Bühler die zahlreich erschienenen Vereine unb Gäste. Lehrer Bäßin sprach über Preußens Fall und Erhebung und Lehrer Fenchel- Höckersdorf über die Helden der Freiheitskriege. Zwischeudürck wurden von den erschienenen Vereinen und Tchülcrchören Libdpr zum Vortarg gebracht, die vielen Beifall fanden. Lehrer L in k' Rudingshain ging dann in längerer Ausführung aut den Vtt- lauf der Freiheitskriege ein. Den Abschluß des Festes bildete eine patriotische Ansprache des Herrn Pfarrer Fung-Lber- Lhrnen. Leider setzte im Verlaufe der Veranstaltung ein kräftige? Regen ein, so daß sie in der Kirche zu Ende geführt werden mußte.
Vermischtes.
* Die Rache der Ehefrau. Ein Mordversuch, der durch seine furchtbaren Begleitumstände, eine Sonderstellung einnimmt, versetzt die Bretagne in Aufregung. .In dem Dorfe R o n d o n bei Quimpcr lebt der Bauer Noblet, dem das Schicksal eine sehr gewalttätige Verlvandtschaft beschert hat. Im vergangenen Dezember gab cs zwischen dem Bauern Noblet und seinem Schwiegervater eine Meinungsverschiedenheit, die damit endete, daß der Schwiegervater plötzlich in sinnloser Wut ein Beil ergriff und feinen Schwiegersohn niederschlug. Der Bauer erlitt einen schweren Schädelbruch, wochenlang schwebte er zwijclxm Tod und Leben, die Aerzte setzten nur geringe Hoffnung aus sein Aufkommen, aber die robuste Natur^des Bauern überwand die schwere Verletzung und er genas. 'Sein Schwiegervater jedock) kam vor Gericht, und die Geschworenen sprachen ihn des Mordversuches' schuldig: er erhielt 2 Jahre Zuchthaus. Die Tochter aber beschloß im stillen, an ihrem Manne Rache zu üben, denn nach ihrer Ansicht war er schuld, daß ihr Vater ins Zuchthaus kam. Als Sonnabend Nacht der Bauer Noblet friedlich entschlummert war, brachte die Frau über dem Herd einen Topf voll Blei zum Schmelzen, schlich sich zum Bette des Mannes und goß dem Schlafenden das glühende Metall über den Kopf. Von furchtbaren Martern gepeinigt, sprang der Bauer auf, und seine Schmerzensschreie eriveckten die ganze Nachbarsck>aft, die schleunigst die Polizei herbeirief. Ein herbeigeciltcr Arzt 'vermochte einen Teil des glühenden Bleies, das dem Bauern in das rechte Ohr gelaufen war, zu entfernen, und er hofft, das Leben des Mannes zu retten, wenn Noblet auch auf immer furchtbar entstellt bleiben wird. Die verbrecherische Frau, die auf so barbarische Weise ihren Rachedurst befriedigte, wurde verhaftet, aber es gelang ihr, sich den Gendarmen wieder zu entreißen und zu fliehen. Bisher ist es nicht gelungen, sie festzunehmen.
Gingesairdt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantivortung.)
Heuchelheim. Zu dem Eingesandt von Will). Rinn VIII. bemerken wir, daß wir dessen Schlußfolgerungen nicht zu folgen wagen.
Als seinerzeit die Bereinigung Gießen rechts der Lahn ausgeführt wurde, zeigten uns die Begleiterscheinugen trübe Bilder, die aber der guten Sache keinen Abbruch tun konnten: das ist auch hier so. Möglich ist es, daß der Eine oder Andere glaubt, auf Kosten Anderer benachteiligt zu iverden.
Es wird wohl so sein, wie uns von zuständiger Seite zu Gehör gebracht wurde, daß nur der betr. Unternehmer fähig ist, derartige Arbeiten unter Leitung des Kulturtechnikers auszuführen. — Wir freuen uns, eine so tüchtige Kraft hier am Platze zu haben. * Mehrere Interessenten.
Die Wiesecker Kirmes.
