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Urstadt erhallt.
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Bad Äusser. 4. Juni. (Priv.-Telcgr.). Bei einem Zusammenstoss zweier Züge auf dem Bahnhof wurden zwei Per- onen getötet und sechs sckMcr verletzt.
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vermischtes.
. * Raubanfall Aus Beuthen, 3. Juni, meldet ein ^nhat-Telegranrrn: Unwett T rz ebinia an der schlesisch-gali- a^ftVciT Grenze wurde der Schichtmeister Sliwinskv von drei Bandtten im Walde überfallen und um 6000 Kronen beraubt Tic Rauüer, anscheinend russische Ueberläufer, sind entkommen, ©ic verloren auf der Flucht 1600 Kronen, die später gefunden wurden.
Amtlicher Wetterbericht.
Oesfentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 5. Juni 1913: Zeitweise wolkig, bis auf Gewitter trocken, warm.
Unwetter.
fj Marburg, 3. Juni. Heute morgen gegen 7 Uhr lobten im Lahntal und im Ebsdorfer Grund schwere Un-
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ober töridit, erlaubt oder verboten, strafwürdig oder entsckluldbar linb. Alles will ich dem Hefte lägen, was ich sonst keinem Menschen vertrauen bum und was dock irjn der Seele herunter toi 11," so ickrieb die ISiäbrigc Jungfrau einst. Sie hat treulich als Künste IcTtn ihren Borsatz ailsgeführt. Was Wim der, daß ihr Buch tcine Lektüre für Backfisch ist. Aber der cbrlidv Theaterfreund, die hochgemute Theaterfrenndiu sollten sich der ?l.ufg<ibe, diese er greifenden <oelbsthelenntniise zu lesen, nicht entziehen, noch weniger btejemgen, bie berufen sind, sei es als städtische oder staatlich.' Beamte, Pfleger und Förderer der Kunst zu sein. Man hat sich bon getmtser Seite freilich des manch einem imbcgucmen Buches entledigen ^"en, nidem man es eine Tendenzschrift genannt, die nur aus Reflamesucht sich in der Form eines veröffentlichen Tagkchlches gefalle. Mit aller Scharfe tritt die Berlagsbuchlxmd lung dem entgegen: sie hat vor dem ^Amtsgericht.Stuttgart durch Vorlage der Onginaltagebücher und durch Eidesaussage den Nach roei5 erbracht, daß das Tagebuch tatsächlich echt ist. Nur der Rame der Berfa,ferm ist, aus leicht begreif]ichn Grunde-,i, pscn- bonnm Daß )ie aber nicht zu Unrechc ihre Gott sei Tank ja mdit für alle Bühnen zutreffenden Anklagen erhebt, das bezeugt bie ganze, btc deutsch Bühnenwelt durchztttcrnde Reform beweg ung mit thren Klagen, ihren Anllagen und ihrer ergreifenden Ditte
Bühnen- und Kunftfreunde, an alle, die als Staatsbeamte und Vertrauensmänner des Bolles ein gewichtiges Wörtlein mit iu sagen haben: Kommt doch l-crnieder und helft uns!
Wir empfehlen das Bilch Helene Schrsensteins: „Aus dem Tagebuch einer deutschen Schuspiclerin" jedem Gebildeten ange- legentlicht ?ur Lektüre, vor allem auch hochgesinnten Direkteren.
sollten, wo städtische Theater vorhanden, namentlicli auch die Theateraussch'isse an einem derartigen Buch nicht achlos vorubergehen.
Cttfffcbi fiabrt.
_ ..Frankfurt a M., 4. Juni. Tas Luftschiff Viktoria Lutfe i|t heute 8,50 Uhr z,u einer Fahrt nach Potsdam aus- gestiegen. 2lls Fahrtrichtung wurde der Weg über Fulda, Bebra, Erfurt und Halle gewählt.
