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In der diesjährigen Ausschreibung beim Prinz-Hemrich'M' ist mm versucht ivorben, für .alle Fälle die hier mögliche Uv ■ gerechtigkeit auszugleichcn. Als reine Flugzeit wird, wie b<t I Z 8 der Ausschreibung besagt, bei einer Motorstärke, die I "ringer als 100 PS ist, nur ein gewisser Bruchteil der wirW V durchflogenen Zeit in Rechnung gestellt; z. B. bei einem 70 ?5 I Motor zählen nur etwa 88 Prozent, bei einem 50 PS-Mott: I 79 Prozent u. s. f. Bei mehr als 100 PS wird die Flugre I entsprechend vergröbert; z. B. bei 110 PS zählen 103 Prozent I Auch in der Belastung, die für jedes Flugzeug vorgeschrrK« I ist, wird rin Unterschied je nach der Motorstärke gemacht. litr I schließlich des Gewichts von Führer und Fluggast muß e»t I 100-P8 Dlaschinc 200 Kilogramm miMchrnen, eine 70-P8.Maschtrt I nur 175 Stiiogramnt, eine 110-P8-Maschine 213 Kilogramm: $ Dabei sind Betriebs stosse imc Benzin und Oel mckt cingercanir. I
Der Arbeitsausschuß, der die an sich recht schwierigen y: Positionen im Einvernehmen mit namhaften Vertretern der itc brisanten ausgearbeitet hat, Iwfst damit der Flugzeugindumu ganz besmrders gedient zu haben. Es soll namentlich iw Firmen, die kleinere Apparate bauen, Gelegenheit gegeben toeron. zu zeigen, was sie leisten können. Bisher waren diese Meinaet Maschinen von den Wettbewerben so gut wie ausgeschlossen.
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Ausland.
Russisch-österreichische Demobilisierung?
Dem „Matin" wird von fernem' Sonderberichterstatter aus Petersburg pemetbet, er habe aus guter Quelle erfahren, daß die russische und die österreichische Regierung gleichzeitig beschlossen haben, unverzüglich, wenn nicht gleichzeitig, die Demobilisierung vorzunehmen. Rusfischerseits 'sei dieser Beschluß in einer unter dem Vorsitz des Zaren veranstalteten Konferenz gefaßt worden, der der Minister- Präsident, die Minister des Krieges und der Marine, des Aeußeru, sowie der Generalstabschef beigewohnt hätten. Es sei sicher, daß die von Rußland und Oesterreich getroffene Entscheidung die Folge des Briefwechsels des Kaisers Franz Josef und des Zaren sei. Ter Zar habe gewünscht, daft die österreichisch-russische Entspannung noch vorder aus den G. März fallenden Drcihundertjahrfeier der Romanow-.- eine vollendete Tatsache sei. Er wolle diesen Tag durch eine Freuden- und Glücksbotschast an sein Voll und durch Verkündung eines umfassenden Straferlasses kennzeichnen.
Die steigende Bevölkerungsziffer in Rumänien.
Das rumänische „Amtsblatt" veröffentlicht die vorläufigen Ergebiüsse der allgemeinen Volkszählung in Rumänien Ende 1912. Danach ist die Bevölkerungsziffer von 5 956 690 Ein- wohnen: im Jahre 1899 auf 7 248 016 gestiegen. Der Zuwachs beträgt somit iibci 211/2 Prozent.
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Aus Stadt und Land.
Gteßen, 26. Februar 1913.
•* Tageskalcnder Mr Freitaa, den 28. Febr.: Stadt- t he ater: ,Tie Herren Löhne^. Anfang 8 Uhr.
♦* Ordensverleihungen. Der Großherzig hat dem Regierungsrat bei der Reichsversicl>erungsanstalt für Angestellte zu Berlin Dr. Kam mann das Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen und der- König von "Preußen hat zu der vom
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als falsch heraus. Heute vormittag um 8.20 Uhr wurde das ursr verkündet: DieudonnS, Eallenrin, Soudy und Momer ivuum zum Tode verurteilt, Earouv und Medge zu lebenslänguak- Zuchtlmus, Deboe zu 10 Jahren Zuchthaus, Payer und zu 5 Jahren und Renard zu 6 Jahren, Erozat de Fleurys! 5 Jahren, Belonie und Tettviller zu 4 Jahren, Gaury Jourdan zu 18 Monaten und Reinert zu einem Jahr. der Urteilsverkündigung mürben die Verurteilten avgesührt - Verteidiger Dieudonnßs bat die Geschworenen, das Beqnamguwk gesuch seines Klienten zu unterstützen. C a r 0 u y beging w- ber Verkündigung des Urteils Selbstmord.
