Ausgabe 
26.3.1913 Zweites Blatt
 
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Gerich^saal.

t. Wetzlar, 24. März. Un getreu er Rechner. Tie hlesiae Slraifainnter verurteilte den Landnnrt G. P. aus Wißmar, der biS zum Dorigcn Sommer als Rechner der dortigen evnr- und Darlehnskalse tätig war, wegen Veruntreuungen zu 9 2? onatrn «Aekärrgni-;. Er batte leit dem Jahre 1905 Quittungen im betrage von 27 000 Mt. geiälschk und etiva 10 000 Mk. iür sich verwend t, auch halt-' er in cie Bücher 'älsche Eintragungen gemacht. Schade- ist dem Verein nicht ent'landen, da Tectung für die veruntreuten Beträge vorhanden ist. w ,

z7 Duisburg, 2.März. Einen g e s a h r l i ch e n M a d ch e n- Händler hat die hiesige erue Ttialkamincr für längere Zeit un­schädlich gemacht. Ter frühere Gasthausbesitzer und fpäterc Kellner vahnen, der in verschiedenen Ländern Europas als Kellner tätig gewesen und schließlich nach Buenos Ayres übersiedelte, erhielt im Juli 1909 von der Metzer Ctraitammcr 3Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust. Als Mitschuldige kamen damals in Be tracht der Italiener Zaiioni und dessen Geliebte, die Witwe Marie iliiemersma, eine Schwester des Halmen, die beide je 1, Jahre ZuchlbauS erhielten. Nachdein er seine Strake verbüßt batte, fand er Stellung in einem 6a'6, wo er die Vcrkäickeriu Blargarete Svietz lennen lernte und se neu Plänen geneigt zu machen wußte. Tie Spiest mußte sich als Eiigländerin ausgeden und von einem Stell-.nvermitlelungSinslitut zivei jlmge Mädchen für einen vor- iiehme>i Haushalt nach London verlangen. Tie Wahl iuar and) bald getroffen Ter Inhaberin des Jnflituts kamen aber doch Bdenken und sie benachrichtigte die Polizei. Die Spieß >var solorl geständig, Hahnen leugnete aber zunächst jede Schuld; dann gab er Aii, er habe bie Absicht gehabt, die Mädchen nach Argentinien in ein Eaf^ zu bringen, das er sich einrichten ivolle. Ter ttzerichtshoi verurteilte ihn z» f ü n I Jahren Zuchthaus und 10 fahren Ehrve'lnst. Tie Mitangeklagte Svrcß erhielt rin Jahr und zivei Monate Zuchthaus und 2 Jahre Ehrverlust.

Universitätr Nachrkchterr.

Tct Pfarrer Lic. Tr. S t u h l f a u t h in Wörth a. Rh ist mm auservrdentlit! t-n Professor in der Berliner thco- loflifdVn Falültäi in Aussicht genommen: er soll den tm Herbst 1912 prrflcrbmen Tr Nikolaus Müller, Direktor der Christnch- Arä-äploglscl^n Sanrmlung, ersek.cn.

AircLie und Schule.

Heidelberg, 25. März. Das Pädagogium Neue nhcini Heidelberg mir kleinen Gymnasial- Realklassen ift besannt durch seine modern bewährten Einrich­tungen für törperliclic uüd geistige Erziehung. Spiele auf großem, eigenem Spielfeld. Wanderungen. '^r'.enarbcil. Werkstätte. Einzelbelnindlung Förderung körperlich schwache-.- und zarrer Zög­linge. Vorzüglich empfohlenes Familicnheim ohne jede kasernen- mästige Einricl.limg. Im verflossenen Jahre wurden die gleicl)- günstigen Erziehungsergebnisse erzielt wie in früheren Jaln'en, sowohl in der Ueberleitnng der Schüler in die Obersckuuda (7. Sri.) und Unterprima (8. Kl > der Gymnasien, Realgymnasien und Oberrealschulen als auch in der Eimährigen-Prüsnng !es be­standen Ostern und Herbst 1912 jeweils alle Sekundanerj. Wei­tere Nachrichren sind im Jahresbericht und in den Prüfungs- ergcbnisscn enthalten.

