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Amtlicher Wetterbericht.
Deffentlicber S3 e 11 f rb i f n ft, ® ie feen.
DetlerauSnldten in $?eiien 'ne 4. icnitag, den * sluguft 1913: Völlig meist trocken, etwa- fübler.
Beim unerlaubten Baden ertrunken. Prl- lau, 3. Aua. Beim unerlaubten Baden in ber Dftiee fmb gestern abend der Gefreite Schubert und der MuskenerB übler von der 7. .Kompagnie des Jnfanterie-Regunents Nr. 43 ertrunken. Ein dritter Soldat, der zur Rettung nachsprang, wurde von einem der Verunglückten so sest umfiammert, das; er in die .Gefahr des Ertrinkens geriet. Er konnte sich ;edoch schließlich freimachen.
tranken.
Ausstand in der Eisenindustrie.
Berlin, 4. Ang. Der V e rb a n d d e r Eisenindustriellen hat, wie aus Hamburg berichtet nnrd, an seine Mitglieder bas Ersuchen gerichtet, wegen deS AusstandeS keine A u s ständigen oder Arbeitslosen ein zu- stellen Tic Zuwiderl-andelndcn werden mit den statutarisch vorgesehenen Strafen bedroht werden. Es sott verhindert werden, das; von den mit dem Aus stände überzogenen >Lee- pläven ausständige Arbeiter Arbeit finden und dadurch ihre ausständigen Kollegen mit Geld unterstützen können. Tie Arbeitgeber wotten anscheinend ihrerseits durch Aussperrung die Betriebe ruhen lassen. Es heißt gleichzeitig, daß Arbeitswillige von auswärts eingelroffen und auf den Werften eingestellt worden seien.
F n einem Sandhaufen erstickt.
Berlin, 4 Aug. Auf dem SckMtbudenplatz in der Iunafernlicide produzierte sich in letzter Zett ein Arttft; Radtke der sich ö Minuten unter ernem ^-andlMtfen "lebendig begraben lieft. Ter Tirektor der Arena lieft den Artisten gestern 10 Minuten unter dem ^anb- haufen ausharren. Als man Radtke he raus graben Itfft, war er, wie der „Berliner Lokalanzeiger" meldet, erstickt.
Vermischtes.
* Der Diebstahl von 22 000 Mark in Berlin. 3OOO Mark Belohnung sind auf die Aufklärung des Taschen- diiLstahls ausgesetzt, durch den dem Kassenboten Ktstow der ^rma Fisckstxnu u. Mendel 22 Tausendmarkschemc abljanben gekommen sind. Zweifel an der Darstellung des Kassen- (boten sind nach den Ermittelungen a u s g e s ch l o s s e n. Der ijftotc stand auf einem Anhängewagen der Straßenbahnlinie 60, Euf dem Wege von der Mauerstrafte nach der Retck)sbank ,n der Kägcrftrafa. Unmittelbar nach ihm stiegen drei ober wer Manner fcuf den tzimerperrvn, die abfichttich ein Gedränge veruriachten, und sdäbei den Diebstahl auMhrten. rm \ * Eine ähnliche T i c b c 5 g e) d) i d) t c wie tn ©er-
fr; n wird aus Hilden bei Düsseldorf gemeldet: Dem Boten der «firma Alexander Koppel, der in Begleitung von zivet^anderen 'Boten von Solingen nach Hilden gefahren war, war am Samstag auf dem Bahnhof die L ö h n u n g s s u m m e von 2 0 000 Mark abhanden gekommen, dte er im Solinger Hauptgeschäft abgeholt hatte. Der Bote erflärt, der Räuber habe ihm das Geld abgeuvmmen, nachdem er ihm Pfeffer rns Gesicht gestreut und am Halse gewürgt hatte. Ter Räuber sei entkommen. Es ist möglich datz her Ucberfall fingiert ist. BtS letzt sind vier Personen verhaflel worden._________ ___
GerichtssaaU
FC. Seine eigene ftrnu verkuppelt. Der 27jäbrige ttu? Röntg ft äbten im Kreise Groß-Gerau gebürtige Taglöhner Georg Kratt wohnhaft in Rüsselsheim a. M. hatte, als er seinen Wohnsitz noch in FlörSheim a. M. hatte in den Jalpkn 1912 unb 1913 lerne eigene Ehefrau an Mannsperson verkuppelt. Tas Urteil der Wiesbadener Strafkammer lautete gegen ihn wegen schwerer Kuvvelei auf zwei Monate Gefängnis.
