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4.6.1913 Erstes Blatt
 
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Erster Blatt

rneral-Anzeiger für Gberheßen

Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.

Nr. 128

Ter «iehener Anzeiger erscheint täglich, atifter Sonntag?. - Beilagen: viermal wöckenklich EiehenerZamilienblätter: zweimal ivöchenil.llreis- blattsürden Arns Siegen (Dienstag undFieikagl; zweimal inonatl. Lanv- wirlschaftliche Seitfrcgen Fern jv rech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen:

Anzeiger Gießen.

Annahme orn Anzeigen für die Tagesnnmmer bis vormittags 9 Uhr.

Tagcskalender aus dem Jahre 1813.

i. Juni. Der preußische General Bülow schlägt mit 15 000 Mann den viel stärkeren Marschall O u d i n o t bei L u ck a u, macht^500 Gefangene und erbeutet viele Munitionswagen Die Franzosen haben einen Verlust von 2000 Mann an Toten und Verwundeten, während die Preußen nur 700 Mann verlieren Das hessisch 1. Chcvauxlcgcrsregiment nimmt gleichfalls an dem Gefecht teil

An demselben Tage Abschluß des W a f f e n st i l l st a n d e s zu Poiickwitz zunächst bis zum G. Juni. Tie hessische Brigade kommt nach L ü b e n in Schlesien. (S. Feuill.)

Mittwoch, 4. Juni 1913

Bezugspreis: monatlich75Ps^ viertel- jährlich Alk. 2.20; durch ^bhole- il Zweigstellen W v monatlich 65 Pf.; durch diePostAlk.2.-.nertel- T jährl. ausschl. Bestellst. Zcilcu,preis: lokal 15Pf^ wy ansivärtS 20 Pfennig.

Chefredakteur: ?l Gocg. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; fürFeuille­ton",Vermischtes' und

NolationsdruS und Verlag der Vruhl'fchen Unio.-vuch- und Zteindruckerei 8. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstraße rath; fürStadt und ^«dingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschästrfteile vahichosftratze 16a. a^ntefi-^^Sed.

unb her; Napoleon zeigte eine sonst an ihm ganz ungewohnte ^'^ttckwnenhett. 5r zögerte immer noch- mit der Annahme der ^vaffcnilnlstandsverhandlungen, an denen auch Oesterreick beteiligt n'ar. Endlich in der Nacht zum 30. wurde Coulaineourt abgesaridt, und die Verhandlungen nahmen nun zwischen ihm und den Generalen Schuwalow und Kleist vom 30. Mai bis zum 4 Juni ">ren Gang, znnäch'r in Kloster-Vehlstatt, daun in Gräbersdorf und zuletzt in Pläswitz. Man nennt deshalb den Waffenstillstand auch den von Plaswitz, welchen Ort die französisch- llrlunoc bc 3c1$nct t preußische llrtunbc datiert aus P o i s ch w i tz, wo Ep^..^?.r/vndelt wurde, und so ist denn diese Bezeichnung bei uns die übliche. Für die Russen war eine Pause im Streit ebenfalls von höchster Bedeuütng. Der neue Oberbewhlshaber Barclah de olin, der am -6. Mai an die Stelle von Schvarzenberg getreten mar, zeigte sich vom ersten Tage seines Oberkommandos an über seugt, datz er sich nut seinem geschwächten und verwilderten Leer nicht mehr aus dem Kriegsschariplatz halten könne und nach Polen zuruchgehen müsse. <so allein gelassen, blieb auch den Preußen Nichts anderes übrig, als in die Verhandlungen einzuwillig cn ziimat auch ,ie starke Verluste erlitten hatten, Ausrüstung und Verpßegung mangelhaft waren und die Organisation der Land- wehr noch weit im Felde lag. Nach langem Feilschen und Markten Ker die Grenzlinie und die Dauer des Waffenstillstandes tarn es schlteylich durch Napoleons Nachgeben zu für die Verbündeten günstigen Bedingungen. Die französisch? Armee blieb aus einen nemen und nicht gerade fruchtbaren Teil von Schlesien uito das bereits stark ausgewogene Sachsen beschränkt. Als Endtermin wurde der cO. Juli festgesetzt, der dann durch Metternichs Verwendung bis zum 10. August verlängert wurde.Man daN sich nicht ver- heh.cn daß der Waffen,ttllstand für mich nicht sehr ehrenvoll ist, Jthrieb Napoleoii au Coulaineonrt,ich bin es, der alles gibt her tfcinC Nichts." Trotzdem freute er sich über den ALlchluß, schlief Tn-<?cr folgenden Nacht10 lange Stunden umntterbr odicn1' traaertc wanzasische und italienisch? Liedchen: er vertraute seiner Organnationskraft und seinem Genie. Bei den Preußen aber wirkte die Nachncht w niederschmetternd, als ivenn die ärgste Niederlage..-emeldet wurde. Mle dürsteten nach Krieg und Rache lD%e le.in; vielleicht gar schimpflicher Frieden.

