Ausgabe 
11.9.1913 Zweites Blatt
 
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den sichtbaren Punkt. Das Kaüermanöver 1913 ist damit zu Ende.

Ein Dankerlaß des Kaisers.

Breslau, 10 2ept. T<r Lberpräsident der Provinz Schlesien bringt folgenden Erlaß Seiner Majestät des Kai­sers und Königs zur öffentlichen ttrnntnid:

Meine Schlesier haben mich und die Kaiserin und Königin, meine Gemahlin, anläßlich der großen Parade des 6. Armee­korps und der jpon mir abgehaltenen Manöver allerorten in echter zreue und hehrer Begeisterung bewillkommnet, insonderheit bekundeten die festlichen Veranstaltungen meiner Hmwl und ReOoenzstadt Breslau für Unseren Empfang und die jubelnden Grüne der Bevölkerung eine liebevolle Anhänglich­keit und treue Ergebenheit an Mein Daus. Unseren Tank dafür will ich brr Bevölkerung und der Provinz hiermit nochmals ver­sichern Besonders hat es mich auch gefreut, daß bei der Parade am 29. August meine alten Soldaten und die Angehörigen der Sanitatskolonnen Mir in so überaus stattlicher Zahl ihren Gruß entboten ?stf) danke den wackeren Männern kürzlich für diese Bekundung ihrer patriotischen Gesinnung. Ans den Mir erstatteten Meldungen über die Unterkunstsverhältnissc während der Manöver habe ich zu Meiner Befriedigung ersehen, daß trotz der erheblichen Anforderungen infolge der gedrängten Unter­bringung zweier Armeekorps den Truppen von der Bevölke­rung überall eine freudige und fürsorgliche Ausnahme zuteil geworden ist Allen Beteiligten spreche ich hiermit meine An­erkennung und meinen Tank gern aus und beauftrage Sie, dies der Provinz sogleich bekannt zu geben. ,

|0. Konarefi dez Verbandes der deutschen Apotheker.

Am 7 und 8. September sand in Danzig die 10. Haupt- vrrsammlung des Verbandes deutscher Apotheker unter zahlreicher Beteiligung der Beruisgenossen aus ganz Deutschland statt Dessen war durch Hotz"Darmstadt und Dartmann -Gießen vertreten.

der waren u n. Geheimrat 7xr Seemann

und Reg. Rat Laue erschienen. Oberbürgermeister Scholtz, Mitglied des Herren Hauses, sprach namens der Stadt Danzig in glän­zender Rede.

Rach dem Geschäftsbericht beträgt die Zahl der Mitglieder 4035 Ter Unterstützungsfonds wuchs aus 53 000 Mk. an, der Umsatz der Spar- und .üredilgenossenschaft deutscher Apotheker betrug im verflossenen Geschäftsjahre annähernd 2 Millionen Mk., und für ein zu errichtendes Erholungsheim nmrbcn 22 000 Mk. gezeichnet

In der sehr reichhaltigen Tagesordnung nahmen die Anträge zur Apothelenreform einen breiten Platz ein. Einstimmig ange­nommen wurde ein Autraq Dannover, der eine gesunde Apo- thekenvermehrnng in allen Bundesstaaten fordert. Die Dauvtversammlung besckwftigte sich des weiteren mit Fragen der Bor- und Ausbildung utm Apothekerberuf. Es wurde allgemein für die Forderung des Maturtims cingetreten. Eine weitere Gruppe von Anträgen beschäftigte sich mit der Gehaltsresorm. Ein Antrag Berlin möchte die Frage vermittels obligatorisch steigenden Dienst- einkommens mit steigendem Dienstalter nach österreichischem Muster gelöst sehen Ein Antrag Württemberg wünscht nn die Einführung einer l^baltkasse aus Grund der durch die Reichsversicherungs­anstalt leicht ui beschaffenden statistischen Unterlagen zu gehen. E'N weiterer Antrag will die Erhöhung der Arzneitaxe von der Einführung der Gehaltskasse abhängig gemacht sehen.

