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31.5.1913 Erstes Blatt
 
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Zahrgang

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Erstes Blatt

Die heutige Nummer umfaßt 18 Seiten.

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ab«: auf dem Gletscher nicht überwintern konnte, und die Aurora I Andreas Geibel 1620 als Bürgermeister Wachenbuckens aenannt auch nicht zur Ueberwrnterung eingerichtet war, ful-r Dams ab, und wird, auch dessen Enkel Heinrich Geibel ist?germIter gewest

begann nun em Wettrennen mit der Zeit Im dreißigjährigen Kriege (1647) toar (ettcwr aftrafctStik

r - Aurora war über und über mit Eis bedeckt, der Sttirrn geiscl für seine Gemeinde nach Hanau gebracht morden Des rhr übel mit, oft saß ste int Packers .fest und zu Zeiten Dichters Großvater ist 1741 in Wachenbuchen geboren Z» seinem

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27 US zur Ueberimutcrung ciiilgernlaßen ausgcruitet war, Wild I bereits 1571 in Wachenbuchcn als Grundbesitzer auf,

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7~ ß V r Emanuel - Geibel - Forschung wird uns aus Wachenbuchen, wo das Stammhaus des Dichters steht, geschrieben- Seit einiger Zeit ist der Chemnitzer Historiker Uhlinanncklhl- mannSdorf hier anwesend, um Nachforschungen nach der Genea­logie der Ahnen des Dichters Emanuel Geibel auzustellen Nach seinen Feststellungen treten urkundlich nachweisbar Geibels Ahnen

Gießen, 31. Mai.

Der Auftakt zu dem neuen Kampf über die Steuern, die zur Deckung der Wehrvorlage nötig find, läßt sich

fürchtete Davis, er werde Wild überhaupt nicht mehr erreichen. Zehn Tage zu spät war er nach seinem Urteil bereits aufgebrochen, und das Wetter und die Eisverhältnissc hielten ihn immer mehr auf. Nach vierzehntägigem Kampfe .gegen die Elemente blieb die Aurora Sieger, Wild und seine Leute wurden glücklich aus gefunden, und seck)s Stunden später fuhr die Aurora bereits wieder von der Gletscherstation ab. Auf der Reise zu Wilds Gletscherexpedition hätte Davis funkentelegraphisch von der Haupt­gruppe die Nachricht erhalten, daß Mawson wiedergekommen sei; allein die Einzelheiten dieser glücklichen Rettung waren sehr trübe: Mawson hatte nämlich seine beiden Begleiter, Mertz und Ninnis verloren. Der Bericht hierüber liegt vorläufig erst in dürftigen Umrissen vor, obwohl Davis erst eine halbe Meile gefahren war, als er die funkentelegraplnfche Nachricht von Mawsons Wiederkehr empfing. dNawson war, soweit Davis cs angebcn tonn, zusammen mit Mertz imb Ninnis in südöstlicher Richtung aufgebrocheu. Die drei Forscher hatten zwei Schlitten und zwei vollpändige Züge Hunde bei sich. Am 25. Tage nach dem Aufbruche sttirzte Ninnis mit einem Schlitten voll Proviant in einen tiefen Abgrund, aus dem eine Rettung unmöglich war; die Tiefe der Eishöhle hatte nicht bestimmt werden können, und cm Bergen der Leiche war auch nicht möglich. 24 Tage lang irrten Mawson und Mertz über die Hochfläche im Schneesüirm, immer gegen den Hunger ankämpsend, und am 17. Januar war Mertz am Ende seiner Kräfte. Mawson war nun allein und mußte noch 22 furchtbare Tage über die Eiswüste wandern, ehe er sein Hauptlager wieder erreichte. Seine ftirchtbaren Leiden nährend dieser Zeit und sein heldenmütiger Kamps werden erst em Fahr später erzählt werd«, können, weiin dieAurora" Maw,on und seine Gewährten abgeholt haben wird.

