Ausgabe 
31.5.1913 Drittes Blatt
 
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gezogen

heute nicht mehr feststellen ließen.

mit Lospapicrcn befassen, ist strafrechtlich verfolgbar Die ßVrtnifmfrfvrffpn fmh mirTrvi ,-rbrriirn liir nnipffÄ

r-ver 1 Juli ob.

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Warum Tynbe man Er hätte dasselbe Matz zu nehmen.

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150 Mk.

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Die Schwind- o sei gewarnt

vorgelegt und von ihr strafrechtlich verfolgt ler ändern fortwährend ihre Adressen AI

välfte des Geichäftsiahres Tiere im Gesamtwert von 1344 Mf. ab gesandt worden. Tas Ergebnis für den ersten und zweiten Monat des begonnenen VereinsjahreS hat daS frühere Ergebnis bedeutend überschritten. Ms Crt .der nächstjährigen Hauptver­sammlung wurde Lang-Göns bestimmt.

J'SimiL'crWobn wr 1. Efiobet H- Marborn. Qtr.

born-Stcinberg, für den 5. Becker-Grünberg, für den 6. Großen-Buseck, für bnt 7. Lang^Odeuhauscn.

Der Voranschlag für 1913 würbe mit 1535 nehmigt; für Schauen sind 300 Mk., für Borträge und für die Vermittlungsstelle 250 Mk. vorgesehen.

amvalt gebraucht habe, sei durchaus falsch, nicht auch gegen Roth die Anklage erhoben. Recht gehabt, hier auf derMinistcrbank"

leidiger führt dann weiter aus, daß tatsächlich eine Verpslichtung Rieder-Mooaus Pallmann gegenüber vorgelegen habe: denn die Kasse habe wiederholt Kredit bei Pallmann beansprucht. Isaak habe stets als eiu geivissenhafter Kaufmann gehandelt, habe Aus fünfte über Pallmann eingeholt, die sämtlich sehr gut ausge­fallen seien. Mich habe er niemals den Boden des Rechtes ver­lassen. Rieder Modau sei nicht nm einen Pfennig durch Isaak iwsäüidigt worden. Dann geht er auf die Ausführungen des Sachverständigen, Regierungsrat Bastian, ein, der in seinem Gut­achten gesagt habe, daß Rieder-Modau ein Ballen in dem Kredit- gebäude des Istrat gewesen sei. DaS sei nicht der Fall gewesen: denn bei vielen Großbanken habe Isaak reichlich Kredit gehabt,

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Zicgenweiden haben im Vereinsjahr neu angelegt: Grün­berg und Hattenrod. Der Kreisverein gab je 50 Mk. Zuschuß zu den Kosten. Zur Gewinnung von Mitteln haben Hattenrod und Daubringen Ausspielungen veranlaßt. Der Kreisverein hat diese Veranstaltung durch Abhaltung von Vorträgen unterstü' t. Da Wieseck ausgetreten ist, ist die Wegnahme des Stationsbockes beantragt worden. Bei dem Schauen erklärt LandwirtschaftS läinmersekretär Schwarz-Gießen, daß für Herbst 1913 Orts­schauen zu Gießen und Grünbcrg vorgesehen seien, diese aber aut 1914 übertragen werden lönnten, da er ein Bedürfnis für 1913 nicht für vorliegend erachte. Es wurde beschlossen, .die Schauen auf nächstes Jahr zu verschieben.

Vorträge sollen stattfindcu in Langsdorf, Großcn-Buscck, Lang- Göns, TrciS-Lumda, Grünberg, Trohe. Stangenroo, Dorlar, Queckborn, Hattenrod, Ovenhausen, Kleine-Linden Wieseck und Beuern.

Die Ncchnungsablagc zeigt 1452 Mk. Einnahme und 1481 Ml. Ausgabe. Die Mitgliederbeiträge betrugen 866,50 Mk. Ausgcgcbeu wurde für Schauen 550,75 Mk., für die Vermitt­lungsstelle 231 Rik., für Borträge 68,20 Mk.. Dem Rechner Bechtold wurde Entlastung erteilt.

