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27.3.1913 Erstes Blatt
 
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(S of io, 27. März. Tas Hauptcruartier befahl am1 23. März dem Ärmeekommandantcn, mit b nt S t u r m a n f A d ri a n o pc l zu beginnen. Dementsprechend begann am folgenden Tag nacfc mittags 2 Uhr das Feuer der Bulgaren, das von den Türken lebhaft erwidert w u r d e. Am 25. März ging das bulgarische 30. Regiment gegen das O st s c f t o r vor, das es nach einem heftigen Kampf nahm. Bei Tagesanbruch am 2 6. März wurden alle vorgeschoben eit Stel­lungen der Türken mit dem Bajonett genommen und das 56. Regiment ging tollkühn gegen den Festungsgürtel vor. Die serbische Armeedivision unterhielt bei Papasteje ein heftiges Geschützseuer. Um 10 Uhr vormittags wurde der Festungsgürtel erreicht und nach heftigem Kampf die Stadt er­obert. Die Türken zerstörten sämtliche militärischen Gebäude und steckten an mehreren Stellen die Stadt in Brand.__________

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Wetteraussichten in Dessen kür Freilaa, den 28. März 1913: Wechselnd beiuollt, leichte Riederfchläge, nulb.

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Freie Aussprache.

Nur Männer und Frauen deutsch-christlicher Abkunft haben Zutritt.

Der Wahlkreisvorstand der deutsch-sozialen Partei.

Die Kriegskorrefpondeuten

Sofia, 27. März. Die Militärattaches und die Ze i tu n g s ko r res P-o n den t e n (drei aus jedem Land) sind heute nacht nach Adrianopel abgereist.

DieBotschafterkon seren z.

London, 26. März. .Reuter.» In ver heutigen Nach­mittagssitzung der Botschaftervereinigung wüt den die Vorschläge Oesterreich-Ungarns über die Grenzen Albaniens formell angenommen. Dre Ver tretet der Mächte in Belgrad und (Serittjc werden nunmehr bte An­weisung erhalten, die montenegrinische und die serbische Regierung von der Entscheidung der Mächte über die Nord- und Nordoltgrenz^ Albaniens zu unterrichten. Man erwartete, daß die Botschafter^ Vereinigung mit der Erörterung der Südgrenze Albaniens beginnen würde, jedoch wird, da es an Zeit mangelte, der Gegen stand in der nächsten Sitzung am Freitag besprochen werden. Die Sitzung dauerte l1/. Stunden.

Ein Dementi des russischen Ministers des A e u ß e r n.

Petersburg, 27. März. Der Minister des Aeußcrn bennentrert energisch dieNowojc Wremja", daß Sasonow gesagt habe, Rußland werde unter keinen Umstän­den Krieg führen.

C h u r ch i l l s R e b c.

London, 26. März. «Unterhaus.) Churchill sagte noch bei der Stelle über ein eventuelles Flottenabkommen: Wir befinden »ns in einer sehr guten Lage, solche Gedanken an zuregen und sie zu sördern, weil wir nufere Leistungsfähigkeit verbessert haben.und noch verbessern als ein Volk und Reich, das imflanbe ist, die Stellung einer Flotte ausrecht zu erhalten und zu verbessern, welche Maßnahmen auch sonst irgendwo getroffen wer den mögen. Niemand kann uns bezichtigen, daß wir wünschen, durch Verhandlungen oder Bitten einen Vorteil zu erringen, den wir nicht durch Opfer erreichen können. A u s j e d c n F a l l wird die Anregung nochmals erneuert für das ^ahr 1914 oder wenn das zu nahe ist, für das Jahr 1915.

PreußischeLandtagskandidaten.

Köln, 27. März. (Priv.-Tel.!. Das Z e n t r u m stellte die bisherigen Landtagsabgeordneten Trimbvrn und Frank wieder auf.

S e l b st m o r d e i n e s D i p l o m a t e n.

Rom, 27. März. Der Attarböe der österreich-nuga- rischen Botschaft beim Quirinal Prinz Vincenz Win d i s ch - graeß hat sich aus Liebeskummer erschossen. Die Abreise des Ka i s e r p a a r s nach Homburg.