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1 1. Juni

Dichters Großväter ist 1741 in Wachenbuchen geboren. In seinem Befttze befand lief) das von Geibel in seinen Gedichten besungene Stammhaus. In diesem Hause hat man nun auch das Wappen der Familie Geibel, das sich unter rnehrstckiem Kalküberstrich an der Decke eines Zimmers im 1. Stock befand, wieder sreigelegt. Später verzog der Großvater nach Hanau, wo er Rats- und Amtsdiener wurde. Der Dichter selbst ist bekanntlich in Lübeck geboren.

'hrl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokallöPst auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; fürFeuille­ton",Vermischtes" und Gerichtssaal": K. Neu-

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Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SichenerAcnnMeilblütter: zweimal wöchentl.lireiS! blatt für den UrrüEietzm (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land­wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Spedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

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Tageskalender aus dem Jahre 1813.

31. Mai. Der russische General Czernitschesf überfällt bei Halberstadt einen französischen Transport unter dem westfälischen General Ochs aus Kassel, erbeutet 14 Ka­nonen, 60 Pulverwagen, 800 Trainpferde und nimmt 1000 Mann, 10 Offiziere, darunter den General Dd)5, gefangen.

Dertcl in derDeutschen Tageszeitung" vom Reichskanzler fordert, daß er mehr als bisher persönlich an den Beratun- gerl und Vermittlungen der Parteien sich beteiligen möge, so wird eine noch wichtigere Aufgabe des Herrn v. Bcthmann Hollweg darin bestehen, daß er den Bundesrat über die Lage richtig informiert und auch diesen Faktor der Gesetz- gebung zu Zugeständnissen geneigt macht.

Es scheint, daß auf dem Wege des Kompromisses den Gesetzeswerken die Stacheln genommen werden sollen, und dazu scheint namentlich das Zentrum bereit zu sein, wenn es auch noch soklipp und klar" sein Entweder Oder ausgesprochen hat. Daß die Herren um Erzberger bei der erwähnten Drohung, die Wehrvorlage gegebenenfalls schei­tern zu lassen, wieder einmal ein bißchen das Odium der nationalen Unzuverlässig leit sich aufgeladen haben, wird ihre Bemühungen nach einer annehmbaren Einigung noch lebhafter anfeuern. DieGermania" hat denn auch in sehr bewegten Ausdrücken cm das nationale Empfinden der Liberalen appelliert, damit die Einigung zustande komme. Nun, der gute Wille scheint allerseits vorhanden zu sein; warten wir zunächst auf die Entscheidung im Bundesräte, die der Reichsschatzsekretär wohl schon am nächsten Mitt­woch dem Ausschuß mitteilen wird. Am 9. Juni tritt der Reichstag wieder zusammen, und wenn alles gut geht, wird bis Witte Juni das Wehrschiff samt Deckung im Hafen sein.

