ic Vorlage betr. Aende-
achssteuer-Gesetz.
Ingcnommen.
!onf.)'
ürag, das Kindcscrbr jtcuergejctz ficroui elbjt gegenüber dem l;n- chterungen. Es fann ein« lögen den Wchrbeitcag g-. ie VerinögenszulvachSsiciikr :echtigkeüen müssen tmik- serbc ist ia aac kein &i-
Vermiscbtes.
K.-K. Von einem gelehrigen Kolkraben erzählt daS neuere Hest des Kosmos-Handweisers (etuttgart) Ter Held dieser Notiz mar von 1874 bis 1886 im Besitz des Wirtes des £>otcl§ „Zpin Raben" in Schweinfurt und hotte sich durch feine lustigen Streiche bald zum Liebling der Einwohner gemarfit. Nichts war vor feinem kräftiaen Schnabel sicher: die Deichielnägel der vor dein Gasthaus wartenden Wagen, die Kerzen in den Fremden- ziinmern, die Pantoffeln der Käste, die Waren der Marktweiber verschlevvte er nach nnfluffmbbnren Verstecken. ?ln Hunde, die sich au' dem Marktplätze sonnten, schlich er ,inbeinerkt heran und zwickte sie in die Beine. Za, selbst den Gottesdienst störte der Rabe, indem er sich den Kirchgängern anschloß, zum Hochaltar spazierte und dort nflerlci groben Unfug verübte. Ter Kirchendiener, nach dem er mit dem Schnabel hieb, mußte sich flüchten, und selbst das hohe Polizeiamt sah sich genötigt, einzugreifen. Ter verstorbene Prinz- regent von Payern »nachte während der Manöver 1878 die Bekanntschaft des Wundervogels, und seit jener Zeit wurde keine Schweinfurter Abordnung mehr im Schloff zu München empfangen, ohne das; Luitpold sich nach dem Kolkraben erkundigt hätte 3m Jahre 1886 fand man ihn eines Tages tot vor dem Gasthanfe liegen: einer seiner persönlichen Feinde hatte ihm die Flügel gestutzt und ihn dann auf die Straffe geworfen.
Sport.
— Roy al Henley -Reaatta 2.-5. Juli. Der Mainzer Puder-Verein bat beschlossen, mit seinem ersten Vierer die ^enlen-Regatta zu besuchen, von der Erwägung ausgehend, das; diese Mannschaft im Vierer ohne Steuermann bis jetzt einen lieber- minder nicht gefunden bot und in Deutschland zurzeit als der beste Vierer angesmoehen merden muff. Zugleich mit dieser Botschaft wird mitnetcilt, daß der deutsche Meister Kurt Hosfmann vom Mainzer Ruder-Verein den Diamonds der Henley-Regatta fern- bleiben wird. Seine Teilnahn'e an biefem hervorragenden Einer- Rennen wurde gestern telegravhisch zurückgezogen, da Hoffmann feit einiger Zeit gesundheitlich nicht aus dem Posten ist. In der deutschen ^uiberiuelt und besonders in Mainz wird man diese Tlit- teilung bitter empfinden, glaubte man doch allgemein, daff es Hoffmann, der seit Monaten in England weilt und eine besondere Vorbereitung für die Diainond Cculls erhielt, gelingen würde, die stolze Trophäe zum ersten Male nach Deutschland zu entführen.
wandern und Reisen, väder.
— Salzungen, 27. Juni. Vis heute sind 1661 Personen zur Kur hier eingetroffen.
Voct ras dic Konsul.'.' : springen ließen, dringen Äcsctz. ■ ■ ■ ivativen. ((■’ nicht mehr ‘
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seitrgung dcs auf daß Reich entfallenden Anteils, aber eine finem-1 ^cr Gemeinden bieten Sie nicht. Ucberdies würde eine Fülle von Uebergangsbesrimmungen notwendig fern, von bereu ^chnischer Durchführung noch große Schwierigkeiten zu erwarten jrnd.
