berget von geringer Bedeutung an gerammten, die Folgerungen aus dem preußischen BefchtMen für den sächsischen Voranschlag ziehen. t
Ein kon servatrves ÄlMglied bittet noch darum, baß der Bericht über oen EraänzWgse^at als ein Teilbericht aus- gegeben wird. Er mv.chte noch weiter feststellen, daß die Erklär» ng des SchaHs^kretärs nach seiner Auffassung dir Bedeutung l-abe, daß die Regierung darauf bestehe, daß auch die Bewilligung der lausenden Einnahmen durch Beschlüsse des Plenums sichergestellt sein müsse. Die Einstellung von Schatzscheinen, .ren ungedeckten Matrikularbeiträgen u. a. würde eine „Störung der Deckungsfragc" nicht bedeuten
Ter Schatzfekretär erklärt, er lasse sich nicht mit wenigen Worten regeln. Gin Schohan Weisungskredit wird notwen - big sein, da ja der Ertrag des Wehrbeitrages er st für später z u erwarten sei. Im übrigen könne er nur seine vorige Erklärung wiederholen, daß er daraus bestehe, daß die Sicherheit gewährt werde, daß die Kosten der Wehrvorlage auch in vollem Umfang ihre Deckung finden. Die Regierung bleibe natürlich bei dem Grundsatz: keine Ausgabe ohne Deckung. Ein Zentrums Mitglied wünscht noch einmal die ausdrückliche Feststellimg, daß unter „Deckung" nicht die Beschaffung von Mitteln durch Anleihen oder SchiatzanweifuNgen verstanden werde. Der Sch atzsekretär erinnert daran, daß er sagte, daß die Regierung es für selbstverständlich halte, daß die Kosten nicht durch Anleihen bestritten werden. '§in Zentrums Mitglied toünfdH noch die Feststellung, daß zunächst keine Erhöhung des Schatzailweisnngskredits bewilligt sei. Der Schatzsekretär erklärt, daß gleichviel, ime die Dockungsfrage erledigt werde, ein erhöhter Schatzanweisungskredit eröffnet werben müsse, da unter allen Umständen die Mittel erst etwas später ein gehen.
Ein Mitglied der Volkshartei legt Verwahrung dagegen ein, daß durch geschäftsordnungsmäßige Ausführungen irgendeine materielle Festlegung erfolge. Aus neue Anfrage des Konservativen stellt der Schatzsekretär noch einmal fest, daß seine Aeuße- rungen im 9Lnmen der Reichslcilung erfolgt seien.
Der Ausschuß wird morgen, Donnerstag, den, Mehr- beitrag beraten.
Ein Zentrnmsantrag.
Berlin, 28. Mai. Zur Deckung der Kosten der Wehrborlage wurde heute im Budgetausschuß des Reichstags ein Zentrumsantvag eingebracht, welcher eine einmalige -außerordentliche Abgabe vom Vermögen Vorsicht, die bei Vermögen von scher 50 000 Mk. Vi Proz. beträgt, bei Vermögen von über 200 000 Mk. Vs Proz., bei Vermögen von über einer halben Million 3/4 Proz. und bei Vermögen voit über 5 Millionen Mark 1 Pwz. Für Einkommen von jährlich über 7500 Mark wird für die Beitragspflichtigen eine Einkommensteuer vorgesehen, welche 1 Proz. beträgt, und bei Einkommen über 15 000 Mk. 2 Proz., bei Einlommen von über 30000 Mk. 3 Proz., bei Einlommen von scher 40 000 M'k. 4 Proz., bei Einkommen von über 50 000 Mk. 5 Proz., bei Einkommen von über 100 000 Mi. 7 PtzoK. und bei Einkommen von über 300 000 Mar? 10 Proz. ausmacht. Die Abgabe vom Einkommen soll nur soweit erhoben werden, als der Beitragspflichtige nicht schon vom Vermögen als Einkommensquelle eine Abgabe zu entrichten hat. Wenn jemand mindestens 5 00 0 Mark Eintomm-en und gleichzeitig mindestens 3 0000 Mr. Vermögen hat, soll der Beitrag Vs Proz. betragen.
Ein nationalliberaler Antrag zum Wehrbeitrag.
