Ausgabe 
25.3.1913 Drittes Blatt
 
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Dritter Blatt

M Jahrgang

Ur. 69

Erscheint tägSch mit Ausnahme des Sonntags.

?igc.

Frankfurt..LOge

02251

chalter sagte mir, sic würde

Ich habe also alle meine

ihn wiedererkennen, wenn sie ihn sähe.

nntag 1913.

rats der Ludwigshafener Walzmühlc wurde beschlossen, für 1912

ans n. Fran Laura

9j;

von bent dieselben leben müssen.

Tas Werk, das von einem

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gen*

>lgen.

Dr.

über 34,000 ähnlich lautende schriftliche Anerkennungen!

Sutel-Bonbons

wirken ganz vorzüglich gegen

Somit das Urteil des Gerichts' nicht wieder, wie im Friedberg- TTii a4-A-»V *inv\Ä TTäi

rozcß, mißverstanden wird, stelle ich ausdrücklich fest:Bücket- ****S*Vw?Ä* AlvÄäwl <*vi w

;ud-An|age

Prozeß,

Man achte nur auf das Wort

Entöl und weise

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enheim-Heidelk

Erinnerung an Ludewig Knott, den bekannten Besitzer der Sode Salz- Ludwig Knott, ein Stammvater des und Nassau blühenden Geschlechts der eigentliche Schöpfer der hiesigen

tritt den aus

mit einer Erztafel ,zur Pfänner, den ältesten Hausen 14951511." heute noch in Hessen Knodt (Knott) ist als Salzwerke anzusehen.

tragt, den zu vier Monaten Gefängnis verurteilten Tonn in Untersuchungshaft zu nehmen, da er plötzlich am 18. März seine Tepots bei der Deutschen und der Kommerz- und Tiskontobank abgehoben und auch sonst einige Maßregeln getroffen habe, die den Fluchtverdacht ilahelegtcn. Der Gerichtshof ordnete die Unter­suchungshaft nicht an, der Angeklagte soll aber nur gegen Sicher­stellung von 25 000 Mk. Kaution von der Haft verschönt bleiben.

Bor Schluß der Verhandlungen erflärtc der Vorsitzende noch:

wird ja sehr gerne angenommen, nur ist es unverständlich, wie man dann von einer Geldschneiderei reden kann, da es doch durchaus kein Erwerbsgeschäft ist, das damit gemacht werden soll^ Es gibt aber einzelne Herren, die annehmen, nur die von ihnen gebotene geistige Nahrung wäre für ihre Mitglieder das Manna,

Unterstützung eines unlauteren Geschäftes mitzubeschuldigen. Dep Verlag wird sich natürlich weitere Schritte Vorbehalten.

_____________ W. Künz el.

Ktarrdesarntsnachrichten

(Nachträglich eingegangen.)

Freunde mit an den Schalter genommen, es war aber keiner von ihnen!

erhalten.

Oberursel, 23. März. Prinz Heinrich d er Nieder­laub e besuchte dieser Tage die M o t o r e n f a b r i k Oberursel, Akt.-G^ und besichtigte eiiigeheiid die Werkstätten und Fabrikate. Der Prinz interessierte sich besonders für die Fabrikation von Motor- lokoniotioen und die bisherigen Lieferungen der Motorenfabrik nach Holland und dessen Kolonien. Der Prinz ließ sich mehrere dieser Motorlokomotiven im Betriebe vorsühren.

Ihops" zu führen ist strafbar, und der Reisende, der in Kenntnis von dem Bucketshop-Charakter eines Bankgeschäftes für dieses tätig ist, macht sich strafbar."

bon der höchsten geistlichen Behörde, und ist cs wohl von dem' Schreiber des Warnungsartikels etwas kühn, diese Herren den

Nachahmungen mit ähnlich klingendem Namen zurück. ss^A»

miberger und Fran ' glückliche Geburt ust anzuzeigen.

Kreis Wetzlar.

w. Wetzlar, 21. März. Das 21. Schuljahr unserer land- wirtschaftlichen Winter schule fand gestern durch die Schlußprüfung seinen Abschluß. Am 4. November 1912 wurde das Semester mit 28 Schülern eröffnet, 16 waren neu eingetreten und 7 besuchten die Anstalt int zweiten Jahr. Für den crfranftcn Direktor Courtin hatte Landwirtschastslehrer Hinders die Lei­tung übernommen. Tas nächste Semester beginnt Montag, den Z. November.

Hessen-Nassau.