Heuchelheim. Dix Festlegung der vielbesuchten Wiesecker Kirmes und der Heuchelheims haben schon wiederholt die Erörterung der Gastwirte beider Orte und der Bürgermeister gefunden. So fand auch im Frühjahr d. Js. zwischen verschiedenen Gastwirten von Wieseck und Heuchelheim im Felsenkeller zu Gießen eine Aussprache darüber statt. Schließlich kam man dahin überein, daß die Wiesecker SHrmeS am zweiten und die Heuchelheimer am dritten Sonntag im August gehalten werden sollte. Beide Parteien versprachen, bei ihren Bürgermeistern dahin zu wirken, daß diesem Uebereinkommen Genüge geleistet würde.
Kürzlich konnte man nun im Gießener Anzeiger lesen, daß die vielbesuchte Wiesecker Kirmes am 17. und 18. August statt- findet, also an den Tagen, an denen nach der Absprache die Kirmes in Heuchelheim gehalten lverden sollte. Einige dieserhelb zur Rede gestellte Gastwirte von Wieseck beteuerten nun, daß sich ihr Bürgermeister mit dem 2. Sonntag im August nicht einverstanden erklärt hätte. Trotzdem muß man doch annehmen, daß sich, bei einiger Beharrlichkeit unter D-arlcgung der Gründe eines gegenseitigen Uebereinkommens, auch der Bürgermeister davon hätte überzeugen lassen, daß eine Verständigung nur im Interesse beider Orte lag. Es ist ja nicht unsere Sache, Wieseck etwa zu sagen, wann es seine Kirmes zu halten hat, jedenfalls hat aber ein solcher Fall auch seine Bedeutung, und der Leser dieser Zeilen mag sich sein Urteil selbst bilden. Trotzdem wird Heuchelheim nickt zu- rückickrecken und seine Kirmes am 17. und 18. August abhalten und die vielleicht nickt so gut besuchte Heuchelheimer Kirmes zu einer gastlichen Stätte bereiten, an der auch die Wenigen einige vergnügte Stunden verleben können.
Gsricht-saal.
th. Kriegsgericht der 25. Division. Der Musketier Joh. Sck. von der 10. Kompagnie 116. Jnsanterie-Regimenls ist des Diebstahls geständig. Er war am 6. Juli, an einem Sonntag, ans Urlaub in seiner Heimat Dittersheim (Rheinhessen) und besuchte eine Verwandte. Al? diese kurz bavauf ihr Haus verließ und verschloß, um zum Gottesdienst zu gehen, drang er durch die < hinter dem Hause liegenden ßlörlcn und durch eine unverschlossene Scheuer in die Wobuung der Verwandten und entnahm aus einem unverschlossenen Kasten 150 Mk. in Gold und Papier nnd 5.00 Mk. in Silbergeld. Da er noch am selben Tage sehr freigebig war und stch in seinem Heimatsdorf auch eine Uhr und einen Ring kaufte, lenkte er den Verdacht auf sich. Tie bestohlene Verwandte bat als Zeugin um eine milde Strafe. Sie begründete ihre Bitte damit, daß der junge Mensch zwar leichtsinnig gehandelt habe, aber doch beschrankt wäre. Der Vater hat sich verpsiichtet, das gestohlene Geld zu ersetzen. Der Angeklagte erklärt, er habe den Dicbttahl auSgcsührt, um 28 Mk. Schulden, die er beim Schneider ,n Gießen batte, zu bezahlen. Das Urteil lautete aus 45 Tage 65c- !Snö «1* unb Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes. Der Vertreter der Anklage hatte nur 4 Wochen Gefängnis beantragt und anheuiigegebeii, 1 Woche der verbüßten Untersilchungs- . bau auf die strafe abzurechiien.
menschlichen Körpers ist, braucht wohl nicht besonders erwähnt zu werden. Schon ouS diesem Grunde dürfte e? nicht an genügenden Interessenten zwecks Gründung obigen Vereins fehlen. 9(üe, die gewillt sind, diese der Allgemeinheit Zugute kommende Sache zu unterstützen, iverden gebeten, sich in die in der Müller'schen, sowie in der Männer-Badeanstalt ausliegenden Listen einzuzeichnen. Außerdeiii wird noch zwecks näherer Besprechung in allernächster Zeit eine Versammlung einberusen. Näheres durch entsprechendes Inserat.
