Ausgabe 
30.5.1913 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

'M

Gerichtssaal.

4 Zimmer "|

4=rf.:.,:wilL, a.u. 6-rnu

Nmsk Hentftabtiioftlancrnb. ^*»<1 IN. B. 100. (04418

Utibcrxant, Schottstrane 11.

Schriftliche Angebote unt. R23 a. b. Gies?. Anzeig.

flfl*

Hfl

alsbald gesucht.

8531

j t1

Lehrmädchen Adler-Wagen

zum baldigen Z/JJ. £§" Svorttnve, 6 fifcifl,

zum baldigen

, r

6i

1IC

BO

Geldverkelu

MWs.

Verkäufe

Mietgesuche

Stellenangebote

Verschiedenes

Klinik für vnirbnrfic nnd nervöse SrronEbcitcit.

Jeune homme d&sire le- (jonsdeoonversat.Ecrire sous 04426 Giess. Anz.

UlarkuH Bauer, Herren- u. Damenschnciberei.

Inkasso-Agentur für Giessen ist bei eingesührter, südbeutscher LebensversicherungS- Gesellschast neu zu besetzen. Offerten von Herren, bie sich auch bem Neugeschäft widmen wollen, erbeten unter 3537 an bie Geschäftsstelle des Gießener Anzeiger

äv Tage kamen, floh Knapp am 8. März mit dem Mädchen nach der Srfjrr-cij, nm nach 4 Wochen mittellos in Frankfurt der Polizei in die Glinde zu fallen. Die heutige Gerichtsverhandlung in Frankfurt stellte lrlL daß Knapps Geldgeber von der Fälschung der Wechsel wußten, aber dachten, die Verwandten des Angeklagten würden die Berpflichtungen d'clen, um Knapp vor dem Gefängnis zu bewahren. Der Angeklagte wurde unter Zubilligung mildernder Umstände zu 18 Monaten Ge- sörgnis verurteilt, der Staatsanwalt hatte drei Jahr beantragt.

ßs1'8/1) Agent sof. gesucht. H. Jürgensen L(^o.,Bigarr.'». ,';igarctt. Fa., Hamburg 22.

Selbständigkeit

hoher Verdienst

* cvcutl. 1 gr. Zimmer. Ict, aber mit Bedien., mögt, tz' südlich. Stadtteil gesucht. Lchrifll. Angebote u. 04422 fn den Gießener Anzeig, erb

NesterfleschäftA Pird anständig. Leuten unt. f iitin. Beding, einger. An- ll'llung ersord., Laden nicht duvend. Off. u. T.(?.818fi 9 :Ln dolsMosse, Dresden. Vertrauensstellung betet ffch tüchtigem, tntellig. Gutmann. Herren aus der ^narrcnbranche werden be- ^r.;ugt. Schriftl. Angebote ^>er Darlegung der seit- »rtgen Tätigkeit, sowie mit sioabe d. Gehaltöansprliche, - ltniiöabschrisien und Bild , ^ 3544 an den Gießener ''Seiger erbeten.

wandern und Reisen. Näder.

Wanderungen in Gießen und Umgebung.

I. Heber den Hange! st ein n a ch S t a u f e n b c r g.

Wir gehen durch den Philosophenwald nach Wiescck, tuenden uns rechts und gehen durch die Pforte. Vor dein Friedhof beginnt link? ein Feldweg, der uns iti einer guten Viertelstunde zu dein prächtigen Hanaelsteiner Wald führt. Die Markierung führt nn§ durch reizende Schneisen und Fußpfade über die schönsten Pnukte des HangelsteinS, der einige reizende Aussichten rind eine interessante Felsgrnvpe, die Teufelskanzel, ausweist. Nach dein Ueberschreiteu des Höhenzugs gehen ivir auf der Daubringer Chaussee über Daubringen zum Staufenberg, von wo aus die Station Lollar in einer halben Stunde zu erreichen ist.

