Ausgabe 
25.10.1913 Zweites Blatt
 
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mit alten Kameraden hat keinen Anstoß erregt. Bon Brandt ist viel gesprochen worden, von unlauteren Machenschaften aber nicht. Ter bei dem neuen Vertragsabschluß mit Brandt ihm zuge­standene Mehrbetrag war nicht ausfällig: auch Herr v. Metzen erhielt einen solchen von 10 000 Mark. Herr v. Metzen ist nie­mals an mich mit dem Bedenken herangctreten, daß Brandt viel­leicht strafbare Handlungen begehe Auch hat er nie davon ge­sprochen, Brandt los zu werden. Es ist niemals der Verdacht ausgesprochen worden, daß eine Bestechung vorliege.

Der Vorsitzende geht dann auf das Jahr 1912 über. Es wird festgestellt, daß Eceius bis 1. Oktober wegen Krankheit sich von allen Arbeiten zurückhielt. Eeeius sagte dann weiter: Anfang Oktober wurde die Affäre v. Metzen und Brandt in einer regulären Sitzung der Tirektion zwischen Geheimrat Mühl­berg und Tr. Mihlon und mir besprochen.

'Ich habe ausgesprochen, daß v. Metzen Trohungen ausge­sprochen und sich geweigert hat, eine Anzahl ftornwalzer, die er beiseite geschafft hatte, herauszugeben. Tie Unterredung des Herrn Tirektor Träger mit Brandt in Berlin bezog sich auf die Neubesetzung der Berliner Stelle, für die ich Herrn v. D e witz für geeignet hielt, v. Dewitz wurde aber in Essen für dort unentbehrlich erachtet. Mit Rücksicht auf die Trohungen v. Metzens hat Brandt dem Direktor Dr. Dräger mitgeteilt, er sei sich nicht bewußt, etwas Unrechtes getan zu haben. Dräger erllärte sich daun bereit, die Leitung des Berliner Buroaus vorläufig zu übernehmen und die Berichterstattung zu beaufsichtigen. Er unter­schrieb dann die Berichte. Die Kornwalzer betrafen in der Haupt­sache Zubmissionsresultate und Vergebungen. Wir erfuhren die Konkurrenzpreise er st nach der Abgabe un seres Angebotes. Die Kenntnis dieser Preise hatte nur Wert für spätere gleichartige Vergebungen und für die Prüfung unserer Kalkulationen. Falls bei dieser Fehler vorgekommen waren, wurde der Preis herabgesetzt. Bei richtiger Kalkulation wurden keine Preisönderungen vorgenommen, auch rocim die Preise der Konkurrenz höher waren. Ich selbst bearbeitete die Korn­walzer nicht, sondern habe nur einen Blick hinein getan Tie Bearbeitung war Zache des Herrn Mauther und später des Herrn v. Dewitz. Tie Heeresverwaltung hat nicht nur feilten Nachteil, sondern nur Vorteile von dem ganzen Verfahren gehabt.

Nach Beendigung der Vernehmung des Angeklagten Eeeius wurde in die Verhandlung über die Korn walz er eingetreten, die unter Ausschluß der Oeffentlichketl stattfindet. Für heute ist die Wiederherstellung der Oeffentlichkoit nicht mehr zu erwarten.

Canfctvirffcbaff«

Zchädlingeaufden Saatfeldern. Ueberall in der weiten Umgegend machen sich in diesem Herbst als lästige Schäd­linge die g r a u e n A ck c r s ch necke n bemerkbar. Durch die feuchte Witterung des Spätsommers ist ihre Entwicklung außerordentlich begünstigt worden, so daß ihre Nachkommenschaft sich außerordent­lich vermehrt hat. Namentlich haben unter ihrer Gefräßigkeit die jungen Saaten gelitten. In der Nähe der Straßenböschungen haben sie die Saatfelder völlig kahl gefressen. Nahe an Wiesen gelegene Saatäcker sind gar von dem Ungeziefer völlig abgeweidet worden, trotz der Anwendung von Vertilgungsmitteln, so daß sich die Land­wirte genötigt sehen, zum zweitenmal die Saat vorzunehmen.

