Die trauernden Hinterbliebenen
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Alfred Brumlik
und Frau Else, geb. Haas
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1888 abgeschlossenen Vertrags über Mitbenutzung der Vezirks- straße in' Montabaur zur Anlage einer Wasserleitung wurde abgelehnt. ____________________
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[5955]
Letzte Nachrichten.
Eine neue deutsche Mititärmission in der Dürkei.
Konstantiu opel, 4. Ott. Von türkischer Seite wird mitgeteilt, binnen kurzem werde hier eine neue deutsche M i l i t ä r m i s s i o n eintreffen, die eine noch gründlichere Unterweisung und Reorganisation des türkischen Heeres ermöglichen soll. An ihrer Spitze wird ein preußischer Generalmajor mit weitgehenden Vollmachten stehen.
Aerzte und Krankenkassen.
Berlin, 4. Ott. Der Verband b er Aerzte Deutschlands stellt fest, daß die Nachrichten über die Verhandlungen zwischen den K r a n t e n t a s s e n v e r b ä u - d e n und der Aerzteorganisation mit Vorsicht aufzunehmen sind. Die Gegensätze seien noch iricht überbrückt und man könne noch nicht sagen, wie die Entscheidung aus der einen oder aus der anderen Seite falle.
Der amerikanische Zolltarif.
New-York, 3. Okt. Einer der wichtigsten Punkte der A.u s f ü h r u n g s b e st i m m u n g e n zum Zolltarif- g e s,c tz besagt: Der 15prozentige Strafzoll für Verweigerung der Vorlegung der Geschäftsbücher wird ii.idjt erhoben, wenn der Exporteur vor Legalisierung der Konsulatsfakturen seine Angaben beeidigt. Es wird befürchtet, daß die vorgeschriebe'ne Erhebung von Gebühren für die Einlegung von Berufungen gegen Entscheidungen der Zollabschätzer und ferner die Bestimmung, die den Importeuren verbietet, die Anwälte an den durch sic erftrittcnen Zollnachlässcn teilnehmen zu lassen, das Bcrufungsverfahren derartig verteuert wird, daß die Importeure von der Einlegung von Berufungen absehen werden.
Amtlicher Wetterbericht.
Wetteraussichten in Hessen 'ür Sonntag, beit 5. Ott. 1913: Meist trüb und molkig, zeitweise Niederschlage, mild, wesmche Winde.
Haus empfiehlt
I Happel
6537] Neuheiten in
Stickerei-Kleidern sowie Mtizer-Ttickmien empfiehlt Franz Schmitt, Teuselstustgärtchen. 2b.
KUrMsteine.
Dienstag, den7.Oktober
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b) Vormittags 11 Uhr: auf dem hinteren Gelände der Roddeimer Straße r»6: cn. 240 000 Backsteine, fertig, eingestellt und ein ' geringer Teil noch freisitzend, sowie Stahlbob len, Strohdeck., Koblen-Schieb- karren, Arbeitstische, elf eis. Bettstellen u. v. a.
c) Tarananschliehend,gegeu- über der Rodbcimcr Strane 56: ca, 70000 Steine, versch. Handwerkzeug. IBrelterhatteu.sunst.
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8 Bad-Nauheim, 3. Okt. Die Orte des Wcttertals' liefern -schon jetzt täglich große Mengen Kartoffeln nach hier. Der Preis guter Speisekartoffeln beträgt je nach der Güte gegenwärtig 3 bis 4 Mark pro Malter.
-Bad-Nauheim, 3. Okt. Bis zum 2. Oktober sind 3 3 9 9 8 Kurgäste angekommen. Bäder wurden bis jjiim 2. Oktober 456 687 abgegeben.
$ Bad-Nauheim, 3. Okt. Nm 5., 6. und 12. d. Mts. wird hier die Bad-Nauheimer Kirch weihe gefeiert, das weit rind breit bekannte Saisonschlußfest, das nach all der vielen Sommcrarbeit auch dem Vergnügen wieder zu seinem Rechte verhilft. — Nm 2. November hält hier der neu gegründete Gau „Friedberg" des Hessisch-Nassauischen Verbandes Gabelsberger scher Stenographen seinen ersten G a u° tag ab und verbindet damit ein Wettsch,reiben, für das schon wertvolle Ehrenpreise gestiftet worden sind. Zum ersten Male ist auch ein Wanderpreis gestiftet worden.