Eclser und GnetsenDi, die bereits einen Frieden gefürchtet hatten atmeten aut, dennoch schrieb Gneisen.au:Dieser Waffenstillstand' der dem Feinde weit nötiger und. nützlicher ist als uns, wird in' der Armee sehr übel ausgenommen. Ich bin sehr unmutig darüber, ± blCA"9?'3 Ganzen." Zähneknirschend und unmuttg kwsten Ilch die Truppen: tiefste Bestürzung herrschte unter der BevölkerungAls am zweiten Pfingsttage," erzählt JPm^IC ^'nhrichc von der abgeschlossenen Waffenruhe nach Berlin kam, wurden plötzlich alle Gesichter blaß, alle Herzen Wie vom Donnerstrahl getroffen, bange Todesstitte war in der

vom amenlamschen Zolltarif.

... Zollermäßigungen, welche die von unserer freb- händlerischen Presse vielbelobte Underwoodbitl ent­halt, werden dem europäischen Ausfuhrksandel nach den Vereinigten Staaten nicht viel nützen, wenn diejenigen De- stlmnlungcn der Bill in 'Kraft treten, die sich auf den'Flaq- genzott und auf das Einfuhrverbot gegen die Erzeugnisse svla>cr F-rmen beziehen, die sich weigern, ihre Bucher, Register und Fakturen den amerikanischen Konsularbeamten vorzulcgen. Nach der vom Ncpräsentantenhause bereits an- aenommcnen Vorlage sollen bekanntlich alle auf ameri­kanischen Schiffen eingeführte Waren eine Zollermäßigung von .^Prozent genießen. Außerdem soll der Schatzseiäetär die Befugnis erl-alten, nach eigenem Ermessen die Waren- emfuhr solchen Personen zu untersagen, die in ihrer Eigen­schaft als Verfrachter oder Verkäufer im Auslande ihre Bücher unb Recl-nungen über die Klassifikation und den Wert der B5aren nicht einsehen lassen wollen. Gegen beide Bestimmungen ist von den Vertretern verschiedener Mächte Einspruch erhoben Nwrden. Sehr energisch fyat namentlich bec französische Botschafter in Washington protestiert, in- bem er mit Repressalien gegen bie Einfuhr amerikanischer Waren nach Frankreich drohte.

Bei bent Niesenimport der Vereinigten Staaten nach Europa würde sich Pen europäischen Staaten, insbesondere auch Deutschland, in der Tat reichlich Gelegenheit -u'Re­pressalien bieten. Im letzten Jahre hat der Wert unseres Handels mit den Vereinigten Staaten die Riesensunnn?

M^liarden Mark erreicht. Davon fallen aber nur V- Milliarden auf die deutsche Ausfuhr nach der Union oagegen 1,6 Milliarden oder 70 Prozent auf die Einfuhr von Waren der Union nach Deutschland. Aehnlich stellt stch die Bilanz- des Handels der meisten übrigen Staaten Europas mit der Union. Nur amerikanische Rücksichts­losigkeit kann unter solchen Umständen über selbstverständ- Anstandspftichten sich Hinwegsetzen unb Zollbestimmungen entführen, die allen handelspolitischen Gepflogenheiten und verkragiichen Abmachungen iviber- iprechen. Ter preußisch-amerikanische .Handelsvertrag ent­halt in seinen Artiteln 3 unb 4 die klare Vereinbarung, daf; alle auf preußischen Schiffen in bie Vereinigten Staaten ewgeführten Waren dort keinen anderen oder höheren Ab­gaben unterworfen werden dürfen, wie die auf Schiffen der Vereinigten Staaten eingefüh-rten Waren. Aehnlick>e Be­stimmungen finden sich in den Handelsverträgen, welche seinerzeit von anderen deutschen Staaten mit'der Union abgeschlossen worden sind. Alle diese alten Verträge sind formell nie aufgehoben worden und haben denn auch später