Die für die Durchführung der neuen Heeres- vermehrung nötige einmalige Ausgabe, wofür die Regierung bekanntlich eine einmalige Abgabe vom Vermögen der Besitzenden vorgeschla­gen hatte, ist im Ausschuß bereits lebhaft erörtert worden. Einmütig wurde der Plan gebilligt, an dem frei­lich manches verbesserungsbedürftig gefunden wurde. In der Presse aller Schattierungen war schon darauf hinge- wiesen worden, daß die steuerliche Gerechtigkeit auch die Heranziehung großer Einkommen zur einmaligen Ab­gabe erfordere. In dieser Richtung bewegten sich denn auch mehrere Anträge, die im Ausschuß Lingebracht wurden und die in einem Sonderausschuß unter Mitwirkung der Re­gierung in eine vermittelnde Fassung gebracht werden sollten. Wir haben den Vorschlag dieses Unterausschusses gestern nach einer Veröffentlichung des Wolff-Bureaus wiedergegeben. Wenn es nun auch in den neuesten Mit­teilungen aus dem Ausschuß, heißt, es sei noch kein end­gültiger Beschluß gefaßt worden, so war es in diesem Falle noch ein Glück, daß dievertraulichen" Verhand- lungen ans Tageslicht gekommen sind. Denn die Oeffent- lichkeit kann dem Ausschuß nur den Rat geben, im Interesse der Beschleunigung der gesetzgeberischen Arbeit den Holzweg chleunig wieder zu verlassen, auf dem die Leute des Herrn Erzberger anscheinend den Führer gemacht haben. Ein­kommen von 5000 bis 50000 Märk werden kapitalisiert: 5 Prozent Bermögenszins werden großmütig abgezogen, dann aber werden die Einkommenssummen mit 10, 121 -> oder 15 multipliziert, und der bisherige Bezieher von 5000 Mark Einkommen fühlt sich plötzlich als ein Kapitalist mit 50000 Mark Vermögen! Davon zahlt er ein halbes Prozent als Wehrsteuerbeitrag 250 Mark! Schon dieses Beispiel genügt, den ganzen Unsinn eines solchen GesetzeS- macherei zu kennzeichnen, und es ist begreiflich, daß die Ausschußmitglieder heute dieses veröffentlichten vorläufigen Uebereinkommens sich zu schämen scheinen. In der Be­gründung solcher Absichten soll der Mg. Erzberger erklärt haben,wenn auch die Einkommen zur Wehrsteuer heran­gezogen würden, und nicht nur die Vermögen, dann wür­den auch jene Kreise, die von den Wehrvorlagen und Flottenvorlagen nie befriedigt seien, die Gymnasial-Ober- lehrer und die pensionierten Offiziere, die immer so viel Lärm machen, getroffen." Das ist die edle Sachlichkeit

»rzte Vev, .

rnih Siöi H erträglich und beinahe friedlich an. OlCfCt? forderungen der Regierung: sind, abgeseh.

. Die Rüstungs-

. .. Regierung sind, abgesehen von drei Ka-

[ vallerieregimentern, die ihr gestrichen wurden, auch in I der zweiten Ausschußlesung angenommen worden. Bei der I Regelung der Finanz fragen aber wird es, so friedlich heute | das Bild noch ist, doch zu Kämpfen kommen, denn was sich | bisher im Ausschuß Vollzogen hat, war nur ein vorbereiten- I der strategischer Aufmarsch der Parteien. Konservative und | Zentrum haben zwar nicht, wie von manchen Blättern der U Linken behauptet worden ist, schon jetzt eine Schlackt ver- I koren, als sie bei ihrem Antrag, vor der zweiten Lesung der Wehrvorlage in die Beratung der Deckungsfrage einzu­treten, überstimmt wurden; aber sie haben von dieser ge- L schäftsordn ungsmäßigen Auseinandersetzung auch nicht f gerade ein Siegeszeichen davon getragen. Es war die Ab­

sicht der vereinigten Rechten, die Mitwirkung der Sozial­demokratie auszuschalten und, unter einem gewissen natio­nalen Zwang, die staatserhaltenden Parteien zu annehm- ß barer Einigung zusammenzuschließen. Die Linke aber (ein­schließlich der Nationalliberalen), die es bekanntlich nach ensfteuer oder dem Ausbau der Erb-

I , . . ie laufenden Mehrausgaben verlangt,

wollte sich das Ergebnis der letzten Wahlen taktisch nutz­bar machen, und so wurde die Lesung «der Wehrvorlage in erfreulicher Weise flott gefördert. Sogar die Sozialdemo­kraten erscheinen ein wenig in der ihnen sonst so verhaßten Militär fromm en" Beleuchtung, und das Hauptzentrums­blatt, dieGermania", las ihnen darum in ihrer gestrigen Ausgabe schon grimmig die Leviten und denunzierte die leitenden Genossen bei der ihnen anhängenden Menge als ..grimdscchlos" Nun, ob derVorwärts" bei der Sach- W Ein bißchen Heuchelei macht oder nicht, die Ausein- eridersetzungen darüber sind überflüssig; was dieGenossen" setzt bezwecken, ist ja auch derGermania" klar: sie ver­fahren nach der TaktikTeile und herrsche". Und so ziehen noch gelinde Maienlüfte durch das Gehege; später wird's erheblich schwüler werden.