Beigeordneter W ässe in --Lollar regt an, die Landwirtschafts­kammer solle einen höheren Beitrag als seither für die Ziegen­zucht bewilligen. Sekretär Schwarz erklärt, daß die Land- wirtschastSIammer seither schon für die Ziegenzucht daS Erfarder liche getan habe, mehr zu tun, sei bei den beschränkten Mitteln nicht möglich. Wenn sich Ueberschüsse anderer Kapitel ergeben sollten, lönnten diese der Ziegenzucht zugewendet werden. Dem Wunsch soll Rechnung getragen werden, sobald die begehrten weiteren Staatsmittel der Landwirtschastslammer überwiesen wer­den. Der Mitgliederbeitrag wurde mit großer Mehrheit von 50 auf 75 Pfg. erhöht.

In den' Vorstand wurden gewählt: als Direktor Regie- rungsrat Dr. Merck .Stelkvertreter LandwirtschaftSIehrcr Tamm- Lich, Rechner und Schriftführer, Bechtold Gießen, als Beisitzer für den 1. Bezirk Bürgermeister Rompf-Lang-Göns, für den 2. Krämer- Steinbach, für den 3. Fr. Stauf-Utphe, für den 4. Philipp-Watzen-

Bci Punkt B e z i r k s s ch a u c n gab Rcgierungsrat Dr. Merck die Preise bekannt. Die Z u ch t 1 i e r c i n t u h r führte zu einer längeren Aussprache über Znx^ckmäßigkeit und Rolwendigkeit der Einfuhr aus anderen Zuchtgebieien. Es wurde besstüossen, auch in diesem Jahre in der ersten Hälfte des Juni Tiere einLukaufen. Zuchtverwalter Bücholer, Martin Schwall-Gießen und Philipp- Watzenborn alS Ersatzmann wurden mit den Ankäufen beauftragt, die im Odenwald erfolgen sollen. Anmeldungen zum Bezug neuer Zuchttiere sollen längstens bis zum 10. Juni beim Direktor des Kreisvereins erfolgen.

lieber Junaviehau.ftiahmc und Vermittlungsstelle cntattete Schmal! Gießen Bericht. Hinsichtlich der Jungvichaufnahrne bemängelt er daS geringe Entgegeirkommen der Ortsvereine. Die Vermittlungsstelle habe sehr gut eingesetzt: es seien in der letzten

Trinkt Sanitätskraftbier!

Giessener Brauhaus, A. & W. Denninghofl

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die Landw. Kreditbank. Er hat sein Vermögen verloren, aber nickst seine Ehre, Er bitte, den Angeklagten freizusprechen.

Dre Sitzung endet um 1/22 Uhr. Fortsetzung Montag.

vor jeder ausländischen Firma, die Wertpapiere anbietet oder durch Agenten anbieten lässt' Es sind alle Schwindler. Besonders sei noch gewarnt vor Losen der König'.. Estnischen Kolonial-Lotterie und ungarischen Staatstosen jeder Art. Wer sie spielt, wird ohne weiteres gerichtlich bestraft. Auch die Teilnahme an .ausländischen Genossenschaften, die sich

(Heiterkeit.) Der Vw-

die sich heute nicht mehr feststellen ließen.

Im weiteren Verlauf seiner Ausfühvung<m legt der Ver­teidiger dar, daß von gewerbsmäßiger Hehlerei keine Rede sein könnte. Er geht dann auf die einzelnen Fälle ein, die zum Teil

wandern und Reisen, Bäder und Sommerfrischen.

** Nordseebad B 0 rku in. Jllnsttierter Führer nut Juscl» karte und Plan der Reisevevbindungen. Jahrgang 1913. Alljähr­lich gibt die Badedireklion den vorliegenden handlichen Führer, der unisonsk verabfolgt wird, neu heraus. Tie neue Wandelhalle nm Ctrand, die im Lommer 1911 eröffnet wurde und durch die der Ti'inenrand nach dem Strande bin einen inonumcntalen Abschluß erhalten hat, dient zur Promenade, wie auch znm geschützten 'Jlul- enthalt bei schlechtem Welter. Ihr Koftenauiwand betrug' Million Mark. Im wesentlichen beiicbt sie aus einer 170 Meter langen und 8 Meter breiten überdachten Äalle nut Erfrischungsraum, einem Musikpavillon, Konzettvlatz und zwei! ftigen, znm Strande führenden Freitreppen. Der großzügige Charakter des Bauwerkes kommt zum Ausdruck aus den bunten Bildern, die dem Führer bet­gegeben sind. In demselben Buntdruck sind nun eine Reine anderer Ansichten von der Insel und vom Badeteben hinzngelngk, die wie auch die Srhwarzdrnckbilder viele Darstellungen enthalten, die An­spruch auch an! allgemeineres Interesse haben, z. B die Bilder über Retttmgswesen zur eee, Letichttürme, Sechundjagd, ferner Strand--, Dünen- und Torftülder. Der Führer enthalt ah ei Wissenswerte über das Bad und die Insel, Ratichlägc für die Reise. Ein 80 Seiten starker Anhang, enthaltend EinwohnerperzeichniL Kur- und Bäderiare, Auskünfte über votels und Pensionen, Reste- ivege und Fahrrinne, gibt viele praktische Winke. Im Bonvott wird daraiä nuimeiksam gemacht, daß der Anfang der Saison, speziell der Juni, sich hervorragend iür einen Aufenthalt an der Rvresee eignet: ähnliches gilt für die Herbstmonate. Die Be­deutung des Bades geht aus der Zahl von 30 000 Badegästen hervor.