Geheimnisvolle Augen.

Nicht nur verliebte Seelen kennen bftSprache der Augen". Beschäftigen sich auch jene mit Vorliebe damit, im Blick des an­deren die sämtlichen Geheimnisse des Himmels und der Erde im allgemeinen und die der Liebe im besonderen zu entdecken, so weiß andererseits jedermann, daß die Augen im prosaischen Alltagsleben unaufhörlichja" undnein" sagen, daß sie vor Freude »oder Zorn glänzen, begehrlich blicken oder Trauer und Entsagung aus­drücken, energisch sind ober traumverloren usw. Daß aber bie sviegelglänzenbe Iris außer bieser mehr oder minder poetischen spräche auch mitunter wirkliche Inschriften trägt, dürste wenig bekannt fein. Der französische Schriftsteller Boncheny de Grandval hat nun jüngst eilte fesselnde Studie über den Gegenstand veröffent­licht, der wir nachstehende merkwürdige Details entnehmen.

Der Arzt Borelli verbürgt, auf das Zeugnis eines Chirurgen aus Montpelliers namelns Fornuus, den Hall eines jungen Man­nes, der auf der Ijris des linken Auyes in deutlich lesbaren römischen Leitern die Inschrift trug:LOVE SOIT DIEV", d. h.Loue soit Dien" oder in korrektem Französisch:Dieu soit loue." - Gott sei gepriesen. Ein anderer Fall, der eine ge­wisse Josephine Louis betrifft, beschäftigte seinerzeit Mehrere fran­zösische, belgische und irländische Augenärzte und findet sich in den Schriften der hervorragendsten Mediziner jener Zeit beglau­bigt. Das junge Mädchen war im Jahre 1825 tu Paris geboren worden: da es von armen Eltern stammte, nahinen diese das An­erbieten eines Schaustellers an und ließen das Kind als Sehens­würdigkeit zunächst in Frankreich, später in Gent und alsdann in England zeigen. Es trug auf der Iris des einen Auges das Wort Napoleon", auf der des anderenempereur". Von den Acrzten, die Josephine Louis untersuchten (es befanden sich darunter Auto­ritäten wie Roguctta, Gsiraldös, Cornaz, Wilde , schreibt der letztere:Vor einigen I'aliren zeigte man ein Kind, auf dessen Netzhaut bie Worte Napoleon empereur geschrieben waren. Diese Erscheinung dürfte durch eine ungewohnte Anordnung der Ver­tiefungen, Fäserchen und Streifen hervorgerufen sein, die für bie Oberfläche der Seescheibewaud charakteristisch sinb."Ich besitze", sagt derselbe Autor, damals Arzt in Dublin,- in einer anderen Schrift,eine sehr gute Lithographie der Josephine Louis . . In der unteren Hälfte der rechten Iris gleichen die Zeichen den Buchstaben, die bas Wortempereur" bilden: und das Wort Napoleon" nimmt ungefähr denselben Platz auf der linken Netz baut ein." Es versteht sich, daß die Zeitungen den merkwürdigen Fall damals erwähnten: aber auch bie medizinischen Revuen nah­men von ihm Notiz, ohne daß es ihnen übrigens gelungen wäre, eine haftbare Erklärung des seltsamen Phänomens zu geben.---

