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22.12.1913 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten

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1. Ausfuhr

nach Finnland:

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me damit, das; das Snftcm der deutsche Einfuhr-

naten des laufenden Wahres erkennen läßt, mobci die waltige Steigerung im laufenden Jahre hcrvortrilt:

Roggen Roggenmehl

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von 6.ÄO ÜRf auf dieselben Getreidearten in Mehl form Zeitpunkt für da- ,Vnfrflhtrrtrn b<S Gesetzentwurf- tft

Htdjt triinr'-Bl: 2. einen iSntmurf betr Besteuerung von

diese Freuden und für alle irtrubrn in der Welt gekämpft in ba­den. der Gedanke an die edlen, als Cöfer geiallenen Brüder be- wegten mein Gemüt in wunderbarer Rührung."

Die Crnsicrc Porks aber feierte^ am 29. Tozomber im Sursaal >u Wiesbaden im engen Kreise und andächtiger Betrachtung noch ein anderes Fest, den Jahrestag der Konvention Don tau» roggen. durch die ihr (tenoral und Führer den Anstoß ;u all dem Großen von 1813 gegeben.

Tic Ankündigung, daß die russische Regierung als (9e- genmaßregel gegen die deutschen Einfuhrscheine, die in der Wirkung einer verschleierten Ausfuhrprämie gleichkommen. die Erhebung einens Zolles auf ausländisches Wette ibc und zwar sowohl in Rußland selbst, als auch in Finnland plant, ist geeignet, einiges Erstaune,, u erregen Trr russische Handelsm, nister begründet diese Maßnaht scheit '

ichleierten AusfuhrprZmieil, wie <S in Deutsch­land üblich lei, hindere dir Entwicklung der nifindrn Vanb- loirttdxrh Tie tage vericlilimmen Inb. sobald Rußland die Anbaufläche vergrößert und in der Feldknltur vollendetere Me­thoden anwendet

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Kaiser und Reichskanzler. Die ..Rordd. Allg. Ztg." meldet: Trr Man'cr machte am Samstag vormittag dem Reichskanzler einen längeren Besuch

Tie Betriebs-Einnahmen der preußisch- hessischen Staatseisenbahnen haben im Monat November gegenüber dem gleichen Monat des Bonahres im

Tic durch die Einfuhrscheine ermöglichte Verbilligung Getreideausfuhr nach Rußland, hi? so groß ist. daß

scheine die Entwicklung der russische,t Landwirtschaft hin- bete, und zwar werde die Lage noch schlimmer, sobald Ruß­land seine Anbauflächen vergrößern und in der Feldkul- tur vollendetere Methoden anwenden werde Dieser Hin- ti'cis bezieht sich auf die von Stolnpin eingeleitete Agrar­reform. durch melrtK die Anbausläche sich in den letzten

1913

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2luslan0.

Tel casses Rückkehr n a di Frankreich. Der Matin" beröffentlidtt die anscheinend offiziöse Mitteilung: Als Herr Tel cass4 im März d. I. den Botschaftcrposten in Petersburg annabm. wurde ausgemacht, daß er nur in außerordentlicher Mission für sechs oder zehn Monate dort­hin gehe. Aus persönlichen Gründen und namentlich aus Familienrücksichten wollte sich Delcasse nicht für unbestimmte Zett von Paris entfernen. Seiner Absicht gemäß wird also Herr Telcasi'4, der in acht Tagen nach Petersburg zurück- kehren wird, nur noch wenige Tage dort verbleiben und Ende Januar endgültig nach Frankreich zurückkehren. Lein Nachfolger ist noch nicht namhaft gemacht.

Verstärkung der schwedischen Wehrmacht. Ter schwedische Staatsmimstcr Staat hielt in Karls- krona eine Rede, in der er die Hauppunkte seine- Regio»

acivachsen. Zur Erläuterung geben wir nachstehend eine Tabelle, welche die Ausfuhr deutscheii (tetrcibet nach Ruß­land und nach Finnland im Fabre 1913 und in den 11 Mo­

ntan den Doppelzentner Roggen in den russischen Grenz- aebieten um etwa 50 Mk billiger kaust als 'n Icnr-^.r land, hat die mertwürdi^e Erscheinung zur Folge gehabt, daß in senen Gebieten eine Menge russischer Mühlen er­richtet worden sind, die den deutschen Roggen lauten und vermahlen, wobei sie das Mehl in Rußland verkaufen, die daraus gewonnene Kleie aber, die bei uns zollfrei »st. mit großem Gewinn nackt Deutschland zurückfenden Das Er­gebnis davon ist. daß dos in diesen russischen Mühlen hergestellte deutsche Mehl in Rußland billiger ist als das in deutschen Mühlen fabrizierte Eben über diese Mott- iurrenz beklagen sich die russische Mnhlenindustrie und die russische Landwirtschaft.

