Ausgabe 
28.2.1913 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Die heutige Nummer umfahr 14 Seiten.

M , 90-5

litt!

47-49

49-53

SH

ent*

M4

U 50-46 00

I»

(.benöSjM

jilea

flw

45-39

33-34

47-50

41-46

40-43

44-46

74-8 8M

8H

85-

804

78'S

istllschaft-

irr 1918:

51-66

50-55

I0MK M-Ite 9?-$

TM 67-16

. . 64-66

, . 59-62

. . 54-58

. . 48-52

Vom Völkerschlachtdenkmal. Zur vollständigen endgültigen Gestaltung des Leipziger Völkerschlachtdenkmals fehlt noch die Herstellung des Vorplatzes. Dieser wird nunmehr auf Beschluß des Rates der Stadt so angeordnet, daß Teile der Meusdorfer Straße, der neuen Friedhofstraße, der Straße des 18. Oktober, sowie in geringem ftmsange der gärtnerischen Anlagen tu den Platz einbezogen werden, um ihn in eine an- nähentd symmetrische Lage zum Denkmal zu bringen und ihm zugleich eine anschuliftie Größe zu geben. Der Platz ist un­abhängig von dem vont Deutschen Patriotenbund in Aussicht ge-

rsfc

rs,»K

ichten.

tmeinöt. sW-Anlagei. rz lvl3-

81!'

73-8

Adr

vor dem 8rieden.

Auch heute nrirb gemeldet, daß Frost unb Unwetter alle Unternehmungen auf den Kriegsschauplätzen unmöglich machen. Dagegen haben in London wieder Beratungen der Botschafter stattgefunden, und es verlautet, daß in der Frage der Abgrenzung A'banic s noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei. Man kann die Zu­sammenhänge und) nicht ganz deutlkh erkennen, soviel aber ist sicher, daß bei der neu eingeleitetcn serbischen Truppen­hilfe für die Montenegriner Einflüsse Rußlands sich geltend gemacht haben. König Nikitas Truppen haben sid) bisher immer blutige Köpfe geholt, sie wollen aber Skutari unter allen Umständen vor dem Friedensschluß nehmen. Zweifel­los rechnet man damit, daß. für den Fall dec Einnahme dieser Festung sie später Montenegro einverleibt werden könne. Und die österreichisch-italienischen Interessen? Gel­ten die Ausführungen des italienischen Ministers des Aus­wärtigen nichts? Wie weit steht die neueste Gestaltung des russisch-österreichischen Einvernehmens mit diesen Dingen in Zusammenhang? Das sind Fragen, auf die der Außen­stehende heute nod) keine bestimmte Antwort finden kann. Wenn es wahr ist, daß infolge eines neuesten türkischen An­gebotes der Friede unmittelbar bevorsteht, so werden die neuen Schwierigkeiten vielleicht dod) nod) hinfällig.

tob» . . ^i.,-64

and* 62V,-63 senb»

, , 61-65.50 benb»

. 62-00

amicht

X -

wilhe!m Kreft !.

SSiöelnt Strcfi, ber Ersinbcr bis Drachenfliegers, ist vor- neftern in Wien gestorben. Cm Memchenleben tft zu Ende ge­gangen, das voll von unverschuldeter Bitterkeit und von schweren Enttäuschungen war. Tie Ernte, zu der das Gente dieses Toten die Saat streute, habe.: andere eingeheimst und der, m besten Erfindungskraft der Fliegertraum der Menichhettschonvor^aht- zehnten greifbare Gestalt gewann stand mit leeren Händen und blutendem Herzen abseits im Schatten.

ein Ä das aber so schwer war . daß er die Modelle, die er baute, nicht zum freien Flug bringen konnte. Erst im Jahre 1877 gelang es ihm, ein v o l l st a ndi g frei f l i e a e n d e s M o d e l l zustande zu . bringen,dessen Be­schreibunger auf Aufforderung des damaligen $w|ibenten der Akademie^ der Wissenschaften in Wien zwecks Wahrung der $noSt ->abr-"^I880 6ie6 Kr-st im Nieb-rösterreichischen G-- Wet&S feinen elften öffentlichen Vortrag «°°ftthrnna

Ät erhieli

waren [t2 od) waren die 55

PQ,len tabeiiofe^ x»'linken, Ä £c ^'idipreile fuh

I'"markt w».

Jar 60-70

[J »nd beule war & 11(VQr f^ledilk l.m ^rbilinii 8nc Zitierung brch, »Jtinatfi

17,00 A .Vorn 13,00 p'

-sie 12,25 X, 1* * « 4.00 bis 5,00 M.