Die Leitung des Kongresses lag -- wie seit 10 Jahren in den bewährten Dänden des Verbondsvorsitzenden Svarrer- »erg, der vor einigen Tagen vom Prinzregenten von Bauern wegen seiner l-ervorragenden Verdienste um den Apothekerberuf mit dem Verdienstorden vom heiligen Michael ausgezeichnet wurde.

Ans Stadt und Land.

Diesten, 11. September 1913.

L a ndeS stat iftik. Heft Nr. 948 der Mitteilungen her Drosch. Hessischen Zentralstelle für die LandeSstatistik hat folgenden Inhalt: Statistik bc8 deutschen Weinbaues und Weinhandels Untersuchungen von NahrungS- up^ Ge- brauchSgegenftänden 1912. Todesfälle in den Kreisen, März und April 1913. Tarifverträge im Großherzogtum Hessen. Herstellung und Besteuerung von Zigaretten und Zigarettentabak 1912 Braugewerbe und Bierbesteuerung 191'2. Kurse der hessischen Staatsanleihen, Juli 1912 bis Juni 1913. Preise wichtigerer Lebensrnittel und Ver- brouchSgegenftände, Mai und Juni 1913. Landes.Uni­versität Diesten, Sommerhalbjahr 1913. Technische Hoch­schule Darmstadt, Sommerhalbjahr 1913. Anzeigen.

"Das Gr osth. Hessische NegierungSblatt, Beilage Nr. 21, auSgegeben den 8. September 1913, hat folgenden Inhalt: 1. Oeffenlliche Anerkennung. 2. Bekannt­machung, die Brennholztaxe für die Großherzoglichen Do- manialwaldungen für daS Rechnungsjahr 1914 betreffend. 3. Errichtung von Kirchengemeinden und Pfarreien, sowie Aenderungen der Bezirke derselben. 4. Dienstnachrichten. 5. Eharakteierteilungen.

"Die erste Stadtverordneten-Versammlung nach den Ferien findet am 18. d. MtS. statt.

ee Die Ferien aller Schulen unserer Stadt gehen am CamStag zu Ende und am Montag kommender Woche beginnt wieder der Unterricht. Der Schulanfang ist auch ivirtschastlich für die gewerbetreibende Bevölkerung unserer Stadt von Bedeutung und führt wieder zur Belebung von Handel und Perkehr.

** E rw i s ch t c r D i c b. Ein hiesiger Universitäts-Pro­fessor hatte schon seit 4 Jahren die Wahrnehmung gemacht, daß ihm das Obst aus dem Garten gestohlen wurde, ohne deu Täter zu entdecken Er beauftragte dieses Jahr das Gie- ßener Wach» und Schließ-Institut Inh.: D. Schmidt, mit der Ueberwachung des Grundstückes. Diesem gelang es nun den Täter auf frischer Tat zu ertappen. Dieser glaubte deu Beamten irre führen zu können, indem er sagteWenn man nicht gaiiA frühe ist. bekommt man von seinem eigenen Obst nichts." Seine Geistesgegenwart nutzte ihm aber nicht viel.

** ec Itenc Schlachtung. Metzgermeister Julius Rosenbaum Kirchenplatz l, schlachtete im hiesigen Schlacht ho» ein Rind, das ein Lebendgewicht von 1400 Pfund hatte Es war noch nicht 3 Jahre alt.

Handelsbeziehungen mildem Auslande Die die Mainzer Dandelskammer mitteilt, liegen ihr von untänbiqer Stelle vertrauliche Mitteilungen vor über 1. die Straft. Settle- ment« als Absatzgebiet für Textilwaren, 2 Wirtschaftliche Lage in Spanien Katalonien. 3. Ausfuhr nach den niederländischen Äclonien und I Befugnis der Proviuzialregierungen in der asia­tischen Türkei zur Erteilung gewisser Nonzetsionen

Kreis Alsfeld.

A Ruppertenrod, 10. Sept. Ein hiesiger Land- ivtrt stürzte beim Abladen in die Schenertenne. Obschon der Fall nicht hoch war, brach der Mann einen Arm und drei Rippen.