Auf deutscher Seite wird nun entschieden bestritten, daß dic russ. Reoieruttg zur Einführung eines Zolles auf deut­sches Getreide in Finnland oerechkigt ist. denn das Zusatz- vr o t o k o l l zum deutfch rnsstschen Handels­vertrag von 1 9 05 verpflichtet die russische Regierung. ..bevor sie zur Einverleibung des Zollgebietes des Groß- fürftrntumo Finnland in dasjenige des russischen Kaiser icichcs schreitet, die deutsche Regierung m t tt d e fl e n s zwei Fahre vorher von ihrer diesbezüglichcti Entschließung zu verständigen". Tic Ankündigung, daß der Zeitpunkt des Fnkrafttretens des betr. Gesetzentwurfesnoch nicht feft- ftett", scheint denn auch anzudeuten, daß man im Zarenreiche diese Bedenken anerkennt. Aber auch die Berechtigung der Einfübrung von Getreidezöllen in Rußland erscheint als höchst fragwürdig, deiln der dentsch-russifche Handelsvertrag, welcher die Meistbeaünstigung Vorsicht, läuft erst im Zahle 1917 ab. und cs müßte tedenfalls als ein sehr ungewöhnlicher und als ein unfreundlicher Akt angesehen werden, wenn der eine Kontrabenl innerhalb der Vertragsdauer Abänderungen zu llnflunöcn des anderen vornehmen wollte. Voraussichtlich wird die Regierung des Zaren auch in diesem Punkte noch mit sich reden lassen, ebenso wie die in letzter Zeit mehrfach aiigcdrohtc Sperre bc-r russi scheu Laifonarbei- ter schon deshalb nicht recht ernst genommen wird, weil das Zarenreich icdenfalls noch auf geraume Zeit hinaus eher einen Mangel an Arbeit als an Arbeitern aufweisen dürfte.

Tie einstige» FreSken in der Friedbergeck 2 t a b i f t r d> r Herr E Änthes glaubt, meine Mitteilung Uber die einstigen Fresken der Friedberaer £'id)frauenfir(fr in der Beilage Ar 295 der ..Darmstadter Zeitung" berichtigen -,u muffen. Zch tobe ihm zu ernKdern: 1. Rach erneuter Versicherung von Herrn Hoiphowgraph Albert Schmidt Friedbera find die aller­meisten der meit über 30 Aufnahmen ..bisher tatsächlich unbekannt". Abzüge wurden nur von einigen wenigen Platten gemach: Von einer ..Entdeckung" kann aldo sehr wohl o,e 'fibb irtn. 2 Die Fresken find in den ..Cuanafbtdrtrrn" 1*96 als Jpätromanifd)" festgelegt 3 Ein Snl der Aufnahmen leichr tal'-ichlich in die lATOer Zabre zurück Lollodiumplatten!' 1 AuS 2 Schreiben des Herrn E Amhest bom 13 'Jftnx irnb R T**> «1913 an Herrn 2<bmidt gebt überdies hervor, imldm Derl ..der Vorstand des Großd Denlmalorchiv^" den Platten beimißt. ote er für einen ..anielnlicken Betrag" stillfck'weigend zu errorrben suchte

Friedberg. 19. De; 13. F Dreher. '

_ Schädigungen durch Mesothorium Wie Dr Limnwnds im Aerztlichen Verein Hamburg ausiührte. hat et Versuche nach der^R'chtung bin gemacht, ob da- Mesothorium an in­neren Ltganen Lchrdiguugen macbi. die äußerlich nicht erkennbar sind. ,ondern s,ch nur durch Funktionsstörungen kundgeben Er wödlte dazu die Keimdrüsen des staninchens unb fand daß Meso- ikorium ,n gleicher Seife wie Röntgenstrahlen die Keimdrüsen 'chadigt Lchvn nach 50 Milligrammstunden waren dic Samen­zellen m vielem 4anätchen lentört. Rach 1000 Milligrimm- Ltunden war übrrdaupt keine Samenzelle mehr iniaft E> rr- flibt sich daraus, daß. bei Heilmaßnahmen mit Mesothorium die Anwendung von Vorsichtsmaßregeln sehr geboten ist ~ Die kleine Landratte ..Gewiß." erflärte stolz bei Steuermann den benmndernden jungen Damen, die zum crfi-nmnl die Planken eine- größeren Donuners betreten,dies Sckuff macht in ter Stund«: 16 Insten." ..Ach." meint die hübsche Wortführerin der nnßöegierigen Weiblichkeit verblümt,ba muffen Sie ja entsetzlich viel Schnur im Jahre verbrauchen . .