** Das 35. Jubiläumsfcst des Schütze nvcrciKs hat einen glänzenden Verlauf genommen. Eine große Anzahl ou« wertiger Schützen waren besonders am Mmrtag erschienen. Mle waren entzückt über die vielen und schönen Ehrengaben insw Die Preisverteilung tonnte auch pünktlich zur festgesetzten Zeit von.Herrn Pascoe r orgctiomntcn werden. Jubiläums scheibt: 1. Preis H. Schmidt-Gießen 40 Ringe, 2. Preis A Kilbinger Gießen 39 iDamenpreis-, 3. Preis Lehning-Büdingen 39, 4. Preis RothkchUo-Tockenheim 38, 5. Preis A. Pascoe-Gießen 38, 6. Preis Manneschmidt-Biedenkops 37, 7. Preis Tag-Homburg 36, 8. Preis H. Noll-Gießen 36, 9. Preis Müller-Bad-Nauheim 36, 10. Preis Stveng-Bad-Nauheim 35, 11. Preis Fincke Kassel 34, 12. Preis Wolf Homburg 34, 13. Preis Ph. Nicolaus-Gießen 34, 14. Preis Banß-Marburg 34, 15. Preis Thomas-Wetzlar 33, 16. Preis Uröhl-Gießcn 33 Punkte. — Fest scheibe: 1. Preis Mamre- schmidt-Biedenkopf 38 Punkte, 2. Preis Süffel Schotten 38, 3 Preis Lehning-Büdingen 37, 4. Preis Rothsck ld-Bockenh.im 35^ 5. Preis Wolf-Homburg 35, 6. Preis Müller Bad - Nauheirn 35, 7. Preis PaSeoe-Gießen 34, 8. Preis Fincke-Kassel 34, 9. Preis Weil-Homburg 34, 10. Preis' Thomas-Bad-Nauhcim 34 Punkte. — 100-Me ter-Scheibe: 1. Preis Lehning-Büdingen 36 Punkte, 2. Preis Pascve-Gießen 36, 3. Preis Stotz Laubach 35, 4. Preis Rühl-Laubach 35, 5. Preis Neumann-Schotten 35, 6. Preis Guth-Wetzlar 35, 7. Preis Eberth-Wetzlar 34 Punkte — Iagdscheibe: 1. Preis Pascoe-Gießen 31 Punkte, 2. Preis Kilbingcr-Gießen 31, 3. Preis Wiedling-Wetzlar 27, 4 Preis PH Nicolaus-Gießen 26, 5. Preis Storch-Schotten 25, 6. Preis Schmidt-Gießen 24, 7. Preis Gg. Appel-Gießen 23, 8. Preis Göbel-Schotten 22, 9. Preis Wolf-Homburg 21, 10. Preis Mandler Wetzlar 20 Punkte.
* Ter Ortsgewerbeverein beabsichtigt im August zwei industrielle Werke in Wetzlar zu besichtigen und Montag, 1. September, die Edert alsperre zu besichtigen.
Starkenburg und Rheinhessen.
h. Dvrnheim, 29. Juli. Innerhalb weniger Wochen wurden in der Nähe des Dorfes vier Ueberfälle auf Mädchen verübt. Gestern abend wollte sich wiederum ein Mann an einem 20jährigen Mädchen vergreifen, mußte aber, da es sich kräftig wehrte, von ihm ablassen. Obwohl sofort eine Anzahl Männer die Verfolgung aufnahm, konnte der Wüstling doch entkommen.
Kreis Wetzlar.
w Wetzlar, 29. Juli. Der Verband zur Förderung der Leibesübungen, dem etwa 30 Turnvereine angegliedert sind, hält am Sonntag, 17. August, auf der Ochsenwiese sein Verbandsfest ab.
Hessen-Nassau.
O Nodhcim n. d. Bieber, 29. Jul!. Am Montag mittag fand bei Gastwirt K. Schlierbach eine Versammlung für die Gesellenprüfungsausschüsse des Bezirks statt. Generalsekretär Schröder erläuterte die Bestimmungen, die bei Gesellenprüfungen in Anwendung kommen. Es waren alle (Scmerbc des Bezirkes vertreten.