und die verhältnismäßig kleinen Geschäfte, die mit Rieder-Modau gemacht wurden, lönnten nienrals als ein Balten in Lew Jsaak- schen Kreditgebäudc angesehen werden. Auch die Frage, was sich dann Isaak eigentlich dabei gedacht habe, daß eine Genossen­schaft so große Wechselgeschäfte mach.', ginge verloren. Rieder- Modau war lange vorher aus dem Rahmen der reinen Genossen- schaftsgescluiftc herausgetreten. 65"o aller Spareinlagen sind an Richttnilglieder ausgeliehen worden. Airch die Korrespondenz zwi­schen Pallmann und Isaak dstrfe nickst als Beweisnmterial heran­werden. Hier l-andcle es sich lediglich um Vorgänge,

fern

_______ Er geht dann auf die einzelnen Fälle ein, die zum Teil verjährt seien, und weshalb Freisprechung erfolgen müsm Auch die Angelegenheit des GeschäftesDarmstädter Hof", sei ver jährt. Der Angeklagte Isaak hat sein ganzes Vermögen ein­gebüßt. Der Herr Staatsanwalt habe ihn als einen Spieler be­zeichnet, und Ovar er das, so war er kein Falschspieler. Isaak ist nickst durch Rieder-Modau zugrunde gegangen, sondern durch

Vermischtes.

*Lotterieschwindler aus dem Aus lande s ch ä d i g e n das deutsche Publikum jährlich um Millionen. Sic suchen ihre Kundschaft durch Lvckmitt-l wie Prospekte und Drucksachen, die in hochtönenden Worten ihre Sck)windelpapiere als si.....re Treffer und erlaubte

Papiere barftcllen. Strasvcrsal .cu pegen solche Schwinolcr in Kopenhagen (Dänemark), Malmö (Schweden , Amsterdam (Holland), Kristiania «Norwegen ), Ofen pest (Budapest in Un­garn), London (England) wegen Betrugs, Wuchers, ver­botener Loltcricocronsl.aitnua lausen ungefäh' ICO. Diese Schwindler besitzen die Originale dec Papiere, die sic ver­laufen, überhaupt nicht! Das Spielen ausländischer Los- papiere und Kauf deutscher Lospapiere ans Abzahlung oder gegen Beleihung (monatliche TeilzahlrMgen» wird in Deutschland strafrechtlich verfolgt. Jeder ist strachgr, der solche Papiere laust. Da gegen die Schwindelsirnwn für ganz Deutschland Beschlagnahme aller Postsendungen an sie und von ihnen gerichtlich angoordnet ist, so wird jede Postsendung int Verkehr mit ihnen der Staatsanwaltschaft

e A-'Kmncrwobr cinfleridjt., ic 1. Juli ob.

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Hauptversammlung der Ureirziegenzuchtvereinr Giehen.

O Grün berg, 30. Mat.