schönic ihm sein Weihnacht-sest und ließ ihn während dieser Tage noch mit gutem Humor ausführliche Anordnungen für die Dintcr- auaniere einleiten, die er doch me zu beziehen gedachte Eine Menge fraiizösiichcr Beamter, die aus den deutschen Ländern, wo sie angeftellt gewesen, sich in Frankfurt zuiammengesunden hat­ten. ließ er am 26. Dczember sämtlich nach Mainz abrübren. da mit diese zur Verbreitung der Rachncht beitragen könnten, die Preußen dächten nicht mehr an Krieg Der Feldmarschall aber bat am selben Tage den Freiherrn voin Stein, seinen wackeien Helfersbeller am Werk des Weiterkämpkens. um ..feinen Segen" und schloß mit den Worten: ..Vorwärts soll es gehen, ba« für stehe ich Fhnen Auch im jbauvtonanier des eifernen Park harscht- an gewisses Behagen, wie feit langem nicht Zwar hat­ten Cihifcre wie Soldaten nicht allzu viel .,zu brechen und zu beißen", und auch mit dem ftomtort mar es in den provisorischen Stanpouartiftcn übel bestellt So war für ntele die schönste Scib nachtsbescherungdas große Avancement", mit dem der Monier von Frankfurt aus die Heldentaten seiner Drupven belohnte: sie erfuhren z. T gerade in diesen Tagen ihre Beförderung Der itrertfl- Pork war ioaar mit Vahnachtsurlaub freigebig, weil ja allgemein vor Neujahr kein Deitermarsch erroanet mürbe Blücher benachrichtigte ent am 26 auf SdHPanenbergs Befehl hin seine SoipSführer eigenhändig davon, die die Armee den Rhein mit dem Tagesanbruch des 1. Januar überschreiten solle.

Die Erradlung einer Weihnachtsfeier von 1813, die 'N vieler Hinsicht als topisch gehen kann, ist uns in den Tvge budvtn Äarl p Roeders erhalten Roeder hatte Bneie von Freunden aus Heidelberg erhalten, die ibn zum L-erbnachtstest ein- luden, und las 'ie gerade, als General Bork mit inner Piene ge­mütlich bei ihm antrat. Er wagte ».ch». um Urlaub ;u bitten, aber Bork gab ibn ihm freiwillig mit den Worten:Warum nicht? Bor ^eutadr beginnen keine Feindselig kni rn lachen Sie nur immer bin. Sie können rmr^artn auch manches erzählen Und wissen Sic nod) etwas? Reisen Sie als Kapitän hm. Ich mar gekommen. Fduen zu sagen, daß Sie Äaxntün geworden find " Wer war froher als ich, und so trat ich denn auch meine Reise an." Fm Mrnfe des Dichter. Fohann Heinrich Boß und der Goethe-Freunde Sui- Picc und Melchior Botsfer^e feierte nun der lunge Kapitän Lrih- nechren ..Tausendfache Beweise der Liebe für mich und her Ach- tung Tür uns Preußen mürben mir zurri! '. schreibt er davon an feine ElternSo etwas ist eine Freude, die von den Himmels- hobeu kommt, den müden Wanderer zu laben. Man nehme sie dank- bar gegen Gott am, vergesse aber mchr. daß fre nur ;j unten 9n- ttiengungen nörfen sollen und neue Berpflichtungen aufleqen. da- mit w:r die Liede und Achtung edler Menschen verdienen " Roeder wohnte auch einer Weibnachtsbescherung in einer Erziehungsanstalt bei. hie großen Eindruck auf ihn machte ,^Zch war rnundervar bewegt." schreibt er,dic Freude der Nxnocr, das Gefühl, für

Weihnachten 1815.