Berlin, 27. März. Das Kaiserpaar ist heute nacht mit der Prinzessin Viktoria Louise nach Hom­burg v. d. Höhe abgereist.

gegeben. Große Verluste an Menschenleben sind auch in den von Ausländern bewohnten Stadtteilen zu beklagen, da die Frem­den ihre Wohnungen trotz der Warnung, daß ein Tammbruch des Schntzdammes bevorstehe, nicht verließen. Als der Tamm bruch erfolgte, stürzte eine Wassermasse von 12 Fuß Höhe in die Straßen und überschwemmte sie in einer Viertelstunde. Zahl­reiche Gebäude wurden innerhalb einer Stunde hinweggeschwemmt. Ganze dichtbevölkerte Straßenreihen wurden in Trümmerhaufen verwandelt. Zahlreiche Häuser stehen bis an das Dach unter Wasser. Es wurde eine dringende Aufforderung um Zusendung von Lebensmitteln nach New York gesandt, doch ist die Zufuhr zurzeit unmöglich.

C o l u m b i s, 26. März. Der Gouverneur erhielt um 3 Uhr die Mitteilung aus Dayton, daß das ganze G e s ch ä f t s v i e r t e l in Dahton brenne und wahrscheinlich v ö l l i g z er st ö r t würde. Die Leute springen von den Dächern ins Wasser.

Chicago, 26. März. Bei Hamilton (Ohio) ist an­geblich ein Wasserreservoir geborsten. Man spricht von 1 0 0 0 Er­trunkenen.

Woolfcreek, 26. Marz. Hier traf folgende Meldung eines Telegraphisten aus Dav ton ein: Im Mittelpunkt von Dahton fand eine Explosion statt. Die Leute verbrannten, da wir sie nicht erreichen konnten.

Washington, 26. März. Präsident Wilson hat eniep Aufruf an die Nation erlassen um Unterstützung der Ueberschwemm- ten. Er sagt darin, daß das furchtbare Hochwasser die Größe eines nationalen Unglücks angenommen habe.

vermischter.

' Millionenerbschaft. Aus Montpellier wird gemeldet: 7,n dem Torfe Literne erbte ein einfacher Hirt 37 Milli onen Franks. Der Hirt war bei fremden Leuten unter den ärmlichsten Verhältnissen erzogen worden und hatte keine Ahnung, wer seih Vater war, der ihn mit dieser reichen Erbschaft bedachte.

* Der 2. Kongreß für Säuglingsschutz trat unter dem Vorsitz des Kammerherrn der Kaiserin v. Behr- Pinnow am Mittwoch-Mittag im Plenar-Sitzungssaale des Preußischen Herrenhauses zu feinen Verhandlungen zusammen

Donnerstag, 27. März 1913, abends 729 Uhr, spricht in Steins Garten dahier

Herr Reichstagsabgeordneter Dr. Werner

über:

Don der Aufhebung der Liebesgabe bis zur neuen Mhwottage."

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In unser Genossenschaftsregister wurde heute bei der Spar- und Leihkasse e. G. m. u. H. in Grüningen eingetragen:

Der Landwirt Heinrich Christoph #at) in Grüningen ist aus dem Vorstand ausgeschieden und an seine Stelle der Landwirt Konrad Christian Engel in Grüningen getreten. B57,

Sich, den 25. März 1913.

__________Großherzogliches Amtsgericht.

Bekanntmachung

Die Holzversteig.cungen vom 18. und 19. März find genehmigt. Empfang der Absubrscheme bet den belr. ttjroßh. Untererbebstellen, Holzüberwelsung und enter Absuhrtag: DicnStag, den 1.2lpril. B-/s

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alkeiu im Staate Ohio überflutet.. Der Materialschad ist hier ungeheuer. Viele Familien sind obdachlos. Wir haben fvlgeiide Meldungen erhalten:

N c w V ort, 26. März. 9tad) den letzten Nachrichten aus den überschwemmten Gebieten ist die Lage in der Stadt P c r u in Indiana unverändert t r o st l o s. Aus den benachbarten Städten jüib Lebensmittel unb Kleidung für 5000 Personen ge­sandt worden, sie konnten jedock) megen der reißenden Strömung ihren Bestimmungsort nicht erreichen.

