Ausgabe 
31.1.1913 Erstes Blatt
 
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zu können.

Kleine Tageschronik.

worden.

Botfchafterwechscl.

Corsetls tgs$3%gE8E£ SS» A.Salomon&Gie.

Sie Können ruhig rauchen!

Prof. Dr. Witze! s

hoiberger Aasiditen für Exteridultur, Ostseebad Kelberg.

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im 59. Lebensjahre.

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Fäbrik.Weltruf.(Bai1enh

Hooh- und Tiefbau.

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das Beste

Gießen (Neustadt 47), den 31. Januar 1913.

Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. Februar, nachmittags 3 Uhr, von dei Kapelle des

neuen Friedhofes aus statt. 771

berühmten Tabake franko gegen Dadm. Bitte anzugeben, ob ncbenllehende Ge- fundbellspfelle oder eine rcldigefdinlbte ßolzplclle oder eine lange Pf. eroDnfdtl.

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Ich habe über 6 Jahre eine und dieselbe Zahncreme ge­braucht Habe mich aber nach nur 34 wöchiger Be­nutzung zur Kosmodont-Zahn- creme bekehrt da sie sogar den Niederschlag von 20 Zlga-

HjIfhäuscrTechnlHum Frankenhausen Ing.-u.Warkm.-Abt. Gr.Masch.-Lib.

retten pro vernichtet. Dauernd haltbar,

Letzte Nachrichten.

Rätselhafter Tod eines deutschen Ingenieurs.

Berlin, 31. Jan. Wie demBerliner Lokal-Anzeiger" aus Saloniki gemeldet wird, ist in der Nähe von Galliko s die Leiche des deutschen Ingenieurs Baumann bon der Firma Dyckerhoff « Wittmann, die ber Frankfurt a. M. domiliziert ist, mit einigen Schußwunden durch den Nops ve raubt aufgefunden worden. Baumann hatte sich nut die diagb begeben und cS ist möglich, daß er daber dem Bahnstrang zu nahe kam und von einem Posten der Bahnwache erschollen irmrbc Es ist aber auch ein Raubmord nicht ausgeschlossen. Die bisherigen Untersuchungen hatten noch kein Ergebnis gehabt.

EinSiMPlizissimus"--V erbot.

Genf, 31. Jan. Die Direktion der Bundesbahnen untersagte den Verkauf desSinrplizissimus" auf allen Bahn'hofsbuchhandlungen in ihrem Bereich.

Ein Brand int Arsenal von Toulon.

w P a r is , 31. Jan. Im Arsenal von Toulon brach infolge Selbstentzündung von Teer ein Brand mis, ber zwar bald gelöscht werden konnte, aber großen Schadete anrichtctc.

Castrow ausgewiesen.

w Washington, 31. Jan. Der Ausweisungsbe­fehl gegen den ehemaligen Präsidenten Castro ist bestätigt

Tag fast spurlos Zahnarzt S. nie verhärtend. Tube 60 Pfennig und 1 Mark. Heb zu haben. Ach­ten Sie auf den Namen Kos- modont.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen

Wilhelm Lange.

Märkte.

fc. Wiesbaden, 30. Jan. Heu- und Strohmarkt. Angefahren waren 26 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte. Heu 6.80-8.00 Mk., Stroh ('Richtstroh) 40.05.<>0 'IM. F r u ch t m a r k t. Hafer 1'.,6019,00 Mk. Alles für 100 Kilo.

Gestern nachmittag 2 Uhr entschlief sanft nach langem mit Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Katharina Lange geb. Rüffel

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Kosmodont cAme

Taschinqg,Dienste ^r beifBoKepreifen JieUwng gpgcben rorrben bfr9 ^"^'viesm, da fif finJ 'i m b°6 bie kleinen 1 m cu,hnbcn werden.

1 ^^nden starken Besuch gkwahrrn. 1

«ui itm Solttobittoi verlegt worden.

Achten Sonntag Vor- Veranlassung de? Zezirks- 8 Tannhadt int GoK Ebel H und Ausgaben der egenwart", zu dem samt- nterrsienten Antritt baden, chmer Larnevalgescllschast wirb l-tage ist da- Programm mm-1

Gemäß eines Beschlusses der I . in der Berttetu verschiedener I bat man von etnet grobem I eamstae abend iinbet japsen- I enbtr Frier im Ease ?tmeiü I ins (Satten Tamensitzuns. I jtwonnen sind, und bei brr dr. I > aus Erden" acspielt wird, ffr I iball abgebalten, dessen Tlri>> I bilden wird. Am Saitnady- I cme Kappcnsabrt w I Kt gebildete Ausschuß hat mt I 'mnüoltvnii wird für iMßmII oben» in vdjfo&feitt im W'k müichcr PeranMtn^ |

. Die heutige Sitzung der sich mit der Ueinbrncken- rbc betont, daß die Brülle je , herankimmen müsse. Der frage, Äg. Soherr soll er- zu wirten.