1. Steinfurth, 3. Okt. Heute fand die Beerdigung des Kammerherrn Freiherr Gustav Lötv von und zu Steinfurth statt, der im Alter von 77 Jahren in Wiesbaden starb.
Starkenburg und Rheinhessen.
— Viernheim, 2. Okt. Der Frachtfuhrmann Mandel .und dessen Sohn aus Viernheim befanden sich auf einem aus dem Felde kommenden mit Kartoffeln beladenen Wagen und wurden an dem sogenannten Wiesenweg-Uebergang der Bahnstrecke Lampertheim-Weinheim dicht bei Viernheim, abends gegen halb 9 Uhr, von dem von Weinheim kommenden Personenzug überfahren. Das Fuhrwerk wurde in zwei Teile gerissen und völlig zertrümmert. Die Pferde hatten sich losgerissen und sind unverletzt geblieben. Mandel, sowie sein Sohn kamen ohne Verletzungen davon.
ch. Aus Rheinhessen, 3. Okt. In der Gemarkung Gun tersbluw ist der sogenannte Sandherbst in vollem Gange. Es ist damit die Ernte :ber Trauben aus den in den Niederungen he- Icgencn Weinbergen gemeint. Bezahlt wurden in den letzten Tagen für das Viertel (18 Pfund) 2,50—2,60 Mark, während für ans den Berglagen gelesene Trauben 3 Mark für das Viertel angelegt wurden. Ter allgemeine Herbst beginnt am Montag, den 6. Oktober.
Kreis Wetzlar.
Q Krofdorf, 3. Okt. Infolge der Zusammenlegung herrscht hier fortgesetzt eine rege Bautätigkeit. Am Fuße des Gleibergs entsteht eine neue Schule und auf dem freien Platze vor der Oberförsterei wird aus Basaltsäulen das Kriegerdenkmal errichtet, das am 18. Oktober seiner Bestin'.mung übergeben werden soll.
= Waldgirmes, 3. Okt. Lehrer Schmidt ist nach Ansbach im Taunus versetzt worden. An seine Stelle tritt
Vermischte».
* Autvmobilunfall. Aus München wird gemeldet: Auf der Rückfahrt von einem Ausflug ins Isartal verunglückte gestern abend der 32 jährige Besitzer des Bahnhofshotels „deutscher Kaiser" in München, Schild. Er hatte in der Ärmrelheit bie Steuerung seines Automobils auf einen Augenblick einer be- freundeten Dame überlassen. Tas Automobil geriet eme Böschung hinab und stellte sich auf den Kopf. ^ck)ild siel heraus und erlitt einen doppelten Schädelbruch. Er starb, wie der „Berl. Lokalanzeiger" meldet, auf der Stelle. Dre ^ame erlitt nur einen Nervenchok. . Ä
* Todesfall infolge einer Wette. Aus M etz wird gemeldet: Ein Knabe ging eine Wette ein, da,; er in 15 Minuten eine 9 Kilometer lange Strecke durchlaufen könne. Er legte tatsächlich die Strecke in 14 Minuten zuruck, laut aber am Ziel tot nieder. ■ .
* Manöverunfall i n den Alpen. Aus Innsbruck wird gemeldet: Bei einem Gebirgsübergang der >mns- brucker Traindivision im Karwendel scheuten mehrere Pserde, wodurch ein Trainsvldat unter die Wagen geriet Ter Soldat erlitt einen Schädelbruch und starb auf dem Platze, drei andere erlitten zum Teil schwere Verletzungen. .
* Geldschrankdiebe. Aus M ul Hausen ' Esiaß- 3 Okt, wird gemeldet: In der vergangenen Nacht zwischen 2 und 3 Uhr gelang es einer Bande von vermutlich mehreren Dieben, in die Bureauräume des am Nvrdbahnho, gelegenen Speditionsgeschäftes Th. Hanhart & Eo. durch £<*5 tirenftcr einzudringen und einen Geldschranl mit unge,ahr 2000 Mark Inhalt fortzuschafsen. Die Diebe erbrachen noch verickiedene Schubladen und versuchten auch, einen zweiten Gelds chranr mitzu- nehmen, was ihnen aber nicht gelang. Von den -Latem fehlt bisher jede Spur.
Kleine Tageschromk.