Gotha, 4. Juni. Das Militärluftschiff Z. 4 ist heute 3 46 Uhr zu einer Uebungsfahrt nach Leipzig auf- gestiegen. Um -/-9Uhr wurde das Luftschiff in Leipzig gefichtet, es fuhr eine Schleife über der Stadt und ent- fernte sich dann in der Richtung nach Gotha.
Lin Such der Anklage.
AusdemTagebuch einer deutschen Schauspielerin. Dem jugendlichen Zentrumsabgeordneten für Kronach, Dr. Pfeiffer, gebührt das Verdienst, zuerst mit ernstem Weckruf für den bedrängten Schauspielerstand Staatslfilfe wie Organisation der Selbsthilfe gefordert zu haben. Noch aber ist diese straffe Zusammenfassung erst im Werden begriffen und der >Erlaß eines zeitgemäßen Reichsthcatergesetzes ist auch erst in Sicht. 5in- iemc erstklassige Sterne bezieljen wohl in der Bühnenwelt Minister- gek>älter und mehr, aber ungezählte andere darben. Und doch wird der Zudrang zur Bühne mit ihrem lockenden Flitter ein immer größerer. Ganz ohne Entgelt bieten Ungezählte sich an, zunächst^ als Eleven und Elevinnen einzutreten, wobei die kostbaren L-parpfennige für spätere Zeiten dringender Not unter den Ringern zerrinnen und namentlich für die Sck)auspielerin dann nur ein Weg übrig zu bleiben schnitt, um die teueren Toiletten 8U bestreiten und den Hunger zu stillen — der Weg der Schande!
Vor uns liegt ein ergreifendes Buch. Wir müssen sagen: Selten nur packte uns eine Streitschrift so tief wie diese; sie ist mit Blut geschrieben, wie nach der Sage die Gesetze des Trafo; aber die Verfasserin schrieb sie mit ihrem eigenen Herzblut und ihren Tränen. In glühender Scham nur gibt sie die Geheimnisse jenes Tagebuck^s preis, das sie seit ihrem 18. Lebensjahr" zuerst als geprüfte Lehrerin und dann als Schauspielerin niederge-- schrieben. Sie tttt's, obwohl ein seltsames Geschick sie der Bühne mtführte und in gesicherten ländlichen Lebensverhältnissan den Frieden finden ließ, sie tut es deshalb, weil sie für ihre Bühncn-- kolleginnen cintretcn, ihnen helfen will, sie vor Nol und Schande 5u_ beroabren, um den Schauspielerstand auf jene 5)öhcn empor- zuftiljren, auf denen allein er dem bcutfdru Volke das sein kann, wozu er berufen ist, ein Timer der Kunst.
Delene Sckjarfeiistein ist die glänzende Schriftstellerin, von der wir reden. Ihr Buch „Aus dem Tagebuch einer deutschen Schauspielerin" ist im Verlag von Robert Lutz-Stuttgart 1912, drosch. 6 Mk., .geb. 7 Mk. bereits in zehnter Auflage erschienen. Ver- sasserin hätte es getrost mit dem bekannten Schlagwort des fran- zösisckjcn Romanschriftstellers überschreiben können: Ich klage an. Aber das ist das Packende an diesem Buch, das Seite um Seite die tiefgründig gebildete Künstlerin und die tapfere Kämpferin für höchste Ideale rerrät, daß sie nun nicht etwa einseitig auf diese ober jene los wettert, über die sich zumeist die Scl>au spiel er beklagen, als Theateragenten, aud> wohl Theaterdirektoren, Regisseure. Nein, auch dem Schauspi. lerstand selbst und seinem unsozialen, so oft von.kleinlichsten Eifersüchteleien und kindischer Gefallsucht beherrschten Empfinden gilt il/r herber Tadel, bann dem P. t. Publikum, dem männlichen, das die weiblich? Theaterwelt so oft als Jagdgründe für unlautere Liebesabenteuer ansieht, dem weiblichen, das durch die maßlojen Anforderungen an die Eleganz und Wivochselung der von schlecht bezahlten Künstlerinnen noch immer selbst zu bestreitenden .Toiletten den Ische Schwestern durch Rot der Prostitution direkt in bie Arme treibt. Nicht minder gilt den Stadweriraltungen ihr „Ich klage an", bie, während sie ihren Beamten willig^ auskömmlich?? Gehälter zubilligen, es nicht ver- hinberten, daß Schau Mieterinnen an Stadt tl-eateim zwischen .hunger und Schande zn wählen hätten ober vielmehr durch hunger der Schande zugeschleppt würben. Selene Scharfensteins .Ich Nage an" gilt in letzter Linie dem Reiche, denn ohne wuchtiges staatliches Eingreifen seien die Nöte .des Schauspielerstandes, die zu den künstlerischen Idealen der angehenden Mimen in so krassem Gegensatz ständen, unüberwindliche.
