Ausgabe 
3.10.1913 Zweites Blatt
 
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Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.

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(Mitgeteilt vom V. H. C. Gießen.)

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fohlen. Die Gesamtmarschzeit dürfte 41/» bis 5 Stunden bean­spruchen; bei Weglassung des Dünsberges eine Stunde weniger.

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wandern und Reisen, Bäder.

Rund um Gietzen.

Bieber Dünsberg Helfholz Hohen- svlms Bieber.

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Höchste Temperatur am 1. bis 2.

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Stiederschlag: 0,0 mm.

Wenn wir einem M enschc n begegnen, wenn wir ihn grüben, mit ihm sprechen, so fdyauen wir ifjnt ms Gesicht, das erfordern die Regeln des Anstandes. So ist es denn ganz natür­lich, daß die Gesichtsfläche eines Menschen der Beobachtung semes Gegenübers am meisten unterliegt, und wir das kleinste Ge- sichtspickelchen viel eher wahrnehmen, als eine Beule an semor Hand Diese Tatsache läßt in jedem. Menschen den begreiflichen Wunsch aufkeimen, eine möglichst mne, glatte, frischeGesichts- haut zu besitzen, die sympathisch und angenehm wirkt. Doch es ist leicht sich diesen Wunsch zu erfüllen, wenn man flch an tag liche Waschungen mit der bewährten Steckenpfer^Teerschweseb- seife von Bergmann & Co., Radebeul, gewohnt, die für 50. l\g. das Stück überall zu haben ist. JJ2

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Ter Oberingenieur des Werke? Nürnberg der Maschinen­fabrik Aiigsburg-Nürnberg, Karl K u tz b a ch in Nürnberg ist zum ordentlichen Professor für Maichinenelemente in der Mechanischen Abteilung der Technischen Hochschule zu Dresden berufen worden. $. e ^ojährige Doktorjubelfeier begeht am 5. Oktober der Internist Geh. Medizinalrat Prof. Dr. med. Heinrich Quincke in Kiel. . .

Aus Göttingen wird gemeldet: tote hier verlautet, wird der Nationalökonom ©eh. Ober - Negierungsrat Prosesior Dr. L e r i s an der Göttinger Universität mit Ablauf des bevor­stehenden Wintersemesters vom Lehramt zurücktreten. Prof. Lexis gehört der realistischen und sozialpolitischen Richtung der deutscheii Natioitalökonomie an.

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lMitgeteilt vorn B. H. C. Gießen.)

Eine sehr hübsche, abwechselungsreiche Wanderung bietet diese, f Hohensolms mit schwarzen Punkten bezeichnete Strecke. Am ingang von Bieber gehen wir rechts ab über den Dünsberg, der Mit mehrere Male erwähnt wurde, nach dem Dünsbachtal, das ic durchqueren und dann in mäßiger, aber steter Steigung durch zald ilnd Teld an der -Oberförsterei Strupbach vorbei durch den Distrikt Hclfholz, immer hübsche Ausblicke, namentlich auf Königs- > rg bietend, nach dem hochgelegenen Holrensolms. Von dem, nt alten Kastanienbäumen und mächtigen Basaltblöcken bestan- l^tiicn Marktplatz genießen wir einen weiten Blick auf Vogelsberg, Raunus und Westerwald. In Hohensolms gute Unterkunft. Wer sic!» die Besteigung des Dünsberges ersparen will, kann direkt von der Station durch den Ort Bieber und das liebliche Bieber- Ml an den Mühlen vorbeigel)en. Bei der Obermühle gehen wir Durü eine Pappelallee bis kurz vor das.Forsthaus Bieber. Hier teile sich der Weg; wir wählen den linken und kommen so auf ine

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Vom Bahnhof Bieber beginnend führt die erste ictt vorigem Jahr bestehende Wegebezeichnung (gelbes liegendes Kreuz) durch das liebliche Biebertal. Hinter der Obennühle ivendet sich die Königsberger Landstraße, auf der wir wandern, nach links. Eurige hundert Schritte nach dieser Wegebiegung ist Vorsicht notig, denn gier geht die Markierung, die Landstraße verlassens in einen suldweg über, nunmehr abwechselnd durch schönen Waldbestano und über Heide führend. In mäßiger, aber steter Steigung geht es Mi halste des Altenbergs vorbei, immerzu hübsche Ausblicke dietend; imrientlich der Dünsberg, sowie das hochragende Hohensolms zeigen sich von dieser Seite äußerst vorteilhaft, während in oer Ferne Bürg Greifenstein sichtbar ist. Nach etwa findigem, abwechse­lungsreichem Marsche ist, nachdem man Bermoll Mssiett hat, Allersdorf erreicht, ivo eine Erholungspause am Platze erfcheint. ^.<ll hinter Bellersdorf zieht sich der Rennweg her, ein-Äohen- weg, der uns durch prächtige Waldungen führt und nach 2 J ^tun» ben in Herborn endigt. Beim Austritt aus dem Wald reizvoller Nusblick auf die Stadt und das Tilltal.

