Ausgabe 
30.1.1913 Erstes Blatt
 
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Bismarckstrasse 6a.

Beginn des Sommerhalbjahres am 3. April in den neu eingerichteten Schulräumen Bleichstr. 6.

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Individuelle Vorbereitung auf allo Klassen höherer Lehranstalten, besond. Einjähr.-Abiturienten- Examen. Gute Erfolge! Wiederholt bestanden Schüler mit bedeutendem Zeitgewinn die Prüfungen. Prospekte, Referenz, (bes. Gießener) d.

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Letzte Nachrichten.

Die Balkandelegierten verlassen London.

London, 30. Jan. Die Delegierten des Balkanbundes verlassen am Samstag und Sonntag London. Die meisten Delegierten wollen sich nach Paris begeben und sich einige Tage dort aufhalten, nm bald zur Stelle sein zu können, wenn unvorhergesehene Ereignisse die Wiederaufnahme der Frie­densverhandlungen ermöglichen.

Herabsetzung von amerikanischen Zöllen.

Washing ton, 30. Jan. DieBndgetkommisson des Repräsentantenhauses nahm einen Antrag ihres Vorsitzenden Underwood an, die Zölle auf Stiefel und Schuhe herab­zusetzen.

Der nächftc Friedens-Nobel-Preisträger.

Stockholm, 30. Jan. Die interparlamentarische Friedens­gruppe des Reichstags hat dem Storthing den Vorschlag ge­macht, für den Friedens-Nobelpreis den belgischen Senator La­fontaine in Vorschlag zu bringen.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Dessen für Freitaa, den 31. Jan. 1913: Wechselnd beiuöltt, meist trocken, Temperatur wenig verändert.

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_* Schiffsunsalle. Wie aus Havre gemeldet wird, stieß der DampferP h r h n e" mit dem Hamburger Viermaster Tangoni", der nach anderen BerichtenBalgand" heißen soll, zu- sammen. Der Viermaster befand sick; auf der Fahrt von Kainburg

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th. Gießen, 29. Jmr. (Kriegsgericht.) Gestern nach­mittag tagte in der Zeughauskaserne nach langer Zeit einmal wieder ein Kriegsgericht. Der Gerichtshof war für den ersten Fall zu­sammengesetzt: Verhandlungsleiter: Kriegsgerichtsrat F-uchsmann, Sorsitzendcr: Major Rücker, Beisitzer: Kriegsgerichtsrat Wolf, Hauptmann Schroeder .und Oberleutnant Wolf. Die Anlage »ertrat Kriegsgerichtsrat Heß; während Geh. Justizrat Metz die