Bereits im achtzehnten Jahrhundert hatte der berühmte Augen­arzt Iacgnes Dariel den wissenschaftlichen Kreisen mitgeteilt, er habe in den Augen einer aus der Umgegend von Rouen stammen­den Bäuerin eine Inschrift beobachtet, die den lateinischen Worten Tosl mortem" glich. Der Mediziner? Tenon schließlich, dem niemand eine Mystifikation leichtgläubiger Leute zutrauen wird, schreibt über einen Fall, der einigermaßen dem ber Josephine Louis nleidit:Auf ber im Hintergründe blauen Netzhaut erscheinen weiße Striche, die einen gradlinig wie bestimmte ;3jffem, ein anderer von ber Form eines großenT"." Bemerkt sei noch, daß Tenou ein Modell dieses merkwürdigen Auges auf Email malen ließ. Der Maler lieferte gleichzeitig eine Kopie, die der Kuriositäten- lammlung ber ehemaligenAccabömie de Paris" einverleibt würbe und die sich gegenwärtig int Museum Dupuytren in Paris befindet

vermischte».

x c Frauen N n d der Vogelschutz. Hervorragende Führertnncn ber amerikanischen Gesellschaft, bie sich zu einem Frauenhilfsverein des New Parker Zoologischen Vereins zusam- mengetnn haben, nehmen nun mit aller Kraft den Kampf gegen den Vogelmorb auf und wollen alles tun, um die Reiher und Paradies, vögcl, denen der Untergang droht, zu schützen Eine dahingehende Resolution wurde von dem Verband angenommen, und bie Mit glich er gelobten, nicht nur selbst keine Federn mehr zu tragen, sondern auch überall gegen diese barbarische Sitte zu wirken Eine weithin reichende Propaganda ist in die Wege geleitet, und die amerikanischen Freundinnen des Vogelschutzes haben sich bereits mit ihren Gesinnungsgcnossinnen tu Groß-Britannien, Deutsch lanb, Frankreich und Italien in Verbindung gesetzt

Die Post als Gläubigerin, lieber die Einziehung der Fernsprechgebühren sind neue zusammenfassenbe Bestimmungen vont Reick)spostamt getroffen worden. Sie sind zum Teil auch vorn Interesse für die Fernsprechteilnehmer. Die Einziehung ber Einzelgebühren, heißt es darin, ist nicht in allen Fällen bis zum Monatsende zu verschieben. Erreicht die Schuld des Teilnehmers bis Ende des Monats die Höhe vvw 100 Mark, so ist in der Regel schon Zahlung zu verlangen. Die Ober'Postdirektionen können Ausnahmen zulassen, aber auch die Stundungsfrist bet

besonders regem Berüchr noch weiter verkürzen. Von Teilneh­mern, deren Zahlungsfähigkeit zweifelhaft erscheint, sind bie Ge­bühren einzuziehen, sobald sie sich auf 10 Mark belaufen. Denn das Vermittlungsamt oder das Verkehrsamt, dem die Vermitt- luTtgsstelle zugeteilt ist, ein Postscheckkonto hat, so kann dieses nutzbar gemacht werden. Die Teilnehmer, die ein Postscheckkonto haben, werden befragt, ob sie damit einverstanden sind, daß die Fernsprechgebühren von ihrem Postscheckkonto abgeschrieben wer­den. Sie erhalten die bekannte Tasche mit den (Yebührenzetteln. Drei Tage nach Absendung der Taschen teilt bas Vermittlungs­amt dem Postscheckamt die abzuschreibenden Beträge mit.

* T e r Z i r k u s B u s ch und d i e L u ft b a r k e i s st e u e r. Wie die Tirektion des Zirkus Busch schreibt, ist die Meldung, daß der,Fiskus den Pachtvertrag nicht zu verlängern gedenke, unzu­treffend. Ter Mietvertrag zwischen dein Kommissionsrat Paul Busch und dein preußkschen Fiskus, vertreten durch die königliche Ministerial-, Militär- und Daukommisfion, über das Zirkusarund- stück sei bis zum 31. März 1925 verlängert worden und die Be­stätigung hierüber von dein Finanzininifter bereits unter dein 12. August 1912 erfolgt. Ter Entschluß deS Herrn Kommisfious- rats Busch, den Zirkus auszuloien, sei durch die LustbarkeitSsteuer betbeigefiihrt worden. Nach den Erträgen der vergangenen Spiel- zer gerechnet, iverde in bieicr Saison an Lustbarkeitsfteuer ein Beitrag von rund 160000 bis 170000 (hundertsiebzigtauiend) Mark abzuführen sein.

