Ausgabe 
3.12.1913 Erstes Blatt
 
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3.

© x a o i -

Anfang 8 Uhr.

nur

Ver o rD nete gewesen feien. Ts Huven sich virimrhr rarr 6 SEabt- verordnete und weiter noch em Beigeordneter der Abstimmung enthalten. Die Vorschriften des Arc. 114 St. O. über die Teil-

Abgesehen hiervon müßte ein Eingehen auf das an uns ge­richtete Ersuchen, auf Grund der Art. 2312.33 St. O

Der Einspruch gegen die riaihaurabstimmung der Gießener Stadtverordneten.

zu beschäftigen und hiernach über das Gesuch um Entlassung mit Pension zu entscheiden.

Zweifellos hat die Stadt Gießen ihrem Oberbürger- melster sehr viel zu danken, und es wird sich niemand inner*- Oülb der Bürgerschaft finden, der sich weigert dies anzuer- lennen. Mag es sich um das neue Straßenpflaster, das Stadt- ryeater, oas elektrische Licht, die Ueberlandzentrale handeln, um nur einiges herauszugreifen, so war er stets der bahn­brechende Schaffer und besaß die zähe Energie, seine Pläne durchzusühren.

- - --------- Beigeordnete hoben nach Art. 105 St. O.

SUmm r e cht. Ihnen farm also die Mitwirkung bei der Abstimmung zweifellos nicht zur Pflicht gemacht werden. Lwllte man daher selbst alle Stimmenthaltungen außer derjenigen

des alphabetischen Namensverzeichnisses liegen am und 5. Dezember zu jedermanns Einsicht in unserer Ge­schäftsstelleoffen. Zur Vermeidung von Ungenauigkeiten werden die Interessenten um Nachprüfung ihrer Adressen eintragung ge­beten.

Verlag des Adreßbuches für die Stadt und den Kreis Sieben

Schuisttatze 7/9.

. ............iviyuiv vv9 uiuymcny inrr int ZUge-

'wiesenen Selb st Verwaltungsbefugnisse und der daraus für sie allem ersließenden Verantwortung gehandelt, wknn |xe beschloß, der Verlegung der Diensträume für die Stadtverwal- tung in die alte Klinik näherzutreten, zum Zweck der Erlangung entiprechender Plane einen Wettbewerb stattsinden zu lassen und hierfür die Geiamtsumme von 2000 Mk. zu bewilligen. Es bedarf £et ber oben geschilderten Sachlage auch nicht mehr der Entfcheidung der weiteren, formell rechtlichen Frage ob Stadtverordnete auf Grund des Art. 114 St. O mit Dafür" i oderDagegen" oder mitJa" oderNein" abzustimmen haben I ghir nebenbei sec zu dreier Frage benterft, daß eine Vergleichung

Zot^A kommenden Borsckwisten der Landgemeindeordnung 104 Ab,. 1 und Art. 112 Abi. 3 und 4) mit denjenigen der Stadteordnu.ng (Art 104 und 114) zu Ungunsten der Frage der

Oberbürgermeister Mecum steht jetzt im 5 7. Leb enS- j a b r e. Am 15. Dezember 1900 wurde er in sein Amt ein» geführt, lieber seinen Bildungsgang und seine voraus- gehende Tätigleit erfahren wir, daß er das Gpmuasium zu Köln absolvierte, im *oer&ft 1878 die technische .Hochschule besuchte und dort das Bauführer-Examen bestand. Als Bau­führer war er fünf Jahre lang in Bonn und Köln im Staats­dienst beschäftigt. Nach iveiterem Studium in Berlin bestand e.r im Jahre 1886 die Baumeisterprüfung und wurde zum Königlichen Regierungsbaumeister ernannt. Später war ^o^. dAecum Stadtbaurat und besoldetes Magistratsmitglied ru Köiligshütte und endlich erster Beigeordneter in Solingen, roo er bte städtischen Bausachen, die Baupolizei und die dahin। gcporigen Verwaltungsstreitsachen bearbeitete, auch die Auf-! ./iädtischen elektrischen Straßen- Unb Oberbürgermeister vertrat. Aus diesem

DÄrnCJr berufen. Da hier eine ganze

^Cr ^^beiten ihrer Erledigung harrten, hotte WuS B^s!^!"^^^rchem Maße Gelegenheit, sein fachmänni­sches Wissen in den Dienst der Stadt zu stellen.