Direktor Regierungsrat Dr. Merck- Gießen eröffnete im Saale zumHirsch" die ordentliche Hauptversammlung des Kreis­ziegenzuchtvereins und widmete dem nach Heidelberg versetzten Zuchtinspektor M. Kreutz für seine ersprießliche Tätigkeit bei der Ziegenzucht des Kreises Dank und Anerkennung. Den Jahresbericht erstattete der Direktor. Im abgelausenen Geschäfts­jahre zählte der Kreisverein 28 Ortsvereine mit 924 Mit­gliedern, 39 Gemeinden unterstützten den Verein mit je 10 Mark. Reu trat hinzu Villingen. Weitere Neugründungen sind in Steinheim, Trais-Horloff, Lich und Ruttershausen zu erwar­ten. Der Ziegenmarkt 1912 fand mit Rücksicht auf die vor­gesehene Kreisschau Gießen nicht statt. Zu der Tierschau waren 350 Tiere gemeldet. Zur Hebung der Zuchtbestände wurde eine Zuchttiereinsuhr veranlaßt. Der mit dem Ankauf und der Verwertung der Tiere beauftragte Ausschuß, Zuchtverwalter Kreutz und Bildhauer Schmall-Gießen, kauften Tiere aus den Zucht - gebieten Alsfeld, Lauterbach, Büdingen und Heppenheim. Der Verkauf der Tiere erfolgte in Gießen. Der erzielte Mehrerlös wurde an die Käufer zurückvergütet. Als Ankaufspreis der Tiere wurden 930 Mark bezahlt. Die Kosten des Einkaufs betrugen 180,93 Mark, zusammen 1110,93 Mark. Beim Verkauf der Tiere wurden erlöst 1234 Mark. Es waren bestellt 44 Lämmer und 4 Ziegen: geliefert wurden 36 Lämmer, 5 Ziegen 1 Bock. Als Ersatz für die ausgefallene KreiSschan fanden Bezirksschauen statt. Der Kreisziegenzuchtverein hatte zu Prämiierungszw.'ckcn 150 Mark bereitgestellt, der dabei verwendet worden ist. 25 Vor­träge wurden gehalten, und zwar in Daubringen, Ruttershausen, Watzeuboru-Steiuberg, Bellersheim, Oberhörgern, Stangenrod, Steinheim, Steinbach, Gießen, Trais-Horloff, Inheiden. Die Landwirtschaftskammer hat bei 3 Borträgen die Kosten übcrnom- mcn. ,

Die bisher vom Zuchtverwalter Kreutz bekleidete Vermittlungs­stelle des Vereins ist am 15. Oktober aus 'Schwall- Gießen übergegangen. Schwall hat in der 2. Hälfte bereits einen Ver- kausswert von 1344 Mark vermittelt. Die Gebühr für die Ver­mittlungsstelle ertrug 57,35 Mark. Die Vertrauensmänner sollen darüber wachen, daß ihnen die Käufe der Vereinsangehörigen ge­meldet werden. Stallschauen wurden in Bellersheim, Leihgestern,

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zu Ehren unserer argentinischen Gäste, das wir der Gastfreund­schaft der hervorragendsten wirtschaftlichen Vertretungen der Reichs­hauptstadt verdanken, gibt wir die erwünschte Gelegenheit, dem herzlichen Willkommen, den das deutsche Volk der argentinischen Sondcrrnission durch die Presse entgegenbrachte, eine herzliche Begrüßung von amtlicher Stelle an die Seite zu setzen und im Namen der Reick)sleitung der Freude und Genugtuung Ausdruck zu geben, die wir über die Entsendung deS hervorragenden argen­tinischen Staatsmannes, Botschafters Dr. C a r l 0 s Salas, an die Spitze der Mission empfinden. Als im Jahre 1910 Se. M. der Kaiser anläßlich der Hundertjahrfeier der argentinischen Re­publik eine Sonderwission unter Führung des Frhrn. v. d. Goltz nach Buenos Aires entsandte, begleitete diese die Sympathien des ganzen deutschen Volkes. Heute empfinden wir besondere Freude darüber, daß die argentinische Mission uns in einem Jahre besucht, daS für uns nicht minder reich an großen historischen Erinnerungen ist. Beide Rationen machten iw Lause der Zeit ähnliche Entwicklung durch. Hier wie dort folgte auf die letzten hundert Jahre eine bedeutsame, in mancher Beziehung ähnliche Entwicklung. Hier wie dort folgte auf die politische und mili­tärische Konsolidierung in den letzten 25 Jahren eine rapide wirtschaftliche Entwickelung, die den Außenhandel Argentiniens an die Spitze der südamerikanischen Staaten brachte, zwischen der argentinischen Republik und dem Deutschen Reiche aber Handelsbeziehungen knüpften, die für beide Teile glänzende Ent- wicklungsmöglichkcitcn bieten. Wir freuen uns dieser Aussichten, aber bewundern auch aufrichtig die Tatkraft, das Selbstvertrauen und den Unternehmungsgeist, wodurch sich die Bewohner Argen­tiniens zu gewandten Kaufleuten, hervorragenden Landwirten und und tüchtigen Militärs entwickelt haben. Ich bitte Sie, meine Herren, den Empfindungen der Freundschaft und der Bewunderung, die uns beseelen, Ausdruck zu geben, indem sie die Gläser erheben und mit mir einstimmen in den Ruf:Der Präsident der argen ­tinischen Republik, Saez Pena, der Ruhm und die Große des argentinischen Volkes leben hoch!"