G i n 400 000 S r d Preis für die Sicherheit in der Fl ii g m a s ch i n e. Aus Paris ivith berichtet: Bor kurzem haben sich die grasten führenden französischen Flugfportvereini- gungenn einein Bunde zu:ammengeschlossen, dessen Ziel cs ist, für die Erhöhung der Sicherheit in der Jlugmaschiue zu wirken. Das prakiische Ergebnis dieser Bercinigmig ist jetzt ein großes PreisauSschrechen iür Erfindungen und Apparate, die geeignet erscheinen, die Sicherheit und Stabilität der Flugzeuge zu er- lwhen. An Preisen stehen bereits weit mehr als eine halbe Million Frs zu^ Pernigung, darunter 300000 Frs, die das M'riradniinifteiiiini beigesleuert hat. Als erster Preis werden 400 000 Frs. für jenen Apparat ausgesetzt, der nach dem Urteil der Jun> in bezug aus Sicherheit die grössten Vorzüge zeigt. Außer­dem ab. r werden eine Reihe von weiteren Preisen ausgesetzt, von denen keiner kleiner als 20 000 Frs. sein wird Tie Flug zeuge, bi an diesem Wetlrewerbe teilnehmen, müssen bis zum 1. Januar 1914 angemeldet sein: die Entscheidung der Jury wird sputeslens am 1. Juli 1914 gefällt. Tas Flugzeug, das An­spruch ans den 400 000 Frs Preis erhebt, must mit einer Ge­schwind igk.it von ivcnigstcns 60 Slilometer in der Stunde einen Tauerslng von 100 Kilometer zurücklegen.

Pans, 25. Marz. Ter hiesige Luftschiffer N n m p e l m a y e r iil am vorigen Mittwoch in der Nähe von Compiegne in Bc- gleitnna einer ,'ian (tiolbkhmibt mit einem Kngelbaklon ansgesliegen iiüb nach 41üfinbiaer Fahrt bei Charkow in Rußland gelandet. Er liat mit der znr.ickgelegtcn Strecke von 2400 Km. alle bisherigen Rekorde geschlagen.

I. Deutscher Kongreß für alkoholfreie Zugenderziehung.

Berlin, 25. März.

Unter dem Ehrenvorsitz des Reichskanzlers v. Bethmann- Hollw.'g begannen heute hier die Berhandlnngen des Ersten dents.l. n Kongresses für alkoholfreie Jugenderziehung, zu dem über 1000 Teilnehmer aus allen Teilen de? Reiches ihr Er- scheincn zugesagt haben. Zum ersten Mal soll aut diesem Kon­gress.- das Problem der alkoholfreien Jugenderziehung zur Er­örterung gelangen. Soweit die Meinungen in der i?Ukoholtrage auch sogst auseinandergehcn mögen, ist doch in Bezug aut die For­derung alkoholfreier Jugenderziehung in der öffentlichen Mei nung nur eine Stimme festzustellen, und dieser will der Kongreß durch seine Verhandlungen nach allen Seiten Gehör verschaffen.

Tem Kongress ging heute eine Tagung des Zcntralvcrbandcs zur Bekämpfung des AlkoholiSmus voran.

vor hundert Jahren.