*

. Kreis Friedberg.

cf -77 ,vr jebber g , 3. Dez. Den städtischen Sammlungen zu sJL* k 9 Pruatc b^eser Tage eine besonders wertvolle Erwerbung, L; £ ^nigegeniommen des Hofphotograph Albert Schmidt

fchiinnTrtftbp?9w Mr'^ißig große photographische Collo- . ^lumahineii der ehemaligen Fresken im Chor SS?» -E um 1260 erbauten Friedberger Lieb- spätromanischen Wandmalereien der Ge- zmnr tüt'* -l2n ^bor stellren die vier Evangelisten bar, und ffi/ftretbung des Propheten Ezechiel, also in Ga-

N? ^nCj --'cemchen, eines Löwen, eines Stieres und eines Adlers.

P°.H Engelsbildern, nämlich Michael, Ra- ^<waph und Gabriel. Das Bierungsgewölbe war mit Ran- Engelsköpfen geschmückt. Bei den in den

I vIL ausgeführten umfangreichen (Erneuerung^

bcm altehrwürdigen Gotteshaus formten diese Fresken ^ F.P rd> zettet ioerben. Um so erfreulicher ist es, Liß die

I unbekannten, bis in die 1870er Jahre zurück-

I vorzüglil^n Aufnahmen des 1899 verstorbenen

??bwig Schmidt nun aufgefunden wurden und bibcurfmnen ^tztz für die kunstgeschichtlich höchst

2? Ic ?teten. Die photographischen Abbildungen Kni demnach,t im Friedberger Stadtarchiv

rm? rXlC ^^"unci der reichhaltigen städttschen /^ufc,unI' Stadtarchiv, Stadtbibliothek, erfolgt im W W- Mtzth mit der Feier des 700jährigen Bestehens der einft freien Reichsstadt Friedberg in der Wetterau.

. m n , o Hessen-Nassau.

s .A » $ t n I' Der Militärstskus läßt vom Vohnbo

r iv» 5 "ach dem Barackenlaaer des TruooeuübnngS-

I E'ue B a h n bauen, um ben Marerialientransvort durch die -tadt nach Möglichkeit zu vermeiden. Die Stadt hat den Bahnbau bereits genehmigt. x

. = 5 a M., 2. Dez. Heute nachmittag gegen 2 Uhr ereignete sich auf dem Neubau der katholischen .Kirche in

s it c C i-ni c*n schweres Bauunglück. Eine Mauer

des Umbaues stürzte ein, wobei ein Arbeiter getötet und

neun verletzt wurden.

. ® c V6.u r 9 , 2. Dez Seit kurzer Zeil das zweite Opfer

der /'srenidenlegionen aus unserer Gegend ist der Sohn des Bau- -bElstmann von Löhnberg, der nahezu 3 Jahre *-n ^"^?""ücher Stellung war Er schriiH am Samstag

einen Bnei aus Algier, daß er seit 1. Oktober 1913 in die Fremden-

legion etngereiht ,et. In diesem Briese schrieb er, daß der vor

kurzem vericknmndene ^ohn des Briefträgers Vogelsang von

FV r urg bei ihm IN derselben Kompagnie sei. Auch beklagte er

,ia) Peyr in bieiem Brief über bic schlechte Behandlung. Wie er in bte Fremdenlegion gekommen ist, darüber weiß er selbst nichts