* A bstinente Studenten. Ter Rektor der Greis 5- walder Universität sah sich genötigt, eine Reihe von abstinenten Studenten zu relegieren, da diese sich offen gegen seine Autorität ausgelehnt hatten. Sie hatten gegen die Veraiistaltnng von öffent­lichen Kommersen in durchaus ungehöriger Weise protestiert und dann gegeii ben ihnen erteilten Verweis durch bie Verbreitung eines Flugblattes protestiert. Wenn der Rektor zu der schwersten Strafe, die ihm zu Gebote stand, zur Relegakion, gegriffen hat, so kann man annehmen, daß die Form ihrer Verteidigung mehr wie ungehörig war.

* Eine Gefchmacksfrage.Nun, warst du zufrieden, wenn ich dir heute so 'nen hübschen fetten Hasen nach Hause brächte?" fragt der Sonntagsjäger die Gattin beim Abschied. Ach, weißt du, wenn du nett bist und es dich nicht mehr kostet," antwortet sie,bring' mir doch lieber 'nen frischen Hummer mit."

Börsen-Wochenbericht.

Frankfurt a. M., 24. Oktober.

Die Börse verkehrte in dieser Woche wieder in st a r k s ch w a n - f c n b c r Haftung, ein Zeichen für die Unsicherheit, in ber sich Spekulation und Kapitalistenkreise befinden. Eine allgemeine Mut­losigkeit ergriff die Börse zu Beginn der Berichtsperiode infolge des östetreichisch-iingarisck)en Ultimatums an Serbien. Der Ein­druck dieser Störung war um so tiefgehender, als die Spekulation kurz zuvor zu umfangreichen Rückkäufen geschritten war im Hin­blick auf den vorzüglichen Ausweis unseres September-Außen­handels, die anhaltende Besserung im Reicksbankstatut und bie Steigerung ber Kupserprcise. An politische Komplikationen dachte man umsoweniger, als gerade der Anleiheabschluß Rumäniens be­kannt geworden war, was als ein Zeichen ber völligen Entspannung der Balkanlage angesehen wurde. Die serbisch albanische Differenz war jedoch nach dem Vorgehen Oesterreichs bald wieder erledigt und da sich auch die griechisch-türkischen Differenzen dem Aus­gleich nähern, darf erwartet werben, baß die politische Be­rn hi gung nun allmählich dazu beitragen werde, eine Besse­rung der Börsenstimmung herbei zuführen. Die Hoffnung auf eine hierdurch begünstigte Belebung des Geschäftsverkehrs war in den letzten Tagen allerdings sehr schwach. Da die außerhalb der Börse stehenden Kreise keine Gefolgschaft leisteten, hatte die von der Spe­kulation inszenierte Aufwärtsbewegung rasch wieder ein Ende ge­sunden. Es ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn das Privat­publikum angesichts ber Unsicherheit ber wirtschaft­lichen Konjunktur unb des teuren Geldstandes vorerst noch keine Neigung verspürt, sich von neuem mit Jndustriepapieren zu beladen, die gerade in der letzten Zeit vielfach redn unliebsame Enttäuschungen gebracht haben. Bieten doch die zahlreichen jüngst emittierten Renten Gelegenheit genug zu hochverzinslicher Kapi­talanlage. Wie die Dinge am Geldmarkt liegen, ist nicht mehr damit zu rechnen, daß noch im laufenden Jahre ber Ruf nach billigerem Geld erhört werben wird. Der letzte Reichsbankaus­weis konnte allerdings die Hoffnung auf eine Tiskontermäßiguncs wohl wieder aufleben lassen, aber nach wie vor steht London hin dernd im Weg. Noch immer grenzt dort derPrivatsatz bedenklich an die offizielle Rate unb bas Gleiche gilt auch von Paris. Bei uns zeigt der offene Geldmarkt eine entschieden willigere Hal­tung und die Erleichterung ist auch in den letzten Tagen in einem Nachgeben des Privatdiskonts auf 413/i« Proz. zum Ausdruck ge­kommen. Tägliches Geld ist reichlich angeboten unb unter 4 Proz. zu haben. Ebenso steht Schiebungsgelb in genügender Menge zur Verfügung und man rechnet denn auch für die diesmalig» Liqui­dation nur mit einem Satz von etwa 5Vs Proz. Wenn sich trotz dem vorwiegend Realisationslust geltend machte, so war dies in der Hauptsache aus wirtschaftliche Momente zurückzuführen. In erheblichem Maße trug zu ber Verstimmung der Börse bie reckt angespannte Bilanz ber Deutsch-Lupemburgischeu Bergwerks- und Hüften A.-G. bei, die Befürchtungen neuerlichen Kapitalbedarfes aufkommen ließ. Außerdem lagen aus ber Eisenindustrie wieder verschiedene den werteren Niedergang der Konjunktur bestätigende Nachrichten vor, namentlich die trüben Verhältnisse am Stabeisen markte und die neuerlichen Preisrückgänge am belgischen unb nmeri konischen Eisenmarkte. Montanpa viere verloren unter Schwankungen 13 Proz. Von anberen Jndustriepapieren fielen Dürkopv 5 Proz., Höchster 6 Proz., Naphta 7/2 Proz., Scheideanstalt 9 Proz., Kleyer 11 Proz. und Akkumulatoren Ber lin ll1/» Proz.