eben noch so fröhlichen Menge der wandelnden Menschen die ^onne be§ ichonen Frühlingstages schien nur auf Verzweifelnde -öci dem Gebauten an bie Möglichkeit eines unrühmlichen Friedens waren alle wie versteinert." Man wurde erst ruhiger, als am ? yun'.c^ .Uwersichtliche Bekmintmachung des Königs erschien m der die Waffenruhe fast wie ein Sieg angekündigt wurde Im »towöerg aber schlossen neun Heißsporne einen feier-

"a in bent sie gelobten, daß jeder, der einen für Preußen ÄÄÄ toctbc' b SRd,; bcc

rätselhaftes Element will der eng.

lfcr 1 o n von der Universität Cambridge

entdeckt haben, dem er den Namen X3 gegeben hat. Es soll stch 9^mThflmti^L?ufht^un9 bl"es neuen Verfahrens der chemischen Analyse handeln^ und^zwar um eines von ungewöhnlicher Fein­heit. Zugleich ,oll ^.homfon, wie derFrkft. Ztg." mitgeteilt wiro, ein zweites neues Element mit dem Awmgewicht 22 gefunden baacn. Wir werden aut die Erfindung, die nach unseren Erknn- horlaustg noch >ehr Problematisch ist, da sie nur auf 5n;üätommn)eni ^C9C ^^eftellt ist, in längeren Ausführungen Eine zweihundert Jahre alte Papiermühle

uttOxna e 'S1??"9, för Buchgewerbe und Graphik ? 1914, bie natürlich auch das Papier, seine Entstehung 8^^bitung und Verwendung eingehend vorführt, wird in dieser Ä'?16 2°2 °lte Papiermühle m.s Haynsburg

bei Zeitz ausitellem die vom Verein Deutscher Papien'abrikanten ?yr Muicum in München angelauft wurde und vor

chrer endgültigen Ueberstihrung nach München der Internationalen ^^öur VEignng gestellt wird. Tie alt" Papiermühle, die nach der Schenkungsurkunde im Iabre 1700 rr- baut würbe unb bie eine lanbschaNliche Zierde »nn Lh&Lj; Eomm^ abgerissen unb nach ber Ausstellung geschafft wo sie nnebcr ruiammengesetzt wirb. Tie Mühle bifrH'6 giutK D«hnsbnrg auch auf ber Buchgewerbeausstellnug tUr^' Aosrrkratt getrieben wird, soll vor den Äugen de-> 'tbihfi9 ^n^UttCnDa9i<SC und Karten' her-stetten die sL mm^L- stettuna besbRü°Ifo bl-c >e{tcnc Gelegenen!, die Her- es Büttenpapiers ganz in der alten Art von der Ber- aründlich^ bT§ LErstellung de. Büttenkarte

2,,nm ^rncw. Besser mär.' es aber wohl ge- la^sck^s!!tzl^?- d'e MuhIe auf ihren Platz gelassen hätte als ^.?udsti,astliche Zierde , anstatt pe m cm Museum zu stopfen. Mir das Museum hatte eine Nachbildung denselben Dienst getan, m Polareis. Durch die traurigen

stcalynchten, die über das Schicksal der Expedition Schröder-Strantz

Napoleons größter Fehler.

(Zum Waffensttllstand am 4. Juni.)