Verteidigung führte. Angeklagt war der Rekrut Karl G. aus Offenbach von der 6. Kompagnie des 116. Jnf.Mcg. wegen zlver- maliger heimlicher Entfernung (Fahnenflucht), wegen Bedrohung mit totschlagen, wegen tätlichen Vergreifens, frecher Antworten und wegen unmilitärischen Benehmens gegenüber von Vorgesetzten. Der Angeklagte gibt zu, daß er, nachdem er ausgehoben und zum Dienen bei der Infanterie bestimmt war, nach Belgien ausgewan­dert sei, um sich der Militärpflicht zu entziehen, »veil er bet der Marine habe dienen wollen und sich geärgert habe, daß er Infanterist werden sollte. Von Belgien aus wollte der Angeklagte zur See gehen, er wurde aber von dort aus, «weil er mittellos war, überj>ic deutsche Grenze zurück abgeschoben. Er versuchte dann in die Schweiz zu kommen, wurde aber an der Grenze festgenommcn und im Regiment Nr. 116 eingestellt. Er benutzte den ersten Aus­gang der Rekruten, um sich unterwegs heimlich von den Kameraden zu entfernen, verlangte aber am Bahnhof vergeblich eine Fahr­karte nach Offenbach. Als ihm nach seiner Festnahme etn Ser­geant das Seitengewehr abnehmen wollte, soll er sich tätlich widersetzt haben. Einem anderen Vorgesetzten gegenüber hat sich Günther weiter unangemessen betragen, indem er freche Ant­worten gab. Ter Angeklagte erklärt, es sei ihm ganz gleichgültig und wenn er 3 Jahre Zuchthaus bekomme, er wolle nicht bet der Infanterie dienen, sondern bei der Marine. Wegen der Vor- lommnisse am Bahnhof und wegen seines Benehmens den Vor­gesetzten gegenüber entschuldigt er sich damit, daß er an dem Tage 5 Glas Bier getrunken und daher nicht gewußt hat, was er tue. Geh. Justizrat Metz bezieht sich aus das bet den Akten befindliche Gutachten des medizinischen Sachverständigen indem ausgeführt wird, daß der Angeklagte im hohen Grade schwachsinnig sei. Oberarzt Dr. Weckerling erklärte, der Mann sei geistesschwach und die Tat müsse unter diesem Gesichtspunkt beurteilt werden. Der Gerichtshof) beschloß, dem Antrag des Verteidigers stattzugeben und den Angeklagten der psychiatrischen Abteilung des Mainzer Garnison-Lazaretts zu überiveisen. Es wurde Hann gegen den Rekruten Herrn. Eckert von der Leib­kompagnie des 116. Jnf.-Regts. weg eit Ungehorsam und Nicht­befolgung eines Befehls vor versammelter Mannschas.. verhandelt. Kriegsgerichtsrat Wolf vertrat die Anklage, statt seiner trat Hauptmann v. Thünen als Beisitzer in den Gerichtshof ein. Vor dem Dienstantritt ist Eckert tviederhvlt bestraft. Er hat beim Gewehrreinigen die Waffe unrichtig be­handelt und trotz wiederholter Ermahnungen nicht gehorcht. Der Angeklagte lvurdc zu einer.Gefängnisstrafe von 2 Monaten ver­urteilt.

4 Frankfurt a. M., 28. Jan. Der Leiter eines hie­sigen Jünglingsvereins Emil Stenzel, ein verheirateter Mann von 42 Jahren hatte sich vor der hiesigen Strafkammer unter der Anschuldigung zu verantworten, mit Mitgliedern des Vereins Verfehlungen nach § 175 StGB, begangen zu haben. Als durch­sickerte, daß Stenzel seine Stellung den ihm anvertrauten inngcn Leuten gegenüber mißbrauchte, und er ein Einschreiten der Staats­anwaltschaft zu befürchten hatte, floh er nach der Schweiz. Bon dort schrieb er an die Staatsanwaltschaft, daß die gegen ihn er­hobenen Anschuldigungen unrichtig seien und daß er stch stellen werde, wenn man ihm freies Geleit zusichere. Dies geschah auch, und Stenzel kehrte wieder nach Deutschland zurück. Nachdem er sich mehrere Monate in einem Sanatorium aufgehalten hatte, wurde auf Grund des vorliegenden Materials dies Verfahren gegen ihn eingeleitet. Tie Verhandlung war während der ganzen Dauer der Beweisaufnahme unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. Mehrere der von dem Angeklagten verführten jungen Leuten sagten zu seinen Ungunsten aus. Die medizinischen Sachverständigen erklärten zwar, daß der Angeklagte degeneriert sei, aber nicht in dem Maße, daß der strasausschließende § 51 in Anwendung kommen könne. Das Urteil lautete auf vier Monate Ge - fängni s.

Leipzig, 29. Jan. Das Schwurgericht begann heute den Prozeß gegen den Flieger Wiencziers wegen Meineides, ^.'nkursvergehens und Betruges und gegen die Privatin Frau ^osefine Hensel- Berlin wegen Beihilfe und Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung.