** Tageskalender für Mittwoch, t Heater: .Ros mers holm-.

.... tt.estkommers zur Feier der 2?,fährigcn Gießener Lehr- tat,gleit des Geheimen Hoftats Prolestor Tr. Behaahel- ^.iebigshöhe, 8% Uhr abends.

bände des Theaters ausgeschiedenen Wegener spielte ein neues Mrtglied, Werner Krauß, den König, an Stelle der Evsoldt Frau Eckersberg bte Ophelia und an Stelle fron Albert Bassermann Moissl den Hamlet. Ein schlanker schmiegsamer Prinz, ein welt­abgewandter junger Träumer: die ersten Szenen, die Monologe spricht er mit leiser, tn sich verklärter Stimme: hin und wieder durchbreclxm jäh aufgesetzte wirkungsvolle rhetorische Momente den gleichmäßigen Fluß der Sprache, in der Ferne taucht die Er­innerung an ben Käinz'schen Hamlet auf. Aber Moissi ist lyri- ,ck>er bte milde Ndusik seines schönen Organes hat nicht den funkelnden stählernen Glanz der Käinz'schen Stimme, und so brachten die ersten Szenen nur ein temperiertes Mitschwingen des Zuschauers. Später wächst Mvissi empor, der sicher ge- gebenen überlegenen Ironie Hamlets folgen leidenschaftlicher ge­tonte Ausbruche, aber es bleibt doch der Eindruck, daß Moiftis Trmftri^nsK.' ^Cxlt,A-r?* I * * *rllf!F°n .-Augenblicken einer etwas 1001111^1 .Ruhe und Schlichtheit wechselt, dem Hamlet Shake­speares nur widerwillig folgt. Eine starke schauspielerische Lei- mlV? iycm Kissis liegt groß der Schatten des gewaltigen Basscrmannschcn Hamlets. Der Beifall beim Publi- tum war iturmisch.

können, wenn die bestehende, Ihrer Ansicht nach eine Verpslich- , . Absttmmung enthaltende Borschrist des Artikel 114 St. O. beaugha) der 6 Stadtverordneten so gehandhabt worden wäre.

3. Der Stadtverordnetenbeschluß sei hiernach unter Außer­

achtlassung gesetzlicher Vorschriften gefaßt, mithin gesetzividrig äwd rwvvv- xycuni> £>cr 'arL i&t. u. gegen

ßatrbc gekommen, weshalb die Aufsichtsbehörde ersucht werde, oe? gesastten Beichluß etnzuschreiten, insofern zu Bedenken Anlaß auf Grund der Art. 231, 233 St. O. einzuschreiten, sowie ;u I 9cTekn' der Beschluß zunächst alsein materiell gesetz - veranlassen, daß der Gegenstand des Beschlusses zur nochmaligen widriger" nicht anzusehen sein dürste. Denn die Stadtverord- Berackung in der Stadtverordnetenversammlung gebracht werde. I "^^abersammlung hat innerhalb des Rahmens der ihr zuge-

Zur Entstehungsgeschichte des Stadtverordneten beschlusses vom " """" < *- =<. -t

. Oktober 1913 sei folgendes vorausgeschickt:

1 Am 26. November 1912 hat eine, für die obengenannte Angelegenheit eingesetzte Sonderkommission folgenden Beschluß gefaßt:

r, -r?f-LD7taI,^u?c,Vm- Tte leit 1905 an der Tierärzt- :-?cn<w'M|c6uIev e,n benndliche Kolonialwissenschast-

lichc Abteilung der Firma Gehe soll nachPeterrn Mitt" jetzt zu emem Kolonialmuseum ausgestattet werden. Die Sammlung umfaßt eine ethnographisch-kulturgeschichtliche und eine natur geschichtliche Abteilung und eine Fachbibliothek von 1500 Werken.