Zu dem OKsetzentwurf betreffend ben Wehrbeitrag ist rin national liberaler Antrag ein geb rächt worden, der eine St a s f-e l u n g vorsieht. Der Beitrag beginntbei Vermögen von 3 00 0 0 M i. mit 60 Mk. und steigt allmählich, bis er bei Vermögen von 500000 M k. die Höhe von 2 2 50 M k. erreicht. Von einer halben bis zu einer ganzen Million Vermögen soll er für jedes an- gefangene 100 000 Mk. 600 Mk. mehr, bei Vermögen über eine Million für jedes an gefangene 100 000 Mk. 700 Mk. mehr betragen. Bei Einkommen über 20 000 bis 50 000 Mar? soll der Beitrag ohne Rücksicht auf das Vermögen 1 vom Hundert, bei 50- bis 100 000 Mk 2 vom Hundert, bei mehr als 100 000 Mk. 3 vom Hundert betragen.
Vie Nie-er-Modauer Genossenschastrkrise.
bs. D a r m st a d t, 28. Mai.
In bem Prozeß gegen Adam und Genossen teilt der Vorsitzende heute den Beschluß des Gerichtes wegen der Vereidigung mit. Danach sollen der Sohn des Angeklagten Adam, der Zeuge Ress und die beiden Perron teilweise vereidigt werden. Ber dem >Zeugen Rotis dagegen hat man von einer Vereidigung abgesehen. Die Beweisaufnahme ist damit geschlossen, und der Vorsitzende erteilt das Wort dem Staatsanwalt Dr. Krug zu seinem Plaidoyer.
Das Plaidoyer des Staatsanwaltes.
Der gute Gedanke des Genossenschaftswesens ist hier mißbraucht worden. Gerade die unbeschränkte Haftung, die als Zeichen größten Vertrauens gelten sollte, ist zum Verderben geworden. Unermeßlich roanit die Unglücke, die hervorgernsen wurden. Könnten wir hineinblicken in die Hütten, wo behaglicher Wohlstand herrschte, so könnten wir Dinge schildern, wozu nur die Feder eines Schriftstellers taugt. Bedenken wir, daß derjenige, der das Unheil angestiftet hat, nichts davon gehabt hat, so müssen wir nach den psychologischen Gründen suchen. Die Hand Adams leitete ein fremder Wille, ein Mann, dessen Schatten durch die .Verhandlung geschritten ist. Die Eigenschaft Adams ist eine erschreckende Widerstandslosigkeit, eine sittliche Haltlosigkeit. Er gehört zu den Menschen, die einem fremden Willen unterliegen. Wir haben gehört, daß er als gutmütig bekannt war. Kann man aber mit Recht sagen, daß es die Gutmütigkeit lvar, die ihn zu Fall brachte? Ich glaube nicht. Der zweite Angellagte Beck ist mir Rarer. Er liegt vor mir wie ein offenes Buch, ein Buck in billiger Ausgabe. Er bringt nichts eigenes mit, nichts auf geistigem und nichts aus sittlichem Gebiete. Bei seiner eigenen Leerheit ist es erklärlich, daß er ein gefügiges Werkzeug wird. Problematisch ist der Angeklagte Isaak. Er ist ein Sin kulant, ein Spieler. Es heißt zwar, wer frei von Bedenken ist, der ist ans wirtschastlichem Gebiete ein Optimist. Ihrigs Wesen läßt sich nicht in eine Formel bringen. Er ist zu kompliziert. Er ist nicht genial, aber genialisch. Bor manchen seiner Taten hege ich Bewunderung.
Fragen wir uns nun: wohin sind die Werte gekommen, die hier verloren wurden? Anschauung war, daß sie in Sekt- ■ gelagert vertan wurden Das ist nid)t richtig. Die hier verbrauchten Summen sind nur gering. Der Kanal war die Mißwirtschaft, die Untreue und die Verfehlung. Mit zwei Arten von Spekulationen haben wir es zu tun. Siham machte in Bau spekulationen. Ihrig großzügige Bankspekulationen. Aber Ihrig erzitterte schließlich unter dem Druck der eingegangenen Verbindungen. Sein Hauptinteresse galt der Bank. Was war ihm da Rieder-Modau? Hekuba. Die Delikte liegen darin, daß zu den Bauspekulationen die Werte Rieder-Modaus benutzt wur den, die das Medium Adam bergab Wir müssen fragen, wieviel Straffälle sind eigentlich vorhanden? Hier liegt eine Ideen konkurrenz vor, die nach den 246, 267 und 268 zu ahnden ist. Auch mit dem Begriff der fortgesetzten Handlung haben wir es zu tun. Der dänwnische Einfluß Pallmanns, der leider dem irdischen Richtern entzogen ist, machte es dem Adam unmöglich, eine neue selbständige Handlung zu begehen. Aber einiges spricht
doch für eine Trennung in verschiedenen Gruppen. Sodie Unterbrechung, die um 1905 eingetreten ist. Straferschwerend fällt der Umfang ber Straftaten ins Gewicht. Dieser ist, ich finde kein deutsches Wort, horribel, die Folgen katastrophal. Das ganze Treiben war ein öffentlich schamloses. Auch alle Warnungen verhallten in den Wind. Ich finde feine eigentlich.' Milderung in dem Geständnis Adams. Das ist Resignation, weil es keinen Ausweg für ihn gibt. Auch in dem Mangel an Eigennutz kann man kein strafmilderndes Motiv erblicken. Ich glaube auch nicht an diesen Eigennutz. Die einzige Milderung, die ich anerkenne, ist Mangel an Kontrolle. Die Luft in der Adam lebte, war giftig geworden.