ES tvar ein denkwürdiges Wrihnachtsfest. das die Freiheits- 'ämpfer ven 181.3 an den Ufern des Rheins mit der Aussicht ui den baldigen Einmarsch ui Frankreich begingen Blüche, 'vrach nr sie alle aus. was fie an diesem Fest mit frommem Hochgefühl mpfänden, ii*cnit er schrieb: ,.Fch will mit meinen Waffenbrüdern n diesem stolzen Strome alle unechtschast abmaidv'u, unb als freie deutsche wollen wir das Gebiet der großen Ration betreten " Die nnerc Weide, die sie hur* die Abschüttetung der Sklavenketten sich rrungen hatten, mußte fie für manch äußeren Mangel entidki- ngen Die CcfterrcKbcr mären zu Weihnacht schon ;um größten teil auf dem Marsch: iie hatten sich in der Zeit vom 8. bic mm 20. Dezember in der Schwei; zusammen gezogen, unb begannen :m 21. bei Basel die Ueberfthmtung des Rdeins («eribc am 24 nd 25 war der llcberqang der österreichischen «oros durch aller­es Schwierigkeiten bedinden. und so werden die esterreicher eben- o wie die Württembrrgei und Baoern, die die gleiche Bewegung ne sie au#fübrten. nicht viel Zeit zum Feiern des Ehristfestes ge­tobt hoben. Anders war es imt Preußen Sie hatten sich ia zum -chein. um die Franzosen am andern Rdemufer za täuitbai. in bren Cuerttertr., io gut es ging, häuslich eingerichtet und ftan >en ruhig längs des Rheins zwischen Noblen; und Mannheim, nährend das Haupt beer der Verdnndetrn betritt durch die Schweiz 'nn Feindesland zustredtc

Die Porberrinmgen mm '♦ibemubergang wurden in oller Stille ietroffen, und als am Abend des 2 » Dezember mtber Erwarten iflb die flunotberung des Cbrrbefebl-Ababer* Schwarzenberg nr. raf, über den Strom zu geben u«d durch Beschäftigung des Fern -r4 di.' bedrohte rechte Flanke der Hauptarmee zu decken, war man dlgcmetn überrascht Man batte geglaubt, die Feiertage noch ganz m Rude zu verleben Blücher, der gegen die ..Federfuchser" -vetterte und seine Wut durchaus nickn verborg, solange die Fne- )ensverHandlungen am Horizont drohten, war teht wieder guter -Saune, da sein ..Borwart--' doch noch zur Devise des Tages ce worben mar. Die .Komödie" jur Täuschung der Franzosen wachte rr voll Behagen mit Er redete viel von seinen Sinterguartierm and schien sich nun endlich nach so vielem Widerstreden in das Lotz eine. ..faulen Ruhe" zu finden Am 25. Dezember verlegte tr sogar noch aus freien Stücken sein Haaptouamer von Höchst »ach Frankfurt, inbem er sagte, da er nun einmal doch den Str.r-T ruf der Bärenhaut liegen muffe, so wolle er fichs in der alten ^aiferstadt recht^wohl fein lassen Herzhaft nahm er mit. was sich ':rn in diesen Tagen der fdicinbarrn Muße an '.lnnrfimlnbfcten ut# Lebens bot, frontim Steife guter Freunde r.n gut Glas Ah.inwrin" und tänzle sogar bet der lauten Feier seine- 72 Ge- irtstages jugendfrisch mit Bork m einer Quadrille mit. Der Ge Hartle, daß es mut baldnach Frankreich" bmrin ging, ver-

Die russische Zollandrohung.

Peter - burg , 20 De» Der russische Handel-minister lrnt dem Ministerrat folgende Gesetzentnmn«- vorgelegt 1 einen i-efetzentnmri bett die Au'erlegung eines 3ol,e4 auf ausländisches <betreibe, das nach Finnland tiiigefübrt rtnrb, und zwar in Höhe Rm l..Al <RT für 100 Milo brutto auf Roggen. Gerste. Haier, buchrveizen in Sörnern.

Fahren bereite mef;*ntlid) pergröf ert bai, fo daß der ruffi» 14)011 Landwirtschaft nicht nur die Einfuhr ausländischen betreibe?, ,andern gleid^eitin die Ausfuhr der Ärbeito- !röste unbccmeni wird, die als landwirlfchaftliche Saison» arbeitet Fahr für Fahr nach Deutschland kommen