auf der heuteExzellenz Isaak" säße.

Moderne Herren- und Tainenschnerderei

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I.adwißstrass' tZimmcr-WoliN.il e inmtlidiem tzubc .jili zu Vermieter bräunt fi-Simmc «1. Oktober 1913 iffil Moltkcktr

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kf. Eine H ö h l e n b e »v 0 h n e r i n vor den Toren v 01: Pari s. Im Walde von Fontr.ineblealr in der Ralie des Roche (Spönne", ist jüngst eine merkwürdige Entdeckung gemacht oorden: dort führt seit Jahren eine Frau ein Leben, wie öS in Urzeiten unsere Vorfahren gelahrt hoben mögen: sie ivohnt und schläft in einer Höhle, in der sich eine kleine Duelle besindet. Leit Jahren hat sie von Wurzeln und Früchten gelebt, die im Wölbe wachsen. DaS einzige Getränk, das sie keimt, ist das Aftisfer. I> re Kleidung besteht aus ein paar 1 oh zusaininengenähteu, nicht gerade wohlriechenden Lumpen. Trotz ihres erbärmlichen Zunantes lebnie die merklvürdige Höhlenbewotmerin es ob, ihre Hohle mit einer onberen Wohnung zu vertauschen oder gar in ein Krankenhaus ge­bracht zu werden. Die einzigen Angaben über ihre Persönlichkeit, die man aus ihr herausbekoinnicn konnte, waren Name und Alter, Sie bebonutet, im 45 Lebensjahre zu stehen.

* Ilnangcnch in. Student A.Run, wie bist du d nn mit deinem neuen Hund zufrieden?" Student B.: ,,G« nicht! Muß früher mal einem infamen Streber angehört batcn. Jedesmal, wenn ich an der Universität oorbcilommc, bleibt dos Biest stehen und sieht mich fragend an."

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Stangenrod und Großen-Linden abgehalten. Die hierbei gezahlten Preise betrugen 342,50 Mark. In Obbornhofen konnte die Aus­zahlung der ausgeworfenen Beträge nicht erfolgen, da das Richter- , , ,,,,,, _____ , .... ___

Protokoll nicht vorlag: es soll' aber eine nachträgliche AuSser- Genossenschaften sind nur Deckadressen für Spielgcscll-^ tigung erfolgen. Für die Ausstellung in Straßburg - -

ist nur ein Tier gemeldet, und zwar aus Lang-Göns.

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Vie Nicüer-Modauer Genossenschastskrise.

bs. Darmstadt, 30. Mai.

Als erster der Verteidiger spricht beute der Rechtsanwalt Dr. Oppenheimer (für 9U>om). Er legt in großen Zügen dar, wie Adam zweifellos an der Mißwirtschaft beteiligt ge­wesen sei. Man müsse aber nicht vergessen, daß Adaiy in Nieder-Modau ganz auf sich allein angewiesen gewesen sei, und daß auck) schon vor seiner Tätigkeit Unregelmäßigkeiten in Nieder Modau vorgekvinmen seien. Der Verteidiger schildert dann, wir Ildarn in die Hände des Pallmann kam, und welchen verderblichen Einftuß dieser Mann auf ihn gehabt hat. Im großen und ganzen schließe sich Dr. Oppenheimer den Ausführungen an, die der Staatsanwalt hier gemacht l>abe. ?ldam habe keinen freien Willep gehabt. Die schweren ivirtschaftlichen Folgen, die der Zusammenbruch gelsabt hatte, waren nicht einzig die Schuld des Angellagten Adam. Bei ihm könne man auch nicht von einem verbrechcrisch-en Willen sprechen. Mle, die ihn kannten, schilderten ihn als einen gutmütigen und hilfsbereiten Menschen. Der Verteidiger bat dringend, das Gericht möge bei der Beur­teilung der Straftaten des Adam nicht auch die Fälle in Betracht zielten, wegen der er sich noch vor dem Schwurgericht zu ver­antworten haben wird. Die Stellung Ahams würde klarer <]e: worden sein, wenn der Haupttäter, Pallmann, nicht das Glück gehabt hätte, dem irdisck)ien Richter zu entgehen. Adam ist heute ein gebrochener Mann, der seine Schuld bereits schwer gebüßt habe. Nicht nur, daß sein ganzes Vermögen verloren gegangen sei, seine ganze Existenz, seine Ehre seien dahin. Er bitte, ihn vor dein Zuchthause zu bewahren. Berücksichtigen müsse man auch sein offenes Geständnis. Eine Gefängnisstrafe von etwa vier Jahren könne als eine angemessene Sühne gelten. Die Untersuchungshaft bitte er, dem Angeklagten voll anzurechnen.