' e rl cht o»m 26. u liuhe 62), fldlb«\

Treilelnr 100=61 Lebend» 6d|la$

seinen Rcvanchesieg holen, neben Rußland aus sich allein angewiesen sein....

Eine halbe Milliarde Extrakredite, eine Flotte von sechs Riesenluftkreuzern, Kanonen mit 14 Kilometer Reich­weite für die Grenzfestungen, neue Fliegerfchareu, ein Heer, in dreijähriger Dienstzeit für den Krieg gedrillt: Es ist ein Schauspiel, das den Zuschauer den Blick nicht abwcn- den läßt.

Paris, 27. Febr. Finanzminister Klotz brachte in der Kammer eine Vorlage ein, welche 5 0 0 Millionen Franks zur Beschleunigung der Arbeiten für die natio­nale Verteidigung fordert. In der Begründung wird zunächst festgestellt, daß die letzten Kriege bestätigt hätten, wie notwendig es für die Nationen sei, die Verteidigungsmittel be­ständig auf der Höhe des Fortschrittes der Wissenschaft und Kriegskunst zu halten, da man sonst befürchten müsse, sich schnell in enteilt Zustand der Unterlegenheit zu besinden, dem abzuhelfen dann schwierig sein würde. Diese Kriege trügen, auch dazu bei, die Vorstellungen über die Verwendung gewisser Materialien zu ändern. Die für die nationale Verteidigung in Aussicht ge­nommene Gesamtausgabe betrage ungefähr 365 Millionen. Wenn der Kriegsminister nur über die gewöhnlichen Kredite verfügen könnte, so würde die Ausführung zu lange hinausgeschoben werden. Um einen derartigen Aufschub soviel wie möglich zu beschränken, seien, soweit es die Lage der Industrie zulasse, die Ausgaben nötig, welche die gewöhnlichen Kredite um 500 Millionen Übersteigen. Trotzdem diese zeitweilige außerordentliche sinanzielle JnanspruchnalMe ernsthaft ist, wird sie tatsächlich die Lasten des Landes nicht jvermehren. Sie ändert nur die Zeit, wo die Ausgaben gemacht werden sollen und wird die Budgets, die der Periode der beschleunigten Rüstungen 'olgen, um ebensoviel,entlasten. Das Land wird dafür den unsckstitzbaren Vorteil eintauschen, daß ihm die Früchte dieses Opfers früher zugute kommen, welches auf jeden n-all gebracht werden mußte. Es wird sich infolgedessen in merklich besserer Lage befinden, um allen Eventualitäten die Stirn zu bieten. Tie Vorlage bestimmt, daß die Ausgaben von 500 Millionen über den normalen Kredit hinaus ausschließlich für Erwerbungen, die Fabrikation und den Bau innerhalb der Höchstfrift von fünf Jahren bestimmt sind. Nachträgliche Gesetze werden die :iot- wendigen Kredite eröffnen.

sandte dem Erfinder 5000, Kr. aus seiner Privatschatulle zur Förderung seiner flugtechnischen Studien. Kreß faßte neue Hoff­nung. Er bestellte einen Motor, der 40 Pferdekräfte ergeben und 200 Kilogramm wiegen sollte; als der Motor aber geliefert worden war, stellte sich heraus, daß er nur 30 Pserdekrafte liefern konnte, dafür aber statt 5 Kilogramm per Pferdestärke bereit 13 wog. Kreß, der schon 12 000 Kr. für den Motor aus­gegeben hatte, entschloß sich dennoch, ihn in seinen Apparat ein- zubauen. Das große Gewicht, des Motors zwang ihn aber, den Flugapparat zu verstärken, so daß er nun mit dem Piloten 850 Kilogramm wog. Mik diesem Apparat begann Kreß feine Versuche auf dem Wasser. ,

Unb dann kam die Katastrophe des Drachen­fliegers, der am 30. September 1901 im Tullnerbacher Wasserreservoir infolge eines bösartigen Windstoßes versank. Mit Mühe wurde, der alte weißbärtige Mann aus dem Waster ge­rettet Unb ungebrochen ging er an den Bau eines zweit m Appa­rates Der Unfall konnte ihm die Ueberzeugung nicht nehmen, daß er mit seinem Prinzip und mit seinen Berechnungen auf dem richtigen Wege war. Tie Zukunft hat ihm recht gegeben, eine Zukunft leider, die anderen gehörte .

