Mittwoch, 25. April M
163. Jahrgang
Zweites Blatt
Nr. 94
Erscheint Iligllch mit Ausnahme des Sonntag».
erste Blüte voraussichtlich vernichtet.
< Gelnhausen):
Hessen-Nassau
Weiter unterhielt man sich über
men der Linken und des Zerrtrums angenommen.
Man ersieht diese aus
der kalten Tage erreicht worden
sind.
am 12. April —6.8 Gr. C.
Schleswig-Holstein Viinuniflofter
damit geschaffen.
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nachstehender Oltorenßeii Westvreaßeu Brandenburg Pommern Posen Schlesien Sachsen
Hannover Weü'alen Hessen-Nassau Nheinland
Münster (Lüneb. Heide)
Arnsberg stnlba Tiic-r
Diese Schäden werden verständlich, ordentlich niedrigen Temperaturminima
denkschrift für das Jahr 1912.
Tie Konservativen stimmen, wie der Mg. Winckler erklärt, dem Gesetzentwurf einmütig zu, während.das Zentrum bei der Polenfreundschcrfc, die ihm eigen ist, ihn ebenso einmütig ab le Hut. Ter Abg. Dr. Zimmer, der Wortführer des Zentrums, bez-eichnet die ganze Ostmarkenpolitik als widerspruchsvoll, erfolglos und
„Ladh Elizabeth Gray" und ein Oelgemälde von Hans v. Marses „Der Arader" aus dem Jahre 1857.
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schrn Universiläts - Buch- und ©teinbructerei.
R. Lange, Gießeiu
Der Ausschuß zur Beratung der .^onkurrerizklauselvorlage hat 'heute die erste Lesung beendet. Die Frage der Einbeziehung der technischen Angestellten in das Gesetz wurde durch Annahme einer Entschließung gelöst, die die verbündeten Regierungen ersucht, sobald als möglich eine Gesetzesvorlage zu unterbreiten, durch .welche das Gebiet des Wettbewerbsverbots für dieicnigen Angestellten und Arbeiter geregelt wird, auf welche das^vorliegende Gesetz keine Anwendung findet. Tie Anträge der Sozialdemokraten der Regierungsvorlage bt.'i neue Artikel anzufügen, die Abändernnefen des B. G. B. und der Gewerbeordnung zugunsten der technischen Angestellten und der Arbeiter enthalten sollten, wurden abgelehnt. Tie Regierung wird nunmehr zunächst zu den Beschlüssen erster Lesung Stellung zu nehmen haben.
; er Ausschuß zur Vorb'-ratung eines Gesetzentwurfs betreffend das Submission?» und Lieferungswescn beschloß folgenden neuen § 4 a: „In Bezirken, in denen Hand- werkerorganisationcn bestehen, können Leistungen für die Behörden, die über die in S 2 Ziffer 1 — freihändige Vergebung bei handwerksmäßigen Lieferungen bis zum überschlägigen Werte von 500 Mk. — festgesetzten Beträge hinausgehen, an diese Organi-
Schneefalle waren tat Süden gleichfalls sehr stark. Der Schaden an den Kulturen ist in weiten Teilen Süddeutschlands ebenso groß wie im Norden.
ICirdjc mtfc Schule.
4. Evangelischer Gemeindctag.
~ Dresden, 22. April.
Mit einem Begrüßungsabend im Evangelischen Vereinshausc begannen hier die 'Verhandlungen des Vierten Evangelischen Gemeindetages, der von der Konferenz für evangelische Gemeindearbeit einberufen worden ist. Die Versammlung sendet unter der Leitung des Vorsitzenden, Pfarrers Stock (Groß-Lichterfelde) statt. Der Evangelische Gemeindctag will nach seinem Ausruf an den Stätten seiner Tagung den Mitgliedern der Gemeinde die Arbeit der Gemeinde leuchtend vor die Seele führen. Erhaltung der evangelischen Kirche, Belehrung der Gemeinden, Zusammcn- s.chlus der Mitglieder, das ist sein Ziel. Zu deut Vorstande der cinberufenden Konferenz gehören u. a. Professor D. Dr. Schian (Gießen-, Dr. Cordes (Leipzigs, der Direktor der Treuhand- gcsellschaft Meltzer (Berlin). ..