* öin Unteroffizier beim verbotenen Trieben verletzt. Straßburg, 3. Aug. In ber Nackt zum Samstag ftrllte cm patrouillierender Poften ber zweiten Kompagnie des Im.-Regt-. Nr. 143 einen im nassen Graben ber alten Festungswerke hinter der Zuadclle dort in verbotener Weite fitebenben Unte roffizier und gab auf denselben, als er trotz dreimaligen Anrufs Miene madite, zu fliehen und sich nicht verhaften licfL einen Schuß ab. Ter Unteroffizier, der Vt^ieldwebcl Böldt von ber 4. Kompagnie des In- RcgtS. Nr. 143, würbe ziemlich sckwer am Schulterblatt verletzt unb liegt im Lazarett. _
• Ein Unglück bei Gudvangen. Bergen, 2. Aug Am Mittwoch ereignete fick ein sckwereS Unglück auf einem Gehöft bei Gudvangen. Das deutsche louriucn* schiss „Großer Kurfürst" ankerte im Fiord Einige Mann der Besatzung, die Landurlaub erhielten, machten eine Partie auf den Weib. Sie sollen bei dieser Gelegenheit Steine haben herabrollen lassen. Durch einen solchen wurde unweit des Hofes ein arbeitendes Mädchen erschlagen. Die Deutschen wurden arretiert, gegen Abend aber weg<ni mangelnder Beweise wieder fr e i g c l a s s e n. Auf Befehl des Amtmanns sind sie jedoch beute nacht, unmittelbar vor der Abfahrt des „Großen Kurfürst", wieder verhaftet worden. Eine spätere Meldung besagt: Nach Aussage der Angehörigen des getöteten Mädchens, die in dessen Nähe arbeiteten, liegt em Unglücksfall vor, für den n i e - inand verantwortlich ist Es ist nicht bewiesen, daft die Schiffsmannschaften den Stein, der das Mädchen er- schlug, in Bewegung brachten. Auf Grund dieser Aussage wurden die Mannschaften nach eingehender Gerichtsverhandlung in Bergen freigelassen. Sie wurden jedoch, wett eine später vorgenommene Sotalbcfid)tigiuig der Unfallftette wertere Feststellungen wünschenswert erscheinen liefen tn Bergen zurückgehalten. ~ . . . _ ,
♦ O ps er ber Berge. Aus Innsbruck wird gemeldet: Der Malergehilfe Ferdinand Wolkiwsky aus slcglitz, ber in Obermais in Stellung war, stürzte am vorigen Sonntag bei einer Bergtour in der 11 m a e g e n d v o n M e r a n u b c r e i n e n F e 1 s e n ab und blieb drei Tage mit mehreren Verletzungen liegen, schließlich gelang es ihm, sich zu einem nahe liegenden Sauern- hause zu schleppen, von wo aus er in das Hosptial nach Meran geschafft wurde. Infolge einer Kopfverletzung ist sein Geda ck t - nis vollständig geschwunden — Aus Zurich wird gemeldet: Am Schreckhorn in den Berner Mpen ist der Student ber Medizin Karl Egli aus Zürich tödlich abge-
Vüchertisch.
Deutschlands Wehr und Waffen. Mit zahlreichen textlichen Beiträgen hervorragender Milltärschriststeller und nutzer - ordentlich reichem Bilderschmuck, darunter mehrere farbige ihnm- blätter nach Originalen erster Künstler. Mit Dieriarbigem Titel* bilb nach einem Gemälde von Angelo Iant. Preis 1,20 Marl. Deutschland steht noch frisch unter dem Eindruck der Entscheidung des Reichstages über die Ausgestaltung und Weiterentwucklung der deutschen Armee. Bei dem aroßen Interesse deÄ deutschen Bottes für „seine Soldaten" ist daher diese prächtige Publikation begeisterter Ausnahme sicher, umsomehr, als die gegenwärtige politische Lage und die Erinnerung an die denkwürdigen Erngnnw vor 100 Jahren die Teilnahme an allen militärischen Angelegenheiten bedeutend gesteigert haben. Tiefem Umstande mag es auch zuzuschreiben sein, datz die kürzlich erschienene deutsche „Wehr Nummer der Illustrierten Zeitung" trotz erheblich erhöhter 2Iup läge in kurzer Zeit vergriffen war, so daß sich der Berlag unter Benutzung des redaktionellen Teils jener Sondernummer zur Herausgabe der obengenannten Veröftentlichung ent,chlonen bat. Das 44 Seiten starke Werk in Grostfolio ist als eine der bedeutendsten populären Erscheinungen über das deutsche -Veer über Haupt anzusprechen. Es bietet eine überreiche Fülle von ,chwarzen
Letzte Nachrichten.
Tie französischen Eeneralralkwahlen.