Paris, 27. Febr. lieber den Selb stmord des M . banditen Earouv wird geineldet, der Sickvrl>''kschef GuM-L l>abc während der heute nachl ftattgefundenen SwlutwerhanviFr' gesehen, wie ein unbekannter Manu einen Papicrknauel dem Platte schleuderte, wo Earouy auf der Anklagebank faß.
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vereinrnachrichten.
** Der Gabelsberger Stenographen»Verein und der Damenverein Gabelsberger, die 'feit 52 Jahren im Cas6 Ebel ein Zimmer für ihre Vereins- und Unterrichtstätigkeit inne hatten, halten zur Eröffnung ihres neuen Vereinshauses im'Postkeller, wo von jetzt ab der Unterricht und alle Vereinsveranstaltungen pbgehalten werden, einen Kommers ab
- Utphe, 27 Febr Ter Utpher Zweigverein drt Evang. Bundes hielt gestern abend einen gut besuchter F a m i l i e n a b e n d ab. Pfarrer Haupt von Gröningen, bet längere Zeit in der Arbeit der Los von Roin-Beweaung in Kärnten qeftonöen Hot, sprach von seinen Ersabrungen und Ränwfen Dann zeigte er noch in prädrti ien Lichtbildern die lieblichen Täler, Berge, Toner und Städte dieses Landes. Tie Versammlung nahm atr. Schlug einstimmig eine Entschließung gegen die Zulassung
tu T-llgrannnen an den Kaiser Franz Joses und.an den Erzherzog- Thronsolger seine Einwilligung auf den österreichischen Vorschlag einer beiderseitigen Abrüstung übermittelt hat.
Belgrad, 27. Febr. Das Prepburean teilt Mit: Da jbi< Notwendigkeit der Kriegsaktion aufgehört hat, wurde der Sitz des Armeeoberkommandos von Ues- 7ueb nach Nisch verlegt.
Die Deutschen in Adrianopel.
Konstantinopel, 27. Febr. Nach einem Telegramm des österreichisch-gingarischen Konsuls in Adrianopel von gestern find sämtliche dortige Deutschen wohl auf.
«Die L Lnpiet Lfsitivc 1" hm ersM 5 so wf wurde L Lcutinw I -zin a> L M'eiwlK ! hie E'sst» raä
• Kroß Ljlhaufc: j^sMe oori -j un Postg Ktf.Sric jör einen 3 Kninalpoli^ grienten a D mehr ss väifl. daß < fei nner Hai U andere L litten, daß . Lmad)cr P
Auch LafliS übei tot, so tatet Lcklob ♦Sebro |Urg i T., it> gestern lebung mit |ing, stürzte rnc des Sti wrbe der ! Hagel rou siroarf er
* Tie 37. Ätbruai än Ginbru
Fürsten von Hohen^ollern beschlossenen Verleihung des Hohenzollernschen Hausordens des Ehrenkreuzes .. Klaue, an den Obersten Freiherrn Raitz von Frentz, Kommandeur des Jnfanteric-Leibrcgimen s Großherzogin (3. Hess.) Nr. 117 seine Genehmigung erteilt.
♦♦ In Audren- empfangen wurden vom Großherzog am Mittwoch u. a. Oberstleutnant v. Jordan beim Stabe des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, Kirchenrat D. Schlosser von Gießen und Sanitätsrat Dr. Becker von Friedberg.
** Forstprüfung. Die schriftliche Staats- i r ü f u n g für den höheren F 0 r st d i e n st beginnt am Mittwoch, 26. März, zu Darmstadt. Gesuche um Zulanung ind unter Verlvendung des Erngdbestempels von 1.50 Mark bis zum 12. März bei der Ministerialabteilung für Forst- und Kameralverwaltung einzureichen. ■
** Ernannt wurde der Militäranwärter Vizefeldwebel Karl Grünewald aus Waldhilbersheim zum Steueraufseher und ihm der Aufsichtsbezirk Lich zugewiesen.