II. Greifenstein Dianaburg.

Mit einem Frühzuq fahren wir nach Station Sinn int lieb- lieben Dilltal an der Strecke Gießen Köln. Von der Haltestelle geht man den Fußweg an der Bahn bis zunt nächsten Wärterhaus, überschreitet die Babu und geht den Fußweg über Fleißbach und gbwecbselnd durch Feld rmd Wald nach der malerischen Ruine Greifenstein (418 m). Wer einen näheren Weg machen will, kann von Katzensnrt aus in einer Viertelstunde den Greifenstein erreichen. Jin Dorf Greffenstein ist eine gute Wirtschaft. Die weitere Waiidermig führt durch die Bongasse, dann hinab lind links die Straße, die an der Dr. Liebe'schen Heilanstalt Waldhof Elgershausen vorbei- ficht und dann durch Wald und Feld, zuletzt durch prächtigen Hoch­wald, mir Dianabürg hnfführt. Die Dianaburg ist ein schninck- loses Jagdschlößchen mit Aussichtsturm auf dein 412 m hohen Hesselberg. In dem dabeiliegeuden Forsthaus ist eine gute Wirt­schaft. Die Aussicht von, bem Turm ist sehr schön. Vom Turm ons geht man den abwärts durch den Wald sühreuden breiten Weg, an einer Wiese vorbei und dann rechts über den Leuner Verg (Aussicht) nach Leun. Der weitere Weg führt die Straße lahnaufwärts nach Station Braunfels. Wer Zeit uiid Last hat, kann von da aus dem malerischen Städtchen Braunfels noch einen Besuch abstatten. Gesamte Marschzeit etwa 5 Stunden, der Weg ist markiert.

UuLversitäts-Nachrich-eir.

Der ordentliche Professor für Statik der Baukonstruktionen, Brückenbau und Festigkeitslehre an der Technischen Hochschule zu st. r e § |re n Geh. Hosrat Georg Mehrtens begeht am 31. Mai leinen 70. Geburtstag. Ostern 1913 trat Mehrtens in den Ruhestand.

i

jubiVauuo# t sW

MüLer'fche vadsanftatt.

W as s e r >v är m e d e r L a hn am 30. 9)1 a i : 17 0 R.

Amtluhcr Wetterbericht.

Wetteraussichten in Hessen fiit Samstag, den 31. Mai 1913: Wolkig, einzelne Gewitterregen, etwas kühler, südwestliche Winde.

Ih Bad Homburg v. d. H., 29. Mai. Der Auktionator Karl Knapp von hier fälschte vom August 1912 bis März 1913 zahlreiche Wechsel in Höhe von 17000 Mark und führte mit dem Geldc, obwohl er verheiratet und Vater von drei Kindern ist, mit dem ehemaligen Kinder- scvnlem der Prinzessin Bertheim ein flottes Leben. Als die Betrügereien

bit 91atwl- die Summt w

Sandalen Turnschuhe Hausschuhe in grösster Aus­wahl billigst P«

Franz Henn*

Sonncnstrasso 20.

GassSeL.