In seiner Begrüßungsansprache hob der Vorsitzende, Pfarrer Stock, hervor, daß die Konferenz erst seit drei Jahren bestehe. In diesen wenigen Jahren sei es ihr aber gelungen, sich einen Platz in der Oeffentlichkeil zu sichern.
Hierauf erhielt Professor Dr. Schian (Gießen) das Wort zu seinem Vortrage: „Unsere Gemeindeorganisation. Tatsachen und Ziele. Der Redner führte aus: Trotz der zahlreichen int letzten Viertels ahrhundcrt vollzogenen Gemeinde- teilungen ist die Hauptmasse der evangelischen Gemeinden in den
— Einen Aufruf für Arno Holz, der am 26. d.M. 50 Jahre alt wird, veröffentlicht eine Anzahl angesehener Literaten und Künstler, in dem sie schreiben:
Arno Holz erzählt im Vorwort zu seiner letzten, eben erschienenen Tragödie „Jgnorabimus", daß er „heute noch immer buchstäblich in einer Tachbude hockt". Es ergreift und beschämt uns, einen um das deutsche Schrifttum der letzten dreißig Jahre im) höchsten Grade verdienten, schon um der Reinheit seines nur der Kunst ergebenen Strebens willen benmudertlngswürdigen Dichter in Not zu wissen. Wir fordern die Nation auf, diese Schuld durch eine Ehrenspende zu tilgen, und eröffnen hiermit die Sammlung. Beiträge wolle man an die Leitung des „Kunft- warts", Tresden-Blasewitz, richten.
Hierzu ist zu bemerken, daß das deutsche Volk an diesem Dichter keine Schuld l>at, denn eine große Anzahl seiner Werke ist in stattlichen Auflagen erschienen. Sein Buch Taphuis z. B. ist in 30 000 Exemplaren erschienen, Traumulus in 10 000, Buck der Zeit in 10 000 und keins seiner wirklich wertvollen Werke ist unbeachtet geblieben. Man darf deshalb, so verdienstlich diese allerdings späte Anregung zu einer Ehrenspende ist, und so sehr ihr Zustandekommen zu wünschen bleibt, nicht zugleich dem deutschen Volke eine Schuld aufreden, zumal Holz auch als Theaterdichter recht einträgiche Erfoge gehabt hat.
— Edwin Bormanns künstleris cher Nachlaß. Aus Leipzig wird geschrieben: Die Handzeichnungen, Aquarelle und Oelgemälde aus dem Besitz des am 3. Mai 1912 verstorbenen Leipziger Humoristen und Gelehrten Edwin Bormann werden am 23. und 24. April bei Oswald Weigel in Leipzig versteigert. Bormann gehörte zu den eigenartigsten Persönlichkeiten im literarischen Leben Leipzigs. Auf der einen Seite war er Der humorsprudelnde Poet, der Klassiker der sächsischen Dialektdich- 0mg, auf der anderen der ernste Forscher, der unverdrossene Vorkämpfer der Shakespeare-Bacon-Theorie. Außer einer großen Büchersammlung hat Bormann eilte Fülle von Kunstblättern hinterlassen. Darunter befinden sich zahlreiche Handzeichnungen zu seinen Schriften „Mei Leibzig low' ich mir", „Gaudeamus igitur" und „Humoristischer Hausschatz". Diese Zeichnungen stammen meist von den Leipziger Mnstlern Eduard Ille, Julius Kleinmichel und Arthur Lewin. Unter anderen interessanten Werken, welche die Versteigerung ferner bringt, seien eine Anzahl Bilder des Weimarer Malers Karl Buchholz erwähnt (der be
ll ebersicht:
Heilsberg Tlarienbttrg Datune Neu-Kammerstein 6'liiiau
Hal el'chwerdt Eisleben
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W. Mainz, 23. April. Die Nachricht, daß die letzten F r o st n ä ch t e die Weinernte am Mittelrhein v o l l st ä n d i g vernichteten, entspricht nicht den Tatsachen. Am Mittelrhein hat der Frost kaum ein Fünftel der voraussichtlich großen Ernte vernichtet. In umfangreichen Gebieten des Rheiw- gaues ist von Frostschäden fast nichts zu merken.
Die „Lietzener Familienblötter" werden dem , Sinniger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krels&lQtt für den Kreis Giehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit' fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e=g§^51. Redaktion:L^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
—5,8
—7,6
—7,0
—6,8
-6,8
— 8,8
- 7,1
-10,6
—5,5
—6,5
-6.0
Preußisches Abgeordnetenhaus.