Die Walhalla bei Regensburg. Aus Anlas; der Aufstellung der Büste Richard Wagners in der Wallialla. zu Regensburg erinnert Dr. Rauschenberger in der Frankfurter HalbmonatsschriftDas freie W o r t" an die zum mindesten recht einseitige Auswahl der zu Ehrenden. Obwohl dort neben den Büsten russischer, uns kaum dem Namen nach bekannter Heerführer, Männer wie der Einsiedler Nikolaus von der Flue Herzog Ernst der Fromme von Gotha, Erzbischif Lodron von Salzburg u. a. als Vertreter deutscher Größe stehen, fehlen unsere bcbcutcnbften Philosophen, Naturforscher und Dichter Die Walhalla bei Regensburg ist die Stätte, an der die Bedeutung des deutschen Volles gleichsam mit einem Blick überschaut werden lärm; es soll m ihr alles das versammelt sein, was mrsterblich ist, am dentrchen Voll, von dem man norf; reb.u wird, wenn unser langst untcrgegangen ist. Zn diesen Unsterblichen gehören auch Schubert, Schnur cum und Brahms, die sämtlich in der Walhalla seh en. Noch mehr vermißt: man den Grundstein unserer Musil- Johann oebaftian Bach. Leider ist damit nur ein kleiner Teil genannt. Wir feiern in diesem Jahr das s" ÖlC .^bft'tnungskrlege, ohne daran zu. denken, daß drc Hälfte derer, die jene große Zeit, die beit Tag der Freiheit heraufgesukwt haberr, feilten Platz in der Wahlalla hat. Hein- nch von^Klerst, Fichte, Wilhelm von Humboldt, Ernst Moritz Arndt, ^heodor Korner haben unser Volk durch ihr Wirken innerlich befreit, ehe dies aus den Schlachtfeldern auch nach außen

Erscheinung trat. Sie alle harren des Tages, da sie Walhallagenoften" heißen sollen."

. "T Ku rzc N a ch r t ehten ans Kunst und M isscu ick a ft. Der italienische Dichter und Literaturhistoriker Artur Grafein geborener Deutscher, ist in Turin gestorben

für die Tagesnuinmer Rotationsdruck und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Vuch- und Ztemdruckerei K. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. rath; fürStadt und tis »ormütags 9 iiDr. SödmgeK: Zernspr-cher Nr. 269 Geschäftsstelle Vahnhosstraste |6a.

Samstag, 51. Mai W3

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per entfernt ist, nur erreicht werden konnte, wenn man auf f'tthen und Füßen kroch, lieber eine Stunde war für diese kurze Üccke Wegs ersorderlich. Danach kann man absck-ätzen, in welcher Mawson selbst mit seinen beiden Begleitern sich befand. 'H'Ttona. Herrschte der furchtbarste Schneesturm, und die Wind- Mvinoigleit beirua eine volle Wwcl ' lang pausenlos 60 bis v, Kilometer in der Stunde, ja zu Zeiten schwoll der Sturm doppelte Stärke an. Mehrmals brachen die Ankertrosseu rAurora", und es gingen mehrere Anker verloren. Auf ' "'bitän Davis lastete in dieser Wartezeit eine schwere Vera ul