Nach ihm spricht Rechtsanwalt Dr. N e u s ch ä f f e r (für Beck). Dem Vorsitzenden wie dem Staatsanwalt spricht er zunächst seine Anerkennung für die durchaus sachliche Führung des Prozesses ans. Den Ausführungen des Staatsanwalts zu folgen, sei ein ästhetischer Genuß gewesen. Der Angeklagte Beck ist ein Opfer der- Nieder-Arodauer Verl)ältnisse geworden. Das Protokoll von 1908 und die Ouittung Dom 5. September 1908 seien fraglos Fälschungen. Man dürfe die Schriftstücke aber nicht als quali­fizierte Urkunden ansehen.. Höchstens könne hier von einer ein­fachen Fälschung gesprochen werden. Sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, bat fraglos nicht im Sinne des Angeklagten gelegen. Tenn es muß nach dem (Wange der Verhandlung angenommen werden, daß von Beck tatsächlich zwei­hundert Mark mehr an Main ausgezahlt wurden, als die Ouit­tung verzeichnet. I-edenfalls sei das Gegenteil nicht erwiesen. In dubion müsse also zu Gunsten des Angeklagten entschieden tverden. Hier batte ofto I-reisprechung zu crfolgep. Er geht dann auf die hohe Mobiliaraufstellung ein. Es sei erwiesen worden, daß das Mobiliar tatsächlich einen so hohen Wert be­sessen hätte. Eingehend behandelt Dr. ReusMsfer die Ueber- nahme-Urkunden. Er glaube nicht an die Beschränktheit aller derjenigen, die hier aufgetreten seien und behauptet hätten, daß es sich nur um eine Sch ein urkunde handele. Ein Bauer sei nicht nur groß in der Liebe, er sei viel größer im Haß. Und dieser Haß ergoß sicb nun auf bio hier sitzenden Angeklagten. Sie sagten sich alle: men res agitur. Sie gefielen sich jetzt in der Rolle der Verführtem. Der Verteidiger befreitet dann, daß die Urkunde überhaupt einen rechtlichen Wert besessen hätte. Auch die Zession habe keinen Rechtlichen Bestand. In längeren jnri- stisckwn Änssühmuaen sucht er diese Behauptung zu beweisen. Man müsse bedenken, daß Beck in eine verwüstete Wirtschaft kam. Er habe, so viel er vermochte, seine Schuldigkeit getan. Seine Handlungen waren es nicht, die den Sturz von Nieder- Modau herbeigejührt hätten. Er bitte .daher, auf eine angemessene Strafe zu erkennen, ihm die Untersuchungshasi voll anzurechnen und die Strafe durst sie als verbüßt zu erachten.

Nach einer Pause beginnt Rechisanwalt Dr. Reu schaff er seine Verteidigungsrede für den Angeklagiei Isaak. Er sehe in der Verbindung zwischen Pallmann und Isaak nichts Anrüchiges. Die Sache läge anders, wenn der Angeklagte Isaak die Zu­stände in Nieder-Modau gekannt hätte. Das sei aber nicht der Fall genasen. Er beleuchtet näher die einzelnen Punkte, die die Verhandlung hierzu ergeben hatte. Das Beispiel von dem Minister der öffentlichen Arbeiten (Roth), dem Finanzminister (Isaak) und dein Ministerpräsidenten (Pallmanin, das der Staats-

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