h. Frankfurt a. M., 29. Juli. Eine Studiengef ell- schaft von etwa 50 amerikanischen Aerzten stattete heule früh den wichtigsten Instituten der Stadt einen mehrstündigen Besuch ab. Nach einem Empfang im Senckenbcrgiannm durch den hiesigen Aerzteverein besichttgten die sremden (MäfK das Goethehaus unb einige Abteilungen des städtischen Krankenhauses, wo sie mit besonderem Interesse das Neurologische Institut von Professor Dr. Edinger unb die Laboratorien von Geheimrat Ehrlich in Augenschein nahmen. Sodann begaben sich die Amerikaner nach Bad-Nauheim. — Bürgermeister a. D. Dr. Karl H e n ß e n - stamm ist heitte nachmittag im 79. Lebensjahre gestorben. Er war von 1880 bis 1899 zweiter Bürgermeister der Stadt und hat sich als solcher auf dem Gebiet der inneren kommunalen Verwaltung große Verdienste erworben.
h. Käppern i. T., 29. Juli. Zwischen auswärtigen Aus- flügfcrn kam es hier zu wüsten Auftritten, die jedenfalls eine Anklage wegen Land fried en sörnchs nach sich ziehen wer- bcn. Der Stallschweizer Zimmermann aus Friedrichsdorf wurde von Rodheimrr Radfahrern schwer mißhairdelt, wobei sie ort zahlreichen Gehöften und (Härten die Türen und Latten abrissen und als Angrissstvafsen benutzten. Der Polizei gelang es nach längeren Bentühungen, die Ruhe wieder herzustellen.
Sport-
— Vergangenen Sonntag beteiligte sich der Gießen et Sportverein von 1900 mit seiner Leichtathletikmannschaft an dem Bezirkssest des Westdeutschen Spielverbandes in Marburg- Von 14 belegten Konkurrenzen gewann er 16 Preise, baruntef 8 erste. Die Resultate finb folgende: Hochsprung: R Wenzel den 1. Preis mit 1,64 Mtr. Weitsprung: Kübel den 2. Preis mit 5,61 Mtr.: außer Konkurrenz R. Wenzel 6,06 Mtr. Stabhochsprung: R. Wenzel den 1. Preis mit 3 Mtr. 100-Meter-Laus: H. Eelarius den 2. Preis in 12 Sek. 200-Meter-Laus: H.
öl)ringer ben 3. Preis 400-Meter-Laui: Kübel ben 3. Preis. 800-Meter-Lauf: A. Kleiner ben 1. Preis in 2,15 Min. 1500- Mcter-Lauf: A. Kleiner ben 3. Preis. 7500-Meter-Lauf: I: Paul den 1. Preis in 30 Min. Kugelstoßen: R. Wenzel dsü T. Preis mit 10,03 Mtr.; H. Eelarius den 3. Preis mit 9,22 Mtr. Diskuswerfen: R. Wenzel den 1. Preis mit 29,87 Mtr.: H. Eelarius den 2. Preis mit 26,75 Mtr Speerwerfen: H. E^- larius den 2. Preis mit 40,14 Mtr. Dreikampf für Schüler (109» Meter-Lauf, Kugelstoßen und Wcitsprung : Kübel ben 1. Preis mit 15 Punkten (höchst erreichbare Punktzahl'. 400-Mcter-Stafcttc: Tie hiesige Mannschaft siegte gegen ben akademischen Turnverein Marburg in der guten Zeit von 49 Sekunden. Es war dies das interessanteste und aufregendste Rennen des Tages. Die hiesige Mannschaft lvechseltc ausgezeichnet und startete gut, so daß sie den Gegner mit beinahe 10 Meter schlagen konnte.
Bersrod. Wegen des Verbindungsweges BerSrod — Veiskirckcn durck den Wald muß der Schreiber einiges darüber bemerken. Daß bei_ ber nassen Witterung die meisten Waldwege unvavteroar mtb, läßt sich leicht denken, aber in solchem Zustande, wie der oben bezeichnete Weg, gibt c5 wohl keinen zweiten mehr.