.. Abg Haase (Soz.):
Wir sind gegen den Antrag. Was soll man von einem Gesetzgeber holten, Der so im Vorubergehcn solche in die Finanz- gebaning der Gemeinden tief cinschncic>enden Maßnahmen trifft? Die Gemeinden werden *in fortdauernder Besorgnis leben, daß ihnen das noch belassene Recht durch einen plötzlichen Akt der Landesgesetzgebung entzogen wird. Aus so unsicherem Boden ist keine gesunde Finanzwirtschaft möglich.
Abfl. Dr. Jaeger (Zentr.)' beantragt folgende Hinzufügung: Steht das der Besteuerung unterliegende Vermögen in Nutznießung, so fällt, wenn nicht rechtsgefchäftlich etwas anderes bestimmt ist, dic Besitzsteuer dem Eigentümer zur Lest.
Abfl. Dr. Blunck (Vp.)'' beantragt, eine Aenderung des 5rompromißantrages dahin, daß die Gemeinden mit Zustimmung der Landeszentralbehörde ihre f r ü h e r e n v o r d e :n 1. I a n u a r 1911 bestandeneWert- zuwachs st euer wieder in Straft fcOen können. Diese gesunde Steuerquelle wollen wir den Gemeinden erhalten wiffen.
Abfl. Schiffer (Natl.):
Der Abgeordnete Haase ist im Irrtum, wenn er glaubt, daß durch unseren Siompromißantrag sich die ReichSgefctzgebung in ungehörige Abhängigkeit von den Einzclstaatcn begibt. Es kommt mehrfach vor. daß das Inkrafttreten oder Aufhören eines ReichS- gesches von der Landesgeseßgebung abhängig gemacht wird. Wir wollen keineswegs das Gesetz nun ganz beseitigen, wir wollen ober den Gemeinden die Möglichkeit geben, das Gesetz ihren ganz verschiedenen Verhältnissen entsprechend zu gestalten. Dies wollen wir von dem Widerspruch dcö Bundesrats unabhängig machen. Die Beunruhigung. bic natürlich durch eine Aenoerung der Gesetzgebung entstehen fann, wolleiz wir auf ein Mindestmaß zurückführen.
21hfl. Vvgt.Hall (Kons.) empfiehlt den Kompromißaulrag.
Abfl. Hanse (Soz.):
Der .Kompromißantrag, der unö erst eben auf den Tisch geflogen ist, ist in seinen Konsequenzen noch gar nicht richtig erkannt; der Antrag enthält nichts weiter als die Begünstigung b e r Spekulanten. Die berufsmäßigen Terrainvermittler sollen vollkommen freigelassen werden, ohne Rücksicht auf die Höhe des Umsatzes. Das ist eine Novelle Haber- land.
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Börsen-Wochenbericht.
= Frankfurt a. M., 27. Juni.
Angesichts der wechselvollcn politischen Meldungen vom Ballon, der unsicheren Geldverhältnisse und wenig anregenden Nach- riefcten aus der Industrie verkehrte die Börse auch in dieser W^che wieder in lustloser Haltung, wenngleich eine gewisse Widerstandsfähigkeit, tuic schon in der Vorwoche, nicht zu verkennen war. Letztere crfläri sich in der Hauptsache durch die dörsentecknische Lage. Tie Engagements find stark zurückgegangen, andererseits bat die Baissevartei sich recht weit vorgewagt. Zn der U l t i m o l i q u i d a t i o n , die bei einem Satze für Ultimogeld von 7Vs Proz. ziemlich glatten Verlauf genommen harte, konnte man die Wahrnehmung machen, bar, eine große Anzahl rou Papieren sehr gesucht war, und nur so ist es auch zu erklären, daß die Kette ungünftiger Meldungen nur geringen Eindruck hinterließ. Die Vramienerklärung brachte allerdings etwas Material an den Markt, das auf die Kurse drückte, und da auch einzelne Exekutionen Dorgcnommen wurden, gingen öoeangegan=
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Abg. Behrens (Wirtfch. Vgg.):
Die Aufhebung der Reichszuwachssteuer ist nur ein Vorteil für bic Spekulanten. Das Gesetz hat sich kaum eingelebt, der Grundstücksmarkt hat sich kaum darauf eingerichtet, da wird es schon wieder aufgehoben. Wir sind gegen alle Anträge auf Aushebung des Gesches. Anstatt bie beunruhigenden Steuern von 1909 wie Tabak- und Zündholzsteuer aufzu- heben, gibt man hier den Tcrrainfpekulanten ein Millionengcschenk.