. Aeu größten Fehler seines Lebens hat Napoleon selbst später ben Waffenstillstand von Poischwitz genannt, durch den der erste Lkt in dem gewaltigen Drama des Vötterringeus vor 100 Jahren beenbet wurde. Die meisten Historiker sino derselben Ansicht «ewesen und Graf Yorck sieht in seinem grunblegenben Werk m>er Napoleon als Feldherr in diesem ersten Nack>geben des Kaisers den deutlichsten Beweis für den Niedergang seines Genies. Erst in neuester Zeit lsttt man bie subjektiven Gründe Napoleons besser zu würdigen gelernt.Ich darf Ihnen nickt verhehlen," schrieb er an Eilgen Beauharnais,was mich bestimmt, den Gang mnner Siege zu unterbrechen. Es ist die Rüstung Oesterreichs und der Wunsch, Zeit zu gewinnen." Dazu Farn der Mangel en Kavallerie und der schlechte Zustand seines kriegsungewohn.'cn veeres, das durch große Verluste und verheerende Krankheiten oezimiert war. Wenn er Zeit gewann, so konnte er die öunbert- tai0cnöe, die er int Frühjahr unter die Wasfen gerufen, besser oi^bilden und auf den ^triegsschauplatz bringen, unb jo beugte er !sch denn unwillig der Macht der Umstände, mit der festen Ab ^cht' Nach. kurzer Rnl-e den eittscheidenden Schlag zu führen. Die Akschichtliche Fvrsckstlng, die heute die Gesamtlage llarer über- i?^, als es selbst dem genialen Blick des Korsen möglich war, muß trotz dieser wichttgen M-ottve Fehlerquellen in der Anschauung Icapoleons feststellen, die die Grundlage zu seinem Sturz legten. Lt überschätzte Oesterreich, das mit seinen Rüstungen damals noch im Rückstand war, und er unterschätzte Preußen, das ans ^Drrsänmnisseii ftüherer Jahre gelernt bitte und mit erstann- ckcher ^Energie feine Kriegsrnstung in ungeahnter .Srafi vollendete, wittnel Napoleo-.i trotz seiner beiden Siege an einer Beendigung JE'* mertigften3 Unterbrechung des Kamptes gelegen war, beweist Olc Bereitwilligkeit, mit ber er auf die zunächst von Oesterreich aiigebahnten Verhandlungen cinging, und die Nachgiebigkeit, die iL VL Stellung der Vorbedingungen zeigte. Bereits am hatte der österreichische General Budna Napoleon Bor- Eage zu einem Waffenstillstand unterbreitet. Daraufhin schickte Cr am 18. Mai den Großstallmeister Coulaineourt zu den Vorposten, nm durch diesen dem Zaren besonders sym-

Mth.schcn Unterhäktdler direkt mit dem russischen Kaiser zu ber ^"deln. Aber Alexander ließ Caulincourt nicht vor und blieb wndhaft bei der Bedingung, daß er nicht ohne Teilnahme seiner Verbündeten und nur durch die Mitteilung Oesterreichs unter- Rweln werde. So peinlich dies dem sranzösischen Kaiser war, gab er doch endlich nach. Am 29. Mai bemerkte man in seinem y°uptquartier zu Liegnitz eine große Spannung unb Unruhe. h ntlLjnor9clt^ tocr alles zum Abmarsch unter bem Gewehr, unb wieder verzögerte sich der Aufbruch Adjutanlen eilten hin

Marburg lbisher Fk.). Bredt (Fk.) wurde mit allen gegen zwei sozialdemokratische Stimmen wiedergewählt.

K i r ch h a i n - F r a n l e n b e r g. Der bisherige Abgeordnete Konfistorialpräsident Frhr. Schenk zu Schweinsberg (Fk.) wurde mit allen Stimmen wiedergewählt.

Hanau lbisher Ntlst. Der seilheriae Vertreter Baurat Wohlfarth «Ntl.) erhielt 194, Landwirt Lind i.Qonf. 49, Parteisekretär Tißmann (Soz.) 93 Stimmen. Wohlfanh ist somit gewählt.

Ofrafschast Schaumburg (bisher K.). Der bisherige konservative Abgeordnete Generalmajor z. D. v. Ditfurtl; (K.) mit sämtlichen Stimmen wiedergewählt.

Es chwege -Schmalkalden i bisher Ntl.). Dr. Wendt- f a n b lNtl.) mit 174 Stimmen gewählt gegen Lattinann iD.-S.), auf den _ 120 Stimmen entfielen.

. Hofgeismar-Wolfhagen (bisher K.). Der bisherige konservative Wgoordnete von P a p p e n h e i m - L i e b e n a u wie- bergewählt.