Kurz e Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. Der Großherzog von Baden verlieh demStaatsanz " zufolge dem .Hofschauspieler Konrad Dreher in München das Ritterkreuz 2. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen.

Adreßbuch

Die Buchstaben

.*«ÖCJJHrf)tcc Laudesverein zur Erforschung und Bekämpfung der 8 i e b s k r a n k h e i t. Der Aufruf zum Beitritt zum hessischen L-inbesvereiu zur Eiforschung und Be- kamvumg der K ebskrankheit und zur Gewährung von einmalige» <3cib11 cn hat schnell Er olg gehabt. Bon ungenannter Seite sind an emmalwen ttwbpn Mk. 3000 und durch Vermittlung des Großh r>es'ischen Piinuteruuns des Innern Mk. 800) jur Verfügung ge° Hellt worden. Ta auch die Beschaffung von zunächst 200 Milli gramin Radium genchert ist, wird in nächster Zett tn Gieße n nm der Behandlung von Krebskranken begonnen werden können Freilich fe'üen noch große Summen, wenn eine erfolgreiche Behandlung der zahlreichen Kranken, die zu erwarten lind dnrchgefnhrt we. den soll. Der Verein richtet deshalb an alle edeldenkende Menschen die Bitte, durch Beitritt zum Verein und durch Geivahrmu, einmaliger Unleritützung die gute und so dringend nötige Lache föröem zu Helsen.

'm -E Direktion des Stadttheaters schreibt un5: ^ur Premiere von Bernard LbawS ,P y g m a l t o n" am nächsten (treitog durfte noch folgende Charakterisierung der Novität durch ein Berliner Blatt interessieren: ^Hebbelisches blunienthalisch ge- >aat : das ivare die Fonnel für dielen köstlichen neuen Shaw, vetl,gstes un heitersten Kleide. Tie Fnldas haben nur den bunten Jtocf. Über das L^erz blutet nicht darunter. EuropenS geistreichster l Htc*Ln ,lr vielen Ruf hat stch Chaiv gestern erneut bestätigt/

3ur Bestattung des Veteranen Bruch- h aus er, die am letzten Samstag stattfand, wird uns noch mttgeteut, daß auch der Schuhmachermeister Seidewand, der Vorsitzende des Vereins für Sterbeuntevstützung, dem Verstorbenen am Grabe einen Nachruf gewidmet und im Namen seines Vereins, dem Bruchhäuser 24 Jahre lang als Rechner angehört-e, einen Kranz niedergelegt habe.

Landkreis Gießen.

-=,4^ 2- Dez. Im Holländischen Hof hielt M.

L m m a l l ° G^nen im Auftrag de? Kreisziegenzuchtvereiiis einen vortrag über eaanenvegen, ihre Haltung und Pstege. Ter Vor^

C9JC dcw aus der Zugehörigkeit zum Kreisziegen- zuchtverein dem Züchter nur Vorteile erstehen, zumal der Kreis- u llö-r?'c Landivirtschaftskommer bei allen Schauen Geld- bemillrgten. Ter Redner schilderte auch noch die Vorteile der Verkaussvermittlungsstette.

_ Abschiedsessen für den aus dem Kreise Gießen ge* fchiebenen Großh. KrelSrat Dr. Merck; Steins Garte,i. nach- I mittags Ubr.

♦♦ ®er Großherzog hat auf seine Forderung, die er als Inhaber von Mk. 6000 Anteilscheinen an die Land­wirt s ch a f t l i ch e Genossenschaftsbank hat, wie nunmehr verlautet, verzichtet.