Handel.

w Wetzlar, 23. Oft. Tie Bnderusscken Eisenwerke beabsichtigeu, eine bedeutende Vergrößerung ihres S?nnptbctriebc§, der Sophien h n tte, vorzuuehmeu. Tas bestehende Hochofen- werf soll gegen Osten in den Zwickel zwischen Koblenzer und Kölner Bahn eine Erweiterung erfahren, die die Errichtung von drei neuen Hochöfen »fit den dazu gehörigen Maschinen- und Transport- aiilaaen, mit Gießhallen, Gebläfehaus und Gasreinigung umfaßt. Gleichzeitig ist von Naunheim-Waldgirmes nach dem Schöffengrund eine eleftrische Straßenbahn geplant, um für den ausgedehnten Be­trieb die erforderliche Arbeiterzahl zu erlangen, beziv. derselben einen bequemen Zugang zu schassen.

Frankfurt a. M., 24. Oft. (Fr üb er er K assen scklllß im Bonkgcwerbe am Samstag.) Im (5inber nehmen mit bet hiesigen Reicktsbankhanptstelle ist beschlossen tuor den, den versuchsweise eingeführten Kassensckstuß an den Samstag Nachmittagen in der bisherigen Weise bis auf weiteres beizube halten. Im Zusammenhang damit wurde der r> 4 ber Be bingimgcu für bie Geschäfte an ber Frankfurter Börse bis ans meitereÄ balfin abgeänbert, bas bie Lieferzeit an den Samstag- Nachmittagen statt von 34 Uhr auf 23 Uhr festgesetzt wirb.

Markte.

Gießen, 25. Oft. Marktbericht. Auf heutigem Wocken- markte kostete: Butter das Pfund 1,051.15 <Wf Hühnereier 10-11 Mg* 2 Stück 0 Psg^ Räte das Stück e:9 Ä Kasematte 2 Stück 56 Pfg., Tauben das Paar 0,80-100 T'f., Hühner per Stück 1,001,60 Mk., Halmen vr«. Stuck 1,502,50 Mk., Enten vr. St. 2,00-3,00 Mk.. boJ5"780 Achsen fleisch pr. Pfd. 92-100 Pfg., Än ,d0-94 Tfg., .ftubsteisch 60 Mg. Sch.veine- sefich pr. Pfund 90110 Pfg., Kalbfleisch pr. Pid. 9498 Pfg £!"lnÄ,l* SS- Ä" 7°^rtoffetn vr. 100 St» 4.25 bi« o.00 Mk^ Weißkraut ba5 etuef 10 bis 20 Pfg. Hiviebefit ner ?.tr. 4,00?,00 Mk.. Milch das <itec 22 Pstr? NMe 100 5% 0-00 Mk* Birnen da?Psuud 12 bis