Rach dem preußischen Steuererlaß vom 24. Mai 1812 mußten 3 Prozent des gesamten Privatvermöqens zur Ver­fügung des Staats gestellt und nach einem weiteren Erlas; vom 19. Januar 1813 1Prozent Vermögenssteuer auf­gebracht werden. Ader schon vordem hatte man zu außer­gewöhnlichen Maßnahmen schreiten müssen Um die an Frankreich zu zahlenden 120 Mill. Franken Kriegsentschä­digung aufzubringen, wurde zu einer Besteuerung des Gold - unb Silbergerätes gegriffen Rach einer am 12. Februar 1809 erlassenen Verordnung wurde alles edle Metallgerät, welchem die Besitzer der Münze nicht verkaufen wollten, einer Abgabe von einem Trittel des Wertes unter­worfen. Gegenstände der Kirnst sollten steuerfrei sein. Tie Münzämter Imtten das Gerät zu wiegen, den W-abedetrag zu berechnen und das mit der Marke f. W. gestempelte Ge­rät zurückzugeben. Alles künftig zu verarbeitende und zu verkaufende edle Metall wurde mit einer 'Jlbgubc von dem vierten Teil des Wertes belegt iinb der Stempelung mit dem Zeichen eines Adlers unterworfen Eine weitere Ver ordnung von 1809 bestimmte, daß Mircbcngernte, die für unentbehrlich erklärt wurden, von der Steuer eines Trittel? deS Wertes befreit sein sollten. ES wurde zur Bezeichnung der Steuerfreiheit bei derartigem Sill) er gerät ein söge naniiter Gratisslempel, gleichfalls mit dem Adler verwandt Zu solchen Rotsreuern .zwang die Unersättlichkeit des Fein­des, der das Land beherrschte.

u nennen. Tas schöne Friiblingsweiter hatte viele Bei. ohuec llnmeaenb hierher aebra.1t. M5 in die Abendftunben hinein spielte sich a ;i dem Markte ein recht Jirrr.8, bewegtes L'cbcn ab.

ie. Franks«« a. M., 2-. -härz. Mriq.-Telegr. be?^iez. 21 n?.*) s? mtlicku: Notierungen ter l eufiqei» frucht markt vrei le. Weizen (hieüger! - .7520.90, Kurhessischcr Ätk. 20.7520 9i\ Welterauer Tif. 00.00u. Roggen < ie igeri Mk. 17.75 bij 4).'-0,' erste (Wetteraucr) Mk. le.0019.00, Gerne, kranken, Pfälzer. Rieb 2Jif. 1-.ou19.0«), vafer Mk. 17.5'119.09, Mai? Mk. 15.25

32."32.76, Weizenmehl J Mk. 30.5030.75, Weizenmehl III Mk. 27.2527.5. 'Jicq^en. nicht 0 Mk. 27.7521,«X), llioggenmehl 0 I Alk. 26.5028.75,

Roaaenwehl I Mk. OO.OO-co.Ou, Weizenklei: Mk. 10.6'3-1L80,

11.15k Roggenklcie Mk. 11.25l^H Tlaljfeime Mk. H.11.25, Biertreber 1 LOO14.26, Rap- Mk. Oo Öl'r 0.09. Alles ver 100 Mg. ab liier.

fc. Frankfurt a. M., 26. Marz. <Orig.-TeIcgr. des ,^ieU Anzeigers^.) Sl a r l o f f c l m av f t. Man notierte: Kartoffeffl m W-ggous Mk. 4.004.50, im Kleinhandel Alk. 5.007.50, für 100 Kg.

ie. Frasttsurt a. M. Cchweinemarktbericht vom 26. Mäql Anfaetrieben waren 779 Lchiveinc. Voll fleischige- Schweine ree 80 bis 100 k<r Vebeiibqeividit 62.0065.00 Pik.. Schladitgeivichu mo.oOx2.00 'llf., vollfleischige Schiveine unter 80 kg Lebendgewichts G2.0b64.00 Pik., Schlachtgewicht 8081.< 0 Pik.: vollflcifdbigM Schweine von 100120 kp Lebendgewicht 62.0065.00 Mk, Schlachtgewicht 80.0082 Pik.', vollsteischige Schiveiue von 120 bis 150 ker Lebenbge,vicht 62.0064.00 P'k^ SchlachtgewiW 8081.00 Mk. Geschäft rege, geringer Uebcvflanb.

verinrscötcr.