X AuS dem Jlsbachtale, 10. Sept. Unsere Tal­wiesen liefern in diesem Jahr eine Drummeternte, die fast einer Heuernte gleichkommt. Tie Ernte ift zur Hälfte be­endigt. DaS überaus schöne Wetter liefert ein vorzügliches Grummet. Auch die ©etreibeernte ist reich gesegnet.

Von der Ohm, 10. Sept. Unseren Wassermühlen wird das Waffer knapp. Wo nicht Dampf- oder Motor­kraft Ersatz bringt, steht die Arbeit schlecht. In den alten

Wafferläusen, von denen die Mühlgraben abzweigen, ist das Flußbett manchmal auSgetrocknet. Diese Trocknung hätte niemand nach dem regenreichen Sommer erwartet. Auch auf dem Felde wäre ein durchgreifender Regen sehr angebracht. Der frisch gesäte Raps vermag nicht recht aufzugehen. AuS der trockenen Erde die Kartoffeln herauSzuschaffen, ist auch nicht leicht und man steht unmittelbar vor der Kartoffelernte. Frankfurt und Umgegend hat den gründlichen Regen am Freitag und Samstag gehabt, hier aber blieb e5 trocken. In der verwichenen Nacht fiel allerdings Regen, aber der reicht nicht auS, daS trockene Erdreich aufzuweichen. Drummet- und Getreideernte neigen in unserem Tale ihrem Eude zu.

Kreis Schotten.

X Groß-Eichen, 10. Sept. Der hiesige Lehrer Hallstein wurde nach Lich versetzt.

Q Laubach, 10. Sept. Bei der heutigen (Semeinbe- ratKwahl wurden gewählt: Wilh. Pitz II. mit 150, Heinrich Högy mit 125, Forstmeister Eduard Andrä mit 102 und Hermann Kratz mit 118 Stimmen. Im ganzen haben 207 Wahlberechtigte von ihrem Recht Gebrauch gemacht.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 10. September. Western hat man mit dem Umbau des seitherigen Muse n m 3 zu einer Seminarschule be­gonnen. Eie wird 4 Klassen erhalten.

$ Bad-Nauheim, 10 Sept. Auch in diesem Jahre waren unter Schüler und Schülerinnen der Stadtschule und der Ernst-Ludwig ^Schule Topfpflanzen, und zwar diesmal Bentnien, zur Pflege während der Sommermonate verteilt worden. Heute nun wurden die bestentwickelten Pflanzen mit anerkennenden Preisen bedacht, die zumeist auch wieder in Blumenstöcken bestanden, welche von der staatlichen Gärtnerei in anerkennenswerter Weise zur Ver­fügung gestellt worden waren.

Starkenburg und Rheinhessen.

ch. Frei-Weinheim, 10. Sept. Die schönste Zeit am Rhein, die Zeit der Traubenlese, hat in der hie­sigen Gemarkung ihren Anfang genommen. Es werden jetzt die Frühburgundertrauben eingebracht. Der Meitgeausfall wird allem Anscheine nach nicht allzu grost sein. Auch der Winzerverein Nieder-Jngethcim, dem die meisten der hiesigen Frühburgunderweinberge gehören, läßt seine Trau­ben in den nächsten Tagen lesen. Die Gemarkung Frei- Weinheim ist in diesem Jahre die erste, in welcher der Herbst begonnen hat.

(ßcricbtsfaal.

L. Friedberg, 10. September. Hunderte von Leuten um­standen gestern das hieüge Amtsgericht. Der früher hier wohnende Einbrecher Stephan Will, welcher gegenwärtig 41/, Jahre Zucht­haus verbüßt, ivurde gefesselt und von drei Gendarmen geführt dem hiesigen Schöffengericht zugeführt. Er war eines Sittlichkeits- Verbrechens angeklagt mld erhielt dafür l1/, Monate Gefängnis. Bet der Bcrhandlung erklärte er, zu Fuß würde er der Zuschauer wegen nicht gehen. Er verlangte eine Droschke, was man auch zugab. Der Friseur Rempel von hier erhielt vom Schöffengericht wegen Sittlichkeltsverbrechen 6 Wochen Gefängnis.