Im Sommer 1902 war der neue Apparat fertig und nun sollten die Versuche fortgesetzt werden. Der Unfall des ersten Drachenfliegers hatte aber die Zahl der Gegner des dpnamuchen Fluges sehr vermehrt. Sie beioiesen jetzt aller Welt haarschark, daß die Idee des Fliegens mit dlpparatenschwerer als die Luft" ein blanker Unsinn ivärc. Man stellte Kreß als Starren ober gar als Hochstapler hin, und diese Angriffe hatten zur Folge daß die Anhänger Kreß' immer weniger wurden unb bie Spenden für einen Flugsonds nicht mehr weiterfloften. So mußte er seine Arbeiten ganz einstellen.

Seine geschwächte Gesundheit aber hielt allen bteicn An­strengungen und Aufregungen nicht mehr stand. Er erlitt eipen Schlaganfall, nxir lange Zeit bettlägerig und starb nun ein ocrfaimter Pionier dec Flugkunst.

*

Dar gepanzerte Frankreich.

Nun ist die halbe Milliarde also wirklich da. Der fran- Köfische Finanzminister Klotz hat im Namen des Kabinetts Briaud vor der Kammer die Rüstungskredite eingebracht, die wie sich die militärisch-radikaleFrance militaire" aus- drückte, Frankreich vor dem Tode erretten sollen. Im Schoße des Kriegsministeriums sind seit einigen Tagen endlose Verhandlungen im Gange, die sid) mit der Frage des Mannschaftsstandes und seiner Erhöhung beschäftigen. Das Schlagwort von der dreijährigen Diens^eit, erst nur von ein paar erregten Boulevard-Blättern aufgebracht, hat in den Gemütern der Massen schnell Wurzel gefaßt und sich nun auch der maßgebenden offiziellen Kreise bemächtigt. Erst schien es, als sollten nur die Kavallerie und die technischen Truppen mit drei Jahren beglückt werden, die Infanterie aiber mit einer Dienstzeit von 30 Monaten davonkommen. Die letzten Verlautbarungen besagen aber einstimmig, daß Herr Etiennes, der Kriegsgewaltige, mit dem dreijährigen Dienst für alle Waffen herausznrückcn beabsichtigt. Nicht einmal Einzelvergünstigungcn sollen ge­währt werden. Auch die studierende Jugend muß das Opfer in seiner ganzen Größe leisten. Sie soll lediglich die Ver­günstigung erhalten, gruppenweise das dritte Jahr in Städten mit Hochschulen ableisten zu dürfen. Lehrer und Stützen der Familie erhalten keinerlei Ausnahmestellung.

Das ist ein überaus schweres Opfer für eine Nation, die wie die französische an der Selbstbestimmung und am individualistischen Lebensgenuß hängt. Ein weit schwe­reres Opfer als all die kommenden neuen Steuern, die für die Ausgestaltung der nationalen Wehrkraft nötig sein werden. Man ist denn auch trotz allen vaterländischen Rausches von den neuen Wehrplänen durchaus nicht ein­hellig entzückt. Die Linksrepublikaner und die sozialisti­schen Gruppen wollen vorläufig davon nicht viel wissen, dagegen find die nationalistischen Parteien aller Schattie­rungen bis zu den Klerikalen und Royalisten für sie Feuer und Flamme. Aber auch die gemäßigten Republikaner der Mitte werden Voraussichtlid) geschlossen für sie stimmen. Es ist kaum mehr zweifelhaft, daß, die neuen Forderungen für das Heer schließlich (mit einer großen patriotischen Stun.bg ebimg als Zugabe) durchgehen werden.

Frankreich, das sid) nun in neue furchtbare Panzer schnüren will, hat außer ocl plötzlich M-brechenden Angst vor der zunehmenden Bevölkerungsdifferenz mit allen ihren Folgen nod) einen anderen, ilicht ganz fiT klar ersichtlichen Grund für seine Panik: Und dies ist die Furcht vor einem beuffchen Einverständnis mit England. Für einen event. Revanchekrieg hatte die Republik bisher das angenehme Bewußtsein, daß hinter und neben ihr außer Rußland noch die größte Seemad)t der Erde stand, die mit ihrer über- wältrgenden Ueberzahl die deutsche Flotte (so meinte man wenigstens in Paris) ohne weiteres zu vernichten vermochte. Daneben lief nod) die mündliche Zusicherung Londons, mit einem Landungskorps von 150 000 Mann dem Genossen zu Hilfe zu kommen. Die Dinge scheinen hier aber in plötz­licher Wandlung begriffen zu sein: Deutschland und Eng­land beginnen sich zu vertragen. Nach langen Jahren' flaut der unlogische und künstlich genährte Haß der Vettern ab und es beginnen sid) gleiche Interessen zu zeigen. Man verliert in Paris den englischen Mitläufer dieses Ge­fühl bricht sich Bahn. Man wird künftig, will man einmal