Die angekündiflte russische Maßnahme richtet sich oifi­del! flcflcn das ausländische (Getreide überhaupt, tatsäch­lich aber, tote ja auch bei russische Handclsministcr offen- herzig betont, gegen die deutsche Einfuhr Die Ausfuhr deutschen l^etreide» nach dem Zarenreiche hat rst in den letzten Fahren einen ^rofieren llmfattfl anflcnom- nttn und zwar, wie schon erwähnt, begünstigt durch das System der E i n s u h r s ch e i n e , deren Verwendung be­sonders erleichtert und ausgedehnt wurde, seitdem inan auf Grund des neuen Zotltarifes vom 1. März 1906 bi- Ein­suhrscheine für Roggen auch bei ber Dcizeneinsuhr be- dltzen kann. Zur Erläuternng sei bemerkt, daß man unter diesen Einsuhrscheinen bi? bei der Ausfuhr von Getreid.'. xMilfciifrüditcn, Mehl und Mühlensabrilaten gegebenen B7- schetnigungen der Zollbehörde über das aiisgesührtc Quan- um unb die Zollsiimmc. die dieses Quantum bei der Ein­uhr zu zahlen hätte, versteht Tic Einsuhrschcrne werden ooit den ZoNkassen bei der Einfuhr während der Dauer von sechs Monaten nach dein Zahlungstag in Zahlung genommen. Durch dieses Einfuhrfchcinsnstein hat die deutsche lkoggenauSsuhr nach Rußland in den letzten Fahren so zu genommen, daß sie die Einsnbr russischen Roggens in leittschland überstieg, wahrend es früher umgekehrt war, und gan; besonders start ist sie im lausenden Fahre an-

tcetbc in fldntrrn außer Reis. Erbsen unb Bohnen, die Rußland eingeffibrt werden und zwar in Höhe von 30 .Hm tut da« Pud brutto Die unverzügliche Einführung dieser Maßnahmen sei wünschenswert: denn das Stiftern ber »er-

Personenverkehr 4,3 Millionen Mark gleich 9,66 Prozent) mehr, tm Güterverkehr 2^5 Millionen Mark (gleich 1,74 Prozent! weniger, insgeiamt mit Einfchluß der Mehreinnah­men aus sonstigen Quellen 4,3 Millionen Mark ober 2,15 Prozent mehr betragen.

D i v lom - Ingenieure und Baumeistertitel. Nunmehr hat auch der B e r b a n b T e u t f d) c r T i D l o in - Ingenieure zu der viel umstrittenen Frage deS Bau- meistertitelS in einer Eingabe an den Bundesrat Stellung genommen. Ter Verband vertritt die Auffaffung, daß der heutige Rcchiszustand, wie er durch den § 133II der Ge­werbeordnung geschaffen fei, allen berechtigten Interessen Rechnung trage, indem er die Führung des Baumeistertitels im Baugewerbe verbiete und damit jede unlautere Monfur» renz den geprüften Handwerksmeistern gegenüber aiisschließe. Aus diesem Grunde wird beantragt, ber Bundesrat möge von der ihm uiftcbenben BciugniS, Vorschriften für die Führung des Tiieiö Baumeister zu erlassen, absehen. Für den Fall, daß der Bundesrat die Schaffung eines gesetzlich sanktio­nierten Baum, isterstandes jedoch als notwendig erachte, bean­tragt der Verband, daß Diplom Ingenieure ohne icde weitere Prüfung bezw. auf Grund einer Bewährung tu mehrjähriger Tätigkeit in der Privatpraris zur Führung des Titels Bau­meister befugt fein sollen. In der Eingabe wird die Ucber- tragung der Regierungsbaumeister Prüfuntz auf die Privat- Praxis als in fachlicher, sozialer und volkswirtschaftlicher Be­ziehung gleich schädlich nachgewiesen und auS diesem Gruirde der Bundesrat gebeten, von ber Einführung jeder weiteren Prüfung nach dem Tiplom-Ingenieur-Examen abzuschcn.

Stapellauf eines Dampfers. Auf der Werft des Vulkan lief am Samstag kurz vor/»l Uhr der für Rechnung der Hambiirg Amerika-Linie erbaute große Passa­gier- und FrachtdampserT i r o i ny glücklich vom Stapel. Admiral T a c hnhardt hielt die Tauf rede. Fräulein von T i r p i tz, die Tochter des Staatssekretärs, vollzog die Taufe.

Tic Gesellschaft für deutsche ft unfl im Auslände teilt uns mit: Tein Vernehmen nach wird die von der Gesellschaft für deutsche Munft im Auslande für, SanF rancisco geplante Ausstellung vielleicht doch noch zustande kommen. Es besteht die begründete Hoffnung, daß bic Mittel hierfür beschnitt werden. Auch soll dem Vernehmen nach Aussicht vorhanden sein, daß die Regierung der Organi­sation einer privaten M u n st a n s st e l l u n g gegenüber sich nicht ablehnend verhalten wird, da die .Üunst im Ausstel- lnngSwefen immer eine besondere Stellung enizunehmen pflegt. Voraussichtlich wird sich die Angelegenheit im Lause des Monats Januar entscheiden.

n ach Rußland: 1912 1913

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Rr. 5011 Oes Blatt 165. Jahrgang Montag, 22. Dezember MZ

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