24 Psg., Aepsel der Zentner 14 brs 22 Mf., Zwetschen der 3tr 7.00-9.00 Mk. Marktzeit von 8 bi» 2 llbr. ö

ie. Frankfurt a. M., 25. Oft. Heu- unb St rohmarkt. Am heutigen Markt war weder Heu noch Stroh angefahren.

Spielplan Des Siehe»« Stadttheaterr.

Direktion: Hermann Steingoetter.

eonntag, den 26. Oktober, nachmittags 3*/. Uhr, bei kleinen Preisen (unter Mitwirkung der Kapelle des.hieüqeu Infanterie- Regiments): .Püppchen/ Ende nach 6 Uhr. 2lbenb§ 7'1, Uhr, bei kleinen Preisen:3ünbenböcfe/ Ende 9X Uhr. Montag, den 27. Oktober, abends 8 Uhr (außer Abonnement; Abonnenten zahlen gegen Borwets des 1. Ermäßignugskiipous gewöhnliche Preise): Einmaliges Gastspiel des Großen Oberbaperischen Bauern- tdealees, Tireftion Michael Dengg: ,Ter G'wkffeuSwurm.' Bauern- komödie mit (tzesang unb Tanz in 4 Akten von Ludwig Anzengruber. Ende nach 10*/4 Uhr. TienStaq, den 28. Oktober, abends 8 Uhr (5. Tienslaa-Abounements-Dorstellung»:Die Hermannsschlacht* Gnbe 10 V Uhr. Mittwoch, den 29. Oktober, abends 8 Uhr, bei Volkspreisen : Volks - Vorstellung: ,Ter RöuigSlcutnanL* Ende 10% Uhr. Freitag, den 31. Oktober, abends 8 Uhr (5. Jjreitag Abonnements-Vorstellung): «Fugend/ Ende 107, Uhr. Sonntag, den 2. Oiovember, nachmittags 37. Uhr, bei kleinen Preisen: ,Süudenböcke" Ende 5X lit t. 2lbends 71/« Uhr, bei kleinen Preisen:Majolika.* Ende gegen 9* . Uhr.

LingcsairSt.

(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Bettenhausen, 24. Oft. In Bettenhausen scheint die Mark waldf rage nun auck ins Rollen zu kommen. Turch die Feldbereiniguug ber Gemarkung Muschenheim find st'ir einige taufend Mark Bämue aefällt worden. An die Markgeuoffenschast Betkenhausen mürben mehr als 8000 Mk. ausbezahlk. Wie man hört, ist dieses Geld in Staatspaoiereu angelegt worden. Einige Fragen, die öffentliches Interesse beanspruche», stellen viele Mark- inhal er: 1. Warum ist keine Generalversammlung ciiiberufen worden, um über die Verwendung des Geldes zu beraten unb zu beschlichen? 2. Wer hat den Betrag in Verwahrung und wie ist er angelegt ? 3. GibtS in Bettenhausen überhaupt einen Mark- Vorstand, der zu Recht besteht? 4. Brauchen die Markbesitzer jemand, der über ihr Geld versügt, ober kann jeder seinen Teil vermalten ? -i-

ICircbltcbc Nachrichten

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, den 2 6. Oki ober, 2 3. u a ch Trinitatis. Gottesdienst.

3n der Stadtfirche.

Vormittags 9* . Uhr: Pfarrer S chw ade.