Melsungen-Fritzlar (bisher K.). N ö l l (K.) mit 136 Stimmen wiedergnvähll. Wollenhaupt (Ntld erhielt 61 Stimmen.

Ho^nberg - Ziegenhain. v. Gehren (K.) mit sämt­lichen stimmen _ wiebergenählt.

Gelnhausen-Schlüchtern (bisher K.). Amtsgerichts­rat Hengstberger >Fk.) mit 183 Stimmen gewählt durch Zentrumshilse gegen Schwarzhinpt (Ntl.), der 62 Stimmen erhielt.

Wiesbaden-Stadt, Untertaunnslreis, Garnison von Mainz. Bartling iNtl.) mit 327 Stimmen gewählt. Fort­schrittler und Sozialdemokraten enthielten sich ber Abstimmung.

Wiesbaden-Land (bisher Ntl.). Bürgermeister a. D. Wolff-Biebrich «Ntl.» wurde mit 275 Stimmen wiedergewählt, ber Kandidat des Zentrums erhielt 79, der Volksparteiler 52 St.

St. -Goarshausen, Rheingaukreis, Meisenheim. xsm ersten Wahlgang erhielten Geil iZtr.) 159, v. Berg (Fk.) 135, Vnrgeff (Vpt.) 32 und v. Kioeden (Bbd.) 30 Stimmen. Im zweiten Wahlgang wurde Geil Ztr.> mit 186 Stimmen gewählt. Auf v. Berg (Fk.) entfielen 1.64 Stimmen.

Unterlahn kreis bis her Ntl. i. AmtSgerichtsrat Lieber (uctl.)nut 146 gegen eine sozialdemokratische Stimme wiedergewählt

Ober tau nnsl reis (bisher Ntl.). Es erhielten: Amts­gerichtsrat v. Bülow iNtl.» 88, Schwarz (Z.i 44, Goll lF.i 18 stimmen. Die Sozialdemokraten enthielten sich der Abstimmung, v. Bülow ist also wieder gewählt.

2lerIa Unfrei 3 bisher K.). Dr. Lohmann tNtl.) 138 stimmen, Cahenskv (Z.^ 44, Hilf (Freis.) 1, Behrens lEhr -S) hatte an seine Wähler die Bitte gerichtet, der Wahl fern zu bleiben, da an der Wahl des nationalliberalen Kandidaten nichts geändert werden könne.

Dillkreis-Oberwesterwaldkreis bisher tNtl.). Landrat B ü ch t i n g lNtl.) 203, Weber (Elw.-S.) 16, Hepp (Freis.) 3 Stimmen.

Unterwesterwaldkreis bisher Z.). Justizrat Dr. Dahlem (Z.) wuckergewählt.

v (bisher L ). Kammerzienrat Cahenslv (Z.)

mit 183 stimmen wiedergewählt. Tie Nationattiberalen hatten Stimmenthaltmig proklamiert.

Fra n f f u r ta. M. -Stadt (bisher Funk Vp., Flesch Vp.).

-l<} e m ^^-) unb Oe) er <Vp.) mit 829 Stimmen ge- siewahlt: Varrentropp (Ml.) und Kleinschmidt Mtl.) erhielten 8, Dr. Ouarck (S.) und Hüttmann (S.) 424 Stimmen.

Westpreußen.

??? ä.i? bisher 2 K. und 1 Fk.). Die Kandidaten ber F 0 r t s ch r 1 ttl 1 che n Bolkspartei Kommerzienrat M ü n - st er berg, schriftsteller Weinhausen und Rechnungsrevisor S ch m 1 l 1 a h n imirben mit 525 Stimmen gewählt. Die lon- lervatio-tlenkalen Kandidaten erhielten 339 Stimmen.

Schlesien.

^Nresfau-Stadt bisher 1 K 1 Fk. u. 1. S.l. Im ersten Wahlgang erhielten Ehlers ^Vpt.^ 975, Herschel (F> zweiten Wahlgang Konietzky Vpt.) 975, Stroßer nLnSUnl?-^rittCn ^Agang Wagner lFk.) 883, Poesgen -^atl 520 Sttmmen. Ehlers, K 0 nietzkv unb Wagner

wiederholt auf den Handelsverkehr des Deutschen ReickM mit der Union Anwendung gefunden.