ReflienlNflskomniissar Frhr. b. Zedlitz:
Namens der preußischen Regierung bemerke ich, daß die Bedenken gegen den Kompromißantrag eine überaus große Verstärkung erfahren würde, wenn gemäß dem neueren Amendement des Abg. Blunck ein Eingriff in bie ureigen ft c Steuerki-n. petenz der Einzelstaaten erfolgte.
Abfl. Fegtrr (Vp.)
wendet sich besonders gegen die Beibehaltung des jetzigen Nmsatz- stempels. Das bedeutet eine ungeheuerliche Belastung des Grundbesitzes und ist bic ungerechteste Steuer, die je in einem Parlament der Welt beschloffen wurde.
Abg. Jäger (Zentr.)
will die Reichswortzuwachssteucr in einem weiteren Anträge nicht beseitigen, sondern nur ihre Harten mildern.
Bei der A b st i m in u n g wird der Kompromißantrag mit dem Abänderungsantrag Blunck angenommen. Der Antrag Jäger-Zebu ter (Zentr.) über bas in Nutznießung stehende Vermögen wird angenommen. Die anderen Anträge sind damit erledigt.
Bei einem weiteren Paragraphen wird die Bestimmung gestrichen, wonach neben dem Ertrage auch die Verwertbarkeit eines Jagd, oder Fischereirechts zu berücksichtigen ist. (Bei der Abstimmung waren bie Bänke der Linken fast leer, während die Rechte stark vertreten war.)
Die Heranziehung der Brmdesfürsten.
Die Sozialdemokraten beantragen, die Bundesfürsten als steuerpflichtig ausdrücklich im Gesetz zu erwähnen und daher festzusetzen, daß der Bundesrat die für bie Veranlagung und Erhe- buug der Besitzsteuer der Bundesfürsten zuständigen Behörden bestimmt.
Abfl. Haase.(Soz.):
Es wäre eine Sünde, bic Gelegenheit zu verpaffen, bie Bundes- sürsten heranzuziehen. Fast das ganze Haus ist sich darüber einig. Für die Rechte hat das auch der Abg. Behrens erklärt.
Ma. Graf Westarp (Kotts.):
'Herr Behrens hat für bic Wirtschaftliche VeceimgUPg7g^' Krochen. Wir Konservativen sind dagegen.
R-sichsschetzsekcetär Slübn seilet, den Antrag abzulehnen. (
Abg. Fischbeck (Vp.):. .
, Es ist selbstverständlich kein Zweifel darüber, dag die Fürsten ^^crpftichtig find, ob der Antrag Haase angenommen wird oder
Der Antrag Haase wird darauf gegen Konservative und Zentrum angenommen. (Bewegung.) '
Die Bestimmungen über die Rechtsmittel werden nr ‘einigen geringfügigen Punkten mich Anträgen Speck (Zentr.) pnd Basser mann (Äatl.) geändert.
Die Abgeordneten von Elsaß-Lotyringen beantragen, baß in den Staaten, die bereits eine Erbschaftssteuer auf Deszendenten haben, der durch die R e i ch s b e st e u e r u n g ent st eh en de Ausfall unter gewissen Bedingungen durch Defftzsteuern ersetzt toerben fann.
Abg. Tr. Nicklin (Elfasser) gegründet den Antrag.
Abg. Wurm (Soz.)7 ...
Wir sind bereit, diesem Antrag zuzustimmen, wenn die eftaß- kokhringische Regicrung dem dortigen Landtag in der nächsten Session aufs neue eine Einkommensteuer vorlegt.