Die Lage in Davlon ist noch intütcr hofsuungslos. Der Wasser stand betragt teilweise 40 Fuß, Die Schutzdämwe drohen cinzustürzen: auch zahlreiche andere Orte in Ohio sind gefährdet. Aus allen übersdMemmtcn Gebieten werde,r Ver- luftc an Menschenleben gemeldet In Indianapolis war der Stand des Wassers heute morgen höher als je. Das Wasser erreichte in der vergangenen Nacht das Stadtviertel Fallereck: alle Hotels sind Überflutet. Aus C hi e a g o >vird genreldet: Das H o ch w a s s e r hat die Stationen der östlichen Eisenbahn­linien in Indiana ur«> Ohio abgeschnitten. Heute ist die Lage bciräc! tlich schleck'!er als gestern. Es ist keine Aussicht auf ein Nachlassen der llebersck-wemmung vorhanden. Amtlich wird erklärt, daß seit 20 Jahren feine Ileberschwemmung in diesem Mas.stabe aufgetreten ist. Aus allen betroffenen Gebieten wird unaufhörlicher Regen gemeldet.

New York, 26. März. Durch die Straßen von Pern (Jndianiai rauscht das Wasser bis zu 20 Fuß tief. Zahl - reiche Leichen von Frauen und Kindern treiben i n d en Fluten. Die Nacht verbrachten die Frauen uni) blinder sie! umarmend auf den Dächern. Die Kälte steigert die 9iot. <.n F nd i atl o p o l i s ist der Wasserstand weiter gestiegen. Das bor.ige vorn0(11116 Viertel ist übersck?wemmt. Zn P eru brach gestern plö.st.lich der Schutzdamm des Wabashflnsscs; Hunderte von Menschen sind ertrunken. Auf dem Wabafhfluß treiben viele Wohnhäuser, bereit Bewohner sich an die Dächer aicklunmern. Die heftige Strömung macht es unmöglich, sic mit Booten zu erreichen.

New York, 26. März. Der Schaden, den die Ueberschwem- inungcn durch die Unterbrechung des Bahitverkehrs den Eisen­bahnen verursacht haben, wird von den beteiligten Kreisen auf mindestens 10 b i s 15 Millionen Dollar geschätzt. In der Geschichte des Landes ist eine derartige Unterbrechung des Bahnverkel>rS, wie sie jetzt in Ohio und Indiana cingetretcn ist, nicht vorgekommen.

D a i; t o it (Ohio), 26. März. Die Stadt ist von dem Niami- flusse überschwemmt, der in einer Breite von drei Meilen das Land bedeckt. Die Zahl der Ertrunkenen wir) auf 2000 bis 3000 geschätzt. Ein Schulhaus mit 400 Schülern soll überschwemmt worden sein. Man befürchtet, daß alle Kinder ertrunken sind. Das Wasser ist nirgends weniger als sechs, in den biederen Stadtteilen zwanzig Fuß tief. Die Sage wird noch verschlimmert durch Brände, die in etwa zwölf Orten zugleich in dem überschwemmten Gebiete ausgebrochest sind, ohne daß geholfen werden kann. Die Männer in dem Geschäfts- Viertel können ihre Bureaus nicht verlassen. Frauen und Kinder werden durch das Wasser in die höheren Stockwerke und auf die Dächer hinaufgetrieben. Hunderte von Häusern sollen mit ihren Bewohnern weggeschwemmt worden sein, darunter das Kranken­haus mit 600 Kranken. Die Stadt ist ohne Beleuchtung. Eine Hungersnot steht bevor. Brot ist n?.r für einen Tag vorhanden und wird nur in kleinen Teilen ausgegeben.

T a y t o n , 26. März. Die ganze Nacht hindurch leuchteten Brände auf. An 5000 Personen drängen sich in den oberen Stockwerken der .Häuser ohne Licht, ohne Trinkwasser und ohne Nahrungsmittel, unter der Kälte schwer leidend. Uirmtterbrochen bemühen sich Ruderboote, Personen zu retten. Tie Zahl der Toten wird zwischen 500 bis 2000 an-

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