In diese Atmosphäre wurde Beck hineingesandt. Er brachte nickst die genügende Widerstandskraft mit, sich dagegen zu wehren. Wenn eine Jnstitutüm bccartig aus den Fugen ist, kann er sie nicht wieder einrenken. Was Adam getan hat, warum sollte das nickst auck) Bock tun können? Der Staatsanwalt erwähnt bann die einzelnen Kassendefekte, die sich einstellten. Ohne Frage habe sich Bvck der unrechtmäßigen Vermögensbereicherung unb der Fälschung schuldig gemacht. Er fährt dann fort: Daß sich Beck seiner Schuld auch bewußt war, geht daraus hervor, daß er den Sohn Adams gebeten habe, seinen Vater zu veranlassen, die Schuld in dieser Sache auf sich zu nehmen. Beck mußte, wie seine Vorgänger, eine Dividende herausrechnen. Selbst aus Tinte, Feder unb Tisch wurden in Riedermodau Gewinne erzielt. Man möchte das Wort brauchen: „Ter hölzerne Tisch kann Wein auch geben." Hinzusetzen muß man: Wenn man es nur versteht. Strafersckstverend kommt bei Bock hinzu, daß er vor ber Bilanzfälschung gewarnt worden war. Die Bilanz von 1907 ist ein würdiger Auftakt zu den Fälschungen eines anderen Angeklagten. Was der Schädling Adam angerichtet batte, sollte Beck wieder gut machen. Was tat er aber? £r schließt mit diesem Schädling einen Pakt. Er gibt meitcr lwhe Beträge an Adam.
Der Angellagte Isaak hat sich heftig dagegen gewehrt, als Mitglied des Baulonsortiums angesehen zu werden. Er kann es aber nicht von seinen Rachschößen schütteln. Ick) will einen Vergleich brauchen: Roth war in diesem Konsortium der Minister der öffentlichen Arbeiten, Pallrnann der Minister des Auswärtigen und Isaak der Finanzminister. Rieder-Modau aber war die Staatshauptkasse oder auch die StaatssckMldenverwaltung. Die Wechsel von Rieder-Modau waren in das eigentliche Kreditgebäude eingebaut. Betrachten wir rein äußerlich die Tatsache, so hat Rieder-Modau an Isaak zwar nichts verloren. Aber die Folge dieser Geschäfte war, daß das Wohl Rieder-Modaus diesen Wechsel- tranSaftroncn _ anücrtrairt iuar. Daß Isaak an die Reellität ber Geschäfte zwischen Rieder-Modau und Pallrnann geglaubt habe, ist nickst gut denkbar. Dafür luaren keine Anlwltspunkle vorhanden. Dazu kommt noch die Intimität dieser beiden. Auch die Isaak-Stiftung von 5H 000 Mk. an Rieder-Mobau beweist das Gegenteil. Die vox populi sagt: Wenn Isaak 55 000 Mk. stiftet, hat er 300000 Mk. an Rieder-Modau verdient. Pall- mann und Isaak münden auch in denselben Kanal: in die V. V. G. Das spricht für ihre enge Gemeinschaft. Beide Wege konnten sich nicht mehr trennen. So mußte Isaak tvissen, daß der Geschäftsverkehr zwischen Pallrnann und Rieder-Modau nicht reell war. (Der Staatsanwalt suckst dies auch durch eine Reihe von verlesenen Briesen darzutun.) Die Taten Isaaks kennzeichnen sich als gewerbsmäßige Hehlerei. Der Angeklagte hat die Folgen seiner Taten gesehen, und das bringt nicht 'das Geständnis über feine Lippen. Er will lieber die Logst nmstoßen, als diese schweren Verfehlungen eingestehen. Wie ein gehetztes Wild nutzte er schließlich . aus allen Bächen trinken, er hatte nicht mehr zu .unterscheiden, ob sie rein ober unrein waren. Hier schließt ein typisches Spielerleben mit einem typisckren Spieler schick, Hl ab.