im Obertauiluskreis äsen die Rehe d,eganze' mnge Saat ob,- während im Odenmalde und im Taunus die Wildschweine ihr verheerend Regiment führen. In den Weinbergen Rhemhesiens, des Rheiuqaus und des Maintals treibt der Star sein loses Sviel und landauf landab diirchivühlen in diesem Herbst ungezahlts M ä u s e den fruchtspendenden Boden. In Eronbcrg Soden und den vielen anderenMirabellenorten" siel der E ich e l h a her scharenweise in die Obsthaine ein und stahl, ivas Nicht nied° und uaaelfest war. Tie Getreidefelder des blauen Ländchens und Oberhesiens, Starkenburgs und des Lahntals waren die -Linnme(- plätze der Spatzen Heere, und in den Beerenkulturen hausten de Meisen . .......Ob's wirklich so schlimm war und ist-

Gewiß ist mancherlei Schaden den Kulturen zugefügt worden, aber das sind Erscheinungen, die alle Jahre mehr ober minder rmeber- kehren. Und trotzdem gab es in diesem Jahr eine überaus reiche Ernte. Der Schaden, den die -tiere mir i ästeten, war er nicht zum Ausgleich der übergroßen Fülle ? Ein Grund zum Klagen liegt nicht vor. __________________

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bs. Darmstadt, 2. Okt. Mit dem Zusammenbruch der Niedermodauer Genoflcnschastskasse hängt auch eine Schwurgeriä^- verhandlung zusammen, in der sich heute der ^brer MrchaÄ Bogel von Asbach i. O. wegen Falschem öffentlicher und privater Urkunden zu verantworten hatte <^^..?^^lagte ist durch eine ungeregelte Wirtschaft in finanzielle Bedrängnis geraten, aus der cr sich durch allerhand betrüget* Handlungen zu b^ freien suchte. Sein eigener Bruder war es, der, durch das ^reilnn Vogels an den Rand des Abgrunds gebracht, ^tra^nzcige er­stattete. Vogel hatte Wechsel, Burgsä^fisurkunden, Kredst- scheine usw. gefälscht. Der Angeklagte ist geständig, trxrk sich aber mit viel Geschick zu verteidigen. Die Geschworenen^bejahten amtliche Schuldfragen, billigten dem Vogel aber^m'ldernde Unr- stände zu. Das Urteil lautete auf 2^ ^ahre Gefängnis unter Anrechnung von 8 Monaten Untersuchungshast.

n PädagogiumNenenheim-Eeidelberg mit klein G-mnasial- u. Realklassen, modern bewährtenEin- richtuncen ^pSrt Spiel. Wandern. XVerkstätte, Gartenarbdt Förderung körperl. Schwacher, mit Schülerheim (Zimmer mit 1 2 u 3 Betten) hat im KlaNsen-I mterricht (kein Drill) immer Gleich »ute Erfolge zu verzeichnen. Uebergeleitet wurden 1912/13 in Unter- u. Oberprima 8/9. Kl. Gyrnnas.» Real- Reform^vmnas. u. Oberrealschulen 20, in der Obersekunda S Kl.?§ySchüler. Einjährige 1913: Ostern 3. Herbst 14. Piuifungsergebnissc, Jahresbericht. bS 9

Vermischtes.

* Worüber nicht alles geklagt wird. Die Spalten unserer Tagesvresse sind fast täglich von Klagen über schwere Schäden angesüllt, die unsere Wald- und Feldtiere allerorten an- richten. Aus der Wetteran, dem Ried und von der Bergstrape unermeßlichen Schäden durch die H a in st e r,

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ereine LMintM, Großcn- rgerschule Grünbng.

Kreis die Führung. Wün- -inzipale und McFer bei ier der deutschen Turner- >ilfen die Möglichkeit ga- :n.

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Märkte.