** Der hessische La n d es lehr er v er e i n hält seine Vertreter- und Hauptversammlung am Dienstag, 13. Mai, in Bad-Nauheim ab. Tie Vertreter-Versammlung ist am 13. Mai. Sie hat die geschäftlichen Angelegenheiten des Landeslehrerverems zu erüedl- jen. Die Hauptversammlung findet am Mittwoch, 14. Mai, tatt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag von Lehrer Koch in Friedberg über „Rousseau und Wir". Lehrer Heist-Düdelsheim spricht über die Erziehung zum Staatsbürger durch Volks- und Fortbildungsschule. Mit der Ver- reterverfammluna ist die Hauptversammlung des Vereins provisorisch angestellter Lehrer zur gegenseitigen Unter- tützung rn Krankheitsfällen verbunden.
Angeklagten, ob sie rwch etwas zu erklären batten, . tooxu Dieudonne schrie, er habe Eaby nickt angegriffen. Callemm w« er und Garnier hätten den K'assenboten angegriffen. Soudy » Monier beteuerten ihre Unschuld. Ilm 7' , Uhr zog sich der Genw- hof zur Beratung zurück. Die ohnelnn sehr starke Zahl der 7^ im Gerichtssaal ist noch sehr verstärkt worden, ba DerfaneMi, beunruhigende Gerüchte verbreitet waren. U. a. büß
1870/71. Eine Sammlung für das Mvnumenr branptt stattliche Beiträge.
Kreis Alsfeld.
---- Alsfeld, 26. Feor. Die Reifeprüfung an ber Oberrealschule zu Alsfeld hat am 25. Februar unter dem Vorsitze des Geh. Oberschulrates Block au6 Darmstadt statt, gefunden. Das Ergebnis mar recht günstig, denn sämtliche 10 Prüflinge bestanden; fünf wurden von der mündlichen. Prüfung vollständig dnd einer zum Teil befreit.
Hessen-Nassau.
w. Fr ankf urt, 26. Febr. Die Kriminalpolizei ver> hastete in der letzten Nacht einen Werber für die franzö. fische Fremdenlegion. Der Verhaftete, ein 20jät)rigt: Handlungsgehilfe namens Karl Theodor Märtel, gibt zu. drei junge Deutsche an französische Agenten nach Paris ge schickt zu haben.
w. Frankfurt, 27. Febr. Ein W erber für die Fremder, lcgion wurde gestern abend hier verhaftet. Der junge Manr hatte die Fluckr ergriffen, mürbe verfolgt und fcUgenommer.. Märtel gab zu, daß er im vorigen Sommer wegen einer ix seiner Stellung begangenen Unterschlagung nach Paris gestüchtrt Ivar. Tort arbeite er mit Agenten zur Werbung für die Fremdenlegion und fungierte als Dolmetscher. Um die WeihiiachtSze-^ ist Märtel nach Frankfurt zurückgekehrt und hat hier für d.? Fremdenlegion geworben, wobei es ihm gelang, drei junge Leute zu überreden. Mit anderen stand Märtel noch in Unter- Handlung.
Deutsches Reich.
Die Hochzeit der Prinzessin Viktoria Luise mit dem Prinzen Ernst August von Eumberland ist für den 24. Mai in Aussicht genommen. An diesem Tage wird zugleich die silberne 5>ochzeit des Prinzen Heinrich und seiner Gemahlin am Berliner Hofe gefeiert werden. Nach^ der Hochzeit wird das junge Paar die VUla des Majors v. Hmst in Rathenow beziehen. Wie aus Potsdam gemeldet wird, hat der Kaiser seine Korfureise aufgegeben.
Prinz Joachim von Preußen hat am gestrigen Donnerstag seine Mittelmeerreisc angetreten. Die Fahrt geht zunächst über München nach Triest. In der Begleitung des Prinzen befindet sich Oberleutnant Freiherr v. Maltzahn vom 2. Ggrde-Dragoner- Regiment Kaiserin Alexandra von Rußlaiid.
Mitteilungen zum Ei send ahnvoranschlag.