Da der Staatsanwalt über ben Angeklagten Ihrig dieselbe Zeit benötigt, wie für diese drei Angeklagten miamincn, so sott die Sitzung hier abgebrochen werden. Vor Schluß der Sitzung beantragt ber Staatsanwalt die drei Angeklagten Adam, Beck und Isaak wie folgt zu bestrafen:
Adam mit 5 Jahren 6 Monaten Zuchthaus: Back mit 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis unb Isaak mit 2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus.
Die Anrechnung ber Untersuchungshaft stellt ber Staatsanwalt in das Ermessen bes Gerichts.
Die Uationalfpenöc ;um llaiserjubiiäum.
Berlin, 28. Mai. Rach Mitteilungen des Zentralkomitees für die Rationalspende zum .Kaiserjubiläum für die christlichen Missionen in den deutschen Kolonien und Schutzgebieten erfolgt der erste vorläufige Abschluß der Sa mmlun gen am 1. Juni. Die Mordnung des Zentralkomitees hat voraussichtlich am 16. Juni Gelegenheit, das bisherige Ergebnis der Spende dem Kaiser zu überreichen. Gleichzeitig wird der endgültige Abschluß der Sammlung im Hinblick auf die preußische Kirchenkotlektc am 15. Juni sowie noch größere, während der Jubiläumsfeiern zu erwartende Spenden bis zum 1. Juli verlängert.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 29. Mai 1913.
** Im Alldeutschen Verband sprach am Dienstag abend F. Scebert in Steins Garten über das Thema Rasscngedanke und moderne Weltanschau- u n g. Der Redner legte in seinen geistvollen Ausführungen die Ansichten der Philvsopben über diese Fragen dar. Interessant waren namentlich seine Ausfüllungen über die prolotarische Weltanschauung, die zur Zeit des ersten Ehristentums, der Renaissance unb der französischen Revolution geherrscht habe. Auch heute noch sei die proletarische ^Weltanschauung vielfach vertreten, nämlich in der Sozialdemokratie usw. Demgegenüber gelte es, für eine Weltanschauung zu wirken, die die Persönlichkeiten miteinander verbindet zu einem deutschen Volkstum Die Einzelnen müssen sich selbst bilden zu freien starken Persönlichkeiten, denn „höchstes Glück der Erdenkinder ist doch die Persönlichkeit". Ob wir ein Fortleben nach dem Tode haben, weiß man nicht, aber in seinem Volkstum wird jeder fort leben durch das, was er in seinem Leben für fein Volkstum getan hat. Der Vortrag wurde von der gut besuchten Versammlung mit lebhaftem Beifall aus genommen. Beim Beginn der Versammlung hatte der Vorsitzende, Freiherr von Liebig, die übliche Uebersicht über die .politischen Ereignisse seit der letzten Versammlung gegeben.
** Sein L bjähriges Arbeitsjubiläum feierte gestern Ludwig Mandler von Heuchelheim im Tapetenhaus Hoch- fiätter. Gleich nach seiner Konfirmation ist er alsGeschäfts- d je ner dort eingetreten und hat sich bei ununterbrochener Tätigkeit durch Fleiß und Gewissenhaftigkeit das Vertrauen seiner Chefs und auch die Achtung derer erworben, die mit ihm zusammen gearbeitet haben. Von den Geschäftsinhabern, deren Familien und dein Personal der Firma wurden ihm daher die wohlverdienten Glückwünsche und Ehrengaben zuteil.
Kreis Büdingen.