** Forst- und Kameralverwaltunq. Erledigt ist die Stelle des Oberförsters der Oberfvrsterei Linden« ! f e l s.

** Die Landwirtscha fts karnmer für das Gro^ Herzogtum Hessen bittet uns, auf folgende l a ndwi rt- Ichaftliche Vorträge hinzuweisen: Sonntag, den 7 De­zember, nachmittags 4 Uhr, in Reiskirchen im Gasthause von Fritzel Vortrag überWichtige Tüttgungsftagcn". Referent' Oekonomierat Weitzel-Lich. Sonntag, den 7. Dezember nachmittags 4 Uhr, in Großen-Buseck int Gasthause fron Wagner Vortrag überZiegeiMichtbesttebungen und Aufzucht der Lämmer". Referent: Großh. Landwirtsck-aftslehrer Tamm-Lrch.

Die Kommission erklärt die bessere Unterbringung der Bureauraumlichkeiten für dringend im Interesse des Dienstes (ZeMralisation der Aemter). Das Gebäude der früheren chirur­gischen Klinik ist hierfür geeignet und wird der Stadtverord­netenversammlung für die Unterbringung der städtischen Aem- ter einpsohlen. Die Ausführung dieses Beschlusses soll bis zur Entscheidung der Bahnbehörde über die Entschließung der Stadt­verordnetenversammlung vom 7. d. Mts., spätestens aber bis 1. Januar 1913, verschoben werden." . ar . - <,« VCi »yrage ocr

. 2. Am 9. Oktober l. Js. wurde ein Antrag der Sonderkom- ^"^ubung etnes Absttrnmungszwanges Stadtvewrdneten gegenüber mrffton, und zwar derjenige, fron dem im Beschluß der Stadt- ausfallen mochte Stadtverordnete, die sich, insbesondere in wich- verordnetenversammlung front 16. Oktober l. Js. die Rede ist, ?*gcn uni) bte städtische Allgemeinheit bewegenden Fragen der Ab- zum Beschluß erhoben. Der Anttag lautete: mmmung enthalten, vorletzen, damit vielleicht Pflichten die

v ,,Die Kommission wiederholt ihren Beschluß vom 26. Novern- wnen durch ihre Wahl fron denjenigen, die sie in die Stadtverord- ber 1912 siehe vorstehend unter Nr. 1. Sie beantragt uetenfrersammlung enpandten, fttllsck?weigend auferlegt worben sind Wetter, etnen Wettbewerb der in Gießen ansässigen Architekten lrber gesetzuch genau formulierte und somit ihnen oder ben ru veranstalten unb für Preise die Gesamtsumme fron 2000 Mark Ochsten Jöe)d)luficn gegcnülxr zweifelsfrei anwendbare Vorschris- zu bewilligen. Der Wettbewerb bezweckt die Erlangung fron ^n.Da die Wahler itnd nicht die Aufsichtsbehörbe die Verantwor- Mnen für dte zweckmäßigste Art der Unterbringung sämt- umg dafür zu tragen haben, aus welchen Persönlichkeiten sich eine licher stadtuchen Dienststellen und des Polizeiamts auf Gnmd Stadtverordnetenversammlung zusammensetzt, so muß es zunächst der vorhandenen Bedürfnisnachweise und Planunterlagen. Zur «"w den critcrcn überlassen bleiben, bei den ihnen jeiveits gesetzlich Vermeidung unnötiger Kosten sind Aenderungen der Fassaden st/botenen Gelegenh^ten diejenigen Entschließungen zu faiwn die tunlichst zu vermeiden und nur insoweit vorzunehmen, als die 'vnen jur Wahrung ober zum ausreichenden Schutz ihrer kommu-1 vom Bewerber angenommene Raumverteilung eine Menbcrung Mlen Untere)fen als die geeignetsten erscheinen.

der Fassade erforderlich macht. Grundriß und Fassadenpläne . J^gen diesen Bescheid steht ihnen nach Art. 232 StO. das Recht liefert die Stadt. *3Hc Raumverteilung ist vom Bewerber ein- Befchwerde an Grosthcrzogliches Ministerium des Innern zu