Büdingen, 8. Sept. (Schöffengericht.) Ter Kauf­mann B. K. von Langenberg wurde wegen Bettelns zu drei Tagen Haft verurteilt. Der Schneider W. H. von Guben erhielt ebenfalls wegen Bettelns eine Haftstrafe von drei Tagen. Der Schornsteinfeger B. D. von Weißenfels, der vielmals wegen Bettelns vorbesttaft ist, wurde wegen Bettelns zu drei Wochen und wegen groben Unfugs zu 1 Woche Haft verurteilt. Auch wurde auf Ueberweisung an die Landespolizeibebörde erkannt. Der Landwirt A. 9t von Anlendiebach hatte gegen einen amts­richterlichen Strafbefehl wegen Ucbcrtrehing des Art. 266PStG. rechtsgültig Einspruch eingelegt. Er war am 14. Juni l Js. mit seinem mit 2 Pferden bespannten, hochbelademm Heuwagen, an dem er noch einen beladenen Wagen und an diesen weiter einen Heuwender angebangt hatte, auf der Meissiras-e Büdingen Büches gefahren. Wegen der damaligen ungünstigen Witterung nahm das Gericht an, daß eS sich um einen unverschuldeten Notfall gehandelt habe und sprach den Angeklagten deshalb von Strafe und Kosten frei. Der Taglöhner I. A. pon Lorbach batte ebenfalls gegen einen amtsrichterlichen Strafbefehl wegen Ucbcrtrehing des Art. 18 Abs. 1 und 2 der Gesindeordnung form- und fristgerecht Einspruch eingelegt. Auf Antrag des Ver­teidigers wurde zwecks weiterer Beweiserhebung die Hauptver- handlung auSgesetzt. Der Taglöhner ). 5t. auf dem Hof Herrnhaag wurde wegen Körperverletzung zu einer (Hefamtacfän-r nisstrafc von 14 Tagen verurteilt. Er batte am 6 Juli l. Js. den Vorarbeiter'Jarrock und dessen Edcftau auf dem Hof Tiergarten mehrmals mit bcrjvauft geschlagen, sie am Halse gefaßt und gc- gciuürgt Der Schlosscrmcister I. H. W. von Büdingen hatte gegen einen amtsrichterlickwn Strafbefehl wegen Ucbcrtretung des Art. 103 PStG, rechtsgültig Einspruch eingelegt. Er wurde nach Beweisaufnahme von Strafe und Kosten freigesprochen. Die Prwatklaae der M. R. von Bösgesäß gegen die L. B. da- selbst wegen Beleidigung ist durch Vergleich erledigt.

Der Major a. D. Graf v. Hertzberg vor Bericht, b. Frankfurt a. M., 9. September.

Einen überraschenden, aber von Kennern erwarteten Ausgang nahm heute der Prozeß gegen den Cffijiet des hiesigen Bezirk*- kommandoS, Major a. D. Grafen Eugen v. Hertzberg. Ter GJraf wurde in Rio de Janeiro als £o(m eines Deutschen und einer Brasilianerin geboren. Er kam frühzeitig nach Deutschland und wurde hier Sfsizier, zunächst bei den HTcrn in Mainz, Ipäter in Wiesbaden und schließlich als Major in Gießen Im Jahre 1901 schied er ans dem aktiven Dienst und wurde dem hiesigen BezirkSkommando zugeteilt Er führte auch hier den Vorsitz beim Kriegsgericht der 21. Division und fvrach o't geien Soldaten, die sich kleiner Diebereien und vor allem Betrügereien schuldig machten, recht barte Urteile aus. Heute stand der G,af felbst wegen vollendeten und versuchten Betruges in 13 Fallen und eines fahr- lässigen JalsthetdeS vor der Strafkammer. Er hatte keine gesell- scha'tliche Stellung dazu benutzt, unter Hinweis auf die (5r-