Der Budgetausschuß des prenß. Abgeordnetenhauses hat durch den Abg. Hirsch (Essen) über seine Beratung zum Eisendcchnvoranschlag Bericht erstattet, lieber die Aende - rung der Fährtartensteuer verbreitete sich aus- führlrcher der Minister. Die Fahrkartensteuer habe auf die Enttvickelung des Verkehrs und insbesondere auf die Verteilung der Reisenden in den einzelnen Wagenklassen recht ungünstig eingewirkt. Eine Aenderung der Fahrkarten- steuer sei aus diesem Grunde wohl erwünscht. Vor allem müsse die übermäßige Besteueruirg der 1. Klasse ab geändert werden. Dies würde sich aber nur erreichen lassen, da eine Mehrbelastung der anderen Klassen nicht beabsichtigt ist, wenn das Reich auf eine Einnahme von 2 Millionen Mark verzichte. Der Reichsschatzselretär habe einen solchen Verzicht abgelchnt. Ein Ausgleich würde also nur auf dem Wege einer entsprechend höheren Belastung der niedrigeren Wagenklassen herbeigeführt werden können, hierzu würde der Reichstag aber feine Genehmigung nicht erteilen. Es müsse also vorläufig alles beim alten bleiben. Die Einführung ixm Schlafwagen 3. Klasse hielt der Minister nicht für angebracht, da diese Schlafwagen wenig benutzt werden würden, weil sie drei Sck)laftager übereinander ausweisten müßten. Zu dem beabsichtigten einheitlichen Anstrich der Personenwagen in grüner Farbe bemerkte der Minister, daß sich diese Farbe im Betrieb am besten bewährt habe und durch den einheitlichen Fcrrbemmstrich Ersparnisse erzielt werden würden. Der verschiederrfarbrge Anstrich erleichtere die Uebersicht für das PubliLum nur bei neulackierten Wagen. Später verliere der Anrstich schon fein Aussehen vollständig.
Der Kolonialgerichtshof.
Der neue Entwurf des Gesetzes über die Errichtung eines Kolonialgerichtshofes ist, wie das Wolff-Bureau hört, dem B und e s r a t zugegangen.
Zur Deckungs frage.
Das „Berl. Tgbl." will erfahren haben, Reichsschatzsekretär Kühn habe die süddeutschen Regierungen für die Vermögenszuwachssteuer nicht zu gewinnen vermocht.
Der Donau-Main-Weser-Kanal.
Der Arbeitsausschuß für das Projekt eines Donau- Main-Weser-Kanals nahm als Linienführung die Strecke Bremen — Koburg — Bamberg — Nürnberg — Augsburg — München in Aussicht.
Bei der Abstimmung über die Gültigkeit der Wahl des Abg. Dr. Becker (Hessen)
am 25. d. M. war die nationalliberale Fraktion des Reichstags gespalten. Es haben 28 Wgeordnete für die Gültigkeit gestimmt, 13 Abgeordnete gegen die Gültigkeit der Wahl des eigenen Fraktionskollegen und einer hat sich der Abstinrmung enthalteit (Abg. OJütting). G eg en die Mrltigkeit der Wahl haben gestimmt die Abgg. Basstrmann, Beck (Heidelberg), Dr. Blanketihorn, Dr. Bollert, Prinz zu Schoeuaich-Earölath, Dr. Hoppe, Dr. Junck, List (Eßlingen), Ateyer (Herford), Prätorius, Frhr. v. Richthofert, Roland- Lücke, Dr. Semler und Dr. Thoma.
♦♦ Fahrpreisermäßigung. Vom 15. Januar ab werden auch Mitglieder der Reichs Versicherungsanstalt für Angestellte bei Reisen zur Ausnahme in Heilstätten, zur Besuchsbehandlung tn öffentlichen Krankenhäusern und Kliniken und zum Besuch von Kur- und Erholungsorten auf den deutschen Staatseiscn- bahnen in der 3. Klasse zum halben Fahrpreis befördert. Die Vergünstigung wird bei Entsendung auf Kosten der Anstalt für alle Verficherten gewährt, bereit Gesamteinkommen den Betrag von 2500 Mark nicht übersteigt. Als Ausweis dient für die Hin- und Rückreise eine Bescheinigung des Vorstands der Versickierungsanstalt.