Wiesbaden, 2. Okt. Heu- und Stroh markt. Anaefahren waren 8 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte; ö en 6,20-6,80 Akk. Stroh (Nichtstroh) 0,00-0,00 Mk., Krumm« siroh 4,00-4,40 Alk. Fruch tmarkt. Hafer 17,00-17,20 Alk. 2ine§£imbura(°ä d Lahn, 1. Okt. yruchtmarkt. Durch- IchniWxr-is vro Matter. ! lN°N->m,ch°^ Vj,20 WC.

weiber Weizen (angebante flremdforlen) 15, «0 l'.k., Korn 11,90 Gerste (Fntier) 00,00 Mk., Braugerste 00,00 Mk., Hafer 7,80 0,00 Lik., Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 3,604,00 Alt.

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Lustschissahrt.

Friedrichshafen, 2. Okt. Innerhalb des Lustfchiffsbaues Zeppelin hat sich die F i r m a ,,Z e v p e l i n - ß\,npnrtnnb &>. m. b. H/, mit dem Sitz in Friedrichshofen gebildet. Gegen tand des Unternehmens ist die W o h l s a h r t s p t leg e für Beamte und Arbeiter des Lustfdnffsbaues Zeppelm. Das Stammkapital betragt 500 000 Mark. Zum Geschäftsführer wurde *.r. Sols mann gewählt. ..

Ein Fliegerwettstreit Europa-Asien. Aus Paris wird berichtet: Die Vorbereitungen zuder Organisation von zwei großen internationalen Wett- flügen, die unter dem Protektorat der Nationalen Luft- liqa von deren Präsidenten Quinton geleitet werden soll, sind nun so weit gefördert, daß dre Grundlagen des Plans belanntgeqeben werden. Der eine Wettflug wird- vonParrs über Konstantinopel und Jerusalem nach Kairo f^en, der zweite von Paris ebenfalls über Konstantinopel nach Bagdad und weiter bis zum Persischm Gols. Zwei sehr bekannte französische Herrenflieger haben sich ber^ts ge­meldet. Sobald der über Kleinasien zu wählende Weg end- aültia sestaestellt ist, wird mit der Anlage der notwendigen Zwischenstationen, die in Abständen von 200 bty 300 Kilo­meter errichtet werden sollen, begonnen. Für ben Flug KonstantinopelKairo werden zurzeit zwei Wege studiert, der eine folgt der Küste über ^myrna, Mersina, A^xan- drette, Beirut und Port Said, ber zweite schließt sich der Eisenbahnlinie KonstantinopelKonm an, >hrtd<ntn über den Taurus nach Aleppo und mundet bei Herusalew um dann über Damaskus weiter zu fuhreu. Der Flug Konstan- tinopelPersischer Golf soll in der Linie KomaAleppo Euphrattal, Bagdad erfolgen.

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nun9- 4 ]]PuÄn Markierung, die Vorn Dünsberg herunter kommt. Der Weitermarsch -9enteinben'hpäer*^1 ton Hohensolms zur Bahn kann entweder über Königsberg, Weilern fn- ?Leises wo die Besteigung der Ruine zu empfehlen ist, oder über den bet für Ach- Moberg mit Aussickststurrn und Hof Bubenrod (bis hierhin rote len Ulr ffinh Rech- Eiriche) nach Bieber erfolgen. Wer das letztere vorzieht, dem )U5nrn.n' < IClluttq ber sc> von Bul?enrod aus die gelbe Strichmarkierung, bic bei der . J ntemben bcs $rp; Obermühle wieder das Biebertal erreicht, angelegentlichst emp- ÄSStiF" - -......... *

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Uttivevsitäts-Ncr errichten.

Hk. In Hannover ist am 1. ds. Mts. der emerit. ordent- - fiifc Professor der Tierzucht und Geburtshilfe an der Tierärztlichen .öachschule zu Hannover, Geh. Regierungsrat Heinrich »Kaiser, im Alter von 75 Jahren gestorben.

Prof. Dr. Gustav Störriiig m Straßburg wich Mit Rufe aus den Lehrstuhl der Philosophie und Psychologie Lt der Universität B o nu als Nachfolger O. Kulpes zum

1 April 1914 Folge leisten. ,

Neue Professuren. Im neuen Etat des bayerischen Kultusministeriums sind vorgesehen:eine außerordentliche^ Pioie ,ui fit Kinderheilkunde an der Universität Wurzburg, eine wettere Kuöosstelle bei der Universitätsbibliothek in 501 uneben, feiner fuc bic Technische Hochschule tu München die Umwandlung der ai'iierorbent(id)en Professur für landwirtschasttiche BetriebKehre in ordentliche Professur, die Errichtung emer °"berordentli^ l-rofessur für Grundzüge der Phyttk, die Errichtmig der Stelle -ineJ*vonieroa.0t§ an der Landivirtschaftlichen ^nlrab^ ftntion und die Errichtung der Stelle eines Kustos der Architektui- scinimlung.

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