Stiilar. , ....

Bürgermeister Weber mH beilSrücksudten in den Ruhr«! erster wurde der CbarM ..lieben. - Die durch drall brantig erledigte Stelle mdl Wetzlar erhält einen «I

Bisher war btr fitwß N bezirke eing» die im Mn.

vou Königinnen, die über die verschiedensteu Reiche herrschen, und nun hat sich zu diesen hohen Herrschaften auch ein Philo sopheukönig gesellt, der in diesen Tagen in einer Taverne des Boulevard de Rochechouart erwählt worden ist. Paris ist eine Stadt der Philosophen. Das bewies die grosse Schar der Denker, die herbeigeströmt war, um aus ihrer Mitte den rechten Mann aus den Philosophenthron zu sehen. Insgesamt wurden 330 Stimmen abgegeben. Wer nicht eine der Korvphäen unter den französischen Philosophen wurde für würdig erachtet, das Nömgs- amt zu bekleiden, sondern ein bislang noch unbeschriebenes Blatt, Herr Brisset, von dem man nur weih, das; er lebt, das; er wahrscheinlich auch denkt, aber die Produkte seiner Denkkrast nur spärlich seinen Mitmenschen verkündet. Der Philosophen könig wurde mit 212 Stimmen gewählt, Bergfon, der bekannte Philosoph an der Sorbonne, erhielt 55 Stimmen, Brieu und Jaurös wurdeneinstimmig" gewählt, und neben ihnen waren noch andere so glücklich, eine Stimme auf ihrein Haupte bereuten

onfltrn anaeregie P ItHfi .2 eine M sK-s

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be«nt Pchweren Einbruchs vor einiger Zeit von der Straskaurvier i inNürnberg zu V/e Jal;ren Zuchthaus, Stellung unter Polizei, i cruffidjt nebst 5 Jahren Ehrverlust verurteilt.. Neuerdings legte ' ümt die Strafkannner in Bamberg unter Einbeziehung der in 1 Mtürnberg erkannten Strafe fünf Jahre Zuchthaus nebst lOJahr en Ehrverlust auf. Erne Anzahl Verfahren sckyveben i och, so dast das Los des Offenbacher Anarchistciiführers auf 1 lange Jahre besiegelt sein wird.

Leipzig, 30. Jan. Bor dem Vereinigten zweiten und dritten Strafsenat des Reichsgerichts faiid eilte der Spio - nageprozest gegen den Kaufmann, früheren Mechaniker unb Monteur, Wilhelm Ewald aus Bocken heim-Frankfurt am Main statt. Ewald war trüber bei Siemens u. Halske beschäftigt und hatte dort mit der Einrichtung von Telegraphen- und Tele­phon-Anlagen auf Kriegsschiffen zu tun. Ewald wurde zu sieben Jahren Zuchthaus, .zehn Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. Die Verhandlung stellte fest, daß der Angeklagte sich von der englischen ^ldmiralitit als Spion anstellen liest und sieben Berichte und Zeichnungen über geheim- zuhaltende Gegenstände auslieferte.

Dresden, 28. Jan. Ein hiesiger Kaufmann, der früher einmal mit 30 Mark bestraft war, wurde als Zeuge vor Gericht nach etwaigen Vorstrafen gefragt und verschwieg die Geldstrafe. Er )vurde aus diesem Grunde wegen Mein­eids angeklagt: die Geschworenen haben heute die Frage auf wissentlichen Meineid bejaht. Der Kaufmann wurde zu einem Jahr drei Monaten Zuchthaus und fünf Jahren Ehröerlust verurteilt.__________________________

vermischter.

ff Was ist die Furcht? Die führende medizinische Zeit­schrift Englands, derLaneet", hat den Versuch gemacht, die Frage, was Furcht ist, wissenschaftlich zu beantworten. Ihre Definition geht dahin, das; Furcht ein krankhafter Bewnsttseius- custaud von besonderen physischen und moralischen Eigentüm­lichkeiten ist, der in Beziehung zu der Meinung anderer steht. Es ist von manchen Seiten behauptet worden, das; die Furcht­samkeit erblich sei: allein ein Beweis für diese Behauptung ist bisher nicht zu erbringen gewesen, und da die Neisiung zu Furcht- zuständeu erfahrungsmästig immer mit einem Reichtum«: oder selbst einem Uobermaße an Phantasie gepaart ist, so wird man sie wohl doch als eine individuelle Cl>araktereigentümlichkeit an- seheu müssen. DerSamet" erinnert an einen ganz merkwürdigen Furchtansall eines englischen Dichters. Bei einem' ihm zu Ehren gegebenen Mahle sollte er einen Trinksprnch auf sich beantworten, und da gcfdxH) es, dast er mit einem Schlage die Sprache verlor, ohne selbst darum zu wissen. Zehn peinliche Minuten lang gesti­kulierte und handelte er nicht anders, als ob.er mit lauter Stimme eine Rede halte, indes sich auf seinem Gesichte ein Ausdruck von kindlicher Verlegeiil-eit malte. Die Furcht verschont memanben. (harrick, der König der Bühnenkünstlei-, war ihr ebenso rettungslos verfallen, wie Byron. Der groste Jsaae Newton beschwor seinen Verleger, von der Veröffentlichung seiner Werke abzustehen, aus Furcht vor den Besuchen von Bewunderern, vor allem' aber vor Ehrenbanketten. Der Prinzgenrahl Albert Gatte der Königin von England, war äußerst furckstsam. Vielfach kündigt sich die Anfälligkeit für Furchtzustände durch die Neigung zu häufigem Erröten an, und in diesem Zusamnienhange dar; daran erinnert werden, dast an dem festigen Könige von Eng and, .als er noch Prinz von Wales war, allgemein ausfiel, wie leicht er un Gespräche mit Tainen errötete. . _ _

