnungen. 29. Zur Erhebung kamen 7 0 N a h r u n g s und G e n u ß m i 11 e l darunter 36 Boll- milck>-P roden, sowie 6 Gebrauchsgegenstände (Kinder- spiclzcug>, sie wurden dem chemischen Unterfuchungsamt übergeben. Bon den Milchproben wurden zwei wegen geringen Fettgehalts unb zwei wegen zu niederen spezifischen Ofenri ebt* beanstandet. Außerdem wurden bezügl. des spezifischen Gewichtes der Milch 88 Straßenkoittrollen ausgcübt.

IV. Quartal 1912.

In Gießen wurden revidiert: 1. Drogerien auf Grund der Verordnung vom 20. März 1905. 2. BcnzinWäsche­reien bezüglich gestellter Bedingungen. 3. Petroleum- wagen und Pctroleumlagcr auf Grund der Verordnung vom 20. Mai 1903 unb der gestellten Bedingungen. 4. Dxc Trödler und Pfandleihan st alten auf Grund der Ver­ordnung vom 2. August 1899. 5. Die Farbwaren l; an d- l xi n g c n auf Grund der Verordnung vvm 17. Avril 1895 und 15. Juni 1905, den Verkehr mit Giften betr. 6. Brauereien und B i e r h ä n d l e r bezügl. Führung von Bieren unter der Bezeichnung ,.Malzbier", auf Grund des § 6 des Bransteuer- gewtzcs. 7. F e l l h a n d l u n g c n und L u m p e n s o r t i c re- re i e n in Bezug auf- und UmHciberäumc, auf Grund des 8 120d der Reichsgewerbeordnung. 8. Gum in iw ar en- fabrikcn auf Grund gestellter Bedingungen. 9. Bio­graphen und K in cnxa t o gr ap h c n. 10. Die Waren­häuser auf Grund der ministeriellen Bestimmungen _ vom 15. Juni 1905. 11. B o r st c n z u r i ch t e r e i e n , B n r st en - unb Pinsel nr achereie n auf Grund der bundesratlichen 'Be­stimmungen vom 22. Oktober 1902, sowie bezügl. Desinfektion ausländischer Ware und Impfung ausländischer Arbeiter. 12. Be­triebe, in denen in der Regel mindestens 2 0 Arbeiter be­schäftigt werden bezügl. Aushändigung von Belegen (Lohnzettel, Lohnbücher, Lohnbüten) bei regelmäßigen Bezahlungen aus Grunb des § 134 der Gewerbeordnung. 13. Warenhäuser und o f f ene Verkaufsstellen in Bezug auf Lagerung von Zellu­loidwaren. 14. Putz machen eien auf Grund der Verord­nung vom 31. Mai 1897 und 17. Februar 1904. 15. Mineral- w a s s e r f a b r i ke n auf Grund der Verordnung vom 22. Juli 1885. 16. Knochen- und Lumpenlagcr auf Grund des Polizeireglemcnts vom 8. Oktober 1884 und der gestellten Be­dingungen. 17. Verkaufsstellen mit Wein handel bezüglich Führung von Weinbüchern nach dem Weingesetz vom 7. April 1909. 18. Gewerbsmäßige Stellenvcr mittler auf Grund des Stellenvcrmittlnngsgcsetzes vom 2. Juli 1910. 19. Bar­bier- und Irisenrstuben auf Grund der Polizeivetordnung vom 14. Juni 1904 und 20. Dezember 1909. 20. Offene Verkaufsstellen bezügl. Lagerung von Feuerwcrkskörpcrn auf Grund der Verordnung, den Verkehr mit Sprengstoffen betr.

~ Gast- und Schankwirt-

Vermischter.