' rmng: nach dem ursprünglichen Plane sollte er Mawson und l,'l Nitglieder der Hauptexpedition an Bord nehmen und dann r*t?r fahren, um Wild itno seine sechs Gefährten vorn Gletscher M^choleu. ,Die Polarnacht stand nun unmittelbar bebor♦ Davis llft'i ^gleich (in den ersten Februartagen) aufbrechen, itx'im er jr;(l noch erreichen wollte. Aber Mawson selbst kam und kam unb nlle-s Stichen war vergeblich. Da die Hauvtgnippe

Daß Wehrvorlage und Deckung gleichzeitig verabschiedet kverden sollen, dafür haben die Konservativen und das Zeittrum, die Zustimmung, sogar das Versprechen, der ? ^eichsregierung. Es wird über die Wehrvorlage nicht eher - a5gesttmmt werden, als bis die Art der Deckung vollständig : R übersehen ist. Das Zentrum hat dazu eine offeuherzige prohung ausgesprochen. Es hat die Zustimmung zu der --7 , t Mionalen Notwendigkeit ausdrücklich von der Entscheidung

der Deckung abhängig gemacht. Der konser- L yadiit*; totive Vertreter im Ausschuß war vorsichtiger, er begnügte ; R wit mehr oder weniger deutlichen Winten nach der Re- Merungsbank hin. Und dort wird in der Tat die Entschei- tong fallen. Heißt es doch schon, daß Regierung und oundesrat der näher in den Bereich der Möglichkeit ge­timten Rcichsvermögenssteuer gegenüber nach wie vor grundsätzlich abgeneigt sich zeigen. Nächsten Montag aber vnden erst die bundesstaatlichen Finanzminister über diese Länge in Berlin sich zu unterhalten haben, und wenn Herr

Heue Urmde von Dr. M^Wsonz Lüdpslexpedition. , Kapitän Davis, der Unterbeschlshaber der Mawfvnsschcn Süd- .tlcxpcbition,, ist Lieser Tage in London eingetroffen, und die Aglifche Presse veröffentlickw jetzt die erste ausführliche Kunde über ge Leiden, die Verluste und die Erfolge Mawsons nach Davis bricht. DieAurora" hat Mawson und seine Begleiter nicht m Bord nehmen können, weil eine Verbindung mit dem Lande vckit ^möglich war, und nur die Zweigexpedition unter der Leitung süds, die 2400 Kilometer von Ätowsons Standquartier aus dem icifcher arbeitete, ist bisher geborgen. Die drahtlose Verbindung »nickten dem Hauptlager über Macquarie Island nach Hobart vt nicht gearbeitet, weil der sechsunddreißig Meter hohe Funken- rrst Mawsons unter der Wucht des Sturmes zusammengeknickt t Das erfulw Kapitän Davis sogleich, als er in Abelieland nCsnt. Eine Landung war dort nicht möglich, aber Davis konnte /n telegraphisch mit den Südpolforscheru verständigen, die nur -Mnige bunoert Meter entfernt waren. Bei seiner Ankunft war Wgwson selbst nicht aitwesend, sondern er hatte lieb mit zwei virHirten, Leutnant Ninnis und dem Schweizer Gelehrten Mertz . Wckciitwärts entfernt. Er war schon so lange weg, daß die Znrück- SMicbencit in größter Besorgnis um ihn waren. Sie hatten ver-

W, ihn auhnftnben, aber alles Suchen war vergeblich.

'"ii den S' in und den Leiden der im Lager Zurück-

ä'liebenen macht man sich ein Bild, wenn man erfährt, daß die ct coro logisch? Station, die mir hundert Meter von dem Haupt-