Berlin, 22. April.
Als erster Punkt stand heute auf der Tagesordnung die namentliche Abstimtnung über den 8 1 der Ausschußbeschlüsse ruf Bewilligung von 25 Millionen Mark zur Einrichtung eines elektrischen Betriebes auf den von den Berliner Stadt- u n d R i n g b a h n z ü g e n befahrenen Strecken. Bon den 443 Mitgliedern des Hauses beteiligten sich 335 an der Abstimmung. Für den Aussckmßbeschluß stimmten 192, gegen ihn 143 Abgeordnete. Hiermit war die zweite Lesung des Gesetzentwurfs erledigt, der gleich darauf auch in dritter Lesung angenommen wurde. x.
Es folgt die zweite Beratung des Gesetzentwurfs über Maßnahmen zur Stärkung des Deutschtums in den Provinzen West- preußen und Posen. — Der Entwurf fordert für die Fortsetzung der Siedlungstätigkeit und die bäuerliche Aesitzbefestigung in der Ostmark 1 7 5 Millionen Mark. Davon sind für die Besitzbefestigung mindestens 100 Millionen bestimmt. Ter Fonds für Domänen- und Forstankänfe soll um 25 Millionen erhöht werden. Berichterstatter Abg. Viereck (Freikons.) beantragt namens des Budgetausschusses unveränderte Annahme des Gesetzentwurfs und Zustimmung zu einer Entschließung, die den Zweck verfolgt, in den überwiegend polnischen Seilen der östlichen Provinzen den deutschen Handels- und Gewerbestand, namentlich in den Kleinstädten, wirtschaftlich zu stärken. Mit der Beratung des Gesetzentwurfs verbunden wird die. zweite Lesung der 'Ansiedlungs
verhandelte heute ausführlich über das Tauschgeschäft zwilchen den Grundstücken Köuiggrätzer Straße und Behrenstraße gegen Biktoriastraße in Sachen des Militärkabinetts. Die Mehrheit übte scharfe Kritik, da das Geschäft sich als eine Umgehung des Etatsrechts des Reichstags darstelle. Das Grundstück in der Viktoriastraße wurde allgemein als für Bureauzwecke zu teuer angesehen. Ter Kriegsminister, der Schatzsekretär, sowie der Unterstaatssekretär Michaelis vom preußischen Finanzministerium bemühen sich, die Regierung zu verteidigen. Schatzsekretär Kühn bestritt, daß eine Mißachtung des Budgetrechts des Reichstags vorliege: der Reichstag könne ja auch ablehnen. Diese Erklärung wurde von nationalliberaler Seite besonders unterstrichen, und darauf wurden die Forderungen gegen drei konservative Stimmen abgelehnt. Der Ausschuß wandte sich dann der schon erwähnten Entschließung des Zentrums zu, die den Reichskanzler ersucht, zur Prüfung der gesamten Rüstungslieferungen für Reichsheer und Marine einen Ausschuß zu berufen, zu dem vom Reick-stag zu wählende Mitglieder des Reichstags und Sachverständige zuzuziehen sind. Hierzu lag ein Zusatzantrag der Sozialdemokratie vor, dem Ausschuß das Recht der Vernehmung unter Zeugeneid zu übertragen. Gegen diesen Zusntz- antrag wandten sich Vertreter der Nationalliberalen und des Sen
sationen freihändig vergeben werden. In einem solchen Falle ist durch die Handwerks- bezw. Gewerbekammern zu erfragen, ob eine tüchtige und rechtzeitige Ausführung gewährleistet werden kann."
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Au; den Ueichrtagrausschüften.
:: Berlin, 22. April. Der Budgetausschnß
Noch niedriger waren die eigentlichen V o d e n tempera- turen, die in Neustrelitz —11,3 Grad E., in Blankenburg bet Berlin —10,5 Grad C., in Neu-Hammerstein —10,4 Grad C., betrugen. Sehr bedeutend waren schließlich die niebergegangenen Schneemengen. Tie Schneedecke war in Oberschlesi.cn bis zu 21, in Aachen bis 18, in Ostpreußen bis zu 8 Ztm. hoch.