Wie ich die Alpen überflog".Mir ist, aT8 sei ich lvahnsxnnig." Das waren die ersten Worre, die Bielovucxc, der junge peruanische Pilot, der^nun die Alvcn glücklich über­flogen hat, ausrief, als er vom <-'tze 'eines Flugzeuges, Hs 'ich tief ut den Schnee grub, bei Domodoftola abitnang. Emen Augen­blick, fo erzählt ein englischer Augenzeuge, starrte bet mit weitausgcrissenen Augen auf »emc Maschine^ überwand er die Aufregung, in dxc ihn dxe glückliche Vollendung des kühnen Fluges versetzt hatte und umarmte lächelnd die zu seinem Empfang herbeigeeilten rfreunbe. Auf der -rohrt nach Domodosfola erzählte er bann im Auto von lement «.ringe. 1» ich einige hundert Meter hock) war, fetzte p^tzlick mein Motor aus. Ick war gerade über der '-liefe der ichrecklich fchlvarzen Saltineschlucht. Ich erkannte bic Gefahr, aber es gelang mir glücklicherweise, ben Motor wieder in Gang zu bringen : nt fviralenförmigen Kurven konnte ich wieder hoher hmauttt^gen. Ten Simpion überflog ich in einer Höhe von 10 000 ö'UB- können den beklemmenden Eindruck nicht schildern, den ick) batte, während ich emporstieg. Tie Alpen schienen unter mir zu ver­sinken. Nur der Weißmciß und der Monte Leone '.vollen Nicht allen. Höher steige ich empor, unb nun cnblid) habe ich aucv den Wcißmetß unter mir. Vom Simpion 5um Gab» 4>ob schnell hinüber. Ich flog nun in einer Hobe von lObOU rfUB über den Gaby-Paß' zu meiner Linken gähnt das furchtbare Gondotal, dessen Luftströmungen Ehavez verichlangen und bte er denKviribor bet Hölle" nannte. Es gelingt mir, iDii zu vermeiden, ich halte gerade auf den Monte Monscera zu. ^ver plötzlich packen eisige Luftströmungen von dem Wctf'mctßglettcvcr meine Maschine, durchrütteln sie. Ich fühle mich verloren. Wird derKorridor der Hölle" auch mich verfchl'ngcn? Aber nein, meine Maschine triumphiert, ttotzt dem Winde, befreit sich, und. nun schwebe ich über dem Monte Monscera. Alics unter mir ist weiß, so weiß, daß ick fast geblendet bin. Öwtt fei -^anr, nach ein paar Minuten öffnet sich vor meinen Augen das braune? Ossolatal. Wclckfe Befreiung! Ta ist Italien. E^> ist mein Ziel. Tas ist der Sieg. Ick) stelle meinen Motor ab und gehe nieder." Eine halbe Stunde später eilte Bielevucic zu ^r stelle, wo fein Landsmann Chavez zu Boden kam unp bedeckte ba*j Grabmal seines Freundes mit Blumen.

ff. 11 u t c r s u chun g e n an beix by zantinit chen Kaiserpalästen. Turch das jüngste Groyfeuer ui Kon» flau tinobel ist ein Teil des Geländes freigelegt worden, cntt dem in der byzantinischen Kaiserzeit die Paläste der Käfter sich erhoben haben. Tas sranzösische U_ntcrrirf)t3miniiten.um hat int Verein mit der Akademie der Inschriften die Geleaeuhcu bc; nutzt, um zwei Gelehrte, die Herren Ebersold und Thiers, nach Konstantinopel zu senden, damit sic dort die fretgekgten Unter - (muten der Kaiserpaläste studierten. Tic Sendung, über bic bte i Gelehrten soeben ber Akabemie der Jyschriftcn ihren Bericht er­stattet l)abcit, ist insofern erfolgreich gewesen, als für bic To Po- : graphic bet Paläste wesentliche neue Taten festgcstellt werden konnten. Entdeckt wurden Terrassen, die zum Zwecke der Aus­gleichung des abschüssigen Geländes angelegt ivarcu. Aus einer ganzen Gruppe sehr interessanter Baulichkeiten, ist ein Trcpveu- - haus hcrvorzul)eben, das den ältesten Teil dcs Kancrpalaltes, j der dem Hippodrom benachbart war, mit ben jüngeren Bauten ut Verbindung setzte, die Kaiser Basilius I 8678* ; öttlick) am Meere errichtet bat. Heber Haupt ist das Bild der Pala'te, die aus , einer großen Reihe erst allmählich zusainmengewachseiier Bestaub- teile sich zusammensetzten, mcjcntlid) klarer geworben: es stellt sich also eine gewalttge Masse von Baulicht? tcn der »ericho densteu Epochen dar. Bei dieser Gelegenheit hat übrigens Herr Thiers auch noch Studien über die Arcksttektur des alten L>wbo droms von Byzanz, der geschichtlichen Stätte fo vieler wilder Partcikämpsc, gemachk, bic cs ermöglichen werden, den genauen Umfang dieses gewaltigen Zirkusbaucs festzustellcn.