trägnifie seiner Ländereien in Rio zahlreiche Persouen um Darleben bis zu 48 000 Mark auzugeben. So liehen ihm Generalkonsul Mavpes 48 000 Mk, Hauptmann v. Weber 14 000 Mk, Redakteur Meisterberndt 63Ö0 Mark. Zahllose Gläubiger haben sich über- Haupt nicht gemeldet. Das Gericht stellte die Höhe der Schulden auf 110 00.) Mark fest. Der Angeklagte lebte in Frankfurt auf glänzendem Fuße und hielt sich eine Geliebte, für die er eine Woh­nung für 3200 Mk. mietete, ihr monatlich 606 700 Mk. zur Be­streitung der persönlichen Bedüriniffe gab und außerdem den ganzen Toilertenbedack bestritt. Mit seinem Gehalt von 6003 Mk. war daS jedoch unmöglich, und so griff er zu den Pumppersuchen. Dem verhtzfttmS mit der Geliebten entsproß ein Kind.

Bei der Vernehmung bestreitet der Graf, sich eines Betruges LtL« gemacht zu haben, da feine erotischen Besitzungen die Abtragung der Schulden leicht gestattet hätten. Tie Vernehmung der geladenen 1* Zeugen dauerte stundenlang. Alle bekundeten euutunuug, sie batten dem Grafen da« G'elö nur gegeben, weil sie hnnen Angaben über bie brasilianischen »fiter trauten und ihm .'etrugSversuche nicht zuoetraut hätten rst die Leistuna des Sffen- baru.m4c.bet habe den Stern in« Bollen "edracht

brachte die Vernehmung des Schaffners Heck au« Mainz. <* stellte uch närnlich heraus das. die ikusiue d" Veck d,. Pon w -190. Haushatteru. deS Ära.en war, M 19-J0 tn Mainz gedetratet hat, eine iatfadx. «te b.Sber nirgends bekannt war. Hertzberg bat auch stets nut der Frau, die aber all- gen»«« als vautbalterm galt, zulammengewohnt, waS ihn aber nicht hinderte, 1907 nut der Julie Gran) daS oben gefch.lderte Ver­

hältnis anzuipiunen. ?lllen Zeugen kam der Gras als gei'ng nocnal und sehr geschästSpfftfig vor. Rur Jnstizrat Dr Tbiele bei. fbn-te ihn als geistig de'ekt, für rnorphinistifch und ehemaligenl'lalada« kranken.

Zit ähnlichen Urteilen tarnen die Sachverständigen. Medizinal» rat Tr. Roth bezeichnete ihn «den Olsizier mit einer 35jährigen Dienstzeit!» a'4 schlaff, energielos und geistig niedrig stehend. Tr. Jfenschmidt konstatierte ebenfalls eine sehr geringe Intelligenz bei ihm und eine beginnende vrehirnkrankheit. Vroi. Dr. Aaecke schloß sich den Gutachten an und beantragte die Hebetipeiiuiiq HerhbergS in eine Irrenanstalt. Verteidiger Dr. Reichard hihrte auS, daß der Kral auf ibn den Eindruck eines dummen Menschen schon fett Ist Monaten mache. Allen widersprach der Staat -nwolt Keller mit Energie Ihn Mann, der sich in der llerhaiiblunc io geschickt verteidigt habe und überall sich außerordentlich gef*ivt6- kundig ertvies, sei unter allen Umständen geistig normal und für die Folgen feiner Handlung verantwortlich ui machen.

Aa.h längerer Beratung gab der Gerichtshos dem Antrag der Gutachter statt und verwies tcu Angeklagten nach last sieben­stündiger Gerichtsverhandlung zur Beobachtung feines Geiste - zustandeS ait die Frankfiirter Irrenanstalt. Der Beschluß wurdi von der überwiegenden Alehrzahl der Anivesenden nut lebhaftem koplschütteln attfgenommen.

Univcrfitats^nocbricbtCtt.