Nicht minder scharf wie in Norddeutschland mären die Fröste in den südli ch e u Landesteilen. München intb Bamberg hatten Temperaturminima von —7 Grad C., Friedrichshafen bon —6 Grad C. In den Tagen vom 12. bis zum 16. April sank imSüden das Thermometer ailnächtlich auf 4 bis 5 Grad Kälte. Die
Der Schaden des letzten Aätterücksalles.
Erft jetzt, nachdem aus allen Landesteilen und von sämtlichen landwirtschaftlichen B e o b a cht u n gs ft a t i o n en genaue Berichte eingegangen sind, läßt sich der gesamte Schaden übersehen, den der jüngste Aprilwettersturz _ mit seinen scharfen Frösten, Stürmen und Schneefällen verursacht hat. Der, so- cben .erschienene Bericht des tönigl. preußischen Meteorologischen Instituts stellt fest, daß der Frostschaden sehr bedeutend war, und zwar aus dem Grunde, weil sich die Vegetation in diesem Jahre etwa zwei bis drei Wochen früher als in anderen Jahren entwickelt. Nur in Ost- und Westpreußen, Hinterpommern und dem nördlichen Schleswig-Holstein ist der Frostschaden nicht all- zugroß gewesen, da in diesen Landesteilen der Pflanzen- wuM noch nicht so weit vorgeschritten war. Von den im übrigen angerichteten Schäden geben nachstehende Auszüge aus den Bericksten der Beobachter ein anschauliches Bild:
Brandenburg (Blankenburg bei Berlin): Frühe Pflaumen, Kirschen und Birnen völlig erfroren, ebenso die früh- blühenden Ziersträucher. Alles ausgepflanzte Gemüfe ist bis auf wenige Ausnahmen vernichtet.
Pommern (Greifswald): Sehr großer Schaden an sämtlichen Kulturen.
Posen (Ostrowo): Stachelbeeren, Johannisbeeren und andere Obftbäume »um Teil in der Knospe erfroren. Großer Schaden auch an Roggen, spätem Weizen, Hafer und Gerste.
Schlesien (Grünberg': Die vor Wochen gesteckten Kartoffeln erfroren, Frühobst, Pfirsiche und Beerensträucher vernichtet. Gemüse, Rosen, Kastanien, Ribes- und Loniceraarten zerstört.
Sachsen (Erfurt): Frühblühende Sträucher, Pfirsiche, Aprikosen, Mirabellen, frühe Birnen und Kirschen, ebenso die Luzerne fast ganz vernichtet.
Schleswig-Holstein (Meldorf): Johannis- und Stachelbeeren, Rhabarber, Rosen erfroren. Weizen und Roggen gelitten.
Hannover (Lüneburg : Blüten von Pfirsich und Beerenobst, auch vereinzelt von Birnen und Pflaumen erfroren. An Ziersträuchern und Rosen vielfach die frischen Triebe vernichtet. — (Göttingen): Tie Blüten des Frühlingsobstes fast sämtlich vernichtet. Frühkirschen gänzlich erfroren.
Westfalen (Güterslohs Frostschaden sehr erheblich; die
setzten Waldlagen sehr stark beschädigt.
Rheinland (Von-der-Heydt-Grube): kirschen, Aprikosen, Pfirsiche, Frühbirnen, Stachelbeeren erfroren, ebenso das erste Laub der Rotbuclwn.
spruch nahm. Beide Seitenlinien sodann dienen in hervorragender Weise zum! Transport der Landeserzeugnisse (Elfenbein, Baumwolle, Gummi, Straußenfedern, Vieh, Felle usw.) ins Niltal und von da nach Europa: das große Risiko, dem der Handel mit den genannten Produkten in diesen Gegenden bisher ausgesetzt war, gilt jetzt als behoben, von der außerordentlichen Zeitersparnis gar nicht fru reden. Vom politischen Gesichtspunkte aus sickern die neuen Bahnen die Pazifikation des Kvrdosan und Darfur: von der Verlängerung der Westlinie bis El Faschar erhofft man insbesondere die endgültige llnlcnuerfung des Sultans Ali-Dinar, eines Despoten, der an Englund zwar Tribut zahlt, aber demroch seine Anerkennung durchgcsetzt hat 1 und keine Gelegenheit vorübergehen läßt, um den verhaßten Europäern durch Begünstigung des Sklavenhandels, des Räuber und Schmugglerunwesens einen Streich zu spielen. Ist die Bahnlinie bis El Faschar fortgeführt, so rückt auch das iveitt rag ende Projekt, das deutsche jiumeruu durch das
Eichener Anzeiger
Seueral-Anzeiger für «erheben
Die gw Wüstenbahn.
