Ausgabe 
23.4.1913 Erstes Blatt
 
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anwesend. Der Verband zählt 11 Innungen mit 651 Mit­gliedern. Der Geschäfts- und der Kassenbericht wurde ge­nehmigt. Weiter wurde über die Fachschule, die Lehrzeit, die Prüfungsordnung für weibliche Lehrlinge usw. beraten.

(fc) M aiuz, 22. April. Nachdem vor IV2 Jahren die Handelskammer, der Verkehrsverein und zahlreiche Interessen­ten eine Eingabe an die Eisenbahnverwaltung gerichtet haben, in der sie darauf hinwiesen, daß seit der am 1. November 1906 erfolgten Eröffnung des Bahnhofs Wiesbaden eine erhebliche Schädigung der Mainzer Geschäftswelt eingelreten infolge Nach­las s e n S der Handelsbeziehungen zwischen dem Rheingau und Mainz, hat die Stadt Mainz nun, uach- bem auch der Großherzog und die Hessische Regierung für cmc direkte Bahnverbindung zwischen Mainz und dem Rhcingau em- getteten sind, die direkte Balmverbindung mit dem Rl-emgau erhalten, die am 1. Mai ausgenommen wird. Zunächst sind täglich an Wochentagen drei Paar, an Sonntagen Hier Paar Personenzüge eingeführt, die in Biebrich-West und von da ab aus allen Stationen bis Rüdesheim halten. Um die Verbin­dung Herstellen zu können, mußten erhebliche Erweiterungen der Geleise- und Weichenanlagen im Bahnhof Biebrich-Ost vor- qenommen rverden. Sie bestanden in der Verbreiterung der Unterführung der Mainzer Straße, in der Verlängerung des gewölbten Durchlasses des Salzbaches, in der Ausführung mehrerer Stützmauern von größerer Länge bei der Armeruh-Muhle sowie in Erweiterungen und Veränderungen von dortigen Anlagen der Betriebssicherung besonders des Block- und Signalmesens. ^ie Arbeiten sind in wenigen Wochen mit einem Kostenaufwand von 170 000 Mk. ausgeführt worden, damit eben zum 1. Mai der Betrieb zur Durchführung der sogenanntenRheingau-Per- sonenzüge" von Mainz nach Rüdesheim über Biebrich unter Vermeidung des Bahnhofs Wiesbaden ausgenommen werben kann.

Kreis Wetzlar.

w Wißmar, 22. April. Gestern nachmittag wuide anläßlich des NegierungsjubiläumS unseres Kaisers eine Linde gepflanzt. Die Schüler nahmen an der ersten Schule Anf- stellung, vier Knaben trugen in schwarz-weiß-roten Bändern den Baum und im Fuge ging es nach der Pflanzllätle an der Kirche. Pfarrer Bingel hielt die Ansprache, während Kinder der Oberklasse Lieder und Gedichte vortiugen. Bürger­meister Braun-Krofdorf ließ ein Hoch auf das Vaterland

Hessen-Nassau.

[] Marburg, 22. April. Ein kürzlich beim Betteln hier abgefaßter junger Mann, der einen mißglückten Fluchtversuch machte, hat sich jetzt als ein Deserteur entpuppt. Der Mann, der unter falschem Namen reiste, wurde der Militärbehörde übergeben. Vor dem hiesigen Gewerbe­gericht kam ein Tarifvertrag zwischen dem Arbeitgeber- Verband des deutschen SchneidergewerbcS und dem Gehilfenoerband zustande. Dem Stadtkämmerer a. D. Müller wurde anläßlich seines 80. Geburtstages der Kronen­orden 4. Klasse verliehen.

w Bad Soden, 22. April. Prinz und Prinzessin Eduard, Prinzessin Marie Auguste, Prinz Joachim Ernst und Prinz Eugen von Anhalt sind, von der Riviera kommend, zu längerem Kuraufenthalt hier ange­kommen. Die Herrschaften haben im Grand HotelEuro­päischer Hof" Wohnung genommen.

GericbtsßQaL.

w Karlsruhe, 22. April. Tas Schwurgericht ver- urteilie nach zweitägiger Verhandlung den 25jährigen Papiersabrik- arveUer Johann Wallner aus Treffelstein, wohnhaft zuletzt in Tilliveißenuein bei Piorzheim, wegen v 0 vj ä 1; lichen M 0 r 0 es zum Tod e. Wallner gälte am 16. September v. I. den Bapier- uiaschineuiührer Xaver Krauß, mit bei")en Arnu er verwandt war, m die Brust geschossen, jo daß Krauß am folgenden Tage verstarb.

humoristisches.

* Druckfehler. Als Kohn hörte, daß sein Geschäfts­freund Pleite gemacht habe, stieß er einen Stußseuszer aus. Wenn Kinder nicht verweichlicht werden sollen, müssen sie früh­zeitig abgehäutet werden. (Anpreisung eines Warenhauses.) Ausnahmepreis: Selbstlaufende Assen ä 50 Psg.

* Maliziös. Zwei Freunde sitzen in einer Konditorei. Sieh mal," sagt der eine,drüben sitzt Fräulein Liebreich, die für mich schwärmt. Drei Windbeutel hat sie schon verzehrt, und nun verzehrt sie mich noch mit ihren Blicken." Der andere:Ja, die verzehrt eben einen Windbeutel nach dem anderen."

msrtte.

lo. Frankfurt a. M., 21. Slpril. Heu- und Strob m abkt Angefahren waren >2 Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt rourbe für .s?eii ',50 9)lf., Stroh (Kornlanqstroh) 0.00-0.00 Pik., Wirrstroh <',000,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft ruhig. Tie Zufuhren waren aus Oberhessen und aus den Kreisen Dieburg und Hanau.

Amtlicher wetterber tchr.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen für Tonnerstao, den 21. April 1913: Bewölkung zunehmend, doch noch meist trocken, Gewitterneigung, Temperatur wenig verändert.

Letzte Leuten.

Die Reise des Kaisers nach Gießen und Wetzlar.

Homburg, 23. April. Der Kaiser ist heute vor­mittag 11 Uhr von Homburg nach Gießen abgefahren. Auf der Rückfahrt wird der Kaiser den Dom in Wetz­lar besichtigen.

Deutfch-fravzö'sische Abmachungen.

Berlin, 22. April. Wie dieNordd. Allg. Ztg." hört, sind wegen der verschiedenen Fälle von Landungen deutscher Luftschiffe jenseits der Grenze bereits von der deutschen Regierung Maßregeln eingeleitet worden, um solche Vorkommnisse künftig zu verleiten. Mit der französischen Regierung sind Besprechungen im Gange, die die Schaffung eines Mkommen zur Regelung der Lust­schiffahrt bezwecken.

i&g führt viele Menschen die tägliche Berufsarbeit. <Bon ber 6fta&e bnngen Sie die Erkältung heim, die Ihnen so lästig ist. Die Berufsarbeit auf der

S' Straße erfordert ein Vorbeugungs» und Linder- ungsmillel für Heiserkeit, Katarrh und Husten, und das sind die altbekanntenWybert-Tableiten die in allen Apotheken und Drogerien ym Schachtel 1 Mark kosten. Nieder­

ausbringen.

im 55. Lebensjahre.

Giessen (Marburger Strasse 9), den 23. April 1913.

neuen Friedhofs aus. Von Kondolenzbesuchen bittet man abzusehen.

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Statt jeder besonderen Mitteilung.

Gießen, den 22. April 1913.

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