):( Hamburg, 28. Jan. Schiffsjungen-Leiden. Tie hiesige erste Strafkammer verhandelte gegen den Führer des SegelschiffesPamir", Gustav Becker, der sich wegen Ver­gehens gegen die Seemannsordnung zu verantworten hatte, weil er den Schiffsjungen Giese auf der Reise von Hamburg nach Val­paraiso mißhandelt haben soll. In der Beioeisaufnahme wurde festgestellt, daß das Schiff auf der Reise nach seinem Bestimmungs­ort auch Antwerpen anlief. Hier beschwerte sich eilt anderer Schiffsjunge auf dem deutschen Konsulat, daß er von dem Kapitän geschlagen worden sei. Giese war als Zeuge geladen worden und scheint nun Aussagen gemacht zu haben, die den Kapitän belasteten. Nach der Vernehmung begann jedenfalls für den Schiffsjungen eine wahre Leidenszeit. Er hatte überaus schweren und langen Tienst und wurde bei dem kleinsten Versehen von dem Kapitän mißhandelt. Einmal ivar er nahe daran, über Bord zu springen, er konnte seinen Vorsatz nur deshalb nicht ausführen, weil er infolge der Schläge in Ohnmacht fiel. Der Kapitän entschuldigte sein Verhalten damit, daß der Junge seine Arbeiten schlecht ausgeführt habe. Dagegen bekundeten mehrere Mann von der Besatzung, daß der Junge willig war, nur hätte der Kapitän berücksichtigen müssen, daß er seine erste Reise machte und hätte etwas Nachsicht üben müssen. Der Vertreter der An­klage beantragte nur eine Geldstrafe von 200 Mark. Das Gericht berücksichtigte aber die Schwere der Mißhandlungen und ging über diesen Antrag hinaus, indem cs auf eine Geldstrafe von 500 Mark erkannte. Nur dem Um stände, daß er noch unbestraft war, hatte es der Angeklagte zu verdanken, daß er nicht eine Gefängnisstrafe erhielt.

nach Iquique. Das von dem Kapitän Jung e befchltgte Segelschiff erlitt ein großes Leck und sank alsbald. Don der 34 Mann zählenden Besatzung konnten nur vier von der Phryne" gerettet werden, nämlich der zweite Offizier, zwei Matrosen unb ein Schiffsjunge. Man befürchtet, daß die übrigen Leute, die bei dem Zusammenstoß im Schlafe lagen, nicht die Zeit gehabt haben, die Rettungsboote ins Meer zu lassen und er­tranken. Der Kapitän derPhryne", die beträchtliche Hava­rien erlitten hat, behauptet, daß derTangani" ohne Ltchter gefahren sei. Ter französische TorpedojägerDarandal" stieß gestern mit dem UnterseebootR ubis" zusammen. Der Torpedojäger wurde schwer beschädigt nach Cherbourg ge­schleppt.Rubis" setzte seine Fahrt fort.

Schiffahrtsexpedition nach Alt- und Neu - kamerun. Tas Kolonialwirtschaftliche Komitee in Berlin ent­sendet im Januar d. I. eine Expedition mach Kamerun mit der besonderen Aufgabe, die Flußläufe der alten Teile der Kolonie wie der neuerworbenen Gebiete auf ihre Schiffbarkeit zu unter­suchen und sestzustellen, wie groß ihre Leistungsfähigkeit als Zu­bringer für die im Bau befindliche KamerunMittellandbahn sein dürste. Nack)Peterm. Mitt." soll die Tätigkeit dieser Schiffahrtsexpedition, die unter Leitung von F. Michell stehen wird, sich zunächst auf die Flüsse Njong, Dume, Kadei, Sangha und Mombere erstrecken: sie soll zügleich Pläne und Kostenanschläge für die Verbes'erung dieser Wasserstraßen und Ertragsberechnungen für die Errichtung von Motorschleppschiffahrt auf diesem Flusse ausarbeiten. Michell, der bereits auf der Rückkehr vom belgischen Kongo Gelegenheit gehabt hat, den Sangha und Likuala zu be­fahren, bestreitet entschieden die Berechtigung, das Mündungs gebiet dieser Kongozuflüsse als Sumpfland zu bezeichnen, da es mir zur Regenzeit auf weite Strecken überschwemmt ist, und dann auch so, daß selbst auf den Stationen der Verkehr zwischen den einzelnen Häusern nur mit Booten möglich ist..

Kleine Tageschronik.

In Duisburg ist die große 9)? üble der Firma Rofen- tbal & Neumark bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Der Schaden wird auf mehrere 100000 Mark geschätzt.