= Büdingen, 27. Mai. „Im schönen deutschen Vaterland" heißt das Festspiel von Marl Steiniger-Frank furt, das beim Vcrbandstage Deutscher Gebirgs- und Wan dervereine am 1. September 1912 von Mitgliedern der Zweigvcreine Büdingen, Frankfurt und Offenbach des Vogelsberger Höhen-Klubs dargestellt wurde und allgemein gefallen l>at. Tas Festspiel, in dem die Schönheiten unseres deutschen Vaterlandes in glanzvoller Fülle verherrlicht sind, wird am 1. Juni in dem idyllischen, von mächtigen Baurn' riefen umzäunten Iägertal bei Büdingen, das wie zum Raturtheatcr geschaffen scheint, wiederholt. Auch für wei-
FC. WiLsb- Mritb: Ninde 6M 29, §chn ' GeM mil
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GerrcbtssaaL.
fc. Rüdesheima. Rh., 27. Mai. Im Wiederauf nahmeverfahren von der Anklage des Mein eids freigesprochen. Am 29. November 1910 ver» urteilte die hiesige Strafkammer die damals 17 Jahre alt < aus Obernhof, Kreis Unterlahn, gebürtige Lina Becker au^ Rüdesheim wegen wissentlichen Meineids zu vier Moiwr- Gefängnis, den Hausdiener Friedrich Wilhelm wegen Betrugs zü drei Monaten Gefänanis. Der vo Schilling verübte Betrug war bei einem Ladenverkauf scheheu. Die dabei vorgespiegellen salschen Tatsacheis wu. den in einem daraus folgenden Zivilprozeß von Schilund. Schwägerin Becker unter Eid bestätigt. Die gegen das o
terc Unterhaltung ist gesorgt Vormittags ist 'Konzert beim Wildenstein, einer wuchtigen Tas alt -Fel s en gruppe mit HM scheu Aula gen und weiter Fernsicht. Rach einer Besichtigung des als hessisches Rothenburg bekannten schmucken Streik städtchens, ‘mit den wohlerhaltenen mittelalterlichen Bauten und Stadtmauern mit trotzigen Türmen, sowie dem alten Schloß, kann man vom Jerusalemer Tor mit hinausmarschieren nach dem Theaterplau. Dem Festspiel folgt Konzert auf der Klippe und abends Unterhaltung in ber Stadt.
(?) Lindheim, 27. Mai. Auch hier hat die Krisis im hessischen GenosienschastSwesen ihr Opfer gefolgert Dir Spar- und Darlehnskasse, e. G. m. u. H. zu Lind, j heim, hat in ihrer Hauptversammlung die Auflösung bei Kasse beschlossen. Sie hat Aktien der GenossenschaftZ, bank in Höhe von 5 000 Alark.
Krcis Schotten.
w. Ober-Seemen, 26. Mai. Unser Dorf ist seil Eröffnung der Vogelsbcrgbahn im Aufblühen begriffen. Rach bem Bahnhof zu ist ein neuer Ortsteil entftanben, , der im nächsten Jahre auch den durch Errichtung der 4. Schul, stelle nötig gewordenen Schulhausneubau aufnehnun wird. Die Gemeindevertretung sprach sich auch für die Versorgung des Dorfes mit elektrischem Licht aus. — Tie Arbeiten am Kriegerdenkmal, das nach Entwürfen bc3 Negierungsbaumeisters Metzger in Schotten ein Kunstwerk zu werden verspricht, schreiten rüstig voran. Mit dem Denkmal wird ein Trinkbrunnen verbunden. Man gedenkt es am 17. August cinzuweihen.
Kreis Friedberg.
— Ba d-Nauheim, 28. Mai. Das Gesellschaftsprogramm des Bades war in letzter Zeit außerordentlich reichhaltig. Aus Anlaß der Hochzeitsfeierlich- feiten am kaiserlichen Hofe wurde eine Festfeier, bestehend in großem Festkonzert und Brillantfeuerwerk, veranstaltet. An dieser Feier nahmen die Kurgäste sehr lebhaft Anteil. Am Tage vorher wurde das 'Bad von den Herren Minister Dr. v. Ew a 1 d , B r au n und Freiherr vor Homberg? und den beiden hessischen Kammern besucht Unter den Besuchern befanden sich die Fürsten von Jsenburg- Virstein und Isenburg-Büdingen, Graf Stolberg Rvßla. Prinz zu Erbach-Schönberg und zahlreiche hervorragende Vertreter von der hessischen Industrie, dem Handel und bei Landwirtschaft. Bei Besichtigung der Bäder, der technischen Anlagen und des Parkes zollte man allen Einrichtungen ungeteilte Bewunderung. — Die Kurkapelle, loelcbc unter Professor Windersteins Leitung in ber letzten Woche inDarmstadt eine Richard-Wagner-Feier veranstaltete, erzielte dort einen Erfolg ohnegleichen Sämtliche Blätter der Hauptstadt feiern das Konzert als ein künstlerisches Ereignis l(unb zollen bem Dirigenten unb Orchester Anerkennung und Bewunderung. — Tie von ber Kurverwaltung eingefuhrten billigen Autofahrern im eleganten Osesellschaftsauto erfreuen sich größter Beliebtheit ber Kurgäste. Die Fahrten erstrecken sich nicht nur auf die nähere schöne Umgebung Bab-Rauheims, sonbern auch »veil entfernte, historisch interessante unb malerisch gelegene Teile vom Vogelsberg, Taunus unb vom Rhein werben regelmäßig besucht.