,Sichere ländliche v e i m st ä t t e n in i t v i l f e der L e b e n s o e r i i ch e r n n g". Unter diesem <itcl wird gegen iDärtiq vorn Deutschen Verein Slrbeiterbeim zu Bethel bei Viet.ield, besten Vorsitzender Pastor v. Bodelicbwiugh ift, ein Flugblatt vei- scmdt. bad benjeniafb, die sich im eigenen veim auf eigener 5dmIIf ai siedeln wollen, wertvolle Winke gibt. TaS fjlngblatt wird zur Beneiiinig an Juteresseuten fohcnlos abaegeben. _

T i e Rettungsstation Cur Haven der T eulschen Gesellschast zur Rettima Schiffbrüchiger telearaphierl: 91 m 20. März von Dem auf Dem Gelbsanb qe'iranDcteii Dcutidien Leichter »Unter iveser 18*, Kapitän Brabl, mit RoOlcti von Tel zick nach Brcniei' beftimmt, sechs Personen gereitet durch ckas RettiuigSboot Der Station »Elbieuchlschist 4.

* Großfeuer. In Ludwigshafen bi ad) am Tuns- tag morgen kurz vor 6 Uhr aus noch unbekannter Ursache in dem am unteren Rheimner, gegenüber dein Hauptbahn Hof gelegenen und von Der Firma Gebi. Zimmern u. Eo. gepachteten Lager Haus Großfeuer aus. Tie Flammen schlugen hoch empor.^ Bei den Löfcharbeiien stürzte eine Leiter um, auf der iifb drei Feu.r nchrlcute befanden. Tcr Spcnglermeister Warner wurde ge tötet, der Bäckermeister Seewald und der Schuhmachermeister SckuuiDl wurden schwer verletzt- Tem Brande^imd etwa 8<i(XX) Toppelzemner Getrnde zum Cvfer gefallen. T.-r Wort der ver lorencn Getreidcvorräte beziffert sich auf ungefähr 2 Mill. Mk.

* Grubenunglück Aus Helmstedt, 25. März, mel bet ein Privattelegramm: Auf einem ber Gewerkschaft Brann chweig Lüneburg gehörenden Schachte bei Grasleben stürzten am Cl'tcrfamötag zwei Bergleute in den FahrfchadU; einer, der Va tcr von sieben ckinderii, war sofort tot, der andere wurde schwerverletzt nach dem Krankenhause verbracht.

* Sturmfluten. Aus Jndianavolis Indiana , 25. März, wird gemeldet: Rach einem heftigen Regenstnrm find die Flüffe über die Ufer getreten. Man fürchtet llcberfchroemmungcn, wie fic feit vielen Jahren nicht Daqcrocfen find. Mehrere Städte find überflutet. Fünf Personen sind ertrunke n, Häuser sind zerstört, viel Vieh ist umgefommen und die Ernte vernichtet. Tie Bevolsernng der überschwemmten Gegend ist in höher gelegenes Land geflüchtet.

* Ter Deutsche Werk meist er-Verband Sitz Düsseldorf), der 60 000 Mitglieder zählt, hielt während der Cftcr tage feine Generalverfammlung im Lehrervereinshaufe ab, der Vertreter aus allen Teilen des Reiches beiwohnten. Ter Verband, der über 16 000 000 Mk. Vermögen besitzt, zablte im Jahre 1912 835000 Mk. Sterbegelder, 459000 Mk Mitglieder Unter­stützungen, 360 000 Mk Witwen und Waisen-Unterstützungeu, weiter 34 000 Mk. für Brandschäden. Beschlossen wurde Erhöhung der Stellenlosen Uncerstütziing von 1,50 Mk. auf 2 Ml täglich, ferner Zahlung außergewöhnlicher Unterstützung bei dringenden Notfällen und bei Eintreten für Standessragen.

* Ein diebischer Postbote. In H o h e n s a (a wurde der Postbote Marx verhaftet, der aus einem Postbeutel drei tausend Mark geraubt und von der Summe bereits brribnn dert Mark verausgabt hatte. Tcr größte Teil der geraubten Summe wurde auf einem Felde in der Nähe des Bahnhofes Hohcnsalza wiedergefundcn, wo Marx fic vergraben hatte.