Elsaß-Lothringischer BundeSratSbevollmächtigter Dr. NoblS:
Wir haben scyon vor 1% Jahren einen EmlommenMier- gesetzentwurf mit Ergän^ungSsteuer cingebracht. Die,er Entwurf ift burdi die Schließung des Landtags damals nicht mehr zur Vcr- abschiedung gekommen. Wir werden ichon im nach; en W-nter tiefe Vorlage aufs neue cinbringen. Im ubngen bitte rch eben- falls um Annahme des Antrags. . . _
Der Antrag wird angenommen. eben;o bie Re; o lut r o n Basser mann, bic eine liebersicht über bic Wirkungen der neuen Steuern fordert. — Damit ist die z we i der Deckungsvorlagen erledigt. Der Nachtrag»etat wird angenommen. _ S e
ES folgt bie Beraiunq der Kommiffiom^lchlüffe über d.e Initiativanträge über bic Wohnungsfrage. Die »eichluffe werden nach kurzen zustimmenden Bemerkungen der Abgg. G ohir t (©03.), SEenberff (Vp.), Frommer (Kons.) und Mumm jkWirtsch. Bgg.) angenommen. r .. ,
‘ Eine Reihe von Petitionen wird ohne Debatte erledigt.
Sonnabend 10 Uhr: Petitionen, Antrag auf Vertagung des Reichstags, VcreinheitUchung des Wechlelrechis, dritte £ejung tex Mehr- stttd DeckstlmSvotitaüett.
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)>>e ~cbette angenommen. i^ffsschatz-S.
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Ausgabe weiterer Reich?. : Hohe don 120 Millionen
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eine schwere Schädigung Man darf um den Au?, lswirtschaft nicht dauernd ff den Banterotl de-
Dupont unö Durand.
(Wie sich die Franzosen nennen.)
Wg. Paris, Juni 1913.
4,1c 3nlia bat gan; gut sagen: „Was ist nn Name? Was un-3 jioie heißt — Wie es auet hieße, würde lieblich buftat!" ^sulia ist nod, nicht 14 Zähre alt unö ist außerdem verliebt in einen gewissen Romeo. Derartige kleine Mädcken sollten von ihren Eltern bet den £hren genommen werden: ihr Urteil in Gesell |dunt?= und .stultunragen spielt keine Rolle. Namen sind Tinge von der größten Wichtigleil. und man bat mit Recht gesagt, daß, es ein gewaltiger Untcrickied sei, ob man Montmorency oder ■^‘cl'cr bfif:- Meyer aus der französischen ^Linie duffes interessanten Hauses, zu der Arthur Meyer, der „GanloiS"-Heraus- gcber unö seit sechs Zähren lakbolisch-seudale Journalist öeS Königs", dann Paul Meyer, daS Akademiemitglied, und verschiedene sPariser Pfandleiher unserer Befanntschaft gehören. Tas fran’ AÖHHbe Volk soll ein Volk sein, bad ebenso Dupont oder Durand, Tinnont ober Duval Iwiiit, wie das deutsche Müller oder Schulte, Neumann oder Krause heißt. Das ift aber ein Irrtum. Ber tillon, der berühmte Polizei-Physiognom, Ixit Bereck)nungcn an> gestellt und herausgefunden, daß im Boilin, dem großen sran z.