Paris, 4 Aug. Von 1451 GeneralratSwahlen waren bis 3 Uhr 1099 bekannt. Gewählt wurden 145 Konservative unb Liberale (Gewinn 8, Verlust 36), 112 Pro- qresstften (Gewinn 16, Verlust 27), 722 Radikale unb rabi- falc Sozialisten (Gewinn 62, Verlust 26) unb 28 unifizierte Sozialisten (Gewinn 7, Verlust 4k Außerdem haben bi? jetzt 92 Stichwahlen stattzustnden.
Ein DootSun glück bei Main».
d. Mainz, 4 Aug. (Privattelegramm.' Ein schwere» Doot Sun glück ereignete sich gestern abend Hegen 7 Uhr auf dem Rhein Der bekannte langjährige ^euermann Dieterich wollte mit einem Nachen einige Steuerleute von zwei Schleppdampfern abholen Von dem ersten Tampfer holte er die beiden Steuerleute Hch. Schneider und Franz Lipp von Bingen, sowie die 17jährige Tochter des Wirts Georg Wolf, die feit Wochen die erkrankte Frau des Kapitäns gepflegt hatte. Dieterich fuhr dann nach dem Dampfer K n i p p f ch e e r Nr. 3. Durch eine unalürfljdjc Wendung geriet die Spitze des NachenS unter den Radkasten des Dampsers. Der Nachen kenterte unb die Insassen fielen ins Wasser. Sie ftieften gellende Hilferufe aus. ES kam auch von allen Seiten Hilfe, doch konnten nur der alte Tretend) und der Steuermann Lipp gerettet werden. Ter 29 ,\abrc alte Steuermann Schneider und die 17jährige Koch er*
Tie Scheinwerfer bei Biebrick flammen auf, unb im Lichte sieht man beutücb, von vier Strahlen beleuchtet den Zevvelin-jkreuzer, ber 1000 Meter hoch dahin^eht, dem es jetzt nicht mehr gelingt, ouch nur eine Sekunde im Dunkel unterzutauchen. Rasch kommt das Luftschiff näher — nun setzt das Knattern ber Maschinen fierocbre ein, dazwischen donnern die Geschütze. DaS Lufttchin jjieftt zahlreiche Leuchtkugeln, die weithin das Terrain erleuchten: von den Gondeln mürben dabei jedenfalls photographisch? Aui° nadmeii des Festungsgeländes gemacht. Rasch zieht das Luftschiff über die Stabt hin; es wendet bei Hochheim, immer im Lickte ber Scheinwerfer, kehrt über den Rhein zurück, um sich bann, heftig bei dm) f en über die Kaiserbrücke rheinabwärts zu entfer- w^n. Beim Kreuzen über der Eisenbahnbrücke werden von unten Leuchtkugeln geschossen. Verfolgt von den Strahlen der Schein weri'er verschwindet ber Luftkreuzer. Die Häuser der Stabt entziehen ihn den Blicken; nur von Zeit zur Zeit blitzt es noch am Horizont auf — aus den Gondeln werden immer noch Leuchtkugeln abgeschosfen. Kurz vor 3 Uhr erlöschen die Scheinwerfer, die Signallaternen der Brücken, die während der Hebung nicht brannten, leuchten wieder auf. *
Ein Unfall.
Johannisthal, 3. Aug. Um 9 Uhr abends stürzte bei der Pilotenprüfung der Flnaschüler Brocks auf Ica- nin-Tanbc (4-Zylinder Argust ab. Brocks flog sehr niedrig und stieß, da die Taube durchsackte infolge Ueberfteuerung oder weil die Maschine eine zu geringe Geschwindigkeit hatte, gegen den Mndmesser, den er umrift. Der Apparat stand sofort in Flammen und Brocks, zu dessen Füftcn schon alles brannte, wurde vom Flieger Matthis aus deut brennenden -Apparat gerissen. Welche Verletzungen er bei dem schweren Sturz davongetragen hat, lieft sich noch nicht feststellen. Die Ieanin-Taube verbrannte vollständig, da die Löscheinrichtungen nicht schnell genug zur Stelle waren.
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Frankfurt a. M., 3. Aug. Das Militarluftschiff „Z V", daS gestern in Baden-Oos nach 9 Uhr abends zu einer Nachtfahrt, die militärifdKn Charakter trug, aufgeftiegen war, ist bei Mainz dem Kölner Z-Schifi unerwartet begegnet. Nach Beendiaung der Hebung sind beide Schiffe zurückgekehrt, wo sie gegen 8 Uhr früh gelandet sind. „Z V" fährt voraussichtlich Anfang der Woche nach Gotha, während die ,,V i f t o r i a Luise" in Baden-Oos Station nimmt. Nach Frankfurt dürfte das in Leipzig weilende, dorthin von Königsberg gekommene Militärluftschiff „Z I" übergeführt werden.
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Tie tieftrauernd Hinterbliebenen.
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