Tie riesenlange Eisenbahnlinie, die einmal — sagen wir in fünfzehn bis zwanzig Jahren — Alexandrien mit dem Kap verbinden wird, tarnt ;u dem nördlichen, inzwischen vollendeten Teile als eine veritable „Wüstenbahn" gelten. Dieser -titel rechtfertigt sich um so mehr, als die großen Zweiglinien, die von der nordsüdwürts verlaufenden Hauptstrecke ausgehen und die zUm erheblichen Teile deren spätere Prosperität verbürgen, durch echtes und rechtes Karawanenland führen — u mm etliches, menschenleeres Gebiet, das dem wandernden Sand gehört und der sengenden Tropensonne. Ein amtlicher Bericht, den jüngst der französische Generalkonsul in Aegypten, Monsieur Leseuvre- Möaulle, über die letzten Fortschritte des Bahnbaues erstattete, enthält eine Menge interessanter Notizen über die methodische, ziel- bewußte Arbeit der englischen Ingenieure und die Bedeutung des bereits fertiggestellteu Teiles der Haupt- und Anschlußstrecken; das wichtigste daraus sei im nachstehenden mitgeteilt:
Von 1897 bis zu Anfang des vorigen Jahres wurden über 2400 Kilometer der Nord-Südlinie, sowie der Zweigbahnen vollendet, Hunderte von artesischen Brunnen zuseiten der Strecke, sowie der Kahlreickm, mittlerweile konstruierten Landstraßen, angelegt. Es braucht kaum gesagt zu werden, daß in diesen Landstrichen die Frage der Bewässerung eine elementare Rolle spielt. Tie Hauptlinie der transafrikantschen Bahn folgt dem^ Laufe des Nil; zwei wichtige Nebenlinien gehen, die östliche von Atbara nach Suaktm und Port Sudan (zum Noten Meere), die westliche von Seunar nach Kosti-Hmn-Abba und El Obeid, der Hauptstadt von Kordofan. Letztere ßinicfoll bis El Faschar im Darsurgebiet fortgesetzt werden. Die neue Verbindung nach Osten mit dem Roten Meere ermöglicht den Zehntausenden von muselmännischen Pilgern, die ans diesen Gebieten Zentralafrikas kommen, eine bequeme Fahrt nach Metta und Medrina, eine Reise, die früher Aconate in An-
— Der Aufenthalt von S chr ö d e r - S t r a n z. Die „Frankfurter Zeitung" erhält von Theodor Lerner folgendes Privattelegramm:
L Hansnes, 22. April, 12 N. Infolge meiner letzten telegraphischen Vorstellungen crljielt ich beim Verlassen Norwegens folgendes Telegramm von Kapitän Ritscher ausZ)ld- ventbav: An Bord, 21. April. Sckwöder auf Packeis 80,5 Grad Nord, 22 Grad Ost abgesetzt. Beabsichtigte Richtung Rijpsbap. Staxrud dorthin anfgebrochen. Ritscher. Dadurch sind alle Zweifel nnb Kalkulationen beseitigt. Die Schröderabteilung kann in jener sehr wnldreichen Gegend den Winter durch- gehalten haben. Das Ziel der dentsckstn Hilfsexpedition bleibt, mit Schlitten und Schiff via Wijdebah und Treurenbergbav das Nordostland zu erreichen, wie früher vorgefchlagen. Alles ist wohl.
— G. TeßmannsReisenachNenkamerun. „Peter- manus Mitt." zufolge wird sich G. Teßmann im Auftrage des Reichskolonialamtes Anfang Mai nach den itcuenvorbcnen Teilen von Kamerun begeben, um diese, namentlich die Sanga-Lobaje- Landschasten, in landes- und völkerkiuedlicher Beziehung zu erforschen. Währeiü) die Tätigkeit der Grenzkömmissionen sich er- tlärlichcrweise hauptsächlich auf schmale Landstriche zu beiden Seiten der verrückten Grenzlinie beschränken muß, sind von dem erfahrenen Lübecker Ethnologen, der längeren Aufenthalt bei den verschiedenen Stammen nehmen wird, wcchtige Aufschlüsse zu erwarten über Land und Leute, Tier- und Pflanzenwelt der abseits von diesen Grenzen liegeirden Gebiete.