Rodheim, 24. März.. Ter langjährige Bürger­meister Hch. Schäfer II. ist kürzlich gestorben. Seine Angehörigem ließen den Tod durch die Ortsschelle bekannt

Laubach.

Aufgebote: März 19. Ludwig Krauß, Grubenarbeiter in Lardenbach, mit Maria Faust in Klein-Eichen.

Kreis Friedberg.

(L) Friedberg, 24. März. Gestern hielt Professor D. E g e r in der überfüllten Stadtkirche seine Abschieds- Predigt.

Die .^iehever Zamilienblotkr" werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ♦KrtisWatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit- srager»" erscheinen monatlich zweimal.

ermitteln. Tas Fräulein am

nieder die krcisverwaltung durch Regierungsrat

Eingesandt.

fFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen.Warnung", unter diesem Kernworte wurde dieser Tage vonberufener Seite" vor dem Ankauf des christlichen WerkesFriede sei ntit Euch" gewarnt. Sehr naiv sagt ber Verfasser:Ich kenne das Buch nicht, aber ich verurteile es". Es wird ferner gesagt, daß das Buch nicht den Wert von 13 Mk. haben soll, daeine ganze Schar" von Agenten davon leben! soll. Bis jetzt hat der Schreiber noch nicht gewußt, daß ereine ganze Schar" bedeutet. Taß der Verlag Tausende von Mark aus dem Erlös dieses Buches zu wohltätigen Zwecken verwendet.

zu bringen. Ter Reingewinn bewegt fick ungefähr in der Höhe des Vorjahres. Für Abschreibungen sollen ea. 200 000 Mk., ferner zur Erhöhung des Telkretere-Kontos 50 000 Mk. und weitere 200 000 Mk. für innere Reserven verwendet werden.

Redaktion, Spedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: e^fi>5L Redaktion:«« 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen.

PädagogM

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Kncbtnfdmle am PW!

uexbvmb. mit v.xittvuffi' «

Fainitten-Nachrrchteir.

Verlobte: Fräulein Anna Rühl mit Herrn Heinrich Schlitt beide in (Samberg. Fräulein Auguste Stroh in Nieder-Gemünden mit Herrn Karl Karl in Burg-Gemünden. Fräulein Emilie Techert in Geiß-Nidda mit Herrn Emil Biugmer in Staden. Fräulein Emma Werner in Hock-Weisel mit Herrn Theodor Vogt in Reichelsheim i. d. W. Fräulein Ida Weil in Leidhecken mit Herrn Jean Baußrnann in Volxheim «Rheinhessen). Fräulein Valerie Kirchner in Vnkarest mit Herrn Heinrich Schmidt in Schlitz. Fräulein Else Meier in Offenbach mit Herrn Willi Göbel in Wetzlar. Fräulein Rettchen Göbel in Leun mit Herrn Karl Koch im Kirschenwäldchen. Fränlein Elise Müller mit Herrn Karl Kehr, beide in Heimertshausen. Fränlein Elisabeth Herz in Selters i. Western), mit Herrn Waldemar Gernand in Metzlar.

Dienstag, 25. März sysZ

Rotationsdruck und Verlag der Brühlfchen Univerfitäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Bekanntmachung ersehen.

Landkreis Gießen.

8. Reiskirchen, 24. März. Am 1. April Wachtmeister Oestreich nach 40jähriger Dienstzeit in Ruhestand. 9Jlan sieht den humanen Beamten ungern

machen, und die Gemeindemitglieder aus Wunsch des Ver­storbenen zur Beteiligung an dem Begräbnis auffordern, wonach sie zu einer Tasse Kaffee in zwei Wirtschaften ein- geladen 'wurden. .... ........

Hk. Marburg, 21. März. Der Privatdozent Prof. Lie. echten Christen und Pfarrer geschrieben, wird von Hundertew thevl. Walter B euer frier bat einen Ruf als a. o. Professor von Geistlichen empfohlen und befinden sich darunter viele Herren in der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Br es l a u .....k 1CL

M er cf, die Gemeinde durch Peigeordneteit W. Kröll, die Bürgermeistert'ouferenz des Kreises Gießen durch Bür­germeister Fendt-Hungen, das Ortsgericht durch Adolf Hofmann, und die Sparkasse, deren Direktor Bürger­meister Schäfer war, durch Hch. Roth III.