Dr. Walter B l o e m von der Generalintendanz des Ghttt- govter Hostbeaters ist vom 1. September 1914 an auf zwei weitere Jahre als Negisseur und erster Tramaturg verpflichtet ivorden.
F. E. Wiesbaden, 3. Okt. In der am 2. und 3. Oktober , unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Dr. v. -Jbell stall' । gefundenen Sitzung des L andes aus schu ss es£ der auch , Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau, Exz. Hengstenberg anwohnte, wurden folgende Beschlüsse von allgemeinem Interesse ■ gefaßt. Mit der von der Bezirksverwaltung beabsickstrgten Einrichtung einer Untersuch ungs stral l e im stidtitchen Schlacht- und Viehhof in Wiesbaden zwecks Nachprüfung von amtstierärztlichen Gutachten in gewissen Viehseuchen-Entschädi- gungssällen ertlärtc sich der Landesausschuß einverstanden. — Die Jahresbeihilse für den Mitteldeutschen A r b e i t s n a chw ei s- verband von 200 Mk. wurde auf 300 Mk. erhöht. — vlnstelle des Dr. med. Wolff- Katzenelnbogen wurde dem Buchbinder- meister Dann sch daselbst das Ehrenamt eines V er trau en s- nianns für die Familienpflege der Waisen und fortlaufend unterstützten Landarmen im 3. Bezirk des Unterlahnkrepes vom 1. Januar 1914 widerruflich übertragen. — Zu Mitgliedern des Verwaltungsrates der Nassauischen Brandver,icherungs- anstatt auf die Tauer von 6 Jahren vom 1. Januar 1914 ab wurden gewählt die Landesausschnßmitgljeder: Justizrat Dr. Alberti-Wiesbaden, Geheimer Justizrat Dr. Hum s er-Frank- furt, Bürgermeister .Hartmann- Hadamar, Rentner Adolf Theis-Gladenbach, als deren Stellvertreter, die stellvertretenden Landesausschußmitglieder: Justizrat v. Eck-Wiesbaden, Bürgermeister a. D. Geh. Regierungsrat Dr. Varrentrapp- Frankfurt a. M., Kommerzienrat S ch m id t-Niederlahnstein, Bürgermeister S cb ö n-Netzbach; als,Mitglieder des Verwaltungsrats der Feuerwehrunterstützungskasse Justizrat Dr. Alberti und Bürgermeister Hartmann, als deren Stellvertreter Justiz- rat v. Eck und Kommerzienrat Schmidt. Der vorgelegte -varif (A) der Nassauischen Brandversicherungsanstalt für die Berechnung des Zuschlagskapitals der Gebäude mit feuergefährlichem Gewerbebetrieb und ter denselben benachbarten Gebäude mürbe genehmigt. Als stellvertretendes Mitglied -der Rechnungsvrümngs- kommission des L a n d e s a u s s ch u s s e s wurde für 1913/14 Landesausschußmitglied Bürgerinstr. Hartina n n-Hadamar aelvalstt. Ter Oberarzt Dr. Becker von der Heil- und Pflegeanstalt Weilmünster wurde ab 1. Januar 1914 in gleicher Eigenschaft an die Anstalt Herborn versetzt und der Militäranwärter Paul Apitz vom 1. Januar 1914 ab zum Bureaugehilfen der Anstalt Herborn ernannt. Der Oberpslegerin der Anftatt Weilmünster, ^fabella E ch, der Oberköchiii Luther und der Weißzeugbeschließerin Kramer in Herborn wurde die erbetene Entlassung aus dem dienst des Bezirksverbands erteilt. — "Aus der Unterstützungskasse für die ständigen Bediensteten und 9(rbeitcr des Bezirksverbandes wurden den früheren Wegewärtern Aug. Giss e-Mandeln und P f e r f e r- Adündersbach, dem früheren Wegearbeiter Wagner-Nied sowie dem frülferen Mteilungspfleger der Anstalt Eichberg, ^chater, wieder- ruslickfe Jahresrenten gewährt. — Versetzt wurden der technifche Assistent Thies zu Oberlahnstein zum 1. Januar 1914 als Landeswegemeister nach Montabaur, der Landeswegemeister Becker zu Montabaur zum gleichen Termin als technischer Assistent nach Oberlahnstein und zuin 1. April 1914 nach St. Goarshausen der technische Assistent Groeff zu Tillenbirrg als Landeswegemeister. Ter technische Assistent Ho och za Idstein wurde aus seinen Antrag zum 1. Januar 1914 pensioniert, ebenso der Landeswegemeister Lünqen zu St. Goarshausen zum 1. vlyrtl 1914 — Zu dem Abschluß eines Vertrages mit der Königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. betreffend Regelung der Eigen- tumsverhälinisse am Bahnhof Ni e d e r seit e rs wurde die Genehmigung erteilt. Ter Landesausschuß erklärte sich damit einverstanden, daß vom Bezirksverband gegen Zahlung von 1500 Mk. an die Gemarkung Flammersbach (Till) aus das weitere Aus- beutungsrecht an einem in der Gemarkung genannter Gmneinde gelegenen Steinbruch verzichtet und letzterer in das unbeschrankte Eigentum der Gemeinde zurückgegeben wird. Ern Geiuch des Magistrats der Stadt Montabaur um Wanderung eines mit ihm »uw««—-«, u.