dav AnSweichen reckts oder links unmöglich ist, so sind die ^eute aezivungen, den schleckten Weg einznlmlten. Ani der einen _e,tc tft das Lagerholz von der letzten Holz«ällung bis an den Weg aclmlcut roorucix ums natürlich i.icht nötig war — wobnrch das AuSive,cken zur Unn'.oglxchkeit wird. Au, der anderen Seite sind .zrone veaen. Konnte man bei dem Holzschleifen nicht 3 Meter »urnckdle.ben ? Der Weg wirb jeden Tag von etwa S> Arbeitern und von zalrlre,cken anderen Ein.volmern auf dem Wege na* der Bahn be.mtzt. Es ist kein Vergnügen mörgenS und avsnoS den Weg zu wachen, wenn eS dunkel tit. Tcm Uebelftonb wäre abzubelleii, weuit man in bem reckten Teil ber Hege einen Fußweg einrichten würde. Man könnte ibn mit StemgruS über« iabrtu unb der Weg wäre für alle Zeite.i vasflerbar. TaS neue Ltraßenprojett Reiskirchen—Walbersberg—Bersrod wird so schnell noch nickt zur Durchführung gelangen: beShald ist eö unl>ebinqt ölig, daß ber Waldweg passierbar gehalten rr«vt>. Leider hat
Derctn$nad)rid)ten.
** MSnner - Turnverei n. Nächsten Sonntag läßt der M.-L -V. zum dritten Male den aus Anlaß seines 25jährigen Bestehens gefluteten Iahnfchild durch einen turnerischen Fünfkampf auSkämpfen. Am Vormittag findet von 7 Uhr ab das Einzelwetturncn her Schüler auf dem neu eröffneten Turn nud Spielplatz nm Sckiffenbrrger Weg statt. Borgeschriebeu sind folgende Heiningen: Hürdenlaus, Stemmen, Weitbocksiprung, Klettern und eine Freiübung. Gemeldet haben sich bis letzt 180 Schüler. Geturnt wird in 3 Altersstufen Zum Wettkampf um ben Jahnsckild stellt iebe Sckule 3 Riegen zu 12 Mann, die auch noch ben Eilbotenlauf über 1200 Meter nntmackcn müssen. Nachmittags 2 Uhr geht vom Ludwigsvlatz aus ein Festzug noch der Renndabn an ber Hardt, woselbst Wettspiele, (5ilboienläuic, Sonderwcltkämpsc, die Massenfreiübungeu dec- Deutschen Xuin- festes il a. m. aciirigt werden. Um ?<_ Uhr findet die Preisver- teilung statt. Näheres wird durch eine besondere Anzeige bekannt gegeben.
R. Bobenhausen, 29. Juli Am Sonntag wurde hier die Jahrhundertfeier der Befreiunaskriege unter Beteiligung mehrerer hiesiger unb auswärtiger Vereine aus der Um- gegend gefeiert. Das Zustandekommni ber V ranstaltung ist besonders den Bemühungen des Pfarrers Bühler zu danken. Zu Beginn bewegte sich ein Festzug durch das Dorf zu dem bei der.ößirche gelegenen Feßplatz hin. Hier begrußrc Pfarrer
unsere Geineiudeoerwaltiing in dieser ^Ingclegenheit noch keinen Schritt getan. Hoffentlich überzeugt sich unser ^emeinberat :etzt von der Notwendigkeit einer Verbcfferung dieses Weges.
Vüchettisch.
— Album der großen Zeit 181 3—1 8 1 5 inWort unb Bild. Verlag von Gebrüder StKlwerck A.-G. Köln-Berlin. Breis vornehm gebunden 50 Pfg. — Die bekannte Kölner Sch.>ko- ladenfirma, die in jeoem Jahre ein neues Sammclalbum für ihre Sammelbildcr herausgibt, Iwt bas diesjährige 14. Album der großen Zeit 1813—1815 getoibmet. Die uns vorliegenden, bis i^tzt erschienenen Gnippen lassen schon erkennen, daß das neue Mbum seine Vorgänger in künstlerischer Hinsicht wohl iwck übertrifft. Die Entwürfe zu den 144 Bildern, eingeteilt in 24 Gruppen zu je 6 Bildern, sämtlich von dem bekannten Schlachtenmaler Professor Knötcl gemalt, vergegenwärtigen dem Beschauer in lebendiger Frische die wichttgsten Begebenheiten jener glorrcidjcn Zeit und zeigen ihm in künstlerisck^r Vollendung die berühmten Männer ber Befreiungskriege und ihre Taten. Tic zu den Bildern gehörigen Texte sind ebenso unterhaltend wie belehrend. D-as Album bildet ein kleines Geschichtswert' von dauerndem Werte unb ist durck alle einschlägigen Gesclxifte, welche die bekannten Stollwerck-Fobribrte führen, zu beziehen.
täanOel.