"Ich will Tagebuch schreiben. Nicht weil ich jetzt reif geworden wäre, und weil meine Reife ber Welt etwas zu sagen hätte, nein, weil ich reif werden will! . . . Und so soll mir dies Tagebuch ein scharfer Spiegel sein, in den ich meine geheimsten Gedanken, meine tiefsten Wünsche, mein? innerste Lust, mein Leid und in ine Sorgen, aber auch meine Leidenschaften und meine Schuld blicken lassen iiill, damit sie sich prüfen, ob sie echt oder unehrlich, begründet-
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wie Feuerversichernrngspvkire usw. in Sicherheit gebracht. Erst; der Feuerwehr gelauy eA, sie aus dem brennenden Haufe »u retten. ,
' " ' f' Kreis Schotten.
= Rebgeshain, 3. Juni. In Dem nahen Walde gab ein Handwerksbursche auS einer Pistole einige Schüsse ab. Aks er auf Anruf eines Försters auf diesen anlegte, echnc neu geladen zu haben, packte ihn der Förster und schaffte ihn auf die Bürgermeisterei.
Letzte n^tbreebten.
Cin Grubenunglück bei Ober-Rosbach.
I. Ober-Rosbach, 4. Juni. (Priv.-Tcl.) Bei der Eisen- und Mangan erz-Gewerkschast fehlten heute früh zwei Bergleute. Obersteiger Lenz fuhr mit einem Begleiter in den Stollen ein. Beide sind bis 10 Uhr noch nicht zurückgekehrt. Man nimmt an, daß alle 4 durch das AnSströmen giftiger Gase, die sich iu der Grube angesammelt haben, belaubt und vielleicht schon gestorben sind. Zwei we terc Rettungsversuche blieben ebenfalls erfolglos. Ein Steiger, der allein eingefallen war, war ohnmächtig geworden und konnte ngr mit Mühe durch Zurückziehen des von ihm angelegten Seils gerettet werden. Der Direktor machte ebenfalls einen Versuch, in den Schacht einzudringen, doch mußte er wegen der in dem Stollen herrschenden Dunkelheit nmkehren. Es ist jetzt ein Automobil von Frankfurt unterwegs, das die neuesten Rettnngsapparate mitbringt.
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Ein Protest der Duma gegen die russische innere Politik.
Petersburg, 4. Juni. Bei Schluß der Haupt- anssprache über den Haushalt des Ministeriums des Innern nahm die Reichsduma mit 164 gegen 117 bei 23 Stimmenthaltungen eine Tagesordnung der Okt0bristen an, welche gegen die Ausnahmebestimmungen undWillkürhand- lungen der Behörden und die Förderung des Rationalitäten- hader? protestiert und das Ministerium des Innern beschuldigt, die Achtung des Voltes vor dem Gesetze und der Staatsgewalt 511 untergraben, die die oppositionelle Stimmung tm Lande erhöhen. Zum Schluß wird die schleunige Durchführung umfangreicher Reformen gefordert.