$u trag en; soweit die beabsichtigte Raumverteilung Fassadeii- ,^r ^berbürgernreister von uns angewiesen worden ist, ben

anberungen bedingt, hat der Bewerber entsprechende Fassaden- ^^fchluß vom 16. Oft. l. I. vorerst nicht auszuführen, diese Sistie- plänc ernzureichen." rung ledoch nicht für unbegrenzte Zeit aufrecht erhalten werden

bic Stadtverordnetensitzung front 16. Oktober Ausführung des genannten Beschlusses freid

1913 ,elbst anlangt, so ist ausweislich des fron dem Oberbürger- SLSLa Atc6t 14 tagen, front Tage der Zustellung meister zu Gießen frorgelegten Auszugs aus dem Silmngsbuch Be,ttz einer Nachricht darüber

zur <yrage der Beschaffung oon Diensträumen für die Stadtfrer- Großherzogltchem Ministerium des Innern

waltung zunächst ein front Stadtverordneten Löber gestellter Ber-1 Z E,-?' tagungsantrag gegen zwei Stimmett abgelehnt wordeit. Nach ^rttimterzelchner der Vorstellung

längerer Besprechung wurde ein Antrag Ebel auf Schluß der De- Vorstehendem geeignet tn Kenntnis zu setzen, batte^ angenommen. Nach Schluß der Besprechung ist der Antrag Dr. U fing er.

der sonderkommission vom 9. Oktober b. Js. siehe vorstehend J- untcr 2 mit 12 gegen 5 Stimmen bei 7 Stimmenenthaltungen I .

angenommen worden. Dafür stimmten die Herren Winn, Vet- ANS NN-

ter$, Urstadt, Plank, Lnb, Krumm, Habenicht. Eichenauer, Ebel, Gießen, 3. Dezember 1913

und Mecum. Dagegen stimmten die Herren ... . ^czenioer 1913.

P^ri'. ^ber, Jann, Friedberger und Faber. Der Abstimmung NUMrltt 00$ Oberbürgermeisters!

ÄMiXÄS'1' bubn- Nach von uns -ingezogen-n Informationen hat Ober-

KM LUSsrusm! berbcit geben können. Die Möglichkeit dieser Annahme kann zu- Anraten seinem Arztes um seine Dienst-

gegeben werden, nicht aber die Richtigkeit. Mit Möglichkeiten i ^oerburgermeister mit Wirkung vom 1. April

stt hier überhaupt nicht zu arbeiten. Wollte man dies dennoch 14 uachfuchen müsse. Er hat sich hierbei aus ein ärztliches tun, bann könnte ebenso gut nach bem GrnnbsatzQui tacet Zeugnis berufen, durch das ihm bescheinigt wird, daß er c°nßentire videtur angenommen werden, die 7 Herren, die sich leidend sei, daß dieses Leiden schon seit längerer Zeit be- Er enthalten haben, hätten dem Kommissions- stehe und daß dadurch und durch seine aufreibende Arbeit als

beschluß zusimmen wollen Es könnte auch unterstellt werden, Oberbürgermeister eine n er b ö e Gr Ab hin n rr rin^Z daß die welche sich der Abstimmung enthielten, an sich für den treten fei b e cT ibm^ n Vfiirfi «JrfJ ?

Antrag der Kommpsion waren, jedoch gerade zum damaligeir Zeit- ^ur mache, möglichst bald von