* Die ausgebrochenen Geisteskranken. Von beit vor acht Tagen aus der Irrenanstalt ck l i n g c n m ü u st e r Aus gebrochenen, unter denen sich auch bei Zigeuner Weiß befindet, wurde am Samstag durch die Neustadter Gendarmerie ein ge­wisser Srhlum brech in L a ch c n festgcnommcii. Weiß soll fid) zu seinem Onkel nach Grafenhausen begehen haben. Ein anderer der Flüchtlinge, der Schneider M ort), ist bei seinem Vater in P irma i e n s eingetrofsen. Einer der Ausgcbrochenen ist ein gefährlicher Einbrecher namens Hoffmann.

* Automobilunfall. Aus Hannover, '25. März, meldet ein Privattelegramm: Auf der Landstraße zwischen Stöcken und Behrenlwstel kam' gestern ein n-ch Hannover fahrendes Auto mobil ins Schleudern und stürzte, sich überschlagend, in den Ehaufseegrabcn. Ter F ü h r e r des Wagens wurde schwer ver letzt und nach dem Krankenhaufe in Hannover gebracht, während Der Insasse Brodmann Bchrcubostel getötet wurde. Am ersten Oster fei ertag fuhr auf der Straße ..wischen Scblen fingen und Eisfeld an einer scharfen Kurve das Autvuiobil des Gcschirrhalters K ö l l n c r ans Großtabarz gegen einen Steinhaufen. Tas Aittovrobil überfchlug sich und die vier Insassen wurden lxwausgeschleudei't. Ter Besitzer des Schiehhauscs in Grosckabarz Echarli wurde sofort getötet, seine Güttin und ber Besitzer Zöllner erlitten sdyvere Verletzungen. Ter Diene Insasse, ein Flcischermcistcr aus Waltershauscn, blieb un­verletzt.

Sandel.

Papier:

1 436 509

416 358 305

Papve:

354 276

56 210 516

ProDuklion in Tonnen Wert in Mark

Zusammen:

1 790 7«5

472 568 821

Tie Prodnktionsstatistik des Vereins Teutscher Papierfabrikanten für das Jahr 1910.

Wenn der Papierverbranch tatsächlich der zutreffende Maß­stab für die .ckckilturhöhc eines Landes ist, so muß die allgemeine Bildung in den letzten Csaliren in Teutschland sehr erhcblid) zu- genommen haben. Wenigstens zeigt die vom Verein Teutsrhcr Papicrfabrikantcn ausgenommene Statistik der Erzeugung an Pa­pier und Pappe für das Jahr 1910 gegenüber 1909 eine starke Zunahme der Erzeugung sowohl als auch des Ver­brauchs auf den Kopf der Bevölkerung gerechnet. Im Jahre 1909, in dem Papier und Pappe noch zusammen genommen rour den, sind im Teutschen Reiche produziert worden 1 509 170 Ton­nen Papier und Pappe im Werte von rund 415 Millionen Mark. Dem gegenüber steht im Jahre 1910

Hiernach bat sich die Erzeugung der deutschen Papier und Pappenfabrikation im Jahre 1910 gegenüber 1909 um 18,7 Pro­zent gehoben, während der Wert der Produktion nur um 1 l Pro­zent gewachsen ift. Dieses Verhältnis ift ja aud) schließlich naturgemäß, weil die Zunahme des Verbrauchs in der Haupt­sache in den geringeren, nicht in den besseren Sorten stattsindct. Die Bereckming des Papierverbrauchs in Deutschland auf den Kopf der Bevölkeriing ergibt, daß im Jahre 1910 jeder Ein möblier Deutschlands mit Einrechnung der Frauen und Kinder 24,77 Kilogramm Papier und Pappe 1909: 23,58 Kilogramm' im Wert von 6,44 Mark (1909: 6,48 Mk.) verbraucht hat.