Todes-Anzeige.
Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Großvater und Schwiegervater
Herrn Karl Friedrich Karcher
Lehrer i. P.
im 80. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit abzurufen, was wir hiermit schmerzerfüllt anzeigen.
Die trauernden Hinterbliebenen-.
Familie Karcher.
Mein-Linden, Duisburg, Hamburg, Frankfurt a. M., Rhein-Bischofsheim, den 4. Oktober 1913.
Die Beerdigung findet Montag, den 6. Oktober 1913, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Frankfurter Straße 76, aus statt. 6559
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Lehrer Schrupp, der bisher in Lixfeld, Kreis Biedenkopf, tätig war. Unsere Schule, in der etwa 300 Kinder unterrichtet werden, besteht aus fünf Klassen, hat aber nur vier Lehrer aufzuweisen.
Hessen-Nassau.
X Gladenbach, 31 Okt. Unser zweiter Pfarrer Prem er ist zum Kreis sch ul Inspektor in Ohlis befördert. Pfarrer Wilhelm Kurtz aus Niederweidbach wurde als dessen Nachfolger in Gladenbach bestimmt.
kc. Schlüchtern, 3. Okt. AuZ dem Sinngrund wird gemeldet, daß der Bestand an Hochwild zurzeit ausnehmend gut ist, und Hirsche in Rudeln von 15—21 Stück öfters angetroffen werden. Der Wildschaden ist dementsprechend in den Feldern ganz bedeutend.
ch. Vom Hunsrück, 3. Okt. Auf nicht gewöhnliche Art und Weise zog sich ein Landwirt in Warmsroth eine schwere Vcr letzung zu. Ihm drang ein Strohhalm ins Ohr, der das T r v m m e 1 f e l l d u r ch st a ch.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 4. Okt. Heute nachmittag um 3Uhr luurbc die hiesige Feuerwehr alarmiert. Es war ein Brand auf der Kaiserstraßc int Hause des Sattlers Stark ausgebrochen. Das Feuer wurde von Hausbewohnern bald gelöscht, so daß die Feuerwehr nicht in Tätigkeit zu treten brauchte. — Beim hiesigen Bataillon sind 12 E i n j ä h r i.g c eingetreten. — Heute verunglückte in der hiesigen Zuckerfabrik der Arbeiter Volk, der seit Jahren in der Fabrik beschäftigt war. Er stürzte mit dem Fahrstuhl in den Schacht und fand seinen Tod. — Am Festessen im Hotel Trapp beteiligten sich 100 Herren. Ein Telegramm wurde an den Großherzog geschickt, dem kurz darauf ein Gruß vom Landesherrn folgte.
h. Fried b e r g, 3. Okt. Eine hübsche Geschichte, die sich beim Einzug unserer Garnison am Mittwoch hier abspielte, wird in der ganzen Stadt belacht. Als das Bataillon dem Zuge entstieg, wurde es auch von dem Verein ehemaliger 116er empfangen, dessen Vorsitzender hoch zu Rio ß saß. Leider aber verfügte der Mafor über kein Pferd, und so blieb dem Zivilkommandeur nichts anderes übrige als auch von dem Roß zu steigen und den neuen Ortskommandanten zu Fuß zu begrüßen. Die hübsche S^ene wurde von allen Seiten mit verständnisinniger Heiterkeit aufge-
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