önfdcii Adreßbuch, ber verbreitetste Name „Manin" ift. ?lus 452 Martin tommen 352 Lövy, 304 Petit, 246 Moreau, 244 Tuoois, 236 Simon, 234 Durand, 218 Leroh, 215 Lefövre, 208 Fournier, 202 Richard, 202 Rousseau. Es folgen die Lam bert, Roberc, Thomas, Legrand, Laurent, Gar ücr, Henri, Michel und so weiter^ Tie Kerechtigleit gebietet also, die Tlipont und Durand vom Thron int franjöfifdtcn Namenreich zu stoßen. Diese Namen geben uns oft auch Anhaltepunkte ;u Verntutungen über die Herkunft der verschiedenen Ciwyens. So stammen die meisten Manin aus Savoyen, ans Lothringen unö beit deutschen Sprachgrenzgebieten. Die Dubois kommen aus dem Norden, die Petit aus ber Picardie, die Lefövre aus den Küstenstrichen am Kanal, bic Simon teils aufs Lothringenl, teil» aus berBretagne. Tie „Moreau" sind ans ber Niöore, doch ist der Name offenbar einst als Spitzname gedacht und gehört also allen Leuten, die sich durch dunkle Hautfarbe und schwarzes Haar auszeichnen. Dic fran.wfcbc Namenliste ist nicht so reich wie die deutsche. Um etwas Abwechslung in dieses langweilige Einerlei zu bringen, üben sich die Franzosen in dem seltsamen Sport, ihre Namen zu Derbrclxn und zu mißhandeln wie ein Soustück. Der ziemlich häufige Name ,,EvranÖ" zum Beispiel findet sich in nicht weniger als 800 verschiedenen Schreibweisen. Noch toller sieht es mit den Namen aus, als dessen Stamm wir „d'Aunay" setzen wollen. In diese Jamilie gehören bann bic Dhnet ebenso wie bie Tonnay — beides berühmte Schriftsteller — dazu alle jene Mitbürger, öic denselben Namen auf 2400 verschiedene Weise zu Papier bringen. Welchem Liebhaber eines guten Tropfens läuft bei bau Namen Eourvoifier nicht bas Waffer im Munde zusanrmen? Dieser Name erscheint unter 67 verschiedenen Schriftgeftalten. Namens änberungen müssen vom Justizminister anerkannt werden, Aoels- namen Tann sich jeder nach Belieben beilegen. Meistens g? sckiieht dies nach ber Methode, daß man an seinen Namen den des Heimatsvrts mit dem ersehnten de anhängt: allmählich läßt man den Vatersnamen der Einfachheit Im (her fort, und das be "mit bem Namen bes Geburtsneftes allein bleibt stehen. Die Uangvollstcn Namen sind Pseudonyme, und bie Damen, bic den Ruhm einer Ninon und Marion be Sonne fortpflanzen wollen, stellen sich unter Adelstiteln vor, bic ganz nach ben Kreuzzügen: Hingen, lieber bic Herkunft mancher französischer Namen sind in Deutschland ganz falsche Vorstellungeir verbreitet. Man nimmt da z. B. an, daß der tapfere Olencral Zurlinden und ber Kommandant der französischen Luftflotte Hirschauer deutschen Ursprungs sind. Die beiden Herren haben aber in Rede und Schrift energisch betont, daß ihre Vatersnamen stockkeltisch sind — unö bic Herrett müssen es natürlich wissen. In einer französischen Offizier-Rangliste sonnten wir vor einiger Zeit 46 Schmidt, 34 Weil, 25 Klein, 22 Keller-, 23 Schneider feftftcllen, dazu zahlreiche Weiß, Wagner, Wolf, Kansinann, Kock, Schwarz, Zimmermann. Za, cs gab sogar einen Körner, Steinmetz, Schiller, Geibel, Heine, Mendelssohn. Offenbar alles ebenso rasseechtc Lateiner und SCcltcn wie bic Zurlinden und Hirschauer. Als Beispiele von Franzosen, bic sich absichtlich deutsch llingcnbe Namen gaben, seien der große Beylc-Stendhal und der Komponist Rcy (Reher) genannt.