# Gewerkschaft Luse und I l S b o r s- G i e ß e n. Nach dem Bericht ber Werksleitung war die Vclchafligung 1912 durchaus flut. Ter Abruf der Erze war gleichmäßig start, ohne daß cs möfllid) war, eine entsprechende Besserung Der Preise u erreichen. Tie Gewerkschaft betrieb Die Gruben Ilsdorf bei Jlsbor», «tzelialt und Tor^thca-Clisabeth bei SoliuS JlSdor', Hoffnung bei Slock, h.uifcu und MarimuS bei Lardenbach. Tic Velegsckaft betrug 3'0 Arbeiter, die Förderung etwa 68 430 Tonucu Erze. Ter (tinilenbctrieb hatte unter ber außergewöhnlich ungünstigen nassen Bitterling zu (eiben, |o beiß e3 nicht möglich war. Die Leistungs­fähigkeit Der Werke voll auszunützen. Während der Sommer­monate fant Arbeitermangel hinzu. Auch Der Wagemnangel, Der im abgelaickcucu Jahre defonDers stark fühlbar war, machte üch iftäbiiienb fühlbar. Für 1913 sind Die Aussichten günstig. Da ichou bebentenbe Abfchlüsfc gemacht sind. Doch ift die Vorbedingung eines guten Absätze-, Daß Die Zeiten friedlich bleiben.

Märkte.

1 Lich, 25. März. Tcr heutige Oslermarkt war mit nahezu 7 00 Schweinen be'ah'cn. ES waren teionbex-j Bertel ankgetrieben, für die recht höbe Preise angelegt werben mußten. Sa > Paar 67wöchige kostete 6070 Mk., DaS Paar k9wodngc TO-b.5 Mk. Im Verhältnis bazit waren die Springer imb Ein­leger billiger. Ei sie re würben mit 95 105 Mk., letztere nut l.o130 Mk. lezahU. Srotz ber hohen Preise giin bas Gefchä't «echt fielt, ViS gegen Mittag war der Markt last geiämui. Ter mit Don heutigen Schiveincuiarlt vcrl imbeiic K r ä m c v in a r 11 am Rathausplatze war gut beschickt unb auch bet Bejuch war gut

vftchcrtifch.

ricbcns Reiseführer. Band 21:Paris unb Umgebung", 14. Auslage. Vcrlagsbuchhanoiung Albert Gold- id miht, Berlin W. 35. Wenn sich ein Teittühor über Paris schnell und fieber unterrichten will, so sei ihm di- in ber b<- fatmtai Sammlung ber Griedcnsdzen Reiseführer soeben erschienene neueste Auslage des Bandes 21 w.irmftevs empfohlen. Tas Buch ist aufs sorgfältigste bearbeitet imb enthalt auch ichon eine Beschrei­bung des erst seit kurzem bestehenden National Museums im Schlösse zu Maispns Lrrntte. Tas gründliche .'tartrraitoterw ist vermehrt durch einen Grundriß Dom Ldüossc Elantilly unb <inr Karte von Fontainebleau. Ferner wurde die Karte der Um gebung von Paris durch einen Neu stich nach neuesten Aufnahme» c r > c v t

Meteorologische Beobachtungen der Station

März

1911

yavomeicr auf 0° reduziert

Temperatur der Luft

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Wind­richtung

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Wetter

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höchste Temperatur am 24 liebrigftc , .24

Niederschlag: 0,0 mm.

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Kinder aud) bei ravbem Wetter gern, ohne a» eine Srhälfung und ihre Folgen zu denke«. Aengstliche Mütter halten sie dann gern i« Zimmer, obwohl die Zimmerluft sie vermeich- licht und zu Erhaltungen noch eher geneigt macht. Aichliger ist es, ihnen bei unzünftige» Wikiemng einige der au-gezeichno!?« Wnberl-Iabletten zu geben, die die Ak« mungvorgane hräftigen. Unentbehrlich find Die TDobert-Iableften bti cintreten« dem Kusien, den sie rasch und sicher verkeiben; sie ko ff en in allen Apotheke» und Drogerien 1 Mark pro Schacktel. Niederlagen in Gießen: Peliknn.«o» lhele u. Löwen Drogerie 8*»*/»»

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