** Das Berdingungswesen. Das Staatsministerium hat an sämtliche Behörden und Beamten unterm 8. Februar verfügt: In den bei verschiedenen Baubehörden in Gebrauch befindlichen technischen Bedingungen über Instal- lationsarb eiten wird die Verwendung der sogenannten Schweizer Fittings oder Formstücke, Marke G. F., vorgeschrieben. Dies widerspricht den Grundsätzen des Verdmgungs- erlasses vom 16. Juni 1893, wonach ein bestimmter Produktions- ort bei Lieferungen nicht vorgeschrieben, besonders nicht der ausländische Ursprung der Ware zur Bedingung gemacht werden darf. Für die Folge haben die eingangs erwähnten und überhaupt alle Bezeichnungen, die den inländischen, namentlich den Wettbewerb hessischer Erzeugnisse beschränken oder ausschließen, in den Voranschlägen oder besonderen technischen Bedingungen ivegzubleiben. Bei dieser Gelegenheit wird bemerkt, daß die Firma B ä n n i n g c r in Gießen nach dem vorliegeirden Gutachten und Erfahrungen Fittings von in jeber .Hinsicht guter Beschaffenheit liefert und daher bei künftigen Ausschreibungen fraglicher Art zum Wettbewerb zuzulassen oder mitheranzuziehest ist. Die StreiSämter, Kreisbauinspektoren und Kulturinspcktionen haben darauf hinzuwirken, daß auch bei der Ausschreibung von Arbeiten und Lieferungen der Selbswerwalttrngen, insbesondere auch der Städte und Landgemeinden, nach vorstehenden Grundsätzen und Vorschriften verfahren wird.^
** Tic llntIagc’bcr land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossensckaft für das Jahr 1912 beträgt 1270 457,48 Mark. Hiervon sind durch Barzuschüsse zu erheben 3757 Mark, während 1 266 700,48 Mark auf die beitragspflichtigen Steuerkapitalien inrtfrulegen sind. Ta die Gesamtsumme der beitragspflichtigen Steuerkapitalien einschliesstich derjenigen der Nebenbetriebe 8 304 640,04 Gulden (14 236,526,04 Mark) beträgt, so ergibt sich ein Ausschlag von 15,3 Psg. auf denn -Gulden Steuerkapital (8,9 Pfennig auf die Mark).
••lieber hie Tropeninsel Ceylon und ihre Pflanzenwelt sprach in einem vom Deutschen Frauen- verein vom Roten Kreuz für die Kolonien veranstalteten Vortragsabend Geh. Hofrat Prof. Dr. Hansen. Die Reise, an der auch Garteninspektor Rehnelt teilnahm, ging von Genua dllrch daß mittelländische und rote Meer, das durch seine pittoresken Userlandschaften einen höchst malerischen Eindruck macht, nach Colombo, der Hauptstadt Ceylons. Tie Stadt macht einen sehr freundlichen und sauberen Ein- bruef und ähnelt im allgemeinen einer modernen europäischen Stadt. Der südliche Teil der Insel Ceylon ist von einem Gebirge angefüllt, baS in seinen höchsten Gipfeln bis zu 3000 Metern ansteigt Rach Süden zu endigt das Gebirge in Steilabstiegen bis zu 2000 Meter Höhe, die einen wildromantischen Eindruck machen. Der Redner führte bann an Hand vortrefflicher teilweise farbiger Lichtbilder die Zuhörer in die Wunderwelt der tropischen Vegetation ein. Bäume und Sträucher,Plantagen und dieGeheimniffe des tropischen Urwaldes wurden gezeigt. Interesse fanden namentlich die mannigfachen seltsamen Baumformen, bei denen die Wurzeln hoch oben am Stamme beginnen und dem Boden entgegenwachsen. Die geflmdenen Pflanzen wurden von Garteninspektor Rehnelt in einem Herbarium vereinigt. Zum Schluß zeigte der Redner noch eine Anzahl Lichtbilder aus dem Volksleben der verschiedenen Ceylon bewohnenden Völkerschasten. • Der Vortrag wurde mit großem Beifall ausgenommen.
•• Stadttheater. Cs fei daraus hingewiesen, daß die Sonntags - Vorstellung von ,Vlado nie Bonivard" mit Fräulein Scholz in der Titelrolle im Abonnement nicht wiederholt wird.
Landkreis Gießen.