= Bad - Rauh>eim, 27. Mai. Eine (Gesellschaft von etwa 6 0 amerikanischen Aerzten, die sich auf einer ! Studienreise durch Europa befindet. Wirb am 30. Juli hier eintreffen. Tie .Herren werden vormittags 11 Uhr die Saline, das Elektrizitätswerk und die Maschincn- zentrale besichtigen, daran schließt sich auf Einladung der Großh. Bade- und Kurverwaltung ein Lunch im Kurhaus. Nachmittags ist Besichtigung der Badehäuser und Trink« kuranlagen, sowie ein Vortrag des Vorstandes des hiesigen Aerztevereins. Abends wird im Grand Hotel ein Äner stattsinden und eine Illumination des Kurhauses.
— Bad-Nauheim, 27. Mai. Neues KonzeriliauS. 3n bem am Donnerstag ftattfinbenben 4. S i n f o n i e -K on zert, das als B e e t h o v e n - A b e n d gegeben wirb, kommen iriter Leitung von Prof. Hans Win der sie in folgende Werte bei Meisters zur Aufführung: Sinfonie Nr. 3 Es-dur „(itoicn*, Variationen aus bem Quartett in A-dnr für Streichinflruinenl.', bas reizende .Rondino" für 8 Bläser und die berühmte grove „Leonoren-Ouvertüre". Das Konzert beginnt präzis um 8", Uhr. Ende gegen 10 Uhr.
Kreis Wetzlar.
? Albshausen, 27. Mai. Der Fischer W Wissen- bach ans Herborn fing hier in der Lahn eine 17 Pfund schwere Fischotter. Es ist die 213. Fischotter, die Wissenbach fing.
Kur die Gewinne Kommt /Otm Ottribr.) 34 61 130 89 ; f 11000] 918 1063 IW 209 416 (500 IWn 213 36 54< * W 413 72 607 : *8 6039 226 6E 1500 ) 798 k S.18 515 794 81 ini77 578 670 |, 1$°» 321 68 4 61 11000] ! «W 15001 28 2 % 439 799
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Landwirtschaft.
Eine Zwifchcnzählnng der Schweine am 2. Juni 1913.
Nachdem ber Bunbesrat schon früher beschlossen hat, daß Viehzählungen alljährlich am 1. Dezember stattsinden sollen, ist man dazu übergcgangen, die Schweine auch int Sommer zu zählen. Diese Zwischenzählungen verfolgen ben Z>veck, über den Stand bes beutschen Schweinestapels, dessen Scheutung für die Flcischvcrsorgung stetig wachsend ist, ber Leffentlichkeit somn ben Verwaltungen möglichst oft ein genaues Bilb zu geb'«: denn ber Schrveinebestanb ist so raschen Veränberungen untrr warfen, ivie keine anbere Viehgattung. Diese SammerzäW'S ber Schweine finbet am Montag, 2. Juni, statt. narben hierzu nicht, wie bei bett größeren Viehzählungen, Daitt Haltungslisten, bic zum Ausfüllen in bie einzelnen Hausba tungcn abgegeben werben, verwendet; die Aufnahme erfolgt vtcl- mehr mittelst Zähttisten und zwar so, baß der Zähler von Daus zu Haus unb von Haushaltung zu Haushaltung gebt und die Zahl ber Schweine sofort in bie Liste einträgt. Im Hinblicke au) hit für bie Allgemeinheit wichtigen Zwecke ber Zählung ist dringend zu wümchen, baß die Schweinebesitzer bas Zählgeschäft durch bc rcitwilliges Entgegenkommen gegenüber den Zählern unb CrK-- behörben möglichst erleichtern und durch gewissenhafte and vou' ständige Beantwortung der an sie gestellten Fragen zu dem Gelingen ber Zählung beitragen! Sobald von den, Gemeim^ behörben bic Zählpapiere eingeliefert finb, wirb die Zentral' j stelle für die Landcsstatistik die Zusaminenstcllung und BeröffeiN' lichung bes Gesamtergebnisses ber Zählung so schnell wie mag' lich vornehmen.
16. Ziehung 5 (228. König!*« Behang
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