Kreis Büdingen.

k. Bad Salzhausen, 24. März. Kürzlich hat unser ;n kräftigem Aufschwung begriffenes idyllisches Bad, das zu ben ältesten Soolbädern Deutschlands zählt, ein neues De nk,m a l seiner geschichtlichen Vergangenheit u halten. In nächster Nähe der Hauptquellen ist ein aus qelsblöcken gebildeter ,Snottenftein" errichtet worden

ie Geburt eines ge-, ;n Mädchens zeigen

Vermißebtes

* E s geht nichts über Freundschaft. In England, wo die Postämter als Voltsspartasscn dienen, wurde vor kurzem die Summe von 20 Mk. betrügerischerweise auf dem Postamt einer größeren Stadt erhoben. Tie Postbefrörde schrieb an den Be­sitzer der verschwundenen Einlage, konnte aber eine Zeit lang keine Antwort ans ihre Erkundigungen bekommen. Endlich schrieb her Mann folgende Erklärung: Ich hätte schon früher geschrieben, habe aber eine Woche gewartet, um den Dieb ohne Aussehen zu

F. C. Fulda, 21. März. Der Gastwirt Landsiedel aus Hilmes und der Knecht Taub c von Schenklengsfeld wurden i5rc"1 ®«8 «r d« Uebat. ' geborene: Mär» II. T-m Kutsckrr Karl B-tcr ein Sohn. Äteif-MuSÄ SäSÄte «ä--. Dem Schneidermeister Iak°d .HMerr ein!

überqueren wollten, von der Lokomotive, die gegen das Otefäfrrt torh ei ntte- Märr 19 ß'-TifnhHtti' GAcAw te»M. L M--«*

Lokomotivführer trifft keine Schuld. 9

Horn

Sondheim)

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Dauöel

DF. Bingen, 20. März. Tie W e i n v er st e i g e r u n g war überaus stark besucht und der Wein fand sehr rasch Ab­nehmer. Tie Taxen wurden bei fast allen Nummern bedeutend überschritten. Bei flottem Zuschlag wurden folgende Preise für die 1911 er Weine erzielt: Weißwein das Stück 10201350 Mk.,

kcnueradschastHassia" abgebildet waren. Der Kriegerverein, . ...

sowie viele Vertreter von auswärtigen Vereinen gaben ihm wiederum eine Tividende von 10 Prozent wie im Vorjahre der das Geleit zu seinem letzten Gange am -3?' ftatts.ndenden G-n-ralveriammluna m Bar.chlag

iuu6 \um Eimabngc r e.mcn, da nur critIL. notcu, Lberlcbrcr:c. hien. $1 leine Sinnen. ?

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 23. März. Durch einen kleinen Jungen hrurben in dem Walde südlich des Nachbarortes Blitzenrod, in der Nähe der Straße nach Herbstein und Frischborn, Ueberreste eines menschlichen Knochen­gerüstes gefunden. Tas durch die Ortsbehörde benach­richtigte Amtsgericht und die Gendarmerie nahmen gestern nachmittag Augenschein ein und stellten fest, daß es sich tatsächlich nm das Skelett eines Menschen handelt, dem jedoch 'der Schädel fehlt, der trotz eifrigen Suchens nicht gefunden werden tonnte. Wie das Skelett an diese Stelle gelangt ist, oder ob es sich um ein Verbrechen oder einen Unglücks fall handelt, konnte nicht sestgestellt werden. Da in der hiesigen Gegend von dem Verschwinden eines.Men­schen nichts bekannt ist, ist es nicht ausgeschlossen, daß. ein Wanderer sein Nachtlager dort aufgeschlagen hat und vielleicht erfroren ist. Die Leiche wurde anscheinend von Tieren zernagt und teilweise fortgeschleift. Kleider oder onstige Gegenstände, die zur Ermittcluug des Gefundenen bienen könnten, waren nicht mehr vorhanden.

d. Crainfeld, 22. März. Am 20. d. Mts. wurde der Ortseinwohner und Veteran Georg Völsing zur letzten Ruhestätte geleitet. Völsing machte die Feldzüge von 1866 und 1870 mit. 1866 diente er bei Hess. Artillerie-Korps- Bat., Train-Abt. Nr. 3, und 1870 bei Hess. Jnf.-Regiment Nr. 116, 7. Komp. Er war Vater von sieben Söhnen, die alle sieben, was wohl zu den größten Seltenheiten zählt, des Kaisers Rock trugen und 1910 im Kalender der Krieger-

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Kinzenbac ri b. (ylcbcn. -

DerlDro«rSattier--------- Er fh,t s,ch neugeboren!