gene Kursbesserung en zum Teil wieher verloren. Im allgemeinen beobachteten ^Spekulatlon und Publikum aber große Zurückhaltung. Die Siiuatioii in der internationalen Eisenindustrie wird immer undurchsichtig«n. Abgesehen vom Roheisenmarkte, der immer noch recht fest liegt, weist die Preisbewegung in der Eisenindultrie nach unten. Hast alle Eiienhändler Bereintgnngcn haben bic Lagerpreise ermäßigt, so hat uilcw das 10 Ndeutsche Eisenhändlerkartell die Preise für Stabeiicnbleche und Bandeisen um 10 Ptk. pro Tonne heruntergesetzt. Mit großer Spannung verfolgt man bic Verhandlungen über die Bildung eines Stab eisenverbandes Es ist unverkennbar, daß das Zustandekommen eines Statutenentwurfes für einen loldi.u Verband unter Mitwirkung aller Werke schon allein genügte, um den Stabeisen markt wenigstens etwas ui beleben, freilich ist diese leichte Besserung in der Hauptsache aus Eindeckungen von Händlern zurück zusuhren, bic bisher Stabeisen abgeschlosien hatten, ohne bie entsprechenden Käufe vorzunehmen. Cb nach Aushören dieser Deckungskälife bic Kauflust anhalten wird, ist eine andere szrage. Allzu lebhaft bürfte das Geschäft kaum werden, da der Konsum unter dem Drucke der Gelölalamitäten sehr zurückgegangen ist. Der^ Beschluß des Stahliverksverbaitdes, den Halbzeugpreis um 5 Mk. zu ermäßigen, wirkte verstimmend, immerhin bleibt zu beachten, daß ber jetzige Preis von 37'.. Mark per Tonne für Halbzeug immer noch ein recht hoher ist, der den Werken noch guten Nutzen läßt. Möglicherweise wirb durch diese Preisermäßigung der Konsum angeregt. Zur ,'mrücfballiing trug neben den Eiseupreisermäßigungen auch sehr viel der R ü rt g a n g ber Metallpreise bei, insbesondere das Sinken be:- .stnvfervreises, ivomü der Börse erneut vor Augen geführt mürbe, daß 'öic MoniunfturfurDc nach unten führt. Unter nuhrfachen Schtoan- fungen haben Montan po pierc immerhin gegen dir Borwockre meist noch kleine 9£r-aiiccn auszuweisen. Auch andere Zndu- strisspa Piere haben zum Teil noch stursbesscrungen erzielt, so u. a. Scheibeanstalt, Höchster Farbwerke, Holzverkohlung, Ver> einigte Ultramarin und Hilgers Verzinkerei. Schwacher lagen dagegen Dürkopp, Kleyer, Daimler, Mannesmannröhren. Metall ätzioerke und einige Elektrowerte. B a p f c n lagen still, B ahne n zum Teil etlvas schwächer, lvährend S cki i f f a h r t s w e r t e sich behaupteten Heimische und fremde Fonds lagen gedrückt. Privatdiskont b\-. Proz.
Markte.
to. Frankfurt n. M., 27. Juni. L>eu- und St roh markt, Rngesahren waren > Wagen Heu, n Wagen Stroh. Man notierte: Veu 3,20—VO Blnrk, Et roh iKornlanqstrolst 0.00—0.00 Bit Wirrstroh 0,00—0,00 Blk. Alles für OO Kilo. Geschäft rege. Die Zufuhren waren ans Lberhejien und den Kreisen Dieburg und Hanau.
Spielplan der tturhaur-Theaterr bad Nauheim.
Sonntag, den 29. Juni: ,Sündenbecke." Montag, den 30. Juni: »Der Vogelhändler." Riittivoch, den 2. Juli: »6 Harleys Tantes fireitag, den 4. Juli: „Der liebe 'Jlugnflin." Samstag, den b. Juli: „Tas Prinzip." Sonntag, den 0. Juli: „So'n Windhund."
Die nach- A (Qp7fp ani Sonnr.13:, 21). .Juni 191 3, stehenden Jilvl cilü von 1*2 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts, nur für dringende Fälle sicher auzutreffen: D,1/„
Dr. Meyerhoft, Süd-Anlage (n. d. .Tohaimcskirche).
Dr. Schäffer. Selterswcfl 3s.
Für dringende Fälle ist am Sonntag, den 29. Jnn* sicher anzntreffen : D !e/>
Zahnarzt Plockstrasse 12.
lürd?lid>c llacbrscbicit.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 29. Juni, 6. n a ch Trinitatis. Gottesdienst.