" Leipzig, 29. Mai. In der heutigen HauptversammltNtg des StnhlwerkSverbandes wurde über das Geschäft mitgeteilt: Der Halbzeugmnrkt zeigte infolge der Ungewißheit der weiteren Gestaltung des internationalen Eisenmarktes auch im Jnlande nicht mehr ganz die bisherige Anspannung. Die Verbraucher halten unter bem Druck der aus dem Weltmarkt gefallenen Preise zurück, und der Abruf ist weniger befriedigend als seither, ^as gleiche gilt vom Auslände, wo seitens der belgischen und der französischen Werke Preisreduktionen erfolgten. In schwerem Ober- banmaterial liegt das Geschärt nach luic vor günstig und der Anfang Mai vorliegende Auftragsbestand übertrifft den der Vergleichszeit des Vorjahres um nahezu 400000 Tonnen. Von den wnrttcm- bergischen Staatsbahnen ist ein Nachtraasbedarf für das Etatsjahr 1913 eingkgangeu. Die preußischen StantSbahireir haben einen Teil des Hauptbedarfs in Schienen und Schwellen für das Etatsjahr 1914, welcher höher ist als im Vorjahre, in Auftrag gegeben. (Sbenio wurde von der Verwaltung der Reichseisenbahnen der Bedarf für das Etatsjahr 1914 aufgegeben, der den des Vorjahres ebenfalls übertrifft. Ter Auslandsmarkt liegt befriedigend. Auch die Aussichten für die Zukunft können als günstig angesehen werden. >In sF o r meisen T/at sich das FnWahr. g cschäst infolge der nngün- sttgen Lage des -abgesehen vom G-^ldstand auch steuerlich ül-<r- lasteten Baninarltes bis jetzt in bescheidenen Grenzen bewegt. Der Verkauf für das dritte Quartal wurde heute zu den. bisherigen Preiseir und Bedingungmr freigegeben. Vom Auolande war der Auftragseingang seither befriedigend, doch dürfte auch hier ein Nachlassen zu erwarten sein, wenn eine günstigere Gestaltung ber Geldverhältnisse und eine endgültige Llärung der polnischen Lage eintreten sollte. Außerdem wurde beschlossen, daß der Stahlwerks- verband an der geplanten Ausstellung in San Francisco sich nicht beteiligt. Die nächste Hauptversammlung ist auf den 26. Juni in Düsseldorf anberaumt ivordcn.

JitHstmäblheil sür.Küche und Haus in klein. Haushalt ver lsi.Juli gesucht. Näheres FKiedrtchstr. 15 I. oder SclterSweg 1. [3511

Margarine - Fabrik die in tierischer und Pslnnzen-Margarine lnamenl- lich in den oberen Preislagem führende Marken fabriziert, sucht Absatz ihrer Ware durch einen

-§chntidttMtii.W.

ges. Wilh.Rink, Sonnenstr. 12.

2 Zimmer

id). 2 Z.-W. auruh. L.z.vm.

'rite Lichcr u. Wolfstr.20. lM,ao

Trinkt Sanitätskraftbier!

Gäessener Brauhaus, A. & W. Denninghofl

13551]

Engi. Student LL

Schriftl. Angoboto unt. 04410 an don Gießener * nzelg1. erb.

4 fibin, ß/18 PS., Svorttnve, komplett 3200 Mk. [3546 Friedrich Krogmann Gieffcv Babnbofstraße.

sichere Existenz

Für die noch freien Bezirke soll der Alleinvertrieb und das Alleinmbrikationsrecht unserer mehrfach zum D. R. P. angeineldelenFortschritt"-Dielen, aus die eine Reihe von Schutzrechten seitens des Patentamtes erteilt ist, an geeignete Herren vergeben werden. Ohne beson­dere maschinelle Anlagen u. Borkenntnisse erübrigt diese Nebernahme einen Neinverdienst von über 100%, zirka 10000-12000 Mk. jährlich.

Bisher über 300 Bezirke verkauft. Prima Referenzen von Herren aus allen Bezirken. die zum Teil Groß­betriebe damit eingerichtet haben. Tatkräftige Unterstützung und Einarbeitung durch das Stammhaus.

Nur Bewerber, die 30006000 Mk. zur Verfügung haben, wollen sich wend, anRbcnauia" Bau-Industrie (S. m. b. H., Düsseldorf, HansabauS.ss^/5

Vermischtes.

* Ern bemerkensmcrtcs Wasserwerk. Das bow Jtyct>e Saarburg mit einem Kostenaufwand von 1,2 Millionen Mark erbaute Zentralwasserwerk bei Wawern, das - . ,Hrtl; >int «saffrr versorgt, tmirbe am 29. Mar fcterlid) croftnet. _ Interessant ist, daß das Wasserwerk das nötige Wasser mcht fließenden Quellen entnimmt, sondern einem unter trötfdjen Strom, der wir Saar fließt, das Wasser luirb ans ei, 05 Meter tief liegenden Strom hcraufgegmnrpt, in drei ?"Mbehaltern angesammelt und von da den einzelnen Orten burd> Pil'npen zugeführt. Jeder Ort hat einen Ortshochbehälter.