* Höchste Geduld. Herr zu seinem Ticncr:Josef, nun warte ich sckwn 45 Minuten mit der Uhr in der Hand, daß du kommen sollst und mich lvcckcn." .

Termin der 27.-29. September gewähtt. Ein starkes Ausstcl- lungskomitee hat die Vorarbeiten überxwmmen. Die Ausstellung q liefert sich in vier Abteilungen: 9ÜI gerne in er Gartenbau, Blumenzucht, Gemüsebau und Obstbau. Jede bugcr Äbteilunsrn zerfällt in mehrere (Vrupven Besonders ist die Abteftung Blumenzucht hervorzuhcben, da sic zum erstenmal mit der Lbst- und Gcmüscausstellung verbunden ist. Ausftellen können nur Mitglieder des Vereins. Zahlreiche Ehrcnprefte, Medaillen, )o- wohl goldene wie silberne, und Ehrendtplome imb in allen Gruppen vorgesehen. . . _ ...

L Frie dberg,30. Jan. L^cattc wurden dxe Prusuugcn am Lehrerseminar beendi-gt. Sämtliche Abiturienten be­standen. Verhaftet und als der Brandstiftung ver­dächtig wurde gesterrx ein Dienstmädchen in der Apotheker­gasse. Tas Mädchen ist 17 Jahre alt und aus dem Stadt­teil Fauerbach gebürtig.

Starkenburg und Rheinhessen.

d Mainz, 29. Jan. In ber heutigen Txtzu ng der Stadtverordneten nnirbc über die Wohnungs­not im Stadtteil Mombach geklagt. Der Bauausfchuß und der Gelänbeverkchrsausschuß wirb beraten, wie dem Not­stand abzuhelfen ist. Ter höheren M ä d ch c n s ch u l e oll eine V o r b e r c i t u ng s a n st a l t (lOstufige Studien­anstalt) für den Eintritt in die Universität angeschlossen ivcrdeu. Die Billett st euer für die Kinematographen, Lichtspiele, BarietLtheatcr, Zirlusvorstcllungen, sowie Ticr- schaustellungen, wurde gegen die Stimmen der -Lvzial- demokrateix angenommen. Tic Steuer beträgt 10 Proz. des Eintrittsgeldes, mindestens jedoch 5 Psg. Für die Aufführungen der Kaiscrin-Friedrich-Sttftung (Handcl- Cratorium) im Mai 1913 von der Mainzer Liedertafel wurden einstimmig 5000 Mark bewilligt. Für die Er­richtung eines Verwaltungsgebäudes und eines Pförtncr- auses im neuen Gaswerk wurden 62100 Marl und für die Gaslcittnxg in dem neuen Stadtteil Kostheim na 000 Mark bennlligt. Nach den Mitteilungen des Oberbürger­meisters Hub zurzeit 115 stellenlose Arbeiter vorhanden. Ilm die Not zu mildern, sollen Glaeisarbeitcn ausgeführt iverden; es wurden hierfür 10 000 Mark bewilligt.