8 Havag und Lloyd. Zu den ausgebrockenen Tif- serenzen zwischen den beiden leitenden Gesellschaften liegen viele Zeitungserörlcrungen vor. Von größerem Jntereffc ist ein Artikel in der ,Wes.-Ztg.E, in der der Standpunkt des Lloyd dahin präzisiert wird, daß nickt die Einstellung neuer Dampfer, sondern die tatsächliche Mehrbefördcrtiiig von 2l»iswanderern eine Ouotcn- erhöhnng reehtfertigen könne, da sonst jede Stabilität des Pools, also sein auch von der Hapag stets anerkannter Hauptzweck hinfällig werde, zumal das Bauprogramm de? Lloyd mit dem in Ban besiudlicken „Columbus^ auch nickt abgeschlossen ist. Der Lloyd hat ein miparleiisckcs Schiedsgericht augeboten. Leider hat die Hapag diesen Vorschlag abgcleljut. Mit Recht schreibt die genannte Zeitung znm Schluß: ,66 wäre auf das tiefste zu bedauern, wenn die genannten Differenzen zn einem offenen Kampf zwischen Lloyd mid Hapag führen sollten. Bei der hohen kaufmännischen Einsicht, die auf beiden Seiten vorhanden, unb angesichts der materiellen und nationalen Werte, die bei einem solchen Kamps auf dein Spiele ständen, scheint es auch mehr als ziveiselhast, daß e8 dazu kommen wird/
§. H o l l a n d - A m e r i k a l i n t e - H a m b u r g. Die Holland- amerikalinie hat die Zwischcndeckrate Neiv°Pork Rotterdam um 5 Gulden erhöht. Dem Vernehmen itaeh sind die übrigen Schifffahrtslinien dieser Maßnahme nicht gefolgt, da es sich bei jener Erhohuiig nur um die übliche AiiSgleickSmaßregel handelt, die bei starker Ueberschreitung der Quote eintritt.
§. Z u r Aufhebung d e s S ch e ck st e m p e l S. Ter Zentralverband des Deutschen Bank- imb Bankiergewcrbes hat eine Eingabe an das ReickSschatzamt gerichtet, in der er den Wiinsclj begründet, als Termin für die 2lufbcbung des Ccheckslcmpels, entgegen ben bisherigen Beschlüssen des Reichstages und BnudeSratcL, ben 31. Dezember 1913 sestzulegen.
Märkte.
-th. Fettviehpreise. Tie Preise für Schlachtvieh, wie sie unsere Metzger eben bezahlen, stellen sich wie folgt: Ochsen Dlk. 100-102, Rinder Mk. 94—96, Kühe 2. Qualität Alk. 84-86, 3. Qual Mk. 80—82, Kälber Mk. 94-96, Schweine Mk. 74-76.
fe. Frankfurt a. M., 29. Juli. H eu- unb St roh markt. Angesahren waren 11 Wagen Hen, 6 Wagen Stroh. Man notierte: Yen 2,50—3.0 j)if. Stroh (Kornlangslrohi 0.00—0.00 Akk., Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles je 60 Kilo. Geschäft lebhaft. Tie Zufuhren waren aus Oberhessen und aus den Kreisen Dieburg unb Hanau.
Verantwortlich für ben politischen Teil I. B.: R. Lang e.
Miiller'sche Badeanstalt.
Wasser wärme der Lahn nm 30. Juli: 161 11.
Meteorologische veodachtungender Station Sieben.
Juli 1613
1
aus 0° rediiziert
V»
o
Z s
J
der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
n> w
“3
S
@
pTöü b«r DewSIIiung! in tzehnt«! der | Pch'b. tztnn,-l»tzjs
Wetter
29. 2"
748,5
18,5
10.3
65
WSW
4
10
Bed. Himmel
29. 9“
48,8
14,5
10,8
88
W
2
10
30. 7"
749,6
10,9
8,8
91
NW
2
10
Rebel
chste T<
mpera
ur an
1 28.
bis 29.
I"
li - ck
19,2 ' -3.
Niedrigste
28.
, 29.
— ck
10,3 e J.
Liiederschlag: 0,0 mm.
Salem Aleikum SaletnGold
Goldmxindsölck
Cfgetreffen
Trusffrei!
97Td
T rinkt Sanitätskraftbier!
Giessener Brauhaus, A. & W. Denninghofl
[4365]