.Baren unter sich. Aus Halle a. b. Saale wird gemeldet: Zwei noch nicht ausgewachsene Bären gelangten int Alogischen Garten ans ihrem: Käfig in einen Eisbärenzwinger Ute Eisbären zerrissen die Eindringlinge und fraßen sie

bnen Ä ,?* r-cn

Utlb in, 7'°rocruna ,-lragsM 5 6 toirb hic ^: "Ä äW, 4^5 iN

Sj« sich nut eignet.

. r. Nie, mitt. ' Cl"cm bejon, E 3' Ne bi K ?ri9c & v?Sun9 eines len Abteilen b».

7 der Kranken uung, minbefttn; oicbe Wagen mit ,n denen sie m, brelltzisch-hessjs^ imgeit nord- uiü »Uhren, aus len 2. Kasse bt- .ober Güter- 11 c. hieffür sich brkarten 2. fflafft «egleiter iwrh ür leben roeittmi itens sür tzilzüg,. ten Kranken- rten 1. Klasse für mtdestens sür 12 Kranken Nsthnch in dem Wagen ;bcn; hingegen ijt rächt zu beMcn. wglichst jrühzeilig

6000 Kilometer gefahren, mit voller Ausrüstung billig ab­zugeben, "Ms M 41 desgleichen

(Tnrflttt sow- ig.Ww. v.Land, mvchlu unabh.,suchenStelle, ferner erh. tüchtige Mädchen Stellen s. gleich u. später.

ftrau Margaretbc Bitzer, gewerbsmäßige Stelletwer- mittlerin, Kaiser-All. 2, Rcb.

foriiU»®

Moderner ^eustcrdekora- tcur ist noch auf einige Tage frei. Schr. Angebote n. 04428 an den Gießen. Anzeig, erb. 6iidie Stelle als PMm halbtagsiveisc. Näher, tn der Geschästsst. d. Gieß Anz. f0M,# Nräul. sucht Stell, z. Führ. d. Ha ush. Sch r i ft l. A n g c b. u.3st60 an den Gießener Anzeig, erb.

Reichsgerichtsbrief.

(Nachdntck verboten.) js. Leipzig, 1913.

Schadenersatzanspruch gegeir eine Lehrerin wegen Fahr­lässigkeit bei einem chemischen Experiment im Schttl- unterrichi.

Wenn jemand chemische Exverintettt e vornimmt, ohne die erforderlichetr Sachkenntnisse zu haben, so handelt er fahr­lässig, auch wenn die Experimente an sich verhältnismäßig ein­fach sind. Entsteht dabet einem anderen ein Schade n, so ist er nach § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ersatzpflichtig. Zur Warnung in dieser Beziehung möge der folgende Rechtsstreit bienen: Tie Beklagte H. ist Klassenlehrerin ntt einer Schule in Friedberg. Sie wollte im Juli 1910 un Phpsikunterricht die Entwickelung von Wasserstoffgas auf chemischem Wege burd) Verbindung von Salz­säure mtd Zink darstellcn. Nachdem sie den Versuch vorher in ihrer Wohntmq mit Erfolg gemacht hatte, ist bei der Wiederholung des Experimentes im Schulzimmer das verwendete Kochstäschchei, explodiert. Ein Glasivlitter flog der Schülerin K. so tmglücklich ins linke Auge, daß dieses herausgenommcit werden mußte. Der Vater des Kindes erhob gegen die Lehrerin eine Klage aus Schaden ersatz, indem er geltend macht, die Beklagte habe fahr- lassia gehandelt, weil sie das Experiment nicht ordnungsmäßig ansführte und nicht die erforderlichen Vorsichtsmaßregeln getroffen habe. Landgericht Gießenu. Oberlandesgericht D a rm stadt haben die Beklagte zum Schadenersatz verurteilt. Das Reichs­gericht Hat das Urteil des Oberlandesgerichts bestätigt und die von den Beklagten eingelegte Revision zurückgewiesen.

zum 1. Oktober auf ein An- waltsbureau ges. Schriftliche Angebote unter 3563 an den Gießener Anzeiger erbeten.