Immunisierung, gegen Schlafkrankheit. Es wäre natürlich von außerordentlicher Bedeutung, wenn es ge­länge, dürft) Impfung gegen die Trypaitosomenkrankheiten, wie Schlafkrankheit und Rinder st erbe, eine Immunität zu erzeugen, die gegen den Ausbruch des Leidens jchützt. Pro­fessor C. Schilling, ber bekannte Berliner Tropenhygieniker vom Institut für Infektionskrankheiten, ist nun auf dem Wege, ein derartiges Schutzmittel zu finden. Er behandelt nämlich Tiere mit Einspritzungen von abgctöten Trhpanosomen unb konnte darauf feststellen, daß sich Schutzswffe im Serum betäuben. Diese entsafteten, wie weitere Versuche lelstten, ihre Wirkung auf Mäuse, inbent sie eine künstliche Infektion dieser mit Trypanosomen verhinderten.

Das Kino verschont niemanden. Wie die Voss. Ztg." hört, hat die Nordische Filmkompagnie mit Dr. Sigurd Ibsen, dem Sohn und Erben Henrik Ibsens, soeben einen Vertrag gemacht, der ihr gegen eine stattliche Abgabe die Verarbeitung ber Jbsenschen Dramen für den Film erlaubt. Aller­dings sollen bie Verhandlungen nach anderen Nachrichten noch nicht zum Mschluß gelangt sein: bedauerlich bleibt es, daß Sigurd Ibsen dieser Verarbeitung ber Werke seines Vaters über­haupt nähertreten konnte, gerade ans Ibsens Werken sind nie­mals dem Kino Werte zu gewinnen. Wann wird man einsehen, wie lächerlich es ist, Dramen für die Bühne in $3orten geschrieben, dem woirlosen Kino anpassen zu wollen? Es ist Kunst-Barbarei in jedem Fall, in dem Fall Ibsen auch noch schwerer und peiifticher Mangel an Ehrfurcht.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaf t. Vom 22.25. Juni findet in Heidelberg unter Mit­wirkung des Bach Vereins und des Akademischen Ge­sangvereins ein? großes, von der Stadt veranstaltetes Musik- sest statt. Es soll als Bach-Regerfest ausschließlich Werke von Johann Sebastian Bach unb Max Reger bringen; die Leitung wird in den Händen von Philipp Wolfrum und Max

Neger liegen. _ Das Deutsche Zentralkomitee für ärztliche Studienreisen veranstaltet in diesem Jahre aus Anlaß des vom 6. bis 12. August in London ltartfinbe_iis'n lJnter- nationalen Medizinischen Kongresses eine, Studienreise nach Eng­land, Schottland, Irland, den Kanalinseln, Rotterdam, Haag, Scheveningen. Die Reise, für welche der Doppelschraubendampfer Kronprinzessin Geeilte" der Hamburg-Amerika-Linie gechartert ist, beginnt am 3. August in Hamburg und endet ebendort am 28. August.H ans S on n en st ö ß e rs Höllenfahrr von Avel hatte bei der Erstausführung in Kiel bei ausgezeichneter Darstellung einen starken Erfolg. Der 4. internationale jwn- greß für Schulhygiene wird vom 25. bis 30. August b. in Buffalo, New York, U, S, A. abgebalten werden, >i

Sofia, 27. Febr. Aus allen Kriegsschauplätzen sind die Operationen wegen ungewöhnlicher Fröste unb wegen Unwetters eingestellt.

Wie verlautet, hat der Großwesir ben ruffischen Gesandten in Konstantinopel gebeten, als Vermittler bie bulgarische Regierung zu einer Erneuerung ber Friedens- verhandlungcn zu bewegen. Die Pforte sei bereit, Adrianopel anBulgarie n abzutreten und eine Grenzlinie EniadaEnos anzunehmen.

Die englische Regierung hat in Sofia, Athen und Belgrad anfragen lassen, welches die Friedensbeding­ungen der Balkanstaaten wären. Die Pforte soll geneigt sein, auf einer der Note der Mächte sich nähernden Grunde läge Frieden zu schließen.

Eine Beratung in London.

London, 27. Febr. Der Unterstaatssekretär des Aus­wärtigen Amtes Sir Nicolson und die Botschafter traten heute nachmittag im Auswärtigen Amt zu einer B e s p r e ch- n n g zuusammen. (Sir Grey ist noch nicht nach -ondon zurückgekehrt.)

Ucbcr die Abgrenzung Albaniens noch nrchts entschieden.