Hesfen-Nasfau.

w. Homburg vor der Höbe, 30. Jan. Der Kreis­tag des O de r'ta unuskreifes hat beschlossen^ den, Kaiser zum RegierungSjudiläum für Zwecke ber Sa a l - burgforschuug 20000 Mark zur Verfügung zu stellen.

6andel.

93 o n der Reichsbank.

Berlin, 30. Jan. In der heutigen Sitzung des Zen­tra l a u s s ch u s s e s der R c i ch s b a n k führte Exzellenz Ha­ll c n st c i n aus, daß die Entspannung seit Ncujalir nicht voll befriedigt habe. Turch die Wirkung dcc langen Laufzeit der vor Neujahr cingcreichtcn Wechsel habe sich | die Bank am 23. Januar noch mit 17 Millionen ui der Steuer« pflicht befunden, während in der gleichen Zeit dcs Vorjalnes I eine steuersreie Notenrcserve von 211 Millionen Mark bestanden. I habe. Zum erstenmal sei die Bank int Januar nicht aus dcx stcucrpslicht berausgekommen. Ter Stand der fremden Gelder 1 habe sich gleichfalls nicht vorteilhaft entwickelt. Sie hätten anti 1 23. Januar 710 Millionen Mark betragen gegen 763 Millionen im Vorjahr. Die weitere Entwicklung der Verhältnisse bis zuin 27 Januar sei auch nicht gerade befriedigend. Am 27. Januar habe noch eine Stcuervflicht von 3 Millionen Mark bcstandenj I wahrend int Vorjahr sich der Betrag der steuerfreien NotenrcsrN'e aus 248 Millionen Mark belaufen habe. Seit dem 23. Januar hätten die Anlagen um 30 Millionen Mark abgenommen, bte I Notendccktmg habe um eine Million zugenoinmen, der Stolen- I umlauf um 13 Millionen abgenommen unb bic fremden Gelder I um 12 Millionen Mark abgenommen. Angesichts dieser Exttwick- I lnng sei die Bank nicht in ber Vage, eine Ermäßigung des Tiskonts v o r z u n e h^nt c n.

** Gewerkschaft Fernie. T^s 4. Quartal brachte nach i 53 828,75 Mark Rückstellungen für Zinsen unb Amortisation der j Anleihen einen Uebersckuß von 71095,99 Mark, so daß untre j vftnznrechnrrng der in den drei ersten Quartalen erzielten Bettäae von 265 129,47 Mark sich ein I a h r e s Ü b c r s ch u ß von 336 22.* Mark 46 Pfg. ergibt. Es kommen wieder für ben Kux 62,50 Mk. '.'111 jbeute Uir Vrrlcilunq.

Markte.

' Februar-Märkte in «testen und Nmgeaend: 3. Alsfel!» und Marburg; 4. Gießen, Friedberg, Herbstein, Battenberg, <mvteiirob unb Wehrheim: 5. Gießen, 6 Butzbach und Haiger; 11. Altenkirchen; 12. Lauterbach: 13. Herborn und Weilmünster; 14* ©labenbad); 13. Dieben und Weilburg; 19. Frankenberg und Gienen; 20. Marburg; 25. Berleburg; 26. Wetzlar und _7. BuTenloiT

kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage), SaniÄtag, ben 1. Februar 1913:

Vorabend: 5.15 Uhr.

Morgens: 9.00 Uhr.

Nachmittags: 3.15 Uhr. JugcudgotteSdienft. fcabbatauägaiig: 6.10 Uhr.

Überall erhältlich. AuctGesellschaft Berlin O. 17 C,lh

Jede echte Osrant-Lt tvpc tnuss die InschriftOSRAM" tragen.

Osram Drahilampen