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und Gerechtigleit der ausschlaggebenden Partei im Reichs­tage! Es ist selbstverständlich nichts dagegen einzuwenden, daß auch die grvßen Einkommen-zu dem Wehrheitrag hirangezogen werden, und dieGegcnüberstellung eines Arztes mit 30 000 Ml. Einkommen und einer Witwe mit kleinem Vermögen war wirklich durchschlagend. 2kber was würde nun werden, weirn die Vorschläge jenes Unterausschusses wirklich Gesetz werden sollten, was wir ganz und gar nicht glauben können! Eine einmalige Abgabe vom Besitz hatte die Regierung unter dem Beifall des Volkes gefordert. Dabei sollte man es auch lassen! Man ziehe die Vemnögen über 100 000 Mark staffelförmig zu der Abgabe heran, man lasse auch die Einkommen von 15000 >oder 20000 Mk. an bei­steuern, aber man verschone den kleinen Besitz und male dem Mittelstand, der ohne Vermögen ist, seine Lage nicht rosiger aus, als sie ist! Will man "bemt etwa einem Privatbeamten mit 5000 Mark Einkommen vormachen, er sei ein Wohlhabender? Wären die Gesetzgeber und Urheber des provisorischen Ausschuß,Vorschlages nicht immun, man sollte wahrhaftig den groben Unfugparagraphen gegen sie in Anwendung bringen.Aus eins mach keins, aus zwei mach drei", das ist das Hexeneinmäteins aus des Zentrums schwarzer Küche. Wir verlangen Gerechtigkeit und keine Zaubersprüche. Und Herr Erzberger soll im Plenum das schöne Wort vorn Oberlehrer und pensionierten Osffzier noch einmal wiederholen. Das wird eine Wirkung haben, freilich eine andere als der kluge Taktiker meint!

Die llitterzetchyung -es §riedensvertrage§

L 0 n d 0 n, 30. Mai. (12 Uhr 40 Minuten.) Das Prä- liminarfriedensprotokoll ist unterzeichnet worden.

Während sonst dem Frieden die Abrüstung zu folgen pflegt, kann bei diesem Vorsrieden hiervon nicht die Rede sein, und cs ist nichts weniger als pessimistisch, wenn der Staatssekretär Grey erklärte, daß man noch viele Schwie­rigkeiten vor sich habe, deren Eirde man nicht sähe. Es kann auch kein Zweifel darüber bestehen, daß die diplomatischen Konferenzen jü6er die Regelung Der territorialen und der finanziellen Fragen noch geraume Zeit dauern wird.

Aber noch weit größere Schwierigkeiten als die Lösung der Kriegsentschädigungsfrage, als die Entscheidung über das Schicksal der ?legäischen Inseln und endlich die'Konso­lidierung des noch immer in der Luft schwebenden albani­schen Staatswesens wird zweifellos die Erbäuseinander-- )cbmig zwischen den feindlichen Balkanbrüdcrn machen, von der man ja in den letzten Wochen einen Vorgeschmack be­kommen hat, und die sich zurzeit Gewehr bei Fuß abspiclt. Bulgarien beruft sich darauf, daß es mit Serbien! vor dem Kriege einen Abgrenzungsvertrag geschlossen hat, n onach die Bragalnitza die Südgrenze der serbischen Erwer­bungen in Mazedonien werden und Bulgarien sich nach Westen hin his zum mazedonischen Seengcbiet ausdehnew sollte, während man in Belgrad noch immer den Traum eines Wb ßs erb i sch en Reiches träumt und jedenfalls be­hauptet, daß angesichts der serbischen Waffentaten das Vaterland größer sein müsse. Mit Griechenland hatte 'Bulgarien überhaupt keinen Abgrenzungsvertrag abge­schlossen, sondern man begnügte sich mit der Erklärung, daß später eine Auseinandersetzung auf Grund der Truppenzahl und der geleisteten Opfer erfolgen solle. Bisher haben aber die Verbündeten sich nicht einmal über die Truppenzalst zu einigen vermocht, geschweige denn über die Opfer.

Wir erhalten noch folgende Nachrichten:

Der Friedensvertrag wurde punkt 12 Uhr unterzeichn net, fünf Minuten, nachdem die Konferenz sich versammelt hatte. Grey richtete an die Delegierten aus französisch einige Worte, in denen er die Befriedigung des Königs