In der Stadtkirche.
Vonnittaqs 8 Uhr: Pfarrafsistcnt $) 0 f f m rt n n.
Zugleich Ehristenlehrc für die Neukonsirinierten aus ber Mattbäusgemeindc.
Vormittags 9'/, Uhr : Pfarrer Schwa b e.
Beichte und heil, ^lbendmahl für Matthäus- und MarknS- gemeinbe. Anineldling vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Vormittags 11Uhr: llinderkirchc für die Markusgeineinde. l'ftvrrer Schivabe.
Abends 8 Uhr: O^eistliche Mtisikaufsührung, auSgesührt von bem Evang. Kirchengefangvereiil und öcr 5l»aben-Ehorschule.
3n der Iohanneskirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer B e ch t 0 t s h e i m e r.
Zugleich Ehristenlehrc für bie Neukonsirnnerten aus ber Lukas- gemeinbe.
Vorinittags 9*/, Uhr: Pfarrer AnSfeld.
Vormittags 11 Uhr: LUndcrkirche für die Iohannesgemeinde.
Pfarrer 91 u 3 f e (b.
Abends 8 Uhr: Versammlung und Vibelbesvrcchung wird wegen ber geistlichen Musikaufführung in ber Stadtlirche nächsten Sonntag geholten werden.
Nächkünftiqen Sonntag, ben 6. Zuli findet im HauptgotteSdienste Beichte und heiliges Älbcndmahl für bie Lukas- und IohaimeS- gemeinbe gemeinsam statt. Anmeldungen dazu iverden vorher' bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Ter Wartburg-Verein lWeßsteinstraffe 38) veranstaltet jeden Sonntagabend einen Vortrag, jeden Ticustagabend einen Lese- und Epielobend, jeden Mittn-ochabend eine Turnstunde und jeden Tonnerstagabend eine Bibelstunde.
Tas B i b e l k r ä n z ch e n für Schüler höherer L e h r- an st alten sindet statt im Johamicssaal, und zwar jeden Alitt- woch um 6 Uhr für bie jüngere Abteilung, jeden SamStag um 6 Uhr für bie öftere Abteilung. Tas Bibelkränzcheu für S cb ü l e r i n n e n höherer Lehranstalten aus der Iohannesgemeiude ist jeden Tienstag um 6 Uhr im Johannessaal.
Uatholische Gemeinde.
Sotterdicnst.
Samstag, den 28. Juni:
Nachmittags um 5 Uhr und abeubd um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag, den 29. Juni, 7. Sonntag nach Pfingsten: £eft Peter und Paul.
Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
, um 7 Uhr: Tie erste hl. Meffe.
„ um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
„ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
, um 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre: darauf ^estanbacht mit Segen.
Freitag vormittag um 6 Uhr ist hl. Meffe mit Segen.
Gottesdienst in der Diaspora.
Sonntag, ben 29. 3 u n i: In Hungen um 9'/, Uhr.
W i sm a r a. b. O stsee. An ber Z n g e n i e u r -A ka - bem i c Wismar fanb unter bem Vorsitz eines Prüfungs- Kommissars von ber technischen Hochschule, sowie in Gegenwart eines Vertreters ber Aupichtsbehörbe, kürzlich der mündliche Teil ber Ingenieur-Haupt-Prüfung statt, woran sich 22 Stanbibatcn beteiligten. Bon diesen Herren waren 10 aus Dcutsckstanb, 1 aus Norwegen, 1 aus Finnland, 2 aus Polen, 2 aus dem übrige- Rußland, 2 aus Rumänien, 1 aus Holland und 2 Herren aus Böhmen. Nachdem ein Kandidat von der Prüfung zurückgetreten Ivar, konnten ben übrigen bezügliche Diplome mit den Prädikaten „gut" und „sehr gut" ruerkarrnt werden.__________________b’1 ,
Moderne Herren und Tarnenschneiderei Babubofstraße 60 SHnitpr Kein Laben:
3t» parterre) ^VtarrUS ^»Ukr Fernsprecher L6«