Eintritt gesucht

Fritz Nowack

WiiNchc- and l3 ÄnflKtattnnp'OeHchüft

la. Spargel!

ff. zart, l. Qualität *60 Pfg., II. Qual. iSuppen-Spargel, 30 Pfg. per Pfund ab Hier gegen Nachnahme. 3007 , W dfcnler, Obstvlantage,

Ranbcim 4 bei Mainz.

-

Jll w -VMi

außer dem Hause für dauernde Beschäftigung so­fort gesucht. 3522

Ein deutscher Kreuzer von den Griechen beschaffen.

P<r i7is, 30. Mni. Die hiesige Ausgabe desNew Pork Herald" meldet, daß der KreuzerStraßburg", der von Konstantinopel nach dem Piräus sirhr, von den griechischen Hafen bri t tc rien bei Piräus be­schossen wurde, da das Schiff für ein türkisches Kriegsschiff igehalten wurde. Die Griechen fenertcn vier Granaten ab, von denen eine 40 .Meter von dem Schiffe entfernt in das Wusser s chIn g. Der Kreuzer drehte bei, worauf ein Lotse heran kam und das Schiff durch die F-ahrrinne sicher in den Hafen brachte. Wie t>cr Lotse mit teilte, ist der ganze Hafen durch Minen geschützt.

Ein Engländer über seinen Besuch beim Reichskanzler.

Berlin, 30. Mai. William Perkins Bull, ein Ur­enkel John Bull's von Oxford, der das britische Natioi'al- liedGod save the Fing" verfaßt hat, ist auf einer Infor-, mationsreise aus Eanada, wo die Familie seit 1798 lebt, nach Deutschland gekommen. Ueber seinen Besuch beim Reichskanzler erzählt er unter anderem, Herr von Bethmann Hollweg habe es als bemerlenswert bezeichnet, daß Eanada und Australien jetzt Schiffe für England bauen, ferner habe der Reichskanzler erklärt, er arbeite jetzt vier Jahre für den Frieden. Es sei eine schwere Arbeit gewesen. Die Beziehungen der Völker, insbesondere des deutschen nnd des englischen Volles seien viel herzlicher geworden. Er werde sich Mühe geben, dasi sie noch viel herzlicher würden. Der Besuch des englischen Königs sei ein erfreuliches Mo­ment gewesen und auch König Georg habe ihm wiederlwlt gesagt, daß er mit feinem Berliner Aufenthalt sehr zu­frieden sei.

*

Die Aussichten ein er Reich svermögenssteucr.

Berlin, ,30. Mai. Wie dieTägl. Rundschau" er­fährt, hat ein n a t i o n a 1 l i b c r a 1 e r' Ab g e o r d n e t e r in der Donnerstagssitzung des Budgetausschusses des Reichstags persönlich den Reichsschatzsekretär gefragt, ob cs der Regierung mit der Ablehnung der Reichsvermögens­steuer Ern,t sei. Darauf habe der Reichsschatzsekretär erwidert, daß die Reichsregierung für eine Reichsverniö- g c n S st e u c r unter t ei n en U m st ä n d c n zu ha be n sei.

T Französischer Besuch in Rußland.

P e t c r s bürg, 29. Mai. Der General st abschef der französischen Marine, Lcbris, und der .Sbommmtbant bes PanzerlreuzersJcannc d'Arc" sind heute nach Moskau abgcrcist.

*

Ein Deutscher zu lebenslänglicher Zwangs- ha«t in Sibirien verurteilt?