§ Lang-GönS, 27. tvt'br. Am 1. und 2. März findet hier die erste Gef lü gel - und Kaninchen-Ausstellung statt. Eine große Llnzahl Tiere kommt zur LluSstellung. Schöne Preise wurden von Liebhabern gestiftet; eine Verlosung findet Sonntag nactnmttaa statt.
Kreis Büdingen.
# Nidda, 27. Febr. Heilte erhängte fich hier in der Schelier des Gastwirts Meißner der Diensttnecht I. Zö rr au§ Buienborn. Tas Motlv der Tat ist unbekannt.
# Unter-Schmitten, 27. Febr. Der vor einigen Tagen nach einem Spinnstubenstreit schwer verletzte Taglöhner Dechert ist in der Klinik zu Gießen feinen Verletzungen erlegen. Daraufhin wurde gestern der Täter Döll ver. : hastet imb in das Gefängnis zu Nidda eingeliefert.
, /). Düdelsheim, 27. Febr. Ter Kriegerverein 6c»
. schloß die Errichtung eines Denkmals zur Ehrung für : die Düdelsheimer Kriegsteilnehmer von 1866 und
Die neue Sewertungrformel des prinz-heinrich-^luges 1913.
Bei allen bisherigen Ueberlanbflügen war für die PreÄ zucrkennung in irgend einer Form die Gesamtflugzeit maß gebend. So hatte beispielsweise beim letzten Obcrrhcinslug Hick, die kürzeste Flugzeit, nämlick 5 Stunden 56 Minuten und gt wann damit den 1. Preis. Der zweite, Graf Wolfskeel mit Stunden 19 Minuten erhielt den zweiten Zuverlässigkcitsprri:- u. s. f. Dabei ist in keiner Weise darauf Rücksicht genonuncr, mit wie starken Motoren die Flieger geflogen sind. Es hatten z. ® Hirth einen 95 PS Mercedes, Graf Wolfskeel einen 60 Pt-’ Gnome-Motor. Nun verlangt urol)l die Gerechtigkeit, daß der jenige, der die gleiche Leistung mit größerem Aufwand an ftiaft. an Betriebsstoff und damit an Kosten vollbringt, nicht bew glcichgesetzt werden darf, der mit schwächerer Maschine, wenig« Betriebsstvff usw. auskommt. Freilich toareit die beiden oben genannten Flugzeiten viel weiter voneinander entfernt, all daß bei Berücksichtigung der Motorenftärken sich die Rcihensost: hätte umkehren können. Aber es Tann ja sehr leicht norfommen. daß ein Flieger mit 100 PS zu einem Fluge etwa 7 (stunben braucht und einer mit 50 PS zu demselben Fluge nur 8. In diesem Fall wäre die Preiszuerkennung an den ersten eine zweifelt
Frankenthal (Pfalz), 27. Febr. (Priv.-Tel) Die hießs- <5traffantmcr beschäftigte heute das Weidenthaler 61 f er bahnnn glück in der Nacht vom 15. zum 16. Avril v f bei dem zwei Güterzüge zusammenstießen und hierbei ein ME getötet und drei Personen verletzt wurden, sowie ein Matern? sckladen von 40 000 Mk. entstand. Die Ängellagten sind bahnsckretär Artur Jßler aus Neustadt a. H. und LokomotivfüM Georg Leinenioeher aus Kaiserslautern. Beide wurden weM fahrlässiger Transportgefährdung, dreier Vergehen bet sahtlämM Körperverletzung und eines Vergehens der fahrlässigen TövW zu je einem Monat Gefängnis verurteilt. Der ^taatSanM-r hatte zwei Monate Gefängnis beantragt.
Paris, 27. Febr. Im Prozeß gegen tne Automobil banditen kehrten die Geschworenen nach 13stündiger 8«' r a t u n g in den Sitzungssaal zurück. Ihrem Walnforuch IV maß werden Dieudonne, Callemin, Soudy und ML nicr zum Tode verurteilt, Regriguez und die Frauen M« trejean, Schoos und Leezerch freigesptochen. Die übn« nrurden entweder als schuldig befunben unter Zubrlligung nn , dcrnder Umstände, ober ihre Verbrechen sind derart, daß B : Todesstrafe nicht in Bettacht kommt. Der Präsident fragte