Der Direktor der Badischen Anilin- und Soda - fabrif in Ludwigshafen, Kommerzienrat Hütten müller, vermachte zmn Besten der Angestellten und Arbeiter des Werkes eine Stiftung von 100 000 Mk. Hiervon sollen 70000 Mk. für die Erbauung oder Erwerbung und Einrichtung eines Erholungsheims für erkrankte Frauen und Kinder der Arbeiterschaft der Fabrik benutzt werden. Die restlichen 30000 Mark sind für einen Fonds zur Unterstützung der Beamten und deren Angehörigen in Notfällen bestimmt.

In Neukölln suchte in der Verzweiflung über den Tod ihres Geliebten die 28jährige Schneiderin Kaufmann sich und den zehnjährigen Sohn ihres Geliebten mit Leuchtgas zu vergiften. Sie wurde heute morgen bewußtlos aufgefunden und in die Charit6 gebracht.

In einer Versammlung der Filmfabrikanten erklärten die deutschen Fabrikanten endgültig ihren Austritt aus der Konventton, so daß dieser jetzt nur noch die auswärtigen Fabrikanten an­geboren.

In Moskau durchschnitt ein Besucher der Trett akow- galerie das Gemälde RiepinsJohann der Schreckliche tötet seinen Sohn" mit einem Messer an drei Stellen. Tie Wachter ergriffen den Täter und führten ihn in das Zimmer des Galeriekustos, wo er als der 29 jährige geisteskranke Sohn des Heiligenbildmalers Balaschow festgestellt wurde.

Auf dem vom La Plata heimkehrenden deutschen Dampfer Hannover" entstand, wie der Kapitän drahtlos nach Bremen meldete, unterwegs im Vorderschiff Feuer, durch das mehrere Zimmer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Es gelang, das Feuer zu löschen.

In Mroezen (Kreis Wirsitz) wurden sieben Ein­wohner wegen Brandstiftung verhaftet. Weitere Verhaftungen stehen bevor. Innerhalb sechs Wochen wurde der Ort über zwanzigmal von Bränden heimgesucht.

Auf dem DampferCap Blanco", der gestern in Vigo einlief, wurde eine Kiste mit 100 000 Mark in Gold gestohlen. Alle Nachforschungen blieben erfolglos.

Im Nordosten Deutschlands waren gestern früh 14 Grad Kälte zu verzeichnen und im skandinavischen Norden wurden Temperaturen bis zu 28 Grad unter Null erreicht.

wohl eine außergewöhnliche Seltenheit fein. So hat in der nahen Wisselsheimer Gemarkung ein dortiger Pächter noch mehrere Morgen Kartoffeln stehen, die jetzt aller­dings verloren sein dürften. Das betreffende Feld stand feit dem Spätherbst unter Wasser und konnte daher nicht abgeerntet werden.

Starkenburg und Rheinhessen.

Rm. Darmstadt, 29. Jan. Die P f l i ch t s o r t b i l - bungsschule für Mädchen in Hessen wurde in der heute hier abgehaltenen Versammlung des Vereins für Jugendfürsorge besprochen. Fräulein Schweisgut stellte eine Anzahl Leitsätze auf, deren erster lautet: Tie künftige Pflicht forlbildungsschule für Mädchen hat die Aufgabe zu lösen, die hauswirtschaftliche und berufliche Ausbildung der die Volks­schulen verlassenden Mädchen miteinander in Einklang zu bringen. Sie bedarf bei dieser Zweiteilung einer größeren Anzahl von Jahresstunden als die Fortbildungsschule für Knaben. Tie wei­teren neun Leitsätze betreffen die Einteilung des Unterrichtes, die Besuchszeit in den Städten (3 Jahre) und auf dem Lande (2 Jahre), den Lehrplan usw. Grundsätzlich ist man darüber einig, daß man bei der Errichtung die hauswirtschaftliche Fach­schule als Grundlage benutzen soll.

Kreis Wetzlar.

Hörnsheim, 29. Jan. Am Sonntag, 2. Febr. nachmittags, wird der Leiter der Rechtsberatungsstelle des Evang. Arbeitervereins Gießen im Saale der Wirtschaft zur Traube einen Vortrag über die Invaliden- und Hinterbliebenenversichernnq halten. Nach dein Vor­trag, zu dem jedermann freien Zutritt hat, findet eine all­gemeine Aussprache statt.