punkt nicht für den Antrag stimmen wollten. Gründe hiäfürHusten dauernd zuruckzutreten. Auch eine vorüber- lleßen sich leicht konstruieren, wie z. B. Rücksichtnahme auf die gehende Beurlaubung vermöge den Zustand nicht zu bessern, derzeitige finanzielle Lage der Stadt ober auf bie bevorstehende cv ^Oberburgermeifter Mecum ist seit nunmehr dreizehn Stadtverorbnetenwahl, ferner vielleicht dahingebenbe Erwägnn- Zähren im Dienste der Stadt. Er wurde im Frühjahre gen, daß aus dem Gegenstand der Tagesordnung:Die Beschaf- 1912 nach Ablauf der ersten zwölf Dienstjahre aus 12 wei- Ä ^O^nstraumen rur bte städtischen Aemter" vorher nicht tere angestellt. Daher kommt die Nachricht von seinem Rück- ohne weiteres entnommen werden konnte, es würde sich am ge- tritt sehr überraschend lieber seine Entlaffuno wird die nannten Tage um eine grundsätzliche und im Wege der Wtim» S f o h f h p r n r h n; t /n h . r f « ! " r, nna,,U11? roIrD "tc mting vorzunehmende Stellungnahme zur Verlegung der stäbti- pen t5s^if/d^be? cn orsammlung zu beraten ha- ; scheu Aemter gerade in die alte Klinik handeln u' a m Greif- oaher vom Beigeordneten Justizrat Grüne- -

b ar ist in dem Inhalt Ihrer Vorstellung nur das eine, nämlich einc. a 11 B e r o r b e n 11 i d) e, nicht öffentliche! baf? sich 7 anwesende Stimmberechtigte der Mstimmung ent-der Stadtverordneten auf Donners- i halten haben. Unzutreffend dagegen ist nach dem voritehend lag, ben 4. Dezember einberufen worden.

wiedergegebenen Auszug aus dem Sitzungsbuch der Stadtver- . Nach dem Gesetz kann der Oberbürgermeister seine Ent- 1 vrdnetenvenammlung Ihre Behauptung, daß dies 7 Stadt- lassuiig mit dem gesetzlichen Ruhegehalte verlangen, wenn er ' dienstunfähig ist. Die Dienstunfähigkeit ist durch ärztliche

Der von einem BürFerausschuß Gießens erhobene Gin- nähme an der Beratung und Abstimmung beziehen sich aber' spruch yegen die bekrnntc Abstimmung der Stadtverord-' -U1 Stadtverordnete. Beigeordnete haben nach Art. 105 S neten in Sachen des Rathauses ist vom Kreisamt

I w-r-

nachstehend den Wortlaut des krersamt- der Kommrssronsantrag immer noch mit einer Stimme .lidjen Be.cherd.s wieder: Sicbr bei t angenommen worden. Da hiernach die Voraussetzung

In Ihrer Vorstellung vom 12. November d. Js. ist im Vorstellung, es hätten 7 Stadtfrerordnete sich der Ab- wesentlichen folgendes ausgeführt: I Utmmung enthalten, unrichtig ist, trifft auch Ihre Schlußfolge-

1. Bei der Abstimmung am 16. Oktober l. Js. hätten sich IH1"9 * ^^cht zu, daß ein anderes Resultat hätte erzielt merbnt 7 Stadtverorbnete der Stimme enthalten. Äes sei gesetzlich un- wnnen, wenn die bestehende, Ihrer Ansicht nach eine Verpflich- zulässig, zumal die 7 Stimmen den Ausschlag zugunsten der ^baltende Vorschrift des Artikel 114 St. O.

Minderheit hätten geben können. ve zu glich der 6 Stadtverordneten so gehandhabt worden wäre,

2 Der Art. 114 St. O. lege jedem Stadtverordneten die Sie Tür richtig halten.

Vflicht auf, an der Beratung und Abstimmung über bic in feiner L - f >vr, ronnen^on hiernach eine für uns bestehende Ver - Gegenwart zur Verhandlung gelangenden Gegenstände teiliuneb- r-v. u 11 * * 9' gegen ben gefaßten Stadtfrerordnotenbefchluß ein- men, und es sei nicht abzusehen, wohin es führen solle, wenn ^?^iten, als vorliegend nicht anerkennen und lehnen des- leder Stadtverordnete sich ohne Grund der Abstimmung enthalten b bas von Ihnen gewünschte Einschreiten rönne. hiermit ab.

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