Von der Akademie Frankfurt a. M Als Pri- vatdozenten sind die Dr phil. Wilhelm C br für mittlere und neuere Gejchichte, Dr. pbil G. Jiorff für neuere deutsche LileratttrgcschtctUc und Dr. pbiL D. Barthel für alte Ge schichte an der Akademie zugelassen worden und werden ihre Lehrtätigkeit mit dem Winter-Semester beginnen.

Märkte.

fc. Frankfurta.M. D iehsio k-Ma r kt b er i ch'l t>om 11. Seit. 9luftrieb: Rinder 14q, Ochfen 34, Biillen 1, Kühe und Färsen 113. Kälber 70?, Schale 155, Schweine 1360.

Tendenz: Kälber, Schafe und Schweine lebhaft, aeräumt.

Preis für 100 VN> Lebend- Schlacht­gewicht

Kälber. Mk. Mk.

Feinste Mastkälber 6770 112117

Mittlere Mast- und beste Sattgkälber. . . . 6266 105 112

Geringere Mast» und gute Saugkälber . . . 5660 95102

Schafe.

Stallmastscha'e'.

Mastlämmer und jüitgere Masthaminel . . 4546 94-95 Weitere Masthammel, gut genährte junge Schafe und geringere Ttaftläminer 3900 9200

Schweine.

Vollsieischige Schweine uon80-100 kg

Lebendgewicht 63.00<6.00 82.00-84 00

Vollftcifchige Schweine unter 80 kg

Lebendgewicht 62.5065.00 81.00-83.0)

Vollfleischige Schiveine von 100120 kg

Lebendgewicht 63.0066,00 83,003 4 00

Vollsteifehige Schweine pou 120150 kg

Lebendgeivicht 63.0066.00 M.3.0084.0)

Limburg a. b. Lahn, 10. Sevt. Fruchtmarkt. Turrh* fd'nittsprc:5 pro Malter. Roter Weizen (uanauifd-er) 1 ,70 iveißer Weizen (nngebaute Jremdfortens 16,20 1 k., Korn 12,20 Gerste: «.iittergerste 10,tO Mk^ Bratigersle alt 0,00'lOi) llt,. Haier alt 7,0u ,00 Pik., neu 7,75 Mk., Erb fett 4/0 Pik, fiat- toffeln 5,00-0,00 Mk.___________________________________________

kirchliche Nachrichten.

Israelitische ReligionLgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage), Sninstag, den 13. September 1913: o ra b eit b: 6.30 llgt,

Dlorgen - : 8.30 Uhr. Predigt.

Nachmittags. 4.00 Uhr.

SabbatauSgang: 7.30 Uhr.

Irraelttische Nellgionrgefellschafl. CottesbienfL

Sabbgtfeier am 13. September 1913:

Freitag abend 6.15 Uhr.

SantStag vormittag 8,00 Uhr.

Samstag nachmittag 4.00 Uhr»

Sabbat-^luSgang 7,30 Uhr»

WochengotteSdienst: Morgens 6.30, abends 7.30 Uhr.

Meteorologische Beobachtungen der Station Gie

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Höchste Temperattir am 9. bis

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10. September + 18,0 c.

10. , - 4- 11,0 C.

Verantwortlich fürAns Stadt und Land" i. V.: K. N e u r a t h.

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nigeuS ihre Wirkung auSüben, wirkt daS Ldol noch stuu^-niong. nachdem man sich die Zähne geputzt hat, nach. Durch b,efe ganz eigenartige Tauerwickung des LdolS werden die zahuzerftörenden Aärungc und FäulmSprozeffe nn Muude stuudenlg.ig gehemmt

San begreife da- ungemein Bedeut- F* fame der merkwürdigen Wirkungsweise des OdolS. Während andere Mund- und Zahnpstegemittel, soweit sie für die tägliche Zahnpflege überhaupt m Betracht kommen, ledig­lich während der »venigen Sekunden des Mundrei-

bezw. unterdrückt.

l'rci®: */< Flaicke «Monate ausreichend« M. L50. ' > Flalche M.Ä.