Kreis Friedberg. n
L. Friedberg, .3. Ium. In ihrer letzten Sitzung hat die Stadtoerordneten-Versammlung beschlossen, eine neue Kaserne dahier zu erbauen. — Bei dem Kanalbau dahier ist ein großer Teil der Rohre gebrochen, so daß ein Schaden von über 40 000 Mk. entstanden ist. Die Stadt« verordneten haben beschlossen, eine Sachverständigen-Koinmission mit schleuniger Untersuchung zu betrauen. — Ein kleiner Preisabschlag des Fleisches hat stattgefunden. — Die hiesige Ortskrankenkaffe wird zu einer Kreisortskranken« kaffe umgebildet werden.
8 Bad-Nauheim, 3. Juni. Ein bekannter und beliebter Gast, Robert Kothe, fang heute abend int Kurhause alldeutsche Lieder zur Laute. Der Künstler bot cin ganz neues Programm, das viel Beifall fand.
8 Ober-Mörlen, 3. Juni. Bei der allgemeinen Verwirrung, die bei dem Unwetter am Sonntag auf dem Fcstplatz des Nadfahrer-Bereins entstand, wurden einem Schankwirt von einem Teller gegen 80 Mark gestohlen.
Starkenburg und Rheinhessen.
Worms, 3. Ium. Heute früh gegen 3 Uhr kam e° bei einer Razzia, die die hiesige Kriminalabteilung unter- "ahm, zu einem schweren Zusammen st 0 ß mit einigen herumstreifenden Burschen, wobei der Krimmalschutzmann Würtz in bet Notwehr zum Revolver greifen wußte. Er gab zwei Revolverfchüfse auf den Tagelöhner Friedrich Schoninger ab, der tötlich getroffen zusammen- brach und in wenigen Minuten eine Leiche war. Die beiden anderen wurden verhaftet. Schoninger war als Rohling bekannt.
Kreis Wetzlar.
X Kinzenbach, 3. Juni. Am Dienstag nachmittag wurde der Kanonier W. E. Schubecker zur letzten Ruhe getragen, der am Freitag beim Baden in der Mosel plötzlich den Tod gefunden hat. Bon dem 16. Artillerieregiment in Diedenhofen nahm eine Abordnung am Begräbnis teil, und Kameraden trugen auch den Sarg nach dem Friedhof.
Hessen-Nassau.
n Fran kfurt a. M., 3. Juni. Die Eisenbahnverwaltung Plant eine durchgreifende Veränderung und Verlegung der Homburger Eisenbahn bei ihrer Einführung in den hiesigen Bahnhof. Die zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Bockeuheim bisher gemeinsame Strecke der Homburger mit der Casseler Bahn soll aufgehoben und für die Homburger Linie ein neuer Bahnkörper geschaffen werden, wobei aber Bockenheim ausgeschaltet wird. Das vom Magistrat ausgearbeitete Projekt hat die Billigung der Bahnverwaltung gefunden, vorausgesetzt, daß die Stadt die Mehrkosten von 748 000 Mark trägt. Heute beschäftigte d.) die Stadtverordnetenversammlung mit der Vorlage. Die Redner aller Parteien hießen das Projekt gut, erklärten sich aber ulle einmütig für Beibehaltung Bockenheims als Station der ftomburger Bahn. Ebenso verurteilte man die Heranziehung ber Stabt zu den großen finanziellen Leistungen, die allein Sache des Staates seien. Der Magistrat und der Hochbau- ausschuß wurden beauftragt, mit größter Vorsicht an das Projekt heranzugehen.
v Frankfurt, 3. Juni. Die Untersuchung gegen den Giftmörder Hopf erstreckt sich jetzt darauf, ob Hopf seine 1911 gestorbene Mutter vergiftet hat, von der er 30000 Mark erbte.
h. Hanau, 3. Juni. Der Werkführer Schreuer wurde in der Seifenfabrik von Girth, als er einen Riemen auf ein laufendes Rad legen wollte, von dem Räderwerk erfaßt und tödlich verletzt.