K'.-K. Fischreiher als Mäusevertilger. Eine im neuesten Heft des Kosm!os-Haud4veisers (Stuttgart) mitgeteilte Beobachtung scheint geeignet, unseren Fischreiher, der ja als Fisch- räuber zweifellos vielen Sä>aden anrickstet, ans einem anderen Grunde doch in etwas milderem Lichte erscheinen zu lassen. Bei in den Monaten Dezember und Jamiar hier am Niederrhein erlegten Exemplaren waren die Magen ganz mit Mäusen angefüllt (bis zu 15 Stück), während sich nicht die geringste Spur von Fisckmahrung vorfanü. Es wird hier zirrzeit strichweise sehr über Mäuseplage gcflagt. Zieht mim nun in Erwägung, daß der Reiher am Niederrhein noch ziemlich zahlreich vorkommt, und man ifylt öfters in Trupps bis zu 10 Stück' auf den Weiden und Feldern stehen sieht, so kann m-an annehmen, daß er der Landwirtschaft durch M.äusevertilgung re cf st wesentliche Dienste zu leisten vermag. Bei den zurzeit auf Heimatschutz und Erhaltung von Naturdenkmälern usw. gerichteten Bestrebungen möge diese Beobachtung dazu beitragen, auch dem Fischreiher einen gewißen Schutz angcbei()cn zu lassen und ihn so vor gäitjlidycr Ausrottung zu bewahren.
d°s'W.i°n°üibÄMc UN».S°Ml- schödig^ Simse Tri?be.t>er.®albiäume den der Sonne aufc«. I Vertrieb von Alt.
Blüten der Süß- ^material, sowie endlich über gewisse Bahnbauten tm Interesse Johannisbeeren, der Landesverteidigung.
Ter Wahlprufungskiussbntz
wenn man die außer- erklärte henke die Wableic der Abg. v. Bonin (Kons., Neustettin) betrachtet, die während - und S o s i n s k i (Pole, Zabrze-Kattowitz) für g ü l t_i g. Zur ...... Wahl des Grafen v. Oppersdorf ib. t. F., Fraustadt-Llssa) wurden erneut Beweiserhebungen beschlossen. Tie Prüfung der Wahl des Abg. Haupt (Soz., Jerichow) wurde noch nicht zu Ende geführt. Vermutlich wird der Beschluß auf Ungültigkeit lauten.
kanntlich auf der Berliner Jahrhundertausstellung neu „entdeckt" worden ist), außerdem Blätter des Leipziger Malers Fedor auch das weittragende Proiekt, das deutsche itomeruu ourcy oas Winzer, Originalzeichnungen von Karl Gelwt^ Blatter des Leip- Tfadgebiet hindurch mit der ägyptischen Hauptstrecke zu verbinden, > zager Malers und Kupferstechers Ernst Fürchtegott Mohn, eine
7 V Die ganze L-'irmartcnpouni ais wloeripruarsoon, eTiuigivy uiw
trums mit dem Bemerken, daß ba^u ein be)onberes vvcieb not nnnprarbt daoeoru tritt her Aba Glavel iNatl) namens seiner
ufenl: Blütcn und ansefejk1 $er Antras tn SosUßemokatic tourbs dann gegen bte Stimmen VJJ1 Sfn et^Mtur imb
- MiraAn'mtd Ä X’AÄ ÄSS5?
Räuberbande. Ihm antwortete mit gebührender Scharfe der Finanzminister Dr. Lentze, der die preußische Polenpolttik als nationale Notwendigkeit rechtfertigte.^ Tann fant der Mg. B o r- chardt (Soz.) nock) in vorgerückter Stunde zum Wort. Die Regierungsvorlage nebst den Entschlie-ßungen wurde gegen die Sttm-
... .. r c -v i Tuschzeichnung von Johann Veit Schnorr v. Carolsstld „Kleines
greifbare Nahe— die große afnkaniiche ,,Qualmte Kamenm Mädchen ^n[&figur", ein Gemälde von Angelika Kauffmann bezw. Kongo einerseits, Sudan und Aethiopien andererseits, wäre o-k,. rc.<;. cv.vnv." ein Piptnmnnfhp u<m n Wotrpä