* thvJ D Ich trank zur Stärkung Bioson. Schon in den ersten Tagen i>e&

Tas Urteil. Biosongenusses stellte sich wieder ein gesunder, krästrgendeo

Berlin, 22. März Ter seit elf Wochen verhandelte Pro- RÄLkL.ttN Ä K5Ä. U « da«

ze» Sattler und Genossen ist heute zu Ende gegangen. Sattler ea*eSJflu!-flbtfläufü6teneben^^SefSerb »onftänbir »SiämS?

loirb unter Embeziehuwg der vom L-chwurgericht gegen thn er- den, sodaß ich mich jetzt rote neugeboren fühle. Hch. Schlöß-

kannten dreunhrtgen Gefängiusstraw zu einer Gesamtstrafe von mann, Mainz, Weinthorstraße 30, I. Unterschrift beglaubigt: fünf Jahren Gefängnis und 3000 Mk Geldstrafe oder noch 28. November 1912, Justizrat 0r. Bing. Bioson, Blechdose (circa 200 Tagen Gefängnis und zu einer Stempelstrafe von 79 620 Mk. '/r Kilo) Mark 3. erhältlich in Apotheken, Drogerien, verurteilt. Voit der Gesamtstrafe gelten acht Monate als ver­büßt. Ter im Sckmmrgerichtsurtcii ausgesprochene Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte bleibt bestehen, und bei ber Abmessung der Strafe hat der Gerichtshof das gesamte Vorleben Sattlers, die große Gemeingefährlichkeit derBncketshops" und die brutale Rücksichtslosigkeit im Vorgehen Sattlers berücksichtigt.

Ter Angeklagte B r n ck h o r st ivirb wegen Stempelvergehens zu 515 Mk. Geldstrafe verurteilt und im übrigen freigesprochen. Ter Angeklagte Tonn wird des Betrugs für schuldig befunden und zu vier Monaten Gefängnis und 900 Mk. Geldstrafe oder noch 60 Tagen Gefängnis, Hei nicke wirb wegen Beihilfe zum Betrug zu drei Wochen, H i r s ch wegen desselben Vergehens zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Tie vier mitangeklagten Reisenden Sattlers werden wegen nicht ausreichender Beweise freigesprochen, obgleich es feststehe, daß ihr Verhalten den Kunden gegenüber unanständig, aufdringlich und widerwärtig war. Auf Befragen erklärt S a 11 l c r , daß er jedenfalls R e v i- f io n o nm eiben werbe. Staatsanwaltschaftsrat Schürckerak bean-

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oherhejfen

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bas Halbstück 6901030 Mk.: Rotwcmc bas Halbstück 630 bis 950 'Mk. und das Viertelstück 500730 Mk. (Ingelheimer Spätrot, Auslese). Gesamterlös für _ und */4 Stück 79 270 Mk.

Mannheim, 22. Äkärz. In der Sitzung des Aufsichts-

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02212 4' $iitl 1913.

1 b.n

Aus Stadt und Land.

Gießen, 25. März 1913.

** Fleischertag. Der Bezirkstag für beide Hessen nnb Nassau des Deuffcheu Fleischer-Verbandes findet am 26. und 27. Mai in Fulda statt.

** Der Turngau Hessen hat etwa 13000 über 14 Jahre alte Bereinsangehörige. Der Sitz des Gäuver- ireters ist von Gießen nach Marburg verlegt. Alle Briefe and Nachrichten sind jetzt au deu i. Gauvertreter Will). Metzler in Marburg zu richten.

** Zur D i e n st b o t e u fr a g e. Um vielfach aus- getauchten .Ziveiseln zu begegnen, besonders um die weit verbreitete Unkenntnis der gesetzlichen Bestimmungen der Äesindeordnttng izu beseitigen, erläßt das Großh. Polizei- aint heute eine Bekanntmachung, die für Dienstboten und Herrschaften in gleicher Weise von Wichtigkeit ist. Es han­delt sich nämlich um die Auslegung der Art. 6 und 7 der Äesindeordnuug, die, wie wenig bekannt ist, durch eine Ortssatzung für Gießen abgeändert sind. Anstelle des gesetz­lichen Tienstjahves und des gesetzlichen Tienstmonats ist hier nämlich statutarisch das Kalendervierteljahr mit vier­wöchiger Kündigungsfrist gesetzt. Tas Nähere ist aus der

M

icljung. ©arten, >!il. von Ebern u-Äetzöi

Iltis yessen.

Die Spar- und Darlehnskaffe zu Langsdorf.