Berlin, 30. Mai. Eine Anfrage wegen "der Bestra­fung eines Deutschen in Rußland hat der Sozialdemokrat Liebknecht im Reichstag eingebraeht. Vor einigen Tagen wurde dieser Anfrage zufolge der Bergmann Ignaz I a k u b i k aus M h s l o w i tz, ein deutscher Staats­angehöriger, in einem russischen Grentzv-rt von den russischen Behörden verhaftet und wegen der von ihm bei dem ob erseh! esischen Bergarbeiterausstand betriebenen Agi tation im administrativen Wege angeblich zu lebensläng­licher Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt. (Der Name klingt nicht gerade deutsch!)

*

Ein Mord bei Frankenthal.

Worms, 29. Mai. Bei Gernsheim wurde auS dem Rheine die Leiche der 19 Jahre alten Josefa Kitzler aus Waldsee bei Frankenthal gezogen, die mehrere Stichwunden ansimes. Man vermutet, daß die Kißler ermordet und dann in den Rhein geworfen wurde. Als Täter kommt ihr gleich­altriger Geliebter I. Finger aus SSaldsce in Betracht, der flüchtig ist.

*

Mün ch c n , 30. Mai. Hier verstarb der Geograph Professor P e s ch ü l - L ö s ch e, der dtirch seine Forschungsreisen durch West­indien, Nordamerika, Afrika, die Südsee und das Nördliche Eis­meer bekannt, ist.

)mnafium§ An­drer Klchch« Ziele ber ta 1 Harz, W- Bal> LaM

naehriditcie.

Die Spannung zwischen den Valkanvölkcrn.

Berlin, 30. Mai^ DieVoss. Ztg/' meldet aus Sofia: Aus Serbien eingetragne Reisenüe erzählen, daß seil gestern keine Fahrkarte u a ch B u l g a r i e il mehr allsgegeben wird. Auf den ferbif ch en B al> trhöfen bemerke man eine unge bcurc Aufregung. Agitatoren, darunter selbst Geistliche, hielten Reden, um die Berällcrung zum Kriege aufzuhetzen. Rian gewinne den Eindruck, daß schon heute die Behörden in Serbien machtlos gegen die Boll'Sl'undoebungcn seien.

Saloniki, 30. Mai. Tie Bulgaren haben 20000 Mann Truppen auf das Gehölz vor N i g r i t a dirigiert. Man ver­mutet, daß ein Angriff auf Nigrita-Tschajasi versucht wirb, womit em Vorstoß g c g c n,S a l o n i k i selbst verbunden sein konnte.

Paris, 30 Mai. DemTemps" zufolge sandten Zar Nikolaus und Kaiser Wilhelm neuerlich Telegramme in Frieden fordernde in' ©inne an König Ferdinand SJiefer Ijabc telegraphisch geantwortet, Bulgarien habe die Frieden^- Verhandlungen niemals eigenwillig behindert und treffe zurzckt Anstalten zur friedlicl^n Verständigung mit Serbien und Griechem land unter Voraussetzung gleicher guter Gesinnung m Belgrad und Athen. J

^sia, 30^ Mai. Geschow reist zur Zusammenkunft unt P a s ch 11 s ch wahrscheinlich Samstag nachmittag in Be­gleitung der bulgarischen Gesandten in Belgrad und Rom ab Wahrscheinlich wird Geschow auch mit Venizelos demnächst zusammenkommen.

Berlin, 30. Mai. DieVoss. Ztg." meldet aus Kon­st a n t ino pe l: Griechenland hat, wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, Schritte unternommen, um zu einer Ver­ständigung mit der Türkei zu gelangen, ehe sich die Beziehungen zu Bulgarien verschärfen.

ft-ctneS, erstklassiges, mod.