kf. Der Philosovhenkönrg von Pans. Das repu­blikanische Paris kann sich der meisten Fürstlichkeiten, in semen Mauern rühmen. Da gibt es einen Dichterkönig und eine Unzahl

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w Tokio, 31. Jan. Baron Hayaski, der seikhmige japanische Botsckmster in'Rom wird walirscheinlich zum Bot' schaster in London ernmrnt werden.

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Heute ist mein lieber Sohn, der

Grossh. Oberlehrer

Dr. Walther Wimmenauer

in Mainz

durch eine kurze, schwere Krankheit seiner Familie entrissen worden.

Dr. Wimmenauer, Geh. Forstrat zugleich im Namen

der jungen Witwe und ihrer Kinder.

Giessen, den 29. Januar 1913.

Die Beerdigung findet in aller Stille am nächsten Samstag, den 1. Februar, vormittags 10 ühr, auf dem Mainzer Friedhöfe statt.

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Ani Donnerstag vormittag erfolgte an der Kreuzung der Sebastian- unb Prinzenstrastc in Berliil ein heftiger Zu­sammen st ost zwischen der elektrischen S t r a st e n b a h n und einem F e n c r w c h r w a g c n. Brandmeister v. F r i ck c n wurde d)nicr verlcstt, ebenso der Feuerwehrmann Krucznacki, leicht verlestt wurde Feuerwehrmann Welk. Die Schuld soll den Führer eines Straßcnbahnwagcnis treffen.

In der Flanellsabrik von Fischer & Seige in Pöstn eck explodierte ein Dampfkessel. Ein Feucrmann wurde getötet: drei Personen wurden schwer verlcstt.

Ter Arbeiter Lindow, der sich wegen Unterschlagung zu verantworten hatte, stürzte sich im. M o ab i tc r K r i ini n al - gericl) t mit einem Messer auf den Vorsistenden. Die Gc- richtsdicncr und ein Aktuar fielen Liildow in ben Arm. Es kam zu einem heftigen Handg em enge, in dcsicn Verlauf ber Aktuar einen Stick, in die Hand erhielt. Der Tobende konnte erst von sechs Gerichtsdienern überwältigt unb abgesührt werben.

Infolge maugeluder Kontrolle sind bedeutende Unters ch leise bei der Pariser Uutergrundb ahu vorgekommcn. Acht A n g e st e l l t e wurdeir verhaftet. Sie haben ein Geständnis abgelegt.

Bei einem Brande in S a n d a n (Krers Jerichow), wo­durch das Haus des Tischlermeisters La m p r c ch t ein­geäschert wurde, kam ein nervenkrankes Fräulein Graetz, das sich nicht retten konnte, in den Flammen um.

Bei dem Stapellauf eines Hochfeetorpedobootes in 9teapet neigte sich das Schiff nach rechts. Vier Arbeiter wurden von dem Sck)raubenflügel erfaßt. Eine wurde ge­tötet, drei wurden schwer verletzt.

Am Alinwoch abend wurde in London BeechamS Opern* fnifon in dein (5ovetgarden mit demRosenkavalier" von Richard Strauß eröffnet. Die "Aufführung hatte einen grasten Erwlg.

In der Stadt Nhmwegen wurden drei Personen, ein Vater und seine zwei Söhne, die angeblich aus Deutschland über die Grenze gekommen waren und in .Hol­land Einkäufe mit falschen deutschen Hundert­markscheinen bezahlten, verlfaftet. In ihrem Besitze wurden noch zahlreiche falsche Scheine gefunden.

Der Ausstand der Hotel kellner und Köche in N e w Y o r k ist mit einem Mißerfolg für die Streikenden beendigt worden.

Wetteraussichten in Hessen für Samstag, den 1. Febr. 1913: Meist trüb, Regerüälle, etwas kälter, westliche Wmde.

in Apotheken u. Drogerien