Hessen-Nassau.

h. Marburg, 29. Jan. Die Marburger Stu­dentenschaft bringt am Freitag abend dem Professor Dr. Ernst Heymann, der einen Ruf nach Tübingen ablehnte, einen Fackelzug.

h Ziegenhain, 29. Jan. Der Zuchthausgefangene Adam Günther aus Frankfurt, der aus der hiesigen Anstalt entwichen war, wurde in Treysa fe st genom­men Und wieder hier eingeliefert. Günther, der noch sechs Jahre abzubüßen hat, war mit Einbrechwerkzeugen und Geld versehen.

X. Hanau, 29. Jan. Im Kontor der Diamant­schleiferei Strauß erschien am Dienstag ein junger Mann, der sich für einen holländischen Schleifer aus gab und um Arbeit bat. Der Geschäftsinhaber verwies ihn nach der Filiale des Geschäfts in Homburg, die holländische Ein­richtung habe. Während der Mittagszeit begaben sich zwei Reiber auf kurze Zeit weg und versäumten die Tür zu schließen. Als sie nach fünf Minuten zurückkamen, merkte der eine, daß ihm 26 Steine im Werte von 500 Mark fehlten. Der Inhaber stellte Ermittelungen an, die zu dem Schluß führten, daß der fremde Diamantschleifer, der rum Arbeit nachgefragt hatte, der Täter gewesen sein mußte. Es gelang, den Gesuchten am Westbahnhof zu entdecken, Ino er sich nach Aussage des Wirtes zweimal umgezogen Hatte. Der Verdächtige wurde mit zurück nach dern,Geschäft genommen, wo der ihm gegenübergestellte Arbeiter in ihm Len Mann erkannte, den er nach 1 Uhr den Hof ver­lassen sah. Man fand im Aermelfutter des Ueberziehers die vermißten Steine und auch noch andere. Der Täter nannte sich Jak. Maurer und Mohrer, er will zuletzt in Holland beschäftigt gewesen sein.

h. Frankfurt, 29. Jan. Der neue Vertrag des Kreises Westerburg mit Frankfurt über die Her­richtung einer Fettviehweide liegt jetzt vor. Danach stellt her Kreis eine musterbültig eingerichtete Fettvieh- wei.de von 70 Morgen (ursprünglich 120 Morgen) auf sechs Zahre zur Verfügung. Zu Beginn der Weideperiode 1914 können bis zu 20 Stück, in den Jahren 19151919 bis -10 Stück Vieh crufgetrieben werden Die Weideperiode umfaßt 150 Tage. Die Tiere müssen bis zur Schlachtreife »gebracht werden und sind von Frankfurt zu liefern. Für sie Benutzung der Weihe zahlt Frankfit ri für jedes' schlacht­reife Stück Vieh bei Abnahme 50 Mark. Richtet der Kreis weitere Fettviehweiden ein, so hat die Stadt das Recht, -innerhalb 20 Jahren vom Abschluß des Vertrags an ge­rechnet, ihre Ueberlassung zum Auftrieb von Vieh in erster Linie zu beanspruchen. Die Versorgung der Stadt mit IchkachtreifemGroßvieh will auch das Hospital zum heiligen Geist, das über ausgedehnte Lärrdereieu verfügt, -Übernehmen. Es hat mit einem Gutsbesitzer einen Vertrag mr Lieferung von Großvieh vereinbart; ebenso läßt das Hospital durch einen anderen Gutsbesitzer eine M ä - fterei für Hunderte von Schweinen einrichten, die die Stadt wöchentlich mit einer größeren Anzahl fetter Schweine versorgen soll. Verträge darüber stehen vor dem Abschluß.

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Gießener padagogium

Wogen der Neueinrichtung der Schule Bleichstrasse 6 worden Anmeldungen für das am 3. April beginnende Schul­jahr schon jetzt erbeten.

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Taulende Raucher 5 empfehl, melo. fjarant. unge- ditDclell., des­halb sehr behömml. u. gesunden Tabak. I Tabakspfeife um- fonllzuSPfd.meiner berObmlcn Tabake franko gegen Dadin. Bitte anzugeben, ob ___ nebenllehende Ge- lundheitspfelfe oder eine reidigcldiniuc Bolzpfelfe oder eine fange Pf. erwOnldil.

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