n Kronberg, 3. Juni. Gelegentlich der im August stattfindenden Truppenbesichtigungen auf dem Mainzer Sand wird der Kaiser hierher kommen.
b. Bad Homburg v. d. H., 3. Juni. Der Bau einer neuen Kaserne dürfte vorerst kaum zustande kommen. Wie in der heutigen Geheimsitzung der Stadtverordneten mitgeteilt wurde, hat die Stadt für den Kasernenplatz 350000 Mark geboten. In einer Unterredung, die kürzlich der Kriegsminister mit dem Oberbürgermeister 2übk e und Stadtverordnetenvorsteher Dr. Rüdiger gewährte, sollen sich die Baukosten der Kaserne für die Stadt auf 1 400 000 Mark fftellen. Da diese Summe ■u den wirtschaftlichen Vorteilen der Stadt in keinem Verhältnis steht, waren Magistrat und Stadtverordnetensitzung beute Einmütig der Meinurg, dem Projekt vorläufig nicht näher zu treten.
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weiter mit strichweisem Hagel und wolkenbruchartigem Regen. In manchen Dörfern stand das Wasser einen halben Meter hoch. In Warzenbach brannte eine Scheune und ein Nebengebäude nieder. Ferner schlug der Blitz in Sarnau, Hachborn und anderen Orten ein.
h. Königstein, 3. Juni. Wie verlautet, werden einige Personen vermißt, die man unter deck Trümmern der vom Unwetter verwüsteten Wälder vermutet.
Gicßcner Strafkammer.
Gießen, 3. Jnni. EntscheidungSverknn bigung.
3» der Strafsache neqen den früheren Direktor der landwirl- schanlichen Hanvtaenosienfchait in Frieböerq, Amandus Maennel in Düsseldorf, wurde, wie wir gestern schon kurz mitteilten, Teilurteil dahin verkündet, daß der Angeklagte von der Anklage des Betrugs zum Nachteil des Postfiskus, begangen durch ungenügende (yrnnftcmnq von Brieftu, sreigefprochen wurde. Tas Gericht nahm cm, daß eine betrügerische Absicht des Angeklagten nicht nachweisbar und seine Behauptung, er habe geglaubt, die hier allein in Frage kommenden Abrufscheine a(5 „Geschästspapiere' versenden Aii dürfen, nicht zu widerlegen sei. Weiter wurde Beschluß verkündet, daß die Verhandlung über die übrigen Anklagepunkte zur Anstellung weiterer Ermittelungen, namentlich zur Beiladung von Lachoerständigen, auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wurde.
Erneut freigesprochen
wurde der Viehhändler H. B. von Griedel. Er hatte im vergangenen Winter eine Anzahl Kühe geschlachtet, die Vorder- uiertcl zur BcreituuH von Wurst für seinen eigenen Bedarf verwandt und alles »ihrige an einen Metzger in Vad-Nauheim abgegeben. Ta er die Tiere in einem Raum hatte schlachten lassen, ber den bestehenden Vorschriften über Privatschlachthäuser nicht entsprach, war er mit einem Strafbefehl bedacht, aber vom Schössen- flendit Butzbach freigesprochen worden. Die Strafkammer wies bie Berufung ber Staatsanwaltschaft gegen bieses Urteil zurück, ba ber Angeklagte^ nur für seinen eigenen Prwatbcbarf habe schlachten Infien, die in Frage stehende Verordnung aber nur die gewerbsmäßig schlachtenden Metzger habe treffen wollen.
Zurückgewiesen
wurde bie Berufung bc§ Schneiders S. N. in Lanbach, der wegen schwerer Beleidigung der Ehefrau R. D. daselbst von dem Schöffengericht Laubach mit 6 Wochen Ge'ängnis bestraft worden war.
Verworfen
wurde weiter in derPrivatklagefache M. gegen H. bie Berufung bes Angeklagten, ber wegen formeller Belcibigung von dem Schöffengericht mit einer Geldstrafe belegt worden war.
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