Der Abg. Fenchel hat in der Zweiten Kammer fol­gende dringliche Anfrage gestellt:

Schon wieder ist eine Gegend unseres Laubes in große Be­unruhigung gekommen, da Okrüditc im Umlauf sind, baß die Brlanz ber Spar- unb Darlehnskasse in Laugsborf mit einem Fehlbetrag von über 600 000 Mark abgeschlossen haben soll. Ich stelle die bringende Anfrage an Großherzogliche Regierung: 1. Hat die Großh. Regierung Kenntnis von dieser Behauptung und inwieweit steht diese Behauptung richtig? 2. Falls sich die Behauptung als richtig Herausstellen sollte, kann auf eine Unterstützung ber Großh. Regierung zur Sanierung ber hierburch betroffenen Personen in Aussicht gestellt werben, um einen bauern­den Notstand zu oerhindern und die Gemeinden vor weiteren Schädigungen zu bewahren?

Auch Abq. Dr. von Helmolt und Genossen haben über den Zusammenbruch von G e n o s s en s ch a f t s - kassen eine drin»gliche Anfrage eingebracht; sie lautet:

Ms vor einigen Jahren der dem Verband der hessischen lairdwirtschaftlichen Genossensä-aften nicht angefrörenbeVorfchuß- ,mtb Srebittiercin E. G. m. u. H. zu Ober-Mockstadt" insammenbrach, wurde vielfach darauf hingewiesen, daß derartige Vorkommnisse innerhalb des Verbandes nicht möglich seien.

Trotzdem erlebten wir int vorigen Jahre den noch viel schlim­meren Zusammenbruch der N i e d e r - M o d a u e r Kasse unb jetzt soll sich bei berS par-und Darlehnskasse e. G. m. u. H. Langsdorf" eine Unterbilanz von über 600000 Mark er­geben haben. Beide Kassen gehörten dem Verbände an und wurden von ihm revidiert. Es verlautet auch, baß dem Verband die schtvierigen Verhältnisse beider Kassen und die Tatsache, daß crbeblicfrc Unterbilanzen vorhanden waren, schon seit Jahren be­kannt gewesen seien.

Nicht genug hiermit wird auch davon gesprochen, baß noch weitere Zusammenbrüche von Genossenschaften im Großherzogtum Hessen zu befürchten seien. Bei ber großen Bedeutung, die dem Genossenschaftswesen besonders im Großherzogtum Hessen zn- kommt, und im Interesse der Beruhigung der interessierten Kreise halten wir eine völlige Klarstellung für erforder­st ch.

Wir bitten deshalb Großh. Regierung um Auskunft, ob nach ihrer Ansicht ber Verbanb ber hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften der ihm Obliegenheit Pflicht zur Revision in vollem Umfang genügt hat, ob nach Ansicht der Regierung die dem Revisionsverband gegenüber ben einzelnen Genossenschaften zu- stehenben Rechte ausreichen unb ob unb welche Maßnahmen die Regierung für erforderlich erachtet unb zu ergreifen gedenkt, um weitere Zusammenbrüche von Genossenschaften möglichst zu oerfriiten unb die entstandenen Schäden zu lindern.

dem Dienste scheiden. An feine Stelle tritt Wachtmeister Glaub aus Grebenau,

Lollar, 24. März. Ein schönes Beispiel vater- mndischcr Gesinnung hat der Farmer Hch. Seipp zu Rantabis, Teutsch-Südwestafrika, gegeben. Seipp ein geborener Lollarer wanderte vor dreizehn Jahren nach Deuffch-Südwest aus, wo er völlig unbemittelt an kam, da er auf der Ueberfahrt Schiffbruch erlitten hatte. Dieser Tage hat nun Herr Seipp bestimmt, daß eine Forderung von 40 Mt'., die er noch in Lollar stehen hatte, zur.Hälfte dem .Kriegerverein, zur anderen Hälfte der Nationalslug- ipende überwiesen werden soll. Vielleicht kommen diese Seilen dem Spender zu Gesicht, damit er sieht, daß in der Heimat auch seiner noch gedacht wird.

- Rodheim (Kr. Gießen), 21. März. Heute wurde Bürgermeister Schäfer unter Beteiligung der ganzen Ge­meinde zu Grabe getragen. Pfarrer Schlosser hielt eine zu .Herzen gehende Grabrede über den Text 1. Thim. 5, 17. Bürgermeister Schäfer hckt sein Amt 29 Jahre in treuer PfMhterMlung und zum Segen für die Gemeinde verwaltet.^ Das wichtigste Knltnrwerk für eine Landge­meinde, die Feldbereinigung, wurde unter seiner Amts­führung begonnen und durchgeführt:' auch konnte noch un­tere neuerbaute Was.erleitnilg während feiner letzten Le­benstage in Betrieb genommen werden. Unter ehrenden und anerkennenden Worten legten Kränze an seinem Grabe

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