Die Drohung europäischer Regierungen mit Repressa­lien scheint inzwischen in Washington doch nicht ohne Wir­kung geblieben zu sein. Nach telegraphischer Meldung soll der Präsident Wilson erklärt haben, der Ausmerzung der B^estimmuna über die Zollermäßigung für Waren, die auf amerikanischen Schiffen ein geführt werden, nicht entgegen treten zu wollen. Man wird abwarten müsseii, ob hiernach der Differentialzoll wirklich beseitigt werden wird oder nicht.

Washington, 4. Juni. Das Unterkomitee des Finanz­ausschusses des Senats beabsichtigt, die vom Auslände angesackstcncn inguisitorischen Tcstimmungcn des Zolltarifs bahi-i abzuändern, baß der Schatzamtssekretär ermächtigt wirb, in Streit­fällen die Einfuhrwerte u n a b hängig v 0 mAnsland s- markte f e st z u s e tz e n. Nur in Fällen, wo die Fabrikanten hiergegen protestieren, soll die Unterbreitung der GesckKftsbücher verlangt werden.

Da; Ergebnis der preußischen Landtagswahlen.

Das Ergebnis der Hauptwahlen zum preußischen Abgeordnetenhause ist nach dem Wolfffchen Telegraphen­bureau folgendes:

Es sind 4.59 Abgeordnete definitiv gewählt: in zwei Wahlkreisen haben für vier Abgeordnete Stichwahlen statt- zufinden. Von den Gewählten sind 147 Konservative, 53 Freitonservative, 73 Nationalliberale, 37 Volksparteiler, 103 Zcntrumsabgeordnete, 12 Polen, 2 Dänen, 10 Sozial­demokraten, 1 Deutschsozialer und ein Christlichsozialer. Bei 42 Mandaten hat eine Verschiebung in der Fraktions- zugehörigkeit stattgefunden: Die Konservativen gewinnen 10 und verlieren 15, die Freikonservativen gewinnen 2 und verlieren 9, das Zentrum gewinnt 5 und verliert 5, die konservativen Wilden gewinnen 2 und verlieren 1, die Po len verlieren 2, die Nationattiberalen gewinnen 13 und verlieren 5, die Fortschrittliche Vollspartei gewinnt 6 und verliert 5, die S^ozialdemotraten gewinnen 4 Sitze.

Die Gesamtverschiebung reduziert sich wie folgt: Konser­vative minus 5, Freikonservative minus 7, konserv. Wilde plus 1, Nationalliberale plus 8, Fortschrittliche Volt'spar- tei plus 1, Sozialdemokraten plus 4. '

In Stichwahl stehen in Brandenburg drei Konser­vative mit drei Kandidaten der Fortschrittlichen Volts­partei, in Berlin 13 der Fortschritts Runze mit dem So­zialdemokraten Ernst. Ter Wahlkreis Ober- und Nieder- Barnim ist mit drei .Mandaten an die Sozialdemokraten! gefallen.

Die Rechte hat also doch 11 Mandate verloren, womit freilich die parlamentarische Lage nicht erheblich verändert wird, da die Konservativen mit dem Zentrum doch noch >as Heft in der Hand haben. Bemerkenswert ist, daß die Sozialdemokratie nur einen spärlichen Gewinn einae- heimst hat.

Hessen-Nassau,

Kassel-^-tadt bisher Ntl.). Von 531 abgegebenen Stim­men erhielt der bisherige naiionalliberalc Abgeordnete Dr Schrö­der 426, Redakteur Hausschilo ,S.) 105 Stimmen.

.Kassel-Land-Witzenhausen bisher K). Lehrer Heins <D. S.) unt 146 Stimmen gewählt. Lehrer Kimpel (F.) erhielt 137 Sttmmen.

zu . 311 Fulda wurde Rhiel (Z.), in Hünfeld-

Gcrsield Drinnen berg (Z.) wiedergewählt.

H er sfeld - Rot enb urg. Ter bisherige Mandatsinhaber Landrat Turcke (F-K.) wurde mit großer Mehrheit wieder- gewahlt.