Das Reutcrsche Bureau erfährt aus diplomatischen Quellen, daß die Lage hinsichtlich Albaniens augenblicklid) folgende ist:

Obgleich ein Einverständnis unter allen Mächten über btc Hauptfragen der Llbgrenzung Albaniens in Aussicht steht, macht eS doch bie Fortsetzung pes Kriegszustandes, besonders bie Kriegs­lage um Skutari augenblicklich sehr schwierig, endgültige for­melle Entscheidungen zu treffen. Sobald ber Krieg einmal ges- schlossen ist, werden "die Erörterungen der letzten Wochen und bie dabei gemachten Vorschläge, welche schon eine wesentliche Entspannung herbeigesührt haben, wahrscheinlich sofort zu einer freundschaftlichen Regelung führen. Trotz des Geistes der Ver- söhnlichkeit unb Solidarität, von denen die Mächte bei diesen Verhandlungen Beweise gaben, darf man nicht erwarten,^daß eine grundsätzliche Uebereinstimmung hinsichtlich bestimmter ^cile Albaniens sich in formelle entscheidende Verabredungen umsetzt, bevor die Lage, welche durch die Fortsetzung des Krieges ge­schaffen ist, einen weniger unsicheren Charatter annimmt.

Serbische Hilfe für Montenegro?

DieWiener Allgemeine Zeitung" meldet aus Belgrad von besonders informierter Seite: Die serbische Regierung habe sid) entschlossen im Einvernehmen mit Griechenland ein Hilfskorps v o n über 30 000 Mann auf grie­chischen Schiffen von Saloniki den Montenegrinern zu H i l s c z n s ch i ck en, um Sku ta r i zu Fall zu bringen. Das Expeditionskorps mit zehn Belagerungsgeschützen, 24 Feldgeschützen, dein Geniekorps und dem Munitionspark soll in Turazzo, Giovanni di Medua und Antivari landen und von dort nach Skutari marschieren.

DieVossische Leitung" meldet nach einem Wiener Tele­gramm, daß die beschlossene Entsendung serbischei Truppen und Geschütze gegen Skutari auf das Betreiben der russischen Kriegsvartei unb des Großfürsten Niko­lajewitsch zurückgeht. Durch die Einnahme Skutaris soll, die albanische Greii»srage verwickelter und der österreichisch-russischr Gegensatz verschärft werden. Als der günsttge Eindruck des Hand­schreibens des Kaisers Franz Josef merkbar wurde, eilte im Auftrag der Kriegspartei die Tochter des Königs von Montenegro) die Großfürstin Militza Nikolajewna nach Eetinje, um auf einen energischen Angriff gegen Skutari zu bringen, weil ohne die Einnahme Skutaris der Zar einwilligen würde, daß dies alba- uesisch bleibe. Gleichzeitig wurde Serbien angewiesen, Monte­negro bei dem Angriff zu untersttitzen. Dieser schlug jedoch fehl. : Jetzt soll ein zweiter Sturm erfolgen. Die Kriegspartei be­schleunigt ihre Maßnahmen, weil bekannt wurde, daß der Zar

Nr- 50 Erstes Blatt 163. Jahrgang Sreitag, 28. Scbruar WZ

Der «iehener Anzeiger mw a n Ve,«qsvr-t

erscheint täglich, außer /WT V Sfr V monatlich 75Ps.,viertel-

L72^'wochenll«rei§- M W W HZ fSJp AW U W MM H H X ® ü diePostMk.2.-viertel-

ässäVllr iir llr I /l lltr lUKLsus«

SSwigwffi VvllVVWV.V'8ÄMÄ

Fernfprech - Anschlüsse: UM Verantwortlich für den

für die Redaktion 112, politischen Teil: August

5® General-Anzeiger für Oderhessen MM-

^r"Ä^Tag"snunnner Rotationsdruck und Verlag -er vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Ztein-ruckerei H. Lange. Nedattlon, Expedition UN- Druckerei: Zchulstraße 7. Land": E.Heß; für bei: pjg vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck.

gewogen hatte. Kreß baute ein .bootat) i a? . seichtem

die Tragflächen angcorbiict Wurden. Seitensteuern aus-

Ballonstoff überzogen unb mit Höhen- u ^bel mit

Jahr später zur Abli-sceung gebracht und crwres »a> oann ai ........................------------ --------

vollstänbig unbrauchbar. Ni>rrweiselnden nommenen Stadion, tarnt aber durch ganz geringe Anschluß-

Weihnachten 1900 brachte dem .Ürner Oertcrreidi über-' arbeiten mit diesem in organische Verbindung gebracht werden, eine unerwartete Freude. Der Kaiser von vqterrtuy m

i