Nussbaum-Pianino

mit großem edlen Ton und feinster Atechanik unter 10- jähriger Garantie billigst ab- ^ngev.Franko Probesendung. Pionoforte - Fabrik Will». Arnold, kgl. bauer. Höfliche- ran 1, Aichassenbnrg. 13545

4" verk. [04149

A. Loose, Kreuzpl. 91.

Schöne, große Flngbecke^ sowie Tesching, gez. Lauf, 6 mm, prcibiuert au verk. WcftzA»läge (>2 III, (04410. "4443! Karren, 2 rädr., saft new zu verk. Kavlansga sse 5 Gut erh. Gasherd sehr billig avAitg. Marktstr. 20. (04442

1. Hypotheken aebc ich im naiiAcn Heffen^ lande. Off. erb. u. U. 1 r>085 an Haafenstein & Vogler A. G.,Franlfnrta.M.hv«'/, WriWa 1. und 2. Stelle bis 70 evtl. 80% der Tare auf Stadt-, Land- u. Industrie-Objekte, sowie sonstige Kapitalien auf jede unbedingte Sicherheit. Schriftl.Angebote unter 8558 an den Gießener Anzeig. erb.

Tie 2bjahr>ß Reltgioichenb, agner.M ]ft sämtliche -i , ^rc Glültivü"^ ch von bem ?- eßen unbN Bl 11 W* )ft Eemeinbk^ g'prießlich^ « ne Gemeinde.^ |UbiUt iwW

hm vom

webet sein Un­sehen zn toten kochtet Moi ImM M er itrnming nahe, W r bei ^MMts p| i er sich wahr« f'

Herrn" an-, r inen Airgendiid L ÜMesendcn eine J i)t ohne sich ein zu Haden. Al elgroß dis groß n Sinbrnd unb s

3563] Stenographiekundiger --------------------

fflaMtaWttiltr 5SSÄK

Mehrere Glucken mit Jungen lrebhuhnfarbig. Italiener» bat abzugeb. [3547 JuliiiH Zimmer

Binnniiiblc, Post Gründerg. 04431] Junger Hund billig zu verkaufen. Asterweg 18. ktsPDHatiö (ßaiitn), allererste Lage, Seltersweg, zu verkaufen. Schriftl. An­gebote unter 3427 an den Gießener Anzeiger.

Möbl. Zimmer\ ^ch.gr.möbl..ckim.m.sep.Eing. i-v.Landgr.-Phil.-Pl.lOpckE« 3561] Ein möbl. Zimmer im ^Stock zu v. Ludwigstr. LS ÄtöbliertcsZimmcr mit odi slme Pension zu vermieten. <4435;______Roonstraßc 8 I.

3ceunbL möbliert.Zimmer vermiet., monatl. 10 Mk.

^1 Teufelslustgärtchen 22 (4434J Möbl.ZiMmerzuver- gictett. Sonncnstrake 20.

Die Jahrgänge 1858,1860, 1865, 1866, 1868, 1869, der

Gießerrer 5897 Familien blätter werd, gebund. ob. ungebund. z«rückgcka«st.

Verlag d.GießenerNuzcig. Gebrauchter, gut erhaltener Stoszkarren zu kaufen ges. Zu erfr. tn der Geschästsst. d. Gieß. Anz.

Gut erh. Tennisschläger z>t kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. mit Preis unter 04438 an den Gießen. Anzeiger erb.

Schneider für Reparaturen sof. gesucht 04445 Gebrüder Stamm. Wickelmacher u. Abstreifer |FJBende r & Co.

toedsmen

gebildet u. gewandt, von einem be­deutenden NonfektionShansc zum Besuche besserer Privattundschast u. feijr günst. Beding, zu engag. ges. Offert, m. Phot.n.Referenz. erb. an: Grünow & Co., Leipzig 4, 04441] Frau ob. Mädchen für einige Stunden morgens gesucht. Frankfurt. Str. 181 Ein tiiftifl. MWcn gef Verm. nicht auögeschl. Frau Cbr. Spies, Neustadt 8.

Mehr. Kiichen-Mäichen