Ctistungsfest des Evang. Arbeitervereins und des Eoang. Männer- und JünglingsvereinS Wartburg.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthänsgemeinde.

Pfarrer D. Schlosser.

Abends 5 Uhr: Piarrassistent Hoffmann.

Abends 8 Uhr: Vereinigung dec konfirmierten männlichen Jugend der Matthänsgemeinde.

Dienstag, den 28. Oktober, nachmittags 4 Uhr im Matthäus' saal: F r a u e u m i i s i o n s v e r e i n.

Mittwoch, den 2.1; Oktober, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend ber Markusgemeinde.

Donnerstag, den 30. Oktober abcnb5 8 Uhr Bibelstunde. (Geschichte vom Sündensatl J. Mos. 3, 1.)

Pfarrer D. Schlosser.

3n der Zohannerkirche.

Vormittags 97, Uhr: Pfarrer B e ch t o l S h e i m e r.

Vomfittags 11 Uhr: Kinderkircke für die Lukasgemeinde.

Pfarrer Bechtolsheim er.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Abends 77, Uhr: Vereinigung der konsirmierten männlichen Jugeird der Lukas- und Johannesgeineinde.

Mittivoch, den 29. Oktober, vormittags 10 Uhr, findet im JohanneSsaal die diesjährige Dekanatssynode des Dekanats Gießen statt.

Abends 8 Uhr: Bibel stunde im Lukassaale. (1. Bries Petri). _ Pfarrer B e ch t o l 4 h e i nc e r.

Nächstkünftigen Sonntag, den 2. yiovember, feiern mir das Reformationsfest, wobei in beiden Kirchen die Kollekte für den evang. Verein der Gustav-Adolfs-Ttfitung erhoben wird.

An demselben Tage findet im Abendgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Iohanuesgenwiilde gemein- sain statt. Annwldungen dazu werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Handarbeitsunterricht, veranstaltet von dem Frauenverein der Lukasgemeinde.

Jeden Mittwoch um 2 Uhr im Lnkassaale. Ter ^.erricht wird allen Kindern, die sich dazu einfinden, unentgeltlich erteilt.

Wartburg", christlicher Zünglingz- und Manner-Verein.

Tienstag, abends 87. Uhr, Bibelstunde,

Afittwock, abends 8 Uhr, Turnstunde,

Donnerstag, abends 8 llbr, Unterhaltungsabeud,

Sonntag, den 26. Oktober: Feier des 26. JahreSfesteS Familienfeier nachmittags 3 Uhr aus der Hardt, TertorS Terraffe

Tie Versammltutgeil finden teils in dem Gemeindehaus, Kirch' straße 9, teils in dem neuen »Wartburg'beim", Tiezstraße 15, statt; Gäste, besonders and) die Neukonsinnierteu, sind jederzeit herzlich ivillkommen.

vibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten.

Jüngere Abteilung jeden Afittivoch von 67 Uhr. Aeltere Abteilung jeden Samstag von 67 Uhr im JohanneSsaal.

vibelkränzchen für Mädchen aus der Johannesgeineinde.

Jeden Tienstag von 6-7 Uhr im Iohannessaal.

Jeden Mittivoch von 4-6 Uhr Handarbeitsunterricht für die Kinder der Johannesgeineinde im JohanneSsaale.

Evangelischer Gottesdienst.

Kirchberg: Sonntag, den 26. Oktober, vormittag- 10 Uhr: (Erntedantsesk. Kollelte.)

Lollar: Sonntag, den 26. Oktober, nachmittags 7,2 Uhr.

Pfarrasfistent Klingel.

Danbringen: Sonntag, ben 26. Oft, nachmittags 7,2 Uhr.

Dekan (S u 6 m a n n.

=- Der Odol konsequent täglich an­wendet, übt nach unseren heutigen

Futio Mundpflege aus. c*/,

reiß: 7, Flasche «Monate ausreichend« Mk